News-Ticker zur Corona-Pandemie

Umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung - So sieht der „Lockdown“ im Berchtesgadener Land aus

Coronavirus Test Symbolbild
+
Coronavirus (Symbolbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr seit knapp neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (19. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 88,1, Landkreis Rosenheim 63,9, Landkreis Traunstein 33,8, Landkreis Berchtesgadener Land 252,1, Landkreis Mühldorf 104,4, Landkreis Altötting 17,0 (Quelle: RKI)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 834, Landkreis Rosenheim 2906, Traunstein 1576, Berchtesgadener Land 729, Mühldorf 808, Altötting 780 (Quelle: RKI)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 200, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle: RKI)
  • Mindestens 9.777 Todesfälle in Deutschland (2713 in Bayern)
  • ÜberblickCorona und Quarantäne - Diese Schulen in der Region sind betroffen
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.10 Uhr - Pressekonferenz in Bad Reichenhall beendet - Umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung

Landrat Bernhard Kern beendete die Pressekonferenz. „Im Berchtesgadener Land wird gut zusammengeholfen, damit wir dieser Pandemie die Stirn bieten. Die Bürgermeister stehen ebenfalls hinter diesen Maßnahmen. Gesundheit für Leib und Leben liegt uns am Herzen, deshalb bitte ich sie, dass sie diese Maßnahmen die nächsten 14 Tage mittragen.“ BGLand24.de berichtete live über die Pressekonferenz und die verkündeten Maßnahmen.

„Wir müssen uns jetzt echt am Riemen reißen, dass wir die Inzidenzzahlen drastisch nach unten bringen und dass wir wieder handeln können“, so Kern zum Schluß.

Für Schul- und Kita-Kinder gibt es lediglich Notbetreuungs-Angebote. Gottesdienste sind die einzigen Veranstaltungen, die stattfinden dürfen. Restaurants dürfen nur Speisen zum Mitnehmen anbieten, und dies auch nur bis 20.00 Uhr. Schließen müssen unter anderem Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordelle, Museen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Tierparks, Musik- und Volkshochschulen. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. In Kliniken, Alten- und Pflegeheime gelten strikte Besuchsverbote.

Zu triftigen Gründen für das Verlassen der Wohnung zählen dort beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, nötige Einkäufe, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands, wie Landrat Kern sagte. Die „Daumenschrauben“ müssten nun angezogen werden.

57 Landkreise und kreisfreie Städte hatten in den vergangenen Tagen die Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten, 29 davon liegen oder lagen sogar über der noch kritischeren 50er-Marke. Schon bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 35 gilt eine verschärfte Maskenpflicht auch auf stark besuchten öffentlichen Plätzen, am Arbeitsplatz und in Schulen, ab Überschreiten des 50er-Werts auch in Grundschulen und Horten.

Die landesweit gültige Corona-Ampel sieht zudem vor, dass sich bei Werten über 35 in den Regionen - egal wo - nur noch Bewohner von zwei Hausständen oder maximal 10 Personen treffen dürfen. Bei einer sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 dürfen sich dann nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen. Diese Beschränkungen gelten auch für alle Arten von privaten Feiern.

Zudem gelten bei hohen Corona-Zahlen regional inzwischen strikte Sperrstunden in der Gastronomie. Bei Überschreiten des 35er-Werts müssen Gaststätten um 23.00 Uhr schließen, bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 sogar schon ab 22.00 Uhr.

Söder rief die gesamte Bevölkerung - und ausdrücklich nicht nur junge Menschen - zum gemeinsamen Kampf gegen das Virus und mehr Solidarität auf. „Es geht nicht darum, dass man dem Staat folgt“, sagte er. Es gehe nicht um Obrigkeitsdenken. „Wir brauchen Solidarität unter den Generationen und Solidarität einer Gesellschaft.“ Man müsse die besonders Schwachen und die besonders Gefährdeten gemeinsam schützen.

Bislang sei Deutschland ohne einen neuen landesweiten Lockdown ausgekommen, sagte Söder. Wenn dies so bleiben solle, müsse man nun „ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen“. „Entweder schaffen wir es, in den nächsten vier Wochen wieder die Zahlen unter Kontrolle zu bekommen - oder es wird sehr schwierig“, sagte er nach Angaben von Teilnehmern in der Schalte. „Dann wird es ein einsames Weihnachten.“

Für diesen Mittwoch kündigte Söder eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag an. Er wolle sich darin „umfassend mit der Konzeption, der Strategie, aber auch der Frage beschäftigen, wie es weitergeht“, sagte er. Zudem solle es um weitere Hilfen für von der Corona-Krise betroffene Branchen gehen.

Update, 17.33 Uhr - Live von der PK in Berchtesgaden

Nachdem der 7-Tages-Inzidenzwert im Landkreis Berchtesgadener Land auf 252,1 angestiegen ist, gibt das Landratsamt um 17.30 Uhr eine Pressekonferenz, um über weitere Maßnahmen zu informieren. BGLand24.de berichtet live.

Update, 17 Uhr - Drei Neuinfektionen in Burgkirchen

Das Landratsamt Altötting meldet drei weitere Corona-Infektionen.

Dabei handelt es sich um einen 46-Jährigen, einen 13-Jährigen und einen 10-Jährigen aus Burgkirchen. Bei allen Fällen ist die Infektionsquelle unbekannt.

Update, 16.30 Uhr - Kommt jetzt der Lockdown? PK in Bad Reichenhall um 17.30 Uhr

Wegen des rasant steigenden Infektionsgeschehens im Berchtesgadener Land, tagte heute der Krisenstab im Landratsamt. Um 17.30 Uhr wird es dort eine Pressekonferenz geben, von der wir live berichten. Dabei sollen die Maßnahmen bekannt gegeben werden, die für den Landkreis erarbeitet wurden. Ein „Lockdown“ wurde dabei von Markus Söder am Montagmittag angekündigt.

Update, 16.12 Uhr - LRA Altötting: 93 Menschen nach Infektionen an Schulen in Quarantäne

Zwei Schüler aus dem Landkreis Altötting wurden am 19. Oktober positiv auf das Corona-Virus getestet. Ein Schüler besucht die 5. Klasse des König-Karlmann-Gymnasiums. In diesem Fall wurden insgesamt 49 Personen als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt (darunter fünf Lehrkräfte sowie drei Betreuer der Mittagsbetreuung).

Der andere Schüler besucht die 7. Klasse des Aventinus-Gymnasiums in Burghausen. Hier wurden insgesamt 44 Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt (darunter acht Lehrkräfte).

Alle 93 Kontaktpersonen werden am morgigen Dienstag im Testzentrum am Hallenbad abgestrichen.

Pressemeldung Landratsamt Altötting

Update, 15.40 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 127 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 33,84

Seit der letzten Pressemitteilung am Freitag, den 16. Oktober sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 22 Neuinfektionen eingegangen. Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt sich bei zwei Personen um Reiserückkehrer, jedoch aus keinem Risikogebiet.

Die weiteren Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten und familiären Umfeld.

Es liegen somit insgesamt 1576 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1361 Personen (drei Personen mehr seit der Meldung vom 16. Oktober).

Derzeit werden vier COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Eine Schülerin aus dem Landkreis Traunstein wurde positiv auf COVID-19 getestet. In der Berufsschule 2 wurden hierdurch für insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler sowie für eine Lehrkraft entsprechende Quarantänemaßnahmen angeordnet. Die Schülerinnen und Schüler stammen aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting. Reihentestungen werden durch die jeweiligen Heimatgesundheitsämter durchgeführt.

Update, 15.10 Uhr - LRA: „Ausbruchsgeschehen im Landkreis Mühldorf derzeit unter Kontrolle“

Die zusätzliche Corona-Teststation am Volkfestplatz in Waldkraiburg am vergangenen Samstag wurde sehr gut angenommen. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr haben sich 173 Personen testen lassen. Die Testungen verliefen reibungslos. Die Ergebnisse liegen auch bereits vor. Unter den getesteten Personen war nur ein positiver Befund.

In diesem Zusammenhang sprach Landrat Max Heimerl allen Beteiligten seinen Dank aus: „Durch die großartige Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist es gelungen, auf das Ausbruchgeschehen im Landkreis schnell zu reagieren und für die Bevölkerung ein zusätzliches Testangebot zu schaffen. Vielen Dank an alle, die bei der Testung vor Ort und hinter den Kulissen im Einsatz waren.“

Für die restliche Woche sind keine weiteren Testungen am Volkfestplatz in Waldkraiburg geplant. Das Testzentrum am Volksfestplatz in Mühldorf hat wie bisher Montag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung unter der Tel: 08631/365511 ist weiterhin erforderlich.

Die Ursachen für die derzeitigen Infektionsfälle sind – wie bereits berichtet – zum einen der Ausbruch am Putenschlachthof in Ampfing. Darüber hinaus eine ganze Reihe von Fällen, bei denen durch normale häusliche Kontakte auch Familienmitglieder und Bekannte angesteckt wurden.

Bei einer Reihentestung am Schlachthof in Waldkraiburg wurden präventiv 400 Personen getestet. Darunter war nur ein positiver Fall.

Derzeit liegt die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Mühldorf auch ohne die positiven Fälle am Putenschlachthof über dem kritischen Wert von 50 (heute genau 53,5). Deshalb sind derzeit auch Maßnahmen nötig, die auf den ganzen Landkreis bezogen sind und im ganzen Landkreis wirken.

Seit heute neu: Nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung besteht nunmehr auch Maskenpflicht an der Arbeitsstätte. Das gilt auch am Arbeitsplatz selbst, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf

Update, 15 Uhr - Erste Maßnahme: Maskenpflicht in Berchtesgadener Fußgängerzone

Franz Rasp, der Berchtesgadener Bürgermeister postete am Montagnachmittag ein Foto auf seiner Facebook-Wall. Darauf zu erkennen: In der Fußgängerzone in Berchtesgaden gilt ab jetzt Maskenpflicht auch im Freien. Diese Maßnahme ist Teil der neuen Vorgaben, um das massiv erhöhte Infektionsgeschehen im Landkreis in den Griff zu bekommen.

Update, 14.35 Uhr - Söder fordert bundesweite strengere Maskenpflicht

Ministerpräsident Söder fordert eine bundesweit geltende, strengere Maskenpflicht an öffentlichen Orten. In Kommunen, in denen die Infektionen besonders hoch seien, sollte diese in der ganzen Bundesrepublik gelten, erklärte er am Montag. Nach bayerischem Vorbild solle es an Schulen auch im Unterricht Maskenpflicht geben, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert die 35 überschreitet.

Update, 14 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Rosenheim

Das Landratsamt Rosenheim meldet fünf Neuinfektionen in der Stadt und drei Neuinfektionen im Landkreis Rosenheim. Damit liegt die Sieben-Tages-Inzidenz für die Stadt bei 88,12 und für den Landkreis bei 63,9. An den folgenden Schulen wurde je eine Person positiv auf Corona getestet: „Max-Joseph“- Grundschule Großkarolinenfeld, Grund- und Hauptschule „Justus-von-Liebig“ Heufeld, Schulhaus Götting der Holnsteiner Grundschule, Grundschule Prinzregentenstraße, Rosenheim. Alle engen Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt.

Update, 13.33 Uhr - Bad Reichenhall richtet Not-Betreuung für Schüler ein

Im Zuge der aktuellen Coronasituation im Landkreis Berchtesgadener Land hat die Stadt Bad Reichenhall im Haus der Jugend eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler aus dem Stadtgebiet eingerichtet. Eltern aus systemrelevanten Berufen dürfen diese in Härtefällen ab sofort für ihre Kinder in Anspruch nehmen.

Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung bedankte sich herzlich für die schnelle, unkomplizierte Unterstützung. Über die Berechtigung zur Teilnahme entscheiden die jeweiligen Schulleitungen in eigenem Ermessen. Lung: „Mit der gegenwärtigen Notbetreuung federn wir Härtefälle ab. Wir hoffen, dass wir dadurch Entlastung schaffen können und kommen damit einem Bedürfnis nach, das von vielen Eltern, aber auch von Unternehmern und deren Angestellten an uns herangetragen worden ist.“

Update, 13.20 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet zwei neue Fälle

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat seit der letzten Meldung zwei neue Corona-Fälle registriert (Stand: 19. Oktober, 8 Uhr). Die Behörde ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, hieß es weiter. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen entspricht, liegt zum Meldezeitpunkt bei 104,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 125 aktive Corona-Fälle (keine Personen in stationärer Behandlung).

Update, 13.06 Uhr - War eine Party der Auslöser?

Seit dem Vormittag tagt im Landratsamt in Bad Reichenhall wegen der hohen Infektionszahlen der Krisenstab, wie BGLand24.de erfahren hat. Zusammen mit dem bayerischen Gesundheitsministerium und der Regierung von Oberbayern sollen nun die weiterführenden Maßnahmen für den Landkreis ausgearbeitet werden.

Ministerpräsident Söder hatte davon gesprochen, dass das Infektionsgeschehen im Landkreis „außer Kontrolle“ geraten sei und deswegen einen „Lockdown“ angekündigt. Als Ursache für das inzwischen unkontrollierbare Infektionsgeschehen nannte Söder auch „eine Party“.

Update, 12.40 Uhr - Landkreis Berchtesgadener Land meldet 118 neue Fälle

Das Gesundheitsamt für den Landkreis Berchtesgadener Land zählte seit Freitag insgesamt 118 neue Corona-Fälle. Davon befanden sich 22 Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis steigt somit auf 729 (Stand: 19. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land erhöhte sich auf 252,06, was den derzeitigen Höchstwert für ganz Deutschland bedeutet. 470 Personen gelten inzwischen als bereits wieder genesen.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen versucht das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen zu ermitteln und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, wie zum Beispiel eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 701 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.375 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 13 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt (kein Patient intensivmedizinisch).

Söder-Pressekonferenz nach CSU-Vorstandssitzung:

Update, 12.25 Uhr - Söder: „Öffentliches Leben im BGL herunter fahren“

Auf die Nachfrage eines Journalisten, ob die derzeit eingesetzten regionalen Regelungen ausreichen würden oder ob es angesichts steigender Zahlen nun wieder landesweiter Regelung bedürfe, entgegnete Söder, dass die vor kurzem „scharf geschaltete“ Corona-Ampel bereits ein entsprechendes Maßnahmen-Paket biete. Ob dies jedoch ausreiche, müsse man abwarten, sagte Söder und sprach dabei nochmals die „weiterführenden Maßnahmen für das Berchtesgadener Land“ an. Allerdings müssten verschärfte Maßnahmen stets zum aktuellen Infektionsgeschehen passen, hieß es.

Das Maßnahmenpaket werde derzeit vom Gesundheitsministerium, der Regierung von Oberbayern und den lokalen Behörden ausgearbeitet. Söder gab aber bereits einen klaren Ausblick: „Wir müssen das öffentliche Leben im Berchtesgadener Land runter fahren. Die Kontakte können dort nicht mehr verfolgt werden - wir werden deswegen sehr deutlich reagieren. Es wird unser bislang härtestes Protokoll sein, um wieder die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu bekommen“, so Söder.

Update, 12.16 Uhr - Söder: „Müssen unbedingt Solidarität zeigen“

„Es ist ganz entscheidend, dass wir in den nächsten Wochen Solidarität für unsere Gesellschaft zeigen. Es geht nicht darum, dass man den Staat folgt, sondern Solidarität gegenüber anderen Menschen zeigt. Es geht darum, die Alten und Schwachen zu schützen“, appellierte Söder und stellte auch klar, dass sich die weitgehende Mehrheit der Bevölkerung an die Corona-Regeln halten würde. Zudem hat sich der CSU-Parteivorstand offenbar auch auf härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln verständigt.

Zudem wird die von Söder angekündigte Regierungserklärung vom CSU-Parteivorstand ausdrücklich unterstützt. „Wer jetzt verharmlost, der verschlimmert die Situation in zwei, drei Wochen“, stellte Generalsekretär Markus Blume heraus und griff dabei ausdrücklich auch die FDP an, die zuletzt immer wieder einen deutlich liberaleren Kurs im Kampf gegen Corona gefordert hatte.

Update, 12.08 Uhr - Söder kündigt „umfangreiche Maßnahmen“ für BGL an

„Wir sind sehr besorgt, weil die Zahlen überall in Deutschland nach oben gehen. Wir müssen die Zahlen unbedingt drücken“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu Beginn der Pressekonferenz.

Dabei ging er gleich auf den „Hotspot“ im Landkreis Berchtesgadener Land ein, wo die 7-Tage-Inzidenz auf über 252 gestiegen war. Es werde deswegen ein „umfangreiches Maßnahmenpaket für den Landkreis Berchtesgadener Land“ geben, betonte der Ministerpräsident. Dabei fiel auch das Wort „Lockdown“. Gesundheitsministerin Huml (CSU) und Landrat Bernhard Kern arbeiten im Hintergrund bereits an einem entsprechenden Konzept.

Update, 11.56 Uhr - Pressekonferenz nach CSU-Vorstandssitzung

In Kürze ist eine Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume angekündigt, die über die Ergebnisse der CSU-Vorstandssitzung informieren wollen. Im Mittelpunkt stand bei natürlich das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

rosenheim24.de berichtet in Kürze live!

Update, 11.08 Uhr - Österreich verschärft Corona-Regeln nochmals

Angesichts der aktuellen Zahlen werden auch in unserem Nachbarland Österreich die Corona-Regeln noch einmal zum Teil deutlich verschärft. Die neuen Verordnungen hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Vormittag auf einer Pressekonferenz vorgestellt und sprach dabei von einer „sehr ernsten Lage“ für sein Land.

Ab Freitag, 23. Oktober, 0 Uhr, gelten deswegen nun folgende neue Regeln:

  • Abstandsregelung und Maskenpflicht bleiben bestehen
  • Indoor-Zusammentreffen werden nur noch mit maximal sechs Personen erlaubt, outdoor sind es dann 12 Personen. Dies gilt sowohl in Gaststätten sowie bei Zusammenkünften im privaten Bereich und im öffentlichen Raum. Ausnahmen gibt es bei Begräbnissen. Auch berufliche Veranstaltungen sind ausgenommen.
  • Professionell organisierte Veranstaltungen (z.B. Staatsoper, Spiele der Fußball-Bundesliga) dürfen nur noch mit fest zugewiesenen Sitzplätzen sowie einer durchgängigen Maskenpflicht für Zuschauer durchgeführt werden. Outdoor sind maximal 1500, indoor maximal 1000 Zuschauer erlaubt. Eine Bewirtung der Besucher wird untersagt.
  • die Bundesländer können regional weitere Verschärfungen vornehmen (z.B. Sperrstunde, Alkoholverbote, Maskenpflicht oder regionale Quarantäne-Maßnahmen)

Kanzler Kurz bat die Menschen in der Alpenrepublik eindringlich um Akzeptanz der Maßnahmen: „Bitte reduzieren Sie unbedingt ihre sozialen Kontakte. (...) Helfen Sie mit - auch wenn ihnen der Verzicht schwer fällt, können Sie in nächster Zeit einen wichtigen Beitrag für die Menschen in unserem Land leisten. Die nächsten Monate werden ein rot-weiß-roter Kraftakt, weil es noch Monate dauern wird, bis wir einen Impfstoff haben werden und damit eine Trendwende einleiten können!“

Update, 10.35 Uhr - Aktuelle Zahlen lassen alarmierenden Trend erkennen

Die aktuelle Corona-Situation in der Region (Stand: 19. Oktober 2020).

Sieht man sich die Daten der letzten acht Tage aus unserer Region einmal genauer an, kann man einen alarmierenden Trend erkennen. In der Stadt Rosenheim sowie den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting ist die 7-Tage-Inzidenz zum Teil dramatisch angestiegen. Am heftigsten verlief die Entwicklung im Berchtesgadener Land, das jetzt (Stand: 19. Oktober, 0 Uhr, Quelle: RKI) einen Inzidenz-Wert von 252,1 aufweist und damit in negativer Hinsicht Deutschlands „Spitzenreiter“ ist.

Aber auch in den Landkreisen Mühldorf (von 37,12 auf 104,4) und Rosenheim (von 37,12 auf 64,30) haben sich die Zahlen deutlich erhöht. Inzwischen liegt nur noch der Landkreis Altötting (17,0) klar unter dem Frühwarnwert, der Landkreis Traunstein ist knapp dran (33,8). Der Mittelwert in Sachen 7-Tage-Inzidenz bei der einen kreisfreien Stadt und den fünf Landkreisen stieg binnen acht Tagen von 29,78 auf 93,28, was eindeutig unterlegt, dass sich die Corona-Situation in der Region wieder deutlich verschärft hat (Bildquelle: https://www.der-himmel-im-suedosten.de/corona). Hinzu kommen auch hohe Zahlen aus umliegenden Gebieten, wie zum Beispiel Tirol, dem Salzburger Land oder dem Landkreis Rottal-Inn.

Update, 10.01 Uhr - Söder: „Schwer, weitere Einschränkungen zu verhindern...“

Auf Dauer wird es schwer sein, weitere Einschränkungen zu verhindern“, sagte der Ministerpräsident außerdem in seinem kurzen Statement. Die Linie Bayerns sei in Deutschland bereits „die konsequenteste“. Nun im Winter stehe man vor neuen Herausforderungen. Zu Beginn der Pandemie hätte es zudem „mehr Einigkeit“ gegeben, so Söder.

Update, 9.57 Uhr - Söder kündigt für Mittwoch Regierungserklärung an

Es ist kurz davor, dass wir eine Situation wie in anderen Ländern auf dieser Welt bekommen“, warnte Söder und kündigte zugleich für Mittwoch, 21. Oktober, eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag an. Dort soll dann noch einmal ausführlich die bayerische Strategie im Kampf gegen Corona-Pandemie dargelegt werden.

Grundsätzlich geht es laut Söder darum, dass (wieder) mehr Einigkeit und Akzeptanz für die Regeln in Deutschland erreicht werde. Der Kampf gegen Corona bestünde nicht nur aus Verordnungen und Bußgeldern, sondern lebe ganz wesentlich auch von der Bereitschaft der Bevölkerung, daran aktiv mitzuwirken, hieß es. Jetzt folgt die Sitzung des CSU-Parteivorstandes. Um 12 Uhr soll es dann eine weitere Pressekonferenz geben.

Söders Pressestatement vor CSU-Vorstandssitzung:

Update, 9.51 Uhr - Söder warnt eindringlich vor zweitem Lockdown

„Wenn nicht schnell gegensteuern, nähern wir uns mit großen Schritten dem zweiten Lockdown. In vielen Regionen Deutschlands können Infektionsketten kaum mehr nachverfolgt werden. Die zweite Infektionswelle wird wesentlich schwieriger als die erste“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Vormittag in einem Pressestatement vor der Sitzung des CSU-Parteivorstandes.

Es brauche klare, einheitliche Regeln in Deutschland. Söder sprach von einer „allgemeinen nationalen Maskenpflicht“. Neben einer einheitlichen Maskenpflicht in Schulen, auf öffentlichen Plätzen sowie in öffentlichen Verkehrsmeldungen forderte Söder auch eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz.

Update, 9.33 Uhr - Corona im Mittelpunkt von CSU-Vorstandssitzung

Erstmals seit dem großen Internet-Parteitag der CSU kommt an Montag (10 Uhr) der Parteivorstand wieder zu einer Sitzung zusammen - zumindest per Videoschalte. Dominierendes Thema ist einmal mehr die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland.

Es ist davon auszugehen, dass die CSU-Spitze nicht nur die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche erneut diskutiert, der Fokus von Parteichef Markus Söder dürfte auch auf möglichen Weichenstellungen für die kommenden Wochen liegen. Nach der Kabinettssitzung am Donnerstag hatte Söder erklärt, dass weitere Verschärfungen notwendig werden könnten, sollten die Fallzahlen nicht bald eingedämmt werden. Im Gegensatz zu den normalen Vorstandssitzungen wird Söder dieses Mal nicht in der Münchner Parteizentrale sein. Ausnahmsweise findet auch die anschließende Pressekonferenz mit Generalsekretär Markus Blume in Nürnberg statt.

Update, 8.22 Uhr - 91 neue Corona-Fälle in München gemeldet

In München wurden am Sonntag, 18. Oktober, 91 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 13.666 Infektionen bestätigt. Am Vortag (Samstag) waren es noch 172 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden gewesen. Die Zahl der derzeit gemeldeten Infizierten in München beträgt aktuell 1722. Die 7-Tage-Inzidenz in München liegt laut Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) derzeit bei 72,4 (Datenstand: 19. Oktober, 0 Uhr).

Update, 7.25 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land steigt rasant

Deutschlandweit gibt es laut aktuellen Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) inzwischen mehrere Städte und Landkreise, die nicht nur die kritische 50er-Marke reißen, sondern sogar eine 7-Tage-Inzidenz von teils deutlich über 100 aufweisen.

Jetzt hat sogar der erste Landkreis in Deutschland die 200er-Marke deutlich überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land gibt das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen mit 252,1 an. Am Sonntag lag die 7-Tage-Inzidenz lag noch bei 149,2.

Bereits seit Samstag gelten im Berchtesgadener Land strengere Corona-Bestimmungen: Unter anderem herrscht Maskenpflicht bei Tagungen, in Theatern und Kinos sowie bei Sportveranstaltungen - und ab Montag auch für Erstklässler im Unterricht. Hochzeiten und Geburtstage sowie sonstige Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen wie auch draußen können nur mit Angehörigen zweier Hausstände oder maximal fünf Personen stattfinden. In der Gastronomie gilt eine Sperrzeit von 22 Uhr bis 6 Uhr.

Update, 6.55 Uhr - Jetzt wieder telefonische Krankschreibung möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage können sich Patienten mit Erkältungsbeschwerden jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag, 0 Uhr, in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende - dies hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen beschlossen. Die Maßnahme soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

Die entsprechenden Atteste gibt es jeweils für sieben Tage. Die Ärzte müssen dazu die Patienten persönlich am Telefon zu ihrem Zustand befragen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. 

„Nur“ 4325 neue Corona-Fälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) jetzt 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 19. Oktober, 0 Uhr). Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert jedoch deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht (News-Ticker Wochenende, 17./18. Oktober).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Knapp 295.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut RKI-Lagebericht bei 1,44 (Stand: 18. Oktober; Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Stand: 18. Oktober; Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

Kommentare