News-Ticker zur Corona-Pandemie

Die aktuellen Fallzahlen in der Region

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Corona-Test (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (24. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3222, Traunstein 1438, Berchtesgadener Land 436, Mühldorf 656, Altötting 759
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9428 Todesfälle in Deutschland (2654 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.32 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen in der Region

Im Raum Altötting sind zwei weitere Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit steigt die Zahl der Infizierungen in diesem Landkreis auf 759 Fälle.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 23. September 5 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 24. September 2020, 14 Uhr). Zwei der positiv Bestätigten besuchen eine Grundschulklasse bzw. Klasse an der Mittelschule, beide an der Dieselstraße in Waldkraiburg. Die beiden Klassen befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt 14 Uhr bei 14,67. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 18 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Seit der letzten Pressemitteilung am 23. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein zwei Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei bei einer Person um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1438 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 6,21.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 436 (Meldestand: 24. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 14,2.

Von den insgesamt 436 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 387 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 24 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis (1 mehr seit gestern).

Update, 17.11 Uhr - Unterschiedliche Corona-Werte von RKI und LGL sorgen für Ärger

Die teils großen Unterschiede zwischen den Corona-Werten des Robert-Koch-Institutes (RKI) und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sorgen in Bayern für Ärger und Verunsicherung. «Wir verfolgen die veröffentlichten Werte schon eine ganze Zeit und niemand versteht die Unterschiede», sagte am Donnerstag etwa Wolfgang Fischer, Geschäftsführer der Unternehmerinitiative CityPartnerMünchen. Da die Auswirkungen auf Handel und Gastronomie erheblich seien, wachse die Verärgerung. Auch bei Eltern von Schulkindern sorgen die Zahlen für Unsicherheit, da bei hohen Werten Schulschließungen drohen können.

Hintergrund für den Ärger ist der von RKI und LGL täglich veröffentlichte Inzidenz-Wert, der besagt, wie viele Neuansteckungen es pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis gegeben hat. So hatte in den vergangenen Tagen etwa für München das RKI meist Werte unterhalb des Grenzwertes von 50 angegeben, wogegen die LGL-Werte deutlich darüber lagen. Beispiel 19. September: Während das RKI einen Inzidenzwert von 45,7 meldete, lag er beim LGL bei 54,16. Am 23. September meldete das RKI einen Wert von 44,7, das LGL dagegen einen Wert von 51,04. Dass es auch ohne Unterschiede geht, zeigte sich am Donnerstag (24. September), als RKI und LGL der Landeshauptstadt eine Inzidenz von 45,1 attestierten - also wieder unter der kritischen Marke von 50.

Der Inzidenzwert ist schon seit Monaten für Experten ein wichtiger Indikator zur Beurteilung des Krankheitsgeschehens. Aktuell ist er aber von ganz besonderem Interesse, weil das Kabinett ihn in dieser Woche als Maßstab für den Erlass oder zumindest die Prüfung von Beschränkungen definiert hat, welche die Kommunen zur Reduzierung der Infektionszahlen einleiten sollen.

Update, 15.55 Uhr - Zahl der Corona-Infizierten in München sinkt unter Warnwert

In München ist die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infizierten Menschen unter den kritischen Grenzwert von 50 je 100 000 Einwohner gesunken. Der Wert lag nun bei 45,1, wie am Donnerstag aus der Tabelle des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. Seit Donnerstag gelten in der Landeshauptstadt verschärfte Einschränkungen und Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grund für die Entscheidung war, dass der Warnwert überschritten wurde. Die neue Regeln gelten dennoch vorerst bis 1. Oktober, sagte ein Stadtsprecher.

Update, 15.03 Uhr - Quarantäne-Regeln: Streit um Freigabe von Nationalspielern droht 

Zwischen Bundestrainer Joachim Löw und den Clubs seiner Nationalspieler droht ein Konflikt um die Abstellung für die kommenden Länderspiele. Hintergrund sind die Quarantäne-Regeln, die wegen der Coronavirus-Pandemie für die Einreise aus Risikogebieten wie der Ukraine gelten, wo die DFB-Auswahl am 10. Oktober in der Nations League spielen soll.

„Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen“, zitierte der „Kicker“ am Donnerstag Sebastian Kehl, den Lizenzspieler-Chef von Borussia Dortmund.

Das Thema der Abstellungen für Nationalspieler beschäftige den Fußball-Bundesligisten „extrem“, sagte Kehl. Nach den Länderspielen im September hatte es schon bei einigen Clubs Probleme mit dem Einsatz von Profis gegeben, die mit ihren Auswahlteams in Risikogebiete gereist waren. So fehlte Herthas polnischer Stürmer Krzysztof Piatek im DFB-Pokal, weil er in Quarantäne musste. 

Der Weltverband FIFA hatte es den Vereinen zuletzt selbst überlassen, ob sie ihre Profis für Partien in Risikogebieten abstellen. Wenn diese Lösung auch für Oktober gilt, müssten die Clubs ihre deutschen Nationalspieler nicht für das Ukraine-Spiel freigeben.

Update, 14.17 Uhr - Hunde statt Labortests: Spürhunde erschnüffeln Infizierte in Finnland

Hunde statt Labortests heißt es ab sofort am Flughafen in Helsinki: Vier speziell ausgebildete Tiere können Corona-Erkrankungen erschnüffeln - und das schneller, als bei der herkömmlichen Methode.

 Am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki sollen Hunde helfen, Corona-Infizierte zu identifizieren. Wie der Flughafen auf seiner Webseite mitteilte, wurden zehn Hunde trainiert, das Virus Sars-CoV-2 zu erschnüffeln. Vier von ihnen seien seit Mittwoch im Einsatz.

Nach vorläufigen Tests von Veterinärmedizinern der Universität Helsinki könnten Hunde das Virus mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit riechen, teilte der Flughafen mit. Dabei reiche ihnen eine viel kleinere Probe als für medizinische Tests erforderlich. „Ein Hund benötigt nur 10 bis 100 Moleküle, um das Virus zu identifizieren, während für Testgeräte 18 Millionen benötigt werden“, heißt es in der Mitteilung. Die Tiere könnten das Virus identifizieren, bevor sich Symptome der Erkrankung Covid-19 zeigten.

In direkten Kontakt mit den Reisenden kommen die Vierbeiner nicht. Bei der Kontrolle wird mit einem Tuch über die Haut der Ankommenden gestrichen. Dieses Tuch wird dann in einem abgetrennten Raum dem Hund zum Schnüffeln gegeben.

Update, 13.47 Uhr - Landesausstellung 2021 nicht auf Herrenchiemsee

Die Landesausstellung „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“ findet im kommenden Jahr nicht auf Schloss Herrenchiemsee statt. Darauf haben sich jetzt alle Beteiligten nach langen und sehr intensiven Gesprächen geeinigt. Grund für die Absage ist die Corona-Pandemie und die Ungewissheit, wie sich die Situation bis zur Eröffnung der Landesausstellung 2021 entwickelt. Hygienebeschränkungen wie derzeit würden die Menge der zugelassenen Besucher stark einschränken und damit zu viel Enttäuschung führen. 

Wie Landrat Otto Lederer sagte, habe man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Die Landesausstellung hat ein tolles Konzept und wir befürchten, dass die Ausstellung darum deutlich mehr Menschen anlockt, als die Ausstellungsräume fassen könnten. 2011 waren rund 570.000 Besucher in der Landesausstellung im Schloss Herrenchiemsee. Unter den aktuellen Corona-Beschränkungen könnten wir nicht einmal ein Viertel der Interessierten ins Schloss lassen, sagt Lederer. „Wir befürchten, dass das zu sehr viel Verärgerung und Enttäuschung führen würde.“

Update, 13.12 Uhr - 2500 Studenten an Schweizer Hotelfachschule in Corona-Quarantäne

In der Schweiz muss ein ganzer Bachelor-Studiengang wegen rund einem Dutzend Corona-Infektionen in Quarantäne. Betroffen sind 2500 Studentinnen und Studenten der renommierten Hotelfachschule EHL in Lausanne, wie die Behörden des Kantons Waadt am Mittwochabend mitteilten. Nach ersten Erkenntnissen hätten sich die Betroffenen bei Parties infiziert, die vor der Einführung strikterer Schutzmaßnahmen vergangene Woche noch abgehalten wurden. Der Unterricht soll online weitergeführt werden, wie die Direktion der Fachschule mitteilte.

Die EHL gilt als eine der besten Hotelfachschulen und zieht Auszubildende aus aller Welt an. Die insgesamt 3400 Studenten kommen aus mehr als 100 Ländern. Ausländer zahlen rund 160.000 Franken (knapp 150.000 Euro) für die vierjährige Bachelor-Ausbildung. In der Schweiz ist der Kanton Waadt mit mehr als 1200 bestätigten Fällen pro 100.000 Einwohnern (Stand: 23. September) hinter Genf am stärksten von der Pandemie betroffen. Beide sind von den deutschen Behörden als Risikogebiete ausgewiesen, ebenso der Kanton Freiburg.

Update, 12.28 Uhr - Corona-Welle: EU-Kommission mahnt dringend zum Gegensteuern

Wegen überall steigender Corona-Zahlen hat Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die EU-Staaten dringend aufgefordert, sofort gegenzusteuern. „Das ist womöglich unsere letzte Chance, eine Wiederholung des Geschehens im Frühjahr zu vermeiden“, warnte Kyriakides am Donnerstag in Brüssel.

Die Zahlen gemeldeter Corona-Infektionen seien seit August in der ganzen Europäischen Union und in Großbritannien stetig gewachsen und lägen nun teils höher als auf dem ersten Höhepunkt der Pandemie im März. Die bisherigen Gegenmaßnahmen seien nicht immer ausreichend gewesen. Deshalb müssten die EU-Staaten beim ersten Anzeichen für einen neuen Ausbruch sofort einschreiten, forderte die Kommissarin.

Dazu zählte sie verstärkte Tests, Rückverfolgung von Kontakten, bessere Überwachung der öffentlichen Gesundheit, besseren Zugang zu Schutzkleidung und Medikamenten sowie die Stärkung der Kapazitäten in Krankenhäusern.

Auch die Chefin der EU-Seuchenbehörde ECDC, Andrea Ammon, zeigte sich besorgt. „Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, die nötigen persönlichen Schutzmaßnahmen einzuhalten, also Abstand halten, Handhygiene und zuhause bleiben, wenn man sich krank fühlt“, betonte Ammon. „Die Pandemie ist längst nicht vorbei, und wir dürfen nicht unachtsam werden.“

Update, 11.37 Uhr - Werden Maßnahmen in Rosenheim am Freitag gelockert?

Die Verschärfung der Corona-Regeln in der Stadt Rosenheim scheint sich auszuzahlen. Seit 16. September wurde nun der Frühwarnwert (Schwellenwert) von 35 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohnern (7-Tage-Inzidenz) dauerhaft unterschritten. Wie der Bayerische Rundfunk (B5 aktuell) nun berichtet, wollen die zuständigen Behörden deswegen noch in dieser Woche - voraussichtlich am Freitag, 25. September - über eine mögliche Lockerung der Maßnahmen beraten.

Die Maßnahmen waren zum Ende der Sommerferien erlassen worden, nachdem sich die Infektionszahlen in der Stadt deutlich erhöht hatten. Unter anderem waren eine Maskenpflicht auch für Grundschüler, ein verpflichtender zweiter Test für Reiserückkehrer sowie Einschränkungen bei Gruppengrößen im öffentlichen Raum (fünf Personen, zwei verschiedene Haushalte) beschlossen worden. Besonders die Maßnahmen bei Reiserückkehrern hätten sich bewährt, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Pressekonferenz der Regierung von Österreich im Video:

Update, 10.55 Uhr - Österreich will Christkindlmärkte erlauben - mit Auflagen

Die Republik Österreich plant nach jetzigem Stand, Advents- und Weihnachtsmärkte unter bestimmten Voraussetzungen zuzulassen. Alle Veranstalter müssten zunächst eine Risikoanalyse durchführen, dann ein entsprechendes Präventions- und Hygienekonzept ausarbeiten und anschließend weitere Maßnahmen einhalten.

Dazu gehören unter anderem die Regulierung der Besucherzahl, Entzerrungsmaßnahmen sowie Gastronomiestände so zu planen, dass genügend Raum für die Besucher beim Konsum von Speisen und Getränken geschaffen wird. Vor allem für die Städte seien die Märkte vielerorts von „existenzieller Bedeutung“, hieß es.

Update, 10.40 Uhr - Kanzler Kurz verkündet Après-Ski-Verbot in Österreich

Die österreichische Regierung hat am Vormittag bei einer Pressekonferenz in Wien ihr Konzept für den Wintertourismus vorgestellt. In den Hotels/Gaststätten gelten dabei jene Regeln, die sich bereits im Sommer bewährt hätten (z.B. Mindestabstand, Maskenpflicht etc.), hieß es. Zudem soll die Abstimmung zwischen dem Tourismus-Sektor und den Gesundheitsbehörden optimiert werden, um bei Verdachtsfällen schnell und konsequent handeln zu können.

In den Skigebieten gilt in den Seilbahnen und/oder Gondeln ebenfalls Maskenpflicht. Beim Anstellen muss der Mindestabstand eingehalten werden. In Skischulen sind nur Gruppen von maximal zehn Personen erlaubt. Zudem soll es kostenlose Corona-Tests für Skilehrer geben.

Après-Ski in seiner gewohnten Form wird es heuer überhaupt nicht geben! Dies machte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) deutlich. Der Konsum von Speisen und Getränken an Bars/Theken soll komplett verboten werden, Tanzflächen müssen frei bleiben bzw. mit Tischen und Stühlen besetzt werden. Zudem soll es auch eine maximale Lautstärke bei der Musik etc. geben.

Update, 10.16 Uhr - 300 Polizisten in Bayern infiziert: Todesfall sorgt für Differenzen

Über 300 Polizisten im Freistaat haben sich bereits mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet br.de. Obwohl sich viele mutmaßlich bei der Arbeit angesteckt haben, weigert sich das Landesamt für Finanzen, das als Dienstunfall anzuerkennen.

Im April verstarb ein 57-jähriger Beamter der Polizeiinspektion des Münchner Flughafens an den Folgen einer Covid-19-Infektion - vier Jahre vor seiner Pensionierung. Laut br.de gab es für seine Vorgesetzten keine Zweifel, dass er sich bei einigen ebenfalls infizierten Kollegen angesteckt hatte. Das für die Besoldung der bayerischen Beamten zuständige Landesamt für Finanzen sieht dies anders. Den Antrag auf Einstufung der Ansteckung als Dienstunfall schmetterte die Behörde ab. Der Polizist könne sich schließlich auch privat angesteckt haben.

Jürgen Ascherl, den stellvertretenden Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), reagierte auf diese Entscheidung mit Unverständnis. „Die haben für den Dienst ihr Leben riskiert, und der Dienstherr lässt sie nun im Regen stehen. Da fehlt komplett die Rückendeckung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Innenminister begeistert ist, wenn er davon erfährt“, wird Jürgen Ascherl von br.de zitiert.

Innenminister Joachim Herrmann habe mittlerweile von den Ablehnungen der Anträge erfahren und ordnet er an, der Sache auf den Grund zu gehen.

Update, 8.22 Uhr - Verschärfte Corona-Regeln: Maskenpflicht im Zentrum von München

In München gelten ab diesem Donnerstag (24. September) zur Eindämmung der steigenden Corona-Fallzahlen verschärfte Einschränkungen und Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grundlage dafür ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt am Mittwochabend bekanntgab. Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 1. Oktober.

Nur noch bis zu fünf Menschen oder Angehörige von höchstens zwei Haushalten dürfen sich treffen, egal ob zu Hause, im Freien oder im Lokal .Große Partys und Feiern sollen in den kommenden Tagen unterbleiben: In Gebäuden können private Feste wie Geburtstage oder Hochzeiten mit bis zu 25 Menschen gefeiert werden, aber nur, wenn der Gastgeber ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann. Unter freiem Himmel sind bis zu 50 Gäste erlaubt.

Von 9 Uhr bis 23 Uhr gilt in Teilen der Innenstadt Maskenpflicht. Konkret betrifft das die Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Schützenstraße, den Stachus und den Marienplatz, die Sendlinger Straße samt Sendlinger-Tor-Platz, den Viktualienmarkt und alle Gehwege im Tal. Von der Maskenpflicht befreit sind nur Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und diejenigen, die wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Allen anderen droht bei Verstößen Bußgeld in Höhe von bis zu 250 Euro. Am Wochenende ist zudem der nächtliche Alkoholkonsum an beliebten Treffpunkten wie dem Gärtnerplatz verboten.

München hatte am Mittwoch (Stand: 8 Uhr) zum wiederholten Male die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Die neuen Regelungen sollen zunächst sieben Tage gelten, danach soll neu entschieden werden, ob die Infektionswerte weiter so hoch sind, dass die Maßnahmen verlängert werden müssen.

Update, 6.40 Uhr - Erneut weit über 2000 Neu-Infektionen

Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) nun bekannt gab. Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich damit mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 24. September, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9428. Das sind 19 mehr als am Vortag. Rund 246.900 Menschen haben die Infektionen schätzungsweise bereits überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,79 (Stand: 23. September; Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Stand: 23. September; Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Jedes zweite EU-Land nun (teilweise) EU-Risikogebiet

Die Bundesregierung hat Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt nun vor Reisen dorthin. Darunter sind direkt an Deutschland grenzende Regionen in Tschechien und Österreich sowie die Hauptstädte Dänemarks, Portugals und Irlands - Kopenhagen, Lissabon und Dublin. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten zumindest teilweise wieder als Risikogebiete ausgewiesen.

Erstmals wurden am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien wegen der rasant steigenden Infektionszahlen zu Risikogebieten erklärt. In Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn kamen weitere Gebiete hinzu.

GRENZREGIONEN: In Österreich hat es nach der Hauptstadt Wien nun auch die Urlaubsregion Vorarlberg mit der Hauptstadt Bregenz südöstlich vom Bodensee getroffen. In Tschechien sind es drei Verwaltungsregionen an der Grenze zu Bayern und Sachsen: Karlsbad (Karlovy Vary), Pilsen (Plzen), Liberec (Reichenberg) und Südböhmen. Der tschechische Außenminister Tomas Petricek sagte am Abend, die Entscheidung Deutschlands sei angesichts der Corona-Zahlen in seinem Land „verständlich“. Man habe in Verhandlungen mit Berlin Ausnahmen für Berufspendler, Lkw-Fahrer und Transitreisende erreichen können.

HAUPTSTÄDTE: In den Ballungsräumen breitet sich das Coronavirus besonders stark aus. In Dänemark ist daher nun auch Hovedstaden um die Hauptstadt Kopenhagen die erste Region, die als Risikogebiet ausgewiesen wird. Dazu zählt aber auch die beliebte Ferieninsel Bornholm in der Ostsee. Auch in Irland und Portugal trifft es zuerst die Hauptstädte Lissabon und Dublin.

FRANKREICH: In Frankreich wurde schon in den letzten Wochen eine Region nach der anderen zum Risikogebiet erklärt. Jetzt kommen drei weitere hinzu, die zwar nicht an der deutschen Grenze liegen, aber bei Urlaubern dennoch bekannt und beliebt sind: Die Normandie, die Bretagne und das Loire-Tal. Unter den acht Nachbarländern Deutschlands gibt es übrigens nur noch zwei, die noch ohne Risikogebiet sind: Luxemburg und Polen.

mw/mh/mz/fgr/dpa

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