News-Ticker zur Corona-Pandemie

Tausende demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen - Schwacher erster Adventssamstag im Einzelhandel

Tausende demonstrieren länderübergreifend gegen Corona-Maßnahmen
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Brandenburg, Frankfurt (Oder): Aus dem polnischen Slubice gehen Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen über den Grenzübergang Stadtbrücke nach Frankfurt (Oder). Am frühen Nachmittag fand eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Frankfurt (Oder) statt.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (28. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 276,9, Landkreis Rosenheim 217,0, Landkreis Traunstein 201,9, Landkreis Berchtesgadener Land 162,4, Landkreis Mühldorf 250,3, Landkreis Altötting 165,9 (Quelle/Stand: RKI, 28. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1713, Landkreis Rosenheim 6295, Traunstein 4032, Berchtesgadener Land 1947, Mühldorf 2172, Altötting 1916 (Quelle/Stand: RKI, 28. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 25, Landkreis Rosenheim 229, Traunstein 112, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 34, Altötting 64 (Quelle/Stand: RKI, 28. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 15.965 Todesfälle in Deutschland (3759 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.17 Uhr - Positive Testergebnisse im Trainer- und Betreuerteam von Union Berlin

Vier Mitarbeiter aus dem Trainer- und Betreuerteam des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin sind in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein am Samstag nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt (3:3) mitteilte, konnten alle Betroffenen frühzeitig vom Team isoliert werden und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Alle anderen Mitarbeiter und die Spieler der Lizenzspielerabteilung wurden negativ getestet und unterliegen keinen weiteren Einschränkungen, gab der Club bekannt.

Update, 20.30 Uhr - Einzelhandel: Start ins Weihnachtsgeschäft „ernüchternd“

Schwacher Start ins Weihnachtsgeschäft - die Bilanz nach dem ersten Adventssamstag fällt dem Handelsverband Bayern (HBE) zufolge „ernüchternd“ aus. Das sei allerdings keine Überraschung gewesen angesichts der coronabedingten Einschränkungen.

Im Vergleich zum ersten Adventssamstag 2019 rechnete HBE-Sprecher Bernd Ohlmann mit einem Umsatzrückgang zwischen 30 und 40 Prozent. Es seien am Samstag auch weniger Kunden unterwegs gewesen als am Freitag - dem Black Friday.

Versuche man das positiv zu sehen, könne man sagen: „Keine Warteschlangen, kein Gedränge, entspanntes Weihnachtsshoppen“, so Ohlmann. Mit Blick auf die Corona-Pandemie sei das wiederum auch gut.

Er appellierte an die Menschen, ihre Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. So könnte an den künftigen Adventssamstagen Gedränge vermieden werden. Erfahrungsgemäß warteten viele Kunden mit ihren Einkäufen jedoch „bis zur letzten Minute“.

Nachdem es in diesem Jahr keine Weihnachtsmärkte gebe, versuchten die Einzelhändler umso mehr mit adventlicher Dekoration für Stimmung zu sorgen, sagte Ohlmann. „Wir hoffen natürlich, dass die Sache in Schwung kommt.“

Update, 18.02 Uhr - Tausende demonstrieren länderübergreifend gegen Corona-Maßnahmen

Mehr als 2000 Menschen aus Deutschland und Polen haben am Samstag in Frankfurt (Oder) nach Polizeiangaben gegen Corona-Beschränkungen demonstriert. Zu der Kundgebung hatte die Initiative „Querdenken“ aus Duisburg aufgerufen.

Auf Deutsch und Polnisch wurde „Frieden“ und „Freiheit“ gerufen. Aus Słubice auf polnischer Seite kamen Hunderte Menschen auf die deutsche Seite, einige schwenkten polnische Flaggen.

Veranstalter und Polizei riefen mehrfach dazu auf, den Mindestabstand einzuhalten und Masken zu tragen. Doch viele Besucher der „Querdenken“-Demonstration hielten sich nicht daran. Eine Teilnehmerzahl der Veranstalter lag zunächst nicht vor.

Zu einer Gegendemonstration kamen laut Polizei rund 150 Menschen. Dazu hatte das Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)„ unter dem Motto „Maskenball statt Corona-Leugner*innen!“ aufgerufen.

Die Veranstalter der „Querdenken“-Demonstration appellierten an die Teilnehmer, die Corona-Regeln zu beachten, und warnten, dass die Polizei die Kundgebung sonst unterbrechen würde.

Die Polizei rief auf Deutsch und Polnisch dazu auf, sich an die Vorgaben zu halten. Sie erweiterte das Demonstrations-Gelände an der Oderpromenade, damit mehr Abstand möglich war. Die Beamten stellten auch Masken zur Verfügung, wenn jemand angab, keine zu haben.

Die Initiative „Querdenken“ zweifelt die Corona-Maßnahmen an und spricht von einer Einschränkung der Grundrechte. Auf einer Papp-Figur in Frankfurt (Oder) stand zum Beispiel „Voodoo Virus Wahn“, auf einem Plakat „Wer in der Corona-Krise schläft, wacht in der Diktatur auf!“. Ein Teilnehmer trug einen gelben Schutzanzug und ein Schild mit der Aufschrift „Totale Hygiene“ in Frakturschrift.

„Querdenken“-Gründer Michael Ballweg aus Stuttgart, der als Redner eingeladen war, wies den von Kritikern verwendeten Begriff „Corona-Leugner“ zurück und wandte sich auch gegen Extremismus. „Wir sind eine friedliche Bewegung, in der Extremismus, Gewalt, Antisemitismus und menschenverachtendes Gedankengut keinen Platz hat“, sagte er.

In Słubice auf polnischer Seite waren nur vier Kundgebungen mit je fünf Teilnehmern erlaubt worden. Die Polizei in Polen riegelte am Samstag das Ende der Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice ab und ließ keine Besucher aus Deutschland ohne Maske herein. Polnische Bürger ohne Maske wurden von der Polizei begleitet.

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in beiden Ländern. In Polen kamen nach Angaben der Regierung zuletzt rund 15 000 Corona-Infektionen und 599 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden hinzu. Allerdings gehört Polen zu den Ländern in Europa mit der niedrigsten Zahl an durchgeführten Tests je 100 000 Einwohner, wie aus Daten der EU-Gesundheitsagentur ECDC hervorgeht.

Verfassungsschützer in Bund und Ländern halten es nach Medienberichten für möglich, dass sich aus den Protesten gegen die Corona-Auflagen eine neue Art von Extremismus entwickelt. Das geht nach Berichten von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ aus einem Papier hervor, das bei der am 9. Dezember beginnenden Innenministerkonferenz beraten werden soll.

Zwar spielten zunehmend auch Rechtsextremisten, „Reichsbürger“ und Verschwörungsideologen eine Rolle, sie dominierten die Proteste aber nicht, heißt es demnach in dem Bericht - ähnlich hatte sich das Bundesamt bereits mehrfach geäußert.

Allerdings grenzten sich viele Demonstranten auch nicht von den Radikalen ab, leugneten deren Aussagen oder stuften sie als unproblematisch ein. Mehrere Verfassungsschutzämter aus den Ländern haben die Analyse den Angaben zufolge unter Führung des Bundesamts für Verfassungsschutz erstellt.

Update, 16.50 Uhr - Kreis Hildburghausen: Corona-Hotspot verschärft Auflagen

Der besonders stark von der Pandemie betroffene Thüringer Kreis Hildburghausen verhängt noch härtere Corona-Regeln. Nach einem unangemeldeten Corona-Protest gilt ab Sonntag ein Versammlungsverbot.

Mit einer neuen Verordnung untersagte das Landratsamt am Samstag Versammlungen sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel sowie sämtliche Veranstaltungen im Kreisgebiet. Zudem gilt in der Innenstadt von Hildburghausen jetzt eine allgemeine Maskenpflicht.

Nach den neuen Corona-Regeln können nun nur noch im Einzelfall und auf Antrag Versammlungen genehmigt werden, wenn sie infektionsschutzrechtlich vertretbar sind und vier Tage vorher angemeldet wurden.

Unangemeldete Versammlungen sind demnach verboten. Untersagt wurden auch Sitzungen der Kommunen, Parteitage, Gottesdienste und Märkte - mit Ausnahme von Wochenmärkten und Beerdigungen.

Bei einem Corona-Protest waren am vergangenen Mittwoch mehrere Hundert Menschen mit Kindern und teils ohne Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand singend durch die Kreisstadt Hildburghausen gezogen. Der Aufzug sorgte bei Landes- und Kommunalpolitikern sowie im Netz für Fassungslosigkeit und Entsetzen. Die Polizei löste die Ansammlung schließlich auch mit Hilfe von Pfefferspray auf.

Für die rund 63 000 Einwohner der Region gilt bereits seit Mittwoch ein harter Lockdown mit strengen Ausgangsbeschränkungen; Kitas und Schulen wurden geschlossen.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche lag im Kreis am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 595 (Vortag: knapp 630).

Update, 15.39 Uhr - Polizei mit positiver Bilanz zu Ausgangsbeschränkungen in Passau

Die Passauer müssen weitgehend daheim bleiben und halten sich laut Polizei an die Regeln. Wegen der stark gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen gilt in der niederbayerischen Stadt seit Samstag eine strenge Ausgangsbeschränkung.

Die Geschäfte im niederbayerischen Passau sind zwar geöffnet, dennoch ist es am ersten Adventswochenende vergleichsweise ruhig. Seit Samstag gelten in der 52000-Einwohner-Stadt aufgrund der stark gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen sollen zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) am Freitag angekündigt hatte.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit mehreren Streifenbesatzungen im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Eine erste Bilanz fiel am Samstagnachmittag positiv aus. Die Menschen hielten sich an die Vorgaben, sagte eine Sprecherin.

Lediglich in der Nacht stellten Beamte in einer Wohnung einen Verstoß fest: Dort hatten drei Menschen aus unterschiedlichen Haushalten miteinander gefeiert. Die Polizei wurde von Nachbarn wegen Ruhestörung auf das Trio aufmerksam gemacht. Die drei Feiernden erhielten eine Anzeige.

Passanten, die am Samstag beim Einkaufen in der Innenstadt unterwegs waren, reagierten - auf die Maßnahmen angesprochen - zumeist gelassen und mit Verständnis. Die Menschen in Passau dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnete Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist.

Am Samstag lag der Corona-Inzidenzwert bei knapp 440 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesamt für Gesundheit (LGL) mitteilte. Frühestens bei einem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 könnten dem Oberbürgermeister zufolge die Beschränkungen wieder gelockert werden.

Update, 15.21 Uhr - 18 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 27. November 18 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt.

Dabei handelt es sich bei acht Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.945 (Meldestand: 28.11.2020, 10 Uhr).

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern (LGL) aktuell bei 162,37 (Stand: 28.11.2020, 8 Uhr).

Von den insgesamt 1.945 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 1.671 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 239 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 1.050 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 46 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden 8 Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 14.19 Uhr - 38 neue Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Das Landratsamt Mühldorf am Inn meldet 38 neue bestätigte Corona-Infektionen.

Fünf davon sind auf eine Reihentestung der Bewohner in der Waldkraiburger Anker-Dependance zurückzuführen. Ein Teil des Ergebnisses der Reihentestung steht aktuell noch aus, die gesamte Anker-Dependance wurde heute unter Quarantäne gestellt.

Außerdem sind sechs Fälle dem Ausbruchsgeschehen in der Asyl-Unterkunft in Mettenheim zuzuordnen, auch diverse Schulen und Kindertagesstätten sind erneut von positiven Fällen betroffen.

Update, 12.39 Uhr - Freistaat bereitet Corona-Impfungen vor

Mit Rechenmodellen und viel Logistikarbeit bereitet sich der Freistaat auf die große Impfaktion gegen das Coronavirus vor. Für die geplanten Impfzentren in allen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten geht das Gesundheitsministerium davon aus, dass zwei jeweils fünfköpfige Teams binnen vier Stunden 100 Menschen impfen können. Für die mobilen Impfteams, die direkt zu Risikogruppen etwa in Pflegeheimen fahren sollen, sind mindestens jeweils ein Arzt oder eine Ärztin, eine Verwaltungskraft und eine medizinische Assistenz vorgesehen.

Inzwischen haben sich rund 2500 Vertragsärztinnen und -ärzte bereit erklärt, sich an den Impfungen zu beteiligen. Weitere werden gesucht - doch die Tendenz ist steigend. Vor knapp drei Wochen waren es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns noch 1850.

In Bayern gibt es 96 Landkreise und kreisfreie Städte, die gehalten sind, bis Mitte Dezember jeweils ein Impfzentrum einzurichten. Diese sollen möglichst in der Nähe der jeweiligen Testzentren oder von Krankenhäusern liegen oder in geeigneten Gebäuden wie Turnhallen, Messehallen, Mehrzweckhallen oder auch den Rettungswachen der Hilfsorganisationen eingerichtet werden.

Gerade auch um das Lagern der Impfstoffe kümmern sich die Logistiker mit Vorrang, muss doch einer der Kandidaten mit minus 70 Grad extrem gekühlt werden. Der Freistaat hat daher schon Dutzende spezielle Tiefkühlschränke bestellt - und 13 Millionen Spritzen und 58 Millionen Kanülen geordert.

Update, 11.31 Uhr - 46 Neuninfektionen im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet 46 Corona-Neuinfektionen, alleine 15 davon entfallen auf das Stadtgebiet Altötting. Damit gibt es im Landkreis die derzeit meisten aktiven Fälle in Töging (67), gefolgt von Altötting (50), Burghausen (49), Neuötting (48), Burgkirchen (46) und Haiming (45).

Außerdem ist eine weitere Person mit bestätigter Corona-Infektion verstorben. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf insgesamt 66.

Update, 10.19 Uhr - Strenge Ausgangsbeschränkungen in Passau haben begonnen

Angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen gelten in Passau seit Samstag strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen sollen zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) am Freitag angekündigt hatte.

Passauer dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnet Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist.

Passau hatte am Freitag einen Corona-Inzidenzwert von knapp 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Frühestens bei dem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 könnten die Beschränkungen wieder gelockert werden, sagte Dupper am Freitag.

Update, 8.49 Uhr - Drei weitere Todesfälle in der Region

In den Landkreisen der Region steht die Corona-Ampel nach wie vor überall auf „Dunkelrot“. Trauriger Spitzenreiter ist hier die Stadt Rosenheim mit einer 7-Tage-Inzidenz von 276,9, gefolgt vom Landkreis Mühldorf am Inn mit einer Inzidenz von 250,3. Die Landkreise Berchtesgadener Land (162,4) und Altötting (165,9) haben aktuell (Stand 28. November, 0 Uhr) laut den Daten des Robert-Koch-Instituts die geringsten Werte in der Region.

Corona-Fallzahlen in der Region (Stand: 28. November)

Die Fallzahlen der positiv getesteten Personen seit Pandemiebeginn im Landkreis Traunstein haben unterdessen die Marke von 4000 geknackt. Insgesamt gab es im Landkreis bisher 4032 Corona-Fälle, gestern waren es noch 3992 Fälle.

Auch neue Todesfälle in Zusammenhang mit bestätigten Corona-Infektionen wurden vom RKI aus der Region gemeldet. Im Landkreis Rosenheim gab es einen Todesfall, in der Stadt Rosenheim zwei weitere Todesfälle.

RKI meldet deutschlandweit 21.695 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden (Stand: 28.11., 00.00 Uhr). Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 1.028.089, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 379 auf insgesamt 15.965. Das ist Rekord seit Beginn der Pandemie.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,93 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

aic/mz/dpa

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