News-Ticker zur Corona-Pandemie

Drei Städte in Bayern über Corona-Grenzwert - in Landshut müssen Grundschüler jetzt Masken tragen

Bild aus Landshut
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In Landshut müssen Grundschüler während des Unterrichts Masken tragen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (7. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3082, Traunstein 1405, Berchtesgadener Land 395, Mühldorf 615, Altötting 731
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9325 Todesfälle in Deutschland (2641 in Bayern)
  • Neue Testzentren in Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain ab 1. September
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.05 Uhr - Drei Städte in Bayern über Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen

Drei bayerische Städte haben am Montag den Grenzwert für 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen teils deutlich überschritten. Spitzenreiter bei den Neuinfektionen ist das schwäbische Memmingen mit einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 68,44. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit berichtete, liegt das niederbayerische Landshut bei 55,25 Fällen und Rosenheim in Oberbayern bei 52,11 Fällen hochgerechnet auf 100 000 Einwohner.

Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei der 50er-Marke. In Rosenheim und Landshut gab es bereits vor dem Überschreiten dieser Grenze spezielle Vorschriften. So dürfen sich nur Gruppen bis fünf statt zehn Personen in der Öffentlichkeit oder in Gaststätten treffen.

In Landshut wurde wegen der Entwicklung nun angeordnet, dass mit dem Schulbeginn an diesem Dienstag auch Grundschüler während des Unterrichts Masken tragen müssen. Dies gilt bayernweit ansonsten nur für die weitergehenden Schulen. Die Landshuter Grundschüler sollen zumindest in der ersten Schulwoche nun auch Masken tragen, teilte die Stadtverwaltung mit.

In Rosenheim sollen die bereits am 25. August in Kraft getretenen Beschränkungen nach Angaben eines Sprechers unverändert gelten, bis der Wert der Neuinfektionen unter die erste Warnstufe von 35 fällt. In der Stadt gibt es auch eine Beschränkung auf maximal 50 Teilnehmer bei privaten Veranstaltungen in Räumen.

In Memmingen soll es trotz der deutlichen Zunahme der Infektionszahlen binnen weniger Tage keine allgemeinen Beschränkungen geben. Bei den Infizierten handele es sich ausschließlich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten, darunter mehrere Familien, die im Urlaub miteinander in Kontakt standen, betonte die Verwaltung. «Da alle Infizierten in häuslicher Quarantäne sind und keine Kontaktpersonen in Memmingen hatten, sind keine Einschränkungen für die Allgemeinheit notwendig», sagte Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU).

Im gesamten Freistaat sind bisher 59 524 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Montag, 08.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2640 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten rund 52 500 Menschen.

Update, 19.40 Uhr - Überwältigendes Votum der Fußball-Vereine: Ja zum Re-Start

Bayerns Amateurfußballer drängen mit überwältigender Mehrheit von über 80 Prozent auf einen sehr zeitnahen Re-Start der aktuell aufgrund der Covid-19-Pandemie immer noch unterbrochenen Saison 2019/20 und unterstützen damit den Kurs des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), der den Wettkampfspielbetrieb zumindest mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern am 19. September 2020 wieder aufnehmen will.

Den ganzen Artikel mit allen Hintergrundinfos hier nachlesen.

Update, 18.41 Uhr - Zwölf Neuinfektionen im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, den 4. September, 12 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 07. September 2020, 08.00 Uhr). Der Stichzeitpunkt 8 Uhr wurde an den Meldezeitpunkt des Robert-Koch-Instituts angeglichen.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit laut Auskunft des Landratsamts die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum Stichdatum-/zeitpunkt am Montag bei 26,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 35 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update. 16.30 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus der Region

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag ein weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich um eine direkte Kontaktperson, die sich bereits in Quarantäne befindet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 395 (Meldestand: 7. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land fällt auf 3,8.

Im Landkreis Altötting gibt es vier weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu vermelden. Bislang wurden im Landkreis Altötting 731 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 652 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen, 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 22 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Auch im Raum Traunstein hat wurden acht Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in vier Fällen um Reiserückkehrer, ein Fall davon aus einem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1405 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1277 Personen (zwölf mehr im Vergleich zur Meldung am 04.09.20). Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 4. September 12 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 7. September 2020, 8 Uhr). Der Stichzeitpunkt 8 Uhr wurde an den Meldezeitpunkt des Robert-Koch-Instituts angeglichen. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 26,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 35 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 15.50 Uhr - Rosenheim überschreitet 7-Tage-Inzidenz-Wert - die Auswirkungen auf den morgigen Schulbeginn

Wie die Stadt Rosenheim heute bestätigte, hat die Stadt den kritischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50 überschritten. Das geht auch aus den Zahlen hervor, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag (7. September) veröffentlicht hat. 

Auf den morgigen Schulbeginn (8. September) hat die Überschreitung aber keine Auswirkung. Die Schüler müssen ohnehin die ersten neun Tage auch am Arbeitsplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) tragen. „Da über 80 Prozent der Infizierten Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind und diese ohnehin alle in Quarantäne sind, hat die Inzidenz-Zahl keine Auswirkungen“, so Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim gegenüber rosenheim24.de.

Der Schulbetrieb in Stadt und Landkreis Rosenheim läuft ab Dienstag nach einem Drei-Stufen-Plan, der sich an den Werten der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis bzw. der Stadt orientiert. Demnach würde ab einem Inzidenz-Wert von über 50 Stufe drei gelten, die für die Schüler einen Mindestabstand von 1,50 Metern im Klassenzimmer vorsieht. Außerdem gelte laut Schulamtsleiter Edgar Müller in der Regel ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht statt und in allen Jahrgangsstufen müsse eine MNB getragen werden, wie Müller vergangene Woche in einer Pressekonferenz mitteilte.

Update, 15.14 Uhr - Stadt Rosenheim überschreitet kritischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50

Die Stadt Rosenheim hat den kritischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50 überschritten. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag (7. September) veröffentlicht hat. So liegt der aktuelle Wert laut LGL bei 52,11. Christoph Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, bestätigte den Wert: „Die vor zwei Wochen erlassene Verordnung bleibt deshalb weiterhin bestehen.“

Diese sei zwar am gestrigen Sonntag (6. September) ausgelaufen. An Stelle dieser Verordnung trete jedoch ab heute eine neue, die identisch mit der Ausgelaufenen ist und gelte nun vorläufig bis 18. September. „Es wird erst wieder zu Lockerungen kommen, wenn der Inzidenz-Wert sieben Tage in Folge unter 35 liegt", so Schwalm gegenüber rosenheim24.de weiter.

An Lockerungen sei im Augenblick nicht zu denken.

Update, 13.56 Uhr - Kita im Rosenheimer Stadtteil Oberwöhr wegen positiven Corona-Falls geschlossen

Die Kindertagesstätte „St. Josef der Arbeiter“ muss nach einem positiven Corona-Test ebenfalls bis auf Weiteres schließen. Das gab die Einrichtung über ihre Website bekannt. Im Moment sei man dabei, die Infektionskette zu überprüfen. Man stehe in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Rosenheim

Außerdem würden Überlegungen stattfinden, wie man einen eingeschränkten Betrieb in einer absehbaren Zeit für circa fünf bis sechs Stunden wieder gewährleisten könne. Ob es sich bei der positiv getesteten Person um einen Mitarbeiter der Einrichtung und ein Kind handelt, ist derzeit noch unklar.

Update, 13.18 Uhr - „Querdenker" kündigen riesige Demo auf Münchner Odeonsplatz an

Die Vereinigung „Querdenken 089“ hat eine groß angelegte Demonstration in München angemeldet. Am Samstag (12. September) soll diese unter dem Titel „Frieden, Freiheit und Gesundheit“ vor allem am Odeonsplatz stattfinden. Im Internet und in Chatgruppen werde für die Veranstaltung bundesweit dafür mobilisiert.

Das Kreisverwaltungsreferat München (KVR) bestätigte der Süddeutschen Zeitung, dass für den 12. September ab 12 Uhr eine Kundgebung mit 5000 Personen angemeldet worden sei. Zudem sei ein Demonstrationszug mit 500 Teilnehmenden geplant. Eine Entscheidung bezüglich der Genehmigung habe noch nicht stattgefunden, erklärte ein KVR-Sprecher, die Ereignisse von Berlin seien jedoch Teil einer „Gefahrenprognose“

In Berlin hatte „Querdenken“ Ende August zu einem großen Protestmarsch gegen die Hygieneverordnungen des Bundes während der Corona-Pandemie aufgerufen. Auch Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger und bekannte Rechtsextreme mischten sich unter die Teilnehmer. Dass dabei ein Mob versucht hatte, den Reichstag zu stürmen, beherrschte tagelang die Schlagzeilen.

Update, 12.33 Uhr - Gillamoos im Internet - Freie Wähler mit Übertragungsproblemen

Die Freien Wähler haben bei der Internetübertragung ihres Gillamoos-Auftritts mit extremen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Auf Youtube und Twitter warteten die Nutzer am Montag zunächst vergeblich auf die ab 10 Uhr angekündigte Übertragung. Auf dem Facebook-Kanal wurde nach einiger Zeit die Rede von Freie-Wähler-Chef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger zwar gezeigt, jedoch gab es ständige Bild- und Ton-Aussetzer. Die Nutzer kommentierten, dass so das Anschauen der Rede keinen Sinn mache. Später war auch auf Youtube etwas zu sehen, aber ebenfalls nur mit ständigen Aussetzern.

Auch die CSU bot am Montag einen Live-Stream einer Gillamoos-Kundgebung aus Abensberg mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer an und hatte dabei keine Probleme. Im April war das Volksfest Gillamoos in der niederbayerischen Stadt wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das immer Anfang September stattfindende Volksfest mit rund 700-jähriger Tradition im Landkreis Kelheim ist dafür überregional bekannt, dass am letzten Festtag in den verschiedenen Bierzelten Spitzenpolitiker bei zeitgleichen Kundgebungen auftreten.

Update, 11.43 Uhr - Polizei auf Mallorca vertreibt Urlauber mit Hubschrauber-Tiefflug

Zu ungewöhnlichen Mitteln griff die Polizei auf Mallorca am Wochenende zur Durchsetzung der Corona-Maßnahmen: Sie flog abends mit dem Hubschrauber im Tiefflug über die Strände, um renitente Badegäste vom Strand zu vertreiben, berichtet die Zeitung „Diario de Mallorca“. Von 21 bis 7 Uhr sind aktuell die Strände auf Mallorca geschlossen. Über weitere Maßnahmen wie etwa lokale Ausgangsbeschränkungen soll ab Montag entschieden werden.

Räumen sie die Strände“, forderte die Polizei über Lautsprecher die Menschen auf. In Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Badegäste angesichts der Lautstärke und der heftigen Winde unter dem Rotor des Hubschraubers vom Strand Richtung Promenade flohen.

Update, 10.54 Uhr - Kita-Mitarbeiterin in Altenmarkt an der Alz positiv auf Corona getestet

In Altenmarkt im Landkreis Traunstein muss eine Kindertagesstätte wegen eines positiven Corona-Falls schließen. Dort ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden.  AWO-Geschäftsführer des Kreisverbands Traunstein Edmund Niederlöhner gab gegenüber chiemgau24.de zur Auskunft: „Nachdem am vergangenen Freitag (4. September) das Personal im Testzentrum Mühlwiesen getestet worden war, fiel der Test bei einer Mitarbeiterin positiv aus.“

Das pädagogische Personal, das mit der Angestellten Kontakt hatte, sei in Quarantäne geschickt worden. „Die Kindertagesstätte bleibt vorerst geschlossen.“ Man stünde in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Wie lange die Kita geschlossen bleiben müsse, sei noch unklar. „Das entscheidet sich heute oder morgen“, so Niederlöhner weiter. Die Eltern der Kinder seien umgehend von dem Fall benachrichtigt worden.

Update, 10.06 Uhr - Sportfachverbände in Bayern hoffen auf weitere Öffnungen für Sport

Team Sport-Bayern hat in einem Brief an Innenminister Joachim Herrmann (CSU) weitere Öffnungen für den Sport erbeten. Der Zusammenschluss von 31 Sportfachverbänden mit nach eigenen Angaben 3,6 Millionen Sportlerinnen und Sportler dankte dem für den Sport zuständigen Minister für dessen Einsatz in der Coronavirus-Pandemie. Doch in dem Schreiben vom 6. September, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wurde auch eine Resolution zur Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampf- sowie Spielbetriebs mit Zuschauern in Bayern vorgebracht.

Team Sport-Bayern wies auf einen sich abzeichnenden Schwund an Mitgliedern hin und sorgt sich um die „einzigartige Vereins- und Verbandslandschaft des organisierten Sports in Bayern“. Weniger Neueintritte – gerade bei Kindern und Jugendlichen - seien schon jetzt signifikant feststellbar. Es würden wichtige Einnahmemöglichkeiten fehlen.

Konkret wünschen sich die Sportfachverbände um Sprecher und Turn-Verbandspräsident Alfons Hölzl vom 19. September an die Wiederzulassung des Trainingsbetriebs für sämtliche Sportarten und des Wettkampf- und Spielbetriebs auch für alle Kontaktsportarten im Freien sowie in geschlossenen Räumen. Auch Zuschauer sollten „bei sportlichen Wettbewerben, mindestens in entsprechender Anwendung der Regelungen für den Kulturbereich im engeren Sinne“ zugelassen werden.

Update, 8.54 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in Landshut übersteigt kritische Marke von 50

Nachdem Landshut bereits vergangene Woche den Frühwarnwert von 35 Fällen innerhalb einer Woche überschritten, stiegen die Zahlen weiterhin stark an. Am Sonntag überstieg die 7-Tage-Inzidenz die kritische Marke von 50 Neuinfektionen. Er liegt aktuell für die Stadt nun bei 53,9, teilte Oberbürgermeister Alexander Putz auf seiner Facebook-Seite mit. Die Zahlen hat Putz laut Facebook-Post schriftlich vom Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt bekommen. Auf der Seite des LGL wurden die Zahlen bislang noch nicht angepasst.

Laut Oberbürgermeister Alexander Putz werden deshalb heute weitere Kontaktbeschränkungen in Kraft gesetzt, gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und der Regierung von Niederbayern. Welche Auswirkungen das auf den morgigen Schulbeginn hat, ist noch unklar.

Update, 7.55 Uhr - Auszahlung des Corona-Kinderbonus startet - Linke: Unzureichend

Von diesem Montag (7. September) an erhalten die Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland 300 Euro extra pro Kind von den Familienkassen. Im September sollen zunächst 200, im Oktober dann noch einmal 100 Euro Corona-Kinderbonus ausgezahlt werden. Das Geld muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird es automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben.

Der Kinderbonus wird aber nicht zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, sondern als eigene Zahlung. Wann das Geld konkret ausgezahlt wird, hängt von der Endziffer der Kindergeldnummer ab. Ist das eine Null, gehört man zu den ersten, der Rest folgt nach und nach. Union und SPD hatten den Kinderbonus im Juni mit ihrem Konjunkturpaket beschlossen. Es ist eines der Mittel, mit denen die Regierung die Folgen der Corona-Krise abmildern will.

Kinderbonus: Anspruch, Auszahlung, Höhe - alle Infos findet Ihr dazu auf der Seite der Arbeitsagentur

Die Linken-Politikerin und Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag, Sabine Zimmermann, kritisierte die Leistung als unzureichend. „Ein einmaliger Kinderbonus von 300 Euro kann die Lasten der Pandemie für Familien nicht annähernd ausgleichen“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Pandemie habe die Lage kinderreicher Familien mit geringem Einkommen gegenüber dem Jahr 2019 nochmals verschärft.

Zimmermann hat Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet, die der Zeitung vorliegen. Demnach waren 2011 noch 22,4 Prozent aller Familien mit drei oder mehr Kindern armutsgefährdet, 2019 waren es 30,9 Prozent der kinderreichen Familien.

Update, 7.02 Uhr - Aktuelle Zahlen des RKI: Rund 16.500 Corona-Fälle in Deutschland

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 16.500 aktive Corona-Fälle. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 814 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen sind allerdings erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 250.799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 7.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9325. Seit dem Vortag wurde kein weiterer Todesfall gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 225.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,0). Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Nur rund 80 Personen vor Ort - Aiwanger und Scheuer testen digitales Volksfest

Während im Rosenheimer Raum Ruhe herrscht in der sonst wilden Wiesnzeit, wenden sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Freie–Wähler-Chef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger neuen Wegen zum Erhalt einer Tradition zu. Denn den Gillamoos gibt es seit 700 Jahren. Das Volksfest soll nun samt politischem Abschlussritual zum Großteil digital ablaufen.

Abgesagt wurde die Veranstaltung im analogen Bereich bereits. CSU und Freie Wähler trotzen dieser Entscheidung und wenden sich dem Internet zu. Die Reden, welche zur Tradition gehören, sollen gestreamt werden. Und zwar 10 Uhr übertragen beide Parteien am Montag, den 7. September ihre Veranstaltung per Live-Stream. Der Redner der CSU, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, spricht hierbei nicht ausschließlich mit einer Webcam: Rund 80 ausgewählte Parteifreunde dürfen in der Festhalle Bayernland in Abensberg mit dabei sein.

Freie–Wähler-Chef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger hingegen wird nicht vor Ort sein. Ihm bleibt nur die Teilnahme über das Netz. Mit dem „#GillamoosDahoam“ ist er, wie viele andere auch, nur per Webcam zugeschaltet. Im Brauereigasthof „Zum Kuchlbauer“ selbst sind abgesehen von Journalisten, einigen Mitarbeitern und wenigen Parteifreunden zugelassen. Öffentliches Publikum ist nicht erlaubt.

Nicht jede Partei, welche sonst teilnimmt, begrüßt die diesjährige Variante der traditionellen Veranstaltung. Grünen-Landeschefin Eva Lettenbauer teilte mit, dass der Politische Gillamoos das direkte Gegenüber im Bierzelt brauche. „Die ganz eigene Gillamoos-Stimmung wird durch die zeitgleichen Auftritte der Parteien auf der Festwiese hergestellt.“ Diese gehe bei dem digitalen „Ersatz" im Internet komplett verloren.

Schon im April wurde das Volksfest Gillamoos in Abensberg wegen der Pandemie abgesagt. Anfang September fand das Volksfest mit rund 700-jähriger Tradition im Landkreis Kelheim statt und ist dafür überregional bekannt, dass am letzten Festtag in den verschiedenen Bierzelten Spitzenpolitiker bei zeitgleichen Kundgebungen auftreten.

mda/dpa

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