News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weihnachtsferien bereits am 16. Dezember? Bund will Länder-Vorschläge für Corona-Regeln ergänzen

Hotspots in Deutschland lassen Corona-Zahlen explodieren.
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Hotspots in Deutschland lassen Corona-Zahlen explodieren.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (24. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 229,7, Landkreis Rosenheim 252,2, Landkreis Traunstein 265,6, Landkreis Berchtesgadener Land 183,1, Landkreis Mühldorf 220,1, Landkreis Altötting 255,6 (Quelle/Stand: RKI, 24. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1572, Landkreis Rosenheim 5902, Traunstein 3784, Berchtesgadener Land 1850, Mühldorf 1999, Altötting 1789 (Quelle/Stand: RKI, 24. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 223, Traunstein 109, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 32, Altötting 59 (Quelle/Stand: RKI, 24. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 14.361 Todesfälle in Deutschland (3490 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.07 Uhr - Bund will Länder-Vorschläge für Corona-Regeln ergänzen

Der Bund will in den Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch die Vorschläge der Länder für neue Corona-Regeln ergänzen. Das geht aus einem Papier mit Änderungsvorschlägen des Bundes von Dienstagabend hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Nach dem Entwurf, der auf dem Papier der Länder aufbaut, heißt es, die Bevölkerung solle aufgerufen werden, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Weiter heißt es wie bereits in einem Beschlussentwurf der Länder, bundesweit sollten die Weihnachtsferien auf den 19. Dezember vorgezogen werden. In einer früheren Fassung, mit dem das Kanzleramt am Dienstag in Beratungen mit den Ländern gegangen war, war die Rede davon, dass die Weihnachtsferien bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden sollten.

In besonderen Infektionshotspots sollen weitergehende Maßnahmen für den Schulunterricht ab Jahrgangsstufe 7 je nach Schule umgesetzt werden, die Mindestabstände auch im Unterricht gewährleisten - beispielsweise Hybridunterricht, wie es in dem Entwurf weiter heißt. Die Anfahrt von Schülern am Morgen soll möglichst entzerrt werden.

Für den Bahnverkehr soll laut diesem Entwurf gelten, den Reisenden, die trotz Einschränkungen reisen müssen, ein zuverlässiges Angebot mit der Möglichkeit zu viel Abstand anzubieten. Die Maskenkontrollen in der Bahn sollen verstärkt werden, so dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden könnten.

Update, 20.36 Uhr - 17 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land - ein Todesfall

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 23. November 17 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt.

Dabei handelt es sich bei fünf Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.847 (Meldestand: 24.11.2020, 10 Uhr).

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern (LGL) aktuell bei 183,1 (Stand: 24.11.2020, 8Uhr).

Update, 19.14 Uhr - Weihnachtsferien jetzt schon am 16. Dezember?

Fangen die Weihnachtsferien in Deutschland und Bayern jetzt noch früher an als geplant? Am Nachmittag verkündete der bayerische Kultusminister Piazolo, dass die Weihnachtsferien in Bayern bereits am 18. Dezember starten sollen.

Am Abend nun die Nachricht: Die Weihnachtsferien sollen bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden.

Das geht aus einer am Dienstagabend nach Beratungen der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verbreiteten aktualisierte Fassung des Länderentwurfs für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch hervor. Bisher wollten die Länder die Möglichkeit schaffen, dass die Weihnachtsferien bundesweit am 19. Dezember beginnen.

Bei Erkältungssymptomen vor Weihnachten soll darüber hinaus eine großzügigere Testmöglichkeit geboten werden, um die Begegnungen zur Weihnachtszeit so sicher wie möglich zu machen.

Ob die Regelung auch für Bayern gilt, bleibt abzuwarten. Das bayerische Kabinett tagt am Donnerstag, um über den Corona-Fahrplan für den Rest des Jahres zu beraten

Update, 18.25 Uhr - 52 neue Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1367 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 265,6

Seit der letzten Pressemitteilung am 23. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 52 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 3834 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten mindestens 2358 Personen (73 Personen mehr seit der Meldung vom 23.11.2020).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 74 COVID-19-Patienten behandelt, davon 60 auf der Normalstation und 14 auf der Intensivstation.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 17.47 Uhr - Ein weiterer Patient positiv getestet am RoMed Klinikum Rosenheim

Aktuell, Stand 24.11.2020, ist noch ein weiterer positiver Patient hinzugekommen. Damit sind jetzt insgesamt 15 Patienten und 4 Mitarbeiter von zwei Stationen des Hauses 5 positiv getestet.

Diese Woche werden alle Patienten und Mitarbeiter noch einmal getestet. Eine der beiden Stationen kann voraussichtlich Ende dieser Woche wiedereröffnet werden. Die zweite Station öffnet nach derzeitigem Stand voraussichtlich in der nächste Woche.

Pressemitteilung RoMed-Klniken

Update, 17.34 Uhr - RoMed Klinikverbund schränkt Besuche an allen Standorten weiter ein

Wie berichtet, sind seit Montag, 23. November die Besuchsmöglichkeiten im RoMed Klinikum Rosenheim stark eingeschränkt. Jetzt folgen auch die RoMed-Standorte Bad Aibling, Prien und Wasserburg am Inn.

„Die hohe Häufigkeit von Corona-Erkrankungen macht uns Sorgen, jeder von uns kann das Virus in sich tragen und infektiös sein ohne es zu merken“, berichtet RoMed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram. „Deshalb achten wir verstärkt darauf, dass Kontakte soweit es geht reduziert werden. Wir wissen, wie wichtig Besuche für den Genesungsprozess sind. Doch in der aktuellen Situation werden ab sofort zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und Angehörigen die Besuchsmöglichkeiten weiter eingeschränkt. Dafür bitten wir um Verständnis.“

Grundsätzlich soll auf Patientenbesuche möglichst ganz verzichtet werden. Soweit in Ausnahmefällen Besuche notwendig sind, muss dies vorab mit der jeweiligen Station besprochen werden, sodass ein Besuchsschein ausgestellt werden kann. Die besonderen Umstände in der Geburtshilfe, Kinder-, Intensiv- und Palliativmedizin werden berücksichtigt.

Die Besuchsregelungen werden weiterhin je nach Entwicklung der Situation angepasst. Aktuelle Informationen sind auf der Website www.romed-kliniken.de zu finden.

Pressemitteilung RoMed-Klniken

Update, 17.08 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 1848 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen (stand: 24. November, 14.45 Uhr).

1.411 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 62 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

375 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Update, 16 Uhr - Söder wünscht sich europaweite Schließung der Skigebiete

Ministerpräsident Söder plädiert für schärfere Corona-Regeln. So wünscht er sich eine vorübergehende Schließung aller Skilifte und Skigebiete in Europa. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, äußerte er sich bei einer Landtagssitzung am Dienstag. Wer im Risikogebiet Skifahren gehe, müsse zwar ohnehin in Quarantäne, noch lieber wäre ihm aber, dass die Gebiete einfach geschlossen werden.

Update, 15.40 Uhr - Verwaltungsgerichtshof setzt wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger außer Kraft

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat heute einem Eilantrag zweier österreichischer Schüler stattgegeben und die Regelung der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV), wonach sich Grenzgänger wöchentlich einem Corona-Test unterziehen müssen, vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Die Antragsteller sind österreichische Staatsbürger und haben ihren Wohnsitz in Österreich. Sie besuchen ein Gymnasium im Landkreis Berchtesgadener Land. Nach der entsprechenden Vorschrift der EQV müssen sie sich mindestens einmal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen.

Der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat führt in seiner Entscheidung aus, dass sich die Regelung zur Testpflicht im Hauptsacheverfahren voraussichtlich als unwirksam erweisen werde. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Testpflicht bei Ansteckungsverdächtigen seien derzeit nicht erfüllt.

Außerdem äußerte der Senat Zweifel, ob die wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger verhältnismäßig ist. Weil durch die Testpflicht auch das Freizügigkeitsrecht der Unionsbürger berührt sei, sei zudem die Empfehlung des Europäischen Rates für eine koordinierte Vorgehensweise bei der Beschränkung der Freizügigkeit aufgrund der COVID-19-Pandemie zu berücksichtigen, die insbesondere eine Diskriminierung von Deutschen und EU-Ausländern bei der Anordnung der Testpflicht verhindern solle.

Gegen den Beschluss des BayVGH gibt es kein Rechtsmittel. (BayVGH, Beschluss vom 24. November 2020, Az. 20 NE 20.2605)

Pressemeldung Bayerischer Verwaltungsgerichtshof

Update, 14.57 Uhr - 33 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 23. November 33 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 24. November 2020, 8 Uhr).  Das teilte das Mühldorfer Landratsamt soeben in einer Pressemitteilung mit.

Unter den neu gemeldeten Fällen befindet sich jeweils

  • 2 Schüler/2 Klassen an der Realschule Waldkraiburg
  • 3 Schüler/3 Klassen an der Grundschule Waldkraiburg
  • 1 Schüler/1 Klasse an der Realschule Haag
  • 1 Schüler/1 Klasse an der Mittelschule Ampfing

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 344 aktive Fälle, davon werden 36 Personen stationär behandelt, davon 1 Patient auf der Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut Landratsamt bei 247,7.

Update, 14.10 Uhr - Söder will Verschärfung der bisherigen Länder-Vorschläge

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern an diesem Mittwoch eine weitere Verschärfung der bisherigen Länder-Vorschläge. Man müsse an einigen Stellen noch nachschärfen und ergänzen, sagte Söder am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München. Unter anderem will er noch einmal diskutieren, ob die für Weihnachten angestrebte Lockerung der Kontaktbeschränkungen tatsächlich auch über Silvester gelten soll oder ob der Zeitraum nicht noch verkürzt wird.

Eine Beschlussvorlage der Länder-Ministerpräsidenten vom Montagabend sieht bislang vor, dass im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden sollen. Kinder bis 14 Jahren sollen hiervon ausgenommen sein. Für Weihnachten steht Söder hinter dieser Regelung. Für die Verlängerung des Zeitraums bis Silvester müsse man aber noch einmal diskutieren, „ob das sinnvoll ist“, betonte er. Das bisherige Länder-Papier nannte er einen guten „Zwischenschritt“.

Zudem forderte Söder „dringend“ eine umfassendere Strategie für besondere Corona-Hotspots, etwa mit noch strengeren Kontaktbeschränkungen. Ab welchem Inzidenzwert Regionen als solche Hotspots gelten sollen, müsse am Mittwoch noch diskutiert werden.

Update, 13.48 Uhr - Deutscher Hotspot kratzt an Inzidenzwert von 500

Der Südthüringer Landkreis Hildburghausen hat einen bundesweiten Höchstwert beim Corona-Infektionsgeschehen erreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreichte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner am Dienstag den Stand von 482,6. In keinem anderen Landkreis in Deutschland war die Sieben-Tagen-Inzidenz höher.

Ein Abschwächen ist nach Einschätzung von Landrat Thomas Müller vorerst auch nicht in Sicht: „Wir werden jetzt Richtung 500 marschieren”, sagte der CDU-Politiker. Klare Infektionsherde sind Müller zufolge kaum mehr auszumachen. Inzwischen gebe es flächendeckend in allen Institutionen Corona-Fälle. Schulen, Kitas, Verwaltungen, Polizei und auch Altenheime seien massiv betroffen. „Das geht querbeet durch alle Altersschichten”, sagte der Landrat. Im ZDF erklärte Müller, es bräuchte jetzt „striktere Regeln”. Gerade im privaten Umfeld gebe es eine „lässigere Umgangsweise”.

Die Top 5-Hotspots in Deutschland:

  • Kreis Hildburghausen: Inzidenz 482,6
  • Kreis Passau: Inzidenz 390,1
  • Sächsische Schweiz: Inzidenz 364,0
  • Kreis Bautzen: Inzidenz 335,3
  • Kreis Kaufbeuren: Inzidenz 324,3

Update, 13.12 Uhr - Party in Ferienhaus eskaliert - zwei Polizisten verletzt

In der Nacht auf Sonntag, 22. November, hat die Polizei in der Nähe von Cuxhaven (Niedersachsen) eine größere Party aufgelöst - allerdings war das Ganze nicht so einfach: Ein Hinweis aus der Bevölkerung hatte die Beamten zu einem Ferienhaus geführt, in dem gerade eine größere Party gefeiert wurde. Beim Eintreffen der ersten Streifenwagen versuchten einige Partygäste sofort zu flüchten

Da der Polizei von den meist alkoholisierten Partygästen deutliche Aggressivität entgegen schlug, wurden weitere Streifenwagen zur Unterstützung angefordert. Der Polizei gelang es nun, trotz teilweise erheblicher körperlicher Gegenwehr der Feiernden, die Personalien aller beinahe 20 Beteiligten festzustellen. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Gegen alle Feiernden gab es Anzeigen wegen Widerstands, tätlichen Angriffs, Beleidigung und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 12.24 Uhr - Testzentrum in Burghausen am Mittwoch außer Betrieb

Wegen einer dringenden Reihentestung im Seniorenheim „Toerringhof“ in Töging steht die mobile Testeinheit an der Messehalle in Burghausen für Grenzpendler am Mittwoch, 25. November, nicht zur Verfügung. Zudem erweitert das mobile Testzentrum seine Öffnungszeiten: Ab sofort kann das Testangebot auch freitags von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr genutzt werden. Das Landratsamt Altötting möchte jedoch darauf hinweisen, dass für diesen Freitag, 27. November, keine Termine mehr vergeben werden können.

Pressekonferenz mit Kultusminister Piazolo (FW):

Update, 11.16 Uhr - Verlängerte Ferien sollen Ansteckungsrisiko minimieren

Zur Verlängerung der Weihnachtsferien in Bayern sagte Piazolo: „Das ist eine Diskussion, die es schon seit ein paar Tagen in Deutschland gibt. Wir haben uns gestern bei uns im Ministerium ausgetauscht und entschieden, die zwei zusätzlichen Ferientage zu geben - nicht weil die Kinder mehr Ferien haben sollen, sondern dass ein paar Tage mehr zwischen dem Schulschluss und Weihnachten liegen.“ Durch den größeren Abstand entstünde eine geringere Wahrscheinlichkeit für unerkannte Infektionen und Ansteckungen an den Weihnachtsfeiertagen, hieß es.

„Ganz wichtig ist dann aber, dass sich die Schüler dann an den freien Tagen selbst Kontaktbeschränkungen auferlegen, damit sie dann Weihnachten mit Eltern und/oder Großeltern sicherer feiern können“, erläuterte der Minister die Intentionen seines Ministeriums. Für eine entsprechende Not-Betreuung an den zusätzlich freien Tagen soll jedoch für den Fall der Fälle gesorgt werden.

Update, 11.03 Uhr - Wechsel zwischen verschiedenen Unterrichtsmodellen

Piazolo erläuterte anschließend, wie es in Sachen Schulen in den nächsten Wochen weitergehen könnte - vorbehaltlich endgültiger Entscheidung beim Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch. Der Minister geht davon aus, dass es dabei zu einem stetigen Wechsel zwischen den verschiedenen Unterrrichtsmodellen kommen wird (Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht). Jüngere Schüler und Abschlussklassen sollten dabei bevorzugt im Präsenzunterricht gehalten werden, hieß es. 

Es ist kein normales Schuljahr, das ist uns weiterhin vollkommen bewusst“, sagte der Minister abschließend, der dabei um gegenseitige Rücksichtnahme bat und klar stellte, dass es auch innerhalb Bayerns zu unterschiedlichen Ausgestaltungen - je nach Infektionslage - kommen könne. „Wir tun jedoch alles dafür, dass wir überall in Bayern die gleichen Qualitätsstandards gewährleisten können“, so Piazolo.

Update, 10.53 Uhr - Kabinettssitzung am Donnerstag, Regierungserklärung am Freitag

Nach dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch soll es am Donnerstagvormittag, 26. November, übrigens eine weitere Sitzung des bayerischen Kabinetts geben, wo dann die beschlossenen Maßnahmen möglicherweise für Bayern nochmals konkretisiert werden. Zudem gibt es dann am Freitag, 27. November, eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag. Dies kündigte Piazolo in der Pressekonferenz an.

Je mehr Maske, desto länger kann Schule auch offen bleiben“, sagte der Minister, der zugleich auch noch einmal alternative Modelle wie den Wechsel-Unterricht ins Spiel brachte. Er könne sich dies in den nächsten Wochen mit einem täglichen Wechsel vorstellen, jedoch eher nicht bis zur 6. Klasse und in Abschlussklassen. An besonderen Hotspots könne aus seiner Sicht auch wieder auf Distanzunterricht gesetzt werden, betonte Piazolo, der jedoch den Entscheidungen bei der Bund-Länder-Konferenz nicht vorgreifen wollte.

Update, 10.45 Uhr - Piazolo: „Corona nimmt keinen Rücksicht auf unseren Alltag“

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betonte zu Beginn der Pressekonferenz, dass nach dem letzten Schulgipfel viele Gespräche in der Schulfamilie geführt worden seien. „Corona nimmt keine Rücksicht auf unseren Alltag. Unser Ziel bleibt weiterhin, Schule offen zu halten - und am besten im Präsenzunterricht mit einer hohen Qualität“, sagte der Minister. Vor allem für die Abschlussklassen sollen gute und faire Rahmenbedingungen geschaffen werden, hieß es weiter.

Zudem müsse man in Bayern jedoch variabel bleiben, was die konkrete Umsetzung angehe, zumal sich die Fallzahlen in verschiedenen Ecken des Freistaates völlig unterschiedlich darstellen würden. Piazolo sprach in diesem Zusammenhang von „hoher Eigenständigkeit und Eigenverwortlichkeit vor Ort, auch was variable Unterrichtsmodelle angeht.“

Update, 10.17 Uhr - Landkreis Altötting meldet 31 neue Corona-Fälle

Das Landratsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 31 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 23. November, 17.30 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befinden sich unter anderem auch drei kleine Kinder aus Neuötting im Alter von einem, drei und sechs Jahren. Die Gesamtzahl der Fälle seit Pandemie-Ausbruch stieg in Stadt und Landkreis Altötting damit auf 1817. Derzeit gibt es 381 aktive Fälle. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 250,2.

Update, 9.24 Uhr - Beschlossen: Lockdown wird bis 20. Dezember verlängert

Der „Lockdown light“ in Deutschland wird bis kurz vor Weihnachten verlängert! Die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich laut Deutscher Presseagentur (dpa) am Montagabend darauf, dass die bislang bis Ende November befristeten Maßnahmen zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt werden sollen. Eine endgültige Entscheidung soll bei Beratungen der Ländervertreter mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch fallen.

Das würde bedeuten: Bei der Verlängerung blieben Gastronomiebetriebe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen, die seit Anfang November dicht sind, weiter geschlossen. Zudem würden weiter strikte Kontaktbeschränkungen gelten. Die Maßnahmen sollen dafür sorgen, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu reduzieren. Im Gespräch waren zudem schärfere Kontaktbeschränkungen für private Treffen und eine erweiterte Maskenpflicht an Schulen. Unklar blieb, ob die Corona-Maßnahmen ab 20. Dezember dann immer um jeweils 14 Tage verlängert werden sollen, wenn das Infektionsgeschehen nicht deutlich abnimmt - oder ob Mitte Dezember über den Kurs erneut beraten wird.

Update, 9.15 Uhr - Söder stellt klar: „Wir werden den Lockdown verlängern!“

Vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seine Forderung nach einer Verschärfung und Verlängerung der Corona-Maßnahmen noch einmal vehement erneuert. „Wir werden den Lockdown verlängern und ihn an einigen Stellen vertiefen müssen – insbesondere in den Hotspots. Die Zahlen müssen einfach runter. Wir müssen wieder in eine Situation wie im Frühsommer kommen, als Corona zwar auch präsent war, unser Leben aber kaum mehr eingeschränkt hat“, schrieb Söder in einem Facebook auf Statement. 

Am Vormittag will dann außerdem Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) auf einer Pressekonferenz verkünden, wie Schule in Zeiten von hohen Corona-Zahlen funktioniert und ob es möglicherweise neue Anpassungen gibt. Söder hatte ja bereits bestätigt, dass beispielsweise der Start der Weihnachtsferien im Freistaat um einige Tage vorgezogen wird.

Update, 8.25 Uhr - Sieben weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 24. November).

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Landkreisen der Region sind laut den neuesten Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) im Vergleich zum Vortag größtenteils leicht gesunken. In der Stadt (von 236,0 auf 229,7) und im Landkreis Rosenheim (von 253,2 auf 252,2) fielen die Werte ebenso leicht wie in den Kreisen Traunstein (von 271,3 auf 265,6), Mühldorf (von 233,9 auf 220,1) und Altötting (von 266,3 auf 255,6).

Lediglich für den Landkreis Berchtesgadener Land wurde wieder ein Anstieg gemeldet - und dieser fiel mit über 25 Zählern (von 156,7 auf 183,1) durchaus erheblich aus. Zudem gab es in der Region leider weitere sieben Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 - vier im Landkreis Traunstein (gesamt nun 109), zwei im Landkreis Rosenheim (gesamt nun 223) und einer im Landkreis Berchtesgadener Land (gesamt nun 35).

Update, 7.12 Uhr - RKI meldet rund 13.500 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) im Vergleich zur Vorwoche erneut etwas weniger Corona-Neuinfektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden jetzt 13.554 neue Fälle registriert (Stand: 24. November, 0 Uhr). Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Das RKI zählt damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg im Vergleich zum Vortag um 249 auf insgesamt 14.361. In Bayern kamen 50 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 3490). Rund 637.000 Menschen gelten als inzwischen wieder genesen.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,97 (Stand: 23. November; Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, fast eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freistaat Bayern zieht Start der Weihnachtsferien vor

Nun ist es endgültig: Der Freistaat Bayern zieht wegen Corona den Start der Weihnachtsferien heuer vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, 18. Dezember. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen (News-Ticker Montag, 23. November).

Der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten werde so vergrößert, argumentierte Söder: „Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können.“ Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten „erheblich gesenkt“, so Söder weiter.

Vor der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch, 25. November, über den weiteren Kurs im Umgang mit dem Coronavirus hatten sich die Unions-regierten Länder für eine solche Verlängerung der Ferien ausgesprochen - so stand es jedenfalls in einem gemeinsamen Papier. Zunächst war Nordrhein-Westfalen in Vorlage gegangen und hatte einen früheren Start in die Ferien angekündigt. In den meisten Bundesländern ist der 18. Dezember ohnehin planmäßig der letzte Schultag vor Weihnachten.

mw/mh/dpa

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