News-Ticker zur Corona-Pandemie

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt - Das sind die aktuellen Fallzahlen in der Region

corona-test
+
Corona-Test (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (25. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3271, Traunstein 1438, Berchtesgadener Land 446, Mühldorf 659, Altötting 759
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9443 Todesfälle in Deutschland (2654 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.18 Uhr - Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat ganz Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts wurde am Freitag entsprechend aktualisiert. Damit sind nun 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht betroffen ist.

Die meisten tschechischen Regionen waren bereits am Mittwoch in die Risikoliste aufgenommen worden. Jetzt folgten noch die Mährisch-Schlesische Region im äußersten Osten des Landes an der Grenze zu Polen und das an Sachsen grenzende Usti (Aussig). Auch Tirol mit der Hauptstadt Innsbruck ist eine Grenzregion und zudem ein bei Deutschen sehr beliebtes Urlaubsgebiet im Sommer wie Winter. Dort liegt auch der Skiort Ischgl, der im vergangenen Winter zu den Hotspots gehörte, von denen sich die Pandemie in Europa ausbreitete.

Luxemburg grenzt an das Saarland und an Rheinland-Pfalz. Die Regierung des Großherzogtums hatte frühere Grenzschließungen und Reisewarnungen seitens Deutschlands stets kritisiert. In dem kleinen Land mit seinen etwa 630 000 Einwohnern gibt es zahlreiche Berufspendler, die regelmäßig die Grenze überqueren. Sie sind allerdings von Quarantäneregeln ausgenommen.

Es wurde erwartet, dass das Auswärtige Amt noch am Freitagabend für alle neuen Risikogebiete eine Reisewarnung für Urlaubsreisen ausspricht. Für die Länder der Europäischen Union und des Schengen-Raums decken sich die Kriterien.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann solange in Quarantäne, bis das Testergebnis da ist. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung für touristische Reisen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie hatte das Auswärtige Amt am 17. März erstmals eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Für mehr als 30 europäische Länder wurde sie Mitte Juni zunächst wieder aufgehoben. Schon nach wenigen Wochen mussten die Reisewarnungen für die ersten Länder aber wegen steigender Infektionszahlen wieder reaktiviert werden.

Update, 18.50 Uhr - Das sind die aktuellen Fallzahlen in der Region

Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 24. September drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. September 2020, 8 Uhr). Zwei der positiv Bestätigten besuchen eine Gruppe der KITA St. Christophorus in Waldkraiburg, einer eine Klasse der Realschule Waldkraiburg. Die entsprechende Klasse beziehungsweise Gruppe befindet sich in Quarantäne.

Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 759 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.
687 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 15 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.
Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 25.09.2020:  8.99.

Landkreis Traunstein

Im Raum Traunstein liegen derzeit 31 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 24.09.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1438 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1319 Personen (keine Veränderung zur Meldung am 24. September). Derzeit werden zwei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,34.

Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern zehn weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Bei vier Personen handelt es sich um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet, bei zwei Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in Quarantäne befanden. Bei vier weiteren Personen wird die Infektionsquelle derzeit ermittelt. Alle Corona-positiv Getesteten befinden sich in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 446 (Meldestand: 25. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 17,9.

Landkreis Rosenheim

Am 24. September wurden dem Gesundheitsamt 17 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 17. September 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 48 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 3.271 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2564 , Stadt: 707 ). Mittlerweile wurde bei mindestens 2.920 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199 , Stadt:23 ). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Fünf COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befindet sich ein Patient auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt mit Stand 24. September (24 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 15,79 , für den Landkreis Rosenheim bei 14,56 .

Den aktuellen Lagebericht für die Stadt Rosenheim findest Du hier.

Update, 17.40 Uhr - Rio verschiebt wegen Corona weltberühmten Karneval

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro verschiebt wegen der Corona-Pandemie den weltberühmten Karneval. Ein neuer Termin hängt laut dem Verband der Sambaschulen (LIESA) davon ab, wann es eine Impfkampagne geben wird, wie das Nachrichtenportal «G1» am Donnerstagabend (Ortszeit) berichtete.

Eigentlich sollte der Karneval in Rio im Februar stattfinden. «Angesichts all dieser Unsicherheit, dieser Instabilität (...) sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Veranstaltung verschoben werden muss», sagte Verbandspräsident Jorge Castanheira nach einem Treffen der LIESA. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen.

Die Schulen hätten weder die Zeit noch die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen, um den Karneval im Februar auf die Beine zu stellen, und wollten nun nach Alternativen suchen. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen mit dem Coronavirus (über 4,5 Millionen). Mehr als 139 000 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro registrierte die Stadt Rio bis Donnerstag offiziell knapp 100 000 Infizierte, mehr als 10 000 Patienten sind bislang gestorben. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Stadtverwaltung bereits die Silvesterparty an der Copacabana abgesagt.

Update, 25. September 14.33 Uhr - Rosenheim lockert Beschränkungen wegen sinkender Infektionszahlen

Wie die Stadt Rosenheim bekannt gab, werden die verschärften Beschränkungen wegen sinkender Infektionszahlen gelockert. Ab Samstag, 26. September 0 Uhr, gelten daher folgende Bestimmungen:

  • - Öffentlicher Raum/Gastronomie: Es sind wieder Gruppen von 10 Personen erlaubt. Diese dürfen sich auch zusammen an einen Tisch setzen.
  • - Privatveranstaltungen zu Hause oder auch in der Gastronomie: max. 100 Personen in Innenräumen und max. 200 Personen unter freiem Himmel. Privatveranstaltungen sind Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden wie z.B. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern, Sitzungen von Vereinen, Institutionen, Parteien etc.
  • - Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen kein zweites ärztliches Zeugnis (Testung) mehr beim Gesundheitsamt vorlegen. Die Quarantäne für diese Personen endet mit dem ersten negativen Testergebnis.

Update, 14.11 Uhr - Live-Karte zeigt Risikogebiete für Reisende

Fast schon täglich werden von den Behörden neue Länder und Regionen als Risikogebiet eingestuft. Um den Überblick zu behalten, stellen wir ab nun eine interaktive Karte zur Verfügung, die den aktuellen Stand der als Risikogebiet deklarierten Länder in Europa zeigt.

Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab, oder in denen ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt.

Update, 12.15 Uhr - Corona-Skandal an berühmter Hotelfachschule

Corona-Skandal an der renommierten Hotelfachschule „École hôtelière de Lausanne“: Dort musste jetzt ein ganzer Bachelor-Studiengang in Quarantäne. Betroffen sind rund 2.500 Studentinnen und Studenten, wie die Behörden des Kantons Waadt nun mitteilten.

Nach ersten Erkenntnissen gibt es mindestens 12 Infizierte. Laut den Behörden hätten sich die Behörden bei verschiedenen Partys infiziert, die vor der Einführung strengerer Schutzmaßnahmen vergangene Woche noch abgehalten wurden. Der Unterricht soll online weitergeführt werden, wie die Direktion der Fachschule mitteilte.
 
Die EHL gilt als eine der besten Hotelfachschulen und zieht Auszubildende aus aller Welt an. Die insgesamt 3.400 Studenten kommen aus mehr als 100 Ländern. Ausländer zahlen rund 160.000 Franken (knapp 150.000 Euro) für die vierjährige Bachelor-Ausbildung.

Update, 11.09 Uhr- Huml will erneute Besuchsverbote in Pflegeheimen vermeiden

Gesundheitsministerin Melanie Huml will trotz steigender Corona-Zahlen neuerliche Besuchsverbote in bayerischen Pflege- und Seniorenheimen unbedingt vermeiden. „Für uns ist sehr wichtig, dass wir einerseits den Schutz der älteren Menschen im Blick haben, aber gleichzeitig auch darauf achten, dass natürlich eine Vereinsamung der Menschen, dass wir dem auch vorbeugen wollen“, sagte die CSU-Politikerin in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (B5 aktuell).

Im Fall des Falles wolle die Staatsregierung eher darauf setzen, das Besuchsrecht in Alten- und Pflegeheimen einzuschränken, etwa mit zeitlichen Vorgaben und damit, nur bestimmte Angehörige als Besucher zuzulassen. Zudem betonte Huml, dass sie im Herbst und Winter wieder auf die „mobilen Reserven bei den Pflegekräften“ setze.

Update, 9.03 Uhr - Weltärztebund-Chef: Fußball genießt „offenbar Narrenfreiheit“ 

Frank Ulrich Montgomery, der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, hat die Austragung des Supercup-Finales des FC Bayern München gegen den FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest scharf kritisiert. „Der Fußball scheint offenbar Narrenfreiheit zu genießen. Das ist kontraproduktiv und ein falsches Signal“, sagte Montgomery am Donnerstagabend der Passauer Neuen Presse. 

„Wenn die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr ihre Ferien im Ausland verbringen können, aber Bosse und Spieler des FC Bayern in Hochrisikogebiete fliegen, ist das ein verheerendes Zeichen“, kritisierte der 68 Jahre alte Montgomery. Wenn Funktionäre und Spieler soziale Verantwortung übernehmen wollten, sollten sie nicht nur an ihre Portemonnaies und die Einnahmen aus Spielen denken, sagte der Chef des Weltärztebundes.

Die Partie, die von den Bayern mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen wurde, wurde trotz hoher Infektionszahlen im Corona-Risikogebiet Budapest vor Publikum ausgetragen. Die UEFA sprach als Veranstalter noch am Donnerstag von einem „Testballon“. Nach Angaben des europäischen Verbandes wurden 15.500 Karten verkauft.

Sowohl Bayern Fans als auch Sevilla Anhänger feierten ihre Team. Jedoch wurde oft auf Mindestabstand und Maske verzichtet. „Das wirft ein schlechtes Bild auf den Fußball", sagten die Moderatoren von DAZN.

Update, 8 Uhr - Absichtliche Corona-Infektionen für Impfstoff-Tests geplant 

In London sollen einem Bericht zufolge Menschen für Impfstoff-Tests absichtlich mit dem Coronavirus infiziert werden. Gesunde, erwachsene Freiwillige sollen dabei im neuen Jahr unter kontrollierten Quarantäne-Bedingungen dem Coronavirus ausgesetzt werden, nachdem sie einige Wochen zuvor einen potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen haben, wie die Financial Times“ unter Berufung auf Projektbeteiligte schreibt.

Man arbeite mit Partnern zusammen, um mithilfe von „Human Challenge“-Tests die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, bestätigte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in London. 

„Human Challenge Trials“ - so lautet der englischsprachige Fachbegriff - haben den Vorteil, dass die Wirksamkeit eines Impfstoff unmittelbar festgestellt werden kann. Im Gegensatz dazu sieht das übliche Verfahren vor, oft Zehntausende Menschen zu impfen und dann zu schauen, ob sich weniger Menschen auf natürliche Weise infizieren als in einer ungeimpften Kontrollgruppe. 

„Human Challenge Trials“ sind unter Wissenschaftlern allerdings umstritten. Einige betonen den großen Nutzen, den solche Studien für eine ganze Gesellschaft haben könnten. Andere äußern ethische Bedenken und verweisen auf enorme gesundheitliche Risiken, die die Infektion mit einem in vieler Hinsicht noch unerforschten Erreger wie Sars-CoV-2 haben könnte.

Das federführend von dem Londoner Imperial College geleitete Projekt soll in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden und im Januar beginnen. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um die ersten Versuche dieser Art weltweit2.000 Freiwillige haben man bereits für das Projekt gefunden.

Update, 6.37 Uhr - „Hochwirksame“ Antikörper: Berliner Charité macht Hoffnung

Berliner Forscher haben nach eigenen Angaben „hochwirksame“ Antikörper gegen das Coronavirus entdeckt. Die Wissenschaftler der Charité und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen verfolgen nun die Entwicklung einer sogenannten passiven Impfung, wie die Charité am Donnerstag mitteilte. Dann könnten Antikörper verabreicht werden, um sofortigen Schutz zu bieten - präventiv oder sogar bei bereits Erkrankten.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden sie sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann.

Untersuchungen an Hamstern zeigten demnach die Wirksamkeit. „Wurden die Antikörper nach einer Infektion verabreicht, entwickelten die Hamster allenfalls milde Krankheitssymptome“, erklärte der Koordinator des Forschungsprojekts, Jakob Kreye. Bei präventiver Gabe der Antikörper seien die Tiere gar nicht erst erkrankt.

Der Unterschied zu einer aktiven Impfung bestehe darin, dass bei der passiven Impfung fertige Antikörper verabreicht werden, die nach einer gewissen Zeit abgebaut werden. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive

Neuinfizierungen in Deutschland weiterhin über Schwelle von 2.000

Die Zahl der neuen registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt weiterhin über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2153 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2297 neuen bekannten Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings lag damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger. Am Donnerstag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2143 gelegen. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen mindestens 280 223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 25.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9443. Das sind 15 mehr als am Vortag. Rund 248 500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Donnerstag bei 0,78 (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen Sieben-Tage-R-Wert an, der weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen und lag zuletzt bei 0,97 (Vortag: 0,95).

mw/mz/dpa

Kommentare