News-Ticker zur Corona-Pandemie

Nach Zuschauer-Verbot - Rummenigge: „Beim nächsten Spiel in München hoffentlich vor vollem Haus.“

Rummenigge: „Beim nächsten Spiel in München hoffentlich vor vollem Haus.“
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Rummenigge: „Beim nächsten Spiel in München hoffentlich vor vollem Haus.“

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (17. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3168, Traunstein 1425, Berchtesgadener Land 421, Mühldorf 633, Altötting 749
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9368 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.30 Uhr - Rummenigge: „Beim nächsten Spiel in München hoffentlich vor vollem Haus.“

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat bedauert, dass das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und Schalke 04 nun doch ohne Zuschauer stattfinden wird. „Ich bin traurig, dass es nun doch nicht möglich ist, den Bundesliga-Auftakt am Freitag vor Zuschauern auszutragen. Nach der Vereinbarung vom Mittwochabend hatten wir uns sehr darauf gefreut“, erklärte der 64 Jahre alte Topfunktionär am Donnerstagabend in einer Vereinsmitteilung.

Eigentlich hätten in der Partie am Freitagabend (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) erstmals wieder seit Unterbrechung der Vorsaison wegen der Coronavirus-Pandemie 7500 Fans ins Bayern-Stadion kommen sollen. Doch die steigenden Corona-Infektionszahlen in der bayerischen Landeshauptstadt sorgten für eine Kehrtwende. Auch Gegner Schalke bedauerte dies und meinte: „Beim nächsten Spiel in München dann hoffentlich wieder vor vollem Haus.“

„Wir alle wünschen uns wieder Atmosphäre und Emotionen im Stadion, daher bleibt es natürlich unser Wunsch und unser Ziel, dass wir so bald wie möglich wieder vor unseren Fans spielen können. Sie sind ein ganz wichtiger Teil der Fußballkultur“, sagte Rummenigge. Die Münchner hätten sich „sehr gewissenhaft“ unter Beachtung aller Gesundheits- und Hygienevorschriften mit einem Top-Konzept auf die Rückkehr der Zuschauer vorbereitet, so der Bayern-Chef.

Update, 19.21 Uhr - Sachsens Wirtschaftsminister muss nach Wien-Reise in Quarantäne

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, steht vor der Corona-Teststation am Flughafen Dresden International und wartet um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Der Minister und die Wirtschaftsdelegation muss nach einer Wien-Reise in häusliche Quarantäne.

Am 16. September 2020 hatte das Robert Koch-Institut die österreichische Hauptstadt zum Corona-Risikogebiet erklärt. Zwar war Dulig bereits am Dienstag nach Linz weitergereist, doch die sächsische Corona-Schutzverordnung sieht vor, dass alle, die in den vergangenen 14 Tagen ein Risikogebiet besucht haben, in Quarantäne müssen. Diese kann auch durch einen negativen Test abgekürzt werden.

Update, 18.45 Uhr - Keine neuen Infektionen im Landkreis Traunstein

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 30 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,91. Seit der letzten Pressemitteilung am 16.09.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen somit insgesamt 1425 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden, Als genesen gelten mindestens 1307 Personen (eine Personen mehr seit der Meldung am 16.09.20). Derzeit wird kein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein behandelt.

Update, 18.19 Uhr - Fünf neue Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern fünf weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Eine Person befand sich bereits als direkte Kontaktperson in Quarantäne und wurde nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Bei einer weiteren Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 421 (Meldestand: 17.09.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 16.

Von den insgesamt 421 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 373 Personen wieder genesen (gleichbleibend zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 23 SARS-CoV-2-Infizierte (5 mehr im Vergleich zu gestern).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 119 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (8 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.115 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (eine Zunahme um 5 Personen im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 17.55 Uhr - Ein neuer Fall im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet zum heutigen Donnerstag, den 17. September, einen neuen Corona-Fall. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie mit dem neuartigen Corona-Virus infizierten Personen liegt damit bei 749.

Bislang wurden im Landkreis Altötting 749 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 674 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 18 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 17.09.2020:  11,69. Die tagesaktuelle 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner für den Landkreis Altötting finden Sie unter: www.lgl.bayern.de

Update, 17.15 Uhr - Hunderte von Corona-Ausbruch in Bar betroffen - Viele hinterließen falsche Kontaktdaten

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar «Katze» am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Viele seien schon in Quarantäne. Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, «darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar». Nach etwa 100 Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

Am vergangenen Wochenende seien dem Gesundheitsamt die ersten Fälle aus der «Katze» bekanntgeworden. Der Betreiber habe die Bar in dem beliebten Szene- und Partyviertel freiwillig geschlossen, sagte Helfrich. Offenbar war er damit einer drohenden Schließung durch das Gesundheitsamt zuvorgekommen.

Update, 16.27 Uhr - Drosten stellt klar: 2.200 Neuinfektionen keine beliebige Schwankung

Der Charité-Wissenschaftler Christian Drosten hat am Donnerstag zu den aktuellen Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) Stellung bezogen. Dieses hatte gemeldet, dass in Deutschland 2.200 Menschen neu an Corona erkrankt seien. Dieser Wert sei „schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg“, wie er laut „Welt" in Berlin beim Kommunikationskongress des Bundesverbands der Kommunikatoren sagte.

Das kurze An- und Abschwellen der Infektionszahlen im August habe man mit großer Sicherheit auf aus dem Ausland importierte Fälle zurückführen können. „die in Deutschland nicht weitergegangen sind“, so Drosten. Bei den nun neu diagnostizierten Fälle handle es sich aber um in Deutschland aufgetretene Infektionen und in erster Linie Hinweise auf unerkannte Cluster im Hintergrund – die dann in Deutschland liegen.

Update, 15.15 Uhr - Österreich verschärft Corona-Maßnahmen massiv

Österreich, welches als eines der ersten Länder mit Corona-Lockerungen vorpreschte, verschärft die Maßnahmen wieder massiv. Austro-Kanzler Sebastian Kurz gab in einer Pressekonferenz am Donnerstag gleich eine ganze Reihe an Maßnahmen bekannt, mit der der exponierten Zahl an Neuinfektionen begegnet werden soll.

So werden etwa Sozialkontakte massiv eingeschränkt. Private Feiern indoor werden auf maximal 10 Personen limitiert. Ausgenommen sind Begräbnisse und Demonstrationen. Outdoor bleibt die Grenze von 100 Personen bei privaten Zusammenkünften. Zum Beispiel bei Fußballspielen gilt die Grenze von 3000 Personen.

In der Gastronomie gilt für geschlossene Veranstaltungen in Clubs, Discos und Bars eine Sperrstunde ab 1 Uhr früh. Die Bundesländer können die Sperrstunden sogar weiter nach vorne schieben.

Die Maskenpflicht gilt nicht mehr nur für Shops und Geschäfte, sondern ab Montag auch in der Gastronomie, heißt für Gäste beim Betreten des Lokals - wie in Deutschland praktiziert. Maximal 10 Personen dürfen an einem Tisch sitzen. Es wird eine generelle Maskenpflicht für Märkte in Österreich wie den Naschmarkt in Wien erlassen. Die Maskenpflicht gilt auch in öffentlichen Verkehrsmitteln.

>>>Alle Infos zur Corona-Lage in Österreich im Österreich-Corona-Liveticker<<<

Update, 14.15 Uhr - Doch keine Zuschauer zum Auftakt der Bundesliga

Wegen der gestiegenen Infektionszahlen in München dürfen beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag. Davor war noch auf 7500 Fans in der Allianz Arena gehofft worden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach in einer Mitteilung von einem «falschen Signal» und verwies auf aktualisierte Corona-Werte des Robert Koch-Instituts. Demnach ist die Inzidenzzahl in München über Nacht von unter 34 auf 47,6 gestiegen. «Für mich bedeutet dieser hohe, jetzt auch vom RKI bestätigte Inzidenzwert, dass wir über deutlich einschneidendere Einschränkungen im öffentlichen Leben zumindest nachdenken müssen. Und da kann ich nicht zeitgleich Tausende Fans in die Stadien lassen», sagte der Politiker.

In dieser Woche hatte die Politik beschlossen, bundesweit in einem Probebetrieb 20 Prozent der Stadien in den zwei Bundesliga wieder zu füllen. Die Münchner blieben da aber bereits vorsichtig und planten nur mit einer Auslastung von zehn Prozent.

Nun aber bleibt die Allianz Arena am ersten Spieltag zuschauerleer, wie Bürgermeister Reiter nach Beratungen mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seiner Gesundheitsbehörde entschied. «Das ist bitter für die Fans und Vereine, ich weiß, aber die Krise ist noch nicht vorbei, das muss allen bewusst sein», sagte er.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor noch die geplante Rückkehr von Fans in die Stadien gelobt. «Das ist für die Fußballkultur etwas sehr wichtiges, dass das zurückkehrt», sagte Rummenigge am Donnerstag bei «Bild live».

Update, 13.38 Uhr - Attest ohne Begründung entbindet Schüler nicht von Masken-Pflicht

Ein Attest, das keine Begründung beinhaltet, befreit Schüler nicht von der Maskenpflicht. Das hat das Würzburger Verwaltungsgericht entschieden. Ein allgemeiner Verweis auf gesundheitliche Gründe reiche nicht aus, so das Verwaltungsgericht.

„Es fehlt an der konkreten Diagnose eines Krankheitsbildes.“ Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Gefälligkeitsatteste die Maskenpflicht und deren Wirksamkeit unterliefen, begründete das Gericht die Entscheidung.

Geklagt hatte eine Mutter im Namen ihrer beiden Kinder, die eine zweite und eine vierte Klasse einer Grundschule in Würzburg besuchen.

Update, 12.48 - Ein neuer bestätigter Corona-Fall im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 16. September einen neuen bestätigten CoronaFall (Stand: 17. September 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt, bei 9,5. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn neun aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Pressemitteilung  Landratsamt Mühldorf a. Inn

Update, 12.14 Uhr - Polizei kontrolliert Einhaltung der Tragepflicht Mund-Nasen-Schutz in der Region

Die Polizei hat am 16. September in den Bereichen der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land mehrere Überwachungen der Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Nahverkehr durchgeführt. Dabei wurden Busse, Züge und die Bahnhöfe kontrolliert. Positiv: Bei ca. 140 Kontrollen mussten nur zwei Personen ermahnt werden.

Bei ca. 140 Kontrollen mussten nur 2 Personen ermahnt werden.

Update, 10.55 Uhr - Biontech will 750 Millionen Impfdosen jährlich produzieren

Die Firma Biontech, ein Biotechnologie-Unternehmen aus Mainz, hat eine Produktionsstätte zur Herstellung von Impfdosen in Marburg gekauft. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. An dem Standort könnten bis zu 750 Millionen Impfdosen im Jahr oder 60 Millionen Impfdosen im Monat hergestellt werden. 300 Arbeiter sind in Marburg beschäftigt.

Biontech plant im ersten Halbjahr 2021, „durch die etablierte biotechnologische Wirkstoffproduktion und Produktionsfähigkeiten sowie das bestehende Team vor Ort“, bis zu 250 Millionen Impfdosen zu produzieren.

Biontech forscht an einem genbasierten „mRNA-Impfstoff“. Das Unternehmen testet den Impfstoff seit Juli an Menschen und befindet sich angeblichin der

Update, 9.48 Uhr - Stadt Hamburg sucht Gäste nach Corona-Ausbruch in Kiez-Bar

In der Hamburger Szenebar „Katze“ sind mehrere Mitarbeiter und Gäste positiv auf Corona getestet worden. 500 Gäste konnten bereits von den Behörden kontaktiert werden. Allerdings haben offenbar auch etwa 100 Gäste falsche Kontaktdaten angegeben und sind daher nicht zu erreichen.

Vier von acht Mitarbeitern sollen nach Informationen von bild.de positiv getestet worden sein. Alle haben ohne Mundschutz gearbeitet, was in Hamburg rechtlich in Ordnung ist.

„Der gesamte Gastronomiebetrieb wird als Infektionsquelle betrachtet, weil die Belüftung nur schwer erfolgt und die Abstände unter Umständen nicht einzuhalten sind“ erklärte Martin Helfrich, Pressesprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde.

Update, 8.07 Uhr - 2.194 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland im Vergleich zum Vortag

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2.194 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die Schwelle von 2.000 täglich bekanntgewordenen Ansteckungen war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen.
Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli stieg sie wieder. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wieviele Menschen getestet werden.

Update, 7.35 Uhr - UN: Wegen Corona-Pandemie 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut

Die Coronavirus-Pandemie hat dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der in Ländern mit geringen oder mittleren Durchschnittseinkommen in Armut lebenden Kinder um 15 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen, heißt es in einem Bericht von Unicef und der Hilfsorganisation Save the Children, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden.

Covid-19 und die Lockdown-Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung haben Millionen Kinder tiefer in die Armut gestürzt“, sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. „Familien, die gerade dabei waren, der Armut zu entkommen, sind wieder hineingezogen worden, während andere mit nie gesehenen Entbehrungen umgehen müssen. Am besorgniserregendsten ist, dass wir näher am Anfang der Krise als an ihrem Ende sind.“ Die Organisationen riefen die Regierungen der Welt auf, das Problem mit hoher Priorität anzugehen.

Update 6.21 Uhr - 7.500 Zuschauer beim Bundesliga-Eröffnungsspiel des FC Bayern erlaubt

Trotz hoher Corona-Zahlen in München: Der FC Bayern darf am Freitag vor Publikum spielen - wenn auch vor etwas weniger Zuschauern.

Beim Bundesliga-Eröffnungsspiel des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend werden 7.500 Zuschauer zugelassen. Das sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwochabend nach einem Spitzengespräch von Staatsregierung, Stadt und Vereinsführung in München. Das entspreche zehn Prozent der Stadion-Kapazität. Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf einheitliche Regeln zu einer Rückkehr von Fans in Fußballstadien und Sporthallen geeinigt.

Die vereinbarte Grenze liegt eigentlich bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität - allerdings in der Regel nur, wenn der Wert der Corona-Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner nicht größer oder gleich 35 ist. Und je nach Betrachtung der Zahlen des Robert Koch-Instituts oder des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt München an oder über dieser Grenze. Deshalb wurde in dem Spitzengespräch vereinbart, am Freitag nicht 20 Prozent, sondern nur zehn Prozent der Plätze im Stadion zu besetzen.

An dem Gespräch nahmen unter anderen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Reiter teil. Die mehrköpfige Bayern-Delegation wurde angeführt von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Vereinspräsident Herbert Hainer.

Reiter betonte, mögliche Infektionsketten könnten im Zweifel nachvollzogen werden - es gebe nur personifizierte Karten. «Wir kennen jeden einzeln Zuschauer und wissen, wo er sitzt», sagte Reiter am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Auch bei der An- und Abreise sieht Reiter kein großes Problem. Bei insgesamt 7.500 Zuschauern gehe man davon aus, dass bis zu drei Viertel mit dem Auto kommen. Und ein U-Bahn-Zug fasse 900 Menschen.

«Das Ganze ist ganz klar als Test und als Versuch deklariert», sagte Reiter über den vereinbarten Probebetrieb in den Stadien. Übernächste Woche werde man dann über eine Regelung für das nächste Heimspiel diskutieren. Zudem sagte Reiter, die Begrenzung auf 10 Prozent der Stadion-Kapazität gelte fürs erste auch für das Grünwalder Stadion.

Die 7.500 Tickets für den Bundesliga-Auftakt werden nur unter den Dauerkartenbesitzern vergeben. Der FC Bayern wollte diese noch am Mittwochabend informieren. Den Zuschlag erhalten die ersten 7.500 Interessenten.

Deutschland erklärt etliche Regionen in Europa zu Corona-Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung neben der österreichischen Hauptstadt Wien etliche weitere Regionen in mehreren europäischen Ländern zum Risikogebiet erklärt - und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, auf der diese Gebiete als Risikogebiete aufgeführt sind.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Die Warnung des Auswärtigen Amtes vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ dorthin folgt in der Regel nach kurzer Zeit.

Für deutsche Urlauber bedeutet die Rückkehr aus einem Risikogebiet einen Corona-Pflichttest und gegebenenfalls auch Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen für Pauschalreisen kostenlos zu stornieren.

Im einzelnen gelten folgende neuen Reisewarnungen:

  • FRANKREICH: Die Reisewarnung wurde die Region Hauts-de-France ganz im Norden der französischen Republik sowie das Überseegebiet La Réunion ausgedehnt. Als Risikogebiete galten zuvor bereits die Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika sowie weitere Überseegebiete
  • NIEDERLANDE: Reisewarnung für die Provinzen Nord- und Südholland.
  • SCHWEIZ: Ausweitung der Reisewarnung auf den Kanton Freiburg. Zuvor galt das bereits für die Kantone Genf und Waadt.
  • KROATIEN: Ausweitung der Reisewarnung auf die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina, nachdem bereits fünf weitere Regionen als Risikogebiete galten.
  • TSCHECHIEN: Eine Reisewarnung gilt nun auch für die Mittelböhmische Region rings um die Hauptstadt Prag, die bereits seit rund einer Woche als Risikogebiet gilt.
  • UNGARN: Reisewarnung für die Hauptstadt Budapest.
  • Auch für weitere Regionen in RUMÄNIEN wurden Reisewarnungen ausgesprochen, zudem die Warnungen vor Reisen in zwei Regionen aufgehoben.

fgr/dpa

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