News-Ticker zur Corona-Pandemie

Deutschland erklärt Kanaren zu Risikogebiet - Aktuelle Zahlen aus der Region

Österreich/Spielfeld: Der Verkehr staut sich an der Grenze von Österreich und Slowenien
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Rückkehrer aus Kroatien stehen bei Einreise nach Österreich am Sonntag (16. August) im Stau.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (2. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3031, Traunstein 1389, Berchtesgadener Land 392, Mühldorf 592, Altötting 717
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9302 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • In Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain öffnen ab 1. September neue Testzentren

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21 Uhr - Kanaren nun auch Risikogebiet

Bislang waren die Kanaren unter den weniger vom Corona-Virus betroffenen Regionen. Inzwischen verzeichnen jedoch auch diese 300 neue Fälle am Tag. Sie wurden daher von Deutschland auf die „schwarze Liste“ der Risikogebiete gesetzt. Ganz Spanien befindet sich nun auf der Liste. Die damit einhergehende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes samt Quarantänepflicht für Urlauber nach ihrer Heimkehr wird der bereits schwer angeschlagenen Tourismusbranche, die einen Anteil von etwa 35 Prozent am Regionaleinkommen hat, einen „Todesstoß“ versetzen, wie ein TV-Kommentator schon vor einigen Tagen betonte. 

Update, 18 Uhr - Vier neue Fälle im Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting gibt es vier neue Corona-Fälle. Das heißt das dort insgesamt 717 Menschen seit Beginn der Pandemie erkrankt sind.

Bei den Neuinfizierten handelt es sich um eine 55-jährige Person aus Burghausen, eine 25-jährige Person aus Burghausen, eine 44-jährige Person aus Burgkirchen, die aus dem Kroatienurlaub kam und eine 45-jährige Person aus Burgkirchen.

Update, 17.20 Uhr - Sechs neue Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von Dienstag, dem 1. September sechs neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 2. September 2020, 12 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 19,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 21 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 16.20 Uhr - 38 aktive Corona-Fälle im Kreis Traunstein

Seit gestern (1. September) sind im Kreis Traunstein vier weitere Corona-Infektionen registriert worden, das teilt das Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Damit gebe es aktuell 38 aktive Covid-19-Fälle, der 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,42 (13,55 am 1. September).
Bei einem der neuen Fälle handele es sich laut aktuellem medizinischem Ermittlungsstand bei einem Fall um einen Reiserückkehrer - jedoch aus keinem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1389 bestätigte Fälle im Kreis Traunstein vor. Ein Covid-19-Patient wird aktuell im Klinikum Traunstein behandelt.

Update, 15.17 Uhr - Corona-Frühwarnwert in Memmingen überschritten - schärfere Regeln

Die Stadt Memmingen im Allgäu verschärft nach der Überschreitung des Corona-Frühwarnwerts die Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch gab es in der Stadt in den vergangenen sieben Tagen 38,76 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. “Fast alle sind Reiserückkehrer aus Risikogebieten”, sagte die Stadtsprecherin.

Deshalb würden die Regeln nun verschärft: Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich demnach zunächst in häusliche Quarantäne begeben und nach mehreren Tagen erneut auf Corona testen lassen - unabhängig davon, ob sie sich im Ausland oder bei der Rückkehr schon einem Test unterzogen hatten. Diese Regelung werde voraussichtlich auch dann in Kraft bleiben, wenn die Zahl der Infektionen wieder sinke, sagte die Stadtsprecherin.

Den Corona-Frühwarnwert haben laut LGL aktuell neben Memmingen derzeit in Oberbayern die Städte Ingolstadt (39,42) und Rosenheim (39,48) sowie der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (36,02) im Regierungsbezirk Mittelfranken überschritten. München liegt demnach mit 34,45 weiter knapp darunter.

Update, 14.40 Uhr - Christkindlmarkt in Freilassing abgesagt

Nach monatelanger Corona-Pause wird es ab Herbst endlich wieder städtische Veranstaltungen in Freilassing geben - wenn auch nur mit überschaubarer Gästezahl und vielen Hygieneregeln. Besonders interessant: Auch die städtischen Räumlichkeiten wie der Rathaussaal oder die verschiedenen Räume in der Lokwelt können für bestimmte Zwecke wieder angemietet werden. Der Veranstalter muss allerdings ein Hygienekonzept vorweisen und dafür Sorge tragen, dass die Hygieneregeln während der Veranstaltung eingehalten werden. Dies teilte die Stadt Freilassing mit.

Leider können wegen der Pandemie heuer allerdings auch einige Veranstaltungen nicht durchgeführt werden. Es sind dies unter anderem der Lokwelt Kindertag, der Lokwelt Börsentag, der Kirchweihmarkt, der Krampuslauf, der Christkindlmarkt in der Innenstadt, die Lokwelt-Weihnacht, adventliche Lesungen in der Rupertuskirche sowie die Herbergssuche. „Wir hoffen alle, dass wir im nächsten Jahr wieder mit ganzer Kraft daran arbeiten dürfen, mit den verschiedenen Veranstaltungen ein tolles Besuchserlebnis bieten zu können“, hieß es seitens der Stadt.

Update, 13.27 Uhr - Landeshauptstadt München beschließt neues Alkoholverbot

Die Stadt München hat ein neues nächtliches Alkoholverbot beschlossen. Doch anders als bisher soll dieses nur noch an sogenannten „Hotspots“, wie zum Beispiel am Gärtnerplatz, gelten - und zwar dann, wenn der Corona-Frühwarnwert (7-Tage-Inzidenz von 35 und höher) überschritten wird. Darüber hinaus sollen öffentliche Toiletten die Situation an vielen Örtlichkeiten entschärfen. Das hat der Feriensenat jetzt offiziell beschlossen, wie der Bayerische Rundfunk nun berichtet.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte am Dienstag das generelle nächtliche Alkoholverbot der Stadt München für den öffentlichen Raum für unverhältnismäßig erklärt. Demnach wäre es verboten gewesen, zwischen 23 Uhr und 6 Uhr etwa auf der Straße oder in Parks Alkohol zu trinken. Die Richter wiesen dabei die Beschwerde der Landeshauptstadt zurück und bestätigten damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Dieses hatte am Freitag einem Eilantrag eines Mannes stattgegeben, der gegen das Verbot geklagt hatte. In den vergangenen Wochen war es an zentralen Plätzen in München und an der Isar immer wieder zu ausufernden nächtlichen Feiern gekommen.

Update, 13.04 Uhr - Keine neuen Fälle im Berchtesgadener Land

Keine neuen Corona-Fälle im Berchtesgadener Land - dies gab das zuständige Gesundheitsamt soeben bekannt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit auf 392 (Stand: 2. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 10,4. 359 der bislang insgesamt 392 mit Corona infizierten Personen gelten als bereits wieder genesen. Aktuell werden acht SARS-CoV-2-Infizierte medizinisch behandelt.

Update, 11.40 Uhr - BFV macht Druck wegen Re-Start von Amateurfussball

Bei seiner nächsten Sitzung am 14. September wird sich das bayerische Kabinett endlich auch mit der Frage nach einer Wiederaufnahme des Ligabetriebs im Amateurfußball befassen. Dies kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an: „Als Sportminister ist mir die schrittweise Rückkehr zu einem geregelten Sportbetrieb sehr wichtig.“ Das Kabinett will auch darüber reden, wann der Ligabetrieb in anderen Kontaktsportarten in Bayern wieder starten kann sowie wann und unter welchen Voraussetzungen Zuschauer wieder zugelassen werden können.

Vorausgegangen war die Ankündigung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), im äußersten Fall gegen die Staatsregierung zu klagen. Worin sich „ein Konzert- oder Gottesdienstbesucher von einem Sportplatz-Zuschauer unterscheidet, wissen wir nicht und deshalb sagen uns unsere Fachanwälte, dass eine Klage gegen die Ungleichbehandlung des Amateurfußballs durch die Bayerische Infektionsschutzverordnung gute Erfolgsaussichten hätte“, erklärte BFV-Präsident Rainer Koch. Vorher will der Verband jedoch die Meinung seiner rund 4500 Mitgliedsvereine einholen. beinschuss.de hatte bereits darüber berichtet.

Update, 10.58 Uhr - Zwei neue Fälle im Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat jetzt zwei neue Corona-Fälle gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 47-Jährigen aus Kastl und einen neunjährigen Jungen aus Töging. Beide Personen sind Reiserückkehrer, einmal aus Bosnien-Herzegowina/Kroatien und einmal aus Spanien. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Altötting stieg damit auf 713.

Update, 9.50 Uhr - Münchner (45) hat Erfolg: Gericht kippt generelles Grill-Verbot

Das im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen verbotene Grillen auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen ist in Bayern wieder erlaubt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof setzte die entsprechende Regelung am Dienstag in einem Normenkontroll-Eilverfahren vorläufig außer Vollzug - wegen Unverhältnismäßigkeit. 

Die Staatsregierung hatte das Grillen in der Öffentlichkeit zum Schutz vor Ansteckungen unabhängig von den anwesenden Personen ab dem 19. Juni generell untersagt. Geklagt hatte ein 45-jähriger Mann aus München. Der Grill-Fan empfand die generell verhängte Maßnahme laut Medienberichten als überzogen. Kritik kam indes vom bayerischen Gesundheitsministerium: „In Zeiten steigender Infektionszahlen ist die Entscheidung des Gerichts ein fragwürdiges Signal.“

Update, 8.55 Uhr - Corona-Fall in Testzentrum in Ebersberg

Das gesamte Personal des Corona-Testzentrums im Gebäude der Kreissparkasse Ebersberg muss für zwei Wochen in Quarantäne. Der Grund: Ein Mitarbeiter wurde positiv auf Corona getestet. Der Betroffene habe allerdings keinen direkten Kontakt zu den Bürgern gehabt, die sich dort für einen Test aufgehalten hatten. Deswegen laufe der Betrieb weiter. Dies teilte das Landratsamt Ebersberg nun mit.

Da allerdings die Kollegen des Mitarbeiters als Kontaktpersonen der Kategorie 1 gelten, wurde nun die beschriebene Quarantänemaßnahme angeordnet. Bis Ersatzpersonal gefunden und eingearbeitet ist, sollen nun ehrenamtliche Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) vorübergehend den Betrieb im Testzentrum aufrechterhalten.

Update, 8.03 Uhr - Nächste Anti-Corona-Demo in Traunstein

Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Traunstein (Archivbild).

Am vergangenen Samstag war die Lage bei einer Demo von Corona-Leugnern in Berlin vollkommen eskaliert. Beinahe wäre dabei von Chaoten sogar der Reichstag gestürmt worden. Nur eine Woche später wollen Gegner der Corona-Maßnahmen nun auch in Traunstein wieder demonstrieren - und zwar bei der insgesamt fünften Kundgebung. Die Veranstaltung findet am Samstag, 5. September, ab 14 Uhr im Stadtpark statt. Die Veranstalter rechnen dabei mit rund 200 Teilnehmern. 

Einige der Traunsteiner Organisatoren waren letzte Woche übrigens in Berlin vor Ort, machten aber gegenüber pnp.de bereits deutlich, dass sie jegliche Form von Rechtsextremismus und Gewalt klar ablehnen würden. Man müsse sich von Rassisten und Umstürzlern klar distanzieren, forderte Mitorganisator Franz Lindlacher aus Staudach-Egerndach, der selbst nicht in Berlin vor Ort war. Gleichzeitig warb er jedoch für sein Anliegen: „Wir können ja deshalb nicht daheim bleiben...“

Update, 6.37 Uhr - Gesundheitsminister zieht sehr ehrliche Corona-Bilanz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht inzwischen bessere Voraussetzungen für gezielte Gegenmaßnahmen bei steigenden Corona-Infektionszahlen als noch im Frühjahr. Es gehe jeden Tag um die richtige Balance zwischen Gesundheitsschutz sowie Alltag und Freiheit, sagte der CDU-Politiker.

Zudem zog der Minister eine sehr ehrliche Bilanz zu den Entscheidungen, die die Politik im Frühjahr treffen musste. „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht nochmal passieren. Wir werden nicht noch mal Besuchsverbote brauchen in den Pflegeeinrichtungen“, wird er von der Bild-Zeitung zitiert.

Heißt: Hätte man das Wissen von heute schon im Frühjahr gehabt, hätte es wohl keinen Lockdown gegeben. Anfang September, wisse man nun einfach, „wie wir gut etwa im Einzelhandel im Regelbetrieb damit umgehen können, vor allem wenn wir Masken tragen und Abstand halten, ohne dass es zu Einschränkungen kommt", so Spahn.

1256 neue Corona-Fälle in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1256 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen auf seiner Homepage bekannt (Stand: 2. September, 0 Uhr). Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 244.855 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9313. Seit dem Vortag wurden elf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 219.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstagabend bei 0,84 (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,89 (Vortag: 0,88). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mda/mw/dpa

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