News-Ticker zur Corona-Pandemie

EKD über Vereinsamung in Altenheimen: „Wenn Menschen sterben, müssen sie Begleitung bekommen“

Heinrich Bedford-Strohm (l), EKD-Ratsvorsitzender warnt vor Vereinsamung und Isolation in Altenheimen wegen der Corona-Maßnahmen
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Heinrich Bedford-Strohm (l), EKD-Ratsvorsitzender warnt vor Vereinsamung und Isolation in Altenheimen wegen der Corona-Maßnahmen

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit über neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (7. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 289,5, Landkreis Rosenheim 290,8, Landkreis Traunstein 258,9, Landkreis Berchtesgadener Land 223,7, Landkreis Mühldorf 220,9, Landkreis Altötting 203,6 (Quelle/Stand: RKI, 7. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1256, Landkreis Rosenheim 4449, Traunstein 2414, Berchtesgadener Land 1447, Mühldorf 1384, Altötting 1156 (Quelle/Stand: RKI, 7. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 208, Traunstein 93, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 7. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 11.226 Todesfälle in Deutschland (2851 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.03 Uhr - Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche: „Wenn Menschen sterben, müssen sie Begleitung bekommen.“

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht in der Corona-Pandemie die Gefahr von Vereinsamung und Isolation der Menschen in Altersheimen. „Der grundlegende Besuch in Altersheimen muss möglich bleiben“, sagte Bayerns Landesbischof der Deutschen Presse-Agentur.

Sterbebegleitung sei fundamental. „Es ist klar: Wenn Menschen sterben, müssen sie Begleitung bekommen.“ Pflegeheimleitungen sollten in dieser Abwägung immer denen den Vorrang geben, „die nicht alleine sterben wollen“.

Bei der Frage nach dem Schutz vor Corona-Infektionen in Altersheimen sei die „Balance fundamental zwischen Menschenschutz und dem Grundbedürfnis eines jeden Menschen, dass er Begleitung hat.“ Es gebe Angehörige von Menschen, die sterben, weil das Virus ins Heim gekommen sei. „Sie trauern genauso wie Angehörige von Menschen, die ohne Begleitung sterben. Der zentrale Wert ist Selbstbestimmung.“

Es gebe unterschiedliche Menschen und Bedürfnisse. „Der eine will lieber sicher sein. Andere sagen, man kann auch den sozialen Tod sterben und dass es viel schlimmer ist, wenn man einsam ist in den letzten Monaten und Jahren des Lebens.“

Update, 20.08 Uhr - 43 Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am heutigen Samstag, den 7. November 43 neue bestätigte SARS-Cov-2-Fälle im Landkreis Altötting. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Corona-Fälle steigt damit auf 1.214. Neun der neu gemeldeten Fälle stammen aus dem Stadtgebiet Altötting. Die restlichen 34 Fälle aus dem Landkreis.

Update, 19.15 Uhr - Tausende widersetzen sich Auflösung von „Querdenken“-Demo in Leipzig

Tausende Demonstranten haben sich in Leipzig der Auflösung einer „Querdenken“-Demonstration widersetzt. Sie marschierten am Samstagabend auf dem Innenstadtring. Wenige Polizisten begleiteten den Zug. Einige der Demonstranten skandierten „Frieden Freiheit, keine Diktatur“ und „Merkel muss weg“. Im Bereich des Hauptbahnhofes sei eine Sperre geöffnet worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. „Teilnehmer der ehemaligen Versammlung führen einen von der Versammlungsbehörde als verbotenen einklassifizierten Aufzug durch.“ An Absperrungen sei es zu „zahlreichen Übergriffen“ auf Polizisten gekommen.

Zuvor hatte die Stadt Leipzig die Kundgebung, die sich gegen Corona-Maßnahmen richtete, mit nach Polizeiangaben 20.000 Teilnehmern aufgelöst, da diese größtenteils gegen die Versammlungsauflagen verstoßen hatten. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, 90 Prozent der Teilnehmer hätten keinen Mund-Nase-Schutz getragen. Ein Gericht hatte am Morgen die zulässige Teilnehmerzahl auf 16.000 begrenzt. Beobachter gingen davon aus, dass insgesamt weit mehr als die 20.000 von der Polizei gezählten Teilnehmer nach Leipzig gekommen waren.

Das Bündnis Leipzig nimmt Platz, das einen Gegenprotest organisiert hatte, rief am Samstagabend dazu auf, sich zurückzuziehen. „Wir schätzen die Lage als zu gefährlich ein“, schrieb das Bündnis auf Twitter.

Update, 17.41 Uhr - Nach Auflösung: Ausschreitungen zwischen Polizei, „Querdenkern“ und Gegendemonstranten in Leipzig

Bei der Auflösung der „Querdenken“-Demo in Leipzig ist es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Am Samstagnachmittag zündeten Teilnehmer am Ort der Kundgebung am Augustusplatz Böller und Raketen. Am Hauptbahnhof kam es zu kleineren Schlägereien zwischen Teilnehmern der Demo und Gegendemonstranten, Polizisten gingen dazwischen. Auf Twitter berichtete die Polizei von Angriffen auf die Einsatzkräfte. „Wiederholt werden Einsatzkräfte in #Leipzig attackiert. Unterlassen Sie das Zünden von Pyrotechnik und den Bewurf mit Gegenständen!“ Gegen Straftäter werde man konsequent vorgehen.

Zuvor hatte die Stadt Leipzig die Kundgebung mit nach Polizeiangaben 20.000 Teilnehmern aufgelöst, da die größtenteils gegen die Versammlungsauflagen verstoßen hatten. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, 90 Prozent der Teilnehmer habe keinen Mund-Nase-Schutz. Ein Gericht hatte am Morgen die zulässige Teilnehmerzahl auf 16.000 begrenzt. Beobachter gingen davon aus, dass insgesamt weit mehr als die 20.000 von der Polizei gezählten Teilnehmer nach Leipzig gekommen waren.

Update, 17.01 Uhr - Nach zahlreichen Verstößen: „Querdenken“-Demonstation in Leipzig nun aufgelöst

Nach zahlreichen Verstößen gegen die Versammlungsauflagen hat die Stadt Leipzig die „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Politik aufgelöst. Das teilte die Stadt auf Twitter mit. Die Veranstalter riefen die laut Polizei rund 20 000 Teilnehmer auf dem Augustusplatz in der Innenstadt auf, dem zu folgen. „Wir werden jetzt die Bühne verlassen, die Versammlung ist aufgelöst“, sagten die Organisatoren am Nachmittag. „Verhaltet euch bitte friedlich.“

Bei der Demonstration hatten zuvor die allermeisten Teilnehmer gegen die Corona-Regeln verstoßen. So hatte kaum jemand eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen oder den Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten. Daraufhin hatte die Polizei die Versammlungsfläche am Mittag deutlich vergrößert.

Update, 16.50 Uhr - 29 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land bestätigt

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 29 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei vier Personen um Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet und bei drei Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in Quarantäne befanden.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 1.463 (Meldestand: 07.11.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt aktuell bei 223,73.

Von den insgesamt 1.463 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 1.126 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 307 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z.B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 322 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit noch 23 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden nach wie vor sechs Patienten intensivmedizinisch betreut.

Bürgertelefon ab Samstag, 7. November eingestellt

Das Bürgertelefon, das für Bürgerinnen und Bürger für Fragen im Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung des Landkreises Berchtesgadener Land vom 19.10.2020 eingerichtet wurde, wird ab dem heutigen Samstag, 7. November 2020 endgültig eingestellt.

Update, 15.58 Uhr - „Querdenken“-Demo in Leipzig: Polizei zählt 4.000 Teilnehmer mehr als angemeldet

Zur „Querdenken“-Demonstration in die Leipziger Innenstadt sind deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet. Die Polizei gehe von 20.000 Teilnehmern aus, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe am Samstagnachmittag. „Das ist ein weiterer Auflagenverstoß.“ Nur 16.000 Teilnehmer waren für die Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen angemeldet gewesen.

Schon vorher hatte die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt, so trug kaum jemand eine Mund-Nasen-Bedeckung, auch die Abstandsregeln wurden missachtet. Die Polizei nehme die Verstöße auf, so der Sprecher. Insgesamt sei die Kundgebung zunächst friedlich verlaufen, nur am Rande habe es vereinzelt Zusammenstöße der „Querdenken“-Teilnehmer mit Gegendemonstranten gegeben.

Update, 14.40 Uhr - Und wieder abgelehnt: Verwaltungsgericht weist „Querdenken“-Beschwerde in München ab

Die Organisatoren der „Querdenker“-Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen haben in München weitere gerichtliche Niederlagen einstecken müssen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies am Samstag zwei Beschwerden im Zusammenhang mit Demonstrationen sowohl an diesem Sonntag als auch von Montag bis Sonntag kommender Woche zurück. Die Stadt München hatte die Demos mit Blick auf den Infektionsschutz zuvor verboten.

Für diesen Sonntag sollte angeblich eine Veranstaltung mit rund 120.000 Menschen auf der Theresienwiese stattfinden. Der Veranstalter habe trotz entsprechender Aufforderung durch den Senat nicht glaubhaft gemacht, dass er diese angekündigten Versammlungen tatsächlich durchführen wolle, hieß es nun in der Mitteilung des Verwaltungsgerichtshofs.

Anders als bei den bisherigen Versammlungen in München und der für Samstag geplanten Versammlung in Leipzig würden Demonstrationen zwischen dem 8. und 15. November in München auf den Internetseiten und Social-Media-Kanälen der „Querdenken“-Bewegung nicht erwähnt. Auch sonst sei nicht ersichtlich, dass diese Veranstaltungen in irgendeiner Form beworben oder vorbereitet würden, so das Gericht weiter. Weitere Rechtsmittel gegen die Beschlüsse können nicht eingelegt werden.

Die Beschwerden der „Querdenker“ hatten sich gegen Entscheide des Verwaltungsgerichts München gerichtet. Das hatte am Freitag das von der Stadt ausgesprochene Verbot bestätigt und einen Eilantrag der Veranstalter abgelehnt. Das Gericht verwies dabei auf das Infektionsschutzgesetz. Die „Querdenken“-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Corona-Maßnahmen - dabei werden Abstandsgebote und die Maskenpflicht oftmals ignoriert.

Update, 13.30 Uhr - Söder macht Hoffnung - und warnt zugleich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die derzeitigen corona-bedingten Einschränkungen Wirkung zeigen. „Der Lockdown light wird wirken. Die Medizin ist bitter, aber notwendig. Ich hoffe, die Dosis reicht“, sagte er der „Rheinischen Post“. Söder rief die Bürger zugleich auf, „Geduld zu bewahren. Wir brauchen mindestens zwei Wochen, um den Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können. Es wäre falsch, die Therapie frühzeitig abzubrechen.“ Der Ministerpräsident betonte zugleich, Deutschland habe den „mildesten Lockdown, den es derzeit in Europa gibt.“

Die Ängste der Bürger in Deutschland, sich mit dem Virus zu infizieren, sind einer Forsa-Befragung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zufolge gestiegen. So waren im Juni 8 Prozent sehr und 58 Prozent der Menschen etwas besorgt, sich selbst zu infizieren. Im Oktober sind 18 Prozent sehr und 67 Prozent etwas besorgt, berichtet die Zeitung unter Berufung der ihr vorliegenden Studie weiter.

Update, 12.10 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 47 neue Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung 47 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 7. November, 8 Uhr). Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 286 aktive Fälle. Davon werden 15 Personen stationär in einem Krankenhaus behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt derzeit bei 225,3 (nach Angaben des Landratsamtes Mühldorf).

Update, 10.41 Uhr - 23.399 neue Fälle - 7-Tage-R bei 0,99

Bei der Zahl erfasster Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) erneut einen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsämter meldeten 23.399 neue Fälle binnen 24 Stunden (siehe Update, 8.33 Uhr). Am Tag zuvor waren 21.506 neue Infektionen gemeldet worden - und damit erstmals mehr als 20.000. Schon an den drei vergangenen Samstagen war jeweils ein Rekord bei den Neuinfektionen erreicht worden: Der Wert lag am 31. Oktober bei 19.059, am 24. Oktober bei 14.714 und am 17. Oktober bei 7830 Fällen.

Die Zahl erfasster Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 130 auf insgesamt 11.226, wie das RKI am Samstag meldete. Schon in den vergangenen Tagen hatte die Zahl deutlich über 100 gelegen (6.11. bei 166, 5.11. bei 116, 4.11. bei 151, 3.11. bei 131.). Der insgesamt höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,99 (Stand: 6. November; Vortag: 0,93). Insgesamt hat das RKI seit Beginn der Pandemie bundesweit 642.488 Infektionen mit Sars-CoV-2 erfasst. Rund 412.000 Menschen sind den Daten zufolge bereits wieder genesen.

Update, 9.45 Uhr - Jetzt alle Kreise der Region über 200er-Marke

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 7. November).

Die 7-Tage-Inzidenzen in der Region sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) von Freitag auf Samstag größtenteils erneut deutlich angestiegen. Der Landkreis Altötting übersprang dabei nun als letzter Kreis in der Region nun auch die 200er-Marke und liegt nun bei einer 7-Tage-Inzidenz von 203,6.

Stadt (von 280,1 auf 289,5) und Landkreis Rosenheim (von 266,3 auf 290,8) nähern sich unterdessen immer mehr der 300er-Marke. Auch in den anderen Landkreisen der Region - Traunstein von 235,7 auf 258,9, Berchtesgadener Land von 209,6 auf 223,7 und Mühldorf von 200,2 auf 220,9 - wurden deutliche Steigerungen gemeldet. Weitere Todesfälle gab es in der Region im Vergleich zum Vortag glücklicherweise nicht.

Update, 8.33 Uhr - Erneut Rekordwert: Über 23.000 neue Corona-Fälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat soeben die neuesten Fallzahlen veröffentlicht. Demnach wurden jetzt binnen 24 Stunden 23.399 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert - dies bedeutet erneut einen neuen Negativrekord. Zudem stieg die Zahl der Todesfälle um 130 auf jetzt insgesamt 11.226 (Stand: 7. Oktober, 0 Uhr).

*Ausführliche Angaben folgen in Kürze!*

Update, 7.19 Uhr - RKI-Fallzahlen derzeit noch nicht veröffentlicht

Anm. der Red.: Die aktualisierten Fallzahlen des Robert-Koch-Institut (RKI) liegen derzeit noch nicht vor. So bald diese veröffentlicht sind, wird die Redaktion diese schnellstmöglich nachreichen.

Bereits fast eine halbe Million Antigen-Schnelltests ausgeliefert

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt die Lieferung von Antigen-Schnelltests an die bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte gut voran.  Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte: „Wir haben bislang schon 464.400 Antigen-Schnelltests an 67 Landkreise und kreisfreie Städte verteilt (...).“

Die Ministerin fügte hinzu: „Angefangen haben wir Mitte Oktober mit den Kommunen und Landkreisen mit den höchsten Inzidenzen. Sukzessive werden jetzt alle Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern Antigen-Schnelltests bekommen. Das leistet kein anderes Bundesland.“ Welche Städte und/oder Landkreise bereits beliefert wurden, nannte das Ministerium nicht.

Huml verwies in diesem Zusammenhang auf die Coronavirus-Testverordnung des Bundes (TestV). Huml erläuterte: „Zunächst gilt der Grundsatz, dass sich die berechtigten Einrichtungen wie Pflegeheime, Kliniken und Arztpraxen seit 15. Oktober ihren Bedarf an Antigen-Schnelltests eigenständig auf dem freien Markt beschaffen. Dies geschieht etwa über die Apotheken oder den pharmazeutischen Großhandel.“

Unabhängig davon habe sich die Bayerische Staatsregierung insgesamt 10,5 Millionen Antigen-Schnelltests bei verschiedenen Herstellern für Bayern gesichert, um schnell auf hohe Infektionszahlen in einzelnen Regionen reagieren und die Tests den Gesundheitsämtern zur Verfügung stellen zu können, hieß es weiter.

mw/dpa

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