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Lockerungen für die Gastronomie seit 10. Mai

Auch ohne Corona-Test? Das müssen Gäste beim Biergarten-Besuch beachten

Biergarten (Symbolbild)
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Noch sind die Biergärten in der Region dicht, immerhin gibt es aber inzwischen eine Öffnungsperspektive.

In der Kabinettssitzung am 4. Mai beschloss die Bayerische Staatsregierung weitreichende Lockerungen für die Gastronomie. Öffnungen der Außenbereiche und Biergärten unter bestimmten Voraussetzungen wurden beschlossen, doch was genau bedeutet dies für die Wirte der Region und für uns Gäste? Können wir eventuell schon bald wieder im Biergarten sitzen?

Die Corona-Pandemie hat unser alltägliches Leben weiter fest im Griff. Viele sehnen sich danach, wieder ihr „altes Leben“ zurückzubekommen. Mit dazu zählt auch ein gemütlicher Abend im Biergarten oder im Restaurant nebenan. Seit Monaten treffen die Corona-Maßnahmen und der damit verbundene Lockdown viele Unternehmen besonders hart, darunter auch die Gastronomiebetriebe.

Für die gesamte Branche gibt es nun aber endlich einen kleinen Lichtblick. Am 4. Mai beschloss das bayerische Kabinett Lockerungen der Maßnahmen in der Gastronomie. Die Öffnung der Außenbereiche und Biergärten ist seit Montag, den 10. Mai, in Bayern wieder erlaubt - allerdings verbunden mit einigen Auflagen. Was bedeutet dies konkret für die Gastronomen in der Region und können wir eventuell schon bald wieder abends gemütlich im Biergarten sitzen?

Öffnungen an Inzidenzwerte gekoppelt

Aktuell (Stand 11. Mai) sieht es zumindest in der Region noch nicht flächendeckend danach aus. Die Öffnung der Außengastronomie ist, wie in der Bundesnotbremse festgehalten, grundlegend an den Inzidenzwert von 100 gekoppelt. Im Klartext bedeutet dies, dass Restaurants und Wirtschaften nur öffnen dürfen, wenn der Wert der 7-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis beziehungsweise in der kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen - Sonn- und Feiertage werden in dieser Berechnung nicht berücksichtigt - nicht über 100 liegt. Zudem müsse laut der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) „die Entwicklung des Infektionsgeschehens stabil oder rückläufig“ sein.

Auch die Behörden werden in den Öffnungsprozess mit eingebunden. „So kann die zuständige Kreisverwaltungsbehörde im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und nach Maßgabe von Rahmenkonzepten, die von den zuständigen Staatsministerien im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekannt gemacht werden und in denen die erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen festzulegen sind, die Öffnung der Außengastronomie erlauben“, heißt es hierzu in der 12. BaylfSMV.

Öffnungsprozedere ist kein Automatismus

Das Gesundheitsministerium informiert die Kreisverwaltungsbehörden über das konkrete Vorgehen und die Kriterien für eine stabile Inzidenz. Ein Sprecher erläuterte dazu: „Die 7-Tage-Inzidenz muss insgesamt fünf Tage in Folge unter 100 liegen. Anschließend sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen. In der Summe betrachten wir also den Zeitraum einer Woche.“ Über die jeweiligen Öffnungen informieren die Kreisverwaltungsbehörden.

Wichtig dabei ist: Die Öffnung ist kein Automatismus. Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen entsprechende Allgemeinverfügungen bei der zuständigen Regierung vorlegen, die dann das Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege einholt.

Schon bald Biergärten-Besuche im Berchtesgadener Land möglich?

In der Region durften aufgrund der anhaltend hohen Zahlen am 10. Mai ohnehin noch keine Gastronomiebetriebe öffnen. Sowohl die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Mühldorf und Altötting sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim wiesen auch am 11. Mai noch jeweils mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen auf. Lediglich im Berchtesgadener Land könnte es bald zu Öffnungen der Außengastronomie kommen - hier liegt die Inzidenz mit Stand Dienstag, 11. Mai, bereits vier Werktage in Folge unter 100. Das zuständige Landratsamt hat bereits einen entsprechenden Antrag gestellt, der dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Entscheidung vorliegt. Das Landratsamt hoffe auf eine baldige Entscheidung und informiert, sobald diese vorliegt, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Mit dem zunehmenden Impffortschritt und den derzeit leicht rückgängigen Infektionszahlen könnte es jedoch noch im Lauf des Monats zu Öffnungen in der Gastronomie kommen. Was müsste dann bei Restaurantbesuchen beachtet werden?

Das gilt für Gäste bei Restaurantbesuchen

Grundsätzlich ist laut der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ausschließlich die Öffnung der Außenbereiche und Biergärten erlaubt, Innenbereiche bleiben weiterhin geschlossen. Zudem dürfen die Restaurants nur bis maximal 22 Uhr geöffnet haben. Für Gäste gilt: Eine vorherige Terminbuchung sowie die Maskenpflicht abseits des festen Sitzplatzes ist unumgänglich, auch die noch aus dem vergangenen Sommer bekannte Kontaktnachverfolgung bleibt bestehen. Sollten Personen aus verschiedenen Haushalten an einem Tisch beisammensitzen, ist laut 12. BaylfSMV „ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener POC-Antigentest oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis der Tischgäste erforderlich“. Auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte ein Sprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) nochmals ausdrücklich, dass die Testpflicht für Gäste entfällt, solange lediglich Personen aus einem Haushalt gemeinsam am Tisch sitzen.

Sollte eine kreisfreie Stadt oder ein Landkreis unter eine 7-Tage-Inzidenz von 50 kommen, entfällt laut der Bayerischen Staatsregierung die Testpflicht, wenn Gäste aus verschiedenen Haushalten an einem Tisch sitzen. Die Maskenpflicht abseits des Platzes sowie die Kontaktnachverfolgung bleiben allerdings weiterhin gültig, ebenso müssen auch die Innenbereiche der Restaurants weiter geschlossen bleiben.

aic

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