News-Ticker zur Corona-Pandemie

München verhängt coronabedingtes Alkoholverbot - Wird potentieller Impfstoff dieses Jahr zugelassen?

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Corona-Test

Landkreis/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (25. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2951, Traunstein 1345, Berchtesgadener Land 384, Mühldorf 568, Altötting 683
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9277 Todesfälle in Deutschland (2634 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.35 Uhr - München verhängt coronabedingtes Alkoholverbot

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verhindern, greift die Stadt München nun zu weiteren Maßnahmen. Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, wurde ein Verkaufsverbot für Alkohol ab 21 Uhr sowie der Konsum alkoholischer Getränke ab 23 Uhr im Freien verabschiedet. Dieses greift, sobald die Zahl der infizierten Personen in einer Woche auf 35 steigt. Der derzeitige Stand (25. August) dieser Inzidenzzahl liegt bei 27,93.

Update, 17.09 Uhr - Impfstoff-Zulassung noch in diesem Jahr?

Möglicherweise könnte doch noch in diesem Jahr ein potentieller Corona-Impfstoff zugelassen werden. Der britische Pharmakonzern Astrazeneca ist eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich und der an der Impfstoffentwicklung beteiligte Forscher Andrew Pollard hatte gegenüber der BBC entsprechende Hoffnungen geschürt. Jedoch sind derartige Meldungen noch mit Vorsicht zu genießen, denn selbst wenn die Zulassung noch bis Jahresende erfolgen würde, muss der Impfstoff noch entsprechend produziert werden und zu den Bürgern gelangen.

Laut Expertenschätzungen wird dies nochmal Wochen oder gar Monate dauern, weshalb die ersten Impfungen effektiv voraussichtlich erst im Lauf des nächsten Jahres durchgeführt werden könnten. Gesundheitsminister Jens Spahn hat offenbar allerdings bereits 54 Millionen Dosen für deutsche Bürger reservieren lassen, berichtet nun die Bild-Zeitung.

Update, 16.09 Uhr - Neue Coronavirus-Fälle im Berchtesgadener Land und den Kreisen Traunstein und Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land wurden jetzt drei neue Corona-Fälle gemeldet. Bei zwei Personen handelt es sich um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet, die sich unmittelbar nach ihrer Rückkehr testen ließen und sofort in häusliche Isolation begeben haben. In der Folge fielen die Abstriche Corona-positiv aus. Die dritte Person kehrte aus einem Nicht-Risikogebiet zurück und wurde symptomfrei abgestrichen.

Auch dieser Test fiel in der Folge Corona-positiv aus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 384 (Stand: 25. August, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 8,5. 345 Personen im Berchtesgadener Land gelten als bereits wieder genesen. Weiterhin befinden sich 14 Personen in medizinischer Behandlung.

Auch im Landkreis Traunstein wurden fünf neue Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in zwei Fällen um Reiserückkehrer, davon keiner aus einem Risikogebiet. Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für den oder die zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Das Landratsamt Mühldorf vermeldet am heutigen Mittwoch (25. August) zwei Neuinfizierungen. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 22,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 31 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 15.05 Uhr - Polizei wird Präsenz erhöhen

Nach der Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen in der Stadt Rosenheim soll die Einhaltung der Regeln nun verstärkt von der Polizei kontrolliert werden. Die Beamten wollen vor allem an Treffpunkten an denen erfahrungsgemäß Menschenansammlungen anzutreffen sind, die Polizeipräsenz erhöhen. Dies teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit, das gleichzeitig an die Vernunft der Bürger appellierte.

„Aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen werden wir die polizeiliche Kontrolltätigkeit im Stadtgebiet Rosenheim bis auf weiteres intensivieren und die Einhaltung der beschlossenen Maßnahmen überwachen. Grundsätzlich erfahren die bereits bisher geltenden „Corona-Regeln“ eine hohe Akzeptanz und werden von den allermeisten Menschen beachtet. Bei der Minderheit von Uneinsichtigen werden wir einschreiten und die Verstöße konsequent ahnden (...)„, sagte Polizeipräsident Robert Kopp.

Update, 14.10 Uhr - Stadt hält an "Sommer in Rosenheim" fest

Trotz der verschärften Corona-Regeln will die Stadt Rosenheim die Veranstaltungsreihe „Sommer in Rosenheim“ fortsetzen. Dies teilte die Stadt soeben in einer Pressemitteilung mit. „Das städtische Ordnungsamt und der Sicherheitsdienst stehen wegen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in engem Kontakt. Weil das Gesamtkonzept mit viel Fingerspitzengefühl und schon unter Berücksichtigung möglicher Verschärfungen der Corona-Beschränkungen geplant wurde, müssen aufgrund der neuen Regelungen nur geringfügige Anpassungen umgesetzt werden“, wird Werner Oeckler, Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH in der Mitteilung zitiert.

In der neuen städtischen Allgemeinverfügung ist unter anderem geregelt, dass bei Veranstaltungen unter freiem Himmel künftig nur noch 100 Personen statt bisher 200 zugelassen sind. „Für das Projekt ‚Sommer in Rosenheim‘ bedeutet dies, dass wieder die gleichen Spielregeln gelten wie zu Beginn der Veranstaltungsreihe Mitte Juli. Auch damals waren nur 100 Personen erlaubt“, erläutert Oeckler. Lediglich der für 5. September vorgesehene „Tag des Brauchtums“ wurde jetzt abgesagt. Hier wäre eine Unterschreitung der Mindestabstände kaum zu verhindern gewesen.

Alle anderen Veranstaltungen werden stattfinden. „Oberste Priorität haben die Einhaltung der Abstandsregeln und die Gesundheit von Künstlern und Besuchern“, betont der LGS-Geschäftsführer. Zudem sei weiterhin ein Sicherheitsdienst mit einem versierten Veranstaltungsleiter bei jeder Veranstaltung zugegen, betonte die Stadt.

Update, 14.01 Uhr - Corona-Infiziertem droht 10.000-Euro-Strafe

Nach einer Party mit einem Corona-Infiziertem in einem Nürnberger Nachtclub haben die Behörden jetzt einige der Kontaktpersonen ermitteln können. Weil die Teilnehmerlisten zum Teil unleserlich, fehlerhaft oder unvollständig waren, konnten nicht alle der mehr als 80 Partygäste informiert werden. Deshalb hatte das zuständige Landratsamt Fürth über die Medien einen Aufruf gestartet (siehe Update von 8.08 Uhr).

Zwölf Gäste hätten sich daraufhin gemeldet, sagte ein Sprecher am Dienstag. Neun habe man noch nicht ausfindig machen können. Die Feier vom 15. auf den 16. August im Nürnberger Club „Mach 1“ hatte ein Gast besucht, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war und eigentlich unter Quarantäne stand. Ihn erwartet nach Angaben des Fürther Ordnungsamtes nun ein Bußgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro.

Update, 13.02 Uhr - Söder-Warnung in neuer Videobotschaft: „Droht ähnliche Entwicklung“

„Die Zahlen sind besorgniserregend“, sagte Markus Söder am Dienstagmorgen in einer Videobotschaft. Die Zahlen würden in ganz Deutschland steigen „und es droht eine ähnliche Entwicklung, wie wir sie im März/April diesen Jahres hatten“, warnt Bayerns Ministerpräsident. „Deswegen müssen wir jetzt umso besorgter sein.“

Es gehe jetzt nicht darum, die Zügel weiter zu lockern, sondern sie etwas anzuziehen. Man müsse sich Urlaubsrückkehrern, Familienrückkehrern, aber „auch dem Leichtsinn stellen, der bei vielen Partys und Partygeschehen in Deutschland stattfindet“, so Söder weiter. Man müsse die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen: „Deswegen brauchen wir einheitliche Regelungen in Deutschland. Keine weiteren Lockerungen, konsequentes Vorgehen zum Beispiel wenn es um die Maskenpflicht geht mit höheren Bußgeldern und auch was die Umsetzung der Quarantäne betrifft.“

Bei Verstößen brauche es höhere Strafen, findet der CSU-Chef. „Insgesamt ist klar: Die Lage wird nicht einfacher.“ Um einen Lockdown zu verhindern, „müssen wir dort reagieren, wo es regional geboten ist.“ Es gebe keinen Anlass zur Panik, „aber zu großer Besorgnis.“

Update, 12.14 Uhr - Corona-Testzentrum am Hallenbad Neuötting wieder ab 1. September in Betrieb

Aufgrund der wieder steigenden Corona-Fallzahlen hat die Bayerische Staatsregierung beschlossen, in Bayern flächendeckend Corona-Testzentren zu installieren. In jedem Landkreis bzw. jeder kreisfreien Stadt sollen solche Testzentren eingerichtet werden. Aus diesem Grund wird im Landkreis Altötting zum 1. September wieder das Testzentrum am Hallenbad Neuötting in Vollbetrieb genommen, das teilt das Altöttinger Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung mit.

Bürgerinnen und Bürger können sich hier nach vorheriger Terminvereinbarung unter  08671/ 20111 testen lassen. Die Telefonsprechzeiten sind Mo-Fr, 9 Uhr bis 12 Uhr sowie 13 Uhr bis 16 Uhr.

Update, 11.05 Uhr - RKI stellt Antikörper-Studie in Bad Feilnbach vor

Ein Team des Robert Koch-Instituts (RKI) untersuchte in der Gemeinde Bad Feilnbach, wie verbreitet das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 vor Ort ist. Bad Feilnbach ist nun der zweite von vier Orten, bei dem die Ergebnisse von „Corona-Monitoring lokal“ vorgestellt werden.

Den Liveticker zur Präsentation findet Ihr hier.

Update, 10.49 Uhr - Hongkonger Forscher: Geheilter erkrankt erneut – nach nur 4 Monaten

In den Niederlanden und in Belgien haben sich zwei genesene Corona-Patienten einem Medienbericht zufolge erneut mit dem Virus angesteckt. Bei dem niederländischen Patienten handelt es sich um eine ältere Person mit einem geschwächten Immunsystem, der belgische Patient habe milde Symptome, berichtete der niederländische Rundfunksender NOS am Dienstag unter Verweis auf die Aussagen von Virologen. Der Fall des Patienten in Belgien zeige, dass die Antikörper, die dieser bei der ersten Infektion entwickelt hatte, nicht ausreichten, um eine zweite Infektion mit einer leicht unterschiedlichen Variante des Virus zu vermeiden, sagte der Virologe Marc Van Ranst.

Erst am Montag hatte der Fall eines Mannes in Hongkong für Aufsehen gesorgt, der sich viereinhalb Monate nach seiner Genesung erneut mit dem Virus infizierte. Die Medizinische Fakultät der Universität von Hongkong hatte auf Twitter erklärt, den weltweit ersten Fall einer erneuten Covid-19-Infektion nachgewiesen zu haben. Die Uniklinik der University of Hong Kong schrieb am Montag auf Twitter, dass Mikrobiologen der Hochschule weltweit erstmals einen solchen Fall dokumentiert hätten.

Die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass „Immunität nach einer natürlichen Infektion von kurzer Dauer sein kann“. Erbgutuntersuchungen hätten gezeigt, dass es sich um verschiedene Varianten von Sars-CoV-2 handelte, hieß es. Der Fall wird als weltweit erster dokumentierter Fall einer wiederholten Corona-Infektion bewertet. 

Update, 9.25 Uhr - Verkaufsoffener Sonntag in Rosenheim abgesagt

Der eigentlich für Sonntag, 30. August (12 Uhr bis 17 Uhr), angesetzte verkaufsoffene Sonntag in der Innenstadt von Rosenheim ist abgesagt. Dies teilte das City-Management Rosenheim auf seiner Website mit. 

Grund dafür ist laut City-Management eine fehlende Genehmigung seitens der Regierung von Oberbayern.

Wegen Überschreitung des Grenzwertes (50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner) bei der Sieben-Tage-Inzidenz hatte der Rosenheimer Krisenstab der Stadt am Montag wieder die Zügel angezogen und unter anderem verschärfte Maßnahmen für Reiserückkehrer, wie zum Beispiel ein verpflichtender zweiter Test, beschlossen. Zudem wurde auch die Größe von Gruppen bei Aufenthalt im öffentlichen Raum wieder nach unten reglementiert.

Update, 8.08 Uhr - Trotz Quarantäne: Corona-Infizierter geht in Nürnberg feiern

Unleserlich, lückenhaft, falsche Angaben - die Teilnehmerlisten einer Party in einem Nürnberger Nachtclub bereiten den Behörden Probleme. Auf der Feier vom 15. auf den 16. August war ein Gast, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war. Die Person habe zu dem Zeitpunkt eigentlich unter häuslicher Quarantäne gestanden, teilte der Landkreis Fürth am Montag mit, zu dem das zuständige Gesundheitsamt gehört.

Nun versuchen die Behörden anhand von Teilnehmerlisten der Party, mögliche Kontaktpersonen des Mannes ausfindig zu machen. Das ist gar nicht so einfach, denn die Angaben seien unleserlich, lückenhaft und zum Teil falsch. Bislang konnten aufgrund der lückenhaften Daten noch nicht alle Gäste kontaktiert werden. Ähnliche Probleme bereiteten die Corona-Daten auch bereits in Kiel oder Berlin. Im Nürnberger Fall ruft das Gesundheitsamt nun alle Partygäste dazu auf, sich testen zu lassen und vorerst isoliert zu Hause zu bleiben.

Bei dem positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getesteten Mann handelt es sich laut „Nürnberger Nachrichten“ um einen Reiserückkehrer aus Spanien. Er habe unter Quarantäne gestanden, aber noch nicht gewusst, dass er mit dem Virus infiziert sei, heißt es unter Berufung auf einen Behördensprecher. Über ein mögliches Verfahren gegen den Quarantänebrecher müsse das Ordnungsamt entscheiden.

Update, 7.04 Uhr - Reisewarnung für Côte d’Azur und Île-de-France in Frankreich

Die Bundesregierung hat am Montagabend wegen der Corona-Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für die französischen Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur ausgesprochen. Beide Gebiete werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt. Solch eine Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Allerdings soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft und durch eine neue Regelung ersetzt werden. Entsprechende Vorschläge legten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag nach einer Schaltkonferenz vor.

1278 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1278 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Montag waren es 711. Allerdings sind die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 234.853 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 25.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9277. Seit dem Vortag wurden fünf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 209.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montag bei 0,98 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen vom Montag lag dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 1,07). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Polizei Rosenheim verwendet Corona-Listen aus Gaststätten für Emittlungen

Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Polizei nutzt die sogenannten „Corona-Gästelisten" auch für Delikte, die eher der Kleinkriminalität zugeordnet werden können. Auch in Rosenheim.

mh/mw/dpa

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