News-Ticker zur Corona-Pandemie

Ab Dienstag Maskenpflicht auch im Bundestag - Die aktuellen Corona-Zahlen aus der Region

Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident
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Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr rund acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (5. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3347, Traunstein 1472, Berchtesgadener Land 452, Mühldorf 667, Altötting 756
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9529 Todesfälle in Deutschland (2672 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.30 Uhr - Das sind die aktuellen Zahlen in der Region

Die Gesundheitsämter der Landkreise melden die aktuellen Entwicklungen zum Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus. Die Zahlen für den Landkreis Rosenheim werden immer freitags durch das Gesundheitsamt Rosenheim veröffentlicht.

Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 452 (Meldestand: 05.10.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 3,8.

Von den insgesamt 452 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 424 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es noch drei SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Aktuell befinden sich 49 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 1.278 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

In der vergangenen Woche wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain insgesamt 372 Personen abgestrichen.

Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 51 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 18,07.

Seit der letzten Pressemitteilung am 02.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 22 Neuinfektionen eingegangen.

Der akute Anstieg der nachgewiesenen Neuinfektionen und der aktiven Fälle ist auf die Ergebnisse der Reihentestung in der Asylunterkunft Grassau vom 02.10.20 zurückzuführen, über welche bereits berichtet wurde.

Es liegen somit insgesamt 1472 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1333 Personen (drei Personen mehr seit der Meldung am 02.10.20). Derzeit werden zwei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf der Normalstation behandelt.

Landkreise Mühldorf am Inn und Altötting

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 02. Oktober fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 05. Oktober 2020, 08:00 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 9,5. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 21 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär.

In Altötting wurde ein neuer Fall gemeldet. Somit liegt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandiemie positiv getesteten Personen bei insgesamt 756 insgesamt.

Update, 21.03 Uhr - Ab Dienstag auch im Bundestag: Schäuble erlässt Verordnung für Maskenpflicht im Parlament

Im Deutschen Bundestag muss von diesem Dienstag an ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) habe entschieden, „eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist“, teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet.

Bislang galt für den Bundestag nur eine Empfehlung zum Maskentragen. Teile der Hauptstadt überschreiten aktuell die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, die für ein innerdeutsches Risikogebiet gilt.

Die Maskenpflicht gelte „für alle Räume, einschließlich des Plenarsaals, der Sitzungssäle und Besprechungsräume, sowie für alle Verkehrsflächen und Aufzugsanlagen der Gebäude“, teilte der Bundestag mit. Den Fraktionen werde dringend empfohlen, entsprechende Regelungen auch für ihre Räumlichkeiten zu erlassen.

Die Maßnahme sei auch erforderlich, weil ohne diesen Baustein die Infektionsgefahr steigen würde. In letzter Konsequenz könnte „die Funktionsfähigkeit des Deutschen Bundestages in kurzer Zeit stark beeinträchtigt oder sogar zum Erliegen gebracht werden könnte“, heißt es zur Begründung in der Verordnung. Es gebe viel Akzeptanz im Bundestag für Empfehlungen zum Infektionsschutz. „Das gilt jedoch nicht in gleicher Weise für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.“

Die Mund-Nasen-Bedeckung darf abgelegt werden, wenn man sich an seinem Platz in einem Sitzungs- oder Besprechungsraum oder im Plenarsaal befindet, so der Bundestag - vorausgesetzt, man hat mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen. Auch Sprecher am Rednerpult und an Saalmikrophonen dürfen die Maske ablegen, ebenso Präsidentinnen und Präsidenten, die eine Sitzung leiten.

Wer mit einem ärztlichen Attest belegen kann, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für ihn nicht zumutbar ist, kann demnach auf ein Visier ausweichen.

„In den Büroräumen und am Arbeitsplatz kann die Mund-Nasen-Bedeckung abgelegt werden, sofern der Raum alleine genutzt oder der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann oder eine geeignete Abtrennung zu anderen Plätzen vorhanden ist“, teilte der Bundestag mit. In der Verfügung wird auch Bezug genommen auf die neuen Berliner Regeln, die eine Pflicht zum Tragen von Masken in Büro- und Verwaltungsgebäuden vorsehen, wenn man sich vom eigenen Platz entfernt und nicht den nötigen Mindestabstand zu anderen einhalten kann.

Wer gegen die neuen Vorschriften verstößt, muss mit einer Geldbuße rechnen. Die kann im Extremfall, wenn sich jemand dauerhaft uneinsichtig zeigt, bei einigen Tausend Euro liegen. Auch ein Verweis aus dem Bundestag und ein Hausverbot sind möglich. Gegen die Verfügung von Bundestagspräsident Schäuble kann innerhalb eines Monats Klage erhoben werden. Dies hätte aber den Angaben zufolge keine aufschiebende Wirkung.

Insbesondere in der AfD-Fraktion zweifeln einige an der Sinnhaftigkeit von Mund-Nasen-Bedeckungen zum Infektionsschutz. Die Fraktion stellt es ihren Abgeordneten frei, selbst über das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu entscheiden.

Der Bundestag führt zur Begründung für die Verschärfung weiter aus: „Die Übertragung durch SARS-CoV-2 Aerosolpartikel spielt, wie inzwischen bekannt ist, eine mindestens ebenso große Rolle wie die Tröpfcheninfektion. Da die Partikel aufgrund ihres geringen Gewichts nicht schnell zu Boden fallen, sondern - abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung - bis zu mehreren Stunden „in der Luft“ stehenbleiben, ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, im geschlossenen Raum erheblich höher als eine Übertragung im Freien.“

Auch im Bundesinnenministerium muss seit Samstag jeder einen Mund-Nase-Schutz tragen, es sei denn, er sitzt an seinem Schreibtisch oder beim Essen in der Kantine.

dpa

Update, 19.37 Uhr - Bierhoff: „Corona, Corona, Corona - das verflixte Virus diktiert auch zweiten Länderspielzyklus“

Im Kölner Nieselregen huschte Joachim Löw nach einem vorbildlich mit Maske und Corona-Abstand aufgenommenen Handy-Foto für einen Fan ins Teamhotel und startete in eine seltsame Arbeitswoche. Mit der ersten Abordnung seines XXL-Kaders ohne den erkälteten Timo Werner und acht weitere Nachzügler um den erst später anreisenden Bayern-Block muss der Bundestrainer mit der Nationalmannschaft eine Mission der besonderen Art bewältigen. „Wir haben drei Spiele innerhalb von sieben Tagen, das ist schon anspruchsvoll und erinnert mich an ein Turnier“, erklärte Löw. Türkei, Ukraine, Schweiz heißen die Prüfungen - und das unter den Erschwernissen der Corona-Pandemie, speziell mit der Auswärtsreise ins Risikogebiet nach Kiew.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht alle Beteiligten vor besonderen Herausforderungen. „Wir wollen sie meistern und erfolgreich meistern. Wir wollen auf der Länderspielreise erfolgreich Fußball spielen, guten Fußball spielen und als Mannschaft zusammenfinden“, sagte der 52-Jährige am Montag beim Treffpunkt von zunächst 18 Akteuren. Der erkrankte Chelsea-Stürmer Werner soll zeitnah nachkommen, ist für den ersten Akt gegen die Türkei aber damit ein Streichkandidat. Auch Antonio Rüdiger vom FC Chelsea, der am letzten Tag des aktuellen Transfensters von Löw freigestellt wurde, fehlte am Montag noch.

Bierhoff und Löws Assistent Marcus Sorg stellten sich am ersten Tag der Aufgabe, den Wert des Länderspiel-Dreiakters zu erläutern und zu verteidigen. Das zusätzliche Testspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) gegen die Türkei behagt Löw nicht. Er hätte lieber trainiert und Kräfte gespart. Die Partie ist aber für den DFB finanziell wichtig. Der Verband muss auch seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der UEFA (40 Länderspiele in vier Jahren) nachkommen.

„Man muss ehrlich sein, das Türkei-Spiel hat nicht die Wertigkeit der Nations League“, gestand Bierhoff. Er sprach von „Kopfzerbrechen für die Trainer“, wie sie die Belastung am sinnvollsten aufteilten.

Löw reagierte mit einem Mammutkader. 28 Mann für drei Spiele in sieben Tagen lautet seine Formel nach der Absage des verletzten Schalkers Suat Serdar. Die stark belasteten Münchner Manuel Neuer, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry, die Leipziger Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann sowie der noch angeschlagene Toni Kroos stoßen erst am Dienstagabend zum Team und werden gegen die Türken nicht eingesetzt. „Drei Spiele in kurzer Folge sind unsinnig“, bemerkte Bierhoff zu Löws Einsatzplanung.

Eher pessimistisch stufte der Manager die Aussichten ein, gegen die Türkei erstmals seit fast einem Jahr wieder vor Publikum zu spielen. Die Infektionszahlen in Köln lagen zu Wochenbeginn bei einem leicht gestiegenen Inzidenzwert von über 38. „Meine Hoffnung ist nicht groß“, kommentierte Bierhoff. Die finale Entscheidung trifft das Gesundheitsamt Köln. Der DFB würde 9200 Freikarten verteilen. 

Corona, Corona, Corona - das verflixte Virus diktiert auch den zweiten Länderspielzyklus des Jahres. „Es ist immer ein Flug auf Sichtweite“, stöhnte Bierhoff. Im Kölner Hotel lebt der DFB-Tross in einem abgeriegelten Raum auf zwei Etagen. Der Aufenthalt begann für alle mit Testungen. Der Kurztrip nach Kiew an diesem Freitag wird in einer total abgeschotteten Team-Blase erfolgen. „Die Verantwortung gegenüber den Vereinen ist uns sehr wichtig“, erklärte Bierhoff.

Meldungen über zwei positiv getestete Akteure der ukrainischen Gastgeber wurden auch im DFB-Quartier aufmerksam registriert. Das Hygienesystem greife auch bei anderen Nationen, schlussfolgerte Bierhoff. „Wir planen, dass alles funktioniert“, versprach er.

Auf dem Spielfeld soll es ebenfalls besser funktionieren als bei den 1:1-Unentschieden zum Nations-League-Auftakt gegen Spanien und in der Schweiz. „Es geht nichts über den Sieg, gute Gewinne und tolle Tore“, sagte Bierhoff. Das erklärte Oktober-Ziel sei es, wieder Begeisterung für die Nationalelf zu wecken. Er nehme die Stimmungen rundum sehr ernst, sagte der 52-Jährige. Über Sinn oder Unsinn von Länderspielen im Herbst werde freilich jedes Jahr neu diskutiert. Und bei den „tollen Turnieren“ im Sommer erkenne dann jeder: „Es lohnt sich!

Gerade die Bayern-Rückkehrer sollen die Mannschaft im zweiten Teil der Woche wieder stärker machen. Gegen die Türken dürfen sich davor wohl neben einigen Reservisten die drei Länderspiel-Debütanten Jonas Hofmann, Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach) und Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund) empfehlen, wie Sorg andeutete: „Gegen die Türkei können wir Dinge ausprobieren. Pflichtspiele muss man positiv bestreiten.“ An der nötigen Einstellung der Mannschaft mochte Löws Assistent keinerlei Zweifel zulassen. „Die Spieler haben richtig viel Bock auf die Nationalmannschaft“, erklärte Sorg sehr energisch.

dpa

Update, 18.45 Uhr - Kabinettssitzung am Dienstag lädt drei Impfexperten ein - Söder will sich kurz davor gegen Grippe impfen lassen

Erneut beschäftigt die Corona-Pandemie wie jede Woche am Dienstag (10.00 Uhr) das bayerische Kabinett. Drei Impfexperten wurden dieses Mal eingeladen. Diese sollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und die Ministerrunde über den Forschungsstand bei der Suche nach einem Impfstoff informieren. Ob es hierbei zu einer Ankündigung eines Impfstoffs oder gar ein Termin für einen solchen genannt werden wird, ist dabei wohl eine der brennendsten Fragen.

Präventiv wollen sich sowohl Ministerpräsident Söder als auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), welcher kurz vor der Kabinettssitzung in der Staatskanzlei anwesend sein wird, gegen Grippe impfen lassen.

Update, 16 Uhr - „Leider kein Zutritt für Gäste aus Tirol“ - Türschild sorgt für Empörung

Für Empörung sorgt derzeit ein Facebook-Post der Seite „Wir Kufsteiner“. Dort wurde am 5. Oktober Foto von der Eingangstür der Priener Hütte im Chiemgau gepostet, in der ein Schild mit der Aufschrift „Leider kein Zutritt für Gäste aus Tirol“. Was wohl aus Vorsicht einem Schutz vor der Verbreitung des Corona-Virus dienen sollte, schmeckt einigen Nutzern gar nicht.

„Frechheit, aber wann ich aus einem anderen österreichischen Bundesland komme darf man rein oda was???“, empört sich ein User. Andere wiederum verstehen die Aufregung nicht, weil man ja ohnehin nicht einfach so von Tirol nach Deutschland einreisen dürfe.

Tirol gilt in Deutschland seit dem 25. September als Risikogebiet.t.

Update, 14.30 Uhr - Bayerische Kinobetreiber befürchten beispielloses Kinosterben

Aus Sorge um ihre Existenz fordern rund 20 Kinobetreiber in Bayern geringere Abstände im Publikum. Es sei dringend notwendig, den coronabedingten Mindestabstand zwischen Kinobesuchern von 1,50 auf 1 Meter zu verringern, schreiben sie in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der am Montag veröffentlicht wurde. Auch die strikte Obergrenze von 200 Besuchern pro Kinosaal müsse auf den Prüfstand. Die rund 20 Unternehmer aus ganz Bayern beklagen gravierende Einnahmeverluste, weil sie momentan oft nicht mal ein Viertel der Plätze im Kinosaal besetzen können. Die Folge könne ein beispielloses Kinosterben im kommenden Jahr sein.

«Für unsere Kinos beginnt mit den letzten drei Monaten und den Feiertagen zum Jahresende die wichtigste Zeit des Jahres. In diesen Monaten machen wir die Hauptumsätze eines Gesamtjahres», begründeten die Unternehmer. Die Finanzhilfen des Freistaats und des Bundes hätten bislang das Überleben gesichert. Die Betriebe müssten aber in den kommenden Monaten das notwendige Kapital auf die Seite legen, um den traditionell besucherschwächeren Sommer überleben zu können.

Die Kinobetreiber erklärten, sie unterstützten die Schutzmaßnahmen der Staatsregierung und hofften, im Einvernehmen einen Weg zu finden. Im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Flugzeugen oder zur Gastronomie sei die Gefahr einer Ansteckung in Kinos viel geringer. Man habe sich auch über die rechtlichen Möglichkeiten eines Normenkontrollverfahrens beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof informiert. Unterzeichnet wurde der Brief unter anderen von Kinobetreibern in München, Donauwörth, Deggendorf, Füssen oder Forchheim.

Update, 13.12 Uhr - Wegen Corona: Veranstaltungsabsagen in Wasserburg

Wegen Corona wurden die Kulturveranstaltungen im Rahmen von Inn-Salzach LIVE in Wasserburg bis Ende des Jahres 2020 nun abgesagt. Das betrifft den Auftritt von Edwin Kimmler am 9. Oktober, den Tanzabend mit Tom & the Krauts am 30. Oktober, die Lesung mit Axel Hacke am 26. November und das Konzert des Chores Zappndudap am 28. November.

Für die Auftritte von Edwin Kimmer, Tom & the Krauts und Zappndudap wird es Nachholtermine im nächsten Jahr geben. Für Axel Hacke gibt es einen Ersatztermin am 27. Januar 2022. Bereits gekaufte Karten können zurückgegeben werden, hieß es in einer entsprechenden Pressemitteilung des kbo-Inn-Salzach-Klinikums Wasserburg am Inn.

Update, 12.20 Uhr - Deutsche kaufen mehr Bier - dennoch Debakel für Brauereien

Die Corona-Krise hat in Deutschland den Bierkonsum in den eigenen vier Wänden spürbar angekurbelt. Insgesamt kauften die Bundesbürger im ersten Halbjahr pro Kopf rund 38,6 Liter Bier und Biermixgetränke, wie eine Studie nun ergab. Das seien pro Person fast acht Flaschen mehr als im ersten Halbjahr 2019.

„Aktuell beobachten wir den stärksten Anstieg des Verkaufs von Bier und Biermixgetränken in den letzten 15 Jahren“, so ein Experte. Ein Grund dafür sei die Schließung der Gaststätten, Bars und Kneipen im Frühjahr. Die beliebteste Biersorte war auch in Corona-Zeiten weiterhin das Pils mit einem Marktanteil von gut 50 Prozent. Doch setzte das Hellbier seinen Siegeszug fort. Sein Absatz stieg um rund 18 Prozent. Mit einem Marktanteil von fast acht Prozent belegt es mittlerweile den zweiten Platz im Beliebtheitsranking. Alkoholfreies Bier folgte mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf Rang 3 in der Bier-Hitparade.

Auch wenn der heimische Bierkonsum in den vergangenen Monaten deutlich zulegte, ist die Corona-Krise wegen der Absatzeinbrüche im Außer-Haus-Geschäft allerdings für die Brauereien insgesamt ein Debakel. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die Hersteller im ersten Halbjahr insgesamt lediglich 4,3 Milliarden Liter Bier ab - rund 300 Millionen Liter oder 6,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies sei das niedrigste Ergebnis seit Einführung der aktuellen Statistikmethode 1993.

Update, 11.30 Uhr - „Maximale Alarmstufe“ in Paris

Im Kampf gegen Corona sollen am Montag (5. Oktober) neue Sicherheitsmaßnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden. Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die „maximale Alarmstufe“, teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit.

Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die neuen Maßnahmen könnten die Schließung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmaßnahmen hingegen offen bleiben.

In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits Ende der zurückliegenden Woche gesagt, dass sich die Lage in Paris und den Vorstädten zuletzt rapide verschlechtert habe.

Update, 10.54 Uhr - Coronavirus-Fall am Karolinengymnasium in Rosenheim: Etwa 100 Personen in Quarantäne

Auch am Karolinengymnasium in Rosenheim ist es zu einem positiven Coronavirus-Fall gekommen. Auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte Ina Krug, Pressesprecherin des Landratsamt Rosenheim, auch hier den Vorfall. „Etwa 100 Personen gehören zu den Kontaktpersonen der Kategorie I und befinden sich in Quarantäne.“ Eine Testung aller Kontaktpersonen der Kategorie I sei in Planung.

Update, 10.25 Uhr - Corona-Fall am Gymnasium Bad Aibling: Rund 130 Personen in Quarantäne

Am Gymnasium Bad Aibling ist nun ebenfalls eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Anfrage von mangfall24.de bestätigte Ina Krug, Pressesprecherin des Landratsamt Rosenheim: „Die positiv getestete Person sowie die Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich in Quarantäne. Betroffen sind fünf Klassen. Es befinden sich im Zusammenhang mit diesem Fall rund 130 Personen in Quarantäne.“

Im Moment kommt auch am Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim, am Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien und in den Grunschulen in Schloßberg und Riedering zu Corona-Maßnahmen.

Update, 8.53 Uhr - Ohne Masken in Bus unterwegs - Polizei beendet Fahrt in Palling

Am späten Freitagabend, 2. Oktober, gegen 22.45 Uhr, kontrollierten Beamte des Einsatzzuges Traunstein in Palling (Landkreis Traunstein) einen Kleinbus mit polnischer Zulassung. Das Fahrzeug war bis auf den letzten Platz mit Personen besetzt, die sich nicht an die geltenden Vorschriften des Infektionsschutzes hielten. Alle Insassen trugen zum Kontrollzeitpunkt weder einen Mund-Nasen-Schutz, noch konnte der Veranstalter der Reise ein Hygienekonzept vorlegen. Alle Insassen wurden angezeigt und mussten vor Ort eine Sicherheit in Höhe von jeweils 250 Euro hinterlegen.

Update, 8.03 Uhr - Polizei beendet illegale Corona-Party in München

Erneuter Polizeieinsatz wegen Corona in München: Am 3. Oktober gegen 18.20 Uhr wurden die Beamten in den Stadtteil Freimann alarmiert. Von dort waren mehrere Notrufe eingegangen, wonach in der Heidemannstraße eine Party mit etwa 80 Personen stattfinden würde. Dabei würden die Teilnehmer keine Abstände einhalten und auch keine Masken tragen, hieß es.

Als mehrere Polizeistreifen vor Ort eintrafen, stellten sie nicht nur diese Verstöße fest, sondern fanden auf dem „Veranstaltungsgelände“ auch noch eine Tanzfläche samt Bühne mit aufgebauten Musikinstrumenten vor. Auf Nachfrage der Polizei konnte der „Verantwortliche“ weder eine Genehmigung noch ein Hygienekonzept für die Veranstaltung vorlegen. Daraufhin wurde die Party sofort beendet. Alle Anwesenden erhielten Platzverweise sowie Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 6.33 Uhr - Zahl der Corona-Fälle überspringt 300.000er-Marke

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300.000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen betrug am Montagmorgen laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 300.619. Binnen eines Tages wurden 1382 neue Infektionen erfasst (Stand: 5. Oktober, 0 Uhr). Erfahrungsgemäß sind die Zahlen der Neu-Infektionen an Sonn- und Montagen etwas niedriger, weil am Wochenende nicht von allen Gesundheitsämtern Daten übermittelt werden.

Bislang gab es im Zusammenhang mit Corona in Deutschland 9534 Todesfälle, was einen Anstieg um fünf im Vergleich zum Vortag bedeutet. Rund 263.700 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,23 (Stand: 4. Oktober; Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,14 (Stand: 4. Oktober; Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

US-Präsident Trump verlässt Klinik - trotz Corona-Infektion

Trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump kurzzeitig das Krankenhaus verlassen und sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anhängern bejubeln lassen. Das Weiße Haus verteidigte die Aktion am Sonntag (Ortszeit; News-Ticker Sonntag, 4. Oktober) gegen Kritik, wonach der Schutz der anderen Personen in dem Wagen vernachlässigt worden sei. „Die Bewegung wurde vom medizinischen Team als sicher eingestuft“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Trumps Corona-Infektion war am Freitag kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekanntgeworden. Es ist davon auszugehen, dass er noch ansteckend sein könnte. US-Medienberichten zufolge saß Trump mit zwei Mitarbeitern des Secret Service in dem gepanzerten Wagen, mit dem er an den Fans vor dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus bei Washington vorbeigefahren wurde. Auf Fotos war zu erkennen, dass der Beifahrer ein Plastikvisier über dem Gesicht, eine Atemschutzmaske und einen medizinischen Schutzanzug zu tragen schien. Trump trug angeblich lediglich eine Stoffmaske.

mw/dpa

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