News-Ticker zur Corona-Pandemie

Das sind die aktuellen Fallzahlen in der Region

Corona-Test
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Corona-Test (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (13. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.30 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus der Region

Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 12. Oktober sechs neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 13. Oktober, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aufgrund eines positiven Falls unter den Schülerinnen und Schülern an der Mittelschule Mühldorf befindet sich dort seit Montag eine Klasse in Quarantäne.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 23,3. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 31 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 761 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 699 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 57 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 4 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 13. Oktober: 2.69

Landkreis Traunstein

Seit der letzten Pressemitteilung am Montag, den 12. Oktober sind beim Staatlichen Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1512 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1353 Personen (13 Personen mehr als im Vergleich zur Meldung vom 12. Oktober). Derzeit werden zwei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 20,30.

Landkreis Rosenheim

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für die Stadt Rosenheim steigt weiter an. Mit Stand 12. Oktober, 24 Uhr, liegt der 7-Tage-Inzidenz laut Landratsamt Rosenheim bei 72,38 (Vergleich zum Vortag: 70,81). Der Wert für den Landkreis sank leicht auf 37,88 (Vortag: 38,65).

Für die Stadt Rosenheim meldet das Gesundheitsamt sechs Neuinfektionen, für den Landkreis fünf. Zudem wurde eine Person der Philipp Neri Schule positiv auf das Coronavirus getestet. Etwa 20 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich bereits in Quarantäne.

Landkreis Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 17 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Alle Personen befanden sich bereits in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 530 (Meldestand: 13. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land erhöht sich auf 72,7.

Von den insgesamt 530 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 428 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 77 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Nachdem der Landkreis die 7-Tage-Inzidenz von 50 klar überschritten hat, ist eine Allgemeinverfügung nötig geworden. Diese greift am Mittwoch, 14. Oktober, um 0 Uhr.

Update, 17.30 Uhr - Starbulls-Heimspiel wegen Corona ohne Zuschauer

Die Corona-Pandemie macht den Starbulls einen Strich durch die Rechnung: Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden findet das erste Heimspiel der Vorbereitung zur Saison 2020/2021 am Freitag, den 16. Oktober 2020 im ROFA-Stadion ohne Zuschauerbeteiligung statt.

Auf Grund der derzeit erhöhten Infektionszahlen (7-Tage-Inzidenz) in Stadt- und Landkreis Rosenheim sind nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden zum ersten Vorbereitungsspiel gegen den EC Peiting im ROFA-Stadion keine Zuschauer zugelassen.

SpradeTV für Dauerkartenbesitzer kostenfrei

Dennoch müssen alle Grün-Weißen Fans nicht komplett auf ihre Helden auf dem Eis verzichten: Das Spiel wird wie gewohnt im Starbulls-Livestream auf SpradeTV angeboten. Der Preis für alle Vorbereitungsspiele auf SpradeTV beträgt sechs Euro pro Partie .Für alle Dauerkartenbesitzer wird die Übertragung kostenfrei freigeschaltet.

WICHTIG: Voraussetzung hierfür ist die korrekte Angabe des persönlichen SpradeTV-Accounts mit der Dauerkartenbestellung.

Für das Spiel am kommenden Freitag freigeschaltet werden alle Dauerkartenkäufer, welche Ihre Dauerkarte bis Mittwoch, den 14. Oktober 23:59 Uhr bestellt und bezahlt haben.

Dauerkarte vor Ort abholen – Bestellungen nur Online möglich

Da Besucher zum ersten Heimspiel nicht zugelassen sind, können Dauerkartenkäufer ihre bestellte und bezahlte Dauerkarte am Donnerstag, den 15. Oktober zwischen 9 und 18 Uhr an der sonst üblichen Stehplatz-Tageskasse an der Stirnseite der Geschäftsstelle abholen.

Eine Dauerkartenbestellung beziehungsweise ein Dauerkartenkauf vor Ort ist, wie bereits vorab vermeldet, nicht möglich. Bestellungen für eine Starbulls Dauerkarte zur Saison 2020/2021 sind nur auf der Starbulls Website unter http://www.starbulls.de/de/dauerkarte/ buchbar.

Update, 16.13 Uhr - Grün, orange, rot: EU-Staaten beschließen Corona-Ampel für Reisen 

Bürger können sich künftig auf einer Ampelkarte über die Corona-Lage in Europa informieren. Auf Grundlage gemeinsamer Kriterien werden Regionen je nach Infektionsgeschehen entweder grün, orange oder rot markiert. Für grüne Gebiete mit niedrigen Infektionszahlen sollen künftig keine Einreiseverbote mehr verhängt werden, wie eine Mehrheit der Europaminister am Dienstag in Luxemburg beschloss.

Mit dem Flickenteppich verschiedener Regeln dürfte es damit jedoch nicht vorbei sein. Denn gemeinsame Standards für Reisende aus stärker betroffenen - also orange oder rot markierten - Regionen sieht das Konzept nicht vor. Ebenso wenig gibt es einheitliche Kriterien für Quarantäne- und Testpflichten. Auch sind die Empfehlungen nicht bindend.

Die Ampelkarte soll von der europäischen Gesundheitsagentur ECDC erstellt und wöchentlich aktualisiert werden. Grundlage soll die Zahl der neu gemeldeten Fälle pro 100 000 Einwohner in den letzten 14 Tagen sein, dazu kommen die Quote positiver Tests sowie die Anzahl durchgeführter Tests pro 100 000 Einwohner. 

Bislang entscheidet jedes Land mit eigenen Kriterien, welche anderen EU-Länder oder -Regionen es als Risikogebiet einstuft. Das führt zu großen Unterschieden. Deshalb hatte die EU-Kommission Anfang September Kriterien für einheitliche Reisebeschränkungen sowie Corona- und Quarantäneregeln vorgeschlagen, die noch umfassender als die jetzige Einigung waren.

Update, 15.19 Uhr - 67 Prozent der Spitzenverbände fürchten um Existenz 

Die Angst vor einem finanziellen Kollaps in der Pandemie wird im deutschen Sport immer größer. Laut einer vom Deutschen Olympischen Sportbund in Auftrag gegebenen neuen Studie zu den „Corona-Schäden für Sportdeutschland“ schätzen beim Anhalten der Krise die Hälfte der DOSB-Verbände bis Ende 2021 ihre Existenz als gefährdet ein. Bei den Spitzenverbänden ist die Furcht sogar noch viel ausgeprägter: 67 Prozent von ihnen fürchten auf der Strecke zu bleiben. „Da liegt die Quote derer, die sagen, wir sind auf der absolut sicheren Seite nach heutiger Einschätzung nur noch bei einem Drittel“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ergebnisse der Studie zur Lage der Verbände sei „nur ein Puzzlestein des Gesamtbildes der Schäden“ im organisierten Sport. Es gebe zudem noch die Sicht der Athleten, Vereine, Stützpunkte oder der Veranstalter. Bei dieser zweiten Erhebung - nach der im Mai/Juni - durch die Wirtschaftsprüfer von Deloitte, an der 44 von 112 DOSB-Mitgliedsorganisationen teilnahmen, stehen die besonders von Veranstaltungen abhängigen Verbände und ihre absehbaren Schäden im Blickpunkt.

Je nach Limitierung der Zuschauer müssen sie in diesem Jahr mit einem Ertragsrückgang von insgesamt rund 148 bis 162 Millionen Euro rechnen. Dem gegenüber stehen Einsparungen durch Absagen von Großveranstaltungen, Personal- und Reisekosten oder Fördermaßnahmen von rund 108 bis 124 Millionen Euro.

Das Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes für die Clubs der professionellen und semiprofessionellen 2. und 3. Ligen mit einer Fördersumme von 200 Millionen Euro ist bisher nicht so genutzt worden wie erwartet. Zuviel Bürokratie und zu komplexe Ausführungsbestimmungen sind Gründe dafür.

Update, 13.19 Uhr - Söder lehnt Debatte über längere Weihnachtsferien wegen Corona ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Überlegungen zu einer Verlängerung der Weihnachtsferien wegen Corona zurückgewiesen. „Nee“, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München zu einem entsprechenden Vorschlag einzelner Unionspolitiker. „Wir reden jetzt darüber, wie wir Unterricht gestalten können“, betonte er.

Die Zeit sei nicht einfach, und man werde in den kommenden Wochen und Monaten schauen, wie es weitergehe. Schule sei schon anstrengend genug - da sei es jetzt jedenfalls nicht die Zeit, über Ferienverlängerungen zu reden und damit mit „zusätzlichen Dingen“ für Verunsicherung zu sorgen.

Update, 12.27 Uhr - Dr. Haug (Leopoldina): Es droht „Kontrollverlust“ und „dramatische Situation“

Auch Prof. Dr. Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, betonte in seinen Ausführungen die Wichtigkeit von bundesweit möglichst einheitlichen Corona-Regeln. „Morgen müssen ganz entscheidende Weichen dafür gestellt werden“, so Dr. Haug im Hinblick auf die Ministerpräsidentenkonferenz. Es gehe nun darum, gemeinschaftlich gewisse Dinge zu etablieren. Vor allem die Ausweitung der Maskenpflicht sei dabei ein ganz wesentlicher Aspekt.

Ich hoffe, dass es die Bundeskanzlerin schafft, alle Ministerpräsidenten mitzunehmen“, erklärte Dr. Haug, der auch klar stellte, dass es gewisse „Eskalationsstufen“ bei der Pandemie-Bekämpfung brauche und dass bei Überschreiten vereinbarte Maßnahmen konsequent umgesetzt werden müssten. Sonst drohe „Kontrollverlust“ und eine „dramatische Situation“ in Deutschland, die niemand wolle.

Update, 12.18 Uhr - Nochmal 2000 neue Leute für Gesundheitsämter

Außerdem hat die Bayerische Staatsregierung beschlossen, die lokalen Gesundheitsämter noch einmal personell massiv aufzustocken. Bis zum Ende der Woche sollen 2000 zusätzliche Leute eingesetzt werden - 1000 davon sind Beamten-Anwärter, 1000 aus dem Bereich der bayerischen Polizei. Diese sollen die Mitarbeiter beim aufwändigen Contact-Tracing unterstützen. Zudem habe sich der Freistaat die Option auf zehn Millionen Corona-Schnelltests gesichert. Weitere, möglicherweise tiefer greifende Entscheidungen für Bayern sollen erst nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch vereinbart werden.

„Die Entwicklung ist eindeutig: Corona hält sich nicht an irgendwelche Wünsche aus der Politik. Deswegen appelliere ich nochmal an alle Menschen in Bayern fürs Mitmachen. (...) Der eigentliche Charakter-Test steht noch aus. Die Frage ist, ob wir die Loyalität und Solidarität untereinander finden“, betonte der Ministerpräsident, der gleichzeitig klar stellte, dass Bayern auf die aktuelle Situation wesentlich besser vorbereitet sei als im Frühjahr beim Ausbruch der Pandemie. Zudem hofft der Landeschef auf den „großen Wurf“ bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch.

Update, 12.11 Uhr - Söder: „Wir müssen Corona jetzt ausbremsen“

Söder forderte außerdem erneut einheitliche, verbindliche und verständliche Corona-Regeln für ganz Deutschland. „Es ist ganz entscheidend, dass wir jetzt keine Angst und Panik verbreiten, sondern uns ernsthaft und seriös der Problematik stellen“, betonte der Ministerpräsident. Auch in Bayern würden die Zahlen bereits ansteigen.

Es gäbe derzeit bereits sechs Städte/Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 und sogar 14 Städte/Kommunen mit einem Wert über 35. „Wir müssen Corona jetzt ausbremsen, bevor wir sonst die echte Notbremse ziehen müssen“, warnte Söder und sprach davon, dass die nächsten vier Wochen entscheidend für den weiteren Pandemie-Verlauf seien.

Das Motto der Staatsregierung bleibe deswegen das gleiche: Mehr Maske, weniger Alkohol, weniger Feiern. Für eine Ausweitung der Maskenpflicht will sich Söder auch bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch einsetzen. „Mit mehr Maske können wir die Entwicklungen leichter kontrollieren“, so Söder. Für Donnerstag wurde bereits eine weitere Kabinettssitzung in München angesetzt, wo gegebenenfalls die Entscheidungen der MPK am Mittwoch für den Freistaat konkretisiert werden könnten, hieß es.

Update, 12.03 Uhr - Söder: „Wir wollen keinen zweiten Lockdown, aber...“

Bei der Pressekonferenz am Mittag hat Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU) zu Beginn den Ernst der aktuellen Corona-Situation deutlich gemacht: „Wir müssen der Wahrheit ins Auge schauen. Wir sind in einer sehr ernsten Lage. Es ist kurz davor, dass wir die Kontrolle verlieren!“

Es sei deswegen enorm wichtig, jetzt die entsprechenden Weichen zu stellen. „Corona im Herbst ist nicht weniger gefährlich als im März oder April. (...) Es braucht jetzt eine sehr ernsthafte Diskussion über die weiteren Maßnahmen. Klar ist, wenn es keinen Ruck gibt, droht ein zweiter Lockdown!

Update, 11.53 Uhr - PK nach Kabinetts-Sitzung: Verschärft Bayern die Corona-Maßnahmen?

Um 12 Uhr hält Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung ab. Es hat sich auch in seiner heutigen Sitzung schwerpunktmäßig mit der Corona-Lage im Freistaat und dessen Nachbarländern, aber auch in ganz Deutschland. Denn am Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen angesichts steigender Corona-Zahlen beraten.

Mit Spannung wird erwartet, ob das Kabinett die Corona-Beschränkungen für den Freistaat wieder verschärft. Ministerpräsident Markus Söder hatte gestern im BR Fernsehen gesagt, wegen der steigenden Zahlen müssten die Schutzmaßnahmen möglicherweise nicht nur in Corona-Hotspots verstärkt werden, sondern überall.

Um 12 Uhr informieren Ministerpräsident Dr. Markus Söder, die Vorsitzende des Dreierrats Grundrechtsschutz und ehemalige evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Prof. Dr. Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen.

Update, 11.37 Uhr - 72,38: 7-Tage-Inzidenz in Stadt Rosenheim steigt weiter - erneuter Fall in Schule

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für die Stadt Rosenheim steigt weiter an. Mit Stand 12. Oktober, 24 Uhr, liegt der 7-Tage-Inzidenz laut Landratsamt Rosenheim bei 72,38 (Vergleich zum Vortag: 70,81). Der Wert für den Landkreis sank leicht auf 37,88 (Vortag: 38,65).

Für die Stadt Rosenheim meldet das Gesundheitsamt sechs Neuinfektionen, für den Landkreis fünf. Zudem wurde eine Person der Philipp Neri Schule positiv auf das Coronavirus getestet. Etwa 20 Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich bereits in Quarantäne.

Update, 10.47 Uhr - Beherbergungsverbot in der Kritik

Das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen steht kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz im Fokus der Kritik. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnte vor existenziellen Risiken für die Betriebe, Unions-Politiker stellten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage und mahnten, uneinheitliche Corona-Regelungen trügen zu Verunsicherung und Akzeptanzproblemen bei.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am Mittwoch beraten. Bereits am Montag hatten zahlreiche Politiker eine Rücknahme der Regelung gefordert. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, Kanzlerin Merkel werde sich Argumente aller Seiten anhören. Es handle sich aber um Länderregelungen.

Update, 8.50 Uhr - TV-Sender bangen um Bundesliga-Übertragung

Die steigenden Corona-Zahlen in Ballungsräumen stellt die TV- und Radiosender der Fußball-Bundesliga vor große logistische Herausforderungen. Laut einem Bericht des Kicker bangen die TV-Sender Sky und ARD nun sogar um die Fernseh-Übertragung des vierten Spieltages am Wochenende. Hintergrund ist akuter Personalmangel. Laut dem Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) dürfen keine Personen, die sich in einem in- oder ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, in den Stadien arbeiten. 

Dies betrifft laut dem Bericht inzwischen viele Reporter, Kameramänner und Techniker. Betroffen sein könnten zudem auch Ordner, Greenkeeper und weiteres Personal. Die DFL arbeitet diesbezüglich bereits mit Hochdruck an einer Lösung. Angedacht sind möglicherweise Corona-Schnelltests, wie sie zuletzt schon von Eintracht Frankfurt bei einem Testspiel gegen die Würzburger Kickers angeboten worden waren.

Update, 7.36 Uhr - Kabinett berät über verschärfte Corona-Regeln

Am Vormittag tagt einmal mehr die bayerische Staatsregierung. Im Mittelpunkt der Kabinettssitzung steht dabei einmal mehr die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuletzt wiederholt deutschlandweit einheitliche Corona-Regeln gefordert und das Beherbungsverbot für Reisende aus Risikogebieten verteidigt. In der Diskussion stehen auch eine nochmalige Verschärfung der derzeit gültigen Regeln.

Unsere Linie ist klar: die bayerische Staatsregierung bleibt bei ihrem Kurs der Vorsicht. Die Vernünftigen müssen wir vor den Unvernünftigen schützen“, sagte Söder im Vorfeld der Sitzung. Nach der Sitzung soll es am Mittag (vsl. 12 Uhr) wieder eine Pressekonferenz geben. Dort wird Söder mit dem Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, und der Vorsitzenden des Dreierrats Grundrechtsschutz, Susanne Breit-Keßler, über die Ergebnisse informieren.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Erneut über 4000 neue Corona-Fälle binnen eines Tages

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erneut mehr als 4000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (News-Ticker Montag, 12. Oktober). Insgesamt beläuft sich die Zahl auf 4122 (Stand: 13. Oktober, 0 Uhr). Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4058 erstmals seit April die 4000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es gar 4721 neu nachgewiesene Fälle. Am Montag waren 2467 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten weitergeben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 329.453 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9634. Das waren 13 mehr als am Vortag. Mehr als 279.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,29 (Stand: 12. Oktober; Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel knapp 1,3 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,25 (Stand: 12. Oktober; Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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