News-Ticker zur Corona-Pandemie

Österreichs Kanzler Kurz: Migranten „importierten“ Corona-Fälle - Aktuelle Zahlen aus der Region

Coronavirus - Österreich
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Coronavirus in Österreich: Kanzler Kurz 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (4. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 242,3, Landkreis Rosenheim 171,8, Landkreis Traunstein 178,8, Landkreis Berchtesgadener Land 153,9, Landkreis Mühldorf 206,3, Landkreis Altötting 245,7 (Quelle/Stand: RKI, 3. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1836, Landkreis Rosenheim 6632, Traunstein 4315, Berchtesgadener Land 2085, Mühldorf 2375, Altötting 2198 (Quelle/Stand: RKI, 3. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 25, Landkreis Rosenheim 243, Traunstein 120, Berchtesgadener Land 36, Mühldorf 38, Altötting 70 (Quelle/Stand: RKI, 3. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 18.034 Todesfälle in Deutschland (4057 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1383 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 178,77. Seit der letzten Pressemitteilung am 3. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 61 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 4374 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 2869 Personen (57 Personen mehr seit der Meldung vom 3. Dezember). Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen Mann (81 Jahre) und eine Frau (83 Jahre) bei welchen eine COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 122 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 55 COVID-19-Patienten behandelt, davon 42 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Update, 17.31 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 3. Dezember 25 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 4. Dezember, 8 Uhr).

Darunter sind ein Schüler der Mittelschule an der Dieselstraße Waldkraiburg und zwei Schüler in unterschiedlichen Klassen der Grundschule Mößling. Die Klassen befinden sich in Quarantäne.

Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 38. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei
208,0. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 341 aktive Fälle.

Update, 16.21 Uhr - 31 neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 31 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei acht Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.085 (Meldestand: 4. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 153,9 (Stand: 4. Dezember, 0 Uhr).

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 39 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden sieben Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Update, 15.12 Uhr - Berchtesgadener Land mit einzigartiger Forschung zu Corona

Die Technische Universität München, der Sanitätsdienst der Bundeswehr sowie die Kommunen und der Landkreis Berchtesgadener Land arbeiten gemeinsam in einem bislang einmaligen Forschungsprojekt, um einen möglichen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten. Durch die Analyse von Corona-Viren im Abwasser soll ein Frühwarnsystem zum Schutz der Bevölkerung entwickelt werden. Insgesamt werden Proben an zehn Messstellen im Landkreis ausgewertet.

Update, 13.51 Uhr - Kurz: Migranten „importierten“ Corona-Fälle durch Heimatbesuche

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat seine viel kritisierte Aussage wiederholt, dass das Corona-Virus im Sommer durch Auslandsreisen von Menschen mit Migrationshintergrund „eingeschleppt“ worden sei. Die Alpenrepublik habe durch Reiserückkehrer, vor allem vom Balkan, ein Drittel des Infektionsgeschehens im Sommer „importiert“, so Kurz bei „Bild live“. „Das ist einfach ein Faktum, das ist keine Schuldzuweisung, sondern schlicht und ergreifend die Realität“, sagte Kurz.

Kritik an der Wortwahl von Kurz kam nicht nur von der Opposition und in sozialen Medien. Die Kommunikation der Reisebeschränkungen sei „einseitig und von mangelnder Sensibilität“ geprägt gewesen, so Grünen-Chef und Koalitionspartner Werner Kogler. Die Aussagen hätten viele Menschen verletzt. „Und ich denke da besonders an die vielen Frauen und Männer, die sich bei uns seit vielen Monaten in Pflegeheimen, Spitälern - da auch in den Intensivstationen - und in anderen wichtigen Bereichen voll einsetzen“, so Kogler.

Statistiken der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) besagen, dass es zwei Sommerwochen gab, in denen ein Drittel der Corona-Fälle auf Rückkehrer vom Balkan zuzuordnen sind. Allerdings würden die Zahlen nichts über die Nationalität der Infizierten aussagen.

Update, 13.03 Uhr - Dr. Hierl: „Müssen zwingend Überlastung der Krankenhäuser vermeiden“

„Trotz der ergriffenen Infektionsschutzmaßnahmen verharrt das Infektionsgeschehen in der Region bislang auf einem hohen Niveau und konnte nicht wie erhofft deutlich abgebremst werden. Aktuell werden täglich über 100 Personen in Stadt und Landkreis positiv gemeldet. Das sind zu viele Fälle, um das Infektionsgeschehen wirkungsvoll eindämmen zu können. Seit Mitte Oktober haben wir auch wieder vereinzelte Todesfälle an und mit einer COVID-Infektion zu beklagen. Nach wie vor sehe ich die Situation sehr kritisch. Insbesondere die Zahl der Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereitet uns Sorgen”, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim.

Und weiter: „Es steht zu befürchten, dass durch die Ausbruchsgeschehen zunehmend betagte Personen sowie Patienten oder Bewohner mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem erkranken mit der Folge schwerer Krankheitsverläufe und von Todesfällen. Erste Hinweise darauf sind die gestiegenen Behandlungszahlen auf den Normalstationen aber gerade auch auf den Intensivstationen in den Kliniken der Region. Das Gesundheitsamt stemmt sich mit allen Unterstützungskräften weiterhin mit aller Macht gegen diese zweite Welle und versucht, durch deutliche Aufstockung des Personals ein Wiederaufflammen der unkontrollierten Ausbreitung in der Region zu verhindern. Wir hoffen, dass die von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Beschränkungsmaßnahmen doch noch eine deutlichere Wirkung entfalten werden. Wir müssen zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region vermeiden. Das gelingt aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten!”

Die aktuellen Fallzahlen in den Rosenheimer Gemeinden findet Ihr hier in einem Extra-Artikel von rosenheim24.de.

Update, 12.11 Uhr - Warteschlangen zum Auftakt der Massentests in Österreich

Die Corona-Massentests in Österreich stoßen auf reges Interesse. Zum Auftakt am Freitag bildeten sich in Wien und Innsbruck nach Angaben von Reportern des ORF und des Senders OE24 längere Warteschlangen vor den Teststationen. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150.000 Tests pro Tag.

Die Regierung hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen mehrere Millionen Österreicher untersuchen lassen. Ziel ist es, besonders auch die symptomfreien Infizierten zu entdecken, um so die Infektionsketten zu durchbrechen. Neben Wien und Tirol startete das Projekt am Freitag auch im Bundesland Vorarlberg. Die weiteren sechs Bundesländer folgen in den nächsten Tagen. Vergleichbare Massentests gab es bisher im Nachbarland Slowakei oder auch im norditalienischen Südtirol.

Update, 11.46 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Altötting

434 aktive Corona-Fälle meldet das Altöttinger Landratsamt in einer aktuellen Pressemeldung. Bislang wurden im Landkreis 2241 Infektionen nachgewiesen (Stand 4. Dezember, 11 Uhr). 1733 Landkreisbürger sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen, 74 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

Update, 11.25 Uhr - InnKlinikum meldet zwei Todesfälle

Das InnKlinikum Altötting und Mühldorf meldet in einer aktuellen Pressemitteilung von Freitag, dass am Donnerstag (3. Dezember) zwei Covid-positiv getestete Patienten verstorben sind. Es handelt sich dabei um eine 91-Jährige aus dem Landkreis Mühldorf und eine 63-Jährige aus dem Kreis Landshut.
Aktuell werden im InnKlinikum acht Covid-positiv getestete Patienten auf der Intensivstation behandelt, davon werden sieben beatmet.

Update, 10.33 Uhr - Unfälle und Lawinen: Garmischer Rathauschefin will Auskunft von Söder

Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, hat Ministerpräsident Markus Söder zur Stellungnahme für den Umgang mit neuen Gefahren ohne Liftbetrieb aufgerufen. Ohne Bergbahnen sei unklar, wie angesichts steigender Zahlen von Tourengehern Rettungskräfte bei Unfällen am Berg rasch zu Verletzten kommen sollten, schrieb die CSU-Politikerin am Donnerstag an ihren Parteikollegen in der Staatskanzlei.

Unabhängig davon, dass die Schließung der Lifte „einen immensen Schaden für meinen touristisch geprägten Ort bedeutet“, sei zu klären, wie mit den Skitouristen und den damit erwartbaren Unfällen umgegangen werden solle. „Zudem stellt sich die Frage, wie die Lawinenkommission tätig werden soll, ohne mittels Seilbahn auf den Berg gelangen zu können“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mit der Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 10. Januar bleiben auch Bergbahnen geschlossen.

Lawinenkommissionen seien zwar nur dort zuständig, wo die Sicherheitsbehörde in der Verantwortung stehe, das sei abseits von Pisten und Loipen nicht der Fall. Allerdings nutzten immer mehr Skitouristen die Pisten zum Aufstieg .„lch darf Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, darauf hinweisen, dass wir in den nächsten Tagen mit erheblichen Schneefällen rechnen“, mahnte Koch. Das könnte Tourengeher anlocken.

Sie hoffe auf eine Antwort des Regierungschefs, wie mit der Problematik umzugehen sei. Schließlich, so schrieb Koch, gebe es für einen Skifahrer „nichts Schöneres, als im Tiefschnee seine Spuren zu ziehen“. Der Markt Garmisch-Partenkirchen lehne aber jegliche Verantwortung ab, „sollte es zu Lawinenereignissen auf unserer Flur kommen und hierdurch Skitouristen zu Schaden kommen“.

Update, 9.03 Uhr - Landkreis Altötting meldet 31 neue Corona-Fälle

Das Landratsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 31 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 3. Dezember, 17.30 Uhr Uhr). Unter den Neu-Infizierten befinden sich unter anderem auch drei Kinder (zwei, vier und acht Jahre alt).
Die Gesamtzahl der Fälle seit Pandemie-Ausbruch stieg in Stadt und Landkreis Altötting damit auf 2221. Derzeit gibt es 459 aktive Fälle. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 254,7.

Update, 8.19 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen aus der Region

Entwicklung der Inzidenzen in der Region (Stand 4. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. die 7-Tages-Inzidenzen haben sich in den Kreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag auf hohem Niveau eingependelt und dabei unterschiedlich entwickelt. Mit Stand Freitag (4. Dezember) meldet nur der Kreis Traunstein (von 168,6 auf 178,8) eine steigende Inzidenz. Die Inzidenzen in den übrigen Landkreisen sind gesunken: Kreis Berchtesgadener Land (von 157,7 auf 153,9), Kreis Mühldorf (von 216,6 auf 206,3), Kreis Rosenheim (von 182,9 auf 171,8) und Stadt Rosenheim (von 278,5 auf 242,3).

Der Landkreis Altötting meldet eine gleichbleibende Inzidenz von 245,7. Laut neuesten Daten des RKI (Stand: 4. Dezember) gibt es in der Region leider auch einen Todesfall im Kreis Rosenheim zu verzeichnen.

Update, 7.03 Uhr - Verwaltungsgerichtshof weist Eilantrag gegen Einreise-Quarantäne ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die geltende Quarantäneverordnung bei der Einreise in den Freistaat abgelehnt. Die Regelung bleibt damit in Kraft und wird nicht bis zu einer endgültigen Entscheidung vorläufig außer Vollzug gesetzt, wie das Gericht am Donnerstag in München mitteilte.

Zunächst ging es allein um den Eilbedarf. Hier wertete das Gericht das öffentliche Interesse am Schutz von Leben und Gesundheit vieler Menschen höher als das Interesse der Betroffenen, eine Quarantäne zu vermeiden. Grundsätzlich muss nun im Hauptsacheverfahren entschieden werden.

Der Antragsteller hält sich der Mitteilung zufolge derzeit an seinem Zweitwohnsitz in Spanien auf und möchte nach Bayern zurückreisen. Spanien ist aber gegenwärtig als Risikogebiet eingestuft. Nach der Quarantäneverordnung besteht bei Einreisen aus einem Risikogebiet die Pflicht, sich in eine zehntägige häusliche Quarantäne zu begeben. Bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests kann die Quarantäne entsprechend früher beendet werden. Ein Test ist frühestens fünf Tage nach der Rückkehr nach Bayern zulässig.

23.449 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.449 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp über den 22.806 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Mit 432 neuen Todesfällen binnen eines Tages wurde der dritthöchste Stand seit Beginn der Pandemie gemeldet. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Freitag auf 18.034. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.130.238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 04.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund
820.600 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,94 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/jv/dpa

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