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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Verschwörungstheorien: Söder in Sorge um Kommunalpolitiker

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit Maske
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (26. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3271, Traunstein 1438, Berchtesgadener Land 446, Mühldorf 659, Altötting 759
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9443 Todesfälle in Deutschland (2654 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 17.42 Uhr - Verschwörungstheorien: Söder besorgt um Kommunalpolitiker

In seiner Rede auf dem digitalen CSU-Parteitag legte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder den Fokus auf den Umgang mit der Corona-Pandemie in Bayern. Im phoenix-Interview mit Moderatorin Constanze Abratzky äußerte sich der bayerische Ministerpräsident zu der wachsenden Zahl an Briefen mit verschwörungstheoretischem Inhalt, die ihn und andere Politiker erreichten. Einige Auszüge aus diesen Briefen las Söder während seiner Rede vor. Im Interview bei phoenix erklärt er, dass er mit seinem Vorgehen das öffentliche Bewusstsein für diese Fehlentwicklung schärfen will. „Ich bekomme seit einiger Zeit vermehrt solche heftigen Briefe“, so Söder. „Ich habe Verständnis dafür, wenn manche einfach skeptisch sind und das auch hinterfragen. Doch bei einigen wächst das in eine Form von Theorien und Aggression hinein, die schon gefährlich ist.“

Besonders für Kommunalpolitiker, die mit solchen Angriffen ebenfalls konfrontiert wären, sei diese Situation schwierig und gefährlich, so Söder. Um Politiker zu schützen sieht er den Staat in der Pflicht. „Man muss die rechtlichen Maßnahmen natürlich prüfen dagegen. Ich glaube ein Staat muss da sehr konsequent sein.“ Allgemein sei den Verschwörungstheorien aber nur schwer zu begegnen. „Diese ganzen Verschwörungstheorien, um Bill Gates beispielsweise, um Impfungen, um den Vorwurf, man würde Kinder möglicherweise sogar instrumentalisieren - das sind internationale Netzwerke, die da stattfinden.“ Diesen sei nur sehr schwer zu begegnen. Gerade daher müsse man aber öffentlich machen, was dort geschehe um so diesen Verschwörungstheorien begegnen.

Update, 15.03 Uhr - Hunderte Gäste in Bar in München - Polizei muss eingreifen

Am Samstag, den 26.09.2020 gegen 22.45 Uhr konnte durch eine Polizeistreife in Berg am Laim festgestellt werden, dass sich in einer dortigen Bar an die hundert Gäste aufhielten. Dabei fielen vor allem Verstöße gegen den Mindestabstand auf. Vor allem waren die Tische und die Sitze so angeordnet, dass der Abstand wesentlich geringer als die vorgeschriebenen mindestens 1,5 Meter waren. Etwa die Hälfte der Gäste wurde nun zum Gehen aufgefordert, was diese auch taten. Gegen den Betreiber der Bar wird eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erstellt.

Update, 13.06 Uhr - Weiterer Corona Fall an Grund- und Mittelschule Tüßling

Am 23. September wurde ein Mitarbeiter der Grund- und Mittelschule Tüßling positiv auf das Corona-Virus getestet. Bei einer als Kontaktperson der Kategorie I ermittelten Schülerin der 3. Klasse wurde nun laut Landratsamt Altötting ebenfalls ein positiver Corona-Befund festgestellt. Alle Kontaktpersonen der Kategorie I zu der Schülerin wurden bereits ermittelt und abgesondert.

Die Schülerin besuchte die Frühbetreuung der Schule. Aufgrund von Restunklarheiten über die Teilnehmer an dieser Frühbetreuung an den in Frage stehenden Tagen, entschied das Landratsamt Altötting, eine Reihentestung aller Mitglieder der Schulfamilie durchzuführen. Die Abstriche erfolgen am morgigen Montag. Bis zum Vorliegen der Testergebnisse bleibt die Schule geschlossen.

Update, 11.55 Uhr - „Vorgaben des Infektionsschutzes wurden komplett ignoriert“ - Polizei fassungslos

Am Samstag, den 26. September gegen 22.40 Uhr wurde der Münchner Polizei mitgeteilt, dass im Bereich Freimann eine größere Party stattfinden soll. Hier würden die Vorschriften der geltenden Allgemeinverfügung nicht eingehalten. Allein vor dem dortigen Gebäude sollen sich circa 50 Pkw befinden und es wäre laute Musik zu hören.

Vor Ort konnte dann festgestellt werden, dass in einem Saal eine Veranstaltung mit über 130 Personen stattfand. Die Vorgaben des Infektionsschutzes wurden hierbei komplett ignoriert. Weder gab es ein Infektionsschutzkonzept noch hielten sich die Personen an die Vorgabe einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen oder aber den Mindestabstand einzuhalten.

Die Polizei beendete daraufhin diese Veranstaltung. Von allen Personen wurden die Personalien erhoben. Die Abwanderung der Gäste verlief dabei ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Die Gäste, vor allem aber auch den Veranstalter erwarten hier nun entsprechende Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Update, 10.10 Uhr - Corona-Demo in Großbritannien eskaliert, Mehrere Polizisten verletzt

Bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik sind am Samstag in London 16 Menschen festgenommen worden. Neun Polizisten wurden bei den Protesten von Hunderten Impfgegnern und Gegnern der Corona-Maßnahmen nach Polizeiangaben verletzt. Zwei von ihnen mussten mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Die Polizei trieb Protestler auf dem Trafalgar Square auseinander, es kam zu Zusammenstößen. Auch eine Protestgruppe im Hyde Park wurde von der Polizei aufgelöst. Nach Angaben der Polizei hielten die Demonstranten die Abstände nicht ein. Auf Schildern war etwa zu lesen «No to mandatory vaccines» («Nein zur Impfpflicht») oder «Covid-1984» in Anlehnung an George Orwells düsteren Roman «1984».

Kinder erinnerten auf Schildern an einen Joseph Goebbels zugeschriebenen Ausspruch. „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben“, soll der NSDAP-Propagandaminister während der Nazi-Herrschaft gesagt haben. (Den ganzen Bericht dazu hier nachlesen)

Großbritannien gab die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen am Samstag mit 6042 an. Insgesamt sind in dem Land seit März 430 000 Infektionen nachgewiesen worden. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei fast 42 000, in absoluten Zahlen die höchste in Europa.

Update, Sonntag, 7.23 Uhr - 1411 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1411 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 284 140 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 27.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9457 - das sind fünf Todesfälle mehr als am Vortag. Bis Sonntagmorgen hatten rund 250 800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,08 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die Meldungen vom Samstag, dem 26. September im Überblick:

Update, 19.57 Uhr - Söder verteidigt Corona-Strategie - Schutz von Leben steht ganz oben

CSU-Chef Markus Söder hat seine bisherige Corona-Strategie als alternativlos verteidigt. «Für mich als Christ ist es ethisch nicht vertretbar, für das Freizeitverhalten vieler das Leben weniger zu Opfern», sagte er am Samstag in seiner Grundsatzrede auf dem ersten großen Online-Parteitag der CSU. Rund 800 Delegierte waren zu der Videokonferenz geladen. Wegen der anhalten Corona-Krise hatte die CSU nach einem kleinen Parteitag im Mai auch den großen Parteitag komplett ins Internet verlegt.

Es brauche keinen grundlegenden Strategiewechsel im Umgang mit der Pandemie, um etwa eine Durchseuchung und damit eine Herdenimmunität zu erreichen, sagte Söder. Gleichwohl sei es wichtig, die Strategie fortlaufend anzupassen. Für ihn habe der Erhalt von Arbeitsplätzen und der Vollbetrieb in Schulen und Kindertagesstätten oberste Priorität. Ein zweiter Lockdown müsse auf jeden Fall verhindert werden. «Wir brauchen ein Regelwerk für alle, das muss verbindlich, verständlich und verhältnismäßig sein», sagte Söder.

Update, 18.07 Uhr - Umfrage: Corona-Krise trifft relativ wenige Haushalte finanziell

Den meisten Privathaushalten in Deutschland bleiben in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge finanzielle Einbußen erspart. «Nachdem die Corona-Pandemie ein halbes Jahr gewütet hat, beobachten wir, dass sich die finanzielle Lage der Haushalte nach dem ersten Schock im März 2020 weder weiter signifikant verschlechtert noch deutlich erholt hat», erklärte Andreas Hackethal vom Frankfurter Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung Safe. «Gemessen an der Lebenswirklichkeit der Leute bestätigt sich daher, dass Deutschland bisher relativ gut durch die Krise gekommen ist.»

Der Erhebung von Anfang September zufolge haben 17 Prozent der 10 800 befragten Haushalte mit Einkommensverlusten zu kämpfen, die große Mehrheit von 83 Prozent sieht aber keine Einbußen oder sogar eine Verbesserung ihrer Situation. Die Daten für das sogenannte Haushaltskrisenbarometer wurden zum siebten Mal erhoben. Beteiligt sind das Safe-Institut, Marktforscher von Nielsen sowie der Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie an der Universität Frankfurt. Lehrstuhlinhaber Roman Inderst bilanzierte: «Die Haushalte, die tatsächlich nach wie vor mit weniger Einnahmen auskommen müssen, befinden sich schon seit Ende März in dieser Lage.»

Schlechter entwickelt haben sich im Vergleich den Angaben zufolge die Einkommen von Selbstständigen sowie denjenigen, die in besonders von der Pandemie betroffenen Branchen wie Handel, Verkehr oder Gastgewerbe angestellt sind. Sowohl unter den Selbstständigen als auch unter den Angestellten in den genannten Wirtschaftszweigen müssen demnach jeweils 30 Prozent der Haushalte Einkommenseinbußen hinnehmen. Mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau rechnen diese Haushalte im nächsten halben Jahr nicht.

Update, 15.45 Uhr - Söder fordert wegen Corona-Krise Steuersenkungen und Steuerreform

Zur Bewältigung der Folgen der Pandemie fordert CSU-Chef Markus Söder eine grundlegende Corona-Steuerreform für Deutschland. „Nicht Steuern rauf, wie Olaf Scholz sagt, das wäre das falsche Signal, sondern Steuern runter“, sagte er am Samstag in einer Grundsatzrede auf dem ersten großen Online-Parteitag der CSU. Die Politik müsse in der aktuellen Lage Anreize setzen für Investitionen und alle Ideen, die das Land voranbringen.

„Das heißt, der Soli muss weg für alle. Wir brauchen eine familienfreundliche Steuerpolitik, die Absetzbarkeit von Homeoffice beispielsweise“, betonte der bayerische Ministerpräsident. Für die Unternehmen müsse es niedrigere Unternehmens- und Energiesteuern geben. „Und wir sollten die Kommunen an der Umsatzsteuer beteiligen.“ Die Kommunen würden noch lange unter dem Ausfall der für sie so wichtigen Gewerbesteuern zu leiden haben. „Deswegen brauchen wir für nächstes Jahr eine Umstellung des Steuersystems.“

Update, 13.47 - Tirol zum Risikogebiet erklärt- Ansturm auf Corona-Teststation

Der Ansturm auf die Teststation steht in unmittelbaren Zusammenhang mir der Benennung Tirols als Risikogebiet. Das gab Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage von rosenheim24.de bekannt. Viele Rückreisende wollten auf Nummer sicher gehen, und sich deshalb testen lassen.

Den Behörden und den im Einsatz stehenden Polizeibeamten sei es aber gelungen, den Verkehr zu kanalisieren und damit für etwas Entlastung zu sorgen.

Update, 13.20 Uhr - Komplett überlastet: Vor Corona-Teststation auf A93 bilden sich lange Staus

Wie der BR berichtet, kommt es vor der Corona-Teststation bei Heuberg zu Verkehrsüberlastungen. Es bildeten sich lange Staus, es sei mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen.

Wie ein Blick auf unsere Verkehrsmeldungen zeigt, ist die Überlastung zwischen dem Grenzübergang Kiefersfelden und Rastplatz Heuberg am Größten.

***Alle Verkehrsmeldungen im Blick***

Update, 12.30 Uhr - Schäuble ruft Deutsche in Corona-Krise zur Zuversicht auf

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ruft die Deutschen in der Corona-Krise zur Zuversicht auf. «Deutschland ist heute in einer guten Verfassung. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir eine lange und alles in allem glückliche Phase in unserer Geschichte», sagte der CDU-Politiker der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). Der Krise könne man auch Positives abgewinnen. «Wir sehen wieder, was freiwilliges Engagement und ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe wert sind. Dass der Zusammenhalt auch in den Familien wieder stärker wird, das sind alles gute menschliche Erfahrungen.» Große Veränderungen könnten auch große Chancen sein.

Anlässlich von 30 Jahren Deutscher Einheit am 3. Oktober sagte Schäuble: Die Ostdeutschen hätten in den letzten 30 Jahren viel mehr grundlegende Veränderungen aushalten und bewältigen müssen, «als sich das die meisten in unserem teilweise behaglich gewordenen Westdeutschland vorstellen können». Sie seien «womöglich besser auf die massiven Veränderungen vorbereitet, die auf uns zukommen.»

Update, 09.40 - 2507 Corona-Neuinfektionen - höchster Wert seit Ende April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2507 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Am Freitag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2153 gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen mindestens 282 730 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 26.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Rund 249 700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,91 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen Sieben-Tage-R-Wert an, der weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen und lag zuletzt bei 1,01 (Vortag: 0,97). Demnach steckt ein Infizierter im Mittel ungefähr einen weiteren Menschen an.

Tirol: Listung als Corona-Risikogebiet „ein schwerer Schlag“

Das österreichische Bundesland Tirol bedauert die Aufnahme auf die Liste der Corona-Risikogebiete in Deutschland. Damit verband die Bundesregierung wegen rasant steigender Infektionszahlen auch eine Warnung vor touristischen Reisen. «Diese Entscheidung stellt einen schweren Schlag für unseren Wirtschaftsstandort, unseren Arbeitsmarkt und ganz Tirol dar», sagte Tirols Landeschef Günther Platter am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. «Im Sommer haben wir gezeigt, dass wir ein sicherer Gastgeber sind. In den letzten drei Monaten waren von 1800 in Tirol Infizierten nur 55 ausländische Gäste.» Tirol hatte am Freitag 67 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Nach Angaben der Tiroler Regierung machen deutsche Gäste die Hälfte aller Touristen aus. Im August seien zehn Prozent mehr Deutsche dort gewesen als im Jahr davor. «Es ist nun von größter Bedeutung, dass wir die Infektionszahlen wieder nach unten bringen und damit die Voraussetzungen schaffen, dass diese Reisewarnung möglichst rasch zurückgenommen wird», meinte Platter.

Neben Tirol nahm die Bundesregierung auch ganz Tschechien und Luxemburg auf die Liste der Corona-Risikogebiete.

dp/fgr/dpa

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