News-Ticker zur Corona-Pandemie

Die aktuellen Fallzahlen für die Landkreise Mühldorf und Berchtesgadener Land

Arzt hält Abstrich für Corona-Test
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Insgesamt sechs neue Fälle in den Landkreisen Mühldorf und dem Berchtesgadener Land.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (28. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3271, Traunstein 1438, Berchtesgadener Land 448, Mühldorf 663 Altötting 759
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9460 Todesfälle in Deutschland (2659 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen für die Landkreise Mühldorf und Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. 1 Person befand sich als direkte Kontaktpersonen bereits in Quarantäne, bei der zweiten Person wird die Infektionsquelle derzeit ermittelt, sie befindet sich jedoch ebenfalls in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 448 (Meldestand: 28.09.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 15,1. 

Von den insgesamt 448 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 402 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (10 mehr im Vergleich zu letzten Meldung). Aktuell gibt es 21 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis (8 weniger seit Freitag). 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich noch 38 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (27 weniger im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.226 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (eine Zunahme um 33 Person im Vergleich zum Freitag).

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 25. September vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 28. September 2020, 08 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 13,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 16 aktive Fälle, davon wird einer stationär behandelt.

Update, 20.32 Uhr - Bayern prüft Verlängerung für Corona-Teststationen an Autobahnen

Angesichts der hohen Corona-Neuinfektionszahlen unter anderem in Teilen Österreichs erwägt Bayern eine Verlängerung für die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe. Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montagabend mit. «Dies geschieht auch mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in grenznahen Regionen in Österreich und Tschechien, die in den zurückliegenden Tagen zu Risikogebieten erklärt wurden.» Zudem seien die neuen, überarbeiteten Einreisequarantäneregeln des Bundes für Rückkehrer aus Risikogebieten noch nicht veröffentlicht worden.

Eigentlich hatte das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 8. September beschlossen, die Corona-Teststationen an den Autobahnen, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg und am Zentralen Omnibusbahnhof München zum Ende der Sommer-Hauptreisezeit einzustellen - und zwar bis zum 30. September, das wäre an diesem Mittwoch. Die Autobahn-Teststationen befinden sich an den Raststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Nun könnte sich dies wieder ändern und der Termin nach hinten verschoben werden.

Am Wochenende hatten sich zeitweise lange Staus vor der Teststation auf der Autobahn 93 gebildet. Nach der Einstufung von Tirol als Risikogebiet gab es dort lange Wartezeiten für die Reiserückkehrer, die sich dort auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen wollten.

Das Kabinett hatte beschlossen, die freiwerdenden Testkapazitäten «bedarfsorientiert» etwa für die kommunalen Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung zu stellen. Die Stationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben.

Update, 18.52 Uhr - Merkel und Ministerpräsidenten beraten über Corona-Strategie

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Bei der Videokonferenz (14.00) geht es um eine Abstimmung der Strategie für Herbst und Winter vor dem Hintergrund gestiegener Ansteckungszahlen.

Diskutiert wurde vor den Beratungen über bundesweit einheitliche Regeln für ein regionales Vorgehen, etwa ein Ampel-Warnsystem oder Teilnehmerbeschränkungen für Feiern. Auch eine Maskenpflicht auf belebten öffentlichen Plätzen ist im Gespräch. Merkel hatte bei einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen vor einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickelten, werde es zu Weihnachten 19 200 Neuinfektionen am Tag geben.

Update, 17.25 Uhr - Risikogebiet Tirol – das sind die geltenden Bestimmungen

Nachdem Tirol und Vorarlberg als Corona-Risikogebiete eingestuft wurden, besteht bei vielen Unsicherheit über die konkreten Auswirkungen dieser Maßnahme. Die Stadt Rosenheim hat als Service für ihre Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Regelungen zusammengestellt:

>>>Einen ausführlichen über alle geltenden Bestimmungen und was das angrenzende Risikogebiet Tirol jetzt für uns bedeutet findet ihr hier.<<<

Keine Auswirkungen gibt es bei beruflichen Reisen, die weniger als 48 Stunden dauern. Auch private Reisen, die weniger als 48 Stunden dauern, sind ohne Quarantäne möglich, allerdings nur dann, wenn sie nicht «der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung gedient» haben, so die bayerische Einreise-Quarantäneverordnung. Wer sich zu sportlichen Aktivitäten wie z. B. Bergwandern, Skifahren oder dem Besuch eines Klettergartens in einem Risikogebiet aufhält, kann dies für 48 Stunden ebenfalls tun, ohne sich bei der Rückkehr testen lassen oder sich gar in Quarantäne begeben zu müssen. 

Eine wichtige Einschränkung dieser Regeln ist aber zu beachten: „Wer sich im Risikogebiet aufgehalten hat und Symptome zeigt, muss sich auf jeden Fall testen lassen und bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses zuhause in Quarantäne bleiben“, darauf weist Oberbürgermeister Andreas März ausdrücklich hin. „Dies dient dem Schutz der heimischen Bevölkerung. Wir müssen alle geeigneten und verhältnismäßigen Maßnahmen ergreifen, um die 7-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50 zu halten und trotzdem die Grenzen zu den Risikogebieten offen zu halten.“

Update, 16.02 Uhr - 7.730 Verstöße gegen Corona-Regeln in der Region

26.535 Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln zählen die Behörden mittlerweile in Oberbayern. Das berichtet der BR. So habe das Innenministerium bis Anfang August 64.143 Anzeigenvorgänge in Bezug auf Straftaten und Ordnungswidrigkeiten gegen das Infektionsschutzgesetz verzeichnet. Davon hätten 26.535 Verstöße in Oberbayern stattgefunden, 12.660 davon im Polizeipräsidium München, 7.730 im Polizeipräsidium Oberbayern Süd (Rosenheim) und 6.145 im Polizeipräsidium Oberbayern Nord (Ingolstadt).

Update, 15.02 Uhr - Müssen für Corona-Impfung eine halbe Million Haie sterben?

Wenn alle Menschen auf der Welt gegen das Coronavirus geimpft werden würden, könnten eine halbe Million Haie getötet werden. Das berichtet rtl.de.

Der Hintergrund: In vielen Impfstoffen, mit denen Forscher und Pharma-Unternehmen gerade experimentieren, wird der Stoff Sqaulen verwendet. Dieser soll die Immunreaktion des Körpers und damit die Wirksamkeit des Impfstoffes verstärken. Problem: Squalen wird aus dem Öl von Hailebern gewonnen.

Tierschützer zeigen sich erschreckt. So gab die Tierschutzorganisation „Shark Allies" in einem Facebook-Post an: „Wir versuchen nicht die Produktion eines Impfstoffes zu verlangsamen oder zu verhindern“ - doch da es ungewiss sei, wie lange das Virus die Welt noch in Atem hält, könne nicht ständig auf Haie zurückgegriffen werden.

Laut „Daily Mail“ müsse man, um für jeden Menschen auf der Welt eine Dose herzustellen, bereits 250.000 Haie töten. Forscher hätten jedoch behauptet, dass jeder Mensch mindestens die doppelte Dosis benötigen würde.

Shark Allies“ will auf keinen Fall, dass Haie der Jagd nach dem Impfstoff zu Opfer fallen. Wie focus.de berichtet, setzen sich die Tierschützer dafür ein, dass Squalen in Zunkunft aus nicht tier-basierten Organismen produziert wird, so zum Beispiel aus Zuckerrohr. Aus diesem Grund haben „Shark Allies" eine Petition gestartet, um die Haie zu schützen. Bereits über 11.00 Menschen haben unterschrieben.

Update, 14 Uhr - Schulen im Stadtgebiet Rosenheim gehen in den Regelbetrieb

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung bei der 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim hat das Rosenheimer Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt heute beschlossen, die Maßnahmen an den Schulen im Stadtgebiet auf Stufe 1 des Drei-Stufen-Plans des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus abzusenken. Damit entfällt auch für weiterführende Schulen ab der 5. Klasse in der Stadt Rosenheim die Maskenpflicht im Unterricht ab Dienstag, den 29. September.

Außerhalb des Klassenzimmer auf dem Schulgelände gelten in Stadt und Landkreis weiterhin die Regelungen des Rahmen-Hygieneplanes. Dieser besagt, dass außerhalb des Klassenzimmers auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.   

Auch für die Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet Rosenheim werden ab Dienstag die Maßnahmen gelockert. Die Bildung von Gruppen ist dann nicht mehr verpflichtend. Für Betreuerinnen und Betreuer besteht keine Verpflichtung mehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. 

Update, 13.15 Uhr - Einmalhandschuhe um bis zu 500 Prozent verteuert

Einmalhandschuhe für Pflege- und Rettungskräfte haben sich in der Corona-Krise massiv verteuert und sind mitunter nur noch schwer zu beschaffen. „Einzelne Händler haben uns mitgeteilt, dass die Versorgungslage und Preisentwicklung bei Einmalhandschuhen dramatisch sei“, sagte der Sprecher des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed), Manfred Beeres, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Verband rechnet demnach mit Preisen, die teilweise 500 Prozent höher liegen - je nach Handschuhtyp - im Vergleich zu Normalpreisen.

Vor der Krise habe eine Packung Nitril-Handschuhe mit 100 Stück zwischen 6 und 8 Euro gekostet. Mittlerweile seien die Preise 3 bis 4 Euro höher als noch vor vier Wochen, mitunter seien auch Pakete für 18 Euro zu bekommen. Einen Mangel sieht der Verband aktuell aber nicht. „Wenn alle vernünftig bestellen, wird es funktionieren“, sagte Beeres.

Update, 12.48 Uhr - Nur 25 Gäste: Kommt die Obergrenze für private Feiern?

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gilt als „Hardliner“ in Sachen Corona-Regeln. Angesichts steigender Infektionszahlen fordert er nun eine klare bundesweite Teilnehmer-Obergrenze bei privaten Feiern: „Natürlich wäre es richtig, bei den privaten Feiern eine Obergrenze zu setzen. Ich persönlich würde so weit gehen: 25 Leute maximal.

Lauterbach ist nicht der Erste, der vor dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Dienstag eine Party-Obergrenze befürwortet. Auch der Landkreistag sprach sich am Wochenende dafür aus. „Ab 50 Teilnehmern wird es logistisch extrem schwierig, die Kontakte nachzuverfolgen, wenn ein Covid-Positiver unter der Gesellschaft war“, hatte Landkreistagspräsident Reinhard Sager gesagt. Bislang gibt es keine einheitliche Begrenzung.

Update, 12.11 Uhr - TUI will trotz Warnung wieder Reisen auf Kanaren anbieten

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter TUI ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die spanischen Ferieninseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten. „Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden“, sagte Konzernchef Marek Andryszak jetzt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

Andryszak glaubt, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden. Die entsprechenden Vorbereitungen für die Wiederaufnahme habe der Konzern inzwischen getroffen, hieß es

Update, 11.02 Uhr - Merkel warnt vor 19.200 Infektionen am Tag

„Wenn es so weitergeht, mit dem Trend, haben wir 19.200 Infektionen am Tag. Das ist wie in den anderen Ländern“, sagte Angela Merkel (66) nach BILD-Informationen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Man müsse das Infektionsgeschehen schleunigst eindämmen und eingreifen, die Wirtschaft und Schulen aber am Laufen halten.

Vergleich: Zur Hochzeit der Pandemie in Deutschland gab es im März etwa 6.000 Neuinfektionen am Tag.

„Was mich ratlos lässt, dass in den Ländern um uns herum die Dinge explodieren“, wird Merkel weiter zitiert. Das Infektionsgeschehen in unseren Nachbarländern ist besorgniserregend. Über die Hälfte aller EU-Länder wurden wieder zu Risikogebieten erklärt.

Am Dienstag (14 Uhr) will die Kanzlerin in einer Videoschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie beraten. Priorität hätten dabei Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte die Kanzlerin. Demnach soll in der Runde mit den Ministerpräsidenten über Maßnahmen etwa bei großen Familienfeiern debattiert werden. So sollten vorher die Gäste erfasst werden, um über diese Anmeldungen die Infektionsketten nachvollziehen zu können. 

Update, 9.26 Uhr - RKI meldet "nur" 1.192 neue Infektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat jetzt „nur“ 1.192 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 28. September, 0 Uhr). Erfahrungsgemäß ist die Zahl der Neuinfektionen an Montagen meist etwas geringer, da am Wochenende nicht von allen zuständigen Gesundheitsämtern Daten an das RKI übermittelt werden. Damit stieg die Gesamtzahl der bislang seit Pandemiebeginn in Deutschland infizierten Personen auf 285.332.

Zudem wurden deutschlandweit 17 neue Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle in der Bundesrepublik stieg damit auf 9460. Im Freistaat Bayern wurden fünf weitere Tote und im Vergleich zum Vortag 101 neue Infektionen verzeichnet.

Update, 8.23 Uhr - Massive Corona-Verstöße in München

Gleich drei Mal musste die Münchner Polizei am Wochenende mit zum Teil hoher Personalstärke ausrücken, um gegen massive Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz vorzugehen. Los ging es am Samstag, 26. September, gegen 1.30 Uhr in einer Bar in der Ludwigsvorstadt. Dort hielten sich zahlreiche Personen vor und in dem Lokal auf, unterschritten dabei den Mindestabstand und trugen im Stehen auch keine Maske. Der Geschäftsführer wurde angezeigt. Laut Abendzeitung droht ihm eine Straße von bis zu 25.000 Euro.

Am Samstagabend mussten die Beamten dann in den Stadtteil Freimann ausrücken. Von dort war gegen 22.40 Uhr eine „größere Party“ mit rund 50 Autos, lauter Musik und zahlreichen Besuchern gemeldet worden. Vor Ort konnte dann festgestellt werden, dass in einem Saal eine Veranstaltung mit über 130 Personen stattfand. Die Vorgaben des Infektionsschutzes wurden hierbei komplett ignoriert. Die Party wurde sofort aufgelöst. Alle Beteiligten, insbesondere der „Veranstalter“, erhielten Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Fast zeitgleich war die Polizei auch in Berg am Laim gefordert. Gegen 22.45 Uhr wurde durch eine Polizeistreife festgestellt, dass sich in einer örtlichen Bar auf engem Raum etwa 100 Gäste aufhielten. Dabei fielen vor allem Verstöße gegen den Mindestabstand auf. Vor allem waren auch die Tische und die Sitze so angeordnet, dass der Abstand wesentlich geringer als die vorgeschriebenen mindestens 1,5 Meter waren. Etwa die Hälfte der Gäste musste deswegen den Heimweg antreten. Auch hier wurde der Bar-Betreiber entsprechend angezeigt.

Update, 6.55 Uhr - 900 Personen in Bielefeld in Quarantäne

Nach zahlreichen Corona-Infektionen infolge einer Familienfeier in Bielefeld sind knapp 900 Menschen in Quarantäne. Wie die Stadt am Sonntag bekannt gab, stieg die Gesamtzahl der Infektionen im Zusammenhang mit der privaten Feier auf 36 Personen an.

Insgesamt seien zehn Schulen von den Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Teilweise müssen mehrere Jahrgangsstufen zu Hause bleiben.

Erstmeldung: Söder legt Corona-Leitfaden vor

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen legt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einem Medienbericht zufolge einen Leitfaden im Kampf gegen die Pandemie vor, anhand dessen Städte und Gemeinden entscheiden sollen. „Wir brauchen jetzt ein verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk für den Winter“, sagte der CSU-Chef der Süddeutschen Zeitung mit Blick auf eine Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länder-Regierungschefs an diesem Dienstag.

Kern des Konzepts sind laut des Berichts eine Corona-Warnampel für alle Länder sowie Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Ansteckungszahl bestimmte Grenzwerte überschreitet. Die Corona-Ampel spränge auf Gelb, wenn es in einem Landkreis 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt.

Zur Prävention könne man dann zum Beispiel Tests für Risikogruppen anordnen, Zuschauer bei Sportveranstaltungen wie Bundesligaspielen nicht mehr zulassen und die Maskenpflicht in Schulen auf den Unterricht ab der 5. Klasse ausweiten.

Steigt die Zahl auf 50 Infizierte, soll bei privaten Veranstaltungen die erlaubte Teilnehmerzahl auf ein Viertel der bis dahin geltenden Zahl reduziert werden. Auf öffentlichen Plätzen, wo Abstände schwer einzuhalten sind, sieht der Vorschlag dann eine Maskenpflicht vor. Zudem sollen Einschränkungen beim Verkauf von Alkohol sowie frühere Sperrstunden möglich sein. Doppelte Testungen sollen die Zuverlässigkeit beim Erkennen von Infektionen erhöhen. „Wo die Infektionen hoch sind, muss verbindlich gehandelt werden“, sagte Söder. Ausnahmen seien Corona-Ausbrüche in Bereichen, die sofort isoliert werden können.

mw/mz/dpa

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