News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel kündigt härtere Corona-Maßnahmen an: „Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung“

Merkel informiert über Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht in der Pressekonferenz. Sie hatte zuvor im Kanzleramt per Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über die Verlängerung der Coronavirus-Restriktionen verhandelt.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (25. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 228,2, Landkreis Rosenheim 249,1, Landkreis Traunstein 221,6, Landkreis Berchtesgadener Land 190,7, Landkreis Mühldorf 226,1, Landkreis Altötting 210,7 (Quelle/Stand: RKI, 25. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1598, Landkreis Rosenheim 5986, Traunstein 3837, Berchtesgadener Land 1870, Mühldorf 2042, Altötting 1789 (Quelle/Stand: RKI, 25. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 228, Traunstein 109, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 32, Altötting 59 (Quelle/Stand: RKI, 25. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 14.771 Todesfälle in Deutschland (3553 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 23.59 Uhr - Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

  • Präsenzunterricht hat weiter Priorität: Bund und Länder wollen so lange wie möglich am Unterricht vor Ort festhalten
  • Kontakte auf das nötigste reduzieren: Alle Bürgerinnen und Bürger bleiben aufgerufen, jeden nicht notwendigen Kontakt zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben
  • Lockdown bleibt bestehen: Die am 28. Oktober beschlossenen Maßnahmen werden bis zum 20. Dezember 2020 bundesweit verlängert
  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet: Die Maskenpflicht wird erweitert und gilt künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen
  • Lockdown vermutlich bis Januar: Bund und Länder gehen davon aus, dass wegen des hohen Infektionsgeschehens umfassende Beschränkungen bis Anfang Januar erforderlich sein werden
  • Schärfere Kontaktregeln ab 1. Dezember im privaten Raum: Private Zusammenkünfte mit sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal 5 Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.
  • Erweiterte Maskenpflicht: Es gilt die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten
  • Hochschulen und Universitäten sollen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen. Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen bleiben geöffnet
  • Weiter finanzielle Unterstützung für Betriebe: Die finanzielle Unterstützung des Bundes und der Länder für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen wird fortgeführt
  • Besondere Regelung für Zeitraum vom 23.12. bis 1.1.2021: Treffen im engsten Familien- oder Freundeskreis sind möglich bis maximal 10 Personen insgesamt. Dazugehörige Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen
  • Auf Feuerwerk verzichten: Auf belebten Plätzen und Straßen wird die Verwendung von Pyrotechnik untersagt - Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sind untersagt.

Update, 22.21 Uhr - Beschluss der Konferenz vom 25. November im Wortlaut

Die Bundesregierung hat den 15-seitigen Beschluss der „Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 25. November 2020“ online gestellt.

Eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten folgt am Morgen des 26. Novembers.

Update, 21.30 Uhr: Merkel informiert über Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

Nach einer langen Video-Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer ist Bundeskanzlerin Merkel vor die Kameras getreten. Merkel informiert, wie der Corona-Fahrplan bis Ende des Jahres aussieht. Mit Spannung werden die Regeln für Weihnachten und Silvester erwartet.

Kanzlerin Merkel bedankt sich bei den Menschen, die sich an die Beschränkungen in den letzten Monaten gehalten haben. Gleichzeitig gibt Merkel bekannt, dass die EInschränkungen nicht gelockert werden können.

„Wir sind alle aufgefordert, alle nicht zwingenden Kontakte zu vermeiden und zu Hause zu bleiben. Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung“ so Merkel.

Die Maßnahmen werden noch bis in den Januar fortgeführt. Schärfere Maßnahmen gibt es für Geschäfte und Einkaufszentren, es sollen nur noch weniger Kunden gemessen an der Verkaufsfläche erlaubt sein.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 sollen künftig schärfere Maßnahmen in den Städten und Landkreisen verhängt werden. Das betreffe vor allem die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, so Angela Merkel. Auch die Zahl der Kontaktpersonen soll ab einem Wert von 200 auf fünf Personen beschränkt werden.

Analog zum November gibt es auch wieder finanzielle Hilfen für betroffene Betriebe und Firmen. Abschließend sagte Merkel: „Es darf kein Weihnachtsfest in Einsamkeit sein“.

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder warnt: „Die Ferien dürfen nicht wieder ein Rückschlag werden“ und bittet die Menschen, Reisen so weit wie möglich einzuschränken.

Zu dem bevorstehenden Durchbruch beim Corona-Impfstoff sagte Söder: „Der Impfstoff hilft, er ist aber kein Zaubertrank, und er befreit nicht einfach von der Vorsicht und der Umsicht, die wir brauchen.“

Update, 19.52 Uhr - Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie dauern an

Die Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie dauern weiter an. Ein Zeitpunkt für den Beginn der Pressekonferenz ist nicht absehbar. Wir übertragen die Pressekonferenz dann im Livestream.

Update, 19.36 Uhr - Strenge Kontaktbeschränkungen im Dezember geplant

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten strenger begrenzt werden: auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen.

Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung vonseiten des Bundes sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus. Schleswig-Holstein will an seinen eigenen Kontaktbeschränkungen festhalten.

Über Weihnachten sollen die Beschränkungen gelockert werden, wie schon zuvor bekanntgeworden war. Vom 23. Dezember an sollen Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt.

Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen „längstens“ bis zum 1. Januar gelten. Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

Update, 18.46 Uhr - Weitere Corona-Fälle an Schulen und Einrichtungen im Landkreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting mitteilt, wurde eine Mitarbeiterin des Caritas-Wohnheims für Behinderte St. Rupert, Außenstelle Kassel, positiv auf das Coronavirus getestet. Neun Bewohner wurden als Kontaktperson I eingestuft.

Außerdem wurde auch ein Mitarbeiter im AWO Georg-Schenk-Haus Burghausen positiv getestet, hier wurden insgesamt vier Bewohner als Kontaktperson I ermittelt. Zudem gab es weitere Fälle an diversen Schulen im Landkreis.

Corona und Quarantäne: Diese Schulen und Kindergärten in der Region sind betroffen

Update, 18.10 Uhr - 19 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 24. November 19 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt.

Bei sieben Infizierten handelt es sich um direkte Kontaktpersonen bereits bestätigter Corona-Fälle.

Landrat Bernhard Kern appelliert weiterhin zu Vorsicht und Rücksicht:

„Die Gesamtzahl der aktuell mit dem Coronavirus-Infizierten im Berchtesgadener Land hat in den letzten sieben Tagen wieder leicht zugenommen. Die Verteilung dieser aktiven Fälle auf unsere 15 Kommunen zeigt, dass wir weiterhin ein sehr diffuses Infektionsgeschehen haben: jede Stadt, Marktgemeinde beziehungsweise Gemeinde ist betroffen. Daher bitte ich die Bürgerinnen und Bürger, weiterhin die bestehenden Kontaktbeschränkungen und AHA-L-Regeln einzuhalten, um einem starken Anstieg der Fallzahlen wie wir ihn bereits Mitte Oktober erleben mussten, aktiv entgegenzuwirken.”

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 17.23 Uhr - So steht es um die geplanten Corona-Impfzentren in der Region

Bis 15. Dezember sollen Bayerns Corona-Impfzentren einsatzbereit sein. In Neuötting wird bereits am Hallenbad gearbeitet, im Nachbarlandkreis Mühldorf soll ein Impfzentrum im ehemaligen DM-Markt entstehen.

Der Landkreis Traunstein setzt unterdessen auf das Gelände der Containeranlage am Aubergtunnel in Altenmarkt, während In Rosenheim und im Berchtesgadener Land hingegen noch keine Klarheit bezüglich eines Standortes für ein Impfzentrum herrscht. Eine Zwischenbilanz der Landratsämter Ende November finden Sie auf rosenheim24.de!

Update, 16.33 Uhr - Drei Todesfälle im Landkreis Traunstein

Aus dem Landkreis Traunstein werden drei neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen gemeldet. Es handelt sich dabei um eine 82 Jahre alte Frau sowie um einen 71-jährigen beziehungsweise 89-jährigen Mann. Damit steigt die Zahl der Todesopfer seit Pandemiebeginn auf 112.

Unterdessen sind beim Landratsamt Traunstein 95 Neuinfektionen gemeldet worden. Insgesamt werden landkreisweit in den Kliniken derzeit 75 Covid-19-Patienten stationär behandelt. 63 befinden sich auf Normalstation, 12 Personen müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Nicht nur im Landkreis Traunstein ist die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken hoch, auch in den Kliniken Altötting und Mühldorf bereitet die Auslastung Sorgen. In einer Pressemitteilung des InnKlinikums erklärte der Vorstandsvorsitzende Thomas Ewald, dass die Grenze der Belastbarkeit erreicht sei.

Update, 15.37 Uhr - Söder mit drastischem Vergleich: „Todeszahlen, als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen“

Geht es nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, müssen die Corona-Maßnahmen verlängert und verschärft werden. Das gehöre beides zusammen, so Söder. Seit 14 Uhr sitzen die 16 Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel wieder virtuell zusammen und debattieren über die weitere Vorgehensweise im Kampf gegen die Pandemie.

Wie bild.de berichtet, soll Söder zu Beginn der Sitzung einen drastischen Vergleich angebracht haben. „Wir dürfen keine Zeit verlieren. Die Todeszahlen sind aktuell so hoch, als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen“, wird der Ministerpräsident zitiert.

Update, 14.39 Uhr - Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Feldkirchen-Westerham

Auch vor dem Vitalis-Senioren-Pflegeheim in Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim) hat das Coronavirus nicht Halt gemacht. „28 von den 120 Heimbewohnern sind positiv getestet worden“, bestätigte Geschäftsführer Martin Hiller auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Aktuell werden alle Heimbewohner wiederholt getestet, um einen genauen Überblick über die Entwicklung des Infektionsgeschehens zu bekommen. Besuche in dem Pflegeheim sind bis auf Weiteres nicht gestattet. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie auf ovb-online.de!

Update, 13.50 Uhr - Söder will vorübergehende Schließung von Skigebieten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für den Vorschlag aus Italien für eine vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Liften. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, sagte Söder, der zugleich darauf verwies, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Zudem wolle er ein „zweites Ischgl“ unbedingt vermeiden, hieß es weiter.

Damit geht der Ministerpräsident auf Konfrontationskurs mit den Nachbarn aus Österreich. Deren Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (42) „bedankte“ sich patzig: „Ich kann dem italienischen Vorstoß nichts abgewinnen – Winterurlaub wird sicher sein.“ Und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) schimpfte: „Wenn die EU tatsächlich vorgibt, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann bedeutet das Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro. Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen.“ Zwischen Söder und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der den Wintertourismus in Österreich ebenfalls aufrechterhalten möchte, hatte es zuletzt ohnehin immer wieder Reibereien gegeben.

Update, 13.23 Uhr - Kreis Mühldorf meldet Corona-Fälle in Asyl-Unterkünften

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Meldung (24. November) 19 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. November, 8 Uhr). In der Asyl-Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Neumarkt-Sankt Veit wurden aufgrund eines Corona-Infektionsfalles zwei Familien unter Quarantäne gesetzt, in der GU Mühldorf wurde ein Teil der GU ebenfalls aufgrund eines Infektionsfalles unter Quarantäne gestellt. Nötige weitere Testungen laufen. Auch am Ankerzentrum in Waldkraiburg wurde eine infizierte Person festgestellt. Diese wurde in eine andere Asylunterkunft außerhalb des Landkreises verlegt. Eine Reihentestung der Mitarbeiter und Bewohner wurde am Mittwoch durchgeführt. 

Darüber hinaus befindet sich unter den neuen Fällen eine Erzieherin der Kita Mariä Himmelfahrt Aschau, die Gruppe befindet sich derzeit in Quarantäne. Ebenso hat das Gesundheitsamt für eine Kita-Gruppe „Am Kalander Waldkraiburg“ Quarantäne angeordnet. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 322 aktive Fälle, davon werden 40 Personen stationär behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 232,16.

Update, 12.19 Uhr - 37 Anzeigen wegen Verstoßes gegen Hygiene-Regeln in München

Am Dienstag, 24. November, gegen 16.45 Uhr, stellten Münchner Polizisten mehrere Personen in einer Veranstaltungsörtlichkeit in Obersendling fest. Die 37 Personen hielten keine Mindestabstände zueinander ein und viele von ihnen trugen auch keine Mund-Nasen-Bedeckung. Der Verantwortliche des Zusammentreffens konnte auch kein Hygienekonzept vorweisen.

Die anwesenden Personen wurden wegen der Verstöße gegen die Infektionsschutzregelungen angezeigt und sie mussten die Örtlichkeit verlassen.

Update, 11.28 Uhr - Kreis Hildburghausen auf Corona-Landkarte nun „schwarz” - Inzidenz über 500

Im bundesweiten Corona-Hotspot Kreis Hildburghausen in Thüringen steigt die Zahl der Infizierten weiter steil an. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner erreichte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts am Mittwoch den Stand von 526,9, die Corona-Landkarte des RKI zeigt den Kreis nun schwarz. Der Landkreis grenzt direkt an den bayerischen Kreis Coburg.

Bereits am Montag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildburghausen bei 396 - in keinem anderen Landkreis in Deutschland war sie höher. Am Dienstag kletterte die Inzidenz dann unaufhaltsam auf knapp 483. Seit Mittwoch gelten im Landkreis strengere Corona-Regeln - zunächst gültig bis 13. Dezember. Darin unter anderem festgehalten: alle Schulen, Kindergärten und Kitas geschlossen, Besuche in Krankenhäusern untersagt.

Den enormen Anstieg der Corona-Fallzahlen kann sich im Landkreis aktuell niemand wirklich erklärten. Bereits am Dienstag sagte Landrat Thomas Müller, dass kaum mehr klare Infektionsherde auszumachen seien. Massiv betroffen seien Schulen, Kitas, Verwaltungen, Polizei und Altenheime. „Das geht querbeet durch alle Altersschichten”, sagte der Landrat. Allerdings sei in der letzten Zeit gerade im privaten Umfeld eine „lässigere Umgangsweise” zu beobachten gewesen.

Update, 10.57 Uhr - Landkreis Altötting meldet 47 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 47 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 24. November, 18 Uhr). Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 268,1. Unter den Neu-Infizierten sind auch ein Baby (0) aus Neuötting sowie mehrere Kinder aus Burghausen (6 und 9 Jahre), Burgkirchen (3 und 9 Jahre) beziehungsweise Marktl (10 Jahre). Die meisten aktiven Fälle gibt es derzeit in Neuötting (62 Fälle), gefolgt von Haiming (53), Burghausen (50), Töging (37) sowie Altötting und Burgkirchen (je 36).

Update, 10.36 Uhr - Polizei beendet Hochzeitsfeier in Berchtesgaden

Am frühen Dienstagabend (24. November) wurde der Polizei eine Feierlichkeit in einer Gaststätte in Berchtesgaden mitgeteilt. Bei der Überprüfung durch eine Polizeistreife stellte sich heraus, dass dort eine Hochzeit mit insgesamt 16 Personen gefeiert wurde. Hierfür lag weder eine Genehmigung, noch ein Hygienekonzept vor, berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer aktuellen Presseaussendung. Des Weiteren stammten die anwesenden Gäste aus mehr als zwei Haushalten. Alle anwesenden Personen werden wegen den oben genannten Verstößen angezeigt.

Update, 10.07 Uhr - Söder fordert klarere Regeln für Hotspots und verschärfte Regeln über Silvester

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin für strenge Kontaktbeschränkungen auch über Silvester ausgesprochen - anders als von den meisten Ländern angestrebt. “Denn Weihnachten ist das Fest der Familie, Silvester natürlich mehr das Fest der Freunde”, sagte der CSU-Chef im ARD-“Morgenmagazin”. Ihm sei lieber, dass man über den Jahreswechsel konsequenter sei als über Weihnachten.

Außerdem plädierte Söder dafür, dass Schüler und Lehrer Masken tragen sollten. “Und wir brauchen natürlich auch Wechselunterricht, um die Dichte des Unterrichts zu entzerren”, sagte der CSU-Politiker.

Auch forderte Söder eine Verschärfungen der geplanten Corona-Vorsorgemaßnahmen. “Wir brauchen vor allem für die Hotspots, von denen wir in Deutschland sehr viele haben, klarere Regeln.” Die Corona-Welle sei zwar oben gebrochen, aber sie gehe nicht wirklich herunter. Ganz im Gegenteil: Wenn wir jetzt lockern würden, dann sind wir in einer oder zwei Wochen genau in der Situation wie vor dem Lockdown. Wir spüren, dass die Zahl der Todesfälle steigt.” Er sei sehr überrascht, dass dies in Deutschland fast keinen kümmere, sagte Söder.

Update, 9.16 Uhr - Fünf weitere Todesfälle im Landkreis Rosenheim

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 25. November).

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Während die Landkreise Traunstein (von 265,6 auf 221,6) und Altötting (255,6 auf 210,7) deutlich sinkende Zahlen meldeten, sind die Werte in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 183,1 auf 190,7) und Mühldorf (von 220,1 auf 226,1) wieder gestiegen. In Letzterem wurde nun außerdem bei der Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch die 2000er-Marke überschritten. Im Vergleich zum Vortag kamen 43 neue Fälle dazu und die Zahl liegt nun bei 2042 Fällen.

Nur ganz leichte Veränderungen wurden aus Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Die Inzidenzen sanken jeweils minimal - in der Stadt von 229,7 auf 228,2 und im Landkreis von 252,2 auf 249,1. Allerdings kamen im Landkreis laut neuesten RKI-Daten 84 neue Corona-Fälle und fünf weitere Todesfälle hinzu (Stand: 25. November, 0 Uhr).

Update, 8.04 Uhr - So läuft die Planung mit den Impfzentren in der Region

Die Hoffnung auf einen Impfstoff im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist groß. Nun scheint alles darauf hinauszulaufen, dass mindestens ein aussichtsreicher Kandidat in Deutschland ab dem 15. Dezember eine Zulassung bekommen könnte. Denn auf genau dieses Datum richten sich Stadt und Landkreis Rosenheim sowie der Landkreis Mühldorf mit Corona-Impfzentren ein.

Während in Rosenheim bislang nur der Stichtag bekannt ist, an dem ein Impfzentrum einsatzbereit sein soll, ist man im Kreis Mühldorf bereits einen Schritt weiter. Dort hat die Kreisverwaltung mittlerweile eine leerstehende Gewerbeimmobilie in Mühldorf angemietet, in der das Impfzentrum entstehen soll. Noch keine genauen Informationen gibt es aus dem Landkreis Traunstein. Aber auch dort liefen die Vorbereitungen, so eine Sprecherin auf Anfrage.

Lesen Sie den ganzen Hintergrund zu den geplanten Impfzentren auf ovb-online.de (Plus-Artikel).

Update, 6.28 Uhr - RKI meldet neuen Rekordwert bei Todesfällen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet (News-Ticker Dienstag, 24. November). Damit ist nun ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. In Bayern kamen im Vergleich zum Vortag 63 neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 3553).

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Mittwochmorgen bei 18.633 (Stand: 25. November, 0 Uhr). Das waren gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.561 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961.320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Rund 656.500 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,97 (Stand: 24. November; Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Bund will Länder-Vorschläge für Corona-Regeln ergänzen

Der Bund will in den Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch die Vorschläge der Länder für neue Corona-Regeln ergänzen. Das geht aus einem Papier mit Änderungsvorschlägen des Bundes von Dienstagabend hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Nach dem Entwurf, der auf dem Papier der Länder aufbaut, heißt es, die Bevölkerung solle aufgerufen werden, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Weiter heißt es wie bereits in einem Beschlussentwurf der Länder, bundesweit sollten die Weihnachtsferien auf den 19. Dezember vorgezogen werden. In einer früheren Fassung, mit dem das Kanzleramt am Dienstag in Beratungen mit den Ländern gegangen war, war die Rede davon, dass die Weihnachtsferien bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden sollten.

In besonderen Infektionshotspots sollen weitergehende Maßnahmen für den Schulunterricht ab Jahrgangsstufe 7 je nach Schule umgesetzt werden, die Mindestabstände auch im Unterricht gewährleisten - beispielsweise Hybridunterricht, wie es in dem Entwurf weiter heißt. Die Anfahrt von Schülern am Morgen soll möglichst entzerrt werden.

Für den Bahnverkehr soll laut diesem Entwurf gelten, den Reisenden, die trotz Einschränkungen reisen müssen, ein zuverlässiges Angebot mit der Möglichkeit zu viel Abstand anzubieten. Die Maskenkontrollen in der Bahn sollen verstärkt werden, so dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden könnten. Die Deutsche Bahn solle im Fernverkehr zusätzliche Maßnahmen ergreifen, heißt es weiter. Die Sitzplatzkapazität solle deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen Reisenden zu ermöglichen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze werde parallel dazu beschränkt.

mh/mw/dpa

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