Fast alle Mückenlarven getötet

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Chiemsee - Um einer Mückenplage vorzubeugen wurde am Dienstag mit dem Hubschrauber das Mittel "Bti" großflächig verstreut. Der Einsatz war ein voller Erfolg.

Die Anti-Mücken-Aktion, bei der dienstags am Rande des Chiemsees großflächig Bti verstreut wurde, hat sich gelohnt. Thomas Weimann, Geschäftsführer vom Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AZV) erklärte gegenüber chiemgau24.de, dass über 95 Prozent der Mückenlarven abgetötet wurden. Nach Messungen der Firma "KABS" (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage) befanden sich in dem mit "Bti" behnadelten Gewässer nun null Larven pro Liter - vor der Aktion waren es stellenweise noch bis zu 500 Larven pro Liter.

Mückenbekämpfung am Chiemsee

Lediglich im Zentrum des Naturschutzgebietes am Mündungsdelta der Tiroler Ache auf dem Land der Gemeinde Grabenstätt durfte Bti nicht verstreut werden. Aktuelle Messungen ergaben, dass sich hier zum Teil noch immer circa 150 lebende Larven pro Liter befinden. Für die nächsten Jahre versucht der AZV eine dauerhafte Genehmigung für die Behandlung der Naturschutzgebiete zu bekommen. Aus wissenschaftlicher Sicht bestünden keine Bedenken bezüglich des Bti -Einsatzes. Für Menschen und Pflanzen ist Bti vollkommend unbedenklich, so der Biologe Dr. Ludwig Becker. Es handele sich lediglich um ein Protein, ein Eiweiß, dass ausschließlich für den Organismus der Larven gefährlich sei.

Die Kosten der Aktion werden vom Abwasser- und Umweltverband Chiemsee mit circa 152.000 Euro beziffert. Getragen werden die Ausgaben von den Kommunen, deren Gebiete betroffen sind.

Rubriklistenbild: © tj/dpa

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