News-Ticker zur Corona-Pandemie

Neuinfektionen: So ist die Lage in den Landkreisen Traunstein, Mühldorf und Berchtesgadener Land

Patient wird behandelt
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Symbolbild: Weitere Neuerkrankungen in den Landkreisen Traunstein, Mühldorf und Berchtesgadener Land

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (11. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3168, Traunstein 1417, Berchtesgadener Land 406, Mühldorf 629, Altötting 739
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9342 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.55 Uhr - Neun neue Fälle - die Lage in den Landkreisen Mühldorf, Traunstein und Berchtesgadener Land

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 10. September fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 11. September 2020, 8 Uhr). Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus

infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 22,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 32 aktive Fälle, davon wird 1 Person stationär behandelt.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 42 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,99. Seit der letzten Pressemitteilung am 10.09.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei um keine Reiserückkehrer.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Eine der Person befand sich bereits als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet in Quarantäne und wurde nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich damit auf 406 (Meldestand: 11.09.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 11,3.

Von den insgesamt 406 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 368 Personen wieder genesen (1 mehr im Vergleich zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 13 SARS-CoV-2-Infizierte (1 mehr im Vergleich zu gestern).

Update, 19.18 Uhr - Corona-Protest Querdenker klagen gegen strenge Regeln - Richter haben entschieden

Die für Samstag in München geplante Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen darf einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München zufolge nicht so stattfinden wie von den Veranstaltern geplant. Das Gericht entschied am Freitagnachmittag mit zwei Beschlüssen, dass zwei Versammlungen, die von der Initiative «Querdenken 089» angemeldet wurden, nur in dem von der Landeshauptstadt München festgelegten Umfang stattfinden dürfen. Damit bestätigte das Gericht die Entscheidungen der Stadt.

«Querdenken 089» hatte eigentlich eine Demonstration mit 5000 Teilnehmern auf dem Münchner Odeonsplatz angemeldet unter dem Motto «Frieden, Freiheit und Gesundheit». Die Stadt untersagte diese. Stattdessen erlaubte sie die Demo unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese - allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt. Gegen diese Auflage hatten die Veranstalter geklagt.

Gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts können die Veranstalter nun Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen. Ein Sprecher kündigte am Freitagabend an, dies zu tun und im Zweifel auch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einzuschalten.

In Berlin gab es zuletzt am Rande mehrerer Demonstrationen gegen die Corona-Politik Auseinandersetzungen von Demo-Teilnehmern und der Polizei. 300 bis 400 Menschen hatten Absperrungen überrannt und kurzzeitig die Treppen vor dem Reichstagsgebäude besetzt. Das Vorgehen der Demonstranten hatte bei Politikern für Empörung gesorgt.

Update, 18.59 Uhr - Sieben Corona-Tester an bayerischen Flughäfen selbst positiv getestet

Sieben der an den drei bayerischen Flughäfen eingesetzten Corona-Tester haben sich bisher selbst mit dem Virus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Freitag mit. Je drei Mitglieder des Testpersonals der Firma Ecolog aus München und Nürnberg seien positiv auf das Virus getestet worden, genauso wie ein Mitarbeiter, der am Memminger Flughafen eingesetzt worden war. Ecolog bestätigte dies am Abend.

Alle sieben seien aus dem Dienst genommen worden, ihre Kontaktpersonen seien in Quarantäne, teilte Ecolog mit. Weil die Corona-Tester während ihrer Arbeit ausreichend Schutzkleidung getragen hätten, habe auch keine Gefahr für die Getesteten bestanden, teilte das LGL weiter mit.

Die Mitarbeiter werden routinemäßig alle 72 Stunden auf das Coronavirus getestet. Ecolog habe die Frequenz inzwischen von sich aus auf 24 Stunden erhöht.

Der Bayerische Rundfunk hatte zuvor berichtet, dass ein Mitarbeiter des Testzentrums am Flughafen Nürnberg positiv getestet worden sei und dass dessen Kollegen in dem Zentrum nach Bekanntwerden des Problems weitergearbeitet hätten.

Update, 17.29 Uhr - Huml weist Kritik an Art der Dokumentierung zurück

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Kritik an der Art der Dokumentierung von Entscheidungen in der Corona-Krise zurückgewiesen. Huml betonte am Freitag: „Die Vorwürfe der Opposition sind sachlich nicht nachvollziehbar. Denn im Kampf gegen die Corona-Pandemie waren rasche Entscheidungen für unsere Bürger wichtig. Erst an zweiter Stelle kam die Frage, ob auch umfangreich auf Bürokratie geachtet wurde.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Klar ist auch, dass wesentliche Bewertungshilfen für uns die täglichen Lageberichte und Einschätzungen des Robert Koch-Instituts sowie des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit waren. Das kann niemand ernsthaft kritisieren. Auf dieser Basis haben wir für die Menschen in Bayern schnelle Entscheidungen getroffen, ohne vorher umfangreiche und langwierige Aktenvermerke anzulegen.“

Huml erläuterte: „Das RKI und das LGL sind auch heute noch die beiden maßgeblichen Fachbehörden für uns in Bayern, wenn es um Fragen rund um die Corona-Pandemie geht. Alle Informationen, Einschätzungen und Prognosen dieser beiden Behörden sind bis heute öffentlich nachvollziehbar.“

Bei einer derzeit beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof anhängigen Klage geht es unter anderem um die Frage, ob die wissenschaftlichen Grundlagen, auf deren Basis die Lage- und Risikobewertung der Staatsregierung zum Beginn der Corona-Pandemie beruhten, in einer sehr frühen Anfangsphase der Pandemie aktenmäßig erfasst wurden. Die Einbindung der Bewertungen und Prognosen der beiden Fachbehörden wurde durch das StMGP bereits von Beginn an in verschiedenen Veröffentlichungen sowie bei Pressekonferenzen transparent dargestellt.

Update, 15.52 Uhr - Corona-Tester an Autobahn-Station selbst positiv getestet

Ein Mitarbeiter des Dienstleisters Eurofins, der für den Freistaat Bayern Corona-Tests für Reiserückkehrer an Autobahnraststätten vornimmt, ist nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks positiv auf das Virus getestet worden. Der Sender beruft sich auf das örtliche Gesundheitsamt. Mehrere Kontaktpersonen, darunter Ehrenamtliche von Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk, seien deshalb in Quarantäne, hieß es am Montag.

Der Kontakt zwischen dem Eurofins-Mitarbeiter und den Ehrenamtlichen habe bei der Übergabe der Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau stattgefunden.

Update, 13.32 Uhr - Österreich verschärft Maskenpflicht

Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder. Von Montag an muss ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Regierung am Freitag in Wien mitteilte. Das gilt auch für Beschäftigte in Lokalen. Außerdem dürfen Speisen und Getränke in Innenbereichen nur noch an Sitzplätzen serviert werden.

Bei Veranstaltungen sind draußen nur noch 3000 Besucher statt derzeit bis zu 10.000 erlaubt. In Innenräumen sind nur noch 1500 statt 5000, ohne zugewiesene Plätze nur 50 Gäste zugelassen. Kinder müssen in der Schule außerhalb ihrer Klassenzimmer Maske tragen. „Ich weiß, dass viele es noch nicht glauben, aber es wird wieder ernst. Die Zahlen sind in den letzten Wochen stetig angestiegen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag. „Wir haben in anderen Ländern erlebt, wie schnell es gehen kann.“ Kurz kündigte an, die Maßnahmen bei Bedarf nachzuschärfen.

Am Freitag wurden in Österreich 580 neue Fälle gemeldet, am Vortag waren es 664. Vor zwei Wochen hatte die Zahl täglicher Neuinfektionen noch etwa halb so hoch gelegen. Fast 5000 Menschen gelten als erkrankt, mehr als die Hälfte davon in Wien. Die vergangene Woche eingeführte Corona-Ampel bewertet die meisten Regionen abseits der Ballungsräume mit der niedrigsten Stufe Grün. Kriterien sind auch die Auslastung von Krankenhäusern und die Zahl der Tests.

Update, 12.40 Uhr - 86 neue Corona-Fälle in Rosenheim

Am Donnerstag (10.09.2020) wurden dem Gesundheitsamt 12 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 03.09.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 86 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet (Stand 03.09.2020 24 Uhr: 52 Fälle). Bisher sind insgesamt 3168 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2492 , Stadt: 676 ).

7-Tage-Inzidenz für Rosenheim (11. September).

Mittlerweile wurde bei mindestens 2820 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199 , Stadt: 23 ). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Ein COVID-19-Patient wird aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär auf Normalstation behandelt, kein Patient befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.

Die 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 11.09.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 60,01 , für den Landkreis Rosenheim bei 18,39.

Bislang galt die Maskenpflicht während des Unterrichts in der Stadt Rosenheim nur für weiterführende Schulen, nun wurde das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch auf die Grundschulen der Stadt ausgeweitet. Details dazu findet Ihr hier.

Update, 11.58 Uhr - 7-Tage-Inzidenz für Altötting bei 17,89

Das Landratsamt Altötting hat in einer Pressemitteilung die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis herausgegeben. Demnach wurden bislang im Kreis Altötting 739 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 662 Bürger sind zwischenzeitlich wieder genesen. 57 Personen sind im Kreis Altötting an der Erkrankung verstorben.

20 Personen sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug laut LGL für den Landkreis Altötting am 10.09.202017,89.

Update, 11.04 Uhr - 44 Lehrer und 66 Schüler in Bayern Corona-positiv - 40 Kitas geschlossen

227 Lehrer und 1066 Schüler wurden in Quarantäne geschickt. Das teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit, wies aber darauf hin, dass es sich um eine Momentaufnahme mit Stand Donnerstagabend handle, die nicht unbedingt tagesaktuell sei. Erst am Dienstag hatte die Schule in Bayern wieder begonnen. Weitere sieben Beschäftigte in Schulen, die nicht zu den Lehrkräften gehören, wurden positiv getestet, 33 in Quarantäne geschickt.

In Furth am Wald (Landkreis Cham) wurde eine komplette Mittelschule geschlossen, nachdem dort eine Lehrkraft positiv getestet worden war. Über Schließungen einzelner Klassen an bayerischen Schulen machte das Ministerium zunächst keine Angaben. Auch an zahlreichen Kindertagesstätten im Freistaat wurden Corona-Fälle registriert. Nach Angaben des Sozialministeriums mussten seit dem 1. September wegen Infektionen oder Verdachtsfällen schon rund 40 Kitas in Bayern zeitweise ganz oder teilweise schließen. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150.000 Lehrkräfte an 6000 Schulen.

Update, 10.26 Uhr - RKI: 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim sinkt leicht

Nachdem das Robert-Koch-Institut mit Stand Donnerstag (10. September, 0 Uhr) die 7-Tage-Inzidenz noch mit einem Wert von 69,5 angegeben hat, sinkt der Wert nun am Freitag leicht. Mit Stand Freitag (11. September, 0 Uhr) gibt es nun laut RKI eine Inzidenz von 60,0 und 676 aktive Fälle in der Stadt Rosenheim.

Heute wird auch das Rosenheimer Gesundheitsamt wieder ihren Wochenbericht mit den aktuellen Corona-Zahlen in Stadt und Kreis Rosenheim veröffentlichen.

Update, 9.27 Uhr - Stadt Würzburg überschreitet Corona-Grenzwert

Die Stadt Würzburg hat einen wichtigen bundesweit vereinbarten Corona-Inzidenzwert überschritten. Die Stadt registrierte am Donnerstag innerhalb der vergangenen sieben Tage 57,87 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag mitteilte. Neben den Städten Memmingen und Rosenheim ist Würzburg derzeit die dritte Stadt in Bayern, die den Corona-Grenzwert überstiegen hat. Laut LGL gab es am Donnerstag 612 Fälle von positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in der Stadt Würzburg.

Spitzenreiter bei den Neuinfektionen ist Stand Donnerstag (10. September) Rosenheim mit einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 72,64. Wie das LGL berichtete, lag die schwäbische Stadt Memmingen bei 63,87 Fällen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner.

Der Wert in Würzburg war in den vergangenen Tagen stetig gestiegen. Laut einer Sprecherin des Landratsamtes, ergibt sich das aktuelle Infektionsgeschehen hauptsächlich durch Reiserückkehrer und deren Kontaktpersonen. Derzeit werde überprüft, inwieweit bekannt gewordene Feiern zu einer Verbreitung geführt haben könnten.

Die Stadt Würzburg hat derweil erste Maßnahmen ergriffen: Auf der Alten Mainbrücke darf von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 16 bis 6 Uhr des Folgetages kein Alkohol getrunken werden. Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet müssen sich doppelt testen lassen. Die häusliche Quarantäne wird erst aufgehoben, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tagen eine zweite Testung stattgefunden hat, deren Ergebnis negativ ist. Für die Schulen im Stadtgebiet seien momentan keine weiteren Maßnahmen geplant. Das Gesundheitsamt entscheide im Einzelfall.

Update, 8.02 Uhr - Homeschooling: Erste Schule in Bayern komplett geschlossen

Ab Freitag schließt eine Mittelschule in Furth im Wald im Kreis Cham wieder komplett ihre Türen. Der Grund: Eine Lehrkraft wurde positiv auf das Coronavirus getestet, nachdem sie nachweislich Kontakt zu einem Infizierten hatte, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Betroffen von der Schulschließung sind 264 Schülerinnen und Schüler, die die ganze nächste Woche bis Freitag (18. September) keinen Präsenzunterricht mehr haben. Sie machen zu Hause Homeschooling. Außerdem werden alle Mitglieder des Lehrerkollegiums und auch weitere Mitarbeiter der Schule getestet. Das sind insgesamt 25 Kontaktpersonen. Außerdem gehen sie in Quarantäne. Vor deren Ablauf erfolgt nochmal eine Nachtestung. Wenn sich kein weiterer Fall ergibt, könnte die Schule ab 21. September wieder öffnen.

Update, 7.13 Uhr - Minus 4,2 Milliarden in 2020 - Bayerns historischer Steuereinbruch

Die Corona-Krise trifft Bayern mit voller Wucht. In diesem und mindestens auch im kommenden Jahr muss der Freistaat wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit einem nie da gewesenen Einbruch bei den Steuereinnahmen rechnen. Das geht aus der am Donnerstagabend im München regionalisierten Steuerschätzung hervor. Alleine für 2020 gehen die Schätzer demnach von einem Rückgang von rund 4,2 Milliarden Euro im Vergleich zur letzten Schätzung vor der Krise im vergangenen Herbst aus.

„Die Lage bleibt eine große Herausforderung. Auch die neuesten Schätzungen zeigen, dass wir in diesem und nächstem Jahr mit einem massiven Rückgang der Steuereinnahmen rechnen müssen“, sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. „Es zeichnet sich ab, dass die nächsten Jahre noch schwieriger werden als zuletzt erwartet.“

Bereits die Vorausberechnung im Mai hatte Bayern Steuerverluste bis 2022 von mehr als zehn Milliarden Euro vorausgesagt. Nun zeichnet sich also noch deutlicher ab, dass die finanziellen Folgen der Pandemie noch weitaus schlimmer werden dürften. Weitere Zahlen und Details will Füracker am Freitag (10 Uhr) in München erläutern.

1484 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1484 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 256.850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 11.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 230.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,9 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mh/dpa

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