News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Zahlen nähern sich in mehreren Orten Oberbayerns dem Frühwarnwert

Weiterer Anstieg der Corona-Zahlen
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Symbolbild: Corona-Zahlen steigen weiter an.

Landkreis/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (21. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 2951, Traunstein 1340, Berchtesgadener Land 380, Mühldorf 553, Altötting 674
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9260 Todesfälle in Deutschland (2632 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.20 Uhr - Corona-Zahlen nähern sich in mehreren Orten Oberbayerns dem Frühwarnwert

In mehreren Orten Oberbayerns rückt die Zahl der Corona-Infektionen nahe an den vereinbarten Frühwarnwert heran. Etwa in Ebersberg gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Freitag 34,47 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert bei 33,16 und in Ingolstadt bei 31,39.

Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

Auch in München steigen die Zahlen. Zuletzt wurden absolut mehr als 80 neue Fälle pro Tag gemeldet - vor wenigen Wochen war es teils nur ein Zehntel davon. Die 7-Tage-Inzidenz für München lag am Freitag beim 27,05.

Unter anderem Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU) äußerte sich besorgt. Seit einigen Wochen zeichne sich eine kontinuierliche Steigerung bei den Infektionszahlen ab. «Das hängt sicherlich mit der Ausweitung der Corona-Tests zusammen. Wir registrieren aber auch ein deutlich zunehmendes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen, vor allem bei Rückkehrern aus südosteuropäischen Ländern», sagte März am Donnerstag. Er rief Infizierte auch ohne Symptome auf, sich an die Quarantäne-Regeln zu halten.

Laut LGL fließen die Zahlen der an den bayerischen Teststationen getesteten Reiserückkehrer in die amtliche Statistik ein. Maßgeblich sei hier aber der Wohnort oder Aufenthaltsort, nicht der Ort der Untersuchung. Folglich sind in den Zahlen für bestimmte Kommunen nicht Reiserückehrer enthalten, die gar nicht dort leben.

Update, 16.27 Uhr - Die Corona-Lage im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 19 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 9,04.

Seit der letzten Pressemitteilung sind beim Staatlichen Gesundheitsamt vier Neuinfektionen eingegangen. In allen vier Fällen handelt es sich um Reiserückkehrer, davon zwei aus einem Risikogebiet.

Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für den oder die zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Das Robert Koch-Institut aktualisiert fortlaufend eine Liste der Risikogebiete.

Es liegen somit insgesamt 1344 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1237 Personen (eine mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 15.32 Uhr - Corona-Lage im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 20. August 7 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 21. August 2020, 12 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Corona-Fälle im Landreis Mühldorf

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 561 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 504 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 22,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 30 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Update, 14.28 Uhr -  Engpässe bei Corona-Tests in Deutschland

Die immens gestiegene Zahl von Corona-Tests in Deutschland führt zu Kapazitätsproblemen. In der Woche vom 10. bis 16. August hätten die teilnehmenden Labore einen Rückstau von 17.142 abzuarbeitenden Proben angegeben, heißt es im aktuellen „Epidemiologischen Bulletin“ des Robert Koch-Instituts (RKI). 41 Labore hätten dabei Lieferschwierigkeiten für Reagenzien genannt.

Die Probleme könnten zu Verzögerungen bei der Abklärung möglicher Sars-CoV-2-Infektionen führen - und damit auch bei der Einleitung von Schutzmaßnahmen durch die Gesundheitsämter. Die Zahl veranlasster Tests war zuletzt immens gestiegen, unter anderem wegen der Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

Waren es nach RKI-Daten in der Kalenderwoche 31 vom 27. Juli bis 2. August noch rund 578.000, lag die Zahl zwei Wochen später schon bei mehr als 875.000. In der Woche vom 20. bis 26. April hatte die Zahl der Tests noch bei rund 364.000 gelegen. Verbrauchsmaterialien und Reagenzien werden in den Laboren unter anderem wegen begrenzter Haltbarkeit nur für kurze Zeiträume bevorratet.

Update, 13.40 Uhr - Maskenverweigerer bedroht Polizei in Zug in Rosenheim

Rund fünf Stunden lang ist die Bundespolizei am Donnerstag, 20. August, mit einem aggressiv auftretenden „Masken-Verweigerer“ beschäftigt gewesen. Obwohl der Mann erst vor knapp zwei Wochen aus einem Gefängnis entlassen worden war, wurde er schlussendlich erneut festgenommen. Dem 25-Jährigen werden gleich mehrere Straftaten vorgeworfen.

Die Polizei war von einer Zugbegleiterin informiert worden, dass sich in einem Eurocity zwischen München und Rosenheim eine Person ohne Maske im Zug aufhalte. Am Bahnhof Rosenheim machten die Beamten den 25-Jährigen noch im Zug rasch ausfindig. Danach weigerte er sich wiederholt lautstark, eine Maske anzulegen. Zudem hatte der Mann überhaupt keine Fahrkarte. Im weiteren Verlauf der Kontrolle sprang der Mann nach Polizeiangaben immer wieder schreiend und wild gestikulierend im Zug herum. Trotz des Hinweises der Bundespolizisten, dass die mitgeführte „Body-Cam“ aktiviert worden sei und das weitere Geschehen aufgezeichnet werde, wurde er gegenüber den Beamten ausfällig, beleidigte diese mehrfach und drohte, ihnen etwas anzutun. Schließlich kam er der polizeilichen Aufforderung, den Zug zu verlassen, nach.

Update, 13.08 Uhr - Reiserückkehrer: Zwei neue Fälle im BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit der letzten Meldung zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Bei einer Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet, der sich unmittelbar nach seiner Rückkehr in häusliche Isolation begab. Die zweite Person befand sich bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Quarantäne. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 380 (Stand: 21. August, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 7,6.

340 Personen gelten als bereits wieder genesen. Aktuell befinden sich 15 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (zwei weniger im Vergleich zu Donnerstag). Weitere Todesfälle wurden glücklicherweise nicht gemeldet.

Update, 12.23 Uhr - 7-Tage-Inzidenz kritisch: Drohen Rosenheim neue Einschränkungen?

Seit dem letzten Wochenbericht (Stand: 13. August) wurden dem Gesundheitsamt 42 neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet (Stand: 20 August, 24 Uhr). Bisher sind insgesamt 2951 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2372, Stadt: 579). 

In diesem Zusammenhang wies das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim darauf hin, dass zunehmend Erkrankungsfälle bei Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis auftreten, die vor kurzem aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Insbesondere bei der Stadt Rosenheim wird dies deutlich: Vom 1. bis zum 19. August wurden für die Stadt Rosenheim 34 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 28 Personen (= 82 Prozent) Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 19 Reiserückkehrer positiv getestet. 

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamts Rosenheim.

Dies führt dazu, dass die 7-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl an Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen umgerechnet auf 100.000 Einwohner, in der Stadt Rosenheim auf 33,2 angestiegen ist. Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim wurde deutlich: „Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein. Wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen. (...) Bei Überschreiten des Signalwertes von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern in der Stadt Rosenheim wird das Gesundheitsamt gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Stadt sehr genau zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen beraten, um dem weiteren Anstieg der Fallzahlen rechtzeitig entgegenzusteuern.“ 

Welche Maßnahmen das genau sein könnten (zum Beispiel die erneute Schließung von Lokalen), ließ das Landratsamt in seiner Pressemitteilung jedoch offen. Im Landkreis Rosenheim liegt die 7-Tage-Inzidenz glücklicherweise nur bei 8,05. Neue Todesfälle wurden keine aus Stadt und Landkreis gemeldet. Derzeit werden noch zwei Corona-Patienten stationär in einem Krankenhaus behandelt.

Update, 11.50 Uhr - BFV muss Re-Start im Amateurfussball verschieben

Negativer Paukenschlag für die bayerischen Amateurfussballer - auch in der Region: Der Bayerische Fußballverband (BFV) verschiebt den für 5. September geplanten Restart im Amateurfußball. Der Grund: Die Politik beharrt auf den bestehenden Regeln und will diese vorerst nicht weiter lockern.

Der BFV hatte von der Staatsregierung zeitnahe Lockerungen gefordert - und wollte unter anderem auch die Zulassung von Zuschauern unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt haben. Dafür gab es jedoch keine Genehmigung. Als neuer Starttermin wird nun der 19. September angepeilt. Ob es zu diesem Zeitpunkt dann klappt, ist derzeit offen. Der Verband hat seine Entscheidung den 4500 Vereinen im Freistaat am späten Freitagvormittag in einem offenen Brief kommuniziert. Der Ball liege dabei jetzt wieder in der Spielhälfte der Politik, wird BFV-Präsident Dr. Rainer Koch darin unter anderem zitiert.

SERVICE: Der offene Brief des Bayerischen Fußball-Verbandes im Wortlaut

Update, 11.20 Uhr - Behörden melden 1427 neue Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist leicht gesunken: Innerhalb eines Tages haben die Behörden jetzt 1427 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen hervor (Stand: 21. August, 0 Uhr). Am Vortag war mit 1707 neuen Nachweisen der höchste Wert seit Ende April erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bei 9260. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen galten etwa 205.800 Menschen als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 1,04 (Stand: 20. August; Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R-Wert an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,14 (Stand: 20. August; Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Update, 10.27 Uhr - Airbnb untersagt Partys in gemieteten Wohnungen

Wegen Corona bleiben Bars und Clubs an zahlreichen Orten geschlossen. Daher dienten viele Airbnb-Unterkünfte auch als Party-Location. Doch damit soll nun Schluss sein. Der Apartment-Vermittler hat ein weltweites Party-Verbot in allen über die Plattform gemieteten Wohnräumen verfügt. Ein Grund sei, dass einige Nutzer dazu neigten, dort das für Bars und Clubs typische Verhalten auszuleben, erklärte Airbnb.

Man habe auch eine einheitliche Regelung angestrebt, weil es regional unterschiedliche und sich verändernde Vorschriften gebe. Außerdem wurde die maximale Zahl der Gäste - auch in größeren Häusern - auf 16 begrenzt. Bei Verstößen drohten der Rauswurf von der Plattform und rechtliche Konsequenzen, erklärte Airbnb. Das Unternehmen ließ aber offen, wie die Einhaltung der Regeln überwacht werden soll.

Update, 10.05 Uhr - Bergmesse auf Grozach-Hütte abgesagt

Am Sonntag, 30. August, findet keine Bergmesse auf der Grozach-Hütte statt. Dies teilte die Bergwacht Rosenheim-Samerberg mit. „Leider müssen wir die Bergmesse dieses Jahr doch absagen. Durch die aktuelle Entwicklung kann die Veranstaltung dieses Jahr nicht wie in den letzten Jahren stattfinden", hieß es in einer Mitteilung der Bergwacht. Traditionell nehmen an der Messe, die sonst immer am letzten Sonntag im August stattfindet, zahlreiche Besucher teil.

Update, 9.28 Uhr - Burghausen öffnet Hallenbad und Sauna bald

Die Stadt Burghausen öffnet auf Basis der geltenden gesetzlichen Grundlagen voraussichtlich ab 12. September das Hallenbad und wohl ab 1. Oktober die Sauna. Die Öffnung ist in beiden Fällen abhängig vom Pandemiegeschehen und zieht coronabedingt einige Änderungen nach sich. Falls es ein warmer Spätsommer wird, kann die Hallenbadöffnung kurzfristig auch noch um eine Woche nach hinten verschoben werden.

Allgemein gilt die Abstandsregel von 1,5 Metern als oberstes Gebot. „Überall dort, wo dies nicht eingehalten werden kann, muss Maske getragen werden“, erklärt Markus Günthner, Leiter der Burghauser Bäder. Das bedeutet, im Kassenbereich sowie in den Umkleiden herrscht Maskenpflicht. Sobald es in den Bade- / Sauna-Bereich geht, muss kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Um dort den nötigen Abstand wahren zu können, mussten die Zutrittszahlen entsprechend angepasst werden. Das bedeutet beim Hallenbad mit max. 300 Besuchern gleichzeitig, dass vor allem an den Wochenenden und in den Ferien, wo vor Corona häufig 700 Badegäste gleichzeitig im Bad gewesen sind, entspannter Betrieb herrschen wird.

Bei der Sauna musste man auf 60 Gäste gleichzeitig nach unten korrigieren. „Hier hatten wir im Normalbetrieb 120 bis 150 Gäste zur gleichen Zeit.“ Auf der Website www.baeder-burghausen.de kann die Auslastung - wie schon im Sommer - eingesehen werden. „Durch die Spintbelegung haben wir hier ein sehr genaues System. (...)“, erklärt der Bäderleiter das Prozedere.

Update, 8.17 Uhr - Deutsche wollen stärkere Einschränkungen bei Feiern

Die Deutschen haben wieder deutlich mehr Angst um ihre Gesundheit bzw. wegen einer Infizierung mit dem Coronavirus. Das geht aus der neuesten Umfrage des ARD-Deutschlandtrend hervor. Dort äußerten 34 Prozent der Befragten sehr große oder große Sorgen, dass sie sich selbst oder Familienmitglieder mit dem Virus infizieren könnten. Das sind mehr als in den vergangenen Monaten. Am 6. August hatte dieser Wert noch bei 28 Prozent gelegen.

Geringe Sorgen um die eigene Gesundheit machen sich in der aktuellen Umfrage 37 Prozent der Befragten. Weitere 29 Prozent gaben an, überhaupt nicht besorgt zu sein. Auffällig ist, dass der Anteil jener, die sich geringe Sorgen machen, im Vergleich zum 6. August um 11 Prozentpunkte gesunken ist, während der Anteil jener, die sich gar keine Sorgen machen, um 6 Prozentpunkte zugenommen hat. Zudem gaben viele Befragte an, dass sie sich wieder deutlich stärkere Einschränkungen bei privaten Veranstaltungen/Feiern wünschen würden.

Update, 7.02 Uhr - Michaelimarkt in Wasserburg abgesagt

Wegen der anhaltenden Coronakrise und der damit einhergehenden gesetzlichen Vorgaben wurde der Michaelimarkt in Wasserburg, der eigentlich für den 27. September angesetzt war, jetzt abgesagt. In diesem Zuge wurde auch der verkaufsoffene Sonntag, der an diesem Tag von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr vorgesehen war, gestrichen.

„Wir bitten um Ihr Verständnis. Bei objektiver Betrachtung ist jedoch ist die Unversehrtheit von Menschenleben wichtiger als individuelle Interessen“, hieß es in einer Pressemitteilung der Touristinfo Wasserburg dazu.

Die Erstmeldung:

Vom 1. bis zum 18. August wurden für die Stadt Rosenheim 29 neue Erkrankungsfälle registriert, davon waren 24 Personen Reiserückkehrer. Allein in den letzten sieben Tagen wurden 19 Reiserückkehrer positiv getestet. Dies führt dazu, dass der Wert der 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim auf 30 angestiegen ist. Der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erläutert: “Alle positiv getesteten Reiserückkehrer wurden durch das Gesundheitsamt umgehend über das Testergebnis informiert, sobald uns der Befund vorlag. Bei den Erkrankten und ihren engen Kontaktpersonen wurde umgehend eine häusliche Quarantäne angeordnet. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau.“

Bei den Reiseländern der Erkrankten handelte es sich insbesondere um das Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Rumänien und Serbien. Somit stammen die Infektionen nicht nur aus den durch das Robert Koch-Institut definierten Risikoländern.

„Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es derzeit noch zu früh. Der Anstieg der Fallzahlen und insbesondere die hohe Zahl an infizierten Reiserückkehrern bereitet uns jedoch Sorgen. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA- Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Der Anstieg der Fallzahlen sollte für uns eine Warnung sein: wir dürfen das Erreichte keinesfalls verspielen“, sagt Hierl.

mw/mz/dpa

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