News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weiterhin Besuchsverbot an Kliniken der Südostbayern AG - Aktuelle Zahlen aus der Region

Personal hält Fieberthermometer (Symbolbild)
+
Personal hält Fieberthermometer (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (1. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 273,8, Landkreis Rosenheim 192,5, Landkreis Traunstein 177,6, Landkreis Berchtesgadener Land 142,5, Landkreis Mühldorf 205,4, Landkreis Altötting 214,3 (Quelle/Stand: RKI, 1. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1743, Landkreis Rosenheim 6384, Traunstein 4116, Berchtesgadener Land 2001, Mühldorf 2267, Altötting 2048 (Quelle/Stand: RKI, 31 Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 25, Landkreis Rosenheim 234, Traunstein 117, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 36, Altötting 64 (Quelle/Stand: RKI, 1. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 16.636 Todesfälle in Deutschland (3801 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.36 Uhr - Neue Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 18 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei vier Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.000 (Meldestand: 1. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern (LGL) aktuell bei 142,55 (Stand: 1. Dezember, 8 Uhr).

Landrat Bernhard Kern zur aktuellen Lage im Landkreis: „Mit Erreichen der 2.000er Grenze an Infektionen wurden seit März 2020 knapp 2 % der Einwohner des Landkreises Berchtesgadener Land mit dem Coronavirus infiziert. Aktuell liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert bei uns zwar wieder unter 150, aber es sind immer noch knapp 200 Personen aktuell positiv getestet und somit aktive Fälle. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich nun aus der 9. BayIfSMV ergebenden Kontaktbeschränkungen und Regulierungen zu beachten und einzuhalten.“

Am 1. Dezember 2020 ist die Neunte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (9. BayIfSMV) in Kraft getreten. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen in Zusammenhang mit den nun aktuell geltenden Regelungen unter folgendem Link: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/#fragen-zum-lockdown-light.

Von den insgesamt 2.000 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 1.768 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 197 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 587 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 48 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 9 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-Corona-Fälle. 

Pressemeldung aus dem Berchtesgadener Land

Update, 17.45 Uhr - Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1325 aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 177,6. Seit der letzten Pressemitteilung am 30. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 51 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 4165 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung drei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen Mann (91 Jahre) und zwei Frauen (85 und 86 Jahre) bei welchen eine COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 120 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Als genesen gelten mindestens 2720 Personen (97 Personen mehr seit der Meldung vom 30. November).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 66 COVID-19-Patienten behandelt, davon 54 auf der Normalstation und 12 auf der Intensivstation.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Update, 17.20 Uhr - 22 neu gemeldete Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Nach der aktuellen Meldung des Landratsamtes Altötting wurden im Landkreis Altötting 2119 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 seit Beginn der Pandemie nachgewiesen. Damit liegen zum heutigen Datum 22 neu gemeldete Corona-Fälle vor.

1632 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 72 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

415 sind aktuell mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Update, 16.50 Uhr - Weiterhin keine Besuche in den Südostbayern AG Kliniken möglich

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

In allen Standorten der Kliniken Südostbayern AG gilt wegen der Corona-Pandemie weiterhin ein allgemeines Besuchsverbot. Auf Basis des allgemeinen Hausrechts bleibt zur maximalen Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter das Besuchsverbot bestehen.

Ausnahmen gelten wie gehabt nach Rücksprache mit dem Stationsarzt und Information der Screeningstelle am Patienteneingang für eine Begleitperson in der Pädiatrie (ein Elternteil), für Versorgungs- und Betreuungspersonen mit konkretem Patientenauftrag, für einen Angehörigen eines Palliativpatienten sowie die Schwangerenbegleitung und Väter bei der Niederkunft.

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern AG

Update, 16.41 Uhr - Auswirkungen der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung an den Schulen in betroffenen Landkreisen

Seit dem heutigen Dienstag, 1. Dezember, gilt die 9. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Diese wirkt sich unter anderem auch auf den Schulbetrieb im Landkreis Mühldorf am Inn aus. Demnach muss in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz ab 200 sichergestellt sein, dass an allen weiterführenden und beruflichen Schulen ab der Jahrgangsstufe 8 ein Mindestabstand von 1,5 Metern auch im Klassenzimmer eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Förderschulen und Abschlussklassen aller Schularten.

Update, 15.40 Uhr - 20 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn - Zwei Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn sind zwei Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 30. November gibt es 20 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 01. Dezember 2020, 08:00 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 364 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, erhöht sich auf 36. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 212,31.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Update, 14.40 Uhr - Strikte Ausgangsbeschränkungen in Nürnberg

Die Stadt Nürnberg verhängt als erste Großstadt in Bayern im Teil-Lockdown zusätzlich strikte Ausgangsbeschränkungen. Damit sollen die stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Die Beschränkungen sollen ab sofort bis zunächst zum 20. Dezember gelten, kündigte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Dienstag an. Nürnberger dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Nürnberg ist nach München und mit mehr als 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns und ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot in der Innenstadt aus. Ab dem 7. Dezember sollen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe geteilt und im Wechsel unterrichtet werden - mit Ausnahme von Förderschulen, schulvorbereitenden Einrichtungen und Abschlussklassen.

Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss sich vorher auf eine Infektion testen lassen und eine FFP2-Maske tragen. Demonstrationen dürfen nur noch an einem festen Ort für maximal 60 Minuten stattfinden, alle Teilnehmer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Update, 14.02 Uhr - Corona-Alarm bei der Münchner Berufsfeuerwehr

Fünf Feuerwehrmänner der Feuerwache 4 (Schwabing) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, das berichtet die Bild. Die Infizierten mussten in Quarantäne, vorsorglich begaben sich auch etwa 20 weitere Kollegen in Isolation. Die Alarmbereitschaft sei gesichert, diese übernahm die Freiwillige Feuerwehr und eine Reserve der Berufsfeuerwehr.

Seit Dienstagmorgen ist eine neue Mannschaft im Einsatz, die keinen Kontakt zu den Infizierten hatte. Feuerwehr-Sprecher Johann Petryszak zur Bild: „Es war nur eine Frage der Zeit, bis es uns trifft. Deswegen waren wir darauf vorbereitet.“

Die Pressekonferenz im Live-Video

Update, 13.22 Uhr - Huml: „Dürfen uns nicht ausruhen“

Die Auslastung der Krankenhäuser in Bayern sei weiter ansteigend und ernst. „Dürfen uns nicht ausruhen“, beginnt Melanie Huml ihre Ausführungen. Gerade in Pflegeheimen wolle Bayern die Schnelltestung weiter ausbauen. Die letzten Monate sei auch das Pandemie-Zentrallager weiter ausgebaut worden, zur Not könnten auch ca. 1000 Beatmungsgeräte kurzfristig nachgeliefert werden.

Im Punkt der Impfzentren seien die Rückmeldungen und Signale aus den Landkreisen durchwegs positiv. Die Umsetzung bis 15. Dezember könne wahrscheinlich eingehalten werden. Die Personallage sei allerdings noch nicht überall gesichert, teilweise würden vor Ort Ausschreibungen laufen.

Update, 13.08 Uhr - Herrmann: Lage in Bayern weiter besorgniserregend

Besorgniserregend“, so beschreibt Staatskanzleichef Florian Herrmann die Lage in der Pressekonferenz nach der wöchentlichen Kabinettssitzung. Der Anstieg sei aktuell glücklicherweise nicht exponentiell, sondern linear - deswegen jedoch nicht weniger besorgniserregend. Die Kliniken seien weiter stark beansprucht. „Wir müssen in den täglichen Fallzahlen runterkommen“, so Herrmann. Nicht nur wegen der Lage in den Kliniken, sondern auch für die Nachverfolgung.

Herrmann geht anschließend auf die seit heut geltenden Corona-Regeln ein und erläutert nochmals die einzelnen Maßnahmen und die „Hotspot-Strategie“ für Kreise über einer Inzidenz von 300. Ziel sei weiterhin, eine Inzidenz von 50 zu erreichen. Nur so könne die Lage bestmöglich im Griff behalten werden.

Update, 12.22 Uhr - Bayerns Kabinett berät über Corona-Lage - Pressekonferenz um 13 Uhr

Im Kabinett der Staatsregierung wird die Corona-Lage am Dienstag erneut im Mittelpunkt stehen - im Fokus der Sitzung (10 Uhr) in der Staatskanzlei soll es dem Vernehmen nach um die Impfstrategie gehen. Darüber hinaus wollen die Regierungsfraktionen von Freien Wählern und CSU im Landtag (11.15 Uhr) ihre Pläne für die Therapie von Corona-Infizierten als vierte Säule in der bayerischen Corona-Strategie vorlegen.

Das Kabinett hatte erst am vergangenen Donnerstag die neue Corona-Verordnung beschlossen. Sie sieht unter anderem auch vor, dass vorerst kein Skitourismus möglich ist. Wer zur Freizeitgestaltung die Grenze nach Österreich überquert, muss nach seiner Rückkehr in Quarantäne. Generell geht die Regierung davon aus, dass die Beschränkungen, die bereits seit Anfang November gelten, mindestens bis Januar notwendig sein werden, weil die Infektionszahlen noch nicht wie erhofft abflachen, sondern auf hohem Niveau stagnieren.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz um 13 Uhr.

Update, 11.35 Uhr - Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt.

Die Ema muss die Anträge nun prüfen. Wie lange das dauert, war zunächst unklar. Sollte die Behörde eine bedingte Zulassung empfehlen, könnte der Impfstoff noch im Dezember eingesetzt werden, teilte Biontech mit. Die endgültige Entscheidung trifft die EU-Kommission, die in der Regel der Ema-Empfehlung folgt.

Die Mainzer Firma Biontech könnte ihren Corona-Impfstoff nach einer Zulassung durch die Behörden nach eigenen Angaben „innerhalb von wenigen Stunden“ ausliefern. Das sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). „Wir haben auf Halde produziert und alles, was da ist, kann innerhalb von wenigen Stunden dann wirklich verteilt werden.“ Man sei gut auf diese Verteilung vorbereitet. Der Impfstoff werde in Boxen geliefert und könne in diesen mit Trockeneis bis zu 30 Tage im jeweiligen Impfzentrum gekühlt werden oder bis zu fünf Tage in einem handelsüblichen Kühlschrank. Gefrierschränke würden erst wichtig, wenn es um eine längere Lagerung gehe.

Update, 11.03 Uhr - Landkreis Altötting meldet 33 neue Corona-Fälle

Das Landratsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 33 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 30. November, 17 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befindet sich unter anderem auch ein Kind im Alter von 10 Jahren aus Erlbach.
Die Gesamtzahl der Fälle seit Pandemie-Ausbruch stieg in Stadt und Landkreis Altötting damit auf 2097Derzeit gibt es 413 aktive Fälle. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 254,7.

Update, 10.14 Uhr - Österreichs Tourismusministerin gegen Schließung von Skigebieten

Die österreichische Tourismusministerin, Elisabeth Köstinger (ÖVP), hat sich gegen die von Deutschland und Italien angeregte Schließung von Skigebieten bis nach dem Jahreswechsel ausgesprochen. „Wir lassen uns sicher nicht von einem anderen Land vorschreiben, wann wir was öffnen“, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag. „Wir würden ja auch nie den Vorschlag liefern, dass man in Deutschland beispielsweise die Schulen schließen soll oder Friseurbetriebe.“

Derzeit sei man in Österreich in „einem wirklich starken Lockdown“, sagte Köstinger. Man plane „das Land behutsam Schritt für Schritt wieder hochzufahren“. Sie betonte, dass der Wintertourismus nicht zum „Sündenbock“ für die Coronainfektionen gemacht werden dürfe. Das Jahr habe den Menschen „extrem viel abverlangt“. Viele wollten nun „mal wieder rauskommen aus der Stadt“, sich erholen und Sport machen. Zuvor hatte sich schon Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz gegen eine europaweit abgestimmte Schließung der Skigebiete gewehrt.

Update, 9.21 Uhr - Bayerns neue Corona-Verordnung setzt auch auf Ausgangsbeschränkungen

Mit lokal begrenzten Ausgangsbeschränkungen in besonders betroffenen Kommunen sollen in Bayern die weiterhin oft außer Kontrolle geratenen Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Diese Maßnahme sieht die am Dienstag in Kraft getretene neunte Auflage der Infektionsschutzverordnung für den Freistaat als eine von mehreren Maßnahmen vor, sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über einem Wert von 300 liegt.

Dies ist aktuell in vier Kommunen der Fall: In den Städten Passau, Nürnberg sowie den niederbayerischen Landkreisen Regen und Passau. Bayernweit lag die Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Montag bei 175,1, aktuell am Dienstag bei 171.

In Passau - hier lag der sogenannte Inzidenzwert am Montag gar beim bundesweiten Rekordwert 579,5 (aktuell bei 549,2) - gilt bereits seit Samstag eine Ausgangsbeschränkung und ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Es wird erwartet, dass auch die anderen betroffenen Kommunen mit Werten über 300 am Dienstag ihre jeweiligen Maßnahmen zur Eindämmung vorstellen werden. Dazu könnten auch weitere Einschränkungen des Schulbetriebes sowie die Schließung von Dienstleistungsbetrieben zählen, die nicht für das tägliche Leben notwendig sind.

Update, 8.19 Uhr - Acht weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 1. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. die 7-Tages-Inzidenzen haben sich in den Kreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag auf hohem Niveau eingependelt und dabei etwas unterschiedlich entwickelt. Während die Landkreise Altötting (von 239,4 auf 214,3), Mühldorf (von 219,2 auf 205,4), Landkreis Rosenheim (von 212,4 auf 192,5), Rosenheim Stadt (von 278,5 auf 273,8) und Kreis Traunstein (von 186,7 auf 177,6) fallende Werte meldeten, ist die Inzidenz im Landkreis Berchtesgadener Land (von 131,2 auf 142,5) doch deutlich angestiegen.

Laut neuesten Daten des RKI (Stand: 1. Dezember) gibt es in der Region leider auch acht Todesfälle zu verzeichnen. Im Landkreis Rosenheim verstarben vier Personen, in den Landkreisen Mühldorf und Traunstein jeweils zwei.

Update, 7.02 Uhr - Verschärfte Dezember-Beschlüsse ab heute in Kraft

Strengere Kontaktbeschränkungen im Dezember, Lockerungen über Weihnachten - die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Regeln sind am Dienstag in den meisten Bundesländern in Kraft getreten, so auch in Bayern. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben damit geschlossen. Zusätzlich sind private Zusammenkünfte ab sofort auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt. Im November waren meist noch Treffen mit bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten erlaubt.

Zu den Dezember-Beschlüssen zählt unter anderem, dass der bereits geltende Teil-Lockdown bis 20. Dezember verlängert wird. „Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten betont.

rosenheim24.de zeigt im Überblick:
Schule, Quarantäne, Hotspots - Das ist ab 1. Dezember in Bayern erlaubt, das verboten

13.604 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13.554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 388 neue Todesfälle gemeldet worden. Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 410 Todesfällen wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Dienstag auf 16.636.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.067.473 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 758.800 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,91 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mz/dpa

Kommentare