News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayern-Profi Coman muss nach Kontakt zu mit Corona infizierter Person in Quarantäne

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (15. September) im News-Ticker:

Coman beim Training

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3168, Traunstein 1422, Berchtesgadener Land 413, Mühldorf 632, Altötting 745
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9362 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.14 Uhr, Bayern-Profi Coman muss nach Kontakt zu infizierter Person in Quarantäne

Fußballprofi Kingsley Coman nimmt nach einem Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person aus seinem Umfeld derzeit nicht am Trainingsbetrieb des FC Bayern München teil. Der 24 Jahre alte Offensivspieler befindet sich laut Vorgaben des Robert-Koch-Instituts in häuslicher Quarantäne, teilte der Triple-Gewinner am Dienstagabend mit.

Ein bei Coman am Sonntag vorgenommener Corona-Test sei negativ ausgefallen. Während der Quarantäne werde sich der Franzose mit Cybertraining fit halten. Der deutsche Rekordmeister bestreitet das Auftaktspiel der Bundesliga-Saison 2020/21 am kommenden Freitag (20.30/DAZN und ZDF) gegen den FC Schalke 04.

Update, 19.25 Uhr - Arzt soll trotz Symptomen gearbeitet haben - 275 Personen in Quarantäne

Ein Corona-Ausbruch, bei dem inzwischen 275 Menschen unter Quarantäne stehen, könnte auf einen Arzt zurückgehen, der trotz Krankheitssymptomen weiterbehandelt haben soll. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Deggendorf vom Dienstag hervor. Nachdem ein vom Arzt veranlasster Test ihn als positiv ausgewiesen habe, habe er nach Kenntnis des Landratsamts aber nicht mehr praktiziert, hieß es. Ob möglicherweise ein Straftatbestand vorliege, müsse von der Staatsanwaltschaft geprüft werden. Zuvor hatte der „Bayerische Rundfunk“ über den Fall berichtet.

Laut Landratsamt wurden fünf Kontaktpersonen des Mediziners positiv getestet, diese hätten mit rund 275 weiteren Personen Kontakt gehabt, die nun unter Quarantäne gestellt und großenteils bereits getestet worden seien. Die Ergebnisse würden im Lauf der Woche erwartet. Zu den positiv getesteten Kontaktpersonen gehörte demnach auch eine Schülerin der Realschule Schöllnach. Die Mitschüler ihrer Klasse sowie Personen, die mit ihr im Bus gefahren sein könnten, wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt.

Update, 18.18 Uhr - Rückkehr der Fußball-Fans in die Stadien beschlossen: Diese Auflagen gelten

Um die Rückkehr der Fans in die Fußballstadien zu ermöglichen, haben sich die Bundesländer auf einheitliche Regeln geeinigt. Die Chefs der Staatskanzleien einigten sich am Dienstag auf einen sechswöchigen Probebetrieb. Dabei sind Zuschauer unter Corona-Bedingungen wieder erlaubt. Die Hygienekonzepte der Deutschen Fußball Liga und der Mitgliederverbände der Interessengemeinschaft Teamsport Deutschland sowie der zugehörigen Ligen und der zuständigen Sportfachverbände sind dabei die Grundlage. Die dpa fasst die Regelungen zusammen, unter welchen die Fans wieder im Stadion jubeln dürfen:

  • Die 7-Tages-Inzidenz auf 100.000 Einwohner des RKI wird berücksichtigt. Ist diedieser Wert am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar, dürfen keine Zuschauer teilnehmen. Die örtlich zuständigen Gesundheitsämter müssen mit in die Entscheidungsfindung eingebunden werden.
  • Tickets müssen personalisiert sein, um etwaige Infektionsketten nachverfolgen zu können. Dabei soll eine digitale Lösung bevorzugt werden. Gästetickets werden nicht verkauft.
  • Abstände von 1,5 Metern zwischen den Zuschauern müssen gewährleistet werden, insbesondere durch eine Reduktion der maximalen Zuschauerauslastung. Darüber hinaus sollen Besucherströme durch eine Segmentierung bei Ein- und Auslass entzerrt werden. Ein Verbot des Ausschanks und Konsums von alkoholhaltigen Getränken sowie ein Zutrittsverbot für erkennbar alkoholisierte Personen gilt ebenfalls.
  • Abhängig vom Stadion gelten Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Veranstaltungen. Für ausreichende Lüftung und/oder Luftdesinfektion beziehungsweise -filterung in Hallen ist gesorgt.
  • Die zulässige Zuschauerzahl wird für jeden Austragungsort nach den Landesregelungen und der Kapazität des Veranstaltungsortes bestimmt. Als zulässige Höchstkapazität während des Probebetriebs wird oberhalb einer absoluten Zahl von 1000 Zuschauern 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität empfohlen.
  • Der Probebetrieb soll von den Verbänden wissenschaftlich begleitet werden. Dies kann verbandsübergreifend geschehen. Dabei soll insbesondere auf die Problematiken der Aerosole, Verkehrslenkung, Ticketing, Einlass und Verlassen des Stadions und die Unterschiede zwischen Hallen- und Freiluftsport eingegangen werden.
  • Bis spätestens Ende Oktober soll über die Erkenntnisse aus dem Probebetrieb und über die Überführung in den Dauerbetrieb entschieden werden.

Update, 18.02 Uhr - Eine neue bestätigte Corona-Infektion im Landkreis Altötting

Am heutigen Tag, den 15. September, wurde für den Landkreis Altötting eine neue Corona-Infektion bestätigt. Dabei handelt es sich laut Angaben des Landratsamtes Altötting um einen Reiserückkehrer (28), welcher aus Portugal kam.

Bislang wurden im Landkreis 745 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 674 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

14 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 15.09.2020:  8.99.

Update, 17.10 Uhr - Die aktuellen Zahlen aus dem Raum Traunstein

Im Raum Traunstein ist es zu vier Neuinkfektionen mit dem Coronavirus gekommen. Das teilte das Landratsamt am 15. September mit. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei um keine Reiserückkehrer. Es liegen somit insgesamt 1422 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1304 Personen (zehn Personen mehr seit der Meldung am 14. September). Derzeit wird ein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Update, 16.26 Uhr - Piazolo: Keine Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht geplant

Eine Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht an Bayerns Schulen ist nach den Worten von Kultusminister Michael Piazolo derzeit nicht geplant. Der Freie-Wähler-Politiker betonte, die Maskenpflicht sei natürlich für alle in den Schulen eine „Zumutung“. Ohne einen neuen Beschluss laufe die Maskenpflicht damit Ende der Woche aus. Dieser sei derzeit auch nicht geplant, sagte Piazolo am Dienstag im Presseclub in München.

Noch bis Ende der Woche gilt an den Schulen in Bayern eine Maskenpflicht im Unterricht und auf dem gesamten Schulgelände. Ausgenommen im Unterricht sind davon nur Grundschulen. Hier muss, wie auch an allen anderen Schulen, aber auf dem kompletten Schulgelände eine Maske getragen werden. Die Maskenpflicht auf dem Schulhof und im Gebäude ist zeitlich nicht befristet.

Trotz diverser Corona-Fälle in Bayerns Schulen nach den Sommerferien ist Piazolo insgesamt mit dem Start des neuen Schuljahrs zufrieden: „Die Schulen konnten gut ins neue Schuljahr mit einem Regelbetrieb unter Hygieneauflagen starten. Die erste Bilanz fällt positiv aus.“ Dass es in der aktuellen Pandemie auch Infektionen bei Lehrern und Schülern gebe, „war erwartbar zum Schuljahr“.

Aktuell seien in Bayern fünf Schulen und 22 Klassen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, sagte Piazolo. Bei 37 der rund 150 000 Lehrer im Land gebe es derzeit einen positiven Nachweis des Virus. Daher seien die Gesundheitsämter und Schulen vor Ort weiter gefordert, mit Flexibilität und Pragmatismus auf das sich verändernde Infektionsgeschehen zu reagieren. „Das ist eine große Aufgabe auf die sich die Schulfamilie gut vorbereitet hat.“

Update, 16.05 Uhr - Sechs Neuinfizierungen im Berchtesgadener Land - 98 Personen in Quarantäne

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern sechs weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Zwei Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne und wurden nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 413 (Meldestand: 15. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 15,1. Von den insgesamt 413 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 372 Personen wieder genesen (gleichbleibend im Vergleich zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Aktuell gibt es 16 SARS-CoV-2-Infizierte (sechs mehr im Vergleich zu gestern). Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 98 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (33 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.109 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (gleichbleibend im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 15.23 Uhr - Massentest nach Kneipentour in Garmisch: Bisher nur drei Infizierte

Nach der Kneipentour einer mit dem Coronavirus infizierten 26-Jährigen in Garmisch-Partenkirchen sind bisher nur drei weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Etwa 1.000 hatten wegen des Vorfalls von Freitag bis Montag einen Abstrich nehmen lassen. Etwa 700 der Tests waren am Dienstag ausgewertet, wie Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bekannt gab.

Im Bereich der US-Streitkräfte, wo die 26-Jährige arbeitet, haben sich dem Landratsamt zufolge 24 Menschen infiziert. Die US-Amerikanerin war vergangene Woche trotz Krankheitsymptomen und Quarantäneauflage durch Bars gezogen. Ob sie die insgesamt 28 Menschen angesteckt hat oder es andere Quellen gibt, ist weiter unklar.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Soldaten und deren Familien. Die Unterkunft wurde für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden. Der Frau droht ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen Quarantäneauflagen. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte das Verhalten der Frau «besonders rücksichtslos» genannt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem „Musterfall für Unvernunft“.

Update, 14.07 Uhr - Spahn will Herdenimmunität durch freiwillige Impfung erreichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut betont, dass keine Impfpflicht gegen das Coronavirus eingeführt werden soll. „Es wird zu einer freiwilligen Impfung kommen“, sagte Spahn am Dienstag in Berlin. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich in Deutschland demnach 55 bis 65 Prozent der Bürger impfen lassen.

„Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel einer ausreichend hohen Impfquote freiwillig erreichen.“ Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gehen weiterhin davon aus, dass es im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird. 

Dafür wird die beschleunigte Impfstoffentwicklung des Tübinger Biotechunternehmens Curevac sowie der Mainzer Firma Biontech gefördert. Als drittes Unternehmen soll die Firma IDT Biologika aus Dessau-Roßlau finanzielle Mittel erhalten, die Gespräche dazu liefen aber noch, wie Karliczek betonte.

Update, 13 Uhr - WHO kann Frust der Jugendlichen verstehen

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO mahnt an, die Sorgen und Nöte junger Menschen in der Corona-Krise ernstzunehmen. Man müsse sich klarmachen, dass Jugendliche wegen der Coronavirus-Pandemie einen Sommer und ein fantastisches Jahr ihres Lebens verpassten, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen. „Viele junge Leute haben das Gefühl, dass die Pandemie für sie mit einem geringen Risiko und hohen Kosten kommt.“ Für den daraus entstehenden Frust müsse Verständnis aufgebracht werden.

Zugleich müsse gemeinsam mit der jungen Generation nach Lösungswegen gesucht werden, ohne Verbote auszusprechen, sagte Kluge. „Wir dürfen nicht sagen: Tut dies nicht, tut das nicht.“ Vielmehr müsse man neue Wege finden, wie soziale Kontakte auf sichere Weise gepflegt werden könnten. „Sozialer Umgang ist so wichtig, um Einsamkeit zu verhindern.“ Das Gefühl des Alleinseins sei bereits vor der Corona-Pandemie eine der größten Sorgen der Jüngeren gewesen. 

Vor dem Winter mit einer sich voraussichtlich wieder etwas verschlechternden Corona-Lage gehe es letztlich generell auch darum, den Sorgen der Menschen zu begegnen und die Gesundheit gleichzeitig weit oben auf die politische Agenda zu setzen, sagte Kluge weiter. „Wir müssen eine Covid-Müdigkeit vermeiden.“

Update, 12.21 Uhr - Kein neuer bestätigter Fall im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von gestern, dem 14. September keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 15. September 2020, 8 Uhr). 

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt, bei 12,1. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 16 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 11.30 Uhr - AfD scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht im Landtag

Die Maskenpflicht im Bayerischen Landtag bleibt in Kraft: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat einen Antrag der AfD-Fraktion auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Maskenpflicht abgewiesen. Durch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung würden Abgeordnetenrechte „jedenfalls nicht offenkundig verletzt“, teilte das Gericht am Dienstag mit. „Eine Beeinträchtigung des Kernbereichs der Mandatsausübung ist nicht erkennbar.“ Auch im Hauptverfahren droht der AfD-Fraktion eine Pleite: Das Gericht erklärte, es sprächen „gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass der Antrag in der Hauptsache keinen Erfolg haben wird“.

Seit Juli müssen im Landtag zum Corona-Schutz auch alle Abgeordneten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wie zuvor bereits alle Beschäftigten. Für die Abgeordneten hatte es Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) zunächst bei einer dringenden Empfehlung belassen. Weil die Mehrzahl der AfD-Parlamentarier diese ignorierte, ordnete sie die Pflicht auch für die Abgeordneten an. Sie gilt bis mindestens Jahresende.

Die AfD argumentierte vergeblich, dass die Maßnahmen völlig überzogen seien und die Abgeordneten das Recht hätten, ihre Haltung durch „Verweigerung des Maskenirrsinns“ auch im Parlament zum Ausdruck zu bringen. Selbst bei einer Folgenabwägung seien der Schutz von Leben und Gesundheit und das Ziel, die Funktionsfähigkeit des Landtags zu gewährleisten, höher zu bewerten als Abgeordnetenrechte, betonten die Verfassungsrichter.

Das Pressegespräch mit Kultusminister Piazolo im Live-Video:

Update, 10.51 Uhr - Piazolo-PK in Kürze live: Wie geht es an Bayerns Schulen weiter?

Seit gut einer Woche gehen Bayerns Schüler wieder regulär in die Schule. Zum neuen Schuljahr haben die Einrichtungen wieder den Regelbetrieb aufgenommen. Doch ganz regulär läuft es aktuell noch nicht. Zahlreiche Schüler und Lehrer in Bayern sind bereits nach kurzer Zeit in Quarantäne geschickt worden. An manchen Schulen läuft wieder der Homescooling-Betrieb.

Eine Woche nach Schulbeginn spricht um 11 Uhr Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) über den Start in ein Schuljahr unter außergewöhnlichen Bedingungen und wie es künftig weitergehen soll.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt LIVE von der Pressekonferenz.

Update, 9.28 Uhr - Viel Kurzarbeit in Bayern - vor allem in der Autoindustrie

Fast alle Autohersteller und Zulieferer in Bayern setzen auf Kurzarbeit. 92 Prozent der Betriebe dieser Branche nutzen diese, wie eine am Dienstag veröffentlichte Sonderauswertung des Münchner Ifo-Institut für den August ergeben hat. Bundesweit liege der Schnitt der Branche bei 65 Prozent. Aber auch 72 Prozent der Betriebe im bayerische Maschinenbau haben ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt (Bund: 61 Prozent), ebenso die Hersteller von Metallerzeugnissen (Bund: 67 Prozent).

Der Durchschnitt der Industrie in Bayern liege bei 61 Prozent der Betriebe, bundesweit seien es 53 Prozent. Auch viele bayerischen Dienstleister sind nach Ifo-Angaben von Kurzarbeit betroffen: 42 Prozent der Betriebe nutzen diese, deutschlandweit sind es 33 Prozent.

Update, 8.23 Uhr - Corona-Ausbruch in Garmisch - erste Massentest-Ergebnisse erwartet

Nach einem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen haben sich Hunderte Menschen auf das Virus testen lassen. Erste Ergebnisse der rund 1000 Tests, die von Freitag bis Montag genommen wurden, sollen am Dienstagnachmittag vorliegen. Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen und Quarantäneauflage durch Kneipen gezogen sein - und könnte dabei mehrere Menschen angesteckt haben.

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen die Frau, die so möglicherweise zur „Superspreaderin“ (deutsch: Superverbreiterin) wurde. Es gehe um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte eine Sprecherin. Im Raum stehe eine mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass die deutsche Justiz zuständig ist. „Es ist, soweit ich das im Moment sehe, auch seitens der amerikanischen Behörden unstrittig, dass die deutsche Justiz zuständig ist“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dazu dem Bayerischen Rundfunk. „Nach meinen Informationen - aber ich will da vorsichtig sein - ist sie eine Zivilangestellte der US-Armee und unterliegt damit nicht dem Nato-Truppenstatut. Wir sind aber in Verbindung mit den US-amerikanischen Behörden, weil wir mit denen grundsätzlich ein partnerschaftliches Verhältnis haben.“

Update, 7.11 Uhr - Panne an Corona-Testzentrum in Bayerisch Gmain

Nach den Corona-Testpannen an den bayerischen Autobahnen und Flughäfen, gab es nun offenbar auch eine Panne am Testzentrum des Landkreises Berchtesgadener Land. Dies bestätigte das zuständige Gesundheitsamt der Passauer Neuen Presse. Die Panne geschah demnach eine Woche bevor das Testzentrum offiziell in Betrieb ging, als Lehrkräfte und Erzieher getestet wurden.

Laut PNP sei bei der Einweisung der Firma Eurofins nicht darauf hingewiesen worden, dass dreifach identische Etikette auf der Kleberolle ausgeliefert werden. Demnach wurden Proben mehrfach auf einen Namen eingescannt und somit Befunde nicht zugestellt werden. Lehrkräfte beziehungsweise ErzieherInnen, die noch keinen Befund per E-Mail oder Post erhalten hatten, werden nun gebeten, sich erneut im Testzentrum Bayerisch Gmain oder über einen Kassenarzt testen zu lassen. Der Fehler sei noch vor Schulbeginn behoben worden.

1407 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montagabend bei 1,18 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mh/fgr/mz/mda/dpa

Rubriklistenbild: © Matthias Balk

Kommentare