News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weitere Fälle in den Kreisen Traunstein und Mühldorf - Neue Corona-Maßnahmen der Bundesregierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Landkreis/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (27. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2951, Traunstein 1373, Berchtesgadener Land 388, Mühldorf 569, Altötting 683
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9280 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Corona-Beschlüsse der Bundesregierung - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Weitere größere Öffnungsschritte sind wegen der steigenden Infektionszaheln vorerst nicht zu rechtfertigen.
  • Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist weiter vorgeschrieben. Bürgerinnen und Bürger sind zudem angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen sie Kontakt haben, möglichst gering und den Personenkreis möglichst konstant zu halten.
  • Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.
  • Ein Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verstoß gegen die Maskenpflicht wird bundesweit eingefüht.
  • Bei den freiwilligen Testungen von Rückreisenden aus Nicht-Risikogebieten war die Zahl der festgestellten Infektionen außerordentlich gering. 
  • Reisende aus Nicht-Risikogebieten können sich ab 15. September nicht mehr kostenlos testen lassen.
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind in jedem Fall dazu verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort zu isolieren (Quarantäne).
  • Eine vorzeitige Beendigung der Selbstisolation frühestens durch einen Test ab dem 5. Tag nach Rückkehr möglich. 
  • Wo immer möglich, ist auf Reisen in ausgewiesene Risikogebiete verzichten.
  • Der Bund erarbeitet unter Hochdruck eine „elektronische Einreiseanmeldung“ die den Meldeprozess bis hin zu den örtlichen Gesundheitsämtern digitalisieren wird. 
  • Die Bundesregierung will die Testkapazitäten weiter ausbauen.
  • Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2020 für 5 weitere Tage pro Elternteil (10 Tage für Alleinerziehende) gewährt wird.
  • Für den Ausbau digitaler Lehr-, Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten für Schulen, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wird der Bund weitere 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen.
  • Die Zuschauer werden vorerst nicht in die Bundesliga zurückkehren.
  • Familienfeiern werden nicht auf eine bestimmte Personenzahl begrenzt.
  • Für Privatveranstaltungen und Schulen wurde keine einheitliche Lösung für die Bundesrepublik gefunden.

Update, 19.34 Uhr - Weitere Fälle in Kreisen Traunstein und Mühldorf

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 47 aktive COVID-19-Fälle vor .Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 16,94.

Seit der letzten Pressemitteilung am 26. August sind beim Staatlichen Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in einem Fall um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Zwei Neuninfektionen sind auf Familienfeiern zurückzuführen.

Auch im Landkreis Mühldorf ist es zu weiteren Neuinfektionen gekommen. Dort wurden vier neue bestätigte Corona-Fälle festgestellt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 16,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 26 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 18.30 Uhr - Drei neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt Berchtesgadener Land meldete für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt drei neue Corona-Fälle. Zwei Personen sind Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet und haben sich unmittelbar nach ihrer Ankunft testen lassen.

In der Folge fielen die genommenen Abstriche Corona-positiv aus. Eine weitere Person wurde mit Symptomen abgestrichen. Der Test fiel in der Folge ebenfalls Corona-positiv aus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 388 (Stand: 27. August, 10 Uhr).

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt bei 9,4. 348 Personen gelten als bereits wieder genesen. Aktuell befinden sich 15 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (zwei mehr im Vergleich zum Vortag).

Update, 17.26 Uhr - Neue Corona-Maßnahmen - Der Beschluss im Wortlaut

Stundenlang tagten die Regierungs- und Länderchefs mit Angela Merkel in einer Telefonkonferenz um neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corna-Pandemie zu beschliessen. Was genau beschlossen wurde, könnt Ihr hier im Wortlaut nachlesen:

Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 27. August 2020 

Update, 16.35 Uhr - Pressekonferenz von Merkel und Söder im Livestream

Angela Merkel hat zu weiterer Vorsicht im Umgang mit Corona gemahnt. Auch Markus Söder kritisiert die steigende Unvernunft der Menschen. „Die Zahlen seien zu früh zu hoch“ so Söder. Man müsse regional reagieren, je nach Corona-Zahlen.

Positiv sei die Einigung auf eine Untergrenze beim Bußgeld zur Maskenpflicht. „Die Maske ist im Moment das einzige Mittel, das wir gegen Corona haben“, so der Bayerische Ministerpräsident. Söder und Merkel appellierten weiter auf Reisen in Risikogebiete, soweit möglich, zu verzichten.

Söder lobte weiter die Maßnahmen einzelner Städte und Kommunen wie das Alkoholverbot in München, auch wenn dies „nicht unserer liberalen Lebensweise entspricht“. „Wir müssen die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen“, fasst Söder die Maßnahmen zusammen.

Die Bundesregierung möchte darauf hinaus, dass die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr konsequent durchgesetzt wird. Dafür wird ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ eingeführt, dass bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen von der Bahn direkt erhoben werden kann.

Für die Bundesliga gibt es dennoch Hoffnung dieses Jahr - Eine kleine Zahl Zuschauer wären je nach Infektionszahlen denkbar, allerdings keine vollen Stadien, so Markus Söder.

Update, 16.24 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 47 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 16,94. Seit der letzten Pressemitteilung sind beim Staatlichen Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in einem Fall um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Zwei Neuninfektionen sind auf Familienfeiern zurückzuführen.

Es liegen somit insgesamt 1373 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1238 Personen (keine Veränderung zum Vortag). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update, 14.53 Uhr - Quarantäne erst durch Test nach fünf Tagen aufheben

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen demnächst eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden können.

Diese Regelung soll möglichst ab dem 1. Oktober gelten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag erfuhr. Zudem soll geprüft werden, ob Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihren Test selbst zahlen sollen.

dpa

Die Pressekonferenz verzögert sich noch einen Moment.

Update, 14.05 Uhr - Bayern will zwei Ausnahmen bei Einheitsregelung

Der Freistaat Bayern hat sich in zwei Punkten gegen die Einheitliche Regelung des Bundes entschieden, berichtet unser Partnerportal merkur.de. So wolle man weiterhin nicht 50 Euro Bußgeld für Maskenpflichtsverstöße verlangen, sondern 250 Euro. Auch solle es im Freistaat weiter möglich sein, sich auf Autobahnen und an Flughäfen kostenlos testen zu lassen.

Update, 13.31 Uhr - Weitere Entscheidung fix: Keine kostenlosen Tests aus Nicht-Risikogebieten

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will dem Vernehmen nach aber an seinem Angebot für kostenlose Tests an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen festhalten, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Im Freistaat können sich damit auch weiterhin Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen.

Update, 13.10 Uhr - Bundesweit 50 Euro Mindestbußgeld für Maskenverweigerer

Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben sich in ihren Corona-Unterredungen auf eine erste gemeinsame Position geeinigt. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) hatte in der Diskussion ein Mindestbußgeld abgelehnt und erklärt, er werde die Regelung in seinem Land nicht mitmachen, was er in einer Protokollnotiz festhalten lassen wollte. In Bayern gelten hingegen verschärfte Bußgelder: Betroffen müssen im Freistaat bei einem Verstoß Betroffene 250 Euro zahlen, im Wiederholungsfall sogar 500 Euro.

Der Start der Pressekonferenz wurde auf 13.30 Uhr verschoben.

Update, 12.55 Uhr - Merkel-Söder-PK in Kürze live

Was wird aus privaten Feiern, Großveranstaltungen und den Tests für Reiserückkehrern? Die Bundesregierung plant offenbar eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Die Ergebnisse der Videokonferenz zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sollen ab 13 Uhr auf einer Pressekonferenz präsentiert werden. Rede und Antwort stehen wird dann auch Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU).

Sobald der Stream live geht, berichtet rosenheim24.de von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 12.35 Uhr - 32 Masken-Verweigerer in Bus bei Freilassing

Bei der Kontrolle eines Fernreisebusses, der vom Balkan kam, stellte die Polizei Freilassing zu ihrem Entsetzen fest, dass keiner der 32 Bus-Insassen den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz trug. Dies hatte zur Folge, dass alle 32 Insassen beim Landratsamt Berchtesgadener Land zur Anzeige gebracht wurden. Sie erwartet eine Geldbuße von je 250 Euro.

Bei den Insassen, die keinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet haben, wurde zudem eine Sicherheitsleistung in Höhe der zu erwartenden Geldbuße angeordnet. Da sich einige der Insassen nicht mit den polizeilichen Maßnahmen einverstanden zeigten, mussten die eingesetzten Polizisten Kräfte der Bundespolizei Freilassing zur Unterstützung hinzuziehen.

Update, 12.02 Uhr - Großveranstaltungen sollen bis Jahresende verboten werden

Vor der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU) sickern immer wieder Details bezüglich der Beratungen zwischen Bund den Ministerpräsidenten der Länder durch. Demnach soll das Verbot von Großveranstaltungen deutschlandweit bis mindestens zum 31. Dezember 2020 verlängert werden. Dazu zählen unter anderem Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein- und Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen.

Dies dürfte einen deutlichen Dämpfer für die Fußballfans darstellen, die zuletzt immer wieder auf die (zumindest schrittweise) Rückkehr von Zuschauern in die Bundesliga-Stadien gehofft hatten. Ausnahmen seien jedoch möglich, wenn „in Regionen mit einer 7-Tages-Inzidenz von unter 15 sichergestellt wird, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region bzw. aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Inzidenzen kommen.“

Update, 10.29 Uhr - Merkel informiert in PK um 13 Uhr die Öffentlichkeit

Am Donnerstagvormittag wird Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten in einer digitalen Sitzung Tagen und über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. Es sollen möglichst einheitliche Regelungen geschaffen werden. Im Anschluss soll die Öffentlichkeit gegen 13 Uhr in einer Pressekonferenz informiert werden. rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz wieder live!

Update, 10 Uhr - Bund: Eltern bekommen Zusatztage bei krankem Kind

Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage für die Betreuung eines kranken Kindes bekommen. Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag hervor.

Weiter heißt es da für den Schulbetrieb: „Für die breite Akzeptanz der Hygienevorschriften im Schulbetrieb ist es wesentlich, dass diese bundesweit vergleichbaren Maßstäben folgen. Deshalb wird die Kultusministerkonferenz gebeten, sich insbesondere in Hinblick auf die Maskenpflicht im Kontext des Schulbetriebes auf einheitliche Maßstäbe zu verständigen und dabei eine Differenzierung nach Regionen vorzunehmen.

Die digitalen Lehr-, Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten für Schulen, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sollen verbessert werden. „Hierzu wird der Bund unter anderem mit einem Sofortausstattungsprogramm mit einem Volumen von weiteren 500 Millionen Euro die Länder unterstützen.“

dpa

Update, 9.55 Uhr - Einheitliche Bußgelder geplant

Weitere Details zu Angela Merkels Plan für neue Corona-Regeln sind augenscheinlich durchgesickert. Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, sollen Feiern im Privatbereich auf 25 Teilnehmer beschränkt werden und bevorzugt im Freien abzuhalten sein.

Private Veranstaltungen und Feiern außerhalb des Privatbereichs sollen auf 50 Teilnehmer beschränkt werden. Außerdem werden einheitliche Bußgelder vorgeschlagen. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht soll es ein Bußgeld von 50 Euro geben.

Update, 9.30 Uhr - Merkel fordert Absage aller Großveranstaltungen bis Ende des Jahres

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will, dass Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. Ausnahmen könne es in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben, wenn sichergestellt sei, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region oder aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Entwicklungen kommen, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag..

dpa

Update, 9.01 Uhr - Merkel berät sich mit Ministerpräsidenten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Donnerstagvormittag ab 11 Uhr per Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Unter anderem sollen bundesweit einheitliche Regelungen diskutiert werden, um den derzeit bestehenden „Flickenteppich“ möglichst zu schließen.

Anschließend wollen Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Hamburgs regierender Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) die Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz informieren. Wann genau die Pressekonferenz stattfinden wird, ist derzeit noch unbekannt. rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz wieder live!

Update, 8.19 Uhr - Nächtliches Alkoholverbot am Starnberger See

Lärm, Müll und Verstöße gegen die Corona-Regeln: Aus diesen Gründen hat der Ferienausschuss des Stadtrats Starnberg nun ein nächtliches Alkoholverbot am Seeufer ausgesprochen. Das Verbot tritt am Donnerstag, 27. August, in Kraft. Daher gilt ab sofort: kein Alkohol zwischen 22 Uhr und 7 Uhr auf den städtischen Flächen am Starnberger Seeufer - konkret an der Seepromenade, am Badeplatz Steininger-Grundstück, auf dem Böhler-Grundstück an der Possenhofener Straße und im Bucentaurpark. Bei Verstößen drohen Geldbußen bis zu 1000 Euro.

Auch die Stadt München hat beschlossen, ein nächtliches Alkoholverbot zu verhängen, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz den kritischen Wert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner erreicht. Zuletzt lag der Wert bei knapp über 29. Steigt er auf 35, gibt es auch in München Konsequenzen: ein Alkoholverkaufsverbot ab 21 Uhr und ein Alkoholkonsumverbot ab 23 Uhr im öffentlichen Raum.

Update, 7.09 Uhr - Kein Urlaubszwang bei Rückkehr aus Risikogebiet

Riesenaufregung um die neuen Regeln für Reiserückkehrer: Am Dienstag, 25. August, hieß es noch, dass Menschen, die wissentlich in ein Risikogebiet reisen, vorab die entsprechende Quarantänezeit einplanen und dafür Urlaub nehmen müssten. Jetzt gab es laut Bild-Zeitung ein Dementi vom Gesundheitsministerium. Es hieß von dort: Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, muss keinen Urlaub nehmen und muss auch keinen Verdienstausfall befürchten!

Bedeutet im Klartext wohl quasi einen "Freibrief" für den Arbeitnehmer und dass der Arbeitgeber im Fall der Fälle draufzahlt. Ein Beispiel: Man reist für eine Woche nach Mallorca (derzeit Risikogebiet) und nimmt dafür genau eine Woche Urlaub. Nach Rückkehr muss man fünf Tage verpflichtend in Quarantäne - und darf dafür bezahlt zuhause bleiben! Im Extremfall könnte es ein Arbeitnehmer auf die Spitze treiben, indem er sechs Mal eine Woche Urlaub nimmt, jeweils in ein Risikogebiet reist und anschließend jeweils fünf Tage (insgesamt 30 Tage) zuhause bleibt. 

Arbeitgeber-Vertreter kritisierten diese neue Auslegung des Infektionsschutzgesetzes bereits als „Katastrophe“. Denn ist bislang zudem unklar, ob der Staat - unabhängig von der nicht erledigten Arbeit durch den Arbeitnehmer - dem Arbeitgeber die Lohnkosten für den Mitarbeiter ersetzt.

Erneut über 1500 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden

Innerhalb eines Tages (News-Ticker Mittwoch, 26. August) haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1507 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1576. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 237.936 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Stand: 27. August, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle liegt derzeit bei 9285. Seit dem Vortag wurden fünf Todesfälle mehr gemeldet. 211.900 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwoch bei 0,85 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen vom Mittwoch lag dieser Wert bei 0,93 (Vortag: 0,92). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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