News-Ticker zur Corona-Pandemie:

Die aktuellen Fallzahlen aus Traunstein, Altötting und Mühldorf

Corona-Teströhrchen
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Das sind die aktuellen Corona-Regeln.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (12. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

Die Fallzahlen im Überblick:

19.38 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus Traunstein, Altötting und Mühldorf

Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 9. Oktober elf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 12. Oktober, 8 Uhr). Darunter befindet sich ein Kind, das eine Gruppe des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ in Waldkraiburg besucht. Die entsprechende Gruppe befindet sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 19,0. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 27 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Landkreis Traunstein

Im Landkreis Traunstein sind seit der letzten Bekanntmachung am 9. Oktober acht weitere Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei bei einer Person um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet .Es liegen somit insgesamt 1511 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1339 Personen (keine Veränderung im Vergleich zur Meldung vom 09. Oktober). Derzeit werden zwei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 21,99.

Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 760 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das bedeutet, dass drei weitere Personen positiv getestet wurden. 695 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 5 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 09.10.2020: 2,69

18.46 Uhr - Regierungssprecher Seibert weist Begriff «Panikmache» zurück

Regierungssprecher Steffen Seibert hat im Zusammenhang mit der Corona-Politik den Begriff „Panikmache“ zurückgewiesen. Er sei ganz gegen diesen Begriff. Er kenne niemanden in der Bundesregierung, der Panik mache. „Wir beschreiben eine Situation, die wir für ernst halten, von der wir auch überzeugt sind, dass es Gegenmittel gibt“, sagte er am Montag in Berlin. Man werbe dafür und ergreife im Rahmen der Möglichkeiten des Bundes Gegenmittel. „Das hat mit Panikmache nichts zu tun, nichts mit Angstmache, sondern mit der realistischen und ernsten Beschreibung einer Situation“, sagte Seibert.

Er verteidigte den Blick auf die Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen. Von dieser Zahl hänge ab, ob die Gesundheitsämter in der Lage seien, die Kontaktverfolgung aufrechtzuerhalten. „Und diese Kontaktverfolgung, die ja im Idealfall dazu führt, dass man eine Infektionskette unterbrechen kann, ist für uns - und da gibt es wiederum viele Wissenschaftler, die dem auch zustimmen - entscheidend dafür, ob man es verhindern kann, dass die Infektionszahlen sich unkontrolliert ausbreiten und (...) sich in alle Schichten der Bevölkerung wieder hineinfressen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ gesagt: „Wir müssen aufhören, auf die Zahl der Neuinfektionen zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange, das führt zu falschem Alarmismus.“

Update, 17.33 Uhr - Weitere Corona-Fälle an Schulen in und um Rosenheim

Das Landratsamt Rosenheim teilt mit, dass es an der Grundschule Feldkirchen-Westerham ein positives Testergebnis gab. Alle 24 Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse befinden sich in Quarantäne.

Zwei positive Testergebnisse gibt es an der Altenpflegeschule Rosenheim, dort befinden sich derzeit 40 Personen in Quarantäne. An der Mittelschule am Luitpoldpark gingen aus den jüngsten Reihentestungen fünf weitere positive Testergebnisse hervor, knapp 30 weitere Personen befinden sich in Quarantäne.

Update, 16.31 - Schüler und Erzieherin in Traunstein positiv getestet

In Traunstein sind mehrere Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden, wie das Landratsamt in einer Aussendung berichtet: An der Berufsschule 1 wurde bei einem Schüler aus dem Landkreis Berchtesgadender Land eine Infektion nachgewiesen. Das Gesundheitsamt Traunstein hat am Sonntag aufgrund der Mitteilung des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land Kontakt mit der Schulleitung der Berufsschule 1 aufgenommen und in enger Abstimmung mit dieser unverzüglich alle Maßnahmen eingeleitet. Es sind insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler betroffen, für die eine Quarantäne angeordnet wurde. Die Schülerinnen und Schüler stammen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land.

Kontrolluntersuchungen wurden durch die jeweiligen Heimatgesundheitsämter organisiert. Zwei Lehrkräfte wurden ebenfalls als Kontaktperson der Kategorie 1 eingestuft.  

An der Berufsschule 2 wurde eine Schülerin aus dem Landkreis Berchtesgadener Land als Kontaktperson im privaten Umfeld positiv auf COVID-19 getestet. Das Gesundheitsamt Traunstein wurde am Freitag über den positiven Labornachweis und den Schulbesuch in der Berufsschule 2 informiert und leitete alle notwendigen Maßnahmen in Abstimmung mit der Schulleitung ein.

In der Berufsschule 2 sind insgesamt sind 25 Schülerinnen und Schüler betroffen, für die eine Quarantäne angeordnet wurde. Davon stammen 11 betroffene Personen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Rosenheim. Kontrolluntersuchungen wurden durch die Heimatgesundheitsämter organisiert. Alle betroffenen Lehrkräfte sind als Kontaktpersonen der Kategorie 2, also ohne Quarantänemaßnahmen, eingestuft worden.

Ebenfalls positiv auf COVID-19 getestet wurde eine Erzieherin des Kindergartens St. Josef in Traunstein. Das Gesundheitsamt leitete am Freitagnachmittag mit der Kindergartenleitung die notwendigen Maßnahmen ein.

Die betroffenen Erziehungsberechtigten wurden vom Gesundheitsamt informiert. Insgesamt wurden 23 Kinder und 5 Mitarbeiterinnen in Quarantäne versetzt. Für die Kontaktpersonen fand am heutigen Montag eine Reihentestung im Testzentrum des Landkreis Traunstein statt.

Indes wurden aus der Asylunterkunft Grassau keine weiteren positiven Fälle bekannt.

Update, 15.48 Uhr - Landkreis Berchtesgadener Land übersteigt Corona-Warnwert

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, gibt es seit Freitag 45 weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis. Bei 27 Personen handelt es sich dabei um Kontaktpersonen, welche bereits in häuslicher Quarantäne sind. Damit steigt der Wert der 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land auf 57,6.

Eine entsprechende Allgemeinverfügung befindet sich derzeit in der Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern sowie dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), diese Verfügung wird voraussichtlich morgen veröffentlicht, so das Landratsamt weiter.

Aktuell gibt es im Landkreis 61 SARS-CoV-2-Infizierte, seit Pandemiebeginn wurden insgesamt 513 Fälle registriert. Aufgrund des sprunghaften Anstiegs ist auch der Zustrom zum Testzentrum in Bayerisch Gmain sehr hoch, weshalb darum gebeten wird, sich vorab über die Internetseite www.testzentrum-bgl.de über die Kapazitätsmöglichkeiten und Wartezeiten zu informieren.

208 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne, darunter auch dutzende Mitarbeitende von Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten. Unter anderem davon betroffen sind auch Schüler der Berufsschule Freilassing, der Knabenrealschule Rupertiwinkel Freilassing, der Grundschule Anger sowie der Kindergärten in Anger und Freilassing (Städtischer Kindergarten an der Waginger Straße).

Update, 14.16 Uhr - Nach 22 Uhr kein Alkohol mehr: München mit neuen Corona-Maßnahmen

Ab Mittwoch darf in Wirtshäusern und anderen Gaststätten nach 22 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden, wie das Rathaus nach einer Krisensitzung der Stadtspitze am Montag mitteilte.

Am nächsten Wochenende gilt an mehreren bekannten Treffpunkten auch wieder ein abendliches Freiluft-Trinkverbot. In der Innenstadt müssen Fußgänger auf dem Marienplatz, am Stachus und einigen weiteren Örtlichkeiten wieder Masken tragen. Private Treffen sind noch zu maximal fünft erlaubt. Das soll bis zum 27. Oktober gelten.

Die Landeshauptstadt hat laut Robert Koch-Institut den als kritisch geltenden Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten.

Update, 12.33 Uhr - Polizei beendet illegale Partys in Neusäß, München und Schliersee

In Sachen Feiern und Partys gelten während der Corona-Pandemie nahezu überall strenge Regeln. Einige Unverbesserliche hielten sich am Wochenende jedoch nicht daran. Die Polizei musste gleich drei illegale Feiern auflösen. Los ging es bereits am Freitag, 9. Oktober, im schwäbischen Neusäß bei Augsburg. Dabei wurde die Polizei zum wiederholten Mal in eine Bar gerufen, nachdem sich Nachbarn über überlaute Musik und Gegröle beschwert hatten. Zudem trug kaum einer der Gäste eine Maske. Es gab laut Polizei deswegen mehrere Anzeigen.

Zudem wurde die Musikanlage sichergestellt.In München feierten in der Nacht auf Sonntag unterdessen rund 150 Personen eine illegale Party auf dem Gelände eines Schlachthofes. Als die Polizei eintraf, fand sie die Feiernden ohne Abstand und ohne Maske vor. Die Party wurde aufgelöst, alle Beteiligten erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Zudem werden auch Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs geprüft.Und zu guter Letzt musste die Polizei auch noch eine Geburtstagsfeier in Schliersee (Landkreis Miesbach) vorzeitig beenden.

In der Nacht auf Sonntag feierte dort ein Mann mit rund 50 Gästen seinen „Dreißigsten“ in einer Lagerhalle - allerdings ohne Genehmigung und ohne Hygienekonzept. Es gab weder Gästelisten noch Desinfektionsmittel oder ausreichend Abstand. Zudem trugen die meisten Gäste, die sich laut Polizeiangaben „kooperativ“ verhielten, keine Masken. Der Jubilar erhielt als „Geschenk“ entsprechende Anzeigen.

Update, 11.31 Uhr - Neuer Anlauf für Herrenchiemsee-Lauf

Wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie konnte der beliebte Herrenchiemsee-Lauf zu seinem gewohnten Termin Ende April heuer nicht durchgeführt werden. Jetzt freuen sich die Veranstalter, die München Marathon GmbH gemeinsam mit der Prien Marketing GmbH, noch in diesem Jahr einen zweiten Anlauf zu starten. Unter Einhaltung von gewissen Regeln soll die Veranstaltung nun am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober, stattfinden. Anmeldungen dazu sind noch bis Sonntag, 18. Oktober, auf der Webseite www.herrenchiemseelauf.de möglich.

Update, 10.40 Uhr - Brennpunkt Rosenheim: 7-Tage-Inzidenz für Stadt über 70 - „Wir haben fünf vor zwölf“

Rosenheim gilt bundesweit als absoluter Corona-Brennpunkt. Auch am Wochenende lagen die Infektionszahlen laut Robert Koch-Institut (RKI) über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das Landratsamt Rosenheim meldet mit Stand vom 11. Oktober um 24 Uhr einen 7-Tages-Inzidenz für die Stadt von 70,81. Bereits in der Nacht von Freitag, 9. Oktober, auf Samstag wurden aufgrund der drastischen Entwicklung im Stadtgebiet verschärften Maßnahmen getroffen. Zum Beispiel wurde eine frühere Sperrstunde eingeführt.

Auch im Landkreis stieg der 7-Tage-Inzidenz-Wert auf 38,65 an und liegt somit ebenfalls über dem Warnwert von 35. Am Sonntag wurden für die Stadt drei Neuinfektionen gemeldet, für den Landkreis waren es 19. Insgesamt liegen somit 774 Fälle in der Stadt und 2.735 im Landkreis vor. Der Landkreis hat aufgrund des Anstiegs zwar noch keine Einschränkungen gelten gemacht, aber bereits erste Empfehlungen ausgesprochen.

Neben Rosenheim gelten in Bayern die Landkreise Fürstenfeldbruck und Regen sowie die Stadt Memmingen als Corona-Hotspots. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte deshalb die Menschen eindringlich zur Beachtung der Corona-Regeln ermahnt. Der „Bild am Sonntag“ sagte Söder: „Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden.“ Nötig seien rasche Maßnahmen für alle: „Frühere Sperrstunden und keine größeren Partys und Feiern für eine gewisse Zeit.“

Update, 9.35 Uhr - Twitter versieht Trumps Immunitätsbehauptung mit Warnhinweis

Twitter hat eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump zu seiner angeblichen Immunität gegen das Coronavirus mit einer Warnung vor Falschinformationen versehen. Der Tweet habe gegen Regeln zur „Verbreitung irreführender und womöglich gesundheitsschädlicher Informationen“ beim Thema Covid-19 verstoßen, hieß es am Sonntag. Der Tweet war deswegen erst nach einem Klick auf einen Warnhinweis zugänglich und konnte nicht ohne einen eigenen Kommentar der Nutzer weiterverbreitet werden.

Trump hatte zuvor bei Twitter geschrieben, die Ärzte des Weißen Hauses hätten ihm nach seiner Covid-19-Erkrankung nun attestiert, „komplett“ gesund zu sein. In Bezug auf das Coronavirus schrieb er: „Das bedeutet, ich kann es nicht bekommen (immun) und kann es nicht weitergeben.“ Die Immunität sei für ihn wie ein „beschützender Glanz“, sagte Trump am Sonntag in einem telefonischen Interview mit dem Sender Fox News. Trump will bereits ab Montag wieder große Wahlkampfauftritte absolvieren. Er bewirbt sich bei der Wahl am 3. November um eine zweite Amtszeit. Trumps Leibarzt hatte am Samstag erklärt, der Präsident sei nicht mehr ansteckend.

Experten gehen davon aus, dass Menschen nach einer Corona-Infektion vermutlich immun sind. Für wie lange und wie absolut ein Schutz existiert, ist aber noch unklar. Das Robert Koch-Institut etwa schreibt dazu: „Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird.“ Der 74-jährige Trump war nach eigenen Angaben am 1. Oktober positiv auf das Coronavirus getestet worden. Trump erkrankte an Covid-19 und wurde daher ab dem 2. Oktober drei Tage lang in einem Krankenhaus behandelt.

Update, 8.53 Uhr - Testpflicht für Berufspendler aus Tschechien im Landkreis Cham

Im Landkreis Cham in der Oberpfalz ist am Samstag eine Testpflicht für Arbeitnehmer aus Tschechien in Kraft getreten. Alle Pendler müssen nun innerhalb von sieben Tagen einen Test machen, sofern sie keinen aktuellen vorlegen können. Danach müssen sie diesen Test in festgelegten Abständen wiederholen. Wer in Pflege- und Medizinberufen arbeitet, muss sich alle fünf Tage auf Corona testen lassen. Andere Arbeitnehmer aus Tschechien müssen alle 14 Tage zum Test.

Grund für die Maßnahme seien die steigenden Infektionszahlen in Tschechien, die sich auch auf den Landkreis auswirkten, sagte der Landrat. Ihm sei aber wichtig, dass die Grenzen offen bleiben könnten. In der Oberpfalz seien täglich 12.000 Berufspendler aus Tschechien tätig. Im Landkreis Cham konnten sie sich bislang freiwillig testen lassen, nun wird das Pflicht. Die Tests sind auch für die Pendler aus Tschechien kostenlos.

Um die Testkapazitäten zu erweitern, eröffnet der Landkreis am Montag ein zweites Testzentrum in Cham, in der Osserstraße nahe des Landratsamtes. Zusammen mit dem Zentrum am Chamer Volksfestplatz sind damit täglich rund 1.000 Tests möglich.

Update, 8.04 Uhr - Kritik an Beherbergungsverbot wächst - Klage noch diese Woche?

Die Kritik am Beherbergungsverbot wird immer lauter. Zahlreiche Politiker fordern eine Rücknahme der erst in der vergangenen Woche beschlossenen Regelung. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigten an, darüber auch am Mittwoch bei der Ministerpräsidentenkonferenz zu reden. Derweil stellte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Gastronomen und Hoteliers, die durch die Beschränkungen Verluste erleiden, zusätzliche Hilfen in Aussicht.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erwartet noch in dieser Woche Klagen gegen das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten. „Ich gehe davon aus, dass hier in den nächsten Tagen Gerichtsverfahren anhängig gemacht werden“, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges am Sonntagabend im „Bild“-Gesprächsformat „Die richtigen Fragen“. Insbesondere das Übernachtungsverbot begegne erheblichen rechtlichen Bedenken. „Ist die Maßnahme geeignet, erforderlich und auch verhältnismäßig im Rechtssinn? Wenn sie das nicht ist, ist sie rechtswidrig“, sagte sie.

Die meisten Bundesländer hatten am Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Update, 6.40 Uhr - München überschreitet erneut 50er-Grenzwert

Die Stadt München hat erneut die wichtige Warnstufe von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, liegt der Wert derzeit bei 50,6 (Stand: 12. Oktober, 0 Uhr). Auch die Landkreise Regen (72,3) und Fürstenfeldbruck (58,8) sowie die Städte Memmingen (59,0) und Rosenheim (67,7) in Bayern übersteigen derzeit den kritischen Wert.

München hatte letzte Woche bereits den Corona-Warnwert überschritten und in der Folge verschärfte Corona-Regeln umgesetzt. Der Stadt zufolge bleiben bis einschließlich Donnerstag, 15. Oktober, Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, gilt eine Obergrenze von 25 Teilnehmern. Im Zuge der Verschärfung war auch der Alkoholkonsum eingeschränkt worden.

Knapp 2500 neue Corona-Fälle in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 2467 neue Corona-Infektionen gemeldet (Stand: 12. Oktober, 0 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch bei 3483 gelegen, nachdem am Samstagmorgen 4721 Neuinfektionen gemeldet worden waren. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 325.331 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9621. Das waren sechs mehr als am Vortag. Rund 277.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,40 (Stand: 11. Oktober; Vortag: 1,42). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,37 (Stand: 11. Oktober; Vortag: 1,43). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/aic/dpa

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