News-Ticker zur Corona-Pandemie

Das sind die aktuellen Fallzahlen in der Region

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Coron-Test (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (21. September) im Newsticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3222, Traunstein 1433, Berchtesgadener Land 432, Mühldorf 633, Altötting 752
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9386 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Drei-Stufen-Plan für das Schuljahr 2020/2021
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.11 - Das sind die aktuellen Fallzahlen in der Region

Wie das Gesundheitsamt vermeldet, gibt im Raum Traunstein sechs neue Corona-Fälle. Das teilte die Behörde am Samstagnachmittag mit. Damit steigt die Anzahl der aktiven COVID-19 Fälle auf 30. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,91.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in zwei Fällen um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

Es liegen somit insgesamt 1433 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Im Landkreis Altötting gibt es einen neuen Fall von Corona zu vermelden. Bei der positiv getesteten Person handelt es sich um einen Mann aus Altötting. Bislang wurden im Landkreis Altötting 752 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 677 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen.
57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 18 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.
Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 21.09.2020: 9,89.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag fünf weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Zwei Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktperson in Quarantäne und wurden nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 432 (Meldestand: 21. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 23,6.

Von den insgesamt 432 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 381 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (4 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Aktuell gibt es 26 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Update, 17.51 Uhr - Corona-Testgelände am Volksfestplatz in Mühldorf umgebaut

Pressemitteilung im Wortlaut:

Das Technische Hilfswerk hat am Wochenende das Corona-Testgelände am Volkfestplatz in Mühldorf umgebaut. Auf den Containern im Testbereich wurde eine Zeltkonstruktion installiert. Durch die Überdachung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun vor der Witterung geschützt, was vor allem im Herbst und Winter erforderlich ist. Auch zusätzliche Beleuchtung wurde angebracht. Darüber hinaus wurden vorbereitende Maßnahmen an der Infrastruktur und Verkehrsführung getroffen, um bei Bedarf die zwei Teststrecken um eine weitere Strecke erweitern zu können. 

Das Technische Hilfswerk war bei den Umbaumaßnahmen am Samstag mit acht Ehrenamtlichen sowie mit Fahrzeugen wie Ladekran, Tieflader und Stapler im Einsatz. Laut Thomas Bumberger vom Hoch- und Tiefbau am Landratsamt waren die Arbeiten sehr gut durchgeplant, so dass sie zügig, sicher und reibungslos durchgeführt werden konnten. „Wir sind jetzt auf dem Testgelände optimal auf den Winterbetrieb vorbereitet. Ein großes Dankeschön den ehrenamtlichen Helfern vom THW, die ihren freien Samstag für diese Aktion geopfert haben“, so Landrat Max Heimerl.

Pressemitteilung Pressestelle Landratsamt Mühldorf am Inn

Update, 17.16 Uhr - Staatsanwaltschaft ermittelt nach Corona-Ausbruch gegen Arzt im Landkreis Deggendorf

Nach einem Corona-Ausbruch, der auf einen Arzt im Landkreis Deggendorf zurückgehen könnte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen den Mediziner. Es bestehe der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung und versuchte schwere Gefährdung durch das Freisetzen von Giften, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Gefährliche Erreger wie das Coronavirus könnten auch als Gift angesehen werden.

Weil er trotz Krankheitssymptomen weiter behandelt haben soll, könnte der Arzt für mehrere Corona-Neuinfektionen verantwortlich sein. Nach dem Ausbruch standen vergangene Woche zwischenzeitlich 275 Menschen unter Quarantäne, fünf Kontaktpersonen des Mediziners waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei seitdem aber nicht weiter gestiegen, sagte ein Sprecher des Landratsamts am Montag.

Update, 15.40 Uhr - Lufthansa streicht wegen Corona-Krise über 22.000 Stellen

Die Lufthansa muss in der Corona-Krise noch stärker schrumpfen als bislang geplant. Mindestens 150 Flugzeuge der einstmals 760 Jets umfassenden Konzernflotte werden dauerhaft nicht mehr abheben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Auch die Zahl der wegfallenden Vollzeitstellen werde die bislang angekündigten 22 000 übersteigen.

Bislang hatte Lufthansa mit einer mittelfristig um 100 Flugzeuge reduzierten Konzernflotte geplant. Im laufenden Jahr wird wegen der fortgesetzten Reisebeschränkungen nur noch ein Flugangebot zwischen 20 und 30 Prozent des Vorkrisenniveaus erwartet. Ursprünglich wollte Lufthansa zum Jahresende wieder die Hälfte ihrer Flugzeuge in der Luft haben.

Unter anderem mottet der Konzern nun die Super-Jumbos vom Typ A380 langfristig ein, sofern er sie nicht an den Hersteller Airbus zurückgeben kann. Weitere Jets vom Typ A340-600 sollen dauerhaft am Boden bleiben oder gleich ganz ausgemustert werden. Dafür fallen im laufenden Quartal Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro an.

Update, 14.48 Uhr - Neun neue Fälle und Reihentestung in KiGA und Schule im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 18. September neun neue bestätigte Corona-Fälle.

Aufgrund eines Corona-Falles kam es auch in der Montessori-Schule und im Kindergarten Eberharting zu einer Reihentestung.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 8,6. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 13 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 14.30 Uhr - Bürgerversammlungen in Rosenheim wegen Corona verlegt

Wegen der bestehenden Corona-Regeln gibt es heuer auch Änderungen bei den Bürgerversammlungen der Stadt Rosenheim. Diese können nicht wie gewohnt in den jeweiligen Stadtteilen stattfinden, sondern wurden nun zentral jeweils ins Kultur- und Kongresszentrum (KuKo) verlegt.

Die Versammlung für den Stadtbereich Süd (Fürstätt, Alt-Fürstätt, Unterfürstätt, Am Gries, Endorferau, Oberwöhr, Aisingerwies, Kastenau, Kaltwies, Kaltmühl, Happing, Aisinger Landstraße, Heilig Blut, Hohenofen, Aising, Pang, Schwaig und Westerndorf am Wasen) findet am Donnerstag, 1. Oktober, statt. Die Versammlung für den Stadtbereich Nord (Westerndorf St. Peter, Wernhardsberg, Langenpfunzen, Egarten, Mitterfeld, Wehrfleck, Erlenau, Stadtmitte und Küpferling) ist für Dienstag, 6. Oktober terminiert. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Update, 13.27 Uhr - Ministerium teilt mit: Über 8800 Schüler und 771 Lehrer in Bayern in Quarantäne

Die steigenden Corona-Fallzahlen machen sich auch bei den Schulen bemerkbar. Mehr als 8800 Schülerund 771 Lehrer befänden sich derzeit in Quarantäne, teilte das Bayerische Kultusministerium am Montag in München mit. 343 Schüler und 48 Lehrer seien momentan nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das Ministerium bezog sich dabei auf Zahlen vom Sonntagabend. Am Freitagnachmittag waren knapp 8500 Kinder und Jugendliche in Quarantäne, die Zahl der betroffenen Lehrer blieb seitdem in etwa gleich. Angesteckt hatten sich 335 Schüler sowie 49 Lehrer. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150 000 Lehrerinnen und Lehrer

Aktuelle Zahlen über Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie lagen zunächst nicht vor. Sicher ist jedoch, dass Schulklassen ganz oder teilweise in Quarantäne sind und deshalb keinen Präsenzunterricht haben. Zum Schutz vor einer Ansteckung hatte in den ersten beiden Schulwochen an weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts gegolten.

Vielerorts gilt diese Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen hoher Infektionszahlen fort, etwa in München. Dort wurde der kritische Warnwert von 50 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten.

Update, 13 Uhr - Nationalspieler Gündogan positiv auf Corona getestet

Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte sein Verein, der Premier-League-Klub Manchester City, via Twitter mit. Der DFB-Star befolge nun die entsprechenden Corona-Richtlinien der Liga sowie der britischen Regierung und befände sich jetzt in Quarantäne, hieß es. Damit steht der 29-Jährige seinem Team am Abend beim Ligaspiel bei den Wolverhampton Wanderes nicht zur Verfügung.

Update, 12.19 Uhr - München verschärft Regeln deutlich

„Dieses Jahr ist alles anders“, mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Reiter (SPD) am Mittag die Pressekonferenz der Landeshauptstadt. Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Infektionen werden drei Regeln zum Teil massiv verschärft.

Erstens: Es dürfen sich ab Donnerstag, 24. September, nur noch fünf Personen oder zwei Haushalte bzw. Verwandte auf gerade Linie treffen. Zweitens dürfen an "anlassbezogenen privaten Feiern" nur noch 25 Personen indoor und 50 an der frischen Luft teilnehmen. Explizit wurden hier Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Beerdigungen genannt.

Und als dritte Maßnahme wird es eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum geben - und zwar punktuell an sogenannten Hotspots. Gemeint sind der Viktualienmarkt, der Marienplatz oder die Sendlinger Straße. Die genauen Orte sollen in Kürze bekannt gegeben werden. Die verschärften Regeln sollen vorerst für mindestens sieben Tage gelten.

Update, 12.10 Uhr - Pressekonferenz der Stadt München jetzt live

Gibt es in München nun (stark) verschärfte Corona-Maßnahmen? Der Corona-Krisenstab hat darüber am Vormittag beraten, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in München seit Freitag über den kritischen Wert liegt - und weiter steigt. Oberbürgermeister Reiter (SPD) informiert jetzt die Presse.

Update, 11.24 Uhr - Sorge um Feiern im privaten Rahmen

Angesichts der hohen Corona-Zahlen in Städten wie München oder Würzburg sorgt sich Ministerpräsident Söder nicht in erster Linie um professionell organisierte Veranstaltungen, sondern vielmehr um Feiern im privaten Rahmen. „Wenn die Vernunft nichts hilft, dann muss gesteuert werden. Freude und Vernunft sollten besser zusammenkommen“, sagte der Ministerpräsident in seinem Pressestatement am Vormittag dazu. „Wir müssen die Entwicklung jetzt brechen", sagte Söder.

Oberste Priorität habe, einen zweiten Lockdown zu verhindern, so der Ministerpräsident. Es gelte den Vollbetrieb in Schulen, in Kitas sowie im Wirtschaftsleben sicherzustellen, so Söder. Um Infektionsketten besser nachverfolgen zu können, soll nun auch die Bundeswehr helfen. Das Gesundheitsamt München soll beispielsweise Unterstützung von Soldaten erhalten, um dort die Mitarbeiter zu entlasten und das Kontakt-Tracing effektiver zu gestalten.

Pressestatement von Ministerpräsident Söder:

Update, 10.01 Uhr - Söder rät von Fan-Reisen nach Budapest ab

Auch das UEFA-Supercup-Spiel des FC Bayern am Donnerstag, 24. September, in Budapest gegen den FC Sevilla bereitet Söder große Sorgen. Denn laut UEFA-Plan sind dazu auch 3000 Fans aus München dazu zugelassen. „Ich habe wirklich Bauchschmerzen was den Supercup betrifft. Budapest ist ein Risikogebiet. Das ist sehr unvernünftig, deswegen werden wir auch die Quarantäne-Verordnung noch mal ändern“, sagte Söder.

Söder könne deswegen nur dringend raten, sich genau zu überlegen, ob man als Fan zum Supercup fahren müsse. „Wir können das nicht mit 2.000, 3.000 Leuten riskieren, die sich dann möglicherweise verständlicherweise im großen Feiern in den Armen liegen und dann haben wir eine riesige Infektionswelle“, so der Ministerpräsident. Bisher gilt bei Aufenthalten in ausländischen Risikogebieten: Wer sich weniger als 48 Stunden dort aufgehalten hat, muss nicht in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne.

Update, 9.57 Uhr - Söder will schärfere Quarantäne-Regeln

Ministerpräsident Markus Söder ist am Vormittag vor der CSU-Parteivorstandssitzung vor die Presse getreten. Er will schärfere Quarantäne-Regeln in Bayern durchsetzen. So soll es Weihnachtsmärkte und Karneval nur in Städten/Orten geben, wo die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern nicht überschritten wird (7-Tage-Inzidenz). Ausnahmen soll es laut Söder nur dann geben, wenn ein Ausbruchsgeschehen „gut eingrenzbar und lokalisierbar“ sei, wie zum Beispiel bei dem Fall vor kurzem in Mamming (Niederbayern). In München sei dies derzeit nicht der Fall, hieß es weiter. Die entsprechenden Schritte sollen am Dienstag bei der nächsten Kabinettssitzung beschlossen werden.

Update, 9.15 Uhr - Kommt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen?

In München und anderen Corona-Hotspots in Bayern soll es eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen geben - überall dort, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte dies angesichts hoher Neuinfektionszahlen am Montag für die Landeshauptstadt bereits konkret in Aussicht. Oberbürgermeister Dieter Reiter sei dabei an Söders Seite, hieß es. Und dem Vernehmen nach will das Kabinett eine entsprechende Vorschrift für alle Kommunen beschließen, in denen der kritische Grenzwert bei der 7-Tage-Inzidenz (50 Fälle pro 100.000 Einwohner) überschritten wird. 

Er habe sehr gemischte Gefühle, sagte Söder mit Blick auf Fotos von gewissen Wiesn-Ersatzfeiern am Wochenende in München. „Die Bilder vom Viktualienmarkt, die waren schon verstörend“, kritisierte er. Fotos zeigten Menschen dort dicht gedrängt, ohne Abstand und ohne Maske. „Ich will keinem die Freude nehmen. Aber Freude und Vernunft sollten besser zusammenkommen“, betonte der Ministerpräsident.

Update, 8.27 Uhr - Stallweihnacht in Bad Reichenhall abgesagt

Die Stallweihnacht in Bad Reichenhall ist wegen der Corona-Pandemie für heuer abgesagt worden. Diese Entscheidung hat der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 jetzt getroffen, die die Veranstaltung organisiert.

„Aufgrund der geltenden Abstandsgebote und Hygieneregeln kann die 59. Stallweihnacht dieses Jahr nicht in gewohnter Form durchgeführt werden. Die diesjährige 59. Stallweihnacht wird deshalb in sehr kleiner, ursprünglicher Form nur mit den Soldaten des Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 stattfinden. Dafür wird die 60. Stallweihnacht im nächsten Jahr die besinnliche Weihnachtszeit wieder in gewohnter Weise einläuten, wenn sich die Lage hoffentlich wieder normalisiert hat", hieß es in einer entsprechenden Pressemitteilung unter anderem wörtlich.

Update, 6.50 Uhr - Corona-Krisenstab tagt in München

Am Montagvormittag, 21. September, berät der Corona-Krisenstab in München über den weiteren Umgang mit den steigenden Infektionszahlen in der Landeshauptstadt. Die Stadt hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Am Samstag und Sonntag stieg diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz weiter. Zuletzt lag sie nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 55,6 - nach 50,7 am Freitag und 54,2 am Samstag.

Bislang hat die Stadt als Reaktion auf die höheren Zahlen die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen verlängert. Vor zusätzlichen Maßnahmen wollte sich die Stadtspitze zunächst die weitere Entwicklung ansehen.

Besondere Brisanz haben die gestiegenen Werte in München auch deshalb, weil in der bayerischen Landeshauptstadt am Wochenende eigentlich das Oktoberfest begonnen hätte. Anstelle des wegen der Pandemie abgesagten Volksfestes findet derzeit in mehr als 50 Gaststätten in der Stadt eine sogenannte „Wirtshaus-Wiesn“ unter den üblichen Hygieneauflagen statt. Die Veranstaltung ist angesichts der Infektionszahlen umstritten. Am Wochenende begann sie allerdings laut Veranstaltern und Polizei ohne größere Zwischenfälle.

RKI: Zahl der aktiven Fälle sinkt auf rund 20.750   

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 20.750 aktive Corona-Fälle. Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekannt gab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Sonntag.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272.337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 21.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben wie am Vortag bei 9386. Rund 242 200 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Sonntag bei 1,22 (Vortag: 1,27). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mh/mw/dpa

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