Polizei räumt Flüchtlingscamp

Flüchtlinge beenden Hungerstreik

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Alle Flüchtlinge haben inzwischen den Hungerstreik beendet.

München - Die ganze Nacht harrten protestierende Flüchtlinge auf Bäumen in der Münchner Innenstadt aus. Jetzt ist der Streik beendet und es fanden Gespräche statt.

Die hungerstreikenden Flüchtlinge haben ihren Streik beendet. Sie protestierten seit Samstag für ein Bleiberecht in Deutschland und gegen die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Am Mittwochabend wurde das Camp geräumt. Das Kreisverwaltungsreferat hatte den Einsatz laut Polizei angeordnet, da Ärzte bei den niedrigen Temperaturen eine Unterkühlung der Menschen befürchteten.

Danach sind zwölf Flüchtlinge auf Bäume geklettert, um dort weiter zu protestieren. Inzwischen haben alle Demonstranten den Streik beendet. „Sie sind unversehrt“, sagte eine Polizeisprecherin. In der Matthäus-Kirche am Sendlinger-Tor-Platz haben sie Essen und Getränke bekommen.

Erste Gespräche

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CS) haben mit den Flüchtlingen ein erstes Gespräch in der Matthäus-Kirche geführt.

Die Flüchtlinge zeigten sich nach der Diskussion zufrieden. Sie hoffen nun auf den Runden Tisch. Dort wollen sie ihre Anliegen erneut vortragen. Außerdem waren sie froh, sich mit Tee aufwärmen und etwas essen zu können. „Es war unglaublich kalt“, sagte einer von ihnen. „Wir waren so müde, aber wir waren alle stark genug, um durchzuhalten und für unsere Rechte zu kämpfen.“

„Sie haben ihr Ziel erreicht: nämlich eine Diskussion anzustoßen“, befand. Oberbürgermeister Reiter. Auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) meldete sich zu Wort. Er begrüßte das Ende des Streiks: „Die Gefahr für Leib und Leben war zu groß, die Gesundheit der Menschen muss absolute Priorität haben“, teilte er mit. Der Minister kritisierte erneut die Vorgehensweise und „unerfüllbaren“ Forderungen der Hungerstreikenden.

Später soll es im Rathaus ein weiteres Gespräch auch mit Bundestagsabgeordneten über die Situation der Flüchtlinge geben. .

dpa

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