News-Ticker zur Corona-Pandemie

EU sichert sich potenziellen Corona-Impfstoff von Curevac

Forscher in Labor bei der Arbeit
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EU sichert sich Impfstoff

Landkreis/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (20. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2928, Traunstein 1340, Berchtesgadener Land 378, Mühldorf 553, Altötting 674
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9253 Todesfälle in Deutschland (2631 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.28 Uhr - EU sichert sich potenziellen Corona-Impfstoff von Curevac

Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 405 Millionen Dosen des potenziellen Corona-Impfstoffs des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac. Man habe Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen abgeschlossen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Laut Curevac geht es um einen Vorvertrag über 225 Millionen Dosen sowie eine Option auf 180 Millionen weitere. Diese würden bereitgestellt, sobald sich der Impfstoff, an dem das Unternehmen derzeit arbeitet, als wirksam und sicher erwiesen habe.

«Jede Gesprächsrunde, die wir mit der pharmazeutischen Industrie abschließen, bringt uns unserem Ziel, das Virus zu besiegen, näher», sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Ähnliche Vorgespräche über Hunderte Millionen Dosen hatte die EU-Kommission zuvor bereits mit Janssen Pharmaceutica NV sowie mit Sanofi-GSK abgeschlossen. Einen Schritt weiter sind die Verhandlungen mit dem Pharmaunternehmen AstraZeneca. Ein Rahmenvertrag für den Kauf von 300 Millionen Dosen mit der Option auf weitere 100 Millionen liegt bereits vor. Die Impfstoff-Dosen sind für die EU-Staaten gedacht, können aber auch an andere, weniger wohlhabende Länder sowie andere europäische Länder gespendet werden.

Dabei bestätigte die EU-Kommission auf Anfrage, dass Deutschland und andere EU-Staaten nicht mehr parallel über einen eigenen Verträge mit AstraZeneca verhandeln. Ursprünglich hatte eine sogenannte Impfstoffallianz aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden mit AstraZeneca einen Vertrag über mindestens 300 Millionen Impfdosen geschlossen. Diese Verhandlungen seien auf Anfrage der vier Staaten jedoch von der EU-Kommission übernommen worden, hieß es nun aus der Brüsseler Behörde.

Update, 19.13 Uhr - Corona-Zahlen in der Region steigen weiter an

Nach den Landkreisen Altötting und Mühldorf liegen nun auch die aktuellen Corona-Zahlen für die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein vor. Auch hier zeigt sich ein weiterer Anstieg.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern drei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Bei einer Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet, der sich unmittelbar nach seiner Rückkehr in Quarantäne begab.

Auch die beiden weiteren Corona-Infizierten haben sich häuslich isoliert. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 378 (Meldestand: 20. August, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 5,7.

Von den insgesamt 378 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 336 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (1 mehr im Vergleich zum Vortag). Aktuell befinden sich daher 17 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (2 mehr im Vergleich zu gestern).

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 16 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 6,21. Seit der letzten Pressemitteilung sind beim Staatlichen Gesundheitsamt drei Neuinfektionen eingegangen. Bei einem Fall handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1340 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1236 Personen.

Update, 17.09 Uhr - 47 aktive Fälle im Raum Altötting

Auch dem Landratsamt Altötting wurden am 20. August fünf neue Corona-Fälle gemeldet. Damit gibt es im Landkreis derzeit 47 aktive Fälle.

570 Landkreisbürger/innen gelten bislang als genesen. 57 Menschen sind bedauerlicherweise gestorben.

Update, 16.42 Uhr - Sieben Neuinfektionen im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 19. August sieben neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. August 12 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 17,3. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 24 aktive Fälle.

Update, 15.52 Uhr - Schock für 180.000 Kroatien-Urlauber

Am Donnerstagvormittag wurde vom Auswärtigen Amt eine Reisewarnung für Teile Kroatiens herausgegeben. Offiziell heißt es: Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt

Die nördlichen Küstenregionen mit Istrien und dem Gebiet um Zadar sowie die südliche Küste mit der Hafenstadt Dubrovnik sind davon nicht betroffen.

Dennoch ein Schock: Denn laut dem Direktor der kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt, Romeo Draghicchio, halten sich derzeit etwa 180.000 Urlauber aus Deutschland in dem EU-Land auf: „Die Deutschen sind unsere Urlaubsgruppe Nummer eins.“ Vor allem weil das Land gut mit dem Auto zu erreichen ist und viele Deutsche in der aktuellen Situation Flugreisen ablehnen.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Update, 14 Uhr - Rosenheims OB mahnt zu Vorsicht

Mit zunehmender Sorge beobachtet die Stadt Rosenheim das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen. Seit einigen Wochen zeichnet sich eine kontinuierliche Steigerung bei den Infektionszahlen ab. „Das hängt sicherlich mit der Ausweitung der Corona-Tests zusammen. Wir registrieren aber auch ein deutlich zunehmendes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen, vor allem bei Rückkehrern aus südosteuropäischen Ländern“, sagte Oberbürgermeister Andreas März.

„Die Dynamik des Anstiegs der 7-Tage-Inzidenz gibt zu Sorgen Anlass. Mit einem aktuellen Wert von 31,6 sind wir in Bayern an Rang 1 und im Bundesgebiet auf Rang 2 unter den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen“, verweist Rosenheims Stadtoberhaupt auf die neuesten Infektionszahlen.

„Gerade weil neue Infektionen derzeit ganz überwiegend aus dem Urlaub nach Rosenheim importiert werden und das eigentliche heimische Infektionsgeschehen auf niedrigem Niveau verharrt, müssen wir alles daransetzen, das neuerliche Entstehen von Infektionsketten zu verhindern. Deshalb bitte ich alle, die unter Quarantäne stehen, um Einhaltung der Regeln. Ich bin mir bewusst, dass es gerade für junge, symptomfreie Menschen schwierig nachvollziehbar ist, in Quarantäne bleiben zu müssen, wenn sie sich eigentlich gesund und fit fühlen. Trotzdem ist diese Vorsichtsmaßnahme unabdingbar, um das Infektionsgeschehen stadtweit im Griff zu behalten. Ich appelliere deshalb eindringlich an die Eigenverantwortung unserer Bürger und an ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitmenschen“, so März.

Das RoMed-Klinikum Rosenheim ist vom Anstieg des Infektionsgeschehens bisher nicht betroffen. „Die Situation ist erstaunlich stabil. Wir erwarten derzeit auch keine annähernd so schwierige Situation wie im Frühjahr, weil das Durchschnittsalter der derzeit bestätigten Covid-Fälle in der Region deutlich niedriger liegt. Zudem sind wir jetzt viel besser vorbereitet, selbst wenn die Infektionszahlen noch einmal exponentiell nach oben gehen sollten“, so RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg.

Update, 13.34 Uhr - Jetzt auch offizielle Reisewarnung für Kroatien

Nachdem Teile Kroatiens vom Robert-Koch-Institut wegen stark steigender Corona-Zahlen als Risikogebiet eingestuft worden waren, hat das Auswärtige Amt erwartungsgemäß nun auch eine offizielle Reisewarnung für die betroffenen Gebiete ausgesprochen. Die Reisewarnung gilt demnach seit Donnerstag für zwei südliche Verwaltungsbezirke, die sogenannten Gespanschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien.

„In den Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage“, betonte das Auswärtige Amt. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift.

Update, 12.15 Uhr - Kroatien jetzt teilweise Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Robert Koch-Institut (RKI) jetzt Teile von Kroatien als Risikogebiet eingestuft. Das teilte das bundeseigene Institut auf seiner aktualisierten Liste der Risikogebiete mit.

Demnach gelten seit Donnerstag die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die so genannten Gespannschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien als Risikogebiet. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Auswärtige Amt auf dieser Basis auch eine Reisewarnung für dieses Gebiet des EU-Landes an der Adria erlassen dürfte. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Update, 11.30 Uhr - Kaniber sagt Urlaub in Kroatien ab

Die Corona-Infektionen bei Reiserückkehrern, die sich Süd- oder Südosteuropa aufgehalten haben, steigen - auch in der Region. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) aus Bayerisch Gmain hat deswegen jetzt ein Zeichen gesetzt und ihren geplanten Kroatien-Urlaub abgesagt. Auch in Kroatien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder deutlich gestiegen. Deswegen habe Kaniber entschieden, dass sie heuer nicht nach Kroatien in den Urlaub fährt.

Das ist für sie besonders schwer. Denn Kaniber hat kroatische Wurzeln. Ihre Eltern wohnen dort. Normalerweise besucht sie sie jeden Sommer, hat Kaniber jetzt in einem Interview mit dem Münchner Merkur verraten: „Das ist die einzige Zeit im Jahr, die ich ungestört mit meinen Eltern verbringen kann“. In diesem Jahr habe sie sich entschieden, in Bayern zu bleiben - auch wenn es ihr sehr schwer gefallen sei. Sie möchte damit ein Zeichen setzen und zur Zurückhaltung raten.

Update, 11.10 Uhr - Corona-Alarm in Kelsterbach (Hessen)

Corona-Alarm im Städtchen Kelsterbach (Landkreis Groß-Gerau) in der Nähe von Frankfurt am Main: Dort haben zwei Paare am 7. bzw. 14. August Hochzeit gefeiert - einmal mit 200, einmal mit 100 Gästen. Jetzt müssen insgesamt 300 Personen bis zum Wochenende auf Corona getestet wären, nachdem vier Neu-Infizierte gemeldet wurden, die auch die Partys besucht hatten. Laut einem Bericht der Hessenschau soll eine Frau sogar trotz Symptomen zur Feier gekommen sein und dort andere Gäste angesteckt haben.

Bis die Testergebnisse vorliegen, müssen die betroffenen Personen in Quarantäne bleiben. Ein Gast werde stationär in einem Krankenhaus behandelt, teilte Volker Trunk, der Sprecher der Kreisverwaltung im Landkreis Groß-Gerau, mit. Die Kreisverwaltung hat als Konsequenz zudem ab Donnerstag, 20. August, die Regelungen für Versammlungen wieder verschärft.

Update, 9.55 Uhr - Politologe sieht Gesundheitsministerin vor dem Aus

Der renommierte Politologe Heinrich Oberreuter ist der Meinung, dass Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kurz vor dem Aus steht. „Die Lage ist offen, aber mit der Tendenz zur Beendigung des Amts. Nach der Sitzung (Anm. der Red.: Die Sondersitzung des Landtages am Mittwoch) sage ich das umso mehr“, sagte Oberreuter der Augsburger Allgemeinen.

Im Grunde stehe Huml schon seit Monaten zur Disposition. „Von daher halte ich es für problematisch, ob das noch lange für sie gut geht.“ Die Ministerin war zuletzt wegen einer schweren Panne bei Corona-Tests für Reiserückkehrer unter Druck geraten. Mehr als 900 positiv Getestete hatten nur erheblich verspätet von ihrer Infektion erfahren, mindestens 46 gar nicht. Die Tatsache, dass Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der Ministerin zahlreiche Kompetenzen genommen, ihr Ministerium umgebildet und ihr Gewährsleute aus dem Innenministerium zur Seite gestellt hat, beweise, dass er kein Vertrauen in die Führungskraft und die Strukturen im Gesundheitsministerium habe, so Oberreuter.

Update, 8.20 Uhr - Testpannen: Söder zieht personelle Konsequenzen

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) darf zwar (vorerst) auf ihrem Posten bleiben, aber dennoch reagiert Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun mit personellen Konsequenzen auf die anhaltenden Pannen bei den bayerischen Coronatests. Dazu wechselt der bisherige Staatssekretär aus dem Bau- und Verkehrsministerium, Klaus Holetschek, ab sofort ins bayerische Gesundheitsministerium - und dies unbefristet. Der Jurist soll Huml beim Krisenmanagement unterstützen.

Darüber hinaus war Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) bereits in der vergangenen Woche von Söder zum „Corona-Koordinator“ ernannt worden. Dieser soll zur Vermeidung von Pannen „sämtliche pandemiebedingten Maßnahmen bündeln, koordinieren und deren Umsetzung gewährleisten“. Auch der LGL-Chef Andreas Zapf musste bereits seinen Platz räumen. Am Mittwoch war außerdem bekannt geworden, dass der bisherige Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums München, Marcus da Gloria Martins, für die Corona-Kommunikation ins Gesundheitsministerium wechselt.

Update, 6.34 Uhr - Höchstwert seit Ende April bei Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland auf den höchsten Wert seit Ende April gestiegen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) jetzt 1707 neue Corona-Infektionen (Stand: 20. August, 0 Uhr). Höher lag die Zahl zuletzt am 26. April mit 1737 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder (zum Teil deutlich) an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg der Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens erhöht wurde. Waren es nach RKI-Daten in der Kalenderwoche 31 vom 27. Juli bis 2. August noch rund 578.000 (übermittelt von 165 Laboren), lag die Zahl zwei Wochen später schon bei mehr als 875 000 (übermittelt von 181 Laboren). Dies berichtet die Deutsche Presse Agentur (dpa).

Die Werte können sich im Zuge von Nachmeldungen noch verändern, zudem können Mehrfachtestungen einzelner Menschen enthalten sein. In der Woche vom 20. bis 26. April hatte die Zahl der Tests bei rund 364.000 (übermittelt von 178 Laboren) gelegen - also wesentlich niedriger als derzeit. Die Rate positiver Ergebnisse lag damals bei fünf Prozent, derzeit liegt sie bei knapp einem Prozent .Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt. Auch Epidemiologie-Professor Gérard Krause vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig warnte: „Der Anstieg der positiven Tests ist nicht allein dem Anstieg der Testungen geschuldet.

Insgesamt gab es in Deutschland bislang 228.621 registrierte Corona-Infektionen und 9253 Todesfälle. 204.800 Menschen gelten als bereits wieder genesen. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert lag bei 1,03 (Stand: 19. August; Vortag: 1,06). Das sogenannte 7-Tage-R lag bei 1,08 (Stand: 19. August; Vortag: 1,05).

Die Erstmeldung:

Nach dem gestrigen Sieg des FC Bayern, welcher seinen Einzug ins Champions-League-Finale in Lissabon in Stein meißelt, steht eines fest: Auch während der Corona-Pandemie ist die Championsleague von großer finanzieller Bedeutung für den Verein. Das Endspiel an diesem Sonntag gegen Paris Saint-Germain könnte der umsatzstärkste deutsche Fußballclub die 100-Millionen-Euro-Marke in der Königsklasse übertreffen oder zumindest in die Nähe kommen.

Gibt es nun trotz Corona-Kürzungen die vollen Prämien?

Trotz der Reduzierung von fünf auf nur drei Spiele steht noch aus, ob die Prämien für das Erreichen der letzten K.O.-Runden in voller Höhe ausgezahlt werden können. Der Grund für diese Unsicherheit sind die gesunkenen Einnahmen des europäischen Dachverbands.

Für den Finalsieg winken dem Sieger des Final-Spiels 19 Millionen Euro aus dem UEFA-Prämientopf, während für den zweitplatzierten Verlierer unter normalen Umständen 15 Millionen zustehen. Unter diesen Umständen würden die UEFA-Zahlungen an den FC Bayern nach den vor Saisonbeginn gemachten Angaben bei einem Titelgewinn insgesamt 115,69 Millionen ausmachen.

Bisher ansehnliche Prämien trotz Corona

Vor dem Corona-Zwangsstopp im März hatten die Bayern knapp 41 Millionen Euro durch Startgeld, Spielprämien und den Einzug ins Achtelfinale verdient. Diese UEFA-Gelder sind bereits geflossen. Dazu kämen nun 22,5 Millionen Euro für Viertel- und Halbfinale, die in der Turnierform jedoch nicht mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wurden.

Unklar ist bislang, wie die UEFA mit der Ausschüttung des Koeffiziententopfes umgeht. Aus diesem stehen den seit Jahren in der Champions League sehr erfolgreichen Bayern normalerweise 33,24 Millionen Euro zu.

Hier geht‘s zum Corona-News-Ticker von gestern.

Weitere Zahlungen aus dem Marktpool sind in der Höhe ebenfalls offen. Die Zuschauereinnahmen sind dem deutschen Meister aus drei Heimspielen ab dem Achtelfinale sicher entgangen. Das Rückspiel gegen den FC Chelsea hatte in München ebenfalls als Geisterspiel stattgefunden. In Lissabon wird auch vor leeren Rängen gespielt werden.

mda/dpa

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