News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder hält Maskenpflicht im Unterricht für möglich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (28. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3031, Traunstein 1376, Berchtesgadener Land 388, Mühldorf 569, Altötting 683
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9280 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update 19.50 Uhr - Söder hält Maskenpflicht im Unterricht für möglich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Maskenpflicht im Unterricht für denkbar. Den «Nürnberger Nachrichten» (Samstag) sagte er: «Wir wollen den Regelunterricht bei gleichzeitigem Schutz von Schülern und Lehrern. Wir reden da auch über Masken im Unterricht. Die Entscheidung soll im Konsens getroffen werden.» Die Maske sei ein einfaches und effektives Mittel, um drohende Schulschließungen zu verhindern. Für kommenden Montag sei eine Besprechung mit Schulvertretern geplant.

Bevor jedoch eine Entscheidung über die Maskenpflicht im Unterricht getroffen werde, würden die Erfahrungen anderer Bundesländer hierzu ausgewertet, sagte Söder. Zu berücksichtigen seien auch regionale Unterschiede in Bayern: «Wenn es etwa wie im Kreis Rhön-Grabfeld keine oder wenig neue Infektionen gibt, ist die Lage dort anders zu beurteilen als in München oder Rosenheim, wo die Zahlen im Moment höher sind.»

In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler ab Klasse 5 Masken im Unterricht tragen, diese Regelung läuft jedoch an diesem Montag wegen gesunkener Infektionszahlen aus.

Update, 18.27 Uhr - Vier neue Corona-Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von gestern, dem 27. August vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 28. August, 12 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 577 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 526 wieder genesen.

Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 13,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 24 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Update, 17.23 Uhr - Bundeswehr unterstützt Autobahn-Teststationen Hochfelln-Nord bei Bergen

Am bevorstehenden Wochenende, Samstag, 29. August sowie Sonntag, 30. August 2020, werden die Corona-Teststationen Hochfelln-Nord an der Autobahn A8 bei Bergen und Donautal-Ost an der A3 bei Passau durch die Bundeswehr unterstützt. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Huml erläuterte: „Am kommenden Wochenende erwarten wir erneut eine verstärkte Inanspruchnahme des Testangebots für Reiserückkehrer an den beiden Teststationen. Deshalb haben wir vorgesorgt.“

Die eingesetzten Bundeswehr-Angehörigen werden vor Ort bei einer zunehmenden Testnachfrage jeweils eine zusätzliche Teststraße öffnen und Proben entnehmen. Die Auswertung und Befundmitteilung erfolgt weiter durch den Dienstleister Eurofins, der seinen Testbetrieb regulär weiterbetreibt und seinerseits personelle Verstärkungsmaßnahmen umgesetzt hat.

Insbesondere die Teststationen Hochfelln-Nord an der A8 bei Bergen sowie Donautal-Ost an der A3 bei Passau werden laut der aktuellen Prognose des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und des StMGP erneut den Schwerpunkt bei der Testung von Reiserückkehrern bilden. Während am Wochenende 22./23. August 2020 der Andrang an den oben genannten Teststationen vor allem durch die Reiserückkehrer aus den kurz zuvor erklärten Risikogebieten in Kroatien geprägt wurde, spielt nun das insgesamt nahende Ende der Ferienzeit bei der Planung eine wesentliche Rolle.

Update, 16.40 Uhr - Eröffnung eines Corona-Testzentrums am Volksfestplatz Mühldorf

Aufgrund der wieder steigenden Corona-Fallzahlen hat die Bayerische Staatsregierung beschlossen, in Bayern flächendeckend Corona-Testzentren zu installieren. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt sollen demnach Testzentren eingerichtet werden. Der Landkreis Mühldorf a. Inn nimmt am Dienstag, den 1. September. ein solches Corona-Testzentrum am Volksfestplatz in Mühldorf in Betrieb.

Das Corona-Testzentrum ist Mo.-Fr. von 16 - 19 Uhr geöffnet. Bürgerinnen und Bürger können sich hier, nach vorheriger Terminvereinbarung unter der Telefonnummer: 08631/36 55 11, testen lassen. Die Telefonsprechzeiten sind von Montag bis Freitag von 8.Uhr bis 15.30 Uhr. Die Terminierung und Registrierung übernimmt dabei das BRK.

Bürgerinnen und Bürger mit einem Termin werden gebeten, sich mit dem Auto auf dem Volksfestplatz einzufinden und sich vom Sicherheitsdienst in die vorgesehenen Fahrspuren einweisen zu lassen. Die Testung erfolgt im Auto, sodass hier nur die Fensterscheiben heruntergelassen werden müssen und somit ein Aussteigen nicht notwendig ist.

Getestet wird nach der Bayerischen Teststrategie kostenlos jeder Bewohner Bayerns, der sich testen lassen möchte. Sowohl symptomlose als auch symptomatische Personen können sich hier testen lassen. Ein wichtiger Hinweis hierzu:

Es handelt sich bei dem Corona-Testzentrum um ein reines Testzentrum, demnach finden hier keine Behandlungen sondern lediglich Corona-Tests statt. Nach Erfassung der Personendaten und Durchführung des Abstrichs erfährt der Getestete nach Auswertung seines Tests schnellstmöglich von seinem Ergebnis. Bei einem positiven Testergebnis setzt sich das Gesundheitsamt unverzüglich mit dem Betroffenen in Verbindung und informiert ihn.

Kontaktpersonen von COVID-19-Fällen werden weiterhin durch das Gesundheitsamt kontaktiert, betreut und getestet.

Das Gesundheitsamt bittet insbesondere Reiserückkehrer sich freiwillig testen zu lassen sowie die Kontakte zu reduzieren bis das Testergebnis vorliegt.

Bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten gilt nach wie vor eine Testpflicht und die Einreisequarantäneverordnung (EQV). Außerdem müssen sich Einreisende aus einem Risikogebiet beim Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn melden. Hierfür gibt es einen vom Landratsamt bereitgestellten Meldebogen, der die Erfassung der Daten erleichtern und sicherer machen soll. Abrufbar ist er unter folgender Adresse: https://www.lra-mue.de/buergerservice/formulare-egovernment/gesundheitsamt/meldebogen-f-r-einreisende-aus-dem-ausland.html

Pressemeldung LRA Mühldorf

Update, 15.45 Uhr - Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 48 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 18,07.

Seit der letzten Pressemitteilung am 27. August sind beim Staatlichen Gesundheitsamt drei Neuinfektionen eingegangen.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in einem Fall um einen Reiserückkehrer, jedoch nicht aus einem Risikogebiet. Eine Neuninfektion ist auf eine Familienfeier zurückzuführen.

Es liegen somit insgesamt 1376 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten mindestens 1240 Personen (zwei mehr als gestern).

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update, 15.11 Uhr - Alkoholverbot in München greift ab sofort

Es ist soweit: Die Indizenzzahl in München hat mit 35,27 den Frühwarnwert von 35 überschritten. Der Verkauf von Alkohol ist ab 21 Uhr bis 6 Uhr morgens verboten. Zudem darf Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr konsumiert werden.

Wer sich nicht daran hält und trotzdem trinkt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 150 Euro rechnen.

Ausnahmen gelten jeweils für den Ausschank in der Gastronomie und bei genehmigten Veranstaltungen. Auch in anderen bayerischen Städten gibt es bereits Alkoholverbote im öffentlichen Raum. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass entsprechender Regelungen zu prüfen. In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen.

Update, 14.30 Uhr - Kommunales Testzentrum im Landkreis Berchtesgadener Land in Bayerisch Gmain

Das Landratsamt Berchtesgadener Land meldet Vollzug, da die Bayerische Staatsregierung beschloss, das Testangebot für eine Untersuchung auf SARS-CoV-2 nochmals erheblich auszubauen. Die vom Corona-Krisenfall erprobten Verantwortlichen des Landratsamtes Berchtesgadener Land stellten nun in kürzester Zeit ein kommunales Testzentrum auf die Beine, das gemeinsam mit dem Kreisverband des Roten Kreuzes sowie dem Analysenlabor Eurofins starten wird.

Bereits in der kommenden Woche werden nun die letzten Technikeinrichtungen installiert sowie speziell Reihentestungen von Lehrkräften und Schulpersonal, die in den Schulen im Landkreis Berchtesgadener Land tätig sind, durchgeführt, damit diese sich im Hinblick auf den Schulbeginn noch vor Ferienende testen lassen können. Ab Montag, 7. September, können sich dann alle Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger kostenlos testen lassen.

Der Weg zur Installierung eines kommunalen Testzentrums für die Landkreisbevölkerung wurde dabei schnellstmöglich absolviert. In den zurückliegenden Tagen konnten im gesamten Landkreis mögliche Flächen und Räumlichkeiten untersucht werden, ehe in Bayerisch Gmain ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stand. Auf dem Gelände des ehemaligen Unternehmens Baustoffe Birkel wurde nun eine Teststraße für Landkreisbürger mit Pkw eingerichtet: Aus Hygienegründen ist eine Anfahrt mit dem Auto angesagt, Fußgänger und Radfahrer können nach wie vor ihren Hausarzt aufsuchen. Grundsätzliche Voraussetzungen für die Abstriche sind der Nachweis des Wohnorts oder der Arbeitsstelle im Landkreis Berchtesgadener Land sowie eine Symptom-Freiheit: Personen mit bereits vorhandenen Corona-Symptomen sind angehalten, unbedingt ihren Hausarzt aufzusuchen.

Rotes Kreuz nimmt Abstriche

Mit dem Kreisverband des Roten Kreuzes stehen kompetente Einsatzkräfte für einen reibungslosen Ablauf vor Ort zur Verfügung. Daneben ermöglichen die Labore und die Logistik der Firma Eurofins eine rasche Abwicklung. Die Öffnungszeiten der Teststraße, werktags von Montag mit Freitag, von 12:00 bis 16:00 Uhr, bieten zudem ab 7. September eine individuelle Inanspruchnahme der Testungen ohne vorherige Terminvereinbarung.

Alle Infos finde Ihr hier.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 13.50 Uhr - Berliner Gericht kippt Demo-Verbot gegen Corona-Politik

Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot der Polizei für eine geplante Demonstration gegen die Corona-Politik aufgehoben. Die Demonstration am Samstag könne unter Auflagen stattfinden, sagte ein Gerichtssprecher. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Update, 13.19 Uhr - 80 neue Corona-Fälle in Rosenheim registriert

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 20.08.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 80 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 3031 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2419, Stadt: 612).

Mittlerweile wurde bei mindestens 2699 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Zwei COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. 

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle an COVID-19 bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Rosenheim auftreten, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. bis zum 27. August wurden für die Stadt Rosenheim 71 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 58 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 26 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tages-Inzidenz, d.h. der Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner, für die Stadt Rosenheim auf 52,1 angestiegen ist, für den Landkreis Rosenheim liegt die Zahl bei 18,01.

Update, 12.16 Uhr - Loretowiese Rosenheim: Corona-Testzentrum wird errichtet 

Ab heute das Corona-Testzentrum auf der Rosenheimer Loretowiese wieder aktiviert, das teilte das Rosenheimer Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Mit dem Testzentrum soll die intensive Testungsstrategie des Freistaats Bayern, die sich besonders an Reise- und Urlaubsrückkehrer richtet, in der Region Rosenheim umgesetzt werden. 

„Nicht getestet werden symptomatische Personen, also Menschen mit Schnupfen, Husten, Hals- und Rachenschmerzen“, betont der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Hierl. Dieser Personenkreis soll sich umgehend an den jeweiligen Hausarzt wenden. Wer erfährt, dass er Kontakt mit positiv getesteten bzw. infizierten Personen hatte, soll sich direkt mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 08031/392-6070 in Verbindung setzen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten steht die E-Mail-Adresse ga.reiserueckkehrer@lra-rosenheim.de zur Verfügung.

Die Teststation entsteht im Bereich zwischen Kaiserstraße und Glückshafen. „Die Station wird so stabil und wetterfest aufgebaut, dass sie mindestens bis Jahresende betrieben werden kann. Sie sieht mehrere Fahrspuren für Testpersonen vor, die mit dem Pkw ankommen. Für Fußgänger wird eine eigene Spur bereitgestellt“, so der städtische Leiter der Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Rosenheim, Hans Meyrl. Die Teststation soll im Laufe der nächsten Woche ihren Betrieb aufnehmen

Update, 11.42 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich um eine direkte Kontaktperson eines Reiserückkehrers aus einem Risikogebiet, der sich jedoch bereits in Quarantäne befand. Bei einem Corona-Fall stellte sich nun im Nachhinein heraus, dass dieser seinen Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land hat. Dieser Fall fällt daher aus der bisherigen Statistik heraus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 388 (Meldestand: 28.08.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land fällt auf 7,6.
 

Von den insgesamt 388 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 349 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (1 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Aktuell befinden sich 14 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (1 weniger im Vergleich zu gestern).
 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 21 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (1 weniger im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1073 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (4 weniger im Vergleich zu gestern).

Update, 10.29 Uhr - Ordnungsamt leitet nach Party mit Corona-Infiziertem Verfahren ein

Nach der Party mit einem Corona-Infiziertem in einem Nürnberger Nachtclub hat das Ordnungsamt ein Verfahren gegen den Betreiber eingeleitet. Nach Angaben der Stadt Nürnberg vom Donnerstag wird ihm vorgeworfen, dass er seinen Club möglicherweise „unter dem Deckmantel einer geschlossenen Gesellschaft“ für weitere Gäste öffnete.

„Im vorliegenden Fall geht das Ordnungsamt davon aus, dass es sich nicht nur um eine private Feier gehandelt hat“, sagte ein Sprecher der Stadt. Damit verstieß der Betreiber gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Ihm droht nun ein Bußgeld in Höhe von 5000 Euro. Bereits zuvor hatten stichprobenartige Anrufe bei Teilnehmern ergeben, dass nicht alle Gäste in dem Nachtclub zu einer privaten Geburtstagsfeier gehörten.

Bislang habe sich unter den ermittelten Gästen niemand mit dem Coronavirus infiziert. „Alle Tests in Nürnberg und im Landkreis waren negativ“, sagte der Sprecher der Stadt. Nach Angaben des Landratsamts Fürth gilt das Gleiche die Stadt und den Landkreis Fürth. Jedoch konnten noch nicht alle Personen ermittelt werden. Die Feier vom 15. auf den 16. August hatte ein Gast besucht, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war und der eigentlich unter Quarantäne stand.

Update, 9.24 Uhr - Söder: Corona-Infektionszahlen sind mit Blick auf Winter zu hoch

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder derzeit mit Blick auf den anstehenden Herbst und Winter zu hoch. „Das Problem ist, es ist zu früh zu hoch“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach einer Videokonferenz von Bund und Ländern in Berlin. Es müsse daher jetzt das Ziel aller sein, „die Zahlen wieder runter zu kriegen und einen zweiten Lockdown zu verhindern“. Derzeit sei nicht kalkulierbar, wie sich die Corona-Infektionen in den kommenden Monaten entwickeln würden, wenn wieder wegen der Witterung weniger Veranstaltungen im Außenbereich stattfinden müssten.

Söder betonte, dass der zuvor von Bund und Ländern vereinbarte gemeinsame Pfad helfen werde, die Infektionen zu reduzieren. Er lobte explizit die Einführung des Mindest-Bußgeldes von 50 Euro für Maskenverweigerer, wenngleich Bayern bei seinen höheren Sätzen von 250 Euro und 500 Euro im Wiederholungsfall bleiben werde. Zugleich sei es richtig, dass keine weiteren Lockerungen im Raum stünden.

Dies gelte auch für Sportveranstaltungen, bei denen vorerst keine Zuschauer erlaubt blieben. „Deswegen ist es auch beim Fußball nicht sinnvoll, jetzt im September mit Zuschauern zu starten“, sagte Söder. Dies sei auch das falsche Signal in der derzeitigen Lage. Zunächst müsse es darum gehen, Schulen, Kitas und die Wirtschaft am Laufen zu halten. Mit Blick auf die beschlossene Quarantäneregel betonte Söder, dass er skeptisch bleibe, was die Umsetzung angehe. Konkret nannte er die Durchführung von Kontrollen mit der derzeitigen Personalstärke in den Kommunen und die Digitalisierung bei den Aussteigerkarten in den Flugzeugen bis Anfang Oktober.

Update, 8.11 Uhr - Stadt München nennt Details zum drohendem Alkoholverbot

Für die feiernden Münchner wird's langsam eng: 33,84 hat die Stadt am Donnerstag als neue Corona-Inzidenzzahl gemeldet. Was soviel heißt, dass so viele Münchner auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen neu positiv auf Corona getestet worden sind. Das ist jetzt sehr nah an der kritischen Zahl von 35, die in Kürze erreicht werden könnte. Dann tritt das nächtliche Alkohol-To-Go-Verkaufs-Verbot für die ganze Stadt in Kraft – ebenso wie das nächtliche Alkoholkonsumverbot auf allen öffentlichen Plätzen.

Nun hat die Stadt weitere Details zum möglichen Alkoholverbot mitgeteilt: Sollte das teilweise Alkoholverbot in Kraft treten, würde es zunächst sieben Tage gelten. Das geht aus der nun veröffentlichen Allgemeinverfügung hervor. Konkret wäre es in dieser Zeit im ganzen Stadtgebiet im öffentlichen Raum untersagt, zwischen 21 und 6 Uhr Alkohol zu verkaufen. Einzige Ausnahmen sind die Freischankflächen der Gastronomie und genehmigte Veranstaltungen.

Gegen das Alkoholverbot zu verstoßen, empfiehlt sich nicht: Das Bußgeld für unerlaubten Alkoholkonsum im öffentlichen Raum nach 23 Uhr beträgt mindestens 150 Euro. Wer als Verkäufer gegen das Verkaufsverbot nach 21 Uhr verstößt, wird mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro belangt. Abhängig von Situation, Verhalten und im Wiederholungsfall kann das Bußgeld jeweils höher ausfallen: Die Maximalstrafe liegt bei 25.000 Euro, heißt es konkret in der Verfügung.

Update, 6.58 Uhr - Bayern mussten wegen Corona-Partys bis zu 17 Tage hinter Gitter

Wegen Verstößen gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern während des Lockdowns im Frühjahr hat die Polizei landesweit in 191 Fällen Personen in Präventivhaft genommen. Obwohl die meisten Betroffenen nach weniger als 24 Stunden wieder auf freiem Fuß waren, dauerten die Festnahmen in diversen andern Fällen deutlich länger - bis zu 17 Tage. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor.

Demnach musste in Augsburg ein Betroffener wegen 15 Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und der Missachtung von Platzverweisen für 17 Tage hinter Gitter - „er war völlig uneinsichtig“, heißt es in der Antwort des Ministeriums zu dem Fall. In Bamberg hatte ein Unbelehrbarer ebenfalls wiederholt „Corona-Partys“ gefeiert und gegen das Distanzgebot zum Infektionsschutz verstoßen. Auch bei ihm sei „absolut kein Unrechtsbewusstsein“ vorhanden gewesen, heißt es.

Der Statistik, die bis zum Stichtag 28. April reicht, zufolge wurden in weiteren Fällen Personen - darunter auch Jugendliche - zwischen eineinhalb und zwölf Tagen festgehalten. Den Angaben des Ministeriums zufolge wurde im Zuge der Pandemie zwischen dem Erlassen der Ausgangsbeschränkungen am 21. März bis zum besagten Stichtag landesweit 42.245 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt.

RKI: Rund 17.000 aktive Corona-Fälle in Deutschland     

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 17.000 aktive Corona-Fälle. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen 1571 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1507. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 239.507 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 28.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9288. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 213 200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,83 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen vom Mittwoch lag dieser Wert bei 0,94 (Vortag: 0,93). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Polizei Rosenheim verwendet Corona-Listen aus Gaststätten für Emittlungen

Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Polizei nutzt die sogenannten „Corona-Gästelisten" auch für Delikte, die eher der Kleinkriminalität zugeordnet werden können. Auch in Rosenheim.

mh/dpa

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