Schülerin seit 43 Jahren in der Oberpfalz verschwunden

Cold Case Monika Frischholz: Tauchgang ohne Hinweise

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Taucher suchen am Montag in einem kleinen Gewässer nach der Leiche der vermissten Schülerin.
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Flossenbürg/Neustadt an der Waldnaab - Seit vier Jahrzehnten gilt Monika Frischholz als vermisst. Die 12-Jährige kam von einem Treffen mit Freundinnen nie nach Hause. Nun suchten Polizeitaucher einen Weiher in der Ortschaft Waldkirch nach Hinweise bzw. der Leiche ab.

Update, Dienstag 11.43 Uhr: Keine Hinweise in Weiher gefunden

Im Fall der seit fast 43 Jahren vermissten Monika Frischholz suchten Polizeitaucher am Montagmorgen nach der Schülerin, ohne Hinweise auf die Schülerin zu entdecken.

Sieben Spezialisten waren in einem kleinen Gewässer nahe Waldkirch bei Flossenbürg im Einsatz. Die Ermittler der „EG Froschau“ überprüften dort einen weiteren möglichen Ablageort der Leiche. Die Ermittler betonten allerdings, dass es ihnen bei der Aktion auch darum gehe, mögliche Ablageorte auszuschließen.

Hinweise auf das Verschwinden des Mädchens hätten die Ermittler nicht gefunden, teilte die Polizei mit. Es sei allerdings auch darum gegangen, mögliche Ablageorte der Leiche auszuschließen. Insofern habe die Aktion die Ermittler ein Stück weitergebracht, heißt es.

Vorbericht

Die Suche nach der Leiche der vermissten Monika Frischholz geht weiter. Knapp 43 Jahre nach ihrem Verschwinden suchen seit 9 Uhr am Montagvormittag Polizeitaucher einen Weiher bei Waldkirch ab. Das kleine Gewässer sei laut der Oberpfälzer Polizei ein weiterer möglicher Ablageort der Leiche von Monika Frischholz sein. 

Polizeitaucher suchen in diesem kleinen Gewässer nach der Leiche der vermissten Schülerin.

Die Polizei betonte in ihrer Pressemitteilung, dass es bei der Absuche auch darum ginge, mögliche Ablageorte, die sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben hätten, gegebenenfalls auch ausschließen zu können. Das Ergebnis der Taucharbeiten sei somit ergebnisoffen. 

80 Hinweise eingegangen

Im Dezember 2018 hat die Polizei den Fall neu aufgerollt und die Ermittlungsgruppe "EG Froschau" gegründet. Mitte April fanden bereits zwei Grabungen an einem Waldrand bei Waldkirch statt. Gefunden wurden unter anderem ein vergrabener VW-Käfer und kleinen Knochenteile. Diese Funde konnten jedoch nicht eindeutig dem Fall Frischholz zugeordnet werden. Auch eine Wohnungsdurchsuchung im April brachte keine neuen Erkenntnisse. Inzwischen sind 80 Hinweise eingegangen zu dem Fall.

Noch immer Zeugen gesucht

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von 10.000 Euro soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/ 401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

mh

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