News-Ticker zur Corona-Pandemie

Zwölf Schlachthof-Mitarbeiter in München positiv getestet - Polizei warnt vor Falschmeldung in Sozialen Medien

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr rund acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (1. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3271, Traunstein 1445, Berchtesgadener Land 450, Mühldorf 665, Altötting 723
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9500 Todesfälle in Deutschland (2664 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.14 Uhr - Wegen Corona: Gläubige sollen Gräber zu Allerheiligen selbst segnen

Katholiken in Bayern sollen die Gräber ihrer Angehörigen zu Allerheiligen selbst segnen. „Die Gläubigen sollen ermutigt werden, selbst mit Weihwasser die Gräber zu segnen“, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz, der Zusammenkunft der bayerischen Bischöfe.

Ein Schwerpunkt des dreitägigen Treffens lag auf dem Umgang der Bistümer mit der Corona-Krise und der Frage, wie kirchliche Feiertage auch in Seuchenzeiten begangen werden können.

Zu Allerheiligen am 1. November kommen viele katholische Christen auf Friedhöfen zusammen, um ihrer Toten zu gedenken. Auf vielen Friedhöfen finden dann Gedenkfeiern und Gräbersegnungen statt.

„Für Gottesdienste im Freien und den Gräbergang an Allerheiligen sollen technische Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden“, heißt es in dem Papier weiter. „Die Bischöfe ermutigen die Pfarrgemeinden, die besondere Prägung dieser Zeit zu leben und alle Möglichkeiten an Gottesdiensten und im Brauchtum auszuschöpfen.“

Das gelte auch für die Weihnachtszeit, sagte der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. Gottesdienste im Freien seien eine Möglichkeit. Dafür wünscht er sich landesweit einheitliche Regelungen: „Wir würden uns wünschen, dass die bayerische Staatsregierung die Rahmenbedingungen so macht, dass sie nicht völlig unterschiedlich sind.“

Auch Umzüge zu Sankt Martin können aus Sicht des Kardinals trotz Corona stattfinden: „Wenn Demonstrationen stattfinden, warum soll der Martinszug nicht stattfinden?“

dpa

Update, 19. 58 Uhr - Schlachthof in München: Zwölf Corona-infizierte Mitarbeiter

Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs in München sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bei zwei Reihentests Ende September seien insgesamt zwölf Infizierte festgestellt worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. 151 Beschäftigte seien negativ getestet worden. Die positiv Getesteten und ihre nächsten Kontaktpersonen seien nun 14 Tage in Quarantäne. Die Mitarbeiter würden in ihren Unterkünften mit Essen versorgt. Die negativ Getesteten seien nicht in Quarantäne, sagte ein Stadtsprecher.

In dem Schlachthof in der Innenstadt seien die Hygienemaßnahmen kontrolliert und das Gebäude desinfiziert worden, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Betreiber der Rinderschlachtung mache wöchentlich eine Reihentestung der gesamten Belegschaft. Dabei seien am 28. September neun Beschäftigte positiv getestet worden und am 30. September drei weitere. Die Mitarbeiter sollen am Montag erneut getestet werden.

Update, 18.19 Uhr - Masken-Kritiker verbreiten mit Falschmeldungen Angst und Schrecken auf Social Media

Die Polizei warnt vor einer Falschmeldung über ein sechsjähriges Mädchen aus Schweinfurt, das angeblich durch das Tragen einer Maske gestorben seni soll.

„Das sind Internetmärchen, die seit Dienstag auf verschiedenen Social-Media-Kanälen in der Region verbreitet werden“, warnte eine Sprecherin der Polizei in Unterfranken am Donnerstag. „Das ist tatsächlich falsch“.

Weder in Schweinfurt, noch in der Umgebung sei eine Sechsjährige deshalb erkrankt oder gar ums Leben gekommen. Inzwischen hätten sich schon mehrere besorgte Bürger in dem Regierungsbezirk im Norden Bayerns bei der Polizei gemeldet. „Die Kripo versucht gerade herauszufinden, wer das gestreut hat“, fügte die Sprecherin hinzu.

Update, 17:24 Uhr - Vier Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Landkreis Traunstein wurden am 1. Oktober 2020 vier neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1,69. Bei einer Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Derzeit werden drei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Update, 16.34 - Zwei neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Das Landratsamt Mühldorf meldet am 1. Oktober zwei neue Corona-Fälle. Kontaktpersonen werden ermittelt und notwendige Maßnahmen eingeleitet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt für den Landkreis Müghldorf bei 11,2. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 13 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 15.25 Uhr - 90 Personen nach Corona-Fall an Gymnasium in Prien in Quarantäne

Nachdem Anfang der Woche ein Schüler des Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurden am Mittwoch etwa 90 Kontaktpersonen des ersten Grades zur Reihentestung auf die Loretowiese beordert. Dies bestätigte Ina Krug, Pressesprecherin des Landratsamtes Rosenheim, auf Anfrage von rosenheim24.de.

Das Gesundheitsamt hat für alle 90 Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantänezeit angeordnet. Da es sich bei der positiv getesteten Person um einen Schüler der Oberstufe handelt, konnte nicht eine einzelne Klasse, sondern mussten mehrere Kleingruppen isoliert werden.

Ergebnisse von den am Mittwoch durchgeführt Tests liegen derzeit noch nicht vor.

Update, 13.55 Uhr - Keine neuen Fälle im Berchtesgadener Land

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes im Landratsamt Berchtesgadener Land sind seit der letzten Meldung keine neuen Corona-Fälle registriert worden. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 450 (Stand: 1. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sank auf 13,2. 406 Personen sind bereits wieder genesen. Aktuell gibt es 19 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Pressekonferenz der Staatsregierung:

Update, 13.31 Uhr - Wie sollen Schummler aufgespürt werden?

Wie will die Staatsregierung Personen aufspüren, die falsche Namensangaben in Restaurants getätigt haben und so den Vollzug des Bußgeldes sicherstellen? „Es geht vor allem darum, das Unwert-Urteil zum Ausdruck zu bringen und Personen zu bestrafen, die sich bewusst und beharrlich weigern, da mitzumachen“, betonte der Minister. 

In der Praxis wolle die Staatsregierung mit „Augenmaß“ und „praktischer Vernunft“ vorgehen. „Es wäre unverhältnismäßig, wenn der Wirt dafür haften müsste, dass jeder Name auf den Zetteln hundertprozentig korrekt ist“, sagte Herrmann, der vom Wirt lediglich eine „Plausibilitätskontrolle“ der Daten erwartet. Dies bedeutet, dass er offensichtliche Falschangaben (wie z.B. der Name „Donald Duck“) erkennt und dann entsprechend handelt.

Update, 13.12 Uhr - Feiern werden auf 50 bzw. 25 Personen begrenzt

Zudem sollen die Instrumentarien für die Kommunen ergänzt werden, wenn dort die 7-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 35 übersteigt. Feiern in angemieteten Räumlichkeiten werden dann auf maximal 50 Personen begrenzt, zudem soll bei privaten Feiern eine Begrenzung von 25 Personen gelten, wobei es sich beim zweiten Teil um eine „Soll-Regelung“ handelt.

Sollte der Grenzwert von 50 überschritten werden, müssen in Bayern hingegen bis auf weiteres keine Änderungen an den bestehenden Corona-Regeln vorgenommen werden. Dies sei bereits alles in den entsprechenden Verordnungen festgeschrieben, betonte Herrmann. Diese Verordnungen sowie die bereits bestehende Einreise-Quarantäne-Verordnung sollen vorerst mindestens bis zum 18. Oktober gelten. Bei den Zahlen können die Städte und/oder Kommunen nun sowohl auf die RKI- als auch auf die des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zurückgreifen.

Update, 13.07 Uhr - 250 Euro Bußgeld bei falschen Kontaktdaten

Umsicht und Vorsicht bleibt die Richtschnur beim Umgang mit der Pandemie. Es ist wichtig, den Erfolg, den wir im Kampf gegen Corona bisher erzielt haben, zu halten“, sagte Staatsminister Dr. Florian Herrmann zu Beginn der Pressekonferenz. Das Virus gebe nicht einfach auf, deswegen sei es besonders wichtig, die stetige Kontrolle über die jeweils aktuelle Lage zu halten. Ein „genereller zweiter Lockdown“ soll unbedingt vermieden werden. Weitere Öffnungsschritte sind bei der heutigen Sitzung deswegen nicht beschlossen worden.

Stattdessen seien die Entscheidung der Bund-Länder-Konferenz auf den Freistaat Bayern angepasst worden. Für falsche Kontaktangaben in Gaststätten/Hotels oder Veranstaltungen werden in Zukunft bis zu 250 Euro Bußgeld fällig. Auch der jeweilige Wirt muss ein entsprechendes Konzept vorhalten, um die Erfassung der Daten in seinem Lokal sicherzustellen. Verstößt ein Lokalbetreiber dagegen, muss ein Bußgeld von 1000 Euro bezahlt werden. 

Update, 12.55 Uhr - Pressekonferenz in Kürze live

In Kürze beginnt in der Staatskanzlei die Pressekonferenz mit Staatsminister Dr. Florian Herrmann. Der CSU-Politiker wird dabei über die Ergebnisse der Kabinettssitzung am Vormittag informieren. Spannende Frage: Wie hoch fällt das Bußgeld in Bayern aus, wenn Personen falsche Namensangaben in Restaurants machen und damit die Kontaktverfolgung erschweren?

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 12.14 Uhr - Wirtin: „Tiefpunkt für den Tiroler Tourismus“

Die Reisewarnung aus Deutschland für die österreichischen Bundesländer Tirol, Vorarlberg und Wien hat den Tourismus in Österreich quasi zum Erliegen gebracht. Jetzt schlagen auch immer mehr Gastwirte und Hoteliers Alarm und warnen vor drohenden Pleiten. „Wir haben keinen einzigen Gast im Haus. So etwas habe ich in den 52 Jahren, die ich hier bin, noch nie erlebt. (...) Alle Deutschen haben ihre Reise storniert. Das Hotel und das Restaurant sind leer. (...) Das ist der Tiefpunkt des Tiroler Tourismus“, sagte zum Beispiel Kult-Wirtin Rosi Schipflinger aus Kitzbühel dem Portal oe24.at.

Laut dem Bericht denken jetzt viele Gastronomen darüber nach, ihre Anlagen bis zum Beginn der Wintersaison vollkommen zu schließen - um die Kosten zu senken. Sollte man als Deutscher derzeit in ein Risikogebiet reisen, muss man entweder bei der Rückkehr an der Grenze einen maximal 48 Stunden alten, negativen Corona-Test nachweisen oder eben in Quarantäne.

Update, 11.12 Uhr - Münchner Wirt erhält Millionensumme

Die Wirtsleute Christian und Petra Vogler.

Nach einer bundesweiten Corona-Klagewelle gegen zahlungsunwillige Versicherungen hat das Münchner Landgericht erstmals einem klagenden Gastwirt die geforderte Millionensumme zugesprochen. Laut Urteil muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten der coronabedingten Betriebsschließung an den Pächter des Münchner Augustinerkellers zahlen - exakt 1,014 Millionen Euro.

Der Wirt hatte kurz vor dem sogenannten Shutdown im März eine Betriebsschließungspolice abgeschlossen, um sich gegen Corona abzusichern. Die Versicherungskammer will dennoch nicht zahlen. In den Versicherungsbedingungen sind behördlich angeordnete Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes gedeckt, der Covid-19-Erreger jedoch nicht genannt. Die Kammer argumentierte, dass diese Vertragsbedingungen intransparent seien.

Wirt Christian Vogler sieht das Urteil „als Signal für existenzbedrohte Gastronomen in ganz Deutschland“ und sagte der Deutschen Presseagentur (dpa): „Für die haben wir jetzt Vorarbeit geleistet.“ Die unterlegene Versicherungsgesellschaft will offenbar in Berufung gehen.

Update, 10.24 Uhr - Kabinett debattiert über Regel-Ausgestaltung

Nach der jüngsten Einigung zwischen Bund und Ländern berät am Vormittag das bayerische Kabinett, wie genau einige Regeln für den Freistaat Bayern ausgestaltet werden sollen. Demnach wird unter anderem mit Spannung erwartet, wie hoch ein mögliches Bußgeld für falsche Kontaktangaben in Restaurants ausfallen soll. In Nordrhein-Westfalen hat man sich beispielsweise auf 250 Euro geeinigt, in Schleswig-Holstein sind es sogar 1000 Euro. In Zusammenhang mit diesem Thema war im Vorfeld zwischen CSU und Freien Wählern von „viel Gesprächsbedarf“ die Rede.

Darüber hinaus will das Kabinett auch weitere Vorgaben aus der Ministerpräsidentenkonferenz auf Bayern übertragen, sofern diese nicht hierzulande schon längst gängige Praxis sind. Unter anderem wird bei Partys in Privaträumen eine Obergrenze von maximal 25 Personen empfohlen. Auch hier muss noch geklärt werden, wie dies in Bayern konkret umgesetzt und kontrolliert werden soll. Im Anschluss soll es gegen 13 Uhr wieder eine Pressekonferenz dazu geben.

Update, 9.02 Uhr - Drei neue Kategorien bei Reisewarnungen

Die pauschale weltweite Reisewarnung wurde zum 1. Oktober nun aufgehoben. Diese wegen der Corona-Pandemie war am 17. März von Bundesaußenminister Heiko Maas ausgesprochen worden, nachdem zahlreiche Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt worden waren und zehntausende Deutsche im Ausland festhingen. Bereits am 15. Juni war die Regelung für die meisten europäischen Länder wieder aufgehoben worden. Stattdessen wird jedes Land nun einzeln bewertet - und in eine der drei folgenden Kategorien eingegliedert:

  • Reisewarnung: Sie wird nur noch für die Länder ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Das gilt derzeit für 123 Länder ganz und für 15 teilweise.
  • „Reisewarnung light“: Für etwa 50 weitere Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen oder eine Ausreisesperre in die EU. Zu dieser Staatengruppe gehört beispielsweise das beliebte Winterurlaubsland Thailand, wo es kaum Corona-Infektionen gibt, aber ausländische Touristen auch draußen bleiben müssen.
  • Keine Warnung: Unter dem Strich bleiben dann nicht mehr viele Länder übrig, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird - vor allem weil derzeit in Europa alle paar Tage neue Reisewarnungen hinzukommen. So sind inzwischen in der EU nur noch neun der 26 Partnerländer Deutschlands ganz ohne Risikogebiet und Reisewarnung.

Update, 7.47 Uhr - Bundesregierung konkretisiert Reisewarnungen

In der Nacht zu Donnerstag, 1. Oktober, hat die Bundesregierung ganz Belgien, Island und einzelne Regionen in neun weiteren europäischen Ländern wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Risikoliste aktualisiert, auf der nun mit Wales und Nordirland erstmals auch Gebiete Großbritanniens stehen. In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) hinzu. Erstmals nahm die Bundesregierung Gebiete in den beiden baltischen Staaten Litauen und Estland auf die Risikoliste. Außerdem kamen Regionen in Irland, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Rumänien hinzu.

Fast gleichzeitig wurde die pauschale Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums aufgehoben. Damit wird nun jedes Land der Welt einzeln bewertet. Wer glaubt, dass damit Fernreisen wieder deutlich einfacher werden, täuscht sich aber. Für den Urlauber ändert sich kaum etwas. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Für Freiburg (Fribourg) in der Schweiz sowie die kroatischen Urlaubsziele Zadar und Sibenik-Knin wurde der Status als Risikogebiet jetzt aufgehoben.

Erneut über 2500 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2500 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2503 neue Corona-Infektionen (Stand: 1. Oktober, 0 Uhr), wie das Robert Koch-Institut (RKI) nun bekannt gab. Das sind nur knapp weniger als am Samstagmorgen, als mit 2507 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit Ende April gemeldet worden war (News-Ticker Mittwoch, 30. September).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich damit mindestens 291.722 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9500. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 257.900 Menschen gelten als bereits genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 0,96 (Stand: 30. September; Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,00 (Stand: 30. September; Vortag: 1,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. „Auch wenn heute die R-Werte etwas niedriger sind, muss die Entwicklung weiter beobachtet werden“, hieß es seitens des Institutes.

mw/dpa

Rubriklistenbild: © Jan Woitas / dpa

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