News-Ticker zur Corona-Pandemie

Aktuelle Zahlen aus der Region - Saisonarbeiter verlässt in Garching Quarantäne trotz Erkrankung

Coronatest bei Autofahrer Symbolbild
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Coronavirus (Symbolbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (5. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3082, Traunstein 1397, Berchtesgadener Land 393, Mühldorf 603, Altötting 725
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9302 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Neue Testzentren in Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain ab 1. September
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.40 Uhr - Vier neue Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 3. September vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 4. September, 12 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 603 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 544 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 22,4.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 32 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Das Landratsamt steht Bürgerinnen und Bürgern dieses Wochenende für alle Fragen rund um Corona unter der Hotline 08631/699-330 zwischen 10 Uhr und 14 Uhr zur Verfügung.

Update, 18.55 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 44 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 10,73. Seit der letzten Pressemitteilung am 3. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in drei Fällen um Reiserückkehrer, zwei davon aus einem Risikogebiet.

Es liegen somit insgesamt 1397 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. .Als genesen gelten mindestens 1265 Personen.

Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Update, 18.25 Uhr - Saisonarbeiter verlässt trotz Corona-Erkrankung Quarantäne

Nach aktuellen Erkenntnissen des Landratsamtes haben bereits am 30. August elf Kontaktpersonen eines positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Erntehelfers sowie am 3. September weitere acht Personen unerlaubt aus der Quarantäneunterkunft eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Saisonarbeitskräften in Garching entfernt haben. Unter der letztgenannten Personengruppe befindet sich ein positiv auf SARS-CoV-2 getesteter Erntehelfer. Der derzeitige Aufenthalt der abgängigen Erntehelfer ist unbekannt.

Das Landratsamt hat die Polizeiinspektion Altötting über den Vorgang informiert und die sofortige Absicherung der Quarantäneunterkunft gegenüber dem Betriebsinhaber angeordnet. 

Update, 16.56 Uhr - Dr. Hierl: „Hohe Zahl an Infizierten bei Reiserückkehrern bereitet uns Sorgen“

Seit Anfang August sind im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim zunehmend Erkrankungsfälle aufgetreten, die im Zusammenhang mit Auslandsreisen standen. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. August bis zum 3. September 2020 wurden für die Stadt Rosenheim 97 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 78 Personen (= 81 Prozent) Reiserückkehrer.

Allein in den letzten sieben Tagen wurden 18 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz für die Stadt Rosenheim seit dem 21. August über dem Signalwert von 35 liegt und zeitweise - vom 26. bis 27. August - auch den Schwellenwert von 50 überschritt. Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes, erläuterte hierzu: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet.“

 Zudem verwies Dr. Hierl noch einmal auf die Verschärfung der Corona-Regeln: „Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“ Er warnte: „Der Anstieg der Fallzahlen und insbesondere die hohe Zahl an infizierten Reiserückkehrern bereiten uns erhebliche Sorgen. Ich appelliere daher eindringlich, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln (...) zu halten.“

Update, 15.44 Uhr -  Massive Verstöße: Alle Insassen von Reisebus ohne Maske unterwegs

Da staunte sogar die Polizei nicht schlecht: Am Donnerstag, 3. September, kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei Weiden im Bereich Mitterteich (Oberpfalz) einen Reisebus, der auf der A93 in Richtung Norden unterwegs war. Dabei stellen sie fest, dass von den insgesamt 14 Fahrgästen kein einziger eine Maske trug. Zur Abarbeitung der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz mussten mehrere Polizeistreifen zum Autohof hinzugezogen werden. Das Berliner Reiseunternehmen beförderte übrigens eine Reisegruppe nach Berlin, die von einer mehrtägigen Kreuzfahrt aus Passau kam. Die Fahrgäste erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von jeweils 250 Euro und den Busunternehmer von 5000 Euro. Nach der Aufnahme der Anzeigen konnte die Fahrt fortgesetzt werden - diesmal aber mit Maske.

Update, 15.04 Uhr - Massive Verstöße: Alle Insassen von Reisebus ohne Maske unterwegs

Das Gesundheitsamt Berchtesgadener Land hat jetzt einen weiteren Corona-Fall gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 394 (Stand: 4. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt bei 8,5 (unverändert im Vergleich zum Vortag). 363 Personen gelten als bereits wieder genesen. Sechs Personen befinden sich derzeit noch in medizinischer Behandlung (zwei weniger als im Vergleich zum Vortag).

Update, 14.18 Uhr - Wieder Corona-Testpanne in Bayern- 10.000 Ergebnisse verspätet

Wieder eine Panne bei den Corona-Tests in Bayern: Gut 10.000 Menschen mussten länger als die versprochenen 48 Stunden auf ihr Test-Ergebnis warten, wie aus einer Anfrage des BR an das Ministerium hervorgeht. Betroffen sind Tests, die zwischen dem 28. August und dem 1. September an bayerischen Flughäfen durchgeführt wurden. Grund für die erneute Panne soll ein Problem in der EDV eines Dienstleisters sein.

Die bayerischen Grünen fordern angesichts der Probleme die Einsetzung einer Corona-Kommission und einer gezielten Teststrategie. "Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite Runde", so Fraktionschefin Katharina Schulze.

Update, 13.37 Uhr - 52 neue Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Das Staatliche Gesundheitsamt hat seit der letzten Meldung vom 27. August insgesamt 52 neue Corona-Fälle registriert. Damit sind in Stadt und Landkreis Rosenheim bislang insgesamt 3082 Fälle (Stadt 638, Landkreis 2444) von Covid-19 aufgetreten (Stand: 3. September, 24 Uhr). Die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen ist im Vergleich zur Vorwoche (80) zurückgegangen. 2759 Personen gelten inzwischen als bereits wieder genesen. Weitere Todesfälle gab es glücklicherweise nicht zu beklagen.

Vier COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt (keiner auf einer Intensivstation). Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt für die Stadt Rosenheim derzeit bei 41,06, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96 (Stand: 4. September, 0 Uhr).

Update, 12.01 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Alötting

Im Kreis Altötting wurden zwei neue positive Corona-Fälle registriert. Damit gibt es nun insgesamt 727 Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Altötting. 644 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen.
57 Personen sind an der Erkrankung verstorben.
26 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt für den Landkreis Altötting am 4. September: 14.39.

Update, 11.25 Uhr - Piazolo: „Es gibt keine hundertprozentige Planungssicherheit“

Für rund 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern, darunter rund 115.300 Schulanfänger (Vorjahr: 113.425), beginnt am Dienstag, den 8. September der Unterricht im neuen Schuljahr. „Das kommende Schuljahr startet im Regelbetrieb – unter besonderen Hygieneauflagen. Dies war auch einhelliger Wunsch der Schulfamilie auf dem Schulgipfel. Der Anspruch auf Bildung und der bestmögliche Gesundheitsschutz haben beide sehr hohe Priorität“, führte der Minister bei seiner Pressekonferenz weiter aus.

Darüber hinaus stellte Piazolo das „Rahmenkonzept für Distanzunterricht“ vor, in das die Erfahrungen der Schulen aus dem vergangenen Schuljahr eingeflossen sind: „Wichtig ist mir, dass es auch im Distanzunterricht ein hohes Maß an Verbindlichkeit, Verlässlichkeit sowie einen regelmäßigen Kontakt zwischen Schülern und Lehrern gibt.“ Abschließend betonte der Minister: „Es gibt in Corona-Zeiten keine hundertprozentige Planungssicherheit. Wir haben uns aber gut auf den Unterrichtsbeginn vorbereitet (...)„

Update, 10.53 Uhr - Piazolo: „Maskenpflicht eine Belastung für Schüler und Lehrkräfte“

Am Vormittag hat der bayerische Kultusminister Michael Piazolo bei einer Pressekonferenz noch einmal seine Pläne für den Schulstart in Bayern am kommenden Dienstag, 8. September, vorgestellt - in Corona-Zeiten etwas, was besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Wir haben uns intensiv auf verschiedenen Ebenen ausgetauscht, auch mit Ärzten und Virologen. (...) Wir sind froh, dass wir einen auf breite Füße gestellten Konsens erzielt haben, dass wir mit Präsenzunterricht anfangen wollen“, sagte der Freie Wähler-Politiker.

Piazolo betonte ausdrücklich noch einmal die Wichtigkeit der Maskenpflicht. Eine solche gelte für alle Schüler in Bayern auf dem gesamten Schulgelände - außerhalb des Unterrichts. Im Unterricht gibt es eine vorübergehende Maskenpflicht für Schüler von weiterführenden Schulen, die (zunächst) auf neun Tage begrenzt ist. „Es ist uns eine Belastung für Schüler und Lehrkräfte, die uns wohl bewusst ist“, sagte Piazolo. Zudem erläuterte der Minister noch einmal den Umbau des bisherigen Vier-Stufen-Plans auf eine dreistufige Variante, die vielfältigen Testangebote und sprach auch über die Weiterentwicklung von Hygienekonzepten, die einen sicheren Schulbesuch für alle im Freistaat ermöglichen sollen.

Update, 10.29 Uhr - Piazolo-PK in Kürze live

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) informiert heute ab 10.30 Uhr bei einer Pressekonferenz über das neue Schuljahr, das am Dienstag beginnt. Nach Angaben des Kultusministeriums soll es dabei um den „Unterrichtsbetrieb, Schwerpunkte und Neuerungen an den bayerischen Schulen“ gehen.

Update, 10.18 Uhr - So soll die Corona-Ampel in Österreich funktionieren

Soviel Freiheit, wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig“, das sei auch weiterhin das Credo der Bundesregierung, beginnt Kanzler Sebastian Kurz die Pressekonferenz. Die Corona-Ampel habe Präventionscharakter und durch die unterschiedlichen Indikatoren können man regional und lokal individuell reagieren - das sei ein wesentliches Merkmal des österreichischen Ampel-Systems.

Die Einführung der Ampelschaltung hat nun zur Folge, dass in den Städten Wien, Linz, Graz und Kufstein die Ampel auf der Farbe gelb blinkt. In diesen Städten seien im Vergleich mehr Infektionen registriert worden. Bei „gelb“ - so wie es jetzt in vier Regionen der Fall ist - gibt es eine Verschärfung der Maskenpflicht im gesamten Handel, in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen und im schulischen Bereich, aber nicht in den Schulklassen selbst. Bei den Farben „Orange“ und „Rot“ seien die Maßnahmen von ausgeprägterer Form. Welche Maßnahmen bei „orange“ oder „rot“ konkret gesetzt werden, bleib bis dahin noch unklar.

Alle Informationen werden über https://corona-ampel.gv.at/ veröffentlicht (zugänglich ab 10.30 Uhr).

Update, 9.41 Uhr - Kurz-PK: Österreich führt Corona-Ampel ein

In Österreich startet am Freitag ein Corona-Warnsystem in Form einer vierfarbigen Ampel. Die Infektionslage in jeder Region soll wöchentlich bewertet werden und im Internet in einer Farbstufe von Grün (niedriges Risiko) über Gelb und Orange bis Rot (sehr hohes Risiko) erscheinen. Für jede Stufe sollen konkrete Maßnahmen gelten.

Ein Kriterium ist dabei wie bei der Corona-Obergrenze in Deutschland die Entwicklung der Fallzahlen in den vorherigen sieben Tagen, zusätzlich wird aber die Auslastung der Krankenhäuser, die Nachverfolgbarkeit der Ansteckungsketten und das Verhältnis durchgeführter Tests zur Zahl der positiven Nachweise berücksichtigt. Nachdem eine Expertenkommission wöchentlich die Lage bewertet, soll die tatsächliche Entscheidung über die Ampelfarbe aber bei der Regional- und Bundespolitik liegen.

Welche Maßnahmen konkret durch die jeweiligen Farbstufen ausgelöst werden sollen, blieb bis vor dem Start der Ampel offen. Mit der ersten Veröffentlichung der „Corona-Ampel“ am Freitag sollen auch die entsprechenden Regeln angezeigt werden. Die gesetzliche Grundlage für Maßnahmen wie etwa Betretungsverbote kann jedoch erst Ende September vom Parlament beschlossen werden, nachdem das Verfassungsgericht die Corona-Verordnung aus dem Frühjahr teils kassierte hatte.

Update, 9.09 Uhr - Landshut ergreift schärfere Corona-Maßnahmen

Nach Überschreitung des Corona-Frühwarnwertes (7-Tage-Inzidenz lag bei 41,4; Stand: 3. September) in der Stadt Landshut haben die dortigen Behörden die „Corona-Zügel“ wieder deutlich angezogen und weitere Maßnahmen - ähnlich wie in Rosenheim - erlassen. Demnach müssen sich Reiserückkehrer nun auch in Landshut zweimal testen lassen - einmal unmittelbar nach der Wiedereinreise und ein zweites Mal fünf bis sieben Tage später. Bis die Ergebnisse vorliegen, gilt eine entsprechende Quarantänepflicht.

Darüber hinaus wurde die Gruppengröße im öffentlichen Raum auf fünf Personen begrenzt, wie die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gab. Weitere Maßnahmen sind die Absage des Kunst- und Antikmarktes, der für 6. September in der Innenstadt geplant war. Zudem wird in Landshut auch wieder über eine strengere Begrenzung/Obergrenze bei privaten Feiern nachgedacht.

Update, 8.03 Uhr - Söder: „Bei den Weihnachtsmärkten haben wir noch Zeit“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schürt Hoffnungen, dass Weihnachtsmärkte in diesem Jahr bei entsprechenden Vorkehrungen trotz Corona-Pandemie möglich sind. „Bei den Weihnachtsmärkten haben wir noch Zeit, die wir für eine gute Planung nutzen können“, sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag). „Wir können zum Beispiel einheitliche Laufwege mit Ein- und Ausgang organisieren.“ Er schränkte aber ein, auf „manchen Feuerzangenbowlestand, der eher an Après-Ski-Veranstaltungen in Ischgl erinnert“, müsse man dieses Jahr sicher verzichten.

Söder warb um Verständnis: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Corona uns ewig beschäftigt, ist nicht so hoch. Warum soll es nicht möglich sein, ein Jahr lang etwas mehr Disziplin zu wahren?

Bund und Länder hatten sich kürzlich darauf verständigt, das Verbot von Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember zu verlängern. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer aber dafür ausgesprochen, über die Zulassung von Weihnachtsmärkten erst später zu entscheiden.

Update, 7.21 Uhr - Welche "Hotspots" von Alkoholverbot in München betroffen?

Nachdem der bayerische Verwaltungsgerichtshof das von der Landeshauptstadt München erlassene generelle Alkoholverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie gekippt hatte, muss der zweite Versuch nun „sitzen“: Jetzt will die Stadt nur an bestimmten „Hotspots“ ein solches Verbot erlassen - und zwar klar räumlich und zeitlich begrenzt. Doch wo genau soll dieses eingeführt werden?

Laut einem Bericht der Münchner Abendzeitung wird derzeit an einem entsprechenden Konzept gearbeitet. Dabei plant das zuständige Kreisverwaltungsreferat mit vier bis zehn Orten, die beim „Partyvolk“ besonders beliebt sind. Betroffen könnten vor allem die Viertel Isarvorstadt, Schwabing und Gern sein. Vor allem der Gärtner-, Wedekind- und Baldeplatz, die Isarauen zwischen Reichenbach- und Marienklauser Brücke sowie die Gerner Brücke gelten als „Favoriten“ für ein solches Verbot, das dann in Kraft tritt, wenn die Infektionszahlen in München den Frühwarnwert (7-Tage-Inzidenz höher als 35) überschreiten.

Erneut Verzögerungen bei Corona-Teststationen

Bei der Übermittlung der Ergebnisse von Corona-Tests, die an Teststationen an bayerischen Flughäfen gemacht wurden, gibt es erneut Verzögerungen (News-Ticker 3. September). Das teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) jetzt mit. Bei den Proben seien - mit Blick auf die Übermittlung in einem Zeitraum von 48 Stunden - ab dem 29. August „wachsende Rückstände bei der Befundübermittlung erkannt“ worden, hieß es. Wie viele Menschen betroffen sind, war zunächst unklar. Auch wie lange die Verzögerungen konkret sind, teilte das Landesamt nicht mit.

Grund für die Verzögerung sei „ein Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung“ beim verantwortlichen Dienstleister Ecolog. Es bestehe jedoch kein Problem bei der Zuordnung von Probendaten zu Personendaten. Ecolog betonte dem Landesamt zufolge, dass die Befundübermittlung zwar derzeit eingeschränkt, aber kontinuierlich erfolge.

Schon in der Vergangenheit hatte es Verzögerungen an mehreren Teststellen in Bayern gegeben. Mitte August war bekannt geworden, dass Zehntausende Menschen tagelang auf das Ergebnis ihrer Corona-Tests gewartet hatten. Mehr als 900 positiv Getestete hatten nur erheblich verspätet von ihrer Infektion erfahren, 46 gar nicht. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) war daraufhin massiv in die Kritik geraten. Ihren Aussagen zufolge waren damals vor allem die Teststationen an den Autobahnen von den Problemen betroffen.

mw/mh/dpa

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