News-Ticker zur Corona-Pandemie

Das sind die aktuellen Fallzahlen in der Region - 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land bei 134

Zu sehen ist Ärztin mit einem Corona-Test.
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Corona-Test

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (16. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 815, Landkreis Rosenheim 2845, Traunstein 1525, Berchtesgadener Land 611, Mühldorf 755, Altötting 763 (Quelle: RKI)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 199, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle: RKI)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 73,96, Landkreis Rosenheim 57,02, Landkreis Traunstein 19,7, Landkreis Berchtesgadener Land 134,05, Landkreis Mühldorf 73,4, Landkreis Altötting 4,5 (Quelle: RKI)
  • Mindestens 9734 Todesfälle in Deutschland (2700 in Bayern)
  • ÜberblickCorona und Quarantäne - Diese Schulen in der Region sind betroffen
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus der Region

Stadt und Landkreis Rosenheim

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, gab es im Landkreis Rosenheim 40 neue Corona-Fälle, in der Stadt gingen 17 Neumeldungen ein. Der Wert der 7-Tages-Inzidenz liegt für den Landkreis aktuell bei 57,02 und für die Stadt bei 73,96.

Landkreis Traunstein

Seit der letzten Meldung am 15. Oktober meldet das Landratsamt Traunstein elf Neuinfektionen, der Wert der 7-Tages-Inzidenz steigt damit von 19,74 auf 23,12. Vier COVID19-Patienten werden derzeit auf der Normalstation des Klinikums Traunstein behandelt.

Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Mühldorf am Inn gibt es 15 neue bestätigte Fälle. Der Inzidenzwert liegt bei 83,7. Es wird derzeit keine infizierte Person stationär behandelt.

Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet unterdessen zwei neue Corona-Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz ist mit 4,48 weiterhin der geringste Wert in der Region.

Landkreis Berchtesgadener Land

Landkreis Berchtesgadener Land Aus dem Berchtesgadener Land werden 53 neue Corona-Fälle gemeldet. Der Inzidenzwert klettert damit weiter auf 134,05. Aktuell werden fünf COVID19-Patienten stationär in den Krankenhäusern des Landkreises behandelt.

Update, 14.10 Uhr - Höchster Wert in Bayern: 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land bei 134,05.

Wie das Gesundheitsamt bekannt gibt, wurden in den vergangenen 24 Stunden für das Berchtesgadener Land 53 Neuinfektionen gemeldet (Stand: 16. Oktober, 8 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz stieg dadurch auf 134,05 - bayernweit der höchste Wert.

Insgesamt haben sich im Berchtesgadener Land seit Pandemie-Beginn 611 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Von den insgesamt 611 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 429 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 157 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis. 

Im Landkreis Berchtesgadener Land sind aktuell folgende Einrichtungen (Schulen, Kindertagesstätten und Seniorenheime) von Quarantäne-Maßnahmen mit unterschiedlichem Wirkungsgrad betroffen: 

  • Realschule im Rupertiwinkel Freilassing
  • Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land
  • Grundschule Anger
  • Städt. Kindergarten Freilassing in der Waginger Straße
  • Karlsgymnasium Bad Reichenhall
  • Kinderkrippe Berchtesgaden
  • Bürgerheim in Berchtesgaden
  • Berufsfachschule für Krankenpflege Bad Reichenhall
  • Kindergarten/Hort in Schönau a. Königssee

Update, 13.05 Uhr - Gesundheitsamt Rosenheim besorgt: „Die Lage ist sehr ernst, befinden uns mitten in der 2. Welle“

Seit dem letzten Wochenbericht (8. Oktober, 24 Uhr‘) wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 196 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Allein am 15. Oktober waren dies 57 Fälle. Diese Fallzahl wurde zuletzt am 16. April erreicht.

Die 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt laut Gesundheitsamt mit Stand 16. Oktober (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 73,96, für den Landkreis Rosenheim bei 57,02. Zehn COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt.

Trotz des Anstiegs der Fallzahlen informiere das Gesundheitsamt Rosenheim die Fälle weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion und ordne die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen an. Demnach werden anschließend auch unverzüglich die engen Kontaktpersonen kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet. Dank der personellen Aufstockung im Gesundheitsamt könne dies derzeit sicher gewährleistet werden.

„Der plötzliche bundesweite Anstieg der Fallzahlen bereitet dem Gesundheitsamt erhebliche Sorgen. Parallel dazu sehen wir einen zunehmenden Anstieg auch im Stadt- und Landkreisgebiet. Die Lage ist sehr ernst, wir befinden uns aktuell mitten in der zweiten Welle“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Ziel muss sein, eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region sicher zu verhindern. Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch im Urlaub weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Auch der gemeinsame Aufenthalt in geschlossenen Räumen über 30 Minuten kann im Einzelfall bei Aerosolbildung zu Übertragungen führen. Hier ist auf regelmäßiges und ausreichendes Lüften zu achten“, so Hierl.

Bisher sind insgesamt 3.660 Fälle von Covid-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. (Landkreis: 2845, Stadt: 815). Mittlerweile wurde bei mindestens 3.062 Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt.

Update, 11.20 Uhr - In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Update, 11.05 Uhr - Neues Corona-Testcenter ab Samstag in Waldkraiburg

Ab Samstag, 17. Oktober, besteht auch in Waldkraiburg für die Bürger die Möglichkeit, sich auf das Corona-Virus testen zu lassen. Auf dem Volksfestplatz wird heute im Laufe des Tages ein Testzentrum eingerichtet. Die Testungen finden Samstag von 10 bis 14 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auch das Testcenter am Volksfestplatz in Mühldorf hat morgen von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Für Mühldorf ist jedoch wie bisher eine Anmeldung bis heute 15 Uhr unter der Tel: 08631/365511 notwendig.

Update, 9.56 Uhr - Piazolo schließt flächendeckende Schulschließungen nicht aus

Wegen der Verschärfung der Corona-Pandemie will der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) flächendeckende Schulschließungen nicht mehr ausschließen. „In Corona-Zeiten kann man leider nur wenig versprechen,“ sagte Piazolo im Interview mit dem Radiosender Bayern2 am Freitag. In diesem Zusammenhang verteidigte Piazolo auch die beschlossene Maskenpflicht bei hohen Infektionszahlen während des Unterrichts auch für Grundschüler. „Wir muten eigentlich allen viel zu in dieser Zeit von Corona.“ Erklärtes Ziel sei aber, Präsenzunterricht möglichst sicherzustellen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe betont, „dass gerade Kitas und Schulen allen sehr wichtig sind, und wir sie so lange wie möglich auch offenhalten wollen“, sagte Piazolo weiter. Das Corona-Ansteckungsrisiko in der Schule sei relativ gering. Da gebe es praktisch kaum Fälle. Zugleich warnte Piazolo vor einer zu hohen Anspruchshaltung: „Natürlich kann es auch mal an der einen oder anderen Stelle etwas knirschen.“ Leider gehöre das bei Corona dazu, denn man müsse sich immer wieder auf neue Situationen einstellen.

Update, 8.49 Uhr - Beherbungsverbot wird wohl bald überall gekippt

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen wird nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder demnächst fallen. Die Einschränkungen für Urlauber aus Corona-Hotspots seien im Kampf gegen die Seuche “in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen”, sagte der CSU-Chef am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “Markus Lanz”.

Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. Söder sagte mit Blick auf Bayern: “Auch bei uns wird das so sein, das wir das Stück für Stück auslaufen lassen.” Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Beschränkungen hielten. Bisher dürften Touristen aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen nur in ein Hotel, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Update, 7.32 Uhr - Corona-Ampel springt in mehreren Tiroler Bezirken auf Rot

Auch in Tirol steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen weiter stark an: In den letzten 24 Stunden liegen in Tirol 221 weitere positive Coronavirus-Testergebnisse vor. Indes sind 131 weitere Personen genesen. Damit sind derzeit insgesamt 1278 Personen in Tirol infiziert (Stand: 15. Oktober, 18.30 Uhr). Seit Donnerstag zeigt nun die Corona-Ampel in der Stadt Innsbruck und im Bezirk Innsbruck Land die Farbe rot. Noch ist unklar, welche Maßnahmen getroffen werden. Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi will am Freitag um 9.30 Uhr darüber informieren.

In ganz Tirol gelten mit Freitag, 16. Oktober, verschärfte Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Am Abend treten Maßnahmen in Kraft wie etwa jene, dass in besonders sensiblen Bereichen wie Alters- und Pflegeheimen und Krankenhäusern lediglich zwei Besucher pro Tag erlaubt sind. Publikumsveranstaltungen dürfen nur mehr mit zugeteilten Sitzplätzen mit maximal 250 Personen abgehalten werden. Der Getränke-Ausschank wird untersagt.

RKI meldet 7334 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 7334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand: 16. Oktober, 0 Uhr). Das ist ein neuer Rekord seit Ausbruch der Pandemie. Am Vortag war mit 6638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden (News-Ticker Donnerstag, 15. Oktober). Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Bis dato haben sich in Deutschland mindestens 348.557 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9734. Das waren 24 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 287.600 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 1,08 (Stand: 15. Oktober; Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,22 (Stand: 15. Oktober; Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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