News-Ticker zur Corona-Pandemie

Wegen vier Corona-Fällen an Rosenheimer Gymnasium: 180 Menschen in Quarantäne

Teströhrchen für einen Coronavirus-Abstrich.
+
Teströhrchen für einen Coronavirus-Abstrich.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr rund acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (2. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3347, Traunstein 1450, Berchtesgadener Land 450, Mühldorf 662, Altötting 754
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9508 Todesfälle in Deutschland (2664 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.45 Uhr - Super-G statt Herren-Riesenslalom in Garmisch

Wegen den Folgen der Corona-Maßnahmen wird in der neuen Ski-Saison in Garmisch-Partenkirchen statt eines Herren-Riesenslaloms ein Super-G gefahren. Der Weltverband Fis fasste diesen Beschluss, der formal noch vom Fis-Council am 9. Oktober abgesegnet werden muss, in seinen vorbereiteten Sitzungen, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Der Disziplintausch ist nötig, weil in diesem Winter die Events für Technik-Fahrer und Speed-Fahrer getrennt werden sollen, um Kontaktsituationen zu reduzieren. Als Termine sind Freitag, 5. (Super-G), und Samstag, 6. Februar (Abfahrt), vorgesehen. Wenige Tage danach soll die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo beginnen.

In den vergangenen Jahren standen in Garmisch stets eine Abfahrt und ein Riesenslalom der Herren auf dem Programm. Bei den Frauen bleibt es wie gewohnt bei einer Abfahrt und einem Super-G (30./31. Januar). Neben der Trennung in Techniker und Abfahrer sollen auch gemeinsame Events von Frauen und Männern reduziert werden.

Am ersten Slalom-Wochenende im November in Levi (Finnland) fahren etwa zweimal die Frauen. Die Slalom-Männer starten erst am 21. Dezember in Alta Badia in die Saison. Im Januar stehen dann gleich sieben Torläufe an.

Neben Garmisch blieben auch andere Weltcup-Klassiker im Kalender, in Kitzbühel und Wengen stehen entgegen der neuen Maßgabe sogar Speed-Rennen und Slaloms auf dem Programm. Die Sportler sollen dort getrennt in Hotels untergebracht werden. Kombinations-Wettkämpfe wurden keine geplant - nur bei der WM wird eine Kombi ausgefahren.

Kitzbühel kündigte indes an, am Rennwochenende vom 22. bis 24. Januar vorerst ohne Zuschauer, öffentliche Events und Partys zu planen.

Update, 19.14 Uhr - Teile der Niederlande und Schottland sind jetzt Risikogebiete

Die Bundesregierung hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) wurde entsprechend aktualisiert.

Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für diese Gebiete noch im Laufe des Abends eine Reisewarnung ausspricht. Nach Angaben des RKI ist nach dem neuesten Stand die gesamte Niederlande mit Ausnahme der Provinzen Zeeland und Limburg betroffen. In England sind die Regionen North West, North East und Yorkshire and the Humbers nun aus deutscher Sicht Risikogebiete.

Zudem gelten in Österreich das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Enklaven, die nur von Bayern aus erreichbar sind, meldeten in den vergangenen Tagen keine einzige neue Corona-Infektion. Eine Online-Petition mit mehr als 10.500 Unterstützern hatte deshalb Ausnahmeregeln gefordert.

Die Ausweisung zum Risikogebiet und die in aller Regel darauf folgenden Reisewarnungen bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen sich testen lassen und in Quarantäne, bis das Ergebnis da ist.

Update, 17.45 Uhr - 48-Stunden-Regel für Reisen nach Tirol verlängert

Wer am Wochenende nochmal nach Tirol will, kann das tun, denn die 48-Stunden-Regel der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung wurde bis zum 18. Oktober verlängert. Das heißt Kurzreisen bleiben ohne Quarantäne nach der Rückkehr aus dem Risikogebiet möglich, berichtet der BR. Nur an Großveranstaltungen darf man dort nicht teilnehmen.

Update, 17.05 Uhr - 180 Menschen an Rosenheimer Gymnasium in Quarantäne

170 Schüler und zehn Lehrer aus insgesamt acht Klassen des Ignaz-Günther-Gymnasiums in Rosenheim sind derzeit (Stand 2. Oktober) in Quarantäne, berichtet ovb-online.de. Der Grund sind vier Corona-Infektionen, die in der Schule gemeldet wurden. Dabei mussten aber nicht immer die gesamten Klassen in Isolation, sondern nur Schüler und Lehrer, die bestimmte Kurse zusammen besuchten.

Update, 17 Uhr - Nach positivem Corona-Test: Asylunterkunft in Grassau unter Vollquarantäne

Wie das Landratsamt Traunstein in einer Pressemitteilung berichtet, gab es einen positiven Corona-Fall in der Asylunterkunft in Grassau. Aufgrund von Krankheitsanzeichen sei ein Corona-Test bei dem betroffenen Bewohner bereits am 30. September durchgeführt worden.  Nach dem positiven Testergebnis wurden nun sämtliche Bewohner unter Quarantäne gestellt.

Update, 16.45 Uhr - So entwickelte sich Corona in Stadt und Kreis Rosenheim bisher

In einer Pressemeldung schlüsselt das Landratsamt Rosenheim die Corona-Fälle der einzelnen Gemeinden auf. Auch die Anzahl der Genesenen wird aufgelistet. Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 24. September, 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 78 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 3347 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten 

Update, 16.35 Uhr - Trump zeigt leichte Covid-19-Symptome

Donald Trump soll nach seinem positiven Corona-Test nun auch leichte Symptome zeigen, berichtet die New York Times. Es handle sich dem Präsidenten nahestehenden Quellen zufolge um erkältungsähnliche Symptome, wie Lethargie und Müdigkeit.

Update, 16.05 Uhr - Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 754 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.
687 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen.
57 Personen sind an der Erkrankung verstorben.
10 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug für den Landkreis Altötting am 02.10.2020: 6.29.

Update, 15.30 Uhr - Vier neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat seit dem letzten Bericht (1. Oktober) vier neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 2. Oktober, 8 Uhr). Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 662 bestätigte Fälle vor, einschließlich der
Korrektur eines zunächst als positiv gemeldeten Falles. Davon sind insgesamt 618 Personen bereits wieder genesen. 

Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren,
liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt derzeit bei 7,8. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 17 aktive Fälle. Davon wird keine
Person stationär behandelt

Corona-Karte für den Landkreis Mühldorf.

Update, 14.42 Uhr - Fünf neue Fälle in Stadt und Landkreis Traunstein

In Stadt und Landkreis Traunstein sind seit der letzten Meldung fünf neue Corona-Fälle registriert worden (Stand: 2. Oktober). Bei einer Person handelt es sich nach Angaben des zuständigen Landratsamtes um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Zur Identität der anderen betroffenen Personen wurde nichts bekannt.

Es liegen somit insgesamt 1450 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 32 aktive COVID-19-Fälle (Stand: 2. Oktober). Die Zahl der Todesfälle verbleibt weiterhin bei 88. Die 7-Tage-Inzidenz in Stadt und Landkreis Traunstein stieg damit auf derzeit 4,00.

Update, 13.50 Uhr - 78 neue Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Das Gesundheitsamt Rosenheim hat seit dem letzten Wochenbericht (24. September) insgesamt 78 neue Corona-Fälle registriert (Stand: 1. Oktober, 24 Uhr). Damit liegen seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 3347 Fälle im Zuständigskeitsbereich des örtlichen Gesundheitsamtes vor (Landkreis: 2621, Stadt: 726). Mittlerweile wurde bei mindestens 2965 Personen eine Genesung dokumentiert. 

222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Drei COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt für die Stadt Rosenheim bei 30,00, für den Landkreis Rosenheim bei 22,61 (Stand: 1. Oktober).

Das Gesundheitsamt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im gesamten September 2020 insgesamt 288 Erkrankungsfälle registriert wurden, davon waren 128 Personen (= 45 Prozent) Reiserückkehrer. In den
letzten sieben Tagen wurden „nur“ noch 15 Reiserückkehrer positiv getestet.

In den Fokus sind stattdessen nun die Schulen geranten. „Mit dem Wiederbeginn der Schule wurden jedoch bereits mehrere Erkrankungsfälle in Schulen festgestellt, die Maßnahmen gegenüber mehreren Schulklassen und Lehrkräften erforderten. Insgesamt sind die Fälle seit letzter Woche wieder gestiegen. (...) Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage sehr genau“, hieß es dazu von Seiten der Behörde. Zudem gab es erneut den Appell, sich unbedingt an die bestehenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten, denn der Anstieg der Fallzahlen bereite dem Amt „erhebliche Sorgen“.

Update, 12.48 Uhr - Ein neuer Fall im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land gibt es seit der letzten Meldung einen neuen Corona-Fall. Dies hat soeben das zuständige Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land mitgeteilt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 451 (Stand: 2. Oktober, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 4,7. 412 Personen sind bereits wieder genesen. Aktuell gibt es 14 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Update, 11.35 Uhr - Polizei sprengt Hochzeitsfeier mit 400 Gästen

Im Bremer Stadtteil Gröpelingen hat die Polizei eine Hochzeitsfeier mit rund 400 Gästen „gesprengt“ und vorzeitig aufgelöst. Am späten Dienstagabend hatten mehrere Anrufer per Notruf gemeldet, dass sich ein Großteil der Gäste der Hochzeitsgesellschaft nicht an die geltenden Corona-Auflagen halten würde. Als die Polizei eintraf, stellten die Beamten rund 400 Personen in der besagten Gaststätte fest - erlaubt gewesen wären maximal 250. Zudem wurden von den meisten der feiernden Gäste die Abstandsregeln nicht eingehalten und kein Mund-Nasen-Schutz getragen

Die Polizei sprach umgehend den Betreiber der Lokalität (53) an und forderte ihn auf, die Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten. Der Veranstalter versuchte mehrmals vergeblich auf das Verhalten der Gäste einzuwirken. Die Polizisten sprachen ebenfalls mehrere Feiernde an, die sich dabei uneinsichtig zeigten. Letztlich wurde die Feier aufgelöst. Die Beamten dokumentierten die Vorgänge, schrieben zahlreiche Anzeigen und ahndeten außerdem im Umfeld des Lokals zahlreiche Parkverstöße.

Update, 10.40 Uhr - Bayernweit rund 13.000 Schüler in Quarantäne

Knapp 12.700 Schüler und Lehrer in Bayern müssen derzeit coronabedingt in Quarantäne bleiben. Zudem sind 400 Schülerinnen und Schüler sowie knapp 50 Lehrkräfte positiv auf das Virus getestet worden, wie aus aktuellen Daten des Kultusministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegen.

Demnach sind etwa 0,77 Prozent der 1,65 Millionen Schüler aufgrund einer angeordneten Quarantäne derzeit nicht im Präsenzunterricht, was etwa 11.700 Kindern und Jugendlichen entspricht. Weitere 0,03 Prozent, also rund 400, hatten zudem einen positiven Covid-19-Test. Bei den Lehrkräften betragen die Werte 0,61 sowie 0,03 Prozent. Somit sind rund 970 der bayernweit 155.000 Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne, etwa 46 sind erkrankt. Komplett geschlossen sind aktuell nur zwei der mehr als 6000 Schulen im Freistaat.

Update, 9.41 Uhr - Wieder mehr Patienten auf Intensivstationen

Ein Anstieg zeichnet sich inzwischen auch bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 362 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 193 davon werden beatmet (Stand: 1. Oktober). Eine Woche zuvor waren es noch 296 Infizierte (166 beatmet) und eine Woche davor 238 Infizierte (135 beatmet). Rund 8700 der rund 30.540 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Das RKI verwies in seinem epidemiologischen Bulletin vom Donnerstag nochmals auf die Genauigkeit der Corona-Tests. Es komme äußerst selten vor, dass ein nicht-infizierter Mensch ein positives Testergebnis erhalte (falsch-positives Ergebnis). Wegen der hohen Qualitätsanforderungen liege die sogenannte analytische Spezifität bei nahezu 100 Prozent. Zudem würden die Ergebnisse fachkundig überprüft. Bei nicht plausiblen Befunden gebe es eine Wiederholung oder ein zusätzliches Testverfahren. Die Zahl der falsch-positiven Befunde sei daher so klein, dass sie die Einschätzung der Lage nicht verfälsche, hieß es.

Update, 8.22 Uhr - München lockert Corona-Regeln (leicht)

Seit Freitag, 0 Uhr, gelten in München wieder etwas gelockerte Corona-Regeln. Allen voran entfallen die Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie die Beschränkung von Gruppengrößen auf nur fünf Personen: In der Öffentlichkeit, in Restaurants oder auch privat dürfen sich nun wieder zehn Freunde oder Geschäftspartner treffen. Die Stadt begründete die Entscheidung mit gesunkenen Infektionszahlen.

„Partyhungrige“ und Fußballfans müssen sich jedoch weiter einschränken: Denn die Obergrenzen für Gäste bei privaten Festen wie Geburtstagen und Hochzeiten gelten weiterhin. In Innenräumen sind demnach nach wie vor nicht mehr als 25 Teilnehmer erlaubt, draußen maximal 50. Auch das nächtliche Alkoholverbot an Feier-Treffpunkten bleibt in Kraft. Zudem finden auch die Fußballspiele der Amateure des FC Bayern (am Freitagabend gegen Dresden) sowie der Profis (am Sonntagabend gegen Hertha BSC) ohne Zuschauer statt.

Update, 7.19 Uhr - US-Präsident Trump hat Corona

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Zusammen mit seiner Frau werde er nun umgehend mit dem Quarantäne-Prozess beginnen, hieß es. Dies teilte Trump soeben via dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Update, 7.03 Uhr - 2673 neue Corona-Fälle: Höchster Wert seit April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) nun 2673 neue Corona-Infektionen (Stand: 2. Oktober, 0 Uhr). Zuvor hatte der Wert binnen weniger Tage schon zweimal die Schwelle von 2500 überschritten. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich damit mindestens 294.395 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9508. Das sind acht mehr als am Vortag. Knapp 260.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Donnerstag bei 0,90 (Stand: 1. Oktober; Vortag: 0,96). Das sogenannte Sieben-Tage-R, ein Wert mit weniger tagesaktuellen Schwankungen, lag bei 1,05 (Stand: 1. Oktober; Vortag 1,00).

Enge Beraterin positiv getestet: US-Präsident Trump in Quarantäne

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich einem Coronatest unterzogen, nachdem eine enge Beraterin positiv auf das Virus getestet wurde. Trump bestätigte am Donnerstagabend (Ortszeit) bei Fox News, dass sich Hope Hicks angesteckt habe: „Sie wurde positiv getestet. Wir verbringen viel Zeit mit ihr.“ Trump erwarte, sein Ergebnis später am Abend oder Freitagmorgen zu bekommen. „In der Zwischenzeit werden wir unseren Quarantäne-Prozess beginnen“, schrieb der 74-Jährige nach dem Interview auf Twitter (News-Ticker Donnerstag, 1. Oktober).

Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks ist allerdings die dem Präsidenten am nächsten stehende Person, von der bekannt ist, dass sie sich infiziert hat. Hicks war nach übereinstimmenden Medienberichten am Dienstag mit Trump in der Präsidentenmaschine Air Force One zur TV-Debatte nach Cleveland gereist, bei der Trump auf seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden getroffen war. Am Mittwoch reiste sie mit zu einem Wahlkampfauftritt nach Minnesota.

Trump suggerierte, dass sich Hicks bei Angehörigen des Militärs oder Polizeibeamten angesteckt haben könnte. „Sie kommen zu dir und sie wollen dich umarmen und sie wollen dich küssen, weil wir wirklich gute Arbeit für sie geleistet haben, man kommt sich nahe und Dinge passieren. (...) Ich war überrascht, das mit Hope zu hören, aber sie ist eine sehr herzliche Person ihnen gegenüber und sie weiß, dass es ein Risiko gibt, aber sie ist jung“, sagte Trump. Man könne nicht einfach sagen: „Bleib weg, bleib weg“, sagte Trump.

mw/dpa

Kommentare