News-Ticker zur Corona-Pandemie

Trump Sprecherin: „Jetzt kommt er als Überlebender“ - Aktuelle Zahlen aus der Region

Eine Sprecherin Donald Trumps meinte zu den anstehenden Präsidentschaftswahlen: „Aber jetzt kommt er selbst als Überlebender. Und ich denke, das wird man in dieser Debatte hören.“
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Eine Sprecherin Donald Trumps meinte zu den anstehenden Präsidentschaftswahlen: „Aber jetzt kommt er selbst als Überlebender. Und ich denke, das wird man in dieser Debatte hören.“

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (6. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

Die Fallzahlen im Überblick:

Update 21.02 Uhr - Die aktuellen Zahlen aus der Region

Die Gesundheitsämter der Landkreise melden die aktuellen Entwicklungen zum Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus. Die Zahlen für den Landkreis Rosenheim werden immer freitags durch das Gesundheitsamt Rosenheim veröffentlicht.

Landkreis Mühldorf und Altötting

Im Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 05. Oktober einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand:06. Oktober 2020, 08:00 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 10,4. Derzeit gibt es im Landkreis Inn 13 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Bislang wurden im Landkreis Altötting 756 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Heute wurde ein weiterer Fall gemeldet womit die Gesamtzahl bei 757 liegt.

695 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

Vier Personen sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 06.10.2020: 4,5

Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 453 (Meldestand: 06.10.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt bei 3,8.

Von den insgesamt 453 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 424 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es vier SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Aktuell befinden sich 55 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne, darunter auch Schülerinnen und Schüler aus dem Umfeld der Corona-Infizierten zweier Schulen im Landkreis Traunstein. Insgesamt 1.281 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Landkreis Traunstein

Im Landkreis Traunstein liegen derzeit 56 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 18,63.

Seit der letzten Pressemitteilung am 05.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei bei einer Person um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

Es liegen somit insgesamt 1477 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten weiterhin mindestens 1333 Personen (keine Veränderung im Vergleich zur Meldung vom 05.10.20).

Derzeit werden vier COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Update, 19.57 Uhr - Trump-Sprecherin über anstehende Wahl-Debatten: „Aber jetzt kommt er selbst als Überlebender“

Trotz der Ungewissheit über den Ausgang der Covid-19-Erkrankung von US-Präsident Donald Trump wagt das Weiße Haus bereits Prognosen über sein Auftreten in der nächsten TV-Debatte gegen Herausforderer Joe Biden. Sprecherin Alyssa Farah sagte am Dienstag im Sender Fox News, sie erwarte, dass Trump eine „neue Mentalität“ in Bezug auf das Coronavirus an den Tag legen werde. Er habe ja bereits Freunde durch das Virus verloren und mit den Amerikanern getrauert. „Aber jetzt kommt er selbst als Überlebender. Und ich denke, das wird man in dieser Debatte hören.“

Der 74-Jährige will am Donnerstag kommender Woche (Ortszeit, Freitag MESZ) an der zweiten TV-Debatte vor der Präsidentenwahl am 3. November teilnehmen. Er war am Montag nach dreitägiger Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Am Freitag hatte Trump seine Corona-Infektion bekannt gegeben. Trumps Leibarzt Sean Conley hatte angekündigt, erst nach dem kommenden Wochenende Entwarnung über den weiteren Verlauf geben zu können.

Trump hatte seine Rückkehr ins Weiße Haus am Montag als Demonstration der Stärke inszeniert. Der US-Präsident dürfte noch ansteckend sein und müsste nach Vorgaben von Gesundheitsbehörden die Maske tragen, um Menschen in seiner Nähe zu schützen. Beim Eintreffen auf dem Balkon seiner Residenz nahm er sie aber ab, während Kameraleute in seiner Nähe waren. Farah verteidigte Trump. „Die Welt und das amerikanische Volk mussten ihren Präsidenten stark und führend sehen“, sagte sie.

Die Corona-Pandemie ist in den USA noch immer nicht unter Kontrolle. Seit Wochen werden täglich zwischen 35.000 und 55.000 Neuinfektionen verzeichnet. Mehr als 210.000 Menschen starben.

dpa

Update, 19.15 Uhr - Laut Leibarzt: „Insgesamt geht es Trump weiterhin extrem gut.“

Der Zustand von US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weiße Haus nach Angaben seines Arztes unverändert gut. Trump habe dem Ärzteteam am Dienstag keine Corona-Symptome gemeldet, erklärte Leibarzt Sean Conley in einer Mitteilung. Die Werte des 74-Jährigen seien stabil. Sein Blut weise einen Sauerstoffsättigungsgrad zwischen 95 und 97 Prozent auf. „Insgesamt geht es ihm weiterhin extrem gut“, erklärte Conley.

Trump war am Montag nach dreitägiger Behandlung im Krankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrt. Conley hatte vor der Entlassung gesagt, Trump habe seine Erkrankung noch nicht überwunden, es spreche aber nichts gegen seine Entlassung. Dem US-Präsidenten sind eine Reihe von Medikamenten verabreicht worden, darunter ein noch experimentelles Antikörper-Mittel.

dpa

Update, 18.45 Uhr - Buskartellprozess wird von Streiterei um Corona-Maßnahmen unterbrochen

Zu geringe Mindestabstände zum Schutz der Gesundheit, aber auch zu wenig Platz für Zuschauer und Presse: Mit unterschiedlichen Argumenten hat die Verteidigung im Prozess um ein mutmaßliches Buskartell vor dem Augsburger Landgericht am Dienstag dessen Corona-Einschränkungen kritisiert.

Erst nach einer Flut von Anträgen wurde zum Auftakt des Verfahrens die Anklageschrift verlesen. Sechs Verantwortlichen von bayerischen Busunternehmen wird vorgeworfen, durch illegale Preisabsprachen zwischen 2015 und 2017 im öffentlichen Nahverkehr in Schwaben rund 71,5 Millionen Euro kassiert zu haben (Az. 503 Js 116502/16).

Die Verhandlung mit rund 40 Beteiligten hatte das Augsburger Landgericht wegen der geltenden Corona-Einschränkungen in einen größeren Sitzungssaal im Alten Justizpalast verlegt. Die Angeklagten schwiegen zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen. Dafür monierte die Verteidigung gleich nach Eröffnung des Verfahrens zu geringe Mindestabstände: „Hier geht‘s um den Gesundheitsschutz“, sagte Anwalt Thorsten Junker. Mehrere Angeklagte seien älter als 80 Jahre und gehörten damit zu einer Corona-Risikogruppe. Um seine Argumentation zu untermauern, maß Junker sogar noch einmal mit einem Zollstock nach.

Zwischen dem Vorsitzenden Richter Peter Grünes und mehreren Verteidigern entspann sich eine Diskussion, welche Abstände ausreichend und von einem externen Gutachter genehmigt worden seien. Nach einer Sitzungsunterbrechung und Rücksprache der Gerichtsverwaltung mit dem externen Gutachter setzte Richter Grünes das Verfahren aber fort.  

Kritik aus einer anderen Richtung äußerte Anwalt Nicol Lödler. Mit nur fünf Zuschauer- und drei Presseplätzen wegen der Corona-Regeln sei die Öffentlichkeit des Verfahrens nicht gewährleistet. Auch die Sitzordnung, eine mögliche Befangenheit des Vorsitzenden Richters und ein Ausschluss des Vertreters des Bundeskartellamts waren Themen in der Antragsflut zum Prozessauftakt. Richter Grünes setzte die Verhandlung letztlich dennoch fort.

Bis März 2021 sind zunächst 18 weitere Verhandlungstage geplant, wie das Gericht vor dem Prozessauftakt mitteilte. Dabei soll geklärt werden, ob sich die sechs Angeklagten 2006 zu einem Kartell zusammengeschlossen haben, um sich eine marktbeherrschende Stellung bei der Ausschreibung der Buslinien in der Region zu sichern. Das Strafgesetzbuch sieht in diesem Fall Geldstrafen oder sogar Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor.

dpa

Update, 17.10 Uhr - Mehr als 70.000 Coronavirus-Fälle in Bayern seit Beginn der Pandemie

Seit Ausbruch der Pandemie sind in Bayern mehr als 70.000 Coronavirus-Infizierte gemeldet worden. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen vom Dienstag (Stand 8 Uhr) wurden bis dato 70.016 Menschen positiv auf das neuartige Virus Sars-CoV-2 getestet. Alle Städte und Landkreise liegen demnach aber unter dem bundesweit geltenden kritischen Grenzwert von 50 Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Memmingen verzeichnete laut LGL zuletzt proportional die meisten Fälle, in der Stadt liegt der sogenannte Inzidenzwert bei 43,34. Aber auch Schweinfurt mit 38,87 und der Landkreis Rhön-Grabfeld mit 35,14 überschreiten den Frühwarnwert. Dieser liegt bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

2.674 Menschen sind den Daten zufolge bislang im Freistaat gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 62.210 Patienten; diese Zahl beruht auf einer Schätzung.

Update, 16.26 Uhr - Ärztekammer will Gefälligkeits-Attesten zur Maskenpflicht Riegel vorschieben

Die bayerische Ärztekammer ist sauer, weil vermehrt Ärzte gesunden Patienten Atteste ausstellen, die ihnen ermöglichen die Maskenpflicht zu umgehen. Beim Bayerischen Ärztetag am kommenden Wochenende soll ein Entschließungsantrag verabschiedet werden, berichtet die Abendzeitung. Die Message: Solche Atteste verstoßen gegen das Berufsrecht und können strafbar sein. Es gebe Hinweise darauf, dass vereinzelte Ärzte Patienten solche Gefälligkeits-Atteste ausstellen.

Update, 15.30 Uhr - Söder: Beherbergungsverbot in Bayern schon jetzt möglich

Ministerpräsident Söder fordert eine einheitliche Quarantäneregelung aller Bundesländer für Menschen die aus Corona-Hotspots in Deutschland heraus reisen. Am Mittwoch soll es dazu eine Schalte der Chefs der Staatskanzleien der Länder geben, die Bayern noch abwarten werde. Obwohl eine einheitliche Regelung wünschenswert sei, gebe es in den bayerischen Corona-.Regeln schon jetzt die Möglichkeit, ein Beherbergungsverbot zu integrieren. Dann dürfen z.B. bayerische Hotels keine Gäste aus entsprechenden Landkreisen mehr aufnehmen.

Update, 14.30 Uhr - Huml mit erster Digitalkonferenz zu Covid

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml setzt verstärkt auf digitale Innovationen. Die Ministerin betonte am Dienstag anlässlich der ersten Digitalkonferenz des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, die heute live im Internet gestreamt wurde: „Die Corona-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung und lässt uns neue Chancen auch in Gesundheit und Pflege erleben. Digitale Möglichkeiten wie beispielsweise Videosprechstunden, aber auch innovative Apps und der Einsatz von Tablets für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen haben in der Pandemie wertvolle Möglichkeiten eröffnet. Daher haben sie einen ungeheuren Schub bekommen.“

Die Ministerin unterstrich: „Auch die Möglichkeiten des digitalen Besuchermanagements in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern oder telemedizinisches Patientenmonitoring werden vermehrt eingesetzt. Klar ist dabei: Mit digitalen Entwicklungen allein ist es nicht getan, sie müssen vielmehr von den Menschen auch akzeptiert und in den Alltag integriert werden.“

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Gesundheits- und Pflegestaatssekretär Klaus Holetschek erläuterte: „Die Pandemie hat die Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Möglichkeiten merklich erhöht. Diese Aufbruchstimmung sollten wir nutzen und im Sinne der Patientinnen und Patienten, der Pflegebedürftigen, der Angehörigen und der Fachkräfte in Gesundheit und Pflege ausbauen. Die Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. Sie soll den Menschen nützen.“

Der Staatssekretär ergänzte: „Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium fördert bereits seit vielen Jahren innovative Projekte zur Digitalisierung wie beispielsweise das Projekt CARE REGIO. Zusammen mit dem Netzwerk Pflege Digital Bayern wollen wir in Schwaben mit den drei Hochschulen Augsburg, Neu-Ulm und Kempten, der Universität Augsburg und dem dortigen neuen Uniklinikum eine Leitregion für die moderne Pflege entwickeln. Wir haben dafür insgesamt über sechs Millionen Euro veranschlagt.“

Update, 13.45 Uhr - Hermmann: viele Fragen bleiben offen.

Wie bald es konkret einen fertigen Impfstoff geben werde, dazu will Minister Herrmann nichts sagen. „Das wäre nicht wissenschaftlich fundiert“, betont er. Es gebe aber deutliche positive Signale. Als Laie sei er positiv gestimmt, könne aber keine konkrete Bewertung abgeben. Dafür seien noch zu viele Fragen offen.

Update, 13.30 Uhr - Herrmann: Sieben-Tage-Inzidenz-Warnwert von 50 weiter sinnvoll und nötig

Auf die Frage, wie sinnvoll der Warnwert der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 dauerhaft noch sei, antwortet Minister Herrmann, dass es da keine langwierigen Gesetzgebungsprozesse geben könne, weil das Virusgeschehen zu dynamisch sei. Nicht jede Zahl sei zu jedem Zeitpunkt gleich relevant. Im Moment müsse man davon ausgehen, dass die 50 sehr gut ausdrücken können, ob das Infektionsgeschehen in einzelnen Landkreisen zu hoch werde. Auch für die Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten sei der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 50 unabdingbar. Man wolle nicht, dass sich die Werte in Deutschland so entwickeln, wie in einigen Nachbarländern.

Update, 13.15 Uhr - Umweltminister Glauber will Nationalpark Bayerischer Wald erweitern

Umweltminister Glauber kündigt an,. den Nationalpark Bayerischer Wald zu erweitern, wodurch dieser zum größten Waldnationalpark Deutschlands wird. Das XXL-Paket wird einige Millionen Euro kosten und soll den Nationalpark. sowie die Region Niederbayern stärken. Besonders die Besucherlenkung werde dabei ein wichtiger Bestandteil sein. Der Nationalpark Berchtesgaden arbeite eng mit dem im Bayerischen Wald zusammen, um zu erforschen wie die Wälder in Bayern entwickeln und im klimatischen Wandel da stehen.

Update, 13.12 Uhr - Familienministerin Carolina Trautner kündigt Finanzspritze an

Familienministerin Carolina Trautner kündigt weitere Mittel für Einrichtungen der Kinderbetreuung an. Neben der Betreuung liege ein Fokus auch auf Hygienemaßnahmen, wie Luftreinigungsgeräten und mobilen Trennwänden. Dafür werde man für jede Kita 1.000 Euro zur Verfügung stellen, um zeitnah zusätzliche Maßnahmen zu treffen. Man verzichte auf den sonst üblichen Eigenanteil der Kommunen.

Das Gesamtpaket beträgt 23.000.000 Euro.

Update, 13.09 Uhr - Hermann: „Wir sind noch mitten in der Pandemie“

Staatsminister Hermann berichtet von der Kabinettssitzung, bei der Experten die Minister beraten haben. Es sei erstaunlich, dass man gerade mal knappe zehn Monate nach Ausbruch des Virus bereits kurz vor mehreren Impfstoffen stehe. Konkrete Daten, wann welcher Impfstoff fertig sei, gebe es nicht, aber man könne sagen, dass nicht auf einen Schlag alle Impfstoffe fertig gestellt werden. Man werde daher eine Impfstrategie entwickeln müssen. Wie diese aussehen wird, hänge davon ab, welcher Impfstoff zuerst bereit stehen werde und wie genau dieser wirkt. Insgesamt sei die Bewertung der Gesamtlage eines Impfstoffs sehr positiv. Hermann appellierte außerdem an die Bevölkerung, sich wirklich impfen zu lassen, wenn es soweit sei.

„Wir sind noch mitten in der Pandemie“, warnt Hermann weiter, daher befinde man sich weiter in der Gefahrenzone.

Update, 13 Uhr - Jetzt live: Staatsminister Herrmann, Familienministerin Trautner und Umweltminister Glauber über Kabinettssitzung

Update, 12.15 Uhr - Trotz Corona: Bayern hofft auf erfolgreiche Wintersaison

Liftbetreiber, Hoteliers und Gastronomen erwarten trotz Coronakrise eine erfolgreiche Wintersaison in Bayern, sprachen aber gleichzeitig von einer „großen Herausforderung“, wie der Bayerische Rundfunk (BR) nun berichtet. Wenn alles planmäßig läuft, soll der Skibetrieb in Garmisch-Partenkirchen sowie im Allgäu heuer am 12. Dezember beginnen.

Zwar würden Urlaube wegen Corona derzeit sehr kurzfristig gebucht, allerdings würden sich immer mehr Touristen für einen Winterurlaub in Bayern entscheiden - auch weil Tirol zum Risikogebiet erklärt worden ist. „Viele kommen nun zu uns, die sonst immer zum Skifahren nach Österreich gefahren sind. Traurig für Tirol - aber gut für uns“, sagte Pascal Woerlé, ein Hotelbetreiber in Oberjoch, dem BR. Woerlé hat beobachtet, dass Menschen trotz Corona Lust auf Winterurlaub und/oder Wellness hätten und ihre Reiselust meist größer als ihre Angst sei.

Update, 11.24 Uhr - Zweite „Alarmstufe“ in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg setzt angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erstmals die zweite Stufe im Kampf gegen die Pandemie in Kraft. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) verkündet am Dienstagvormittag im Kabinett in Stuttgart den Eintritt in die sogenannte Anstiegsphase, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presseagentur (dpa) bestätigte. Diese zweite von drei Stufen beinhaltet etwa eine strengere Kontrolle von Maßnahmen, Appelle an die Öffentlichkeit und das bedarfsabhängige Hochfahren von Corona-Ambulanzen und Teststellen.

Anlass sei das aktuelle Infektionsgeschehen im Land, sagte der Sprecher. In einigen Regionen und Städten gebe es ein diffuses Infektionsgeschehen, die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liege zudem im ganzen Land bereits bei 15. Die grün-schwarze Landesregierung hatte im September ein dreistufiges Alarm-System vorgestellt, um eine zweite Corona-Infektionswelle und einen landesweiten Lockdown unter allen Umständen zu verhindern. Entscheidend für die Einstufung dabei ist die Sieben-Tage-Inzidenz.

Update, 9.56 Uhr - Corona-Entwarnung bei Österreichs Kanzler Kurz

Nach der Entdeckung eines Corona-Falls im engen Umfeld von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sind der Regierungschef und seine Kabinettskollegen negativ auf das Virus getestet worden. Sie bekamen das Ergebnis in der Nacht auf Dienstag, 6. Oktober, gegen 2 Uhr morgens übermittelt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Zuvor hatten die Regierungsmitglieder am Montag vorsichtshalber alle Termine abgesagt.

Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) waren am Mittwoch vergangener Woche bei einer Kabinettssitzung letztmals mit dem später positiv getesteten Mitarbeiter in Kontakt gewesen. Bei den weiteren Untersuchungen stellte sich nun heraus, dass sich auch ein Mitarbeiter aus dem Büro eines Staatssekretärs mit dem Virus infiziert hat. Der Regierungschef werde am Dienstag im Kanzleramt seiner Arbeit nachgehen und Termine - wie in einer solchen Situation vorgesehen - vor allem per Telefon und Video wahrnehmen. Das weitere Vorgehen werde eng mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt, hieß es.

Update, 9.01 Uhr - Staatsregierung berät wieder über Corona

Am Vormittag tagt in der Staatskanzlei wieder das bayerische Kabinett. In der Sitzung am 6. Oktober steht erneut das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Unter anderem soll es auch um Fragen bei der Suche nach einem geeigneten Corona-Impfstoff gehen, hieß es.

Im Anschluss soll es am Mittag gegen 13 Uhr wieder eine Pressekonferenz geben. Dabei werden Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) über die Ergebnisse informieren. rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 7.40 Uhr - Trump hat seltsame „Empfehlung“ für Landsleute

Trotz mehr als 210.000 Toten in den USA, zehntausende Neuinfektionen jeden Tag, Millionen Arbeitslosen und einer großen Wirtschaftskrise hat US-Präsident Donald Trump via Twitter eine seltsame „Empfehlung“ an seine Landsleute gerichtet: „Haben Sie keine Angst vor Covid Lassen Sie es nicht Ihr Leben dominieren!“ Die Angehörigen der Opfer der Pandemie sowie Infizierte dürften das als Affront empfinden.

Zudem hat Trump am Montagabend (Ortszeit) nach drei Tagen das Militärkrankenhaus Walter Reed verlassen und ist ins Weiße Haus zurückgekehrt. Vier Wochen vor der Wahl kann es sich der Präsident kaum erlauben, Schwäche zu zeigen. Er will zurück in den Wahlkampf - schließlich liegt der 74-Jährige in Umfragen hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden (77.). „Werde bald wieder auf Wahlkampftour sein“, kündigte Trump am Montag auf Twitter an.

Erneut über 2600 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2600 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2639 neue Corona-Infektionen (Stand: 6. Oktober, 0 Uhr), wie das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekannt gab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, 2. Oktober, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war (News-Ticker Montag, 5. Oktober).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich damit mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt derzeit bei 9546. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 265.600 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,21 (Stand: 5. Oktober; Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Stand: 5. Oktober; Vortag: 1,14). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/dpa

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