News-Ticker zur Corona-Pandemie

Kretschmann und Söder fordern: Kroatien muss Risikogebiet werden

Kretschmann und Söder bei Besprechung
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Bayern und Baden-Württemberg wollen Kroatien zum Risikogebiet erklärten

Landkreis/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (19. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2928, Traunstein 1336, Berchtesgadener Land 372, Mühldorf 546, Altötting 666
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 55
  • Mindestens 9236 Todesfälle in Deutschland (2631 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Hier geht‘s zum Ticker des folgenden Tages.

Update, 19.14 Uhr - Kretschmann und Söder fordern: Kroatien muss Risikogebiet werden

Angesichts der stark steigenden Zahlen von infizierten Reiserückkehrern aus dem Kroatien-Urlaub fordern Baden-Württemberg und Bayern, das osteuropäische Land zum Risikogebiet zu erklären. Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) hätten einen entsprechenden Schritt am Dienstag vereinbart, sagte ein Sprecher auf Anfrage im Stuttgarter Staatsministerium. Kretschmann habe kein Verständnis dafür, dass diese Entscheidung in Berlin bislang noch nicht getroffen worden sei.

Die Einstufung als Risikogebiet durch das bundeseigene Robert Koch-Institut bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat.

Update, 16.25 Uhr - Zwei Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 13 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 6,78.

Seit der letzten Pressemitteilung sind beim Staatlichen Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen. In beiden Fällen handelt es sich um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für den oder die zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Das Robert Koch-Institut aktualisiert fortlaufend eine Liste der Risikogebiete.

Es liegen somit insgesamt 1337 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurde .Als genesen gelten mindestens 1236 Personen (fünf mehr als gestern .In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update 16 Uhr - Tests nach Geburtstagsfeier in Bodenwöhr bisher negativ

Alle bisher ausgewerteten Corona-Tests, die nach einer Feier in Bodenwöhr gemacht wurden, sind bislang negativ. 95 Menschen wurden nach einer Geburtstagsfeier im Landkreis Schwandorf unter Quarantäne gestellt. Ein mit Corona infizierter Urlaubsrückkehrer war auf der Feier erschienen und hatte über hundert Kontaktpersonen. Knapp ein Viertel davon ist bereits negativ getestet worden, beim Rest stehen die Ergebnisse und Tests noch aus, berichtet der BR.

Update, 15.30 Uhr - Keine Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 375 (Meldestand: 19. August, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 7,6.

Von den insgesamt 375 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 335 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (eine mehr im Vergleich zum Vortag). Aktuell befinden sich 15 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (einer weniger im Vergleich zu gestern).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 16 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.055 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 15.00 Uhr - Fünf neue Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von gestern, dem 18. August, fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 19. August, 12 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 13,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 21 aktive Fälle.

Update, 14.20 Uhr - Corona-Pannen haben auch personelle Folgen

Die massiven Pannen bei den (freiwilligen) Corona-Tests haben nun auch personelle Folgen. Während aktuell Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dem Landtag Rede und Antwort stehen muss, berichtet die Münchner Abendzeitung von weiteren personellen Folgen: Demnach wechselt Marcus da Gloria Martins, bislang Leiter der Pressestelle des Münchner Polizeipräsidiums, bis auf weiteres für die Krisenkommunikation ins bayerische Gesundheitsministerium.Da Gloria Martins gilt als ausgewiesener Experte für eine solche Form der Kommunikation. Er hatte einst seine Masterarbeit zum Thema „Krisenkommunikation“ geschrieben und sich während des OEZ-Attentats im Sommer 2016 einen Namen gemacht.

Update, 13.20 Uhr - 7-Tage-Inzidenz: AÖ auf Platz zwei, RO auf Platz vier

Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlicht weiterhin regelmäßige Updates zu den Corona-Zahlen in Bayern. Folgende Werte (Stand: 18. August, 8 Uhr) gelten aktuell für die Region:

Stadt/LandkreisFälleFälle/100.000 Einwohner7-Tage-Inzidenz
Stadt Rosenheim566893,325,27
Landkreis Rosenheim2362905,049,2
Landkreis Mühldorf541469,115,62
Landkreis Altötting666598,8726,98
Landkreis Traunstein1334753,295,65
Lkr. Berchtesgadener Land372371,879,46

Damit liegt der Landkreis Altötting bei der 7-Tage-Inzidenz hinter dem Landkreis Dingolfing-Landau (47,81), in der auch der stark von Corona betroffene Betrieb in Mamming beheimatet ist, bayernweit auf Platz zwei. Hinter dem Landkreis Dachau (25,34) nimmt die Stadt Rosenheim (25,27) hier den vierten Rang ein.

Update, 13.07 Uhr - Ministerin im Kreuzverhör - Huml berichtet über Bayerns Corona-Panne 

Nach der Corona-Testpanne bei Urlaubsrückkehrern an Bayerns Autobahnen muss die viel kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Landtag erneut Rede und Antwort stehen. Auf Initiative der Opposition kommt dazu am Mittwoch (13.00 Uhr) der Gesundheitsausschuss zu einer Sondersitzung zusammen - mitten in der parlamentarischen Sommerpause.

Update, 12.58 Uhr - Experte macht Hoffnung: „Das Virus wird schwächer“

Diese Aussagen des Direktors der Virologie am Uniklinikum Essen, Prof. Ulf Dittmer lassen hoffen. Demnach gebe es Anzeichen, dass das Virus mutiert und dadurch schwächer werden könnte. Gegenüber bild.de meint Prof. Ulf Dittmer: „Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass sich das Virus bereits abschwächt. Und es könnte auch sein, dass das Virus im Zuge der Veränderungen irgendwann nur noch eine Erkältung oder einen Schnupfen auslöst.“

Die deutlich geringe Anzahl an Todesfällen in Ländern, in denen die zweite Welle bereits losging, unterstütze diese These. Außerdem gebe es „bei den Symptomen der Corona-Patienten immer häufiger eine Störung der Geschmacks- und Geruchsfähigkeit“, so Dittmer. „Das steht mittlerweile fast an erster Stelle. Aber gerade diese Symptomatik ist mit einem schwächeren Krankheitsverlauf verbunden.“

Prof. Dittmer weiter: „Evolutionstechnisch würde es auch Sinn machen: Das Virus möchte nicht in den Tiefen der Atemwege festsitzen, sondern lieber weiter nach oben wandern, in die oberen Atemwege, weil es sich von dort aus besser verbreiten kann. Damit wäre es dann aber auch weniger gefährlich.“

Update, 11.30 Uhr - Corona-Forschung fehlen Milliarden - Kritik an Impfstoff-Verträgen 

Im Wettrennen um einen Corona-Impfstoff sichern sich reiche Länder schon mal mögliche Präparate durch Vorverträge. Die Solidarität mit ärmeren Ländern bleibt auf der Strecke. Es fehlen Milliarden. Damit sei niemandem gedient, warnen die WHO und Fachleute.

Es fehlt noch jede Menge Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. „Es gibt erhebliche Finanzierungslücken“, sagte Caroline Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros des Wellcome Trusts, eine der größten Stiftungen der Welt, der Deutschen Presse-Agentur. Sie kritisierte nationale Alleingänge, etwa große Investitionen in heimische Impfstofffirmen oder Verträge mit diesen Firmen, um sich im Falle eines Erfolgs große Mengen des Impfstoffs vor einem weltweiten Verkauf zu sichern.

Die britische Stiftung unterstützt das Projekt ACT Accelerator der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es soll Forschung und Entwicklung in drei Säulen beschleunigen - Tests, Medikamente und Impfstoffe - und es soll die faire Verteilung weltweit sicherstellen. Den Bedarf schätzt die WHO über zwölf Monate auf 31,3 Milliarden Dollar (gut 26 Mrd Euro). 

Nach Angaben der WHO waren bis Mitte August aber erst 2,5 Milliarden Dollar für die drei Säulen fest zugesagt. Über den Einsatz einer weiteren Milliarde Dollar Spendengelder werde mit Gebern noch verhandelt. „Wir gehen aber davon aus, dass nur ein relativ kleiner Anteil schlussendlich an ACT-A-Partner gehen wird“, so die WHO. ACT steht für „Access to Covid-19-Tools“ (etwa: Zugang zu Covid-19-Instrumenten). 

Wenn Staaten überwiegend in einzelne Firmen investierten und sich über Vorverträge die Belieferung mit Impfstoffen sichern, sei das problematisch, sagte Schmutte: „Das könnte Hürden bei der gerechten und bedarfsorientierten Verteilung von Impfstoffen schaffen.“ Solche Verträge haben viele Länder schon abgeschlossen, darunter Deutschland, die USA und die Schweiz. 

Schmutte verweist darauf, dass eine ausgewählte Firma womöglich nie ein erfolgreiches Mittel auf den Markt bringe.

Update, 9.36 Uhr - DJ in Waldkraiburg positiv getestet

Nächste Panne bei der Auswertung von Coronatests von Reiserückkehrern in der Region: Bei einer Privatparty mit 95 Teilnehmern in einem Waldkraiburger Club hat am Samstag, 15. August, ein mit Corona infizierter DJ Musik aufgelegt, wie das Landratsamt Mühldorf nun mitteilte. Das positive Testergebnis - die Testung hatte der Mann freiwillig nach einer Reise aus Kroatien vornehmen lassen - wurde ihm durch das Labor erst nach der Feier übermittelt.

„Das Gesundheitsamt hat unmittelbar nach Kenntnis dieses Vorfalls unverzüglich mit der Ermittlung der Kontaktpersonen begonnen. Die engen Kontaktpersonen lassen sich in diesem Fall identifizieren, da die Teilnehmer befragt werden können, ob sie Kontakt zu einem der DJs hatten. Die engeren Kontaktpersonen wurden in Quarantäne gesetzt“, hieß es in einer Pressemitteilung des Gesundheitsamtes.

Die übrigen Gäste, die nach Angaben des Mühldorfer Gesundheitsamtes keinen direkten Kontakt hatten, wurden informiert und gebeten, in den nächsten zwei Wochen ihre Kontakte zu reduzieren, auf Symptome zu achten und
sich gegebenenfalls im Rahmen der bayerischen Teststrategie freiwillig testen zu lassen.

Update, 8.52 Uhr - Sondersitzung im Landtag: Opposition hat Fragen an Ministerin 

Nach der Corona-Testpanne bei Urlaubsrückkehrern an Bayerns Autobahnen muss die viel kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Landtag erneut Rede und Antwort stehen. Auf Initiative der Opposition kommt dazu mitten in der parlamentarischen Sommerpause der Gesundheitsausschuss am Mittwoch, 13 Uhr, zu einer Sondersitzung zusammen. 

Hintergrund der Sondersitzung sind massive Probleme bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen. Insgesamt erfuhren 44 000 Personen ihre Testergebnisse nicht oder nur stark verzögert, darunter auch 949 positiv Getestete. 46 davon konnten etwa wegen fehlender oder falscher Personendaten oder Telefonnummern bis heute nicht identifiziert werden.

Am Dienstag war zudem bekannt geworden, dass Huml und ihr Ministerium bereits am Montag vergangener Woche per E-Mail über die Verzögerungen bei den Ergebnis-Übermittlungen informiert worden waren.

Söder und der Öffentlichkeit hatte Huml dies aber erst zwei Tage später mitgeteilt. Zur Begründung sagte sie, dass die ganze Dimension erst am Mittwoch erkennbar war, als klar war, dass die Personen nicht wie zunächst gehofft noch schnell informiert werden konnten. Die Opposition sieht das anders - sie wirft der Regierung Unfähigkeit und eine unnötige Verzögerung vor. Auch der Rücktritt der Ministerin wurde bereits gefordert.

Update, 7.30 Uhr - Höchster Wert seit Mai: 1510 registrierte Corona-Neuinfektionen 

Das Robert Koch-Institut hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Corona-Infektionen. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen hervor.

Höher lag die Zahl zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen lag Anfang April bei mehr als 6000, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl wieder an.

Update, 7.05 Uhr - „Corona regional“: Das Virus auf der Deutschlandkarte 

Volle Einkaufszentren, die U-Bahn zu Stoßzeiten, abendliches Gedränge im Szeneviertel - in der Stadt gäbe es reichlich Gelegenheit für Infektionen mit dem Coronavirus. Auf dem Land hingegen ist Platz. Müsste man meinen. Doch so einfach ist es nicht.

Das Coronavirus braucht Nähe. Damit eine Infektion überspringen kann, müssen sich Menschen nahekommen: Die gleiche Luft atmen, sich anhusten oder dieselben Gegenstände anfassen. Man könnte meinen, in der Stadt gebe es deutlich mehr Infektionen im Verhältnis zur Bevölkerung. Doch allzu groß ist der Unterschied nicht, wie die neue Internetseite „Corona regional“ des beim Innenministerium angesiedelten Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt.

Der Unterschied zwischen Stadt und Land spielt erstaunlicherweise kaum eine Rolle für das Infektionsgeschehen“, sagt Michael Frehse, der die Heimatabteilung im Bundesinnenministeriums leitet. Sichtbar wird das auf der neuen Internetseite mit Hilfe gelb-oranger Balken, die die Entwicklung der Infektionen in Deutschland für den städtischen und den ländlichen Raum nebeneinander seit Anfang März zeigen - je dunkler, desto mehr Infektionen pro 100 000 Einwohner. Allzu stark unterscheiden sich die Farbverläufe nicht.

„Man würde in Städten deutlich mehr Infektionen erwarten als auf dem Land, weil es dort enger zugeht“, sagt auch der Mediziner Max Geraedts, der an der Universität Marburg das Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie leitet. Geraedts und sein Team sind spezialisiert auf Forschung zur Qualität der Gesundheitsversorgung. Doch aktuell sei die Zahl der Infizierten in der Gesamtbevölkerung noch nicht so hoch, dass die größere Nähe in der Stadt eine entscheidende Rolle spiele. Er rechnet aber damit, dass sich das ändert: „Das wird auch so kommen, wenn das Virus sich erst stärker in der Bevölkerung verbreitet hat und damit auch mehr Möglichkeiten zur Ansteckung im Alltag entstehen.“

Erstmeldung:

Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Dienstagabend hervor. Von den bekannten Corona-Neuinfektionen in Meldewoche 33, bei denen es eine Angabe zum wahrscheinlichen Infektionsland gab, lag der Anteil der Ansteckungen im Ausland bei 39 Prozent. Zum Vergleich: In der Meldewoche 32 hatten sich 34 Prozent wahrscheinlich im Ausland infiziert, in der Meldewoche 31 waren es 21 Prozent. Am häufigsten wurden - auf vier Wochen betrachtet - der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings gab das RKI nicht an, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war. Diese Angabe ist notwendig, um zu beurteilen, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist. Es könnte beispielsweise sein, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung.

Insgesamt gibt es seit Beginn der Corona-Krise derzeit 225 404 bekannte Corona-Infektionen in Deutschland - von einem Drittel davon gibt es allerdings keine Angaben zum mutmaßlichen Infektionsland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9236. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 203 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

mz/dpa

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