News-Ticker zur Corona-Pandemie

Mitarbeiter von bayerischer Teststation selbst mit Coronavirus infiziert

Corona-Test auf Teststation
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Mitarbeiter einer bayerischen Teststation mit Corona infiziert.

Landkreis - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr fast sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (17. August) im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2909, Traunstein 1330, Berchtesgadener Land 373, Mühldorf 540, Altötting 663
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9232 Todesfälle in Deutschland (2631 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick

Update, 20.15 Uhr - Mitarbeiter von Teststation war selbst mit dem Coronavirus infiziert

Wie am Montag bekannt wurde, hat sich ein Mitarbeiter des Testzentrums an der Autobahn 3 bei Passau selbst an Corona infiziert. Nach Informationen der «Passauer Neuen Presse» mussten deshalb auch Freiwillige von Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und Malteser Hilfsdienst, mit denen er am vergangenen Montag bei der Übergabe des Zentrums an den Dienstleister Eurofins in Kontakt war, vorübergehend in Quarantäne. Nach Informationen der Zeitung sind alle Betroffenen inzwischen negativ getestet worden.

Wo sich der Mitarbeiter infiziert habe, ist unklar, wie der „Spiegel“ unter Berufung auf den „BR" berichtet. Der Kontakt zwischen dem Eurofins-Mitarbeiter und den Ehrenamtlichen habe am 10. August bei der Übergabe der Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau stattgefunden.

Update, 18.56 Uhr - Corona-Panne wird politisch aufgearbeitet - Weiterhin harsche Kritik an Söder

Nach der weiterhin nicht vollends beseitigten Testpanne bei Reiserückkehrern geht in Bayern die politische Aufarbeitung des Corona-Debakels weiter. Die Grünen im Landtag forderten, Ministerpräsident Markus Söder und Staatskanzleichef Florian Herrmann müssten am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses Rede und Antwort stehen - nicht nur Gesundheitsministerin Melanie Huml (alle CSU). Die Sondersitzung hatten die Oppositionsparteien SPD, FDP und Grüne beantragt.

Staatskanzleichef Herrmann, der von Söder auch als Corona-Koordinator der Staatsregierung eingesetzt wurde, hat das Vorgehen der Regierung verteidigt. «Entscheidend war, dass wir mit den Tests möglichst früh begonnen haben», sagte Herrmann am Montag im Radiosender Bayern 2. Man habe in Kauf genommen, dass das Testsystem anfangs noch nicht so perfekt war, dass keine Fehler passieren können. «Bei der Pandemiebekämpfung geht es immer auch um Zeit», sagte Herrmann.

Bei den eilig aus dem Boden gestampften Testzentren für Reiserückkehrer an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen war ein wirres Durcheinander entstanden. Insgesamt erfuhren 44 000 Personen ihre Testergebnisse nicht oder nur stark verzögert, darunter auch 949 positiv Getestete. 46 davon konnten bis heute nicht identifiziert werden - die Chancen, dass dies noch klappen könnte, gelten als gering. «Der Vorgang ist jetzt auch abgeschlossen. Man muss jetzt auch in die Zukunft sehen», sagte Herrmann auf eine entsprechende Frage im Sender Bayern 2.

Bayerns SPD-Fraktionschef Horst Arnold kritisierte unterdessen das Vorgehen der Regierung. «Das Projekt, Reiserückkehrer sehr schnell zu testen, wurde von Söders Ehrgeiz getrieben. Die Idee war gut - wir hatten sie auch - aber sie hätte mehr durchdacht werden müssen», sagte Arnold den «Nürnberger Nachrichten» (Montag). Jetzt müsse er sich gefallen lassen, dass er kritisiert werde für die Ankündigung von Maßnahmen, die richtig, aber nicht umsetzbar gewesen seien.

Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, sagte der «Passauer Neuen Presse», Söder gehe es in der Corona-Krise um Selbstdarstellung. Ihm sei es darum gegangen «sich als Klassenprimus im Krisenmanagement darzustellen». Hofreiter fügte hinzu: «Bei Söder gehen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.»

Update, 17.15 Uhr - Spahn: Vorsicht „wenn wir gesellig werden“ - Corona-Lockerungen vorerst unwahrscheinlich

Angesichts der aktuellen Infektionszahlen werden weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen vorerst unwahrscheinlicher. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Zahlen am Montag in einer Präsidiumssitzung ihrer Partei besorgniserregend, aber noch beherrschbar. Es könne deswegen derzeit keine weiteren Lockerungen geben. Dies gelte auch für Fußballspiele, sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Parteikreisen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte Befürchtungen vor verstärkten Ansteckungen auf Familienfeiern und anderen Festen und regte an, erneut über die erlaubte Größe solcher Veranstaltungen zu beraten. In den Bundesländern gelten dazu unterschiedliche Regelungen. Zum Teil sind inzwischen wieder Innenveranstaltungen mit mehreren hundert Teilnehmern erlaubt.

Doch seit Ende Juli steigen die Corona-Zahlen wieder. Die Deutsche Fußball Liga hatte schon ein Konzept für eine Teilzulassung von Fans zum Beginn der Saison 2020/21 am dritten September-Wochenende erarbeitet. Die Gesundheitsminister der Länder haben sich aber inzwischen darauf verständigt, dass sie eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien bis mindestens Ende Oktober nicht befürworten.

Zum Thema Familienfeiern sagte Spahn am Montag bei einer Videopressekonferenz, er wolle kein Spielverderber sein und verstehe jeden, der seine Hochzeit mit 150 Gästen feiern wolle. Man müsse aber noch einmal schauen, ob man das jetzt in dieser Phase nur im engeren oder engsten Familien- und Freundeskreis mache. Es gehe vor allem um diese Bereiche, «wenn wir gesellig werden», wo sich das Virus besonders schnell verbreite. Kitas, Schulen, Wirtschaft und Handel müssten nach Spahns Ansicht Vorrang haben vor öffentlichen oder privaten Feiern.

Zu den Infektionszahlen sagte der Gesundheitsminister: «Ich bin sehr dafür, dass wir wachsam und aufmerksam sind, ernsthaft, aber auch nicht in Endzeitstimmung. Bis hierhin können wir damit umgehen. Besorgniserregend wäre, wenn es weiter steigt und dafür müssen wir abstufen, was ist jetzt zuerst wichtig.»

Update, 16.30 Uhr - Corona-Krise: „Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Zwangsstörungen und Psychosen können zunehmen“

Die Corona-Pandemie kann bei vielen Menschen psychische Störungen auslösen oder deutlich verschlimmern. Darauf machte die Bundespsychotherapeutenkammer am Montag in Berlin aufmerksam. Kammerpräsident Dietrich Munz sagte laut einer Mitteilung: «Neben Depressionen und Angststörungen, akuten und posttraumatischen Belastungsstörungen können auch Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Zwangsstörungen und Psychosen zunehmen.»

Ältere zählen laut den Psychotherapeuten zu den am stärksten betroffenen Gruppen. Auch Kinder und Jugendliche sind psychisch besonders gefährdet - durch die Schließung von Kitas und Schulen und den Verlust von Kontakten. Die Kammer stellte die Ergebnisse erster Studien zur Auswirkungen der Pandemie auf die Psyche zusammen.

Bei Bedenken oder Beschwerden bezüglich psychischer Gesundheit bietet die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) eine kostenlose Koordinationsstelle für Pychotherapie an. Diese ist Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr kostenfrei unter der Nummer 0921 787765-40410 erreichbar.

Update, 16.11 Uhr - Die aktuellen Zahlen aus dem Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 663 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Statistik des Landkreises Altötting

567 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 39 Personen sind aktuell an Covid-19 erkrankt.

Update, 16.01 Uhr - Vier neue Fälle im Landkreis Traunstein - 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,82

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen elf aktive Corona-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,82. Seit Freitag, den 14.08.2020 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt insgesamt vier Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1330 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1231 Personen (zwei mehr als Freitag, den 14.08.2020). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Pressemitteilung des Landratsamtes Traunstein

Update, 15.55 Uhr - Fünf neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von Freitag, dem 14. August, fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. August, 12 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Somit liegt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie positiv getesteten Personen bei 540.

Die 7-Tages-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum bei 13,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 18 aktive Fälle.

Pressemitteilung des Landratsamtes Mühldorf am Inn

Update, 15.09 Uhr - Ein neuer Fall im Berchtesgadener Land - 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 10,4

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, gibt es seit Freitag einen weiteren bestätigten Corona-Fall im Landkreis. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 373 (Meldestand: 17. August, 10 Uhr). Die 7-Tages-Inzidenz sinkt damit auf 10,4.

Von den insgesamt 373 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten Corona-Fällen gelten nach wie vor 332 Personen als genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich 16 mit dem neuartigen Corona-Virus infizierte Personen in medizinischer Behandlung.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie etwa eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 19 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Das sind neun Personen mehr als noch am Freitag. Insgesamt 1050 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Pressemitteilung des Landratsamtes Berchtesgadener Land

Update, 13.57 Uhr - Urteil zu Covid-Storno: Volle Erstattung auch ohne Reisewarnung

Bei einer vom Kunden wegen der Corona-Gefahr stornierten Reise muss der Veranstalter unter Umständen auch ohne vorliegende Reisewarnung den Preis voll erstatten. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Montag veröffentlichten Urteil (32 C 2136/20) entschieden. Der Kläger hatte am 7. März dieses Jahres von sich aus eine für Mitte April geplante Reise in den Golf von Neapel storniert. Der Veranstalter hatte auf einem Teil des Reisepreises als Stornierungsgebühr bestanden, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen habe.

Das Gericht stellte aber geringere Ansprüche an einen Rücktritt vom Reisevertrag aus unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen, bei denen der Veranstalter voll erstatten muss. Grundsätzlich seien hier keine allzu strengen Anforderungen zu stellen, führte das Gericht aus. Reisewarnungen für das Reisegebiet seien nicht zwingend erforderlich und es genüge bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Dies sei zum Zeitpunkt der Reisestornierung bereits für ganz Italien der Fall gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Update, 13.19 Uhr - Kurz: „Das Virus kommt mit dem Auto über die Grenze nach Österreich“

Österreich greift wegen steigender Infektionszahlen in Sachen Corona-Regeln wieder deutlich schärfer durch. Seit Mitternacht ist eine Verordnung in Kraft, wonach Reiserückkehrer aus Kroatien bei der Einreise nach Österreich entweder einen negativen Corona-Test vorweisen oder eine Verpflichtung unterschreiben müssen, die besagt, sich binnen 48 Stunden zum Corona-Test zu begeben und bis zum Vorliegen des Ergebnisses in Quarantäne zu bleiben. Dies betraf vor allem rund 350 Urlauber, die es am Sonntag nicht mehr rechtzeitig vor Mitternacht zurück nach Österreich schafften und im Stau steckten.

Zudem müssen die Kroatien-Rückkehrer ihren Coronatest nun aus eigener Tasche bezahlen. Wer sich weigert, zahlt 1450 Euro. Wer positiv getestet wird und sich nicht an die Quarantäne hält, riskiert sogar noch höhere Strafen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stellte klar: „Wir sind bisher gut durch den Sommer gekommen, aber die Entwicklung der letzten Tage ist eine besorgniserregende. Das Virus kommt über die Grenze nach Österreich. Es kommt mit dem Auto!“ 

Update, 11.42 Uhr - Mitarbeiter an A3-Teststation mit Corona infiziert

Ein Mitarbeiter an der A3-Teststation an der Raststätte Donautal-Ost ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte das zuständige Gesundheitsamt laut Bayerischem Rundfunk am Montagvormittag.

Rund 40 Mitarbeiter von BRK, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk, die bei der Übergabe am 10. August zwischen den Hilfsorganisationen und der privaten Firma möglicherweise Kontakt zu dem Corona-Patienten hatten, wurden daraufhin ebenfalls getestet und begaben sich vorsichtshalber in Quarantäne. Nach jetzigem Kenntnisstand seien alle Tests negativ ausgefallen.

Update, 10.26 Uhr - Polizei löst große Corona-Party in Schwerin auf

In Schwerin hat die Polizei am Wochenende eine illegale Corona-Party mit rund 250 „Gästen“ aufgelöst. Die Personen hatten sich in der Nacht von Samstag, 15., auf Sonntag, 16. August, in der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt im Bereich des ehemaligen Verladebahnhofes versammelt, um dort den 18. Geburtstag der Freundin des „Veranstalters“ zu feiern.

Als die Polizei mit einem Großaufgebot anrückte, wurde festgestellt, dass vor Ort Getränke ausgeschenkt wurden, Sonnensegel gespannt waren und laute Musik gespielt wurde. Der 25-jährige Veranstalter wurde von den Beamten entsprechend belehrt, kam den Anweisungen der Einsatzkräfte aber nur widerwillig nach. Er erhielt eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz, wie das Polizeipräsidium Schwerin mitteilte. Die „Gäste“ erhielten Platzverweise - durch Lautsprecherdurchsagen.

Update, 8.58 Uhr - Hofreiter übt scharfe Kritik an Söder

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf für seine Politik in der Corona-Krise attackiert. Mit kostenlosen Tests an den Grenzen habe der CSU-Chef „zu viel versprochen“, sagte Hofreiter der Passauer Neuen Presse. 

Mit der Testpanne und den Tausenden nicht informierten Personen über eine Corona-Infektion werde Vertrauen der Bevölkerung verspielt, kritisierte er. Söder sei es darum gegangen „sich als Klassenprimus im Krisenmanagement darzustellen“. Hofreiter fügte hinzu: „Bei Söder gehen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.“ Versäumnisse sieht Hofreiter übrigens auch bei der Bundesregierung. Sie habe mit den Ländern keine „wirkliche einheitliche Strategie auch mit Blick auf die Corona-Tests“ koordiniert.

Update, 7.22 Uhr - Von 46 positiv Getesteten fehlt weiter jede Spur

Nach den massiven Pannen bei den Corona-Tests von Reiserückkehrern hat das Bayerische Gesundheitsministerium nun versucht, mit einer kurzen Pressemitteilung einen „Schlussstrich“ unter die Angelegenheit zu ziehen. Ein Großteil der positiv Getesteten hätte inzwischen erreicht werden können, hieß es darin.

Wörtlich hieß es unter anderem weiter: „Von rund 44.000 Tests aus dem Zeitraum bis zum 11. August 2020, deren Ergebnisse zunächst nicht mitgeteilt werden konnten, waren 949 positiv. Es mussten zigtausende Dokumente gesichtet werden, um die Getesteten ermitteln zu können. Dies gelang nun bei 903 Betroffenen, bei lediglich 46 positiven Befunden liegen keine passenden Personendaten vor. Auch bei den negativen Tests werden die Betroffenen ermittelt und informiert.“ Zudem hätten knapp 50 Personen bislang nicht persönlich erreicht werden können, berichtet der Bayerische Rundfunk (BR).

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat mit großartiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen. Das ist in den meisten Fällen gelungen.“ Für weitere Fragen hat das LGL eine Hotline eingerichtet (Telefonnummer 09131/6808-5101).

Die Erstmeldung:

Innerhalb eines Tages haben die zuständigen Behörden jetzt 561 neue Corona-Infektionen gemeldet (News-Ticker Samstag/Sonntag). Dies geht aus den neuesten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Am Freitag und Samstag hatte das RKI jeweils noch mehr als 1400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. An Sonntagen und Montagen liegen die Zahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken. Seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 224.014 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete (Stand: 17. August., 0 Uhr). Es gab bislang 9232 Tote (+1 im Vergleich zum Vortag). Etwa 202.000 Menschen gelten als bereits genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,21 (Stand: 16. August, 0 Uhr; Vortag: 1,29). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,13 (Stand: 16. August, 0 Uhr; Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/mda/dpa

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