News-Ticker zur Corona-Pandemie

Dienstleister: Testergebnisse können fast einer Woche Verspätung haben - Landshut überschreitet Frühwarnwert

Corona-Teststation mit Personal
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Corona-Teststation (Symbolbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (3. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3031, Traunstein 1392, Berchtesgadener Land 393, Mühldorf 599, Altötting 725
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9302 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Neue Testzentren in Rosenheim, Mühldorf und Bayerisch Gmain ab 1. September
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.20 Uhr - Testergebnisse verzögern sich teils um über fünf Tage

Das Corona-Testzentrum des Landkreises ist am Volksfestplatz in Mühldorf am 1. September wie geplant in Betrieb gegangen. Hintergrund ist die erweiterte Teststrategie der Bayerischen Staatsregierung, die unter anderem durch den Aufbau von flächendeckenden Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern umgesetzt wird.

Der für die Auswertung der Proben beauftragte, bundesweit tätige Labordienstleister hat dem Landratsamt heute erstmals mitgeteilt, dass sich aufgrund des drastisch gestiegenen Auswertungsaufkommens die Auswertungsdauer auf zum Teil über fünf Tage verlängern kann. Durch Sonderschichten auch am Wochenende soll sichergestellt werden, dass sich die Auswertungszeit in den kommenden Tagen wieder verkürzt. Proben von Testungen symptomatischer Personen und von systemrelevantem Personal sollen aber weiterhin innerhalb von 48 Stunden vorliegen.

Aktuell hat auch das Robert-Koch-Institut darauf hingewiesen, dass sich mit steigenden Probenzahlen nicht nur in Bayern die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten in den Laboren erhöhen. Das Gesundheitsamt bittet trotz dieser zeitlichen Verzögerungen insbesondere Reiserückkehrer, sich freiwillig testen zu lassen sowie die Kontakte zu reduzieren bis das Testergebnis vorliegt.

Corona-Tests am Testzentrum auf dem Volksfestplatz Mühldorf sind nach telefonischer Anmeldung unter 08631/36 55 11 von Montag bis Freitag ab 16 Uhr möglich.

Pressemeldung LRA Mühldorf

Update, 17.25 Uhr - Landshut überschreitet Frühwarnwert

Die Stadt Landshut hat den Frühwarnwert für Corona-Neuinfektionen überschritten und damit zugleich die meisten neuen Fälle in Bayern. Laut LGL lag die Sieben-Tage-Inzidenz hier am Donnerstag bei 41,43.

In Bayern hat die Regierung den Wert 35 als Grenze ausgegeben. Wird diese überschritten, muss der jeweilige Landkreis oder die jeweilige Kreisfreie Stadt einen Plan entwickeln, wie die Verbreitung des Virus minimiert werden kann.

Zu den geplanten Schritten machte die Stadt Landshut noch keine Angaben. Neben Landshut in Niederbayern überschritten auch die Städte Memmingen und Ingolstadt am Donnerstag den Grenzwert.

Update, 17 Uhr Das sind die aktuellen Zahlen aus den Kreisen Mühldorf und Altötting

Seit der letzten Meldung der aktuellen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Mühldorf gibt es sieben neue Fälle von Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 22,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 28 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Im Raum Altötting haben sich acht Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 725.

Update, 16 Uhr - Drei Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 39 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,42. Seit der letzten Pressemitteilung am 2. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt drei Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in zwei Fällen um Reiserückkehrer, jedoch aus keinem Risikogebiet.

Es liegen somit insgesamt 1392 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1265 Personen (zwei mehr als am Vortag). Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Update, 15.24 Uhr - Ein neuer Corona-Fall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 393 (Meldestand: 03.09.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 8,5 (-1,9 im Vergleich zum Vortag).

Aktuell befinden sich acht SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (gleichbleibend im Vergleich zu gestern), 20 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne (zwei mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1087 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (fünf mehr im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 15.07 Uhr - Düsseldorfer Schulklasse brachte Corona in Aschauer Aktiv-Hotel

Wegen einer positiv getesteten Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen ordnete das Rosenheimer Gesundheitsamt die sofortige Schließung des Aktiv-Hotels in Aschau im Chiemgau an, nachdem auch eine Mitarbeiterin der Anlage einen positiven Corona-Test nachgewiesen hatte. Nun scheint klar, woher die Ansteckungsquelle gekommen ist: Eine Schulklasse aus Düsseldorf war vier Tage lang im Rahmen einer Klassenfahrt im Chiemgau zu Gast und genau hier schlug der Virus allem Anschein nach zu. Bei der Rückkehr wurden 20 der insgesamt 55 Schüler positiv auf Corona getestet, zeigten im Laufe der Zeit auch Symptome.

Das Düsseldorfer Gesundheitsamt ordnete sofortige Quarantäne für die Urlaubsrückkehrer und deren Kontaktpersonen an.
Das Aktiv-Hotel in Aschau im Chiemgau darf indes am 5. September wieder öffnen. Das restliche Team des Hotels konnte negative Testergebnisse vorweisen. Die eine Mitarbeiterin, die zu Beginn positiv getestet wurde, befindet sich derweil noch in Quarantäne.

Update, 14.20 Uhr - 18 Kinder und sechs Mitarbeiter aus Kita in Kraiburg am Inn unter Quarantäne 

In der Katholischen Kindertagesstätte St. Severin ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Wir haben das Angebot einer kostenlosen Reihentestung der Staatsregierung wahrgenommen. Im Laufe der Testung von 19 Mitarbeitern der Kindertagesstätte am 31. August wurde eine Person positiv getestet“, so Wolfang Gschlössl, Verwaltungsleiter des katholischen Kindergartenverbunds Aschau-Kraiburg-Waldkraiburg gegenüber rosenheim24.de.

Das Ergebnis sei dann am Mittwoch (2. September) vorgelegen. Geschlössl betonte, dass man froh darüber sei, schon vor längerer Zeit auf ein Konzept mit getrennten Betreuungsgruppen umgestiegen zu sein. 18 Kinder und sechs Mitarbeiter, insgesamt zwei Gruppen, seien unter Quarantäne gestellt worden. „Der Betrieb der Kindertagesstätte läuft derweil eingeschränkt weiter“, so Gschlössel. Die betroffene Mitarbeiterin habe keine Symptome.

Update, 13.32 Uhr - Kultusministerium legt Regeln zum Schulbesuch erkälteter Schüler fest

Leichter Schnupfen ja, schwerer Husten nein: Das bayerische Kultusministerium hat Regeln zum Schulbesuch erkälteter Schüler veröffentlicht. Demnach dürfen die Kinder und Jugendlichen bei leichten Symptomen wie Schnupfen und gelegentlichem Husten erst dann in die Schule, wenn sie binnen 24 Stunden kein Fieber entwickelt haben. So lange müssen sie zu Hause bleiben beziehungsweise werden nach Hause geschickt.

Eine Ausnahme gibt es für Grundschüler, wie aus dem überarbeiteten Rahmen-Hygieneplan des Ministeriums hervorgeht. Kranke Kinder mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben.

Update, 12.27 Uhr - Corona-Testzentrum in Traunstein nimmt Betrieb auf

Das Corona-Testzentrum für den Landkreis Traunstein in der Halle Mühlwiesen 3 in Traunstein hat seinen Betrieb aufgenommen. Mit dem neuen Testzentrum soll das bereits bestehende Testangebot (Hausarzt, Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Teststation an der A8 - Raststätte Hochfelln-Nord) für die Bürger und Arbeitnehmer im Landkreis erweitert werden. „Insbesondere geht es darum, Infektionen, die sonst unerkannt blieben, zu entdecken um steigende Infektionszahlen möglichst zu verhindern", hieß es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Traunstein dazu.

Priorität hat zunächst ein reibungsloser Schul- und Kindertagesstättenbetrieb nach den Ferien. Deshalb werden im Testzentrum von 2. bis 4. September zunächst ausschließlich Lehrkräfte, Schulpersonal sowie das Personal in Kindertageseinrichtungen mit Kontakt zu den betreuten Kindern getestet. Ab Montag, 7. September, können sich dann alle Landkreis-Bürger und Arbeitnehmer im Landkreis kostenlos testen lassen.

Update, 12.02 Uhr - Stadt Rosenheim präzisiert Umgang mit zweitem Corona-Test für Reiserückkehrer

Um das Corona-Infektionsgeschehen einzudämmen, hatte die Stadt Rosenheim am 25. August eine Allgemeinverfügung festgelegt. Diese besagt, dass die Quarantänepflicht erst beendet werden kann, wenn dem Gesundheitsamt ein zweiter negativer Corona-Test vorliegt.

Dieser soll von den Betroffenen am fünften bis siebten Tag bei der Einreise vorgenommen werden. „Um aus der Quarantäne entlassen werden zu können, sind also zwei Testate dringend erforderlich, die beide negativ sein müssen“, so der städtische Justiziar Herbert Hoch zur Präzisierung der bestehenden Regelungen.Zu der neuen Regelung gingen diverse Nachfragen bei der Stadt ein. Deshalb wurde nun eine Präzisierung der Angaben nachgereicht.

+++ Hier könnt Ihr die Präzisierung des Umgangs mit einem zweiten Corona-Test für Reiserückkehrer einsehen +++

Update, 10.22 Uhr - 20 Schüler nach Klassenfahrt nach Aschau im Chiemgau in Quarantäne

In Nordrhein-Westfalen sind nun 20 Schüler positiv auf Corona getestet worden. Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet, hatten sich Schüler zuvor vier Tage (vom 17. bis 21. August) bei einer Klassenfahrt in Aschau im Chiemgau aufgehalten. In dem Reisebus mussten alle eine Schutzmaske tragen, doch bei ihrer Rückkehr hatte zunächst ein Schüler Symptome gezeigt. Eine Infektion mit dem Coronavirus wurde bei einer Untersuchung bestätigt.

Danach seien laut Aussage der Stadt Düsseldorf alle 55 Schüler sowie die vier mitgereisten Lehrer auf das Coronavirus getestet worden. Bei 20 fiel der Test positiv aus. Die Schüler und ihre Kontaktpersonen sind derzeit in Quarantäne. Ob sich der Schüler während der Klassenfahrt im Chiemgau infiziert hat, ist unklar.

Update, 8.25 Uhr - Stadtbusverkehr in Rosenheim wird ausgeweitet

Trotz Corona baut der Stadtbusverkehr in Rosenheim sein Angebot wieder aus. Für den Wiederanlauf haben die Verantwortlichen - trotz geringer Fahrgastzahlen - ein Konzept erarbeitet. Der neue Fahrplan wird ab Montag, 7. September, eingeführt. Ab Dienstag, 8. September, sind dann auch wieder die Schüler mit an Bord der Busse.

  • Die Linie 6 wird nun auf gewohntem Weg wieder die Erlenau bedienen.
  • Die neue Linie 7 fährt erst wie ehemals die Linie 2 über Brückenberg und Hochgernstraße zur Endorferau, dann aber über die Mangfallbrücke und durchquert wie die frühere Linie 7 die Ortsteile Oberwöhr, Aisingerwies und Hl. Blut.
  • Die Linie 11 wird als gegenläufiger Ringverkehr den bisherigen NV2 tagsüber ablösen. Hier ergeben sich ganz neue Anbindungen zum Aicherpark und kürzere / direkte Anbindungen. In der Uhrzeiger-Richtung (Aisingerwies - Aising - Pang - Schwaig - Endorferau - Aicherpark) wird diese als 11-1 und in der Gegenrichtung als 11-2 bezeichnet.
  • Die Linie 9 wurde wieder auf die früher übliche Abfahrtszeit zur vollen Stunde verlegt. Die „Ehrenrunde“ in Kolbermoor Süd bleibt, damit diese Linie weiterhin so pünktlich bleibt.
  • Die Linie 10 fährt nun um 20 nach und Linie 12 zur vollen Stunde. Deren Abfahrtszeiten mussten wegen des Umlaufes leider geändert werden.
  • Die Linie 5 kann nun wieder die Ebersbergerstr. befahren und wird damit auch pünktlicher.
  • Der Nachtverkehr beginnt von Montag bis Freitag um 18.30 Uhr, am Samstag nun erst um 16 Uhr und endet von Montag bis Samstag mit der letzten Abfahrt um 22.05 Uhr ab Stadtmitte. Die Nachtverkehrlinie 2 verkürzt dabei in Pang seine Schleife.

Alle Fahrpläne und alle weiteren Informationen gibt es unter www.stadtverkehr.ro. Zudem sind die neuen Fahr- und Netzpläne auch im Ticketzentrum ausgehängt, teilte das Unternehmen mit.

Update, 7.38 Uhr - Söder kritisiert Fan-Rückkehr als „falsches Signal“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Zulassung von größeren Zuschauermengen in Fußballstadien kritisiert: „Jetzt wieder Fußballspiele mit Fans zu erlauben, während gleichzeitig die Infektionszahlen steigen, wäre ein schlechtes Signal.“ Zuvor hatte Bundesligist RB Leipzig von den örtlichen Behörden die Erlaubnis erhalten, das erste Heimspiel gegen Mainz vor bis zu 8500 Zuschauern zu bestreiten. Auch andere Clubs wollen im DFB-Pokal und in der Liga zumindest vor einigen hundert Fans spielen.

Für Söder birgt dies das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen. „Ein Verein mit Fans, die anderen ohne – das kann weder im Sinn der Liga noch des Sports sein“, sagte der bayerische Landeschef. Er forderte daher „für die Bundesliga einheitliche Regeln“ für die Rückkehr von Fans in die Arenen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) berät am Vormittag ab 11 Uhr über das weitere Vorgehen für die neue Saison in der 1. und 2. Bundesliga, die Mitte September beginnt.

Behörden melden 1311 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages (News-Ticker Mittwoch, 2. September) 1311 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich damit mindestens 246.166 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 3. September, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9321. Das sind acht mehr als noch am Vortag. Etwa 220.500 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwochabend bei 0,80 (Stand: 2. September; Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,91 (Stand: 2. September; Vortag: 0,89). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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