News-Ticker zur Corona-Pandemie

Münchner ignoriert rigoros Maskenpflicht und attackiert Beamte - Zahlen in Passau schnellen weiter in die Höhe

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (29. November) im News-Ticker:

Passau: Schilder weisen am Ludwigsplatz auf die bestehende Alkoholverbotszone und die Maskenpflicht in Passau hin. Angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen gelten in Passau seit Samstag strenge Ausgangsbeschränkungen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 278,5, Landkreis Rosenheim 209,3, Landkreis Traunstein 201,3, Landkreis Berchtesgadener Land 136,9, Landkreis Mühldorf 230,4, Landkreis Altötting 235,8 (Quelle/Stand: RKI, 29. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1735, Landkreis Rosenheim 6348, Traunstein 4083, Berchtesgadener Land 1947, Mühldorf 2237, Altötting 2033 (Quelle/Stand: RKI, 29. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 25, Landkreis Rosenheim 230, Traunstein 115, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 34, Altötting 64 (Quelle/Stand: RKI, 29. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 16.123 Todesfälle in Deutschland (3785 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 17.20 Uhr - Mann ignoriert rigoros Maskenpflicht und attackiert bayerische Beamte

Weiterhin wollen sich nicht alle Bürger an die Corona-Regeln halten. Vor allem das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit ist für viele ein nicht zu akzeptierendes Muss.

So war auch am Samstag einem Einkaufszentrum in Neuperlach ein 28-jähriger Münchner unterwegs, welcher rigoros keinen Mund-Nasen-Schutz tragen wollte. Selbst nach mehrfachen Aufforderungen durch die herbeigerufenen Polizeibeamten setzte der Mann keine Maske auf und schrie lautstark umher.

Plötzlich ging er auch noch rasant auf die Beamten zu und es kam zu einem Gerangel. Im weiteren Verlauf wurde der 28-Jährige von den Beamten zu Boden gebracht und gefesselt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Münchner Kriminalpolizei.

In und rund um München kam es am Wochenende zu weiteren Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Die Polizei musste mehrere Partys auflösen.

Update, 15.45 Uhr - Geisterstadt Passau: Zahlen schnellen weiter in die Höhe

 Die Geschäfte im niederbayerischen Passau waren am Samstag zwar geöffnet, dennoch blieb es am ersten Adventswochenende in der Innenstadt vergleichsweise ruhig. Seit Samstag gelten in der 52 000-Einwohner-Stadt strenge Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Weihnachtstrubel fiel somit aus. Die Maßnahmen sollen vorerst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) am Freitag mitgeteilt hatte.

Bis Sonntag war die Zahl der Corona-Neuinfektionen nochmals deutlich gestiegen - nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) auf einen Inzidenzwert von knapp 538 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Ausgangsbeschränkungen hatte Dupper am Freitag verkündet, nachdem der Inzidenzwert auf fast 440 Neuinfektionen gestiegen war. Frühestens bei einem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 könnten laut OB die Maßnahmen gelockert werden.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit mehreren Streifenbesatzungen im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Die Bilanz fiel am Sonntag positiv aus. Die Menschen hielten sich an die Vorgaben, sagte ein Sprecher (siehe Update 12.05 Uhr).

Lediglich in der Nacht auf Samstag hatten Beamte in einer Wohnung einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt: Dort hatten drei Menschen aus unterschiedlichen Haushalten miteinander gefeiert. Die Polizei war von Nachbarn wegen Ruhestörung auf das Trio aufmerksam gemacht worden. Die drei Feiernden erhielten eine Anzeige. 

Die wenigen Passanten, die am Samstag beim Einkaufen in der Innenstadt unterwegs waren, reagierten - auf die Maßnahmen angesprochen - zumeist gelassen und mit Verständnis. Die Menschen in Passau dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnete Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist.

Update, 13.31 Uhr - Corona-Ausbruch in Waldkraiburger Senioren-Zentrum

Wie das Landratsamt Mühldorf am Inn berichtet, gibt es ein neues Ausbruchsgeschehen im Senioren-Zentrum St. Mechthild in Waldkraiburg. Aus einer Station wurden dort bislang drei Mitarbeiter und 17 Bewohner positiv getestet. Der betroffene Bereich wurde bereits isoliert.

Auch die ausstehenden Ergebnisse der Reihentestung an der Anker-Dependance in Waldkraiburg liegen mittlerweile vor, diese sind allesamt negativ.

Insgesamt musste das Landratsamt 65 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis verzeichnen, darunter auch wieder zahlreiche Fälle an Kindergärten und Schulen.

Update, 12.05 Uhr - Menschen in Passau halten sich an Ausgangsbeschränkungen

Die Menschen in Passau halten sich an die seit Samstag geltenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Laut Polizei sind in der Nacht zum Sonntag keine Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt worden. Nachdem der Inzidenzwert am Freitag auf fast 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gestiegen war, hatte Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) strenge Maßnahmen verkündet.

Die Menschen in der niederbayerischen Stadt dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnete Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen.

Die Beschränkungen sollen zunächst für eine Woche gelten, jedoch frühestens bei einem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Corona-Inzidenz von 300 wieder gelockert werden.

Update, 10.51 Uhr - Weiere Corona-Todesfälle in Landkreisen Rosenheim und Traunstein

Die Landratsämter Rosenheim und Traunstein übermittelten dem Robert-Koch-Institut (RKI) auch weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag. Der Landkreis Rosenheim hatte einen weiteren Todesfall zu verzeichnen, aus dem Landkreis Traunstein werden hingegen sogar drei weitere Todesfälle vermeldet.

Damit sind im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes Traunstein seit Pandemiebeginn 115 Personen mit einer bestätigten Covid-19-Infektion verstorben. Der Landkreis Rosenheim führt diese Statistik in der Region mit doppelt so vielen Corona-Todesfällen (230) weiterhin an.

Corona-Todesfälle in der Region (Stand: 29. November)

Update, 9.20 Uhr - Inzidenzwerte in der Region weiterhin hoch

In der Region hat weiterhin die Stadt Rosenheim den höchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz (278,5), gefolgt vom Landkreis Altötting (235,8) und dem Landkreis Mühldorf am Inn (230,4). Knapp über der „200er-Marke“ befinden sich aktuell die Landkreise Rosenheim (209,3) und Traunstein (201,3). Der Landkreis Berchtesgadener Land hat in der Region den aktuell besten Inzidenzwert (136,9). Quelle/Stand: RKI, 29. November, 0 Uhr

Corona-Fallzahlen in der Region (Stand: 29. November)

RKI meldet 14.611 Neuinfektionen - 158 weitere Todesfälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntagmorgen deutschlandweit 14.611 neue Covid-19-Fälle, was die Zahl der bislang Infizierten auf insgesamt 1.042.700 ansteigen lässt. Auch 158 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer bestätigten Corona-Infektion kamen seit dem Vortag hinzu, insgesamt starben bislang in der Bundesrepublik 16.123 Menschen mit einer Covid-19-Infektion.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut des RKI-Lageberichtes vom Samstagabend bei 0,96 (Vortag: 0,93). Dies bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 96 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

aic/mz/dpa

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