News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Testzentren öffnen ab 1. September in der Region - BRK sucht Helfer für Bayerisch Gmain

Testungen an der Corona-Teststation auf der Loretowiese Rosenheim
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Testungen an der Corona-Teststation auf der Loretowiese Rosenheim

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (31. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3031, Traunstein 1383, Berchtesgadener Land 391, Mühldorf 584, Altötting 683
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9298 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • In Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain öffnen ab 1. September neue Testzentren

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.43 Uhr - BRK sucht weitere Helfer für das neue Corona-Testzentrum in Bayerisch Gmain

Für das Corona-Testzentrum in Bayerisch Gmain sucht das Rote Kreuz ab sofort noch weitere Helfer, die Abstriche nehmen und bei der Organisation vor Ort helfen wollen. Die Betriebszeit des Testzentrums ist von Montag bis Freitag jeweils von 12 bis 16 Uhr, wobei täglich 5,5 Stunden (11.30 bis 17 Uhr) im Rahmen einer steuerfreien pauschalen Aufwandsentschädigung vergütet werden.

Die Helfer werden vorab umfassend von Fach-Personal eingewiesen. Sie unterstützen die Test-Personen bei der IT-basierten Registrierung, führen mit bereitgestellter Schutz-Ausrüstung Rachen- und Nasen-Abstriche durch, ordnen die Proben den erfassten Daten zu und bereiten die jeweilige Schicht entsprechend des Hygiene-Konzeptes vor und nach.

Mitmachen kann, wer Mitglied in einer der fünf BRK-Gemeinschaften ist (BRK-Bereitschaften, BRK-Wasserwacht, Bergwacht im BRK, Jugendrotkreuz (JRK) und Wohlfahrts- und Sozialarbeit), wobei der Eintritt auch mit Arbeitsbeginn erfolgen kann. Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich unverbindlich mit Namen, Telefonnummer und möglichen Arbeitszeiten über corona@kvbgl.brk.de melden.

Pressemitteilung BRK Berchtesgaden

Update, 20.07 Uhr - Über 3.000 Neuinfektionen in Frankreich

Im Nachbarland Frankreich wurden in den letzten 24 Stunden 3.082 Neuinfektionen gemeldet. In den zwei Tagen davor wurden jeweils 5.000 Neuinfektionen registriert. Auch beim französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain gibt es angeblich zwei Verdachtsfälle. Der Club teilte aber nicht mit, um wen es sich dabei handeln soll.

Update, 19.38 Uhr - Jetzt mehr als sechs Millionen positiv Getestete in den USA

In den Vereinigten Staaten sind jetzt mehr als sechs Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte. Damit ist fast jeder vierte Corona-Infizierte Amerikaner, weltweit sind etwa 25 Millionen Menschen infiziert oder bereits wieder genesen. Die Fünf-Millionen-Marke wurde erst vor drei Wochen in den USA überschritten.

Update, 18.47 Uhr - Bundespräsident dankt am Bundestag eingesetzen Polizisten

Das Besetzen der Treppe des Reichstags durch Gegner der staatlichen Corona-Politik am Samstag sorgt im politischen Berlin weiter für Empörung - verbunden mit der Forderung, Ähnliches künftig strikt zu unterbinden.

„Wir dulden keine antidemokratische Hetze und keine Herabwürdigung der Bundesrepublik Deutschland am Bundestag“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag nach einem Treffen mit sechs Polizeibeamten, die bei den Demonstrationen im Einsatz gewesen waren. Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik kündigte an: „Wir werden künftig noch deutlicher, noch enger die Absperrlinien zum Reichstag schützen.“

Auch die Bundesregierung kritisierte die Vorfälle scharf. Einige hätten das Demonstrationsrecht missbraucht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. „Das Ergebnis waren schändliche Bilder am Reichstag, die so nicht hinzunehmen sind: Antidemokraten, die sich auf den Stufen unseres demokratischen Parlaments breitzumachen versuchen.“

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erläuterte am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses: „Klar ist, dass der Deutsche Bundestag durch die Polizei Berlin geschützt wurde und zu keiner Zeit ungeschützt war.“ Die „Macht der Bilder“ wirke aber. Es bedürfe jetzt einer entsprechenden Abstimmung zwischen Berliner Polizei und Bundestagspolizei, „damit das in Zukunft ausgeschlossen bleibt“. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, forderte im „Spiegel“: „Der Schutz des Reichstagsgebäude muss besser werden.“

Laut Polizei hatten am Samstagabend etwa 300 bis 400 Demonstranten Absperrgitter am Reichstagsgebäude überrannt und sich lautstark vor dem verglasten Besuchereingang aufgebaut. Dabei wurden vor dem Sitz des Bundestags auch schwarz-weiß-rote Reichsflaggen geschwenkt. Die Polizei drängte die Menschen schließlich auch mit Pfefferspray zurück. Zuvor hatten nach Polizeischätzungen knapp 40.000 Menschen aus ganz Deutschland allein auf der Straße des 17. Juni weitgehend friedlich gegen die Corona-Politik demonstriert. Insgesamt seien noch deutlich mehr Demonstranten in der Innenstadt unterwegs gewesen. „Reichsbürger“ und Rechtsextremisten warfen auch Steine und Flaschen auf Polizisten.

Die Polizei ermittelt wegen der Vorfälle am Reichstagsgebäude wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch. Auch gegen die Frau, die auf der Bühne einer „Reichsbürger“-Demonstration direkt vor dem Reichstag zum Sturm auf das Gebäude aufgerufen habe, laufen demnach Ermittlungen. Die Identität der Frau sei der Polizei bekannt, hieß es.

Update, 17.35 Uhr - Start der Corona-Teststation an der Loretowiese Rosenheim

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer begrüßen die Inbetriebnahme dieser zusätzlichen Teststation in Rosenheim ausdrücklich: „Testungen sind das beste Mittel, um Infizierte zu identifizieren – gerade dann, wenn sich die Betroffenen beschwerdefrei fühlen. Wir danken allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die über das Wochenende unter schlechten Witterungsbedingungen mit Hochdruck daran gearbeitet haben, die Teststation zu errichten.“

Der kostenlose Corona-Test ist im Rahmen der bayerischen Teststrategie für Bürgerinnen und Bürger ohne einen bestimmten Anlass möglich sowie für das Personal von Schulen und Kitas, gleiches gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten.

Update, 17.07 Uhr - Immer mehr Menschen nutzen Warnapp „Nina“

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Nutzerzahlen der Warnapp „Nina“ stark angestiegen. Derzeit nutzen rund 7,6 Millionen Menschen die App, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Montag mit. Im März waren es noch rund 6,1 Millionen. Über die App warnt das Amt vor Gefahren. Das können zum Beispiel Brände, das Auftreten von radioaktiver Strahlung, aber auch Stromausfälle oder Naturgefahren wie Erdbeben oder Überschwemmungen sein. Auch die neuesten Entwicklungen zur Corona-Pandemie werden über Nina bekanntgegeben.

Die App wird auch Teil des Warntages am 10. September sein. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung soll an diesem Tag bundesweit die Warntechnik getestet werden. Dazu sollen um 11 Uhr die Sirenen heulen und neben der App auch Rundfunksender die Probewarnung übermitteln. „Am Warntag gehen wir bewusst an die Belastungsgrenzen der Warnungssysteme“, sagte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes. Dadurch will das Amt auch die Warnanlässe bekannter machen.

Künftig soll der Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Update, 16:35 Uhr - Nach dem Infektionsgeschehen bei Tönnies: 90% der Infizierten steckten sich wohl bei der Arbeit an

Nach dem Skandal um den Fleischverarbeiter-Konzern Tönnies wurde nun eine Zahl zu den Infektionen bekannt. Genauer gesagt zu den Orten, an denen sich die Mitarbeiter ansteckten. Wie BR24 berichtet, fingen sich die Arbeiter bei Tönnies die Corona-Infektion zum erschreckenden Großteil nicht im heimischen Umfeld ein.

Die Antwort auf eine Anfrage der AfD im Landtag zeigte, dass 90% der infizierten Arbeiter am Arbeitsplatz mit dem Virus in Kontakt kamen. Weiter heißt es, dass die verbleibenden 10% sich entweder im privaten Haushalt ansteckten oder unter der Kategorie „sonstige“ Kontakte zu verbuchen seien.

Die Stellungnahme der Landesregierung zeigt auf, dass 1970 der 2117 Infizierten in Quarantäne geschickt wurden. Weshalb die restlichen Arbeiter nicht isoliert wurden oder was wie mit ihnen verfahren wurde geht nicht aus der Stellungnahme hervor.

Update, 16.03 Uhr - Sieben Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Seit der letzten Pressemitteilung am 28. August sind beim Staatlichen Gesundheitsamt sieben Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in einem Fall um einen Reiserückkehrer, jedoch nicht aus einem Risikogebiet. Vier Neuinfektionen sind auf ein bereits bekanntes Ausbruchsgeschehen im Rahmen einer Familienfeier zurückzuführen.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen demnach derzeit 55 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 14,68.

Es liegen somit insgesamt 1383 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1240 Personen (keine Veränderung zum 28.August). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update, 15.09 Uhr - Sieben neue Corona-Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von Freitag, dem 28. August 7 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 31. August 2020, 12 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, so das Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 15,5. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 16 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 14.13 Uhr - Reiserückkehrer: Drei neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag drei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Bei allen drei Personen handelt es sich um Reiserückkehrer. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 391 (Meldestand: 31.08.2020, 10Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 10,4.

Von den insgesamt 391 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 356 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (7 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Aktuell befinden sich 10 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (4 weniger im Vergleich zu Freitag).
 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 21 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (gleichbleibend im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1079 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (6 mehr im Vergleich zu Freitag).

Die Pressekonferenz im Livestream:

Update, 13.23 Uhr - Piazolo verteidigt Einführung der Maskenpflicht: „Saurer Apfel“

Die zeitlich begrenzte Maskenpflicht ist laut Kultusminister Michael Piazolo zwar ein „saurer Apfel“, aber eine Maßnahme, „die für den Schulstart durchaus wertvoll ist“. Denn sie gebe in den ersten neun Tagen eine gewisse Sicherheit. „Wir wollen in der Schule kein Risiko eingehen.“ Schulen seien systemrelevant und man sei deshalb in der Verpflichtung den Eltern gegenüber.

Es gibt zusätzliche Schulbusse, gestaffelte Pausenzeiten, außerdem sollen Klassenzimmer regelmäßig gelüftet werden. Für Lehrkräfte wurden Reihentestungen auf den Weg gebracht. „Wir haben auch genauere Standards für den Distanzunterricht ausgearbeitet“, sollte dies stellenweise nötig werden, so Piazolo.

Update, 13.08 Uhr - Söder: „Vollunterricht steht vor Distanzunterricht“

Nach dem Ende der Sommerferien gilt an Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage (also zwei Wochen) eine Maskenpflicht für alle Schüler ab der 5. Klasse im Unterricht. Ausgenommen bleiben Grundschüler und Lehrer, teilte Ministerpräsident Markus Söder nach Beratungen mit Eltern-, Lehrern- und Schülervertretern in der Staatskanzlei in München mit. Auf dem Schulhof, in Gängen und auf Toiletten gelte die Maskenpflicht in Schulen ja bereits. Danach werde das Infektionsgeschehen über regionale Maskenpflicht entscheiden: Sie werde in Landkreisen ab 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner greifen.

„Wir hatten gehofft, dass die Zahlen nach der Urlaubszeit niedriger sind“, erklärt Ministerpräsident Söder in seinem Eröffnung-Statement der Pressekonferenz. Den Grund sieht Söder in zunehmendem Leichtsinn. Das Thema Schulstart sei nun eines mit enormer Bedeutung, sagt Söder. Es habe heute intensive Diskussionen, aber auch viel Einigkeit gegeben.

„Wir haben die klare Priorität für den Regelunterricht, wollen den Bildungsauftrag erfüllen“, erklärt der Ministerpräsident. Zum Auftakt der Pressekonferenz bekräftigt Ministerpräsident Söder, dass der Regelunterricht klar Priorität habe: „Vollunterricht steht vor Distanzunterricht. Die Maske ist besser als Schulausfall. Sie ist eindeutig das kleinere Übel als Unterrichtsausfall.“

Update, 12.50 Uhr - Söder-PK um 13 Uhr: Kommt die Maskenpflicht in Schulen?

Eine Woche vor dem Ende der Sommerferien in Bayern hat in der Staatskanzlei die Diskussion über die notwendigen Hygienemaßnahmen für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten begonnen. Im Mittelpunkt des Bildungsgipfels steht dabei die Frage, ob es in Bayern auch im Unterricht eine Maskenpflicht braucht. An dem Gespräch auf Einladung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nehmen neben Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auch Vertreter von Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern sowie Bildungsverbänden teil.

Um 13 Uhr treten dann Ministerpräsident Markus Söder, Kultusminister Michael Piazolo und Vertreter der Schulfamilie vor die Presse.

rosenheim24.de ist um 13 Uhr wie gewohnt bei der PK live dabei.

Update, 12.10 Uhr - Spahn bei Auftritt von Gegnern bespuckt und beschimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist am Wochenende nach einem Termin in Bergisch Gladbach bespuckt und beschimpft worden. Auf einem Video ist zu sehen, wie der CDU-Politiker mit Menschen sprechen will, diese ihn aber auspfeifen und anpöbeln. Spahn sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Wir müssen das Gespräch und den Dialog mit denen suchen, die unzufrieden sind mit unserer Corona-Politik. Denn wir bleiben als Gesellschaft nur zusammen, wenn wir miteinander reden.“ Politik habe die Wahrheit nicht gepachtet, Diskussionen gehörten zur Demokratie. „Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht‘s halt leider nicht.“

Die zuständige Kreispolizei in Bergisch Gladbach machte am Montagmorgen zunächst keine Angaben zu dem Fall, kündigte aber eine Mitteilung an. Erst in der vergangenen Woche war Spahn bei einem Auftritt in Wuppertal gestört worden. Zwei Personen hatten am Montag laut Polizei sein Auto blockiert und seien wegen Nötigung angezeigt worden.

Update, 11 Uhr - Berlins Innensenator will Maskenpflicht bei Demos

Bei Demonstrationen in Berlin soll nach dem Willen des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD) künftig generell eine Maskenpflicht gelten. Das kündigte der SPD-Politiker am Montagvormittag vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an. Auf Twitter teilte Geisel mit, er werde in Absprache mit der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag dem Senat vorschlagen, die Infektionsschutzverordnung entsprechend anzupassen: “Mund-Nasen-Schutz tragen soll auf Versammlungen verpflichtend werden.” Die aktuelle Infektionsschutzverordnung schreibt das bisher nicht vor.

Am Samstag nahmen nach Schätzungen der Behörden an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin insgesamt rund 38.000 Menschen teil. Eigentlich wollten die Berliner Behörden die Versammlungen verbieten, sie unterlagen jedoch vor Gerichten. Als Grund für die Verbotsverfügung hatte die Polizei angeführt, durch die Ansammlung Zehntausender Menschen - oft ohne Maske und Abstand - entstehe ein zu hohes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Das habe bereits die Demonstration gegen die Corona-Politik am 1. August in Berlin gezeigt, bei der die meisten Demonstranten bewusst Hygieneregeln ignoriert hätten.

Update, 9.54 Uhr - Maskenpflicht im Unterricht? PK mit Söder und Piazolo um 13 Uhr

Einen Tag vor der entscheidenden Kabinettssitzung will Ministerpräsident Markus Söder am Montag (10 Uhr) mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden über das anstehende Ferienende beraten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie der Unterricht in Bayern in der Corona-Krise sichergestellt werden kann. An dem Gespräch nimmt auch Kultusminister Michael Piazolo (FW) teil. Dabei dürfte es auch um die Frage gehen, wo an den Schulen Masken getragen werden müssen und welche sonstigen Hygieneauflagen den Regelbetrieb mit Präsenzunterricht sichern sollen. Die Ferien in Bayern enden eine Woche später am 7. September. Final beschließen wird Bayern das Schulkonzept in einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag (01. September) in München.

Eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden außerhalb des Unterrichts und in den Schulbussen gilt als weitgehend sicher. Offen ist aber etwa auch noch, welche Vorschriften es für Lehrer geben wird. Bayern setzt zur Prävention der Infektion neben Masken insbesondere auf eine umfangreiche Teststrategie, diese soll durch frühzeitige Befunde ausdrücklich auch Mitarbeiter an Schulen, Schüler und ihre Familien vor einer unbemerkten Ansteckung mit dem Virus schützen.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz.

Update, 9.02 Uhr - 200 Personen feiern Instagram-Corona-Party in Passau

Zu einer nicht angemeldeten Party haben sich am Samstagabend, 29. August, rund 200 Personen in einer Tiefgarage in Passau getroffen. Wie die Polizei im Nachgang mitteilte, handelte es sich dabei um eine sogenannte „Instagram-Party“. Vor Ort seien rund 50 Fahrzeuge festgestellt worden, teilweise kamen die Teilnehmer aus der Tuning-Szene, hieß es weiter. Die „Partygäste“ wurden von den Beamten per Megafon über den Abbruch der „Veranstaltung“ informiert und erhielten entsprechende Platzverweise.

Zudem stellte die Polizei fest, dass es für die Party weder ein Hygienekonzept gab, noch dass sich die Teilnehmer an die geltenden Abstandsregelungen hielten. Auch eine Anmeldung für die Veranstaltung lag nicht vor. Einige Teilnehmer wollten sich mit dem Ende der Party anscheinend nicht abfinden und versammelten sich anschließend auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Elektronikmarkts. Die Polizei sperrte den Platz daraufhin ab und nahm alle Personalien auf. Es gab insgesamt 82 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Der „Veranstalter“ der verbotenen Instagram-Party muss übrigens noch ermittelt werden.

Update, 7.46 Uhr - Urlaub als Risiko: „Zeit, darauf zu reagieren...“

Am Wochenende hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wieder mit einer Video-Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Der Urlaub sei - wie befürchtet - zu einem Risiko geworden, sagte der CSU-Politiker: „Deswegen ist es jetzt Zeit, darauf zu reagieren. (...) Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müssen weiter vorsichtig und umsichtig agieren.“

Wichtig sei jetzt vor allem, die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten, einen zweiten Lockdown zu verhindern und auch den Schul- und Kita-Start im Freistaat bestmöglich zu gestalten. Als zusätzlichen Service bietet Bayern außerdem weiterhin kostenlose Corona-Tests für alle an, betonte der Ministerpräsident.

Update, 6.55 Uhr - RKI meldet „nur“ 610 neue Corona-Fälle

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen den letzten 24 Stunden seien 610 Fälle von den Gesundheitsämtern übermittelt worden, hieß es. Die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen sind oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Behörden übermitteln. Am Samstag hat die Zahl der Neuinfektionen noch bei 1479 Fällen gelegen. Bislang gab es in Deutschland insgesamt 242.381 Corona-Infektionen und 9298 Todesfälle (Stand: 31. August, 0 Uhr). Seit dem Vortag stieg die Zahl der Toten um drei. Etwa 216.200 Menschen gelten als bereits genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,04 (Stand: 30. August; Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Stand: 30. August; Vortag: 1,01). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

25 Millionen Infektionen mit Coronavirus weltweit

Die Zahl der weltweit registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 25 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore hervor. Mit knapp sechs Millionen verzeichneten die USA dabei die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher 3,5 Millionen Infektionen registriert wurden.

Auch bei der Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit gut 183.000 - in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgt auch hier Brasilien mit mehr als 120.000 Toten. Mexiko verzeichnet mit knapp 64.000 Todesfällen die dritthöchste Zahl. Insgesamt starben den Angaben zufolge seit Beginn der Pandemie bisher rund 845.000 Menschen weltweit nach einer Infektion mit dem Virus.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer aus. Die neuesten Fallzahlen für Deutschland lagen am frühen Montagmorgen seitens des Robert-Koch-Institutes (RKI) noch nicht vor.

mw/mh/mda/dpa

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