News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Hotspot Berlin: Keine Lockerungen über Weihnachten und Silvester in der Hauptstadt

Keine Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester in Berlin
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In Berlin gibt es an Weihnachten keine große Lockerung der Kontaktbeschränkungen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (26. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 231,3, Landkreis Rosenheim 230,7, Landkreis Traunstein 237,4, Landkreis Berchtesgadener Land 158,6, Landkreis Mühldorf 246,0, Landkreis Altötting 229,6 (Quelle/Stand: RKI, 26. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1636, Landkreis Rosenheim 6087, Traunstein 2932, Berchtesgadener Land 1885, Mühldorf 2090, Altötting 1876 (Quelle/Stand: RKI, 26. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 228, Traunstein 112, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 32, Altötting 60 (Quelle/Stand: RKI, 26. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 15.160 Todesfälle in Deutschland (3553 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.26 Uhr - Keine Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester in Berlin

Die Menschen in Berlin müssen Weihnachten und auch Silvester wegen der Corona-Pandemie im kleineren Kreis feiern. Denn die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über die Feiertage werden in der Hauptstadt nicht gelten.

Darauf verständigte sich der Senat am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Im Corona-Hotspot Berlin könne es keine derartigen Lockerungen geben, hieß es aus Senatskreisen.

Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, wobei keine Vorgaben gemacht werden, aus wie vielen Haushalten sie kommen. Hinzu kommen Kinder im Alter bis 14 Jahren.

Bund und Länder hatten sich hingegen am Mittwoch für Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ vom 23. Dezember bis 1. Januar auf eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt.

Bereits zum 1. Dezember werden die Kontaktbeschränkungen in Berlin analog zum Bund-Länder-Beschluss verschärft. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind wegen der Infektionslage dann auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Bisher gilt eine Obergrenze von zehn Personen

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown wird in Berlin bis zum 22. Dezember verlängert, wie die dpa weiter erfuhr. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, den Teil-Lockdown wegen der Infektionslage fortzusetzen - nach dem gemeinsamen Beschluss war allerdings vorgesehen, die Maßnahmen bis 20. Dezember zu befristen.

Zu Silvester wird es in Berlin kein generelles Böllerverbot wegen der Corona-Pandemie geben. Der Senat verständigte sich nach dpa-Informationen darauf, in dem Punkt den Bund-Länder-Beschluss unverändert umzusetzen. Demnach sollen an belebten Plätzen, wo sich normalerweise zum Jahreswechsel besonders viele Menschen versammeln, Böllerverbotszonen ausgewiesen werden. In Berlin gab es das schon im Vorjahr.

Generell setzt Berlin fast alle Vereinbarungen aus der Videokonferenz der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) praktisch eins zu eins um. Ausnahme bilden die Kontaktbeschränkungen, vor allem über Weihnachten und Silvester.

Hintergrund ist der Hotspot-Wert, auf den sich Bund und Länder geeinigt hatten: Ab einer Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche sollen die Corona-Regeln demnach nochmals verschärft werden. Betroffen ist neben gut 60 Landkreisen Berlin, wo dieser Wert am Donnerstag bei 215,6 lag.

Update, 20.02 Uhr - Neue Regelungen sorgen für Ungewissheit in der Region Rosenheim

Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf neue Corona-Regeln geeinigt. Der Lockdown-Light wird fortgesetzt und teils verschärft.

Geschäfte müssen die Zahl der Kunden drosseln, bis 20. Dezember soll die Gastronomie wohl ihren Lockdown fortsetzen - mindestens. Corona und die mit dem Kampf gegen die Pandemie verbundenen Verbote sorgen für Einschnitte.

Geschäftsleute und Wirte in der Region sind erneut hart getroffen. Der Einzelhandel fürchtet nun um das Weihnachtsgeschäft.

Einen Hintergrund aus der Region Rosenheim finden Sie hier auf OVB-Online (Plus Artikel). Wie die Einzelhändler im Kreis Mühldorf auf die Fortsetzung und Verschärfung des Lockdowns reagieren, lesen Sie ebenfalls auf OVB-Online (Plus-Artikel).

Update, 18.49 Uhr - Ein Corona-Todesfall im Landkreis Mühldorf am Inn

Das Landratsamt Mühldorf am Inn meldet einen weiteren Todesfall mit bestätigter Coronainfektion, weshalb die Gesamtzahl der Corona-Toten im Landkreis seit Pandemiebeginn auf insgesamt 33 steigt.

Weiterhin wurden 51 neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet, von denen auch die bereits unter Quarantäne stehenden Asylunterkünfte in Mühldorf und Gars betroffen sind. Derzeit werden im Landkreis Mühldorf am Inn 44 Personen mit Corona-Infektion stationär in Kliniken behandelt, drei davon liegen auf einer Intensivstation.

Außerdem meldet das Landratsamt, dass aufgrund von Baumaßnahmen am Montag, den 30. November, die zentrale Rufnummer 08631/3655-0 des BRK Mühldorf sowie die Durchwahlen für die Terminvereinbarung am Testzentrum Volksfestplatz nur eingeschränkt erreichbar sind.

Daher werden für diesen Tag in der Zeit zwischen 8 und 15.30 Uhr die Mobilnummer 01515/1642591 und 0177/9782024 freigeschaltet. Ebenso ist die Zentrale des BRK Mühldorf unter info@kvmuehldorf.brk.de erreichbar.

Update, 18.39 Uhr - Landratsamt Traunstein meldet 45 Neuinfektionen

Aus dem Landkreis Traunstein werden 45 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt werden in den Kliniken landkreisweit aktuell 72 Covid-19-Patienten behandelt, 62 auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation.

Auch das Ergebnis der Reihentestung aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Seuffertstraße in Traunstein wurden bekannt. Insgesamt wurden 56 Bewohner getestet, wovon bisher ein Test positiv war.

51 Tests fielen negativ aus, vier Befunde stehen noch aus. Auch fünf Mitarbeiter wurden bereits negativ auf das Coronavirus getestet.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 18.20 Uhr - 20 neue Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Von den 20 Neuinfektionen, welche dem Landratsamt Berchtesgadener Land gemeldet wurden, handelt es sich bei fünf Personen jeweils um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden.

35 Covid-19-Patienten werden derzeit landkreisweit in den Kliniken behandelt, wovon zwei intensivmedizinisch betreut werden.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass einige dieser Patienten ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land haben und somit nicht zur Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten Corona-Fälle im Landkreis zählen.

Update, 17.54 Uhr - Weiterer Corona-Fall am RoMed-Klinikum

Am 26. November wurde weiterer Mitarbeiter des RoMed-Klinikums Rosenheim positiv getestet. Damit sind jetzt insgesamt 15 Patienten und fünf Mitarbeiter von zwei Stationen des Hauses 5 positiv getestet.

Zusätzlich werden auf beiden Stationen täglich mittels Antigentest alle Mitarbeiter getestet. Das erfolgt unabhängig von den regelmäßigen PCR-Testungen.

Alle Patienten werden jeden zweiten Tag getestet (PCR-Test). Es stehen noch Ergebnisse der zweiten und dritten Testreihe aus. Beide Stationen bleiben noch geschlossen. Eine Öffnung kann evtl. im Laufe der nächsten Woche erfolgen.

Pressemitteilung RoMed-Klinken

Update, 17.16 Uhr - Staatsministerin Kaniber zeigt sich zufrieden mit Lösung bei Oktoberhilfe

„Jetzt ist für die Oktoberhilfe eine wirklich gute Lösung für unsere Betriebe im Berchtesgadener Land gefunden worden. Ich bin sehr froh, dass der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und die Bayerische Staatsregierung meiner Bitte gefolgt sind.“ Mit diesen Worten kommentiert die Stimmkreisabgeordnete, Staatsministerin Michaela Kaniber, den heute gefassten Beschluss der Staatsregierung zur bayerischen Lockdown-Hilfe für besonders betroffene Gebiete.

Als Referenz für die Oktoberhilfe wird jetzt nicht die Novemberhilfe des Bundes, die sich am November 2019 bemisst, sondern der Umsatz des Oktobers 2019 herangezogen. „Eine solche Lösung war mir besonders wichtig, weil in unserer Region viele Betriebe im November ganz oder teilweise geschlossen haben.

Update, 16.08 Uhr - Sämtliche Veranstaltungen in Burghausen abgesagt - auch Eisfläche wird nicht aufgebaut

Mit dieser Entscheidung trägt die Stadt Burghausen den aktuellen politischen Entscheidungen hinsichtlich der Verlängerung des Lockdowns Rechnung: „Wir sagen alles bis einschließlich 10. Januar 2021 ab“, erklärt Burghausens Erster Bürgermeister Florian Schneider. Vor allem betroffen sind sämtliche Kulturveranstaltungen sowie die Filme im Ankerkino. Das Kulturbüro verschiebt alle in diesem Zeitraum geplanten Veranstaltungen. Auch die Tagungen und Veranstaltungen im Bürgerhaus werden verschoben bzw. ausgesetzt.

Nicht aufgebaut wird der Eisplatz vor dem Bürgerhaus. „Der Eisplatz ist unter den geltenden Auflagen nicht durchführbar. Es hilft nicht. Wir befinden uns in einem Ausnahmejahr und müssen alle zusammenhelfen, so gut wie möglich durch diese Krise zu kommen“, so Bürgermeister Schneider.

Die städtischen Einrichtungen und damit auch die Bürgerinfo im Bürgerhaus sowie die Burghauser Touristik am Stadtplatz bleiben zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet

Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung:

Update, 14.54 Uhr - Lehrplan in den Schulen soll angepasst werden - auch Änderungen bei Prüfungen

Bei Leistungsnachweisen und Abschlussprüfungen soll der Druck herausgenommen werden und der Lehrplan soll an die coronabedingten Einschränkungen im Schulbereich angepasst werden, sagte Bildungsminister Michael Piazolo. Damit dürften viele Schüler in der Region aufatmen, welche sich schon einem straffen Prüfungsplan ausgesetzt sahen. Genaue Informationen darüber, wie die Anpassungen aussehen sollen, werden jedoch voraussichtlich erst nächste Woche bekanntgegeben.

Update, 14.45 Uhr - Impfzentren in den Landkreisen sollen bis Mitte Dezember startklar sein

Bis heute könne man noch nicht sagen, wann der Corona-Impfstoff zugelassen und verfügbar sei, so Gesundheitsministerin Melanie Huml. Dennoch sollen die Impfzentren in den jeweiligen Landkreisen bis Mitte Dezember startklar sein. Auch in der Region sind bereits einige Standorte der Impfzentren bekannt.

Da der Impfstoff zu Beginn noch nicht für alle Bürgerinnen und Bürger verfügbar sein wird, soll eine Priorisierung bei der Impfung vorgenommen werden, so Huml. Dabei sollen nach Absprache zuerst besonders gefährdete Menschen mit Vorerkrankung sowie ältere Menschen geimpft werden. Außerdem sollen Mitarbeiter der Kranken-, Alten- und Pflegehäuser eine baldige Impfung erhalten.

Update, 14.36 Uhr - Hilfspaket für vom Lockdown betroffene Betriebe auch im Dezember

Wirtschaftsminister Huber Aiwanger kündigte unterdessen auch ein Hilfspaket für den Dezember an, welches ähnlich der Novemberhilfe aufgebaut sein wird. Anträge können sowohl von Solo-Selbstständigen, als auch von größeren Firmen gestellt werden. Im Januar sollen die endgültigen Summen dann voraussichtlich überwiesen werden, während direkt nach Antragstellung vorerst lediglich eine Abschlagszahlung ausbezahlt wird.

Auch für die Oktoberhilfe für die vom vorgezogenen Lockdown betroffene Betriebe gibt es eine Lösung. Wie Aiwanger berichtet, können auch hierzu Anträge gestellt werden. In der Region waren von diesem vorzeitigen Lockdown das Berchtesgadener Land und Rosenheim betroffen.

Bezüglich des anstehenden Skitourismus hofft Bayerns Wirtschaftsminister unterdessen auf gegenseitige Rücksichtnahme und appelliert, dass nicht ein Land seine Skipisten öffnet, während das direkte Nachbarland die Pisten weiter geschlossen hält.

Update, 14.30 Uhr - „Wer nach Österreich zum Skifahren fährt, muss 10 Tage in Quarantäne“

Die Öffnung von Hotels und Skigebieten im Freistaat zu Weihnachten bzw. zum Jahreswechsel hält Söder - Stand jetzt - für „unwahrscheinlich“. Zudem warnte er vor unnötigen Reisen: „Wer nach Österreich in den Urlaub fahren würde, muss zehn Tage in Quarantäne und bekommt auch keinen Verdienstausfall.“ Diese Maßnahme gelte auch für etwaige Tagestouristen, die nur für einen einzigen Tag zum Skifahren nach Österreich fahren würden, betonte der Ministerpräsident. Schließlich sei die Alpenrepublik derzeit ein „Hochrisikoland“. 

Söder animierte abschließend noch einmal die Menschen zum Mitmachen und bat gleichzeitig um „Geduld, Vorsicht und langen Atem“. Dann könne man die bevorstehende Bewährungsprobe erfolgreich meistern.

Update, 14.23 Uhr - „Weihnachtsferien sind eine Herausforderung“

„Die Ferien sind - das muss man ehrlicherweise sagen - eine Herausforderung“, sagte Söder. Speziell bei den Faschingsferien hätten sich hierdurch negative Effekte auf die Fallzahlen ergeben, hieß es. Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien wurde jetzt im Freistaat auf 18. Dezember festgelegt.

Während Weihnachten für Söder das „Fest der Familie“ ist, sieht der Ministerpräsident Silvester eher als „das Fest der Freunde“. Nach genauer Abwägung habe sich die Staatsregierung jedoch dazu entschieden, die Grenzen für Zusammenkünfte bis zum 1. Januar 2021 fortzuführen - erlaubt sind also maximal zehn Personen. Die Öffnung von Hotels und Skigebieten zu Weihnachten bzw. zum Jahreswechsel hält Söder - Stand jetzt - für „unwahrscheinlich“.

Update, 14.18 Uhr - Ab 200er-Inzidenz: Umstellung auf Wechsel- oder Hybrid-Unterricht

Zudem wird es besondere Maßnahmen für gefährliche „Hotspots“ geben. Söder betonte, dass diese bayerischen Hotspots derzeit vor allem in Grenznähe zu „Hochrisikoländern“ wie Tschechien, Österreich oder der Schweiz liegen würden. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 sollen Wochenmärkte verboten, Fahrschulen und Sportstätten geschlossen sowie Alkoholverkaufsverbote verhängt werden.

Am wichtigsten ist in diesem Zusammenhang jedoch der Bereich Schule: Ab der 8. Klasse bzw. in den Berufsschulen muss dann auf Wechsel- bzw. Hybridunterricht umgestellt werden. Nicht davon betroffen sind die Unterstufen, Grundschulen und die Abschlussklassen. Auch Kitas werden geöffnet bleiben. Bei einem Corona-Fall in einer Klasse soll die betroffene Klasse nicht mehr volle 14 Tage in Quarantäne geschickt werden, sondern nur noch fünf Tage und dann nach negativen Schnelltests in den Unterricht zurückkehren dürfen.

Update, 14.12 Uhr - Bayern stellt Unis auf Digital-Unterricht um - neue Kontaktbeschränkungen

So sieht die bayerische Strategie für die nächsten Wochen aus - nach dem Motto: Verlängern, vertiefen und helfen. Der bisherige „Lockdown light“ wird mindestens bis zum 20. Dezember verlängert. Dieser soll an zwei Stellen vertieft werden: Die Kontakte werden weiterhin eingeschränkt. Statt wie bisher zehn Personen aus zwei Haushalten dürfen sich ab 1. Dezember nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Zudem soll im Bereich der Erwachsenenbildung (z.B. Hochschulen, Volkshochschulen) komplett auf Digital-Unterricht umgestellt werden. Für den Handel wurde wieder eine Quadratmeter-Grenze eingeführt. Zudem besteht eine generelle Maskenpflicht in Innenstädten sowie auf Parkplätzen von Einkaufsmärkten.

Update, 14.06 Uhr - „Corona hat Bayern weiter fest im Griff“

„Corona hat Bayern weiter fest im Griff. Der bisherige Lockdown ist immerhin ein Teilerfolg, aber das reicht noch nicht. Es gibt eine Seitwärtsentwicklung, aber noch keine Abwärtsbewegung“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu Beginn der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung.

Dabei wurde über Umsetzung, Anpassung und Ausrichtung der Beschlüsse aus dem Bund-Länder-Gipfel für die nächsten Wochen in Bayern beraten. Derzeit gibt es im Freistaat rund 57.000 Corona-Kranke. „Noch nie gab es so viele Menschen, die an Corona erkrankt waren. Die Krankenhäuser laufen voll, die Intensivbetten sind ausgelastet“, mahnte Söder. Zudem wachse die Zahl der Todesfälle ständig. Alleine in den letzten 24 Stunden seien in Bayern 83 weitere Opfer hinzugekommen (in Deutschland 400).

Update, 13.52 Uhr - Söder-Pressekonferenz in Kürze live

Wie stark werden die Corona-Regeln in Bayern verschärft? Um diese Frage geht es in Kürze bei der Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München. So bald der Stream online ist, berichtet rosenheim24.de natürlich live.

Update, 13.09 Uhr - Große Reihentestung im Landkreis Mühldorf

Der Landkreis Mühldorf kommt nicht zur Ruhe. Nach einem ersten Corona-Ausbruch in einer Asylunterkunft vor wenigen Tagen wurden nun Bewohner weiterer Unterkünfte auf das Coronavirus getestet. Reihentestungen laufen in Neumarkt-St. Veit, Mühldorf und in der Anker-Depandance in Waldkraiburg. Insgesamt sind 320 Bewohner betroffen. Nachdem Ende vergangener Woche auch Corona-Fälle in der Grundschule Mettenheim aufgetreten sind, weiten sich die Fälle auch in diesem Bereich aus. Das Landratsamt Mühldorf für einige Schulen Reihentestungen angeordnet.

Lesen Sie den ganzen Hintergrund auf ovb-online.de (Plus-Artikel).

Update, 12.36 Uhr - Inzidenz in Hildburghausen steigt auf über 600 - jetzt pink auf Corona-Landkarte

Der Corona-Hotspot Hildburghausen in Thüringen hat am Donnerstag erneut den deutschlandweiten Höchstwert an Neuinfektionen mit dem neuartigen Virus verzeichnet. Mit 602,9 wurde erstmals ein Wert von mehr als 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert, wie das Robert Koch-Institut mitteilte.

Innerhalb der letzten 24 Stunden kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt allein im Landkreis Hildburghausen 70 neue Fälle hinzu, landesweit waren es 628. Damit liegt die Gesamtzahl der seit Beginn der Corona-Pandemie in Thüringen nachgewiesenen Infektionen bei 15.248. War die Farbe des Landkreises auf der Corona-Landkarte des RKI noch schwarz, wurde die Farbe nun auf Pink geändert.

Rund 400 Personen hatten am Mittwoch auf den Marktplatz in Hildburghausen versammelt, um gegen die neuen/verschärften Infektionsschutzregeln zu protestieren. Die Beamten stellten zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzregelungen fest. So wurden laut Mitteilung Mindestabstände nicht eingehalten, Masken nicht getragen und die eigene Wohnung ohne triftigen Grund verlassen, hieß es. Insgesamt seien mehr als 30 Anzeigen erstattet worden.

Update, 12.09 Uhr - Zwei weitere Todesfälle in InnKlinikum Mühldorf/Altötting

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting befinden sich derzeit 73 Personen in stationärer Behandlung - 40 davon in Burghausen, 29 in Mühldorf und vier in Altötting (Stand: 26. November, 10 Uhr). 31 Betroffene stammen aus dem Landkreis Mühldorf, 36 aus dem Landkreis Altötting und sechs aus anderen Landkreisen/Städten. Acht Patienten davon befinden sich derzeit auf der Intensivstation (sieben beatmet). Zudem wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet (einer im Klinikum Burghausen, einer im Klinikum Mühldorf).

Update, 11.06 Uhr - Söder: „Ist mir an einigen Stellen noch nicht klar genug“

Wie stark werden die Corona-Regeln in Bayern verschärft? Darüber berät seit dem Vormittag die bayerische Staatsregierung bei ihrer nächsten Kabinettssitzung. Maßnahmen, die über das am Mittwoch, 25. November, von Bund und Ländern beschlossene Paket hinausgehen, gelten als sehr wahrscheinlich.

Es ist an einigen Stellen mir noch nicht ganz so klar genug“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf der Pressekonferenz mit Kanzlerin Merkel (CDU) gesagt. Deswegen wird die Pressekonferenz um 14 Uhr mit Spannung erwartet. Dann präsentieren Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler) die Ergebnisse der Beratungen.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz.

Update, 10.29 Uhr - Kreis Altötting meldet 30 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 30 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 25. November, 17 Uhr). Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 218,8. Die meisten aktiven Fälle gibt es derzeit in Neuötting (60), gefolgt von Haiming (54), Burghausen (52), Töging (40) und Burgkirchen (40).

Außerdem meldet das Landratsamt, dass vier Fälle (3x Neuötting und 1x Burgkirchen) aus der Statistik wieder abgezogen wurden, da sie vom Labor falsch als positiv gemeldet worden waren. Aktuell gibt es laut Angaben des Landratsamtes Altötting 399 aktive Fälle.

Im Video: Kanzlerin Merkel erklärt Verlängerung der Corona-Maßnahmen

Update, 9.37 Uhr - Merkel: „Wir haben es in der Hand und sind nicht machtlos“

Als Kanzlerin Merkel erklärt, dass bis zur Weihnachtszeit nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten zusammen kommen sollen, rumort es in der AfD-Fraktion. „Wir sollten in dieser Zeit nicht nur an unsere Familie denken, sondern an alle, die es ganz ganz schwer haben“, erklärte die Bundeskanzlerin und erntet dafür Applaus der Abgeordneten. „Wir haben Hoffnung, dass im Bereich der Impfstoffe bald Zulassungen erteilt werden.“ Das bedeute zwar nicht das sofortige Ende der Pandemie, sei aber ein Licht am Ende des Tunnels, so Merkel.

„Das Virus lässt sich nicht betrügen“, sagt die Bundeskanzlerin. Dennoch mache es Hoffnung, dass wir jetzt mehr darüber wissen. „Wir haben es in der Hand und sind nicht machtlos“, so Merkel. Jeder und jede könne aktiv dazu beitragen, dass wir diese Zeit gut durchstehen. „Der Winter wird schwer, aber er wird enden“, sagte Merkel. Wenn wir mehr denn je miteinander und füreinander einstehen, werden wir gut aus der Krise kommen, beschließt die Bundeskanzlerin ihre Rede. 

Update, 9.28 Uhr - Merkel: Ziel bleibt es, die Infektionsketten zu erkennen und zu unterbrechen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläuterte am Donnerstag im Bundestag ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. Bereits vor vier Wochen hat die Regierung neue Corona-Maßnahmen entschieden, begann die Bundeskanzlerin. „Heute, vier Wochen später können wir feststellen, dass das dramatische exponentielle Wachstum dadurch gestoppt werden konnte.“ 

Ein erster Erfolg sei, dass das Gesundheitssystem vor einem Kollaps bewahrt werden konnte. Dennoch sei eine Trendumkehr leider noch immer nicht erkennbar. „Unser Ziel ist und bleibt es, dass die Gesundheitsämter wieder soweit sind, dass sie Infektionsketten erkennen und unterbrechen können.“ 

Die Bundeskanzlerin erklärte, dass sich der Bund dafür einsetzen wolle, dass alle Skigebiete europaweit geschlossen bleiben. Sie glaube allerdings, dass insbesondere Österreich da nicht mitgehe.

Update, 8.29 Uhr - Vier weitere Todesfälle in Region registriert

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 26. November).

Die Corona-Fallzahlen bzw. die 7-Tages-Inzidenzen haben sich in den Kreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag auf hohem Niveau eingependelt und dabei etwas unterschiedlich entwickelt. Während die Landkreise Berchtesgadener Land (von 190,7 auf 158,6) und Rosenheim (von 249,1 auf 230,7) fallende Werte meldeten, sind die Inzidenzen im Landkreis Mühldorf (von 226,1 auf 246,0) und in der Stadt Rosenheim (von 228,1 auf 231,3) teilweise deutlich angestiegen.

Steigende Werte wurden laut neuesten Daten des RKI (Stand: 26. November) auch für die Landkreise Altötting (von 210,7 auf 229,6) und Traunstein (von 221,6 auf 237,4) registriert. In diesen beiden Kreisen gab es leider auch einen (Altötting) beziehungsweise drei (Traunstein) weitere Todesfälle zu verzeichnen.

Update, 7.02 Uhr - 22.268 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden. Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Kabinett will Corona-Regeln für Bayern beschließen

Nach der Bund-Länder-Einigung auf eine Verlängerung und Verschärfung der Corona-Einschränkungen will das bayerische Kabinett am Donnerstag die konkrete Umsetzung für den Freistaat beschließen. Unter anderem soll der zunächst bis Monatsende befristete Teil-Lockdown mit der Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen aller Art bis 20. Dezember verlängert werden.

Zudem will das Kabinett entscheiden, wie genau es nun an den Schulen weitergehen soll. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend (Newsticker zum Nachlesen) auf eine Strategie für extreme Hotspots verständigt: Demnach sollen „schulspezifisch“ Maßnahmen wie Wechsel- oder Hybridunterricht eingeführt werden, wenn regional die Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird - allerdings laut Beschlusspapier erst ab Klasse 8, mit Ausnahme der Abschlussklassen.

Nicht ausgeschlossen ist, dass Bayern hier noch etwas weitergehende Regelungen erlässt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte jedenfalls am Mittwochabend über das gemeinsame Bund-Länder-Papier: „Das ist an einigen Stellen mir noch nicht ganz so klar genug.“

Auch in anderen Punkten könnten Länder von der gemeinsamen Linie abweichen. So wurde eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen jedenfalls über Weihnachten, aber „längstens“ bis 1. Januar beschlossen. Hier ist also denkbar, dass Bayern oder andere Länder für Silvester am Ende bei strengeren Kontaktbeschränkungen bleiben.

mh/mw/dpa

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