News-Ticker zur Corona-Pandemie

Die aktuellen Zahlen aus der Region - Allgemeinverfügung für Landkreis Rosenheim am Freitag

Corona-Teströhrchen
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Das sind die aktuellen Corona-Regeln.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (15. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 797, Landkreis Rosenheim 2809, Traunstein 1525, Berchtesgadener Land 558, Mühldorf 755, Altötting 763 (Quelle: RKI)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 199, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle: RKI)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 64,5, Landkreis Rosenheim 54,0, Landkreis Traunstein 19,7, Landkreis Berchtesgadener Land 91,6, Landkreis Mühldorf 73,4, Landkreis Altötting 4,5 (Quelle: RKI)
  • Mindestens 9710 Todesfälle in Deutschland (2693 in Bayern)
  • ÜberblickCorona und Quarantäne - Diese Schulen in der Region sind betroffen
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.30 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen in der Region

Landkreis und Stadt Rosenheim

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für die Stadt Rosenheim ist leicht gesunken. Mit Stand 14. Oktober, 24 Uhr, liegt der 7-Tage-Inzidenz laut Landratsamt Rosenheim bei 66,09 (Vergleich zum Vortag: 69,24). Der Wert für den Landkreis stieg auf 53,57 (Vortag: 42,09). Für die Stadt Rosenheim meldet das Gesundheitsamt sechs Neuinfektionen, für den Landkreis 43.

Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 14. Oktober  51 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 15. Oktober 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Der starke Anstieg lässt sich hauptsächlich auf Mitarbeiter am Putenschlachthof Ampfing zurückführen, die bei einer der regelmäßig durchgeführten stichprobenartigen Reihentestungen positiv waren.   

Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 18 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei einer Person um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet, 2 Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 558 (Meldestand: 15. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land erhöht sich auf 91,6.

Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 100 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 19,74. Seit der letzten Pressemitteilung am Mittwoch den 14. Oktober sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 18 Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in drei Fällen um Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten. Bei den übrigen positiven Fällen handelt es sich nach dem aktuellen Ermittlungsstand um Infektionen innerhalb des privaten und familiären Umfelds, die keinem bestimmten Infektionscluster zuzuordnen sind.

Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Landesamt für Gesundheit (LGL) bei 4,48. Vier weitere Personen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Update, 17.38 Uhr - Diese Maßnahmen gelten ab Samstag im Landkreis Rosenheim

Wie das Landratsamt Rosenheim soeben auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte, wird die entsprechende Allgemeinverfügung mit den Umsetzungen der erweiterten Maßnahmen für den Landkreis Rosenheim am Freitag veröffentlicht. Damit gelten die Maßnahmen ab Samstag, 0 Uhr.

Bisher wurden folgende Maßnahmen vorab festgelegt:

Es gilt eine Sperrstunde sowie ein Alkoholverbot in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr. Das Alkoholverbot wird auch an Tankstellen entsprechend durchgesetzt.

Bei privaten Feiern sind zukünftig lediglich noch maximal fünf Personen oder Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten erlaubt.

Die Besuchsregeln in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern werden verschärft. Für jeden Patient ist ab Samstag nur noch maximal ein Besucher pro Tag zugelassen.

Weitere Maßnahmen werden morgen in der Allgemeinverfügung vom Landratsamt Rosenheim veröffentlicht.

Update, 15.46 Uhr - Wann treten die neuen Maßnahmen in Rosenheim in Kraft?

Auf Nachfrage von rosenheim24.de beim Landratsamt Rosenheim wurde mitgeteilt, dass die zusätzlichen Maßnahmen, welche von Ministerpräsident Dr. Markus Söder in der Pressekonferenz angesprochen wurden, rein rechtlich gesehen frühestens ab Samstag, 0 Uhr umgesetzt werden könnten.

Abgesehen davon müsse man nun prüfen, wie die jeweiligen Maßnahmen umgesetzt werden können und ob eventuell zusätzliche Anpassungen nötig wären. Daher könne man einen genauen Zeitpunkt für das Inkrafttreten in Stadt und Landkreis Rosenheim derzeit noch nicht nennen.

Update, 15.23 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land steigt auf 91,6

In der täglichen Pressemitteilung zum Corona-Virus berichtet das Landratsamt Berchtesgadener Land von 18 neuen Fällen, womit der Wert der 7-Tage-Inzidenz auf 91,6 ansteigt (Meldestand: 15. Oktober 10 Uhr).

Unterdessen fand am Donnerstagvormittag im Landratsamt ein Krisenstab statt, an welchem neben Landrat Bernhard Kern unter anderem auch Vertreter des Schulamtes, der Kliniken Südostbayern, der Polizei und der Bundeswehr teilnahmen. Kern appellierte dabei an die Bevölkerung: „Vorsicht und Rücksicht sind jetzt unbedingt geboten, unbedachtes Verhalten von jedem Einzelnen ist zu vermeiden. Ich werde nicht müde, an die Bürgerinnen und Bürger den Appell zu richten, die Kontaktbeschränkungen und Regelungen aus der nun für einen möglichst begrenzten Zeitraum gültigen Allgemeinverfügung für den Landkreis einzuhalten, um einem weiteren Anstieg der Fallzahlen entgegenzuwirken. Mir ist durchaus bewusst, dass gerade diese Maßnahmen für den Schulbetrieb vor allem die Eltern und Schüler belasten. Auch deswegen sind wir bemüht, die Einschränkungen so bald wie möglich wieder aufzuheben.“

Aktuell gibt es im Landkreis 105 aktive Corona-Fälle, wovon fünf stationär in den Kliniken im Berchtesgadener Land behandelt werden. Zwei der fünf Personen werden aktuell intensivmedizinisch betreut.

Die Pressekonferenz im Video

Update, 14.26 Uhr - Aiwanger: Das Mitmachen eines jeden Einzelnen sei gefragt

So viel Normalität wie möglich solle aufrecht erhalten, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Ein Hotelbetrieb mit allen eingehaltenen Hygienemaßnahmen wäre auch kein größeres Infektionsrisiko als der öffentliche Personennahverkehr, weshalb sich Aiwanger eine bundesweit einheitliche Lösung bezüglich des Beherbergungsverbotes wünsche, um die Hotellerie zu entlasten.

In Deutschland wolle man einen zweiten Lockdown umgehen und die Gastronomie sowie Schulen auch weiter geöffnet lassen, es sei dafür aber das Mitmachen eines jeden Einzelnen gefragt, so der Minister.

Update, 14.12 Uhr - Söder: „Die Lage ist leider ernst und sie wird jeden Tag ernster“

„Die Lage ist leider ernst und sie wird jeden Tag ernster“, mit diesem Zitat startete Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder in die Pressekonferenz. Beim Inzidenzwert liegt Bayern derzeit noch unter dem Bundesdurchschnitt von 34, so Söder weiter.

Bei der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz wurden wichtige Maßnahmen beschlossen, jedoch wird es national gesehen wohl nicht der letzte Schritt gewesen sein, so der Ministerpräsident. In Bayern wurden heute weitere Regeln beschlossen:

Die Corona-Ampel gilt nun. Zwischen einem Inzidenzwert zwischen 35 und 50 soll die Maskenpflicht weiter ausgedehnt werden, so soll beispielsweise ab der fünften Klasse eine allgemeine Maskenpflicht ab dem Schwellenwert von 35 gelten. Ebenso soll auch am Arbeitsplatz eine entsprechende Maskenpflicht eingeführt werden, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Auch in Kinos und bei Sportveranstaltungen soll dauerhaft eine Maske getragen werden. An Tankstellen soll künftig ab 23 Uhr ein generelles Alkoholverbot gelten. Bei Feiern zuhause oder in Gaststätten soll zudem die Anzahl der Personen auf maximal zehn begrenzt werden.

Über dem Wert 50 der 7-Tages-Inzidenz soll auch in der Grundschule eine Maskenpflicht am Platz gelten. Die Sperrstunde soll dann von 23 Uhr auf 22 Uhr vorverlegt werden. Private Feiern sollen auf maximal fünf Personen oder zwei Hausstände begrenzt werden. Vorerst sollen diese Maßnahmen für vier Wochen gelten. Diese Einschränkungen seien keine Empfehlung, sondern eine Pflicht, so Söder.

Veranstaltungen wie Messen oder Sportereignisse sollen weiterhin wie bisher stattfinden, hier soll es vorerst keine weiteren Maßnahmen oder Einschränkungen geben.

Update, 13.40 Uhr - Gericht kippt Beherbungsverbot in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat mit Beschluss vom Donnerstag einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben. Damit ist das Verbot mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt.

Das Gericht sah den Einschnitt in das Grundrecht auf Freizügigkeit als unverhältnismäßig an. Das Land habe auch nicht darlegen können, dass Hotels und Pensionen „Treiber“ des Infektionsgeschehens seien, so dass drastische Maßnahmen nötig seien. Es sei den Antragstellern auch nicht zumutbar, bis zu 48 Stunden vor Ankunft genommene negative Corona-Tests vorzulegen. Man könne nicht gewährleisten, dass Reisende in so kurzer Zeit einen Corona-Test erlangen könnten (Az. 1S3 3156/20).

Update, 12.59 Uhr - Welche Corona-Regeln kommen in Bayern? PK um 14 Uhr

Seit dem Mittag läuft in der bayerischen Staatskanzlei eine weitere Sitzung des Ministerrats. Im Mittelpunkt steht dabei einmal mehr die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dabei sollen unter anderem auch die bei der Bund-Länder-Konferenz beschlossenen Maßnahmen für den Freistaat Bayern konkretisiert werden. Im Anschluss wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf einer Pressekonferenz (ab 14 Uhr) über die Ergebnisse informieren.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 12.24 Uhr - Komplette Gemeinde im Salzburger Land unter Quarantäne

Auch im Nachbarland Österreich steigen die Corona-Zahlen wieder erheblich. Das Bundesland Salzburg hat deswegen nun weitere Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung einzudämmen. Außerdem hat auch das Universitätsklinikum Salzburg wieder seinen Krisenstab aktiviert. Im Tennengau, Flachgau, Pongau und in der Stadt Salzburg wird für alle Klassen ab der 9. Jahrgangsstufe wieder von Präsenzunterricht auf Home Schooling umgestellt.

Im Tennengau (Bezirk Hallein) wird ab Freitag, 0 Uhr, die komplette Gemeinde Kuchl unter Quarantäne gestellt. Zudem wird das dort erst vor kurzem in Kraft getretene Verbot von privaten Feiern und Zusammenkünften auf das ganze Bundesland ausgeweitet. Landeshauptmann Wilfried Haslauer sprach auf einer Pressekonferenz von einer „dramatischen Entwicklung“: „Dort läuft die Situation völlig aus dem Ruder, die Infektionen sind keinem Cluster mehr zuzuordnen, sondern gehen quer durch die Familien, durch Schulen und Betriebe.“ Die 7-Tage-Inzidenz in der Gemeinde Kuchl beträgt derzeit sage und schreibe 342.

Update, 11.33 Uhr - 15 Spieler von Starbulls-Gegner Weiden infiziert

Nächster Corona-Ausbruch im bayerischen Eishockey: Beim Oberligisten Blue Devils Weiden sind jetzt mindestens 15 Spieler der ersten Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Stand jetzt zeigen alle Infizierten einen Krankheitsverlauf mit milden Symptomen“, wird Blue Devils-Geschäftsführer Franz Vodermeier in einer Mitteilung auf der Homepage des Vereins zitiert. Auch bei der U20 und U17 wurden inzwischen erste Fälle diagnostiziert, hieß es weiter. Die 1. Mannschaft und mehrere Nachwuchsteams wurden deswegen in eine 14-tägige Quarantäne geschickt.

Besonders pikant: Am Freitag, 6. November, soll es nach Verzögerungen eigentlich mit der Eishockey-Oberliga endlich losgehen. Dabei würden die Blue Devils am 1. Spieltag ausgerechnet die Starbulls Rosenheim empfangen. Ob diese Partie Stand jetzt wie geplant stattfinden kann, ist derzeit unbekannt. Geplante Testspiele gegen Regensburg und Hannover wurden bereits abgesagt.

Update, 10.55 Uhr - Jetzt auch Landkreis Rosenheim ein Corona-Hotspot

Jetzt hat auch das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Daten zu den Corona-Hotspots geupdated (Stand: 15. Oktober, 0 Uhr). Demnach liegen im Freistaat Bayern nun insgesamt elf Städte bzw. Landkreise über dem kritischen Grenzwert von 50 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage. Darunter sind auch vier Städte bzw. Kreise aus der Region betroffen.

Hinter dem „Spitzenreiter“, dem Landkreis Rottal-Inn (7-Tage-Inzidenz von 81,5), und dem Landkreis Regen (78,8) folgen auf den Plätzen drei und vier die Landkreise Mühldorf (73,4) und Berchtesgadener Land (72,7). Die Stadt Rosenheim (64,5) rangiert hinter der Stadt Weiden (72,5) und der Stadt Schweinfurt (67,4) auf Platz sieben. „Neu“ in der Liste der Hotspots ist nun auch der Landkreis Rosenheim mit einem Inzidenz-Wert von 54,0. Zudem liegen auch die Landkreise Schweinfurt und Fürstenfeldbruck sowie die Stadt München weiter über dem Grenzwert.

Update, 10.03 Uhr - Jetzt schon 13 Corona-Hotspots in Bayern

In Bayern gibt es nun schon 13 Corona-Hotspots - also Städte/Landkreise, die den kritischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten haben. Zuletzt haben auch die Landkreise Ebersberg und Mühldorf - hier betrifft dies vor allem den Massenausbruch an einem Putenschlachthof in Ampfing - die Schwelle überschritten.

Die aktuellen Inzidenzen in Bayern (Stand: 14. Oktober):

  • Landkreis Regen: 83,97
  • Landkreis Berchtesgadener Land: 76,47
  • Landkreis Mühldorf: 73,4
  • Stadt Rosenheim: 67,66
  • Stadt Schweinfurt: 63,64
  • Landkreis Fürstenfeldbruck: 62,01
  • Stadt Memmingen: 58,96
  • Landkreis Rottal-Inn: 57,61
  • Stadt Augsburg: 55,97
  • Landkreis Schweinfurt: 55,54
  • Landkreis Neuburg-Schrobenhausen: 52,28
  • Landkreis Ebersberg: 52,21
  • Stadt München: 52,15

Update, 8.49 Uhr - Illegale Party in Bodenkirchen - mit Gästen aus Lkr. Mühldorf

Nach einer illegalen Party mit bis zu 150 Gästen in Bodenkirchen (Niederbayern), in der Nähe der Grenze zum Landkreis Mühldorf, sind inzwischen bereits 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich dabei um Frauen und Männer zwischen 25 und 32 Jahren, teilte das Landratsamt Landshut mit. Das Gesundheitsamt versuche, weitere Partygäste aufzuspüren und Infektionsketten zu unterbrechen. Laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) nahmen auch Menschen aus dem Landkreis Mühldorf daran teil.

Zu der als „Oktoberfest“ deklarierten Feier in einer Maschinenhalle eines Bauernhofes hatten drei Geschwister eingeladen. Zu Bier vom Fass und einer Live-Band feierten und tanzten am 3. Oktober mindestens 120, womöglich gar 150 Menschen, hieß es. Das Gesundheitsamt erfuhr erst an diesem Dienstag von dem Fest, konnte aber binnen eines Tages bereits 20 Infektionen bestätigen. Auch eine Hausärztin wurde positiv getestet, die von einigen Partygästen im Anschluss für einen Corona-Test aufgesucht wurde.

Das zuständige Landratsamt hat inzwischen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die drei Veranstalter der Feier eingeleitet. Die Geschwister hatten zunächst offenbar Druck auf die Gäste ausgeübt, um so einen „Mantel des Schweigens“ über die Veranstaltung zu hüllen. Die Behörde appelliert in diesem Zusammenhang mit Nachdruck an alle Teilnehmer an dem fragwürdigen „Event“ am Samstagabend, 3. Oktober, sich an das Gesundheitsamt zu wenden (Telefon 0871/408-3113, E-Mail: ctt@landkreis-landshut.de). Es bestehe die Gefahr, dass das „Oktoberfest“ zur Quelle von vielen weiteren Infektionen wird, hieß es.

Update, 7.25 Uhr - Massenausbruch in Ampfing - Landkreis setzt PK an

Mindestens 39 Corona-Fälle auf einem Putenschlachthof in Ampfing (Landkreis Mühldorf): Nach der Masseninfektion und des damit verbundenen Anstiegs der 7-Tage-Inzidenz über den Grenzwert von 50 im Landkreis Mühldorf haben bei den politisch Verantwortlichen am Mittwochabend bereits erste Beratungen über mögliche weitere Maßnahmen stattgefunden. Um 12 Uhr wollen Landrat Max Heimerl (CSU) und der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Benedikt Steingruber dann über die Ergebnisse bei einer Pressekonferenz informieren.

innsalzach24.de berichtet von der Pressekonferenz ab 12 Uhr natürlich live!

Zahlreiche Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing

Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
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Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing
Corona-Fälle an Putenschlachthof in Ampfing. © fib/DG

Update, 6.53 Uhr - Söder warnt vor zweitem Lockdown

Erweiterte Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Sperrstunde oder der Umgang mit Feiern: Beim Bund-Länder-Gipfel am Mittwochnachmittag und -abend in Berlin wurde über acht Stunden über neue, einheitliche Corona-Regeln für Deutschland gestritten. Welche Regeln nun gelten, hat rosenheim24.de hier für Euch zusammengefasst.

Kanzlerin Merkel (CDU) sprach hinterher davon, dass man den exponentiellen Anstieg der Fallzahlen dringend stoppen müsse. Noch deutlicher wurde Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU-Politiker schrieb auf Facebook: „Jetzt zählt Vorsicht und Umsicht. Wir sind dem zweiten Lockdown viel näher, als wir wahrhaben wollen. Wir müssen wieder vor die Welle kommen. Die Philosophie ist richtig: mehr Maske, weniger Alkohol, weniger Feiern. Wir sind einen Schritt vorangekommen, aber ob das reicht, ist offen.“

RKI meldet Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 6638 Neuinfektionen - rund 1500 mehr als am Mittwoch (Stand: 15. Oktober, 0 Uhr). Bislang waren Ende März mit knapp 6300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Die Zahl der Coronatests schwankt seit Mitte August zwischen rund 1,1 Millionen und 1,2 Millionen pro Woche. Die Rate der positiven Tests ist nach RKI-Angaben vom Mittwochabend jedoch deutlich gestiegen: von 0,74 Prozent Ende August auf 2,48 Prozent in der Woche vom 5. bis 11. Oktober. In mehreren Labors gebe es einen Rückstau, einige gaben laut RKI Lieferschwierigkeiten für Reagenzien an. „Das RKI erreichen in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befinden“, schreibt das Institut im Lagebericht vom Mittwoch. Der zusätzliche Testbedarf durch Urlauber nach Einführung des Beherbergungsverbots mit der Option zu einer „Freitestung“ habe die Situation weiter verschärft.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 341.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9710. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 284 600 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwoch bei 1,04 (Stand: 14. Oktober; Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,16 (Stand: 14. Oktober; Vortag: 1,20). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

dp/mw/mh/dpa

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