News-Ticker zur Corona-Pandemie

Berlins Bürgermeister über Beherbergungsverbote: „Kein Sinn“ - Aktuelle RKI-Zahlen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller
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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angekündigt, dass die von vielen Bundesländern beschlossenen Beherbergungsverbote bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Wochenende Vom Freitag 9. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.40 Uhr - Wochenendbilanz des RKI zeigt einen momentanen Lichtblick

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 3483 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am vergangenen Sonntag lag die Zahl noch bei 2279. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich gestiegen. Am Freitagmorgen meldete das RKI 4516 Neuinfektionen, am Samstagmorgen sogar 4721. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 322.864 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 11.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9615. Das waren 11 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es 274.800 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,40 (Vortag: 1,42). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Sonntag bei 1,37 (Vortag: 1,43). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

dpa

Update, 20 Uhr - Berlins Bürgermeister über Beherbergungsverbote wegen Corona: „Das macht alles keinen Sinn.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angekündigt, dass die von vielen Bundesländern beschlossenen Beherbergungsverbote bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden. „Jetzt sehen wir bundesweit, wie die Zahlen mindestens insgesamt in allen Großstädten nach oben gehen. Beherbergungsverbote zum Beispiel zwischen Berlin und Brandenburg machen doch gar keinen Sinn“, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Wir haben Hunderttausende Pendler jeden Tag. Die begegnen sich im Einzelhandel, im Nahverkehr, auf der Arbeit. Und dann darf ein Berliner aber zwei Tage nicht im Spreewald übernachten. Das macht alles keinen Sinn.

Die meisten Bundesländer hatten am Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. An dieser Regelung gibt es jedoch vermehrt Kritik.

dpa

Update, 18.15 Uhr - Wie ein „beschützender Glanz“ - Trump will nun „immun“ gegen das Coronavirus sein

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben nun „immun“ gegen das Coronavirus. Die Immunität sei für ihn wie ein „beschützender Glanz“, sagte Trump am Sonntag in einem telefonischen Interview mit dem Sender Fox News. Er fühle sich „fantastisch“, sagte Trump. Zuvor hatte sein Leibarzt am Samstagabend erklärt, der Präsident sei nicht mehr ansteckend. Trump, der sich bei der US-Präsidentenwahl am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, plant schon von Montag an wieder große Wahlkampfauftritte.

Trumps Arzt Sean Conley erklärte, der jüngste Coronavirus-Test habe nach „gegenwärtig anerkannten Standards“ gezeigt, dass der Präsident „kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt“. Trump könne nun, rund zehn Tage nach dem Auftreten erster Symptome, gemäß den Kriterien der Gesundheitsbehörde CDC seine freiwillige Quarantäne beenden, erklärte der Arzt. Die Tests im Verlauf seiner Erkrankung hätten eine stets abnehmende Viruskonzentration gezeigt, schrieb Conley weiter. Dass Trump immun sei oder dass ein Corona-Test beim Präsidenten negativ ausgefallen sei, schrieb er jedoch nicht. Es schien daher wahrscheinlich, dass auch der jüngste Test wegen einer geringen Viruskonzentration immer noch positiv war.

Der 74-Jährige Trump war nach eigenen Angaben am 1. Oktober positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Weiße Haus teilte jedoch nie mit, wann Trumps regelmäßige Corona-Tests zuletzt negativ ausgefallen waren. Er erkrankte an Covid-19 und wurde daher ab 2. Oktober drei Tage in einem Militärkrankenhaus behandelt. Experten gehen davon aus, dass Menschen nach einer überstandenen Corona-Infektion immun sind. Für wie lange, ist aber bislang unklar.

dpa

Update, 17.37 Uhr - Markus Söder beantwortet live auf Facebook Bürgerfragen zur Corona-Krise

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beantwortet aktuell Bürgerfragen im Livestream auf Facebook. Dabei geht er auf allerlei Themen ein, welche von der Maskenpflicht, der Sinnhaftigkeit eben dieser und den Corona-Beschränkungen im Generellen bis hin zum noch ausstehenden Impfkonzept reichen.

Update, 15.54 Uhr - Veranstaltung mit Verstößen gegen die Infektionsschutzregelungen in München

Am Sonntag, den 11. Oktober, gegen 6 Uhr, wurde der Polizei mitgeteilt, dass in einem Gebäude im Gleisbereich des Schlachthofviertels eine „illegale Feier“ stattfinden würde. Bei dieser Feierlichkeit seien etwa 150 Personen anwesend, die keine Masken trugen und auch keine Abstände zueinander einhielten. Mehrere Streifen wurden zur Einsatzörtlichkeit geschickt.

Gegen 7 Uhr betrat die Polizei die Veranstaltungsörtlichkeit. Vor Ort konnten noch 30 Personen angetroffen werden, die sich nicht an die Infektionsschutzregelung hielten.

Alle Personen wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Weitere Verstöße, unter anderem Hausfriedensbruch, werden durch die zuständigen Stellen geprüft.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Update, 15:00 Uhr - Rummenigge: „Rund 100 Millionen Euro Mindereinnahmen“ wegen Corona-Krise

Karl-Heinz Rummenigge sieht bei länger anhaltenden Geisterspielen in der Corona-Krise enorme Gefahren für den Fußball. „Wenn wir nicht bald wieder Fans in den Stadien haben, dann befürchte ich, wird der Fußball großen Schaden erleiden“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern München der „Bild am Sonntag“.

Einerseits drohe der Verlust der Fußball-Kultur, zudem äußerte der 65-Jährige finanzielle Sorgen. „In der Summe sprechen wir tatsächlich über rund 100 Millionen Euro Mindereinnahmen. In ganz Europa verliert jeder Club zwischen 50 und in der Spitze 200 Millionen Euro in einer Saison, die er ohne Zuschauer spielen muss. Wie lange das ein Fußball-Club aushält, das kann man sich an fünf Fingern abzählen.“

Die Stadt München hatte zuletzt mitgeteilt, dass wegen gestiegener Corona-Zahlen Fußball-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans stattfinden. Bundesweit ist in der Testphase bis Ende Oktober eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadien-Kapazität erlaubt.

Es gebe „ein top Konzept“ für die Fan-Rückkehr, das auch mit der Stadt München abgestimmt sei, sagte Rummenigge. Der FC Bayern hatte ein Hygienekonzept für die Rückkehr von Zuschauern in die Allianz Arena mit einer Maximalzahl von ungefähr 24.000 Fans erarbeitet. Davon ist der Club derzeit weit entfernt.

„Aber wir sind absolut von politischen Entscheidungen abhängig, wie das ganze Land. Und wenn die politischen Entscheidungen so getroffen werden, dann ist man schon ein Stück ohnmächtig“, sagte Rummenigge. Es gebe eine gute Zusammenarbeit, sagte Rummenigge über Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Allerdings habe er das Gefühl, „dass der rote Faden zwischen Fußball und Politik etwas verloren gegangen ist.“ Die Münchner spielten zuletzt vor sieben Monaten beim 2:0 gegen den FC Augsburg zu Hause vor Zuschauern.

Bei einem Abbruch der Saison würde Rummenigge einen Kollaps der Liga befürchten. „Das würden mehrere Bundesligisten nicht überleben. Mehrere», sagte er. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesliga in der jetzigen Form dann noch in der Zukunft weiterbestehen könnte. Schon bei den jetzigen Voraussetzungen gibt es Gerüchte, dass einige Clubs insolvenzgefährdet sind.“

Auch der FC Bayern werde „in diesem Geschäftsjahr kämpfen müssen“, sagte Rummenigge. „Ich schließe nicht aus, dass wir zum ersten Mal in meinen 19 Jahren als Vorstandsvorsitzender Verlust machen. Wir haben das große Glück, dass wir den Profit in der Vergangenheit immer schön zur Bank getragen haben, das hilft uns jetzt.“

dpa

Update, 12.33 Uhr - Kein Abstand, keine Masken, keine Gästeliste: Polizei löst Geburtstagsparty auf

Am Samstagabend, 10. Oktober, veranstaltete ein 30-jähriger Schlierseer eine Geburtstagsfeier in einer Lagerhalle in Schliersee mit etwa 50 Gästen. Aufgrund einer Mitteilung aus der Bevölkerung wurde die Feier von einer Streife der Polizeiinspektion Miesbach um ca. 22.30 Uhr überprüft.

Dabei wurde festgestellt, dass durch den Veranstalter kein erforderliches Hygienekonzept erstellt worden war. Es wurde weder eine Gästeliste geführt, noch waren Desinfektionsspender oder ähnliches aufgestellt worden. Die Sitzgarnituren waren ohne ausreichenden Abstand zueinander. Des Weiteren wurden durch die Gäste, abseits der Tische, keine vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckungen getragen. Auch der Mindestabstand wurde größtenteils nicht eingehalten.

Durch die Polizei wurden die Personalien aller noch auf der Veranstaltung befindlichen Personen festgehalten, die Feier wurde um 00.45 Uhr aufgelöst. Die Personen verhielten sich bei den getroffenen polizeilichen Maßnahmen stets kooperativ.

Den Veranstalter erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 11.55 Uhr - Alle Tests bei deutschen U21

Vor dem EM-Qualifikationsspiel in Fürth gegen Bosnien-Herzegowina sind bei der deutschen U21-Nationalmannschaft keine weiteren Teammitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle Tests seien negativ ausgefallen, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Sonntag der dpa mit. Am Donnerstag war einer der Spieler positiv auf Corona getestet worden, weshalb mal den Rest der Mannschaft untersuchte.

Update, 9.45 Uhr - Landrat Kern: Am Montag wird wohl kritischer Wert geknackt

Der Landrat des Berchtesgadener Landes, Bernhard Kern, appelliert wegen der steigenden Corona-Zahlen an die Bürger.

Appell von Landrat Bernhard Kern im Wortlaut: 

Erhöhte Vorsicht aufgrund der Corona-Entwicklung auch im Berchtesgadener Land: Zunehmende Zahlen gebieten gerade bei Sonntagsveranstaltungen Einhaltung der Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln

Landrat Bernhard Kern richtet einen dringenden Appell an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger im Berchtesgadener Land und fordert die Einhaltung der gebotenen Corona-Verhaltensregeln von allen Landkreisbewohnerinnen und -Bewohner:

„Die in Europa und in Deutschland zunehmenden Zahlen machen leider vor dem Berchtesgadener Land nicht Halt. Vielmehr zeigen die laufenden Entwicklungen jetzt am Wochenende: Wir werden aller Voraussicht nach am kommenden Montag eine kritische Inzidenzzahl übersprungen haben und einschränkende Maßnahmen im Berchtesgadener Land beschließen

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis dringend: Halten Sie sich in ihrem Sinne und im Sinne ihrer Mitmenschen gewissenhaft und strengst an alle Hygienevorschriften und Abstandsregeln. Leichtsinniges Verhalten oder eine nachlassende Disziplin sind zu unterlassen. Gerade jetzt am Sonntag ersuche ich sie um alle gebotene Vorsicht. 

Sobald die endgültigen Zahlen vom Wochenende vorliegen, werden wir umgehend notwendige Maßnahmen setzen. Die vom Gesundheitsamt ermittelten Zahlen sind ausschlaggebend, welche konkreten Einschränkungen in einer Allgemeinverfügung erlassen werden. Vermeiden sie jetzt am Sonntag unbedingt kritische Situationen - und halten sich an die Hygienevorschriften und Abstandsregeln“, so Landrat Bernhard Kern.

Update, 8.35 Uhr - RKI-Zahlen vom Samstag

Das RKI vermeldet deutschlandweit 3.484 Neuinfektionen am Samstag. Damit steigt die Zahl der insgesamt Erkrankten seit Beginn der Pandemie auf 322.864. Elf Menschen starben am Samstag an dem Virus.

Update, 11. Oktober, 7.21 Uhr - Zahlen in Italien so hoch wie im März

In Italien steigen die Corona-Infektionen erneut rapide an. Am Freitag meldeten die Behörden 5.372 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Außerdem starben 28 Menschen an diesem Tag an dem Virus. Besonders in Mailand steigen die Zahlen rasant an. So hoch waren die Werte zuletzt im März. Es gilt allerdings zu beachten, dass auch wesentlich mehr getestet wird, als zu Beginn des Jahres. Dennoch, 400 Menschen befinden sich derzeit in Italien auf der Intensivstation.

Update, 21.07 Uhr - Löw zu engem Spielplan in Corona-Zeit: „Ich mache die Dinge aus Überzeugung.“

Joachim Löw hat nochmals seinen Kurs mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verteidigt. „Ich weiß, was ich tue, ich bin schon lange dabei“, sagte der Bundestrainer in der ARD kurz vor dem Nations-League-Spiel am Samstagabend in der Ukraine. Dazu gehöre in dem engen Spielplan wegen der Corona-Pandemie auch, Stammkräfte mal zu schonen und jüngeren Spielern eine Chance zu geben.

„Ich sehe das große Ganze und nicht immer nur ein Spiel“, sagte Löw. Zuletzt hatten ehemalige Nationalspieler wie Lothar Matthäus den DFB-Chefcoach dafür kritisiert, dass er in den jüngsten Spielen nach der Corona-Pause nicht konsequent auf das Ergebnis gespielt hätte und teilweise Spieler einsetzte, die in ihren Vereinen Reservisten seien. „Ich bin auch bereit, die Kritik an mir anzuwenden“, bemerkte Löw, sagte aber auch: „Ich mache die Dinge aus Überzeugung.“

Update, 19.41 Uhr - Corona-Zahlen-Bilanz für Deutschland am Samstag - R-Wert steigt

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 4721 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag das Plus bei 4516.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 319.381 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 10.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9604. Das waren 15 mehr als am Vortag. Etwa 273.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,42 (Vortag: 1,34). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Freitag bei 1,43 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

dpa

Update 17.55 Uhr, Bayerischer Ärztetag für mehr Sorgfalt bei Attesten zur Mund-Nasen-Bedeckung

Der 79. Bayerische Ärztetag (BÄT) unterstützte den Entschließungsantrag des Präsidiums zur notwendigen Sorgfalt bei der Ausstellung von Attesten zu Mund-Nasen-Bedeckungen. § 25 Satz 1 der Berufsordnung für die Ärzte Bayerns lautet: „Bei der Ausstellung ärztlicher Gutachten und Zeugnisse hat der Arzt mit der notwendigen Sorgfalt zu verfahren und nach bestem Wissen seine ärztliche Überzeugung auszusprechen.“

Mit Attesten, die von Ärzten zum Download aus dem Internet angeboten werden, ohne sich mit einem zugrundeliegenden Beschwerdebild auseinandergesetzt zu haben, wird diesem Sorgfaltsgebot nicht Genüge getan. Die Delegierten forderten die Ärztinnen und Ärzte in Bayern zu einem sorgfältigen und abwägenden Vorgehen bei Attesten zur Mund-Nasen-Bedeckung auf.

BÄT über Corona-Virus (SARS-CoV-2) Testkapazitäten in Bayern

Der 79. BÄT begrüßte die bislang von der Bayerischen Staatsregierung unternommenen Anstrengungen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie. Um neben den fortwirkenden Herausforderungen der Pandemie auch auf die bevorstehende Erkältungs- und Grippewelle gezielt reagieren zu können, ruft der BÄT die Bayerische Staatsregierung auf, weiterhin ausreichend Testkapazitäten und Schutzmaterialien vorzuhalten. Gleichzeitig forderten die Delegierten, eine zweckmäßige, indikationsbasierte und zielgerichtete Teststrategie zu verfolgen, um die Ressourcen und Kapazitäten weiterhin sinnvoll einsetzen zu können. Um diese Teststrategie zu gewährleisten, sei eine gesicherte und adäquate Finanzierung, einschließlich der ärztlichen Leistungen, unabdingbar.

Pressemitteilung der Bayerischen Landesärztekammer

Update, 17.02 Uhr - Linken-Parteichef Bernd Riexinger: „Klatschen wie die Verrückten“ bringt nichts

Der scheidende Linken-Parteichef Bernd Riexinger hat beim Parteitag des Landesverbandes Bayern seiner Partei im Kampf gegen die Corona-Krise mehr Augenmerk für die soziale Gerechtigkeit gefordert. „Klatschen wie die Verrückten“ bringe niemanden eine wirkliche Verbesserung, sagte Riexinger am Samstag in Erlangen. Pflegepersonal in Krankenhäusern und andere Berufsgruppen müssten mit deutlich mehr Einkommen belohnt werden, damit müsse der Einstieg in eine Verbesserung für unterbezahlte Berufe generell geschaffen werden.

Riexinger kritisierte die Politik der Bundesregierung bei der Rettung von Unternehmen in der Krise. „Dass man an die Lufthansa neun Milliarden Euro gibt, aber keine Bedingungen stellt an Arbeitsbedingungen und Klimaschutz – das muss in eine andere Richtung gehen“, sagte der Linken-Parteichef.

Unternehmen, die staatliches Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten in Anspruch nehmen, dann aber Personalabbau und Standortverlagerung in Billiglohnländer vorantreiben, müssten zur Kasse gebeten werden. Er warnte vor einer zweiten ökonomischen Corona-Welle, die vor allem die Beschäftigten treffe - über Entlassungen, Insolvenzen und Standortschließungen.

Die Linke zählt nach eigenen Angaben im Freistaat derzeit 3400 Mitglieder. Am Einzug in den bayerischen Landtag war die Partei 2018 mit 3,2 Prozent der Stimmen gescheitert.

dpa

Update, 16.18 Uhr - Delegierte des 79. Bayerischen Ärztetags fordern die Aussagekraft von PCR-Tests auf SARS-CoV-2 zu erhöhen

Die Delegierten des 79. Bayerischen Ärztetags haben am 10. Oktober in München die Bayerische Staatsregierung dazu aufgefordert, Anstrengungen zu unternehmen, die millionenfach durchgeführten RT-PCR-Tests auf SARS-CoV-2 mit Aussagekraft zur tatsächlichen Infektiosität eines Trägers des Coronavirus auszustatten.

In mehreren wissenschaftlichen Arbeiten sei der Zusammenhang zwischen der Zahl der Amplifikationszyklen im PCR-Zyklus bis zum Auftreten eines positiven Signals und der Nachweisbarkeit eines kultivierbaren Virus belegt worden, so der Beschlusstext.

Im Rahmen eines PCR-Tests werden die in einer Probe enthaltenen Erbgutspuren in mehreren Zyklen immer wieder verdoppelt. Ist eine einzelne Spur des Virus vorhanden, so sind es nach dem zweiten Zyklus bereits zwei, nach drei Zyklen vier, nach zehn 1.024 etc., bis zum Auftreten eines positiven Signals. Bei Proben mit viel Virusmaterial schlägt der Test relativ schnell an. Sind dazu mehr als 35 Runden nötig, trägt der Patient laut führenden Virologen in der Regel aber eine geringe Viruslast in sich, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht vermehrungsfähig ist.

Nach Ansicht des Ärztetags sollten einschränkende infektionshygienische Maßnahmen auf solche PCR-positive Personen beschränkt werden, bei denen ein nennenswertes – im politischen Diskurs festzulegendes – Risiko für die Weiterverbreitung von COVID-19 bestehe.

Derzeit sieht die Gesetzeslage vor, dass sich alle positiv auf das Virus getesteten Personen in Quarantäne begeben müssen.

Pressemitteilung der Bayerischen Landesärztekammer

Update, 15:25 - Markus Söder aufgrund steigender Zahlen: „Leider sind wir auf dem Weg zu exponentiellem Wachstum“

CSU-Chef Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland in der Corona-Pandemie dazu aufgerufen, umsichtig zu bleiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. „Leider sind wir auf dem Weg zu exponentiellem Wachstum, gerade in den Großstädten ist die Herausforderung sehr, sehr groß“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag bei der Landesversammlung der Frauen-Union. Als Gründe nannte er unter anderem leichtsinniges Verhalten und eine nachlassende Disziplin beim Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln.

Mehrere Kommunen in Deutschland melden derzeit hohe Coronazahlen, darunter Großstädte wie Berlin, Frankfurt am Main oder Bremen. Als kritisch gilt ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Bewohnern innerhalb einer Woche. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 4721 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Bei der Beurteilung der Lage auf die Zahl der Krankenhausbetten abzustellen, die wegen Corona belegt sind, hält Söder für den falschen Weg. „Sind die Krankenhäuser voll, ist es zu spät“, sagte er. Die jetzigen Infektionszahlen bildeten ohnehin die Lage von vor zwei Wochen ab. Inzwischen seien die Zahlen wahrscheinlich schon sehr viel höher. Zudem liefen die Kliniken in Spanien oder Frankreich gerade wieder voll.

«Es ist genau das Gleiche, wie vor einem halben Jahr. Bei uns ist die Entwicklung ähnlich, halt nur zeitversetzt», meinte Söder. Diesen zeitlichen Vorsprung dürfe man nicht verspielen, man müsse jetzt klug und umsichtig bleiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. „Wenn wir aber nichts tun und aufpassen, läuft es unweigerlich in diese Richtung.“ Söders Forderung deshalb: „Mehr Maske, weniger Alkohol, kleinere Versammlungen, kleinere Partys.“

dpa

Update, 13.45 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen

Die Neuinfektionen in Deutschland steigen weiter rasant an. Ganze 4.721 positive Fälle wurden innerhalb von einem Tag gemeldet, gibt das RKI am Samstag bekannt. Das sind sogar noch mehr als am Freitag. 15 Personen starben in Deutschland am Freitag an dem Virus.

Update, 13.17 Uhr - Österreich knackt besorgniserregende Rekordmarke

Die täglichen Neuinfektionen sind in Österreich auf sage und schreibe 1.235 angestiegen. Am meisten Fälle hat dabei Wien mit 511 zu verzeichnen.

Update, 12 Uhr - Neue Maßnahme in Hautstadt: Berlin hat Sperrstunde

Es ist soweit, in Berlin gibt es nun eine Sperrstunde. Dort wo sonst bis in den Morgen gefeiert wird, müssen um 23 Uhr die Türen geschlossen werden. Mit der Sperrstunde hofft die Stadt, die eskalierenden Infektionszahlen in der Hauptstadt in den Griff zu bekommen.

Update, 9.45 Uhr - Sieben-Tage-Inzidenz in Rosenheim bei 67.66

Wie das Landratsamt Rosenheim bekannt gibt, wurden am Freitag 19 neue Coronainfektionen im Landkreis Rosenheim gemeldet, vier weitere in der Stadt Rosenheim. Damit sind die Gesamt-Infektionen auf 3.486 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt für den Landkreis bei 31,38, für die Stadt bei 67,66.

An der Mittelschule am Luitpoldpark in Rosenheim wurde eine weitere Person positiv auf Corona getestet, 12 zusätzliche Personen mussten in Quarantäne.

Update, 8.52 Uhr - Rummenigge fordert einheitliche Regelung für Fan-Zulassung

Laut eines dpa-Berichts sprach Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge sich nun für eine einheitliche Regelung zur Zulassung für Fans in den Stadien aus. „In dieser Woche hatten wir eigentlich von der Stadt München den Hinweis, dass sie davon ausgehen, dass die nächsten Spiele mit Zuschauern stattfinden dürfen. Das ist durch den gestiegenen Inzidenzwert heute wieder revidiert worden. Das ist nun mal so“, wurde der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters von der „Bild“ zitiert. Eine bundesweite Lösung für dieses Problem wäre wünschenswert. Denn obwohl es diesbezüglich eine Testphase bis zum 25. Oktober gebe, könne der FC Bayern München an dieser gar nicht teilnehmen. Bis zum ausgewiesenen Datum wird der nämlich keine Spiele mehr bestreiten.

Update, 10. Oktober, 7.11 Uhr - Ökumenischer Kirchentag mit Corona-Schnelltests

Zwar ist es noch ein bisschen hin, doch der Ökumenischer Kirchentag, der im Mai 2021 in Frankfurt stattfindet, hat Corona-Schnelltests in sein Hygienekonzept mit aufgenommen. Besonders im Hinblick auf internationale Gäste solle so die Planung erleichtert werden, erklärte die evangelische Präsidentin des Kirchentags, Bettina Limperg laut BR24.de.

Update, 19.32 Uhr - Die aktuellen Zahlen aus der Region

Im Landkreis Traunstein vermeldet das Landratsamt am 9. Oktober acht Neuinfektionen, wobei es sich bei einer Person um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet handelt. Derzeit liegen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein 76 aktive Covid-19-Fälle vor. Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn steigt damit auf 1503, wovon mindestens 1339 als genesen gelten. Die 7-Tage-Inzidenz stieg unterdessen leicht von 25,38 auf 25,94.

Das Landratsamt Mühldorf am Inn hat unterdessen sechs neue Corona-Fälle bestätigt. Der Wert der 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 13,8. Insgesamt gibt es derzeit 20 aktive Fälle im Landkreis, seit Pandemiebeginn wurden 678 Fälle gezählt, wovon 631 Personen wieder genesen sind.

Aus dem Landkreis Altötting wurde mit 2,69 die aktuell geringste 7-Tage-Inzidenz der Region gemeldet. Insgesamt wurden bislang 757 Infektionen nachgewiesen, zur Zeit sind fünf Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden sieben weitere bestätigte Fälle gemeldet, bei allen handelt es sich um Kontaktpersonen, welche sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Der Wert der 7-Tage-Inzidenz erhöht sich damit auf 16. Insgesamt befinden sich im Landkreis aktuell 149 direkte Kontaktpersonen in Quarantäne, darunter auch etliche Gäste einer größeren Geburtstagsfeier, berichtet das Landratsamt.

Update, 17 Uhr - Eisschnelllaufzentrum Inzell: Weitere positive Nachweise bei Sportlern

Nachdem im Spitzensportteam der Deutschen Eisschnelllaufgesellschaft (DESG) zwei Sportler positiv auf das SARS-CoV-2 Virus getestet wurden, wurde im Bundesleistungszentrum für Eisschnelllauf in Inzell eine Reihentestung durchgeführt.

Bei dieser wurde bei zehn Personen ein Coronavirus-Nachweis diagnostiziert. Alle positiv getesteten Personen sind Mitglieder ausländischer Sportverbände und haben ihren Hauptwohnsitz nicht im Landkreis Traunstein. Sie werden deshalb nicht in die Statistik der Neuinfektionen im Landkreis Traunstein aufgenommen.

Die direkten Kontaktpersonen der positiv getesteten Personen wurden vom Gesundheitsamt Traunstein bereits ermittelt und befinden sich in Quarantäne. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft hat bis auf Weiteres den Trainingsbetrieb eingestellt.

Update, 16.05 Uhr - Huml gibt neue Risikogebiete bekannt

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat mit Bezug auf eine Anpassung der Beherbergungsverbote in Bayern die aktualisierte Liste der innerdeutschen Risikogebiete bekannt gegeben.

Ab Samstag (10. Oktober) gilt damit ein Beherbergungsverbot für Reisende aus folgenden Städten und Landkreisen:

  • Stadt Berlin
  • Stadtgemeinde Bremen
  • Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main
  • Kreisfreie Stadt Offenbach
  • Kreisfreie Stadt Hamm
  • Kreisfreie Stadt Herne
  • Kreisfreie Stadt Remscheid
  • Landkreis Esslingen
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wesermarsch

Huml betonte am Freitag in Nürnberg: „Ich sehe mit Sorge auf die zum Teil schnell steigenden Infektionszahlen in vielen Regionen Deutschlands. Die zentrale Herausforderung ist daher im Moment, alles dafür zu tun, dass das Infektionsgeschehen beherrschbar bleibt. Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Herbstferien und den damit verbundenen Reiseverkehr müssen wir alles dafür tun, Infektionsketten aus Risikogebieten nicht in Bayern aufkommen zu lassen.“

Die Ministerin erklärte: „Wir aktualisieren unsere Liste mit Risikogebieten zwei Mal pro Woche. Sollte jedoch regional ein besonderes Ausbruchsgeschehen auftreten, können wir auch öfter aktualisieren.“ 

Ausnahmen von der Regelung gelten unter anderem, wenn Reisende einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können oder aus medizinischen oder beruflichen Gründen die Reise notwendig ist. Auch zwischenmenschliche Aspekte wie Fernbeziehungen, Pflege und Betreuung von Personen oder der Kontakt mit Kindern bei getrenntlebenden Eltern gehören zu den Ausnahmengründen.

Update, 15.25 Uhr - Bundeswehr soll Experten in Corona-Hotspots schicken

Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken. Das gilt laut einer am Freitag getroffenen Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Bürgermeistern von Großstädten, wenn in sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert wurden. 

Spätestens wenn der Wert auf 50 Infektionen steigt, sollen die Städte umfangreichere Beschränkungen einführen. Dazu gehört etwa die Erweiterungen der Mundschutz-Pflicht auf den öffentlichen Raum, wenn dort der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann. Genannt werden auch Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen für
Gastronomiebetriebe sowie weitergehende Beschränkungen der Teilnehmerzahlen von Veranstaltungen und private Feiern. 

Die Metropolen sollen ihre Ordnungsämter so entlasten, dass sie die Beschränkungen kontrollieren können. Bund und Länder sollen kurzfristig darüber beraten, wie auch Bundespolizei und Länderpolizeien helfen können. Kommt der Anstieg der Infektionszahlen nicht spätestens nach zehn Tagen zum Stillstand, seien weitere Beschränkungsschritte unvermeidlich.

Merkel hatte sich angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte getroffen. An der Videokonferenz nahmen die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teil.

Update, 14.59 Uhr - LGL korrigiert 7-Tage-Inzidenz für Rosenheim deutlich nach oben

Nachdem das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit um 13.46 Uhr für die Stadt Rosenheim einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von nur 48,78 und für den Landkreis von 21,05 angab, wurden nun diese Angaben nach oben korrigiert. Laut LGL liegt der 7-Tage-Inzidenz für die Stadt bei 66,09 und für den Landkreis bei 27,93.

Update, 13.46 Uhr - 115 neue Fälle in Stadt und Land Rosenheim - 7-Tage-Inzidenz knapp unter 50

Seit dem letzten Wochenbericht der Stadt Rosenheim (vom 1. Oktober 24 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 115 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 3.463 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2695, Stadt: 768).

Mittlerweile wurde laut dem Landratsamt bei mindestens 3019 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt.

Corona-Übersicht für Stadt und Landkreis Rosenheim

Acht COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) lag mit Stand 9. Oktober (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 66,3, für den Landkreis Rosenheim bei 27,97. Auf die steigenden Infektionszahlen reagierte die Stadt Rosenheim am Donnerstag in Abstimmung mit dem Staatl. Gesundheitsamt Rosenheim mit verschärften Maßnahmen, die mittels Allgemeinverfügung die Allgemeinbevölkerung betreffen.

Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit lag der 7-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag (Stand: 9. Oktober 13.45 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 48,78 und für den Landkreis bei 21,05.

Update, 12.41 Uhr - Erneute Corona-Fälle in Schule und Kinderkrippe im Landkreis Rosenheim

Auch am Freitag wurden wieder Corona-Neuinfektionen in einer Schule und einer Kinderkrippe im Landkreis Rosenheim bekannt. Laut Angaben des Landratsamtes Rosenheim wurden zwei Personen der Leo-von-Welden Schule in Bad Feilnbach positiv auf das Coronavirus getestet. 57 Kontaktpersonen der Kategorie I wurden unter Quarantäne gestellt.

Und ebenfalls in der Kinderkrippe „Wurzelkinder“ in Rimsting liegen drei positive Corona-Tests vor. Dort wurden etwa 30 Kinder sowie 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Kontaktpersonen I ermittelt und in Quarantäne geschickt.

Update, 11.12 Uhr - Österreich drohen verschärfte Reisewarnungen - Kurz und Söder sprechen über Corona-Lage

Vor dem Hintergrund einer drohenden Verschärfung der Reisewarnungen Deutschlands für Österreich findet am Freitagnachmittag ein Treffen zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz statt.

Neben den bereits bestehenden deutschen Reisewarnungen für die österreichischen Bundesländer Tirol, Vorarlberg und Wien könnten nun auch Oberösterreich und Salzburg zu Risikogebieten deklariert werden. In Österreich steigen nun die Sorgen um den Wintertourismus. Auch deutsche Überlegungen einer fünftägigen Pflicht-Quarantäne werden von der österreichischen Tourismusbranche mit Besorgnis registriert.

>>>Hier nachlesen: Warum ist ganz Tirol Risikogebiet und stehen Salzburg und Oberösterreich kurz davor? <<<

Das Treffen zwischen Söder und Kurz soll um 15 Uhr am deutschen Zollamt Bad Reichenhall nahe des Grenzübergangs Walserberg bei Salzburg stattfinden.

Update, 10.23 Uhr - „Corona-Anstieg besorgniserregend“ - Spahn appelliert an Wachsamkeit

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen zu Wachsamkeit und raschem Gegensteuern vor Ort aufgerufen, um die Lage im Griff zu behalten. Der jüngste Anstieg auf mehr als 4000 Neuinfektionen binnen eines Tages sei besorgniserregend, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Es gelte zu verhindern, dass es mit schnelleren Zuwächsen zu einem Moment komme, «wo wir die Kontrolle verlieren». Spahn betonte: «Da sind wir noch nicht.» Es komme nun auf die Balance aus Zuversicht und Achtsamkeit an. Dies betreffe auch alle Bürger - beim Einhalten von Schutzregeln wie Abstand und Masken sowie Vorsicht bei Feiern.

«Es liegt an uns allen, ob wir es schaffen», sagte Spahn. «Wenn 80 Millionen mitmachen, sinken die Chancen des Virus gewaltig.» Diese Pandemie sei auch «ein Charaktertest für uns als Gesellschaft», der nur gemeinsam zu bestehen sei. In der kalten Jahreszeit komme es ergänzend aufs Lüften und ein breites Nutzen der Corona-Warn-App an. Es gebe inzwischen mehr Wissen und Instrumente für den Kampf gegen das Virus. Die Zahl der Todesfälle und Intensivpatienten in den Kliniken sei momentan nach wie vor vergleichsweise niedrig.

Wie das RKI am Donnerstag mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter 4058 neue Corona-Infektionen in den vorangegangenen 24 Stunden. Das sind mehr als 1200 mehr als am Mittwoch. Dort war mit 2828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden. Höher als nun war der Stand zuletzt in der ersten Aprilwoche. Spahn erläuterte, derzeit steckten sich vor allem jüngere Menschen an - aber nicht nur. Gerade die Jüngeren hielten sich oft für unverletzlich. «Das sind sie aber nicht.» Covid-19 sei weiterhin eine ernsthafte Erkrankung.

Spahn äußerte Verständnis für Corona-Vorgaben bei Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands im Herbst. Wichtig für die Akzeptanz sei aber ein möglichst einheitlicher Rahmen der Länder. Entscheidend sei eine rasche Eindämmung von Ausbrüchen in betroffenen Kommunen. Dies sei «die viel bessere Variante» als Beherbergungsverbote in der Folge. Die Länder hatten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass Reisende aus Gebieten mit sehr hohen Infektionszahlen nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test haben. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Spahn wandte sich dagegen, von einem möglichen «zweiten Lockdown» zu reden. Dies suggeriere, man wäre wieder in einer Lage von März/April. Es gebe inzwischen aber Erfahrungen, wie mit Schutzvorkehrungen in vielen Bereichen ein normaler Betrieb gelinge. Es gebe keine Ausbrüche beim Einkaufen, bei Friseuren und kaum welche im Nahverkehr. Auch in Schulen seien die Dinge insgesamt gut im Griff. Kritisch seien etwa Feiern und Veranstaltungen. Es sei richtig, wenn Städte wie nun Berlin mit Alkohol-Beschränkungen gegensteuern. Nötig seien aber auch Kontrollen und dass Bußgelder verhängt werden.

Update, 10.02 Uhr - Huml: Psychische Belastungen durch Corona ernst nehmen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft zum „Welttag der seelischen Gesundheit“ am 10. Oktober dazu auf, die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für das psychische Wohlergehen ernst zu nehmen. Huml sagte am Freitag: „Die Pandemie bringt viele Belastungen mit sich. Deshalb ist es wichtig, auf die seelische Gesundheit zu achten und sich bei Bedarf rechtzeitig fachkundige Unterstützung zu holen.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Das bayerische Gesundheitsministerium fördert gezielt Beratungs- und Behandlungsstrukturen. Außerdem informieren wir unter anderem mit Anzeigen in Zeitungen sowie mit Filmen im Fernsehen und im Internet, was Menschen aktiv für die eigene seelische Gesundheit und die ihrer Mitmenschen tun können. Dies ist Teil der Kampagne ‚Bitte stör mich - Aktiv gegen Depressionen‘.“

Huml betonte: „Damit wollen wir zeigen: Wir lassen niemanden allein! Psychische Erkrankungen dürfen nicht stigmatisiert oder tabuisiert werden, denn dies kann - zusätzlich zur erheblichen Belastung für Betroffene und ihre Angehörigen -verhindern, dass Hilfe in Anspruch genommen wird.“

Wie ovb24.de bereits berichtete, gibt es nach Daten einer Krankenkasse einen enormen Anstieg an Depressionen, Ängsten, Schlaf- oder Essstörungen. Die Priener Schön Klinik sprach etwa von einer noch nie dagewesenen Siutation.

>>>Hier nachlesen: 80 Prozent mehr psychische Erkrankungen in der Coronakrise: „Nie dagewesene Situation“<<<

Update, 8.09 Uhr - Olympiasieger Nuis in Inzell infiziert - Nun Quarantäne

Nach zwei Teammitgliedern der deutschen Eisschnelllauf-Nationalmannschaft hat sich in Inzell auch der niederländische Doppel-Olympiasieger Kjeld Nuis mit dem Coronavirus infiziert. Nuis hat sich daher gemeinsam mit seinem Team Reggeborgh in Quarantäne begeben. Der 30-Jährige bestätigte die Infektion auf seinem Instagram-Account.

Nach einem Bericht des Internet-Anbieters «schaatsen.nl» befolgt das Privatteam die Anweisungen der deutschen Gesundheitsämter. Vor der Abreise ins Trainingslager nach Inzell war das gesamte Team am vergangenen Freitag noch negativ auf das Virus getestet worden.

Als Konsequenz der positiven Corona-Fälle kehren die anderen beiden Profiteams Jumbo-Visma um Olympiasieger Sven Kramer und Team IKO um Olympiasiegerin Jorien ter Mors trotz negativer Tests vorzeitig aus Inzell in die Niederlande zurück. Ursprünglich wollten die Profis am Samstag in Inzell an einem Test-Wettkampf teilnehmen. Die Max-Aicher-Arena wurde jedoch aus Vorsorge bis Samstag geschlossen.

Update, 7 Uhr - Mehr als 4500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 4.516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 erheblich angestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9. Oktober., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 487 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 239 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (1. Oktober) hatte der Wert noch bei 362 (193 beatmet) gelegen, in der Woche davor (24. September.) bei 296 (166 beatmet). Rund 8500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Auch die Rate der positiven Tests stieg zuletzt nach RKI-Daten stark an und lag in der 40. Kalenderwoche (28. September- 2. Oktober) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent. Die Anzahl der Tests sank dagegen leicht auf rund 1,096 Millionen in der 40. Woche. Zuvor waren es rund 1,168 Millionen gewesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Donnerstag bei 1,17 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,22 (Vortag: 1,11). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Söder warnt vor unkontrollierter Ausbreitung des Coronavirus

Angesichts der stark gestiegenen Corona-Zahlen in Deutschland fürchtet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine unkontrollierte Ausbreitung vor allem in Städten wie Berlin. Wenn es mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gebe, dann seien das in einer Millionenstadt Tausende von Kontakten, die nachverfolgt werden müssten, sagte Söder am Donnerstag in München. «Und wenn die Behörden da nicht hinterherkommen, was zunehmend zu erwarten ist, dann ist letztlich ein diffuses Geschehen zu erwarten. Und dann ist keine Kontrolle mehr da.» Dann müsse es umso striktere Gegenmaßnahmen geben, warnte er.

«Solange die Kontrolle möglich ist und solange die Nachvollziehbarkeit in vernünftigem Maße gewährleistet wird, solange kann man auch sehr viel Alltagsleben in kompletter Form erhalten», erklärte der CSU-Vorsitzende. «Geht es verloren, wird‘s schwieriger. Und man muss mehr eingreifen.» Er bekräftigte dabei die derzeitige Linie, auf steigende Zahlen mit regionalen Gegenmaßnahmen zu reagieren. «Mehr Maske, weniger Alkohol, kleinere Partys - das ist das wirksamste Instrument, das funktioniert. Deswegen dürfen wir diese Instrumente auf keinen Fall aufheben oder gefährden.»

Söder verteidigte dabei das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots. Dies sei gerade angesichts sprunghaft steigender Infektionszahlen ein wichtiges Instrument der Sicherheit für die Gäste, aber auch für die Tourismusbranche, betonte er.

«Man stelle sich vor, wir haben jetzt eine Übertragung der Infektion in touristische Gebiete. Dann ist das fast das Ende des Tourismus, und zwar dauerhaft», warnte er. «Wenn wir gerade in Bayern ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft behalten wollen, ist es jetzt wichtig, auch einen guten Probelauf in den Herbstferien zu machen.» Die Herbstferien seien ja nicht die Haupttourismuszeit in Bayern.

Söder betonte: «Es kann jetzt jeder ohne Probleme in den Urlaub fahren - aber er soll halt einen Test mitbringen.» Vielleicht ließe sich das sogar vor Ort organisieren. «Wir haben ja auch entsprechende Testzentren», sagte Söder und versicherte: «Nirgendwo in Deutschland bekommt man so schnell und so sicher einen Test. Das heißt, jeder, der bei uns einen schnellen Test braucht, der bekommt ihn auch.»

Aktuell gilt das Beherbergungsverbot in Bayern für Reisende aus vier Berliner Bezirken (Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg), aus Bremen sowie aus den Städten Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen. Wer aus einem dieser innerdeutschen Corona-Hotspots einreist und einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist aber auch weiterhin in bayerischen Hotels willkommen.

Die Liste der Risikogebiete soll regelmäßig aktualisiert werden. «Wir werden das schon immer wieder anpassen, jetzt nicht jeden Tag, weil man da ehrlicherweise auch schauen muss, wie die Gesamtentwicklung ist», sagte Söder. «Wir werden zweimal die Woche genau hinschauen.»

In Bayern war am Donnerstag laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kein Landkreis und keine Stadt über dem kritischen Wert von 50. Den Frühwarnwert von 35 überschritten demnach sechs Gebiete: die Städte Schweinfurt, Memmingen, München und Rosenheim sowie die Landkreise Unterallgäu und Fürstenfeldbruck.

fgr/dpa

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