News-Ticker zur Corona-Pandemie

Spahn will wegen Corona Karneval ausfallen lassen

Spahn spricht sich gegen Durchführung des Karnevals aus.
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Spahn kann sich Karneval in diesem Winter nicht vorstellen.

Landkreis/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (18. August) im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2909, Traunstein 1330, Berchtesgadener Land 375, Mühldorf 540, Altötting 663
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9236 Todesfälle in Deutschland (2631 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick

Update, 19.54 Uhr - Gesundheitsminister Spahn will wegen Corona Karneval bundesweit ausfallen lassen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich in einer Telefonschalt-Konferenz des Gesundheitsausschusses des Bundestags am Dienstag dafür ausgesprochen, den Karneval in der Saison 2020/2021 bundesweit komplett ausfallen zu lassen. Dies erfuhr die Düsseldorfer „Rheinische Post“ auf Nachfrage aus Teilnehmerkreisen der Schaltkonferenz.

Demnach sagte Spahn: „Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg. Ich weiß also, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche ist. Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es.“

Update, 18.40 Uhr - Österreich verhängt Reisewarnung für Mallorca & Co.

Die österreichische Regierung verstärkt nach steigenden Corona-Zahlen die Kontrollen an ihren südöstlichen Grenzen. Die spanischen Urlaubsinseln Mallorca, Menorca und Ibiza gelten außerdem ab Montag als Corona-Risikogebiet. «Auch in Österreich ist in den letzten Tagen leider Gottes ein massiver Anstieg der Infektionszahlen spürbar gewesen», sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstagabend. Die größte Gruppe sei die der Reiserückkehrer. «Der Ballermann ist der beste Freund des Coronavirus», fügte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mit Blick auf die berüchtigte Partymeile auf Mallorca hinzu.

Ab Montag sind auch bei der Rückreise von den Balearen ein negativer Corona-Test oder ein nachgeholter Test in der Quarantäne nötig. Das gilt auch für Reisende aus als sicher geltenden Ländern, etwa Deutschland, die in den zehn Tagen zuvor auf den Balearen oder in einem der anderen rund 30 ausgewiesenen Risikogebiete waren. Dazu gehören das spanische Festland, Kroatien, die Länder des Westbalkans, auch etwa Schweden, die USA und Russland.

Am Dienstag wurden fast 300 neue Fälle in Österreich gemeldet, die Zahl der aktiven Fälle stieg auf 2230. Davor hatte sich die Zahl wochenlang bei rund 1400 aktiven Fällen und etwa 100 bis 150 Neudiagnosen eingependelt. Am Dienstag waren 116 Patienten im Krankenhaus, 19 von ihnen auf der Intensivstation.

Update, 17.12 Uhr - Ministerin wusste deutlich früher von Corona-Testpanne in Bayern

Die Corona-Testpanne an Autobahnen war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt. Bereits am Montag der vergangenen Woche wurde das Ministerium per E-Mail darüber informiert, dass Zehntausende Reiserückkehrer auf ihre Testergebnisse warten, darunter mehrere Hundert Infizierte. Huml bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur den Eingang der entsprechenden E-Mail, über die zunächst die «Süddeutschen Zeitung» berichtet hatte.

Öffentlich gemacht hatte Huml die Testpanne selbst aber erst bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Dabei sagte sie auch, dass sie selbst erst am gleichen Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren habe. Darauf angesprochen erklärte Huml am Dienstag, dass es ihr hier nicht um eine «Verschleierung» gegangen sei, vielmehr sei ihr in der E-Mail am Montag auch ein Lösungsansatz bis zum folgenden Dienstag präsentiert worden, wie das Problem behoben werden könne. Nachdem sich diese «Hoffnung» aber bis zum Mittwoch nicht bestätigte, «haben wir sofort gehandelt und die Öffentlichkeit informiert».

Dem Bericht zufolge erhielten unter anderem Humls Ministerbüro und ihr Amtschef am Montag um 12.30 Uhr die besagte E-Mail aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Darin berichtet das Laborunternehmen Eurofins, das die Corona-Tests für Reiserückkehrer an drei bayerischen Autobahnen auswertet, von massiven Problemen. Konkret ist die Rede von mehr als 40 000 Proben und 338 positiven Fällen, die noch nicht übermittelt werden konnten, zitiert die Zeitung aus den ihr vorliegenden E-Mails. Als Huml am Mittwoch dann öffentlich über die Panne informierte, waren die Zahlen auf 44 000 Proben und mehr als 900 Positivbefunde gestiegen.

Update, 16.24 Uhr - Sieben Neuinfektionen in den Landkreisen Traunstein und Mühldorf

Insgesamt sieben Neuinfektionen werden aus den Landkreisen Traunstein und Mühldorf gemeldet. Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 16 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 5,65. Seit der letzten Pressemitteilung sind beim Staatlichen Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen. Davon handelt es sich in vier Fällen um voneinander unabhängige Reiserückkehrer. Es liegen somit insgesamt 1335 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten weiterhin mindestens 1231 Personen .In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von gestern, dem 17. August, zwei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 18. August 2020, 12.00 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 13,0. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 17 aktive Fälle.

Update, 15.24 Uhr - Regelmäßige Corona-Gurgeltests an Österreichs Schulen geplant

Corona-Tests mit Gurgelwasser bei Schülern und Lehrern sollen in Österreich ab Herbst einen Überblick über die Infektionslage an Schulen liefern. Eine repräsentative Gruppe von 15 000 Schülerinnen und Schülern und 1200 Lehrkräften an 250 Schulen soll alle drei Wochen getestet werden, um auch symptomfreie Fälle zu erfassen, wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Montag in Wien ankündigte. Dabei wird für die Tests statt des bislang üblichen Rachenabstrichs ein Gurgelverfahren benutzt, das von Forschern in Wien entwickelt und im Frühsommer getestet wurde.

Dabei muss eine Minute lang mit einer speziellen Salzlösung gegurgelt werden, damit wie bei einem Abstrich Partikel aus dem Rachen hängen bleiben. Die Probe wird anschließend in einem Labor auf Virenerbgut analysiert. Nach Angaben der Forscher können zehn Proben auf einmal getestet werden. Fällt der Befund positiv aus, werden die Proben nochmal einzeln analysiert.

In einer Pilotstudie im Frühjahr, bei der 5100 Schüler und Lehrer in Wien getestet wurden, habe das Gurgeln vergleichbare Ergebnisse wie der Rachenabstrich geliefert, sagte der Mikrobiologe und Studienleiter Michael Wagner von der Universität Wien. Das Gurgeln sei deutlich angenehmer und für Kinder beherrschbar: Selbst unter den Erstklässlern lieferten 80 Prozent demnach perfekte Proben.

Update, 13.56 Uhr - Steirer Wirt greift durch: „Nicht für Kroatien-Rückkehrer“

Aktuell gibt es 2230 aktive Corona-Fälle in Österreich - rund ein Drittel der Neuinfektionen ist dabei offenbar auf Urlaubsrückkehrer zurückzuführen und davon sei ein großer Teil aus Kroatien zurückgekommen. Die Regierung hat bereits Konsequenzen gezogen: Seit Montag 0 Uhr gilt in Österreich eine Reisewarnung für Kroatien. Auch ein Wirt in der Steiermark greift jetzt zum Schutz seiner Gäste hart durch. Er hat ein Schild vor seinem Wirtshaus aufgestellt mit der deutlichen Botschaft: „Nicht für Kroatien-Rückkehrer“, wie oe24.at berichtet.

„Aus Sorge um meine Stammgäste habe ich das Schild aufgestellt“, sagt Wirt Franz Erart gegenüber oe24.at. Böse meint er es aber nicht, wie er beteuert. „Ich habe nichts gegen Kroatien-Rückkehrer - überhaupt nicht. Ich will aber die Gesundheit meiner Gäste nicht aufs Spiel setzen“, so der Grazer Wirt.

Update, 13.14 Uhr - Zwei neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Montag zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Eine Person befand sich bereits als direkte Kontaktperson in Quarantäne und wurde nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Bei der zweiten Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet, der sich aufgrund einer Alarmierung eines Restaurants bereits während der Rückfahrt testen ließ und anschließend sofort in häusliche Quarantäne begab. In der Folge fiel dieser Test ebenfalls Corona-positiv aus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 375 (Meldestand: 18.08.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 9,4.
 

Von den insgesamt 375 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 334 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (zwei mehr im Vergleich zum Vortag). Aktuell befinden sich weiterhin 16 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung.
 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 16 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (3 weniger im Vergleich zu gestern). Insgesamt 1.055 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (5 mehr im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 12.03 Uhr - Steigende Corona-Zahlen: Klare Regeln für Feste gefordert

Der Ärzteverband Marburger Bund fordert bundesweit einheitliche Regeln für Feste und Partys, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. „Um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften. Das Hotel- und Gaststättengewerbe rief zu Disziplin auf, um einen erneuten Lockdown zu verhindern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor darauf hingewiesen, dass Feierlichkeiten neben den Ansteckungen durch Reiserückkehrer zu den größten Gefahrenquellen in Deutschland zählten. Deshalb müsse man mit den Ländern noch einmal über die Grenzen und Regeln für Veranstaltungen reden. In den Bundesländern gelten ganz unterschiedliche Regelungen. Zum Teil sind inzwischen wieder Innenveranstaltungen mit mehreren Hundert Teilnehmern erlaubt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte laut „Bild“-Zeitung in der Präsidiumssitzung ihrer Partei am Montag: „Man muss die Zügel anziehen, um bei Corona nicht in ein Desaster reinzulaufen.“ Das Zitat wurde dpa dem Sinn nach bestätigt.

Update, 11.27 Uhr - Merkel schließt Lockerungen im Fußball aktuell aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt weitere Lockerungen im Fußball derzeit aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der ersten virtuellen CDU-Präsidiumssitzung nach der Sommerpause sagte Merkel am Montag, es könne derzeit wegen der ansteigenden Zahlen von Corona-Infektionen keine weiteren Lockerungen geben. Dies gelte auch für Fußballspiele.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich zuvor darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für die Fans bis mindestens zum 31. Oktober angesichts der momentanen Corona-Situation nicht zu befürworten sei. Die Deutsche Fußball Liga hatte die vorläufige Absage der Politik akzeptiert, nachdem sie ein Konzept für eine Teilzulassung von Zuschauern schon zum Beginn der Spielzeit 2020/21 am dritten September-Wochenende erarbeitet hatte. Dieses sieht zunächst eine Rückkehr einer reduzierten Zahl von Fans ohne Stehplätze, ohne Alkohol und ohne Gästeanhänger vor.

Update, 10.01 Uhr - Tausende feiern Pool-Party in Wuhan

In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan haben Tausende Menschen am vergangenen Wochenende eine Party in einem Wasserpark gefeiert. Auf Bildern ist zu sehen, wie sich Menschen auf Schlauchbooten in einem riesigen Pool tummeln - von Mindestabstand und Masken keine Spur. Sie sollen sich eine Show angeschaut haben, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

In der Hauptstadt der Provinz Hubei war die weltweite Pandemie zuerst ausgebrochen. Die komplette Stadt wurde nach dem Ausbruch des Coronavirus unter Quarantäne gestellt, alle elf Millionen Einwohner wurden in Folge auf das Virus getestet. Nach den strengen Qurantäne-Regeln ist in Wuhan allmählich Normalität zurückgekehrt - ganz verschwunden ist das Virus in Wuhan jedoch nicht.

In China wurden am Sonntag (16. August) 612 aktive Infektionen gemeldet. Knapp 85.000 bestätigte Fälle gab es insgesamt im Land, 4.634 Menschen starben an den Folgen des Virus.

Update, 9.04 Uhr - Jüngere Menschen treiben laut WHO Corona-Ausbreitung voran

Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) zeigt sich besorgt über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus durch Menschen unter 50 Jahren. Viele von ihnen wüssten nicht, dass sie infiziert seien und stellten daher eine Gefahr für Risikogruppen dar.

„Die Epidemie verändert sich“, sagt der WHO-Regionaldirektor für den Westpazifik, Takeshi Kasai, bei einem virtuellen Briefing. „Menschen in ihren 20er-, 30er- und 40er-Jahren treiben die Ausbreitung zunehmend voran. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie infiziert sind.“ Das gefährde weltweit andere Bevölkerungsgruppen, darunter ältere und kranke Menschen in dicht besiedelten Gebieten mit schwacher Gesundheitsversorgung.

Update, 7.40 Uhr - 120 Personen nach Party in Quarantäne

Eine private Geburtstagsfeier in Bodenwöhr im Landkreis Schwandorf (Oberpfalz) hat Folgen: Dort stehen jetzt nach einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung wegen eines positiven Corona-Falls 120 Menschen unter Quarantäne. Die betroffene Person hatte sich einen Tag vor der Feier testen lassen, aber das Ergebnis erst drei Tage später erhalten. 100 Personen, die unter Quarantäne stehen, sind Gäste der Geburtstagsparty, 20 weitere stammen aus dem privaten Umfeld der positiv getesteten Person.

Laut dem Bericht war der Mann am Tag vor dem Test von einer Reise aus Italien zurückgekehrt und hatte sich dann an der Grenze testen lassen. An welcher Station sich der Mann hatte testen lassen, wurde nicht bekannt.

Die Erstmeldung:

Innerhalb eines Tages (News-Ticker Montag, 18. August) haben die Behörden jetzt 1390 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den neuesten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Damit liegt die Zahl wieder deutlich über der Schwelle von 1000. Am Sonntag und Montag war der Wert nur knapp halb so hoch. Das war zu erwarten, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 225.404 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18. August, 0 Uhr). Bislang gab es 9236 Tote (+4 zum Vortag). Rund 203.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,11 (Stand: 17. August; Vortag: 1,21). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Stand: 17. August; Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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