News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Reisewarnung für ganz Belgien - München lockert Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen

Mundschutz
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München: Mundnasenschutzmasken mit dem Konterfei König Ludwig II. werden an einem Kiosk vor dem Rathaus am Marienplatz, im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt, verkauft.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (30. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3271, Traunstein 1441, Berchtesgadener Land 450, Mühldorf 663, Altötting 723
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9488 Todesfälle in Deutschland (2664 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.56 Uhr - Auswärtiges Amt gibt Corona-Reisewarnung für ganz Belgien aus

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Es wurde erwartet, dass noch am Abend auch die vom Robert Koch-Institut geführte Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert wird. Bisher sind 15 von 27 EU-Länder zumindest teilweise Corona-Risikogebiete. Belgien, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz.

Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht auf der Risikoliste steht. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen. Die Kriterien für die Einstufung als Risikogebiet und eine Reisewarnung sind für die Länder der EU identisch. In beiden Fällen gilt die Zahl der Neuinfektionen als Maßstab.

Update, 21.37 Uhr - Spahn mach Hoffnung auf Corona-Heimtests

Möglicherweise können Corona-Tests bald auch daheim durchgeführt werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte auf einer Pressekonferenz, dass es in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr Ergänzungen der Testmöglichkeiten geben werde.

„Es wird - ich kann Ihnen nicht genau sagen wann, aber absehbar, weil die Unternehmen daran arbeiten - auch den Heimtest geben können“, so Spahn.

Einen genauen Zeitpunkt konnte Spahn nicht nennen. Da Covid-19 aber eine meldepflichtige Erkrankung ist, müsse der Test erst von den Behörden zugelassen werden.

Mit Blick auf die für Mitte Oktober angekündigte neue Teststrategie sagte Spahn, er sei zuversichtlich, dass mit sogenannten Antigen-Tests „zusätzlich in großer Millionenzahl pro Monat“ Tests gemacht werden könnten.

Mit den Bundesländern und Experten unter anderem des Robert Koch-Instituts wird demnach momentan darüber beraten, an welcher Stelle künftig die bisher üblichen PCR-Tests und wo die Schnelltests zum Einsatz kommen und entsprechend die Kosten dafür übernommen werden sollen.

Spahn hatte vor einigen Tagen bereits angekündigt, dass Schnelltests Bestandteil der neuen Teststrategie werden sollen, die Mitte Oktober stehen soll. Die Tests seien mittlerweile qualitativ besser und könnten beispielsweise eingesetzt werden, um Besucher von Pflegeheimen zu testen und direkt ein Ergebnis zu erfahren.

Update, 20.53 Uhr - Umfrage: Mehrheit findet neue Corona-Einschränkungen angemessen

Die Mehrheit der Deutschen hält die jüngst beschlossenen zusätzlichen Corona-Beschränkungen einer Umfrage zufolge für angemessen. Rund 62 Prozent der Teilnehmer erklärten sich in einer von RTL und ntv in Auftrag gegebenen Forsa-Befragung mit den Maßnahmen einverstanden.

21 Prozent wünschen sich demnach sogar noch striktere Regelungen. Nur 13 Prozent der Menschen gaben an, dass ihnen die Beschlüsse zu weit gingen - überdurchschnittlich häufig waren darunter Anhänger der FDP und vor allem der AfD.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag unter anderem darauf verständigt, dass bei der Angabe falscher persönlicher Daten - zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch - ein Bußgeld von mindestens 50 Euro drohen soll. Auch das hält eine deutliche Mehrheit der Befragten (62 Prozent) für richtig.

22 Prozent fanden sogar, die Bußgelder könnten noch höher ausfallen. 14 Prozent der Befragten geht die Verhängung von Bußgeldern hingegen zu weit.

Die Länder sollen zudem Obergrenzen für die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern festlegen. Gibt es in einem Landkreis binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, sollen höchstens noch 25 Menschen in öffentlichen oder angemieteten Räumen feiern dürfen. In der Umfrage hielten das 67 Prozent für angemessen, weitere 16 Prozent für nicht ausreichend. Nur 15 Prozent empfinden diese Obergrenze als nicht richtig.

dpa

Update, 19.34 Uhr - München hebt Maskenpflicht auf und lockert Kontaktbeschränkungen

Eine Woche lang hieß es in Teilen der Münchner Innenstadt: Maske auf. Damit wollte die Stadt die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Die Zahl der Neuinfektionen ist wieder gesunken. Nun gibt es Lockerungen. Bei einigen Dingen bleibt die Stadt aber streng.

Angesichts der stabilen Entwicklung bei den Corona-Neuinfektionen lockert die Stadt München ab Freitag einige der verschärften Schutzmaßnahmen. So gelte die in Teilen der Innenstadt vorgeschriebene Maskenpflicht ab dem 2. Oktober nicht mehr, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Auch die Regelung, wonach sich nur noch höchstens fünf Menschen treffen dürfen, hob der städtische Krisenstab zu diesem Termin auf. Die maximal zulässige Gruppengröße werde wieder auf zehn Personen angehoben. Der Krisenstab begründete die Lockerungen damit, dass die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche seit mehreren Tagen stabil unter 50 gelegen habe.

Die Obergrenze bei den Gästen bei privaten Festen wie Geburtstagen und Hochzeiten gilt allerdings weiterhin. In Innenräumen seien nach wie vor nicht mehr als 25 Teilnehmer erlaubt, draußen maximal 50. Private Feiern stellten derzeit die Hauptinfektionsquelle in München dar, begründete die Stadt. Auch das nächtliche Alkoholverbot am Wochenende an beliebten Feier-Treffpunkten im Freien bleibe in Kraft.

Eine enttäuschende Nachricht hatte die Stadt auch für Fußballfans: Das Spiel der FC-Bayern-Amateure am Freitag gegen die SG Dynamo Dresden soll ohne Zuschauer stattfinden. Über die Begegnung am Sonntag zwischen dem FC Bayern und der Hertha BSC werde am Donnerstag entschieden.

In München gab es nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Mittwoch innerhalb einer Woche 36,97 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner (Stand: 8 Uhr). Damit lag die Stadt über dem Frühwarnwert von 35.

dpa

Update, 18.45 Uhr - Zwei neue Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am 30. September zwei neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der positiv getesteten Personen im Landkreis auf 723.

Updat, 17.58 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 30 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 4,52.

Seit der letzten Pressemitteilung am 29. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen.
Es liegen somit weiterhin insgesamt 1441 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1323 Personen (unverändert zur Meldung am 29.09.20). Derzeit werden drei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Update, 16.47 Uhr - Bayern schließt Testzentren an Autobahnen und Bahnhöfen

Wie Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml heute mitteilte, sollen die besonderen Testangebote für Reiserückkehrer an den bayerischen Autobahnen sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg wie geplant am heutigen Mittwoch enden. Auch die Teststation am Fernbushaltepunkt in München soll geschlossen werden.

Huml erklärte: „Wichtig ist bei dieser Entscheidung auch die Erkenntnis, dass sich Neuinfektionen in Bayern vor allem regional neu entwickeln. Um nun Test- und Laborressourcen passend umschichten zu können, bleibt es daher beim planmäßigen Ende des Testangebotes für Reiserückkehrer zum 30. September.“

Das Testangebot für Reiserückkehrer habe sich als wichtiger Faktor in der Bekämpfung der Pandemie erwiesen, so die Ministerin weiter. Bei rund 669.000 durchgeführten Testungen hätten knapp 7700 Menschen so von ihrer Corona-Infektion erfahren.

Testungen seit dem 25. Juli:

TestungenPositive Testungen
Flughafen München (wird fortgesetzt)145.3111401
Flughafen Nürnberg (wird fortgesetzt)24.128135
Flughafen Memmingen (wird fortgesetzt)35.212872
A3128.8782084
A93107.867560
A8166.0441916
Hauptbahnhof München31.685410
Hauptbahnhof Nürnberg24.104286
Zentraler Omnibusbahnhof München532432
Testungen Reiserückkehrer gesamt668.5537699

Update, 15.58 Uhr - Kein neuer bestätigter Corona-Fall im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von gestern, 29. September keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 30. September 2020, 8 Uhr).

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 9,5. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 14 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Update, 14.40 Uhr - Drosten verweist auf alarmierende Studie: Corona 16-mal gefährlicher als Grippe

Der Virologe Christian Drosten hat die Zuverlässigkeit der PCR-Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 betont. Angesichts von Behauptungen in sozialen Medien, die Tests seien oft falsch positiv und wiesen mitunter nur Fragmente des Virus nach, sagte der Virologe der Berliner Charité am Dienstag: „Ohne ein volles Virus-Genom gibt es keine Virus-Reste.“ Es gebe auch keine Verwechslungen mit sonstigen Viren wie etwa anderen Erkältungsviren und Coronaviren, fügte er im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“ hinzu. „Die PCR ist da einfach zweifelsfrei.“ 

Das PCR-Verfahren biete „eine sehr wasserdichte Diagnostik“. Anhand eines Abstrichs aus den Atemwegen des Patienten wird Erbmaterial des Virus im Labor mittels hochsensibler molekularer Verfahren nachgewiesen. Die Polymerase-Kettenreaktion gilt als „Goldstandard“ zum Virusnachweis. 

In seinem Podcast äußerte sich Drosten auch zu der hohen Infektionssterblichkeit, die sich beim Coronavirus beobachten lasse. Eine neue Meta-Analyse aus den USA, die als Vorveröffentlichung vorliege, zeige für die USA eine Infektionssterblichkeit von 0,8 Prozent. Drosten erklärte, dass die Sterblichkeit in den USA im Vergleich mit Grippe-Infizierten damit 16-mal höher sei.

Update, 13.47 Uhr - Reiserückkehrer im BGL positiv getestet

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat jetzt einen neuen Corona-Fall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet, der sich in häuslicher Isolation befindet. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 450 (Stand: 30. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land ist auf 14,2 gesunken.

Von den insgesamt 450 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 406 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (eine mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Aktuell gibt es 19 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Update, 13.02 Uhr - Ischgl: Staatsanwalt nimmt vier Personen ins Visier

Zu den folgenschweren Ereignissen zu Beginn der Corona-Krise in Ischgl ermitteln die Behörden in Österreich nun konkret gegen vier Beschuldigte. „Insbesondere wird die Umsetzung von Verordnungen in Bezug auf Verkehrsbeschränkungen in Ischgl beziehungsweise die Quarantäne im Paznauntal näher geprüft“, sagte Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, nach Auswertung von rund 10.000 Seiten an Beweismaterial. Die Identitäten der Beschuldigten nannten die Behörde nicht.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen beschäftigt das Geschehen in Ischgl auch zivilrechtlich die Gerichte. Verbraucherschützer brachten vergangene Woche die ersten vier Musterklagen auf Schadenersatz im Namen von Menschen ein, die sich beim Urlaub in Ischgl oder bei der Abreise mit dem Coronavirus angesteckt haben sollen. Der Wintersportort im Paznauntal galt im März als der Ort, der maßgeblich zur Verbreitung des Virus in Teilen Europas beigetragen haben soll. Politiker nannten den Ort anschließend „Corona-Hotspot“ oder „Virenschleuder für halb Europa“.

Update, 11.53 Uhr - Corona-Fälle an Grundschulen im Landkreis Rosenheim

An zwei Grundschulen im Landkreis Rosenheim kam es nun zu Corona-Fällen. Auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte die Pressesprecherin des Landratsamtes Rosenheim Ina Krug die Fälle an der Grundschule Schloßberg und der Grundschule Riedering. An beiden Schulen wurde je ein Corona-Fall festgestellt und in Folge die Testung der Kontaktpersonen durchgeführt.

Aktuell befinden sich laut Krug jeweils 30 Personen in Quarantäne. An der Grundschule Schloßberg ist eine Klasse betroffen. In Riedering sind es zwei. Die bislang eingegangenen Ergebnisse der Testungen sind allesamt negativ. Einige Ergebnisse stehen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch aus.

Update, 11.21 Uhr - Merkel mit hochemotionalem Appell im Bundestag

Mit einem zutiefst emotionalen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bevölkerung zum Durchhalten in der Corona-Krise aufgefordert. „Ich appelliere an Sie alle: Halten Sie sich an die Regeln, die für die nächste Zeit weiter gelten müssen. (...) Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben“, warnte Merkel während der Generaldebatte zum Haushalt 2021 im Bundestag.

Die steigenden Infektionszahlen seien ein Zeichen dafür, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei sei. „Ich bin sicher: Das Leben, wie wir es kannten, wird zurückkehren. Die Familien werden wieder feiern, die Clubs und Theater und Fußballstadien wieder voll sein. Was für eine Freude wird das sein. Aber jetzt müssen wir zeigen, dass wir weiter geduldig und vernünftig handeln und so Leben retten können“, betonte die Kanzlerin und machte deutlich, dass es dabei auf jeden Einzelnen ankomme.

Merkel appellierte, die Menschen müssten miteinander reden, erklären, vermitteln. Mit Herbst und Winter stehe zudem eine schwierige Zeit bevor. Die Pandemie stelle die Welt, Europa und Deutschland vor eine „beispiellose Bewährungsprobe“, sagte Merkel, die außerdem die für 2021 vorgesehene Neuverschuldung von 96 Milliarden Euro angesichts einer „außergewöhnlichen Notsituation“ verteidigte.

Update, 10.14 Uhr - Disney feuert rund 28.000 Mitarbeiter

US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat wegen anhaltender Belastungen durch die Corona-Krise rund 28.000 Mitarbeiter gefeuert. Bei etwa 67 Prozent der betroffenen Beschäftigten handele es sich um Teilzeitmitarbeiter, hieß es in einem firmeninternen Memo. Der Job-Kahlschlag trifft vor allem Disneys Vergnügungsparks, Ferien-Resorts und Kreuzfahrten. Dieser Bereich wurde von den Folgen der Pandemie am stärksten getroffen und brockte dem Konzern bereits hohe Verluste ein. Insgesamt hatte Disney hier vor der Krise noch mehr als 100.000 Beschäftigte.

Update, 9.10 Uhr - Knapp 1800 neue Fälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben jetzt innerhalb eines Tages 1798 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 289.219 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 30. September, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9488. Das sind 17 mehr als am Vortag.

Ein leichter Anstieg zeichnet sich inzwischen bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 352 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 195 davon werden beatmet (Stand: 29. September). Vor einer Woche (22. September) hatte der Wert noch bei 278 (151 beatmet) gelegen, in der Woche davor (15. September) bei 236 (129 beatmet). Rund 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht bei 1,12 (Stand: 29. September; Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,03 (Stand: 29. September; Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Update, 8.08 Uhr - Christkindlmärkte in Bruckmühl und Feldkirchen abgesagt

Die Christkindlmärkte in Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham wurden jetzt wegen der Corona-Krise für heuer abgesagt. Diese Entscheidung haben nun der Markt Bruckmühl (Veranstalter Bruckmühl), Gewerbeverband Mangfalltal (Veranstalter Feldkirchen-Westerham) sowie die Partner, der Bund der Selbstständigen und der Werbering, gemeinschaftlich getroffen. Risiko und mögliche Auflagen seien einfach zu hoch, hieß es zur Begründung. Auch größere Alternativ-Veranstaltungen soll es deswegen in diesem Jahr wohl nicht geben, hieß es.

Update, 6.55 Uhr - Keine Lohnfortzahlung mehr nach Risiko-Reisen?

Diese mögliche Gesetzesänderung wäre ein echter „Hammer“ und ginge vielen Menschen wohl richtig an den Geldbeutel: Laut einem Bericht der Bild-Zeitung plant die Bundesregierung, dass deutschen Touristen, die von „vermeidbaren Reisen“ aus Risikogebieten zurückkommen, im Quarantänefall die Lohnfortzahlung zu streichen. Offenbar befindet sich die geplante Änderung derzeit gerade in der Abstimmungsphase zwischen verschiedenen Ministerien.

Konkret würde dies momentan bedeuten, dass damit viele beliebte Urlaubsgebiete davon betroffen wären: Spanien, weite Teile Frankreichs, Österreichs, Kroatiens, Hollands und der Türkei. Allerdings gibt es offenbar auch rechtliche Bedenken gegen das geplante Gesetz. Auch Erwin Rüddel (CDU), Chef des Gesundheitsausschusses, warnte laut dem Bericht vor möglichen Negativ-Folgen: „Ich befürchte, dass es die Nachverfolgung der Kontakte erschweren wird, wenn die Menschen einen Anreiz haben, ihren Aufenthaltsort zu verschweigen.“ Wann das Gesetz gegebenenfalls greifen soll, ist bislang unklar.

Bayerisches Kabinett will am Donnerstag strengere Corona-Regeln beschließen

Das bayerische Kabinett will bereits an diesem Donnerstag (1. Oktober) striktere Vorgaben für Feiern in Regionen mit höheren Corona-Neuinfektionszahlen beschließen. Die Regeln sollen entsprechend einer am Dienstag erzielten Bund-Länder-Einigung angepasst werden, wie ein Regierungssprecher am Abend mitteilte.

Wenn es in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt binnen sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Menschen gibt, sollen demnach in öffentlichen oder angemieteten Räumen wie beispielsweise Gaststätten höchstens 50 Personen gemeinsam feiern dürfen. Für Partys in Privaträumen wird laut Bund-Länder-Beschluss eine maximale Teilnehmerzahl von 25 Menschen „dringlich empfohlen“. Ob und wie dies in Bayern konkret umgesetzt wird, muss das Kabinett noch entscheiden.

Zudem hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, dass nur noch 25 Menschen in öffentlichen oder angemieteten Räumen feiern dürfen, wenn es regional mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt. Dies ist für Bayern nicht neu, sondern entspricht einer Vorgabe, die das Kabinett zuletzt bereits für Corona-Hotspots beschlossen hatte. Neu beraten und entscheiden muss das Kabinett am Donnerstag allerdings, ob und wie es den Bund-Länder-Beschluss umsetzt, wonach dann für Feiern in Privaträumen sogar eine Obergrenze von zehn Teilnehmern umgesetzt wird.

mw/fgr/dpa

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