News-Ticker zur Corona-Pandemie

Rosenheims Oberbürgermeister „ausdrücklich unglücklich“ über vorzeitigen Lockdown

Oberbürgermeister von Rosenheim Andreas März
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Andreas März ist Oberbürgermeister von Rosenheim.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (29. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bundesweiter Corona-Lockdown ab 2. November: Die Regeln und Maßnahmen im Detail
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 256,5, Landkreis Rosenheim 180,2, Landkreis Traunstein 134,8, Landkreis Berchtesgadener Land 264,3, Landkreis Mühldorf 157,9, Landkreis Altötting 78,9 (Quelle/Stand: RKI, 29. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1022, Landkreis Rosenheim 3487, Traunstein 1879, Berchtesgadener Land 1157, Mühldorf 1052, Altötting 880 (Quelle/Stand: RKI, 29. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 206, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 29. Oktober, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.272 Todesfälle in Deutschland (2789 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20. 58 Uhr -  Landshuts Oberbürgermeister wegen Corona-Linie aus FDP ausgetreten

Der Landshuter Oberbürgermeister Alexander Putz ist aus der FDP ausgetreten. Diesen Schritt begründete er laut Mitteilung mit Unverständnis für die politische Linie der FDP bei den Corona-Schutzbestimmungen.

„Diese widerspricht völlig konträr meiner persönlichen Meinung, steht auch diametral entgegen meinem notwendigen Handeln als Oberbürgermeister vor Ort und verstärkt meines Erachtens die derzeit immer stärker werdende Spaltung der Bevölkerung“, schrieb er.

Es sei der Eindruck entstanden, als wolle die Partei „politisches Kapital aus der in Teilen der Bevölkerung vorhandenen “Anti-Corona-Maßnahmen-Stimmung” schlagen. Das missfällt mir zutiefst“. Künftig will Putz als parteiloser Oberbürgermeister seine Geschäfte führen.

Der Landesvorsitzende der FDP, Daniel Föst, bedauerte gegenüber der „Landshuter Zeitung“ (Donnerstag) den Austritt von Putz, der allerdings nicht überraschend gekommen sei. „Die Distanz zwischen Alexander Putz und der Partei ist in den letzten Monaten merklich größer geworden“, wird Föst zitiert.

Update, 19.35 Uhr - 40 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 386 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 134,80.

Seit der letzten Pressemitteilung am 28.10.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 40 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1900 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1426 Personen (keine Veränderung). Derzeit werden 16 COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein behandelt, davon 12 auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 18.58 Uhr - 28 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet 28 neue Corona-Fälle am 29. Oktober. Aktuell sind im Landkreis Altötting 113 Personen infiziert.

Update, 18.17 Uhr - Sieben-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land sinkt wieder

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 47 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 5 Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.198 (Meldestand: 29.10.2020, 10 Uhr).
 
Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt nach Berechnungen des Gesundheitsamts aktuell auf 307,8.

Von den insgesamt 1.198 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 737 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 433 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Bei den in der Pressemitteilung vom 28. Oktober genannten betroffenen Einrichtungen haben sich seitdem keine grundsätzlichen Änderungen ergeben. Bezüglich der Insula Bischofswiesen wird mitgeteilt, dass dort keine Bewohner und kein Pflegepersonal Corona-positiv getestet wurden.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 650 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 17 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgaden

Update, 17.21 Uhr - 22 neue Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es laut Pressemitteilung des Landratsamts Mühldorf am Inn seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, den 28. Oktober 22, neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 29. Oktober 2020, 8 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 220 aktive Fälle, davon werden 11 Personen stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 159,7. 

Update, 16.28 Uhr - Nur noch drei nicht corona-rote Kommunen in Bayern

Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch eine kreisfreie Stadt und zwei Landkreise sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen nicht in den beiden höchsten Warnstufen.

So hat die oberpfälzische Stadt Amberg derzeit knapp 43 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen, der umliegende Landkreis Amberg-Sulzbach 31. Der mittelfränkische Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim steht mit fast 49 nur noch knapp vor der roten 50er-Marke.

Die höchsten Werte der Neuinfektionen hat im Freistaat weiterhin der Landkreis Berchtesgadener Land, der nach Angaben der dortigen Kreisbehörde auf einen Sieben-Tages-Wert von 308 kommt. Der Kreis Rottal-Inn folgt laut LGL mit 258, die Stadt Augsburg und Rosenheim melden jeweils 257. Mittlerweile hat auch die unterfränkische Stadt Schweinfurt mit 217 die 200er-Marke überschritten.

Update, 16 Uhr - Früherer Corona-Lockdown: Rosenheims Oberbürgermeister März „außerordentlich unglücklich“

Was am frühen Nachmittag gerüchteweise durchsickerte, wurde nun von der Stadt Rosenheim offiziell bestätigt: Die verschärften Corona-Beschränkungen treten in Rosenheim schon am Freitag, den 30. Oktober, ab 21 Uhr in Kraft. Angewiesen worden sei dies von der Regierung von Oberbayern, wie die Stadt Rosenheim in einer Presseaussendung bekanntgibt. Hintergrund ist die seit drei Tagen über 200 liegende 7-Tage-Inzidenz in der Stadt.

„Ich bin über diese vorgezogenen Beschränkungen, speziell für den Bereich der Gastronomie, außerordentlich unglücklich. Im Hinblick auf den notwendigen Infektionsschutz der Bevölkerung war eine für die Gastronomie günstigere Lösung aber nicht mehr möglich“, sagt Oberbürgermeister Andreas März in einer ersten Reaktion zur „Anweisung aus München“.

>>>Früherer Lockdown in Rosenheim fix: Den ganzen Hintergrundartikel hier nachlesen<<<

Update, 15.30 Uhr - Österreich: Noch kein Lockdown, aber verschärfte Maßnahmen werden am Samstag präsentiert

In Österreich hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen neuen Höchstwert erreicht. Binnen eines Tages wurden laut Innenministerium 4453 neue Fälle verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland. Auch die Auslastung der Klinikbetten stieg markant an.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nannte am Donnerstag erneut eine Zahl von 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Er kündigte für Samstag ein Treffen mit den anderen Parteien und den Ministerpräsidenten an. Danach werde die Öffentlichkeit über etwaige Schritte informiert.

Diskutiert wurde laut „Kurier“ im Vorfeld ein sogenannter „Lockdown light“, inklusive einer nächtlichen Ausgangssperre. Der österreichische Kanzler wollte noch keine Details nennen - und gab nur so viel bekannt: „Es ist nicht so, dass wir als Regierung abwarten“, meinte er und verwies auf die kommenden Gespräche. An Verordnungen werde jedenfalls bereits gearbeitet.

Update, 15 Uhr - Stadt Rosenheim vor dem „Lockdown“ - Christkindlmarkt wird abgesagt

Wie die OVB Heimatzeitungen aus verschiedenen Quellen erfahren haben, dürfte in der Stadt Rosenheim bereits ab Freitag, den 30. Oktober und damit dann drei Tage eher als im Rest von Bayern bzw. der Bundesrepublik ein Lockdown kommen.

In Anbetracht der angespannten Corona-Lage gab der Wirtschaftliche Verband bekannt, dass der Christkindlmarkt in Rosenheim 2020 leider ausfallen muss. Es sei einfach keine kurzfristige Entspannung der Lage in Sicht, daher habe der Verband in Abstimmung mit der Stadt Rosenheim als Genehmigungsbehörde den Christkindlmarkt abgesagt.

Update, 14.40 Uhr - Bayern beschließt Kontaktbeschränkungen auch für Privaträume

Markus Söder spricht von einem «Lockdown light»: Bayern setzt die einschneidenden Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern eins zu eins um - und geht an einigen Stellen sogar noch etwas darüber hinaus.

Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Bayern ab dem 2. November nämlich noch strengere Kontaktbeschränkungen gelten als von Bund und Ländern vereinbart - nämlich ausdrücklich auch in Privaträumen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen. Das hat das bayerische Kabinett am Donnerstag in München beschlossen.

In Bayern gilt somit grundsätzlich verbindlich, dass sich - egal wo - nur noch die Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes treffen dürfen, und zwar mit insgesamt maximal zehn Personen. Der Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch hatte dies nur für den «Aufenthalt in der Öffentlichkeit» explizit geregelt. «Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel», hieß es in dem Papier vom Mittwoch weiter. Die Regelung in Bayern ist also nochmals strenger.

Zudem werden in Bayern auch «ernstere» Veranstaltungen wie Vereinsversammlungen untersagt. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch lediglich auf ein Verbot von Unterhaltungs-Veranstaltungen verständigt. Auch hier fährt der Freistaat also eine härtere Linie.

Update, 13.53 Uhr - Söder spricht von vierwöchiger „Gedulds- und Nervenprobe“

Der Ministerpräsident sprach abschließend von einem „Charaktertest“ und einer „Bewährungsprobe“, die den Bürgern in Deutschland und Bayern nun bevor stünden. Der November sei dabei jetzt eine ganz wichtigen, entscheidende Phase. „Es ist ein Monat, in dem wir viel erreichen können, auf dass es im Dezember wieder besser wird“, sagte Söder, der von großer Geschlossenheit innerhalb der bayerischen Staatsregierung berichtete.

Der Ministerpräsident appellierte abschließend an die Menschen: „Machen Sie mit, setzen Sie sich ein und helfen Sie denen, denen es schwerer fällt!“ Dann könne der Freistaat gemeinsam die vierwöchige „Gedulds- und Nervenprobe“ bewältigen.

Update, 13.47 Uhr - Söder: „Es ist kurzfristig sehr hart, aber langfristig besser...“

Söder betonte noch einmal die Wichtigkeit, dass sich alle Länder gestern auf eine einheitliche Linie geeinigt hätten. Dies sei „eine Form der Solidarität, die für unser Land sehr wichtig“ sei, so der Ministerpräsident. Neben Kontaktbeschränkungen sprach der Ministerpräsident auch die Einschränkungen im Freizeit-, Sport- und Gastronomiebereich an. Die Einschnitte seien hart, jedoch gebe es dafür momentan keine Alternativen. Als Ausgleich soll ein 10 Milliarden Euro schweres Entschädigungspaket für die Betroffenen geben.

Der Freistaat wird die in Berlin beschlossenen Maßnahmen übrigens 1:1 umsetzen. „Die vier Wochen sind eine bittere Pille. (...) Ich hoffe, dass die Dosis ausreicht. Es ist kurzfristig sehr hart, aber langfristig besser“, betonte Söder, der klarstellte, dass diese Entscheidungen auch den politischen Entscheidungsträgern sehr schwer gefallen seien.

Update, 13.40 Uhr - Söder: „Jeder muss aufwachen...“

„Deswegen ist es jetzt Zeit zu handeln. Jeder muss aufwachen“, appellierte Söder. „Wir haben alle die Aufgabe, jedes Leben zu retten und zu schützen“, so der Ministerpräsident weiter. Deswegen gebe es nur eine einzige Strategie - die Eindämmung der Pandemie durch eine drastische Reduzierung der Kontakte. „Je früher, desto besser - je länger, desto besser“, so Söder, der in diesem Zusammenhang von einer Kontaktreduzierung um 75 Prozent sprach.

Schulen, Kitas, Unis, das Wirtschaftsleben und der Einzelhandel sollen jedoch unbedingt offen bleiben. Deswegen müssten die Menschen nun vor allem im Freizeitbereich radikale Einschnitte machen. Ansonsten sei eine Reduzierung der Kontakte um drei Viertel nicht zu erreichen, betonte der Ministerpräsident.

Update, 13.34 Uhr - Söder kündigt Ausrufung des Katastrophenfalls an

Setzt der Freistaat Bayern die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vom Mittwoch 1:1 um? „Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation. (...) Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten. Die Corona-Zahlen steigen massiv an“, warnte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu Beginn der Pressekonferenz nach der Sitzung des Ministerrats.

Die Infektionszahlen hätten sich in den letzten acht Tagen um 50 Prozent erhöht, die Belegung der Intensivbetten verdoppelt. Zudem kündigte Söder an, dass in den nächsten Tagen wieder der Katastrophenfall ausgerufen werden soll.

Mit der Ausrufung greift die Staatsregierung zu einem Mittel, das gar nicht so selten ist - zum Beispiel bei Naturkatastrophen kommt es zum Einsatz. Zweck des Gesetzes ist es, eine einheitliche Kommandostruktur für die Behörden zu schaffen. Damit können die Verantwortlichen gezielt und koordiniert auf eine Katastrophe reagieren. Sämtliche Einsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Hilfsorganisationen laufen dann über eine zentrale Stelle.

Update, 13.09 Uhr - Bayerisches Kabinett berät über Umsetzung des “Lockdown light”

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf einen einmonatigen begrenzten Lockdown berät das bayerische Kabinett am Donnerstag (seit 11 Uhr) über die konkrete Umsetzung in Bayern. Dazu muss die Corona-Verordnung des Landes erneut angepasst werden.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch auf die einschneidendsten Anti-Corona-Maßnahmen seit dem großen Lockdown im Frühjahr verständigt. Mit strengen Kontaktbeschränkungen und einem Herunterfahren fast aller Gemeinschafts-Freizeitaktivitäten wollen Bund und Länder die zweite große Corona-Infektionswelle in Deutschland gemeinsam brechen.

Im Anschluss informieren Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger über die wesentlichen Ergebnisse in einer Pressekonferenz um 13.30 Uhr.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der PK.

Update, 12.58 Uhr - Starbulls planen trotz erneutem Lockdown mit Saisonstart am 6. November

Wie Andreas Huber, Pressesprecher der Starbulls Rosenheim, auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte, plane man derzeit trotz des neu verhängten Lockdowns mit einem Saisonstart am 6. November.

Nachdem die Vereine der Eishockey-Oberligen nachträglich in das Hilfspaket für Profisport des Bundes aufgenommen wurden, zählt die dritthöchste Spielklasse im deutschen Eishockey als Profi-Liga und darf somit auch während des Lockdowns den Spielbetrieb aufnehmen - wenn auch ohne Zuschauer in den Stadien.

Problematisch wäre die Situation hingegen bei den Nachwuchsmannschaften der Rosenheimer, so Huber weiter. Derzeit gäbe es noch keine genauen Informationen darüber, wie es im Bereich der Jugendmannschaften weitergehen könnte.

Corona-Maßnahmen - Auswirkungen in Rosenheim deutlich sichtbar

Zweiter Corona-Lockdown in Rosenheim Fotos
Corona-Lockdown in Rosenheim. © Peter Kneffel/dpa
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Corona-Lockdown in Rosenheim. © Peter Kneffel/dpa
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Update, 12.23 Uhr - Deutsche Maßnahmen wohl Vorbild: Zieht Österreich mit Teil-Lockdown nach?

Österreich dürfte in den nächsten Tagen vor einer deutlichen Verschärfung der Corona-Maßnahmen stehen. Laut Medienberichten wird in der Regierung über “lockdownähnliche Maßnahmen” diskutiert, auch eine Ausgangssperre steht im Raum. Die Regierung berät am Nachmittag über die Bettenkapazitäten. Danach ist ein Presseauftritt geplant, neue Maßnahmen dürften heute aber noch nicht verkündet werden. Die Corona-Ampel wird am Donnerstag wohl weite Teile Österreichs auf Rot schalten.

Laut den “Oberösterreichischen Nachrichten” soll die Bundesregierung für Österreich – anders als in Deutschland – auch eine nächtliche Ausgangssperre erwägen. Die Beschränkung könnte demnach (wie in Tschechien) von 21 Uhr bis 5 Uhr früh gelten, möglich sei auch eine Variante zwischen 23 und 6 Uhr, schreibt die Zeitung.

Neue Maßnahmen könnten vermutlich schon ab kommender Woche in Kraft treten und Einschränkungen des öffentlichen Lebens bringen. Sie werden aber wohl weniger stark ausfallen als im Frühjahr. Dieses als “Lockdown light” bezeichnete Szenario soll mit den Maßnahmen anderer Staaten vergleichbar sein – etwa mit jenen, die ab Montag in Deutschland gelten.

Update, 11.19 Uhr - Junge Union kritisiert Gastronomie-Lockdown

Die Bezirksverbände Ober- und Niederbayern der Jungen Union sehen die geplanten Maßnahmen für den „Lockdown light“ ab 2. November in Teilen kritisch. Zwar müsse man die „dynamische Zunahme von Infektion in den Griff bekommen“, allerdings müsse bei allen Entscheidungen die „Verhältnismäßigkeit gewahrt“ bleiben.

Speziell die erneute Schließung der Gastronomie wird angeprangert. „Lieber haben wir verantwortungsvolle Wirtsleute als „Sheriffs“, statt unkontrollierte Feiern in den eigenen vier Wänden“, so der niederbayerische Vorsitzende Benjamin Taitsch. Gleiches gelte für Hotellerie und andere Beherbergungsbetriebe. Zudem sei es ein Irrglaube, dass vor allem junge Menschen die Hygienevorschriften missachten würden. Private Feiern und Treffen finden unter allen Altersgruppen statt. 

Entscheidungen müssen immer sachlich begründbar und für den Bürger nachvollziehbar sein, da sonst die Akzeptanz für die richtigen und wichtigen Maßnahmen auch schwindet“, ergänzte Daniel Artmann, Vorsitzender der Jungen Union in Oberbayern und zugleich Zweiter Bürgermeister der Stadt Rosenheim.

Beide Vorsitzenden sind sich einig, dass Stadt-/ Land-Strukturen eine zu untergeordnete Rolle bei den bisherigen Entscheidungen gespielt haben. (...) Es dürfe nicht sein, dass aufgrund des höheren Publikumsverkehrs in der Fußgängerzone einer Großstadt und den damit einhergehenden Infektionsrisiken die Einzelhändler in den ländlichen Regionen benachteiligt werden, oder auch schließen müssen.

Update, 10.24 Uhr - RKI-Virologe: Flächendeckende Impfung frühestens 2022

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut geht davon aus, dass eine Impfung der gesamten Bevölkerung gegen das Coronavirus auch bei schneller Entwicklung eines Impfstoffs Ende 2021 noch nicht abgeschlossen sein wird. „Es wird längere Zeit dauern, bis wir durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens sehen werden, dass wir sagen können, jetzt kann wieder Ruhe einkehren“, sagte der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Wenn man etwa pro Tag 100.000 Menschen impfen würde, brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen. Dieses Tempo wäre nach Mertens Ansicht bereits eine Herausforderung.

„Der Start der Impfungen darf nicht übereilt passieren: Es kommt nicht darauf an, vier Wochen früher oder später mit dem Impfen anzufangen“, sagte der Virologe. Vor allem Transport und Lagerung, die Einrichtung der regionalen Impfzentren und die bundesweit zeitgleiche Dokumentation der Impfungen müssten gut vorbereitet werden, ebenso die Auswertung der Sicherheitsaspekte und des medizinischen Impferfolgs.

Merkels Regierungserklärung im Video:

Update, 9.34 Uhr - Merkel: „Auf jeden nicht zwingend nötigen Kontakt verzichten“

Abschließend verwies die Kanzlerin noch auf die „herausragende Expertise der Wissenschaft“ bei der Pandemie-Bekämpfung sowie die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App. Inzwischen sei diese über 21 Millionen Mal heruntergeladen worden und 90 Prozent der Testlabore seien für die Auswertung daran angeschlossen. Dies würde die Nachverfolgung für die Gesundheitsämter erleichtern. Zudem könne sich die App auch mit anderen europäischen Applikationen vernetzen, hieß es.

Merkel schloss ihre Rede damit, dass es in den kommenden Wochen und Monaten entscheidend sein werde, dass nach Möglichkeit jeder Einzelne genau begreife, warum welche Maßnahme getroffen worden sei. Dies würde die Akzeptanz erhöhen. Zudem bat Merkel noch einmal eindringlich darum auf „jeden nicht zwingend notwendigen Kontakt zu verzichten“ und sagte: „Der Winter wird schwer - vier lange Monate!“ Aber sie sei überzeugt, dass Deutschland die Krise mit dem entsprechenden Zusammenhalt gut überstehen werde.

Update, 9.26 Uhr - Merkel: „Hass und Lüge schaden dem Kampf gegen das Virus“

„Es ist richtig, es ist wichtig, es ist unverzichtbar, dass die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung öffentlich diskutiert, öffentlich kritisiert und öffentlich auf ihre Angemessenheit hin überprüft werden. Das begreife ich als Zeichen zur Stärkung unserer Demokratie“, sagte Merkel, die gleichzeitig auch klar stellte, dass Lüge, Desinformationen und/oder Hass nicht nur der Demokratie, sondern auch dem Kampf gegen das Virus schaden würden.

„Freiheit ist gerade jetzt Verantwortung. (...) Halten wir uns an die Regeln, dann helfen wir allen, diese schwere Prüfung zu bestehen“, sagte Merkel, die betonte, dass es außerordentlich wichtig gewesen sei, im letzten halben Jahr wichtige Weichenstellungen für die weitere Pandemie-Bewältigung vorzunehmen. Vorräte seien aufgebaut, Strukturen verbessert und Teststrategien überarbeitet worden, hieß es.

Update, 9.19 Uhr - Maßnahmen sind „geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“

„Die Lage ist besorgniserregend. Wir dürfen uns die Pandemie nicht schönreden. Populistische Verharmlosung wäre unverantwortlich“, wurde Merkel deutlich, die zugleich noch einmal jeden Bürger um eine „systematische Reduzierung der Kontakte“ bat - in Alltagssituationen am besten um bis zu 75 Prozent. Denn das würde helfen, Schulen und Kitas offen zu halten und das wirtschaftliche Leben aufrechtzuerhalten.

Merkel verteidigte die Entscheidungen noch einmal ausdrücklich als „geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“ und stellte klar: „Wenn wir stattdessen warten würden, bis die Intensivstationen voll sind - dann wäre es zu spät!“

Update, 9.14 Uhr - Merkel verteidigt Schließung von Gastronomie

Merkel verteidigte in ihrer Rede auch die erneute Schließung der Gastronomie. „Die Hygienekonzepte können ihre Wirkung aufgrund der dynamisch steigenden Zahlen derzeit nicht mehr entfalten. 75 Prozent der Infektionen können wir derzeit nicht mehr zurück verfolgen“, so Merkel, die die Maßnahmen „verhältnismäßig“ und „erforderlich“ nannte.

Immer wieder gab es dabei Zwischenrufe aus dem AfD-Lager, so dass Merkel ihre Rede zwischenzeitlich sogar unterbrechen musste. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sprang ihr zur Seite, rief die „Schreihälse“ zur Ordnung und stellte klar: „Wir befinden uns wie ganz Europa in einer außerordentlich schwierigen Lage!“

Update, 9.11 Uhr - Merkel: „Wir befinden uns in einer dramatischen Lage“

„Wir befinden uns zu Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage - und das betrifft uns alle“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die zu Beginn ihrer Regierungserklärung noch einmal die wesentlichen Maßnahmen des „Lockdown light“, der ab 2. November in Kraft tritt, vorstellte - begleitet von Buh- und Zwischenrufen aus der AfD-Fraktion.

„Viele Gesundheitsämter sind aufgrund der Fallzahlen bereits an ihrer Belastungsgrenze und können die Kontakte nicht mehr nachverfolgen“, mahnte die Kanzlerin, die zugleich darauf verwies, dass auch die Zahl der Personen, die in Krankenhäusern und dort sogar auf Intensivstationen behandelt werden müssen, seit einiger Zeit wieder stetig steigt.

Update, 8.29 Uhr - Merkel gibt Regierungserklärung ab

Nach den Bund-Länder-Beratungen vom Mittwoch will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Bundestag am Donnerstagvormittag, 29. Oktober, die Corona-Politik der Bundesregierung erläutern. Die Regierungserklärung ist die dritte seit Beginn der Pandemie. Im Anschluss an die etwa 20-minütige Rede ist eine anderthalbstündige Debatte geplant.

rosenheim24.de berichtet von Merkels Rede ab 9 Uhr live!

Update, 7.12 Uhr - Inzidenzen steigen weiter - vier Todesfälle in Region

Corona-Zahlen in Südostbayern (Stand: 29. Oktober).

Die Corona-Zahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in der Region steigen größtenteils weiter. Den größten „Sprung“ nach oben bei der Inzidenz machte - im Vergleich zum Vortag - der Landkreis Altötting um fast 20 Punkte von 59,2 auf 78,9 (Datenstand: 29. Oktober, 0 Uhr). Auch in der Stadt Rosenheim (von 254,9 auf 256,5), dem Landkreis Mühldorf (von 151,0 auf 157,9) und dem Landkreis Traunstein (von 124,1 auf 134,8) stiegen die Werte.

Um über zehn Punkte ist auch die Zahl im Landkreis Rosenheim gestiegen. Dort liegt die Inzidenz nun bei 180,2. Zudem wurden aus dem Landkreis laut neuesten RKI-Daten zwei weitere Todesfälle gemeldet. Zwei Todesfälle gibt es auch im Berchtesgadener Land, dessen 7-Tage-Inzidenz jedoch von 270,0 auf 264,3 leicht sank. Der Mittelwert der 7-Tage-Inzidenz liegt in der Region nun bei 178,8 und ist in den letzten Tagen durchgehend und stetig gestiegen.

Neuer Höchstwert: 16.774 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht (Stand: 29. Oktober, 0 Uhr). Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen (News-Ticker Mittwoch, 28. Oktober). Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481.013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 89 auf insgesamt 10.272. Das RKI schätzt, dass rund 339.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mh/mw/dpa

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