Schneefälle bringen Verkehr auf der A8 über Stunden zum Erliegen

In Gegenverkehr geschleudert: 32-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim stirbt bei Zorneding

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Piding/Landkreis - Starker Schneefall am Donnerstagabend und in der Nacht sorgten auf den Straßen in der Region für Unfälle und erhebliche Verkehrsbehinderungen. Die A8 bei Piding musste stundenlang wegen Schnee- und Eisglätte sogar gesperrt werden.

Zahlreiche wetterbedingte Verkehrsstörungen 

Der Verkehr musste auf der A8 in Fahrtrichtung München an der Anschlussstelle Bad Reichenhall aus- und umgeleitet werden. Auch auf der Umleitungsstrecke über die B304 kam es durch den starken Schneefall zu Verkehrsstörungen. 

Durch einen quer stehenden rumänischen Lastkraftwagen bildete sich zeitweise ein Rückstau von circa vier Kilometern. Das Fahrzeug konnte letztlich mit Unterstützung der Polizei Traunstein befreit werden, so dass der Verkehr wieder weiter rollen konnte. Auch in Traunstein und den umliegenden Gemeinden kam es in den Abendstunden immer wieder zu kleineren Verkehrsunfällen. Glücklicherweise kam es hierbei nur zu Blech- und Schäden an diversen Verkehrszeichen.

Schneechaos auf A8 im Berchtesgadener Land

Gegen 17.30 Uhr blieben mehrere Fahrzeuge auf Höhe Anger in Fahrtrichtung München wegen der Schneefahrbahn liegen. Neben Lkw blieben auch ausländische Pkw mit Sommerbereifung am Beginn der Steigungsstrecke am sogenannten Angerer Berg hängen. Schnell baute sich ein Stau auf, der bis zum Knoten Salzburg zurück reichte.

Da der Schneefall anhielt und mit einer Entschärfung der Situation nicht gerechnet werden konnte, wurde eine Koordinierungsgruppe, bestehend aus Vertretern von Landratsamt, Feuerwehr, THW, Autobahnmeisterei, BRK und Polizei, aufgerufen.

Mit starkem Personaleinsatz versuchte die Autobahnmeisterei die Steigungsstrecke schnee- und eisfrei zu bekommen. Versuche, den Verkehr wieder in Gang zu bringen, scheiterten mehrfach an quer stehenden Lkw. Ab 21 Uhr musste letztlich der gesamte Verkehr bei der AS Piding ausgeleitet werden. Dies führte auf der Umleitungsstrecke zwischen Freilassing und Traunstein (B 304) zu Verkehrsbehinderungen. Auch im Umfeld der AS Piding kam es immer wieder auf Nebenstrecken zu Verkehrsstörungen durch von Navigationssystemen fehlgeleitete Fahrzeuglenker.

Immer wieder gelang es zumindest den Verkehr auf der A8 für Pkw frei zu geben. Nachdem jedoch im Stauabschnitt von ca. 5 km Länge kein Räumdienst eingesetzt werden konnte, blieben weiter Pkw und Lkw beim Anfahren hängen. Besonders ungeduldige Autofahrer versuchten über die zunächst sehr gut gebildete Rettungsgasse nach vorne zu gelangen. Letztlich wurde so der Einsatz von Hilfskräften wieder erschwert und die Gesamtsituation erheblich verschlechtert.

Chaos am Donnerstagabend auf A8 bei Piding

Nachdem sich um 23 Uhr immer noch keine wesentliche Entspannung der Situation abzeichnete, wurde die SEG des BRK zur Betreuung der im Stau Wartenden aufgefordert. Die Feuerwehr hatte vorsorglich Reservekanister mit Kraftstoff vorbereitet - konkrete Anforderungen von Fahrern lagen aber nicht vor.

Gegen 01.30 Uhr entspannte sich die Situation und der Verkehr begann wieder zu fließen. Nachdem die Autobahnmeisterei die Fahrbahn geräumt und gestreut hatte, konnte die Ausleitung bei Piding wieder aufgehoben werden.

Insgesamt waren mehrere Polizeistreifen, 30 Feuerwehrkräfte aus Piding, Marzoll und Anger, 13 Angehörige des THW Ortsverbandes Berchtesgadener Land, sowie 6 Schneepflüge der Autobahnmeisterei im Einsatz.

32-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim stirbt bei Unfall bei Zorneding

Am 28.12.2017, gegen 17.10 Uhr, kam es auf der Kreisstraße EBE12 zwischen Zorneding und Buch zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim noch an der Unfallörtlichkeit seinen schweren Verletzungen erlag.

Der 32-Jährige war mit seinem Auto auf der Kreisstraße von Zorneding kommend in Richtung Buch unterwegs und geriet dabei mit seinem Audi bei schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern, weshalb er auf die Gegenfahrbahn rutschte. Ein entgegenkommender VW, in welchem eine vierköpfige Familie aus dem Landkreis Ebersberg unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen und es kam zum Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen.

Die Beifahrerseite des Audis wurde durch den Zusammenstoß stark eingedrückt und der Fahrer im Fahrzeuginneren eingeklemmt. Die Insassen des VW, darunter zwei Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahre, wurden mit leichten Verletzungen in ein Münchener Klinikum verbracht.

Beide Pkw waren nach dem Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Tödlicher Unfall auf der EBE12 bei Zorneding

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde durch die Staatsanwaltschaft München II ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. Die Kreisstraße EBE12 war für die Dauer der Unfallaufnahme für circa vier Stunden komplett gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Im Einsatz befanden sich neben zwei Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Ebersberg, der Rettungsdienst, sowie die Feuerwehren aus Zorneding und Buch.

Schwerer Unfall auf B304 bei Kirchseen - Straße aktuell noch gesperrt

Am 28.12.2017, gegen 17.30 Uhr, ereignete sich in Kirchseeon, Münchener Straße, auf Höhe des Autohauses ein Verkehrsunfall, bei der eine 48-jährige Fahrzeugführerin aus dem Landkreis Ebersberg schwer verletzt wurde.

Diese befuhr mit ihrem Fahrzeug die B304 von München kommend in Richtung Wasserburg, als sie auf Höhe des Autohauses die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor, von der Fahrbahn abkam und gegen eine Betonmauer stieß. Im weiteren Verlauf wurde das Fahrzeug auf die Fahrbahn zurückgeschleudert und kollidierte schließlich frontal mit einem Sattelzug welcher in Richtung München fuhr.

Die Fahrzeugführerin wurde dabei schwer verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Münchener Krankenhaus verbracht, wo sie stationär aufgenommen wurde. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Das Fahrzeug wurde bei dem Unfall erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden.

Die B304 musste für die Dauer der Personen- und Fahrzeugbergung, sowie der Unfallaufnahme komplett gesperrt werden. Im Einsatz befanden sich neben zwei Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Ebersberg, der Rettungsdienst, sowie die Feuerwehr aus Kirchseeon.

Trotz einer eingerichteten Umleitungsstrecke kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen die sich noch bis in die frühen Abendstunden hinzogen.

Im Zuge der Umleitung kam es zu einem weiteren Verkehrsunfall, bei dem ein vollbeladener Sattelzug auf der Verbindungsstraße zwischen Kirchseeon und Riedering verunglückte.

Der ortsunkundige 49-jährige bulgarische Lkw-Fahrer missachtete die eingerichtete Umleitungsstrecke für Lkw, kam von der Fahrbahn ab und fuhr sich anschließend fest. Dabei liefen aus dem Tank des Sattelzugs ca. 50 Liter Diesel aus. Die Feuerwehr trug das verunreinigte Erdreich ab. Die Umweltbehörde wurde in Kenntnis gesetzt.

Der Fahrer blieb unverletzt. Die Bergung des Lkw kann erst im Laufe des 29.12.2017 erfolgen, da hierfür schweres Gerät erforderlich ist. Die Verbindungsstraße Kirchseeon - Riedering wurde gesperrt. Eine Umleitungsstrecke ist eingerichtet.

Auto überschlägt sich auf B305 bei Schneizlreuth

Bereits am Donnerstagnachmittag, gegen 13.40 Uhr, befuhr ein 74-jähriger italienischer Fahrzeuglenker die B305 Bad Reichenhall in Richtung Schneizlreuth. Im Bereich Weinkaser kam der Mann bei zu diesem Zeitpunkt winterlichen Straßenverhältnissen nach rechts von der Fahrbahn ab. In dem dort stark abschüssigen Gelände überschlug sich sein Fahrzeug und blieb glücklicherweise nach wenigen Metern in einer Baumgruppe hängen

Der 74-Jährige und seine 75-jährige Beifahrerin konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Beide Personen blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro. 

Bei der Verkehrsunfallaufnahme durch Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall musste jedoch festgestellt werden, dass das italienische Fahrzeug mit Sommerbereifung ausgestattet war. Den Fahrzeugführer erwartete deshalb ein nicht unerhebliches Bußgeld, welches er gleich im Anschluss in Form einer Sicherheitsleistung bar entrichten musste. Die Bundesstraße war zum Zwecke der Unfallaufnahme und anschließender Bergungsmaßnahmen für ca. 1 ½ Stunden Stunden gesperrt

Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall (mit dem Löschzug Karlstein) und Schneizlreuth waren mit insgesamt 38 Mann vor Ort. Sie kümmerten sich um die Absicherung der Unfallstelle, Einrichtung und Durchführung von Umleitungs- und Verkehrsleitungsmaßnahmen und stellten den Brandschutz sicher.

mh/Pressemitteilung PI Traunstein, Bad Reichenhall, Ebersberg

Quelle: BGland24.de

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