News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel und Söder-PK: Teil-Lockdown wird bis 10. Januar verlängert

Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Söder
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Kanzlerin Merkel (CDU, rechts) und Bayerns Ministerpräsident Söder.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (2. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 270,6, Landkreis Rosenheim 194,4, Landkreis Traunstein 177,1, Landkreis Berchtesgadener Land 134,1, Landkreis Mühldorf 216,6, Landkreis Altötting 221,5 (Quelle/Stand: RKI, 2. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1776, Landkreis Rosenheim 6478, Traunstein 4173, Berchtesgadener Land 2014, Mühldorf 2298, Altötting 2090 (Quelle/Stand: RKI, 2. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 25, Landkreis Rosenheim 239, Traunstein 120, Berchtesgadener Land 35, Mühldorf 37, Altötting 70 (Quelle/Stand: RKI, 2. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 17.123 Todesfälle in Deutschland (3862 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.22 Uhr - Pressekonferenz mit Merkel und Söder

Angela Merkel gab am Mittwochabend bekannt, dass es jetzt besonders darum gehe, den 7-Tage-Inzidenzwert auf unter 50 zu drücken. Die Ministerpräsidenten werden sich dafür am 4. Januar wieder beraten. Die derzeit geltenden Maßnahmen, inklusive Teil-Lockdown, werden bis zum 10. Januar weiter gelten.

Auch die Verteilung des Impfstoffes und wer diesen wann erhalten soll, müsse noch deutlicher festgelegt werden. Michael Müller betonte, dass auch andere Themen auf der Ministerkonferenz besprochen wurden, so auch Rechtsextremismus. Die derzeitigen Maßnahmen zeigen laut Müller in der Hauptstadt Berlin Wirkung, dennoch könne man sich nicht zurücklehnen.

Markus Söder betont erneut die prekäre Lage in den Alten- und Pflegeheimen und kündigte eine FFP2-Maskenpflicht für diese an. Auch einen härteren Lockdown könne Söder sich vorstellen. Es sei womöglich besser, kürzer und härter durchzugreifen. Weiterhin plädierte er dafür, die Impfstoffe nicht übereilt zuzulassen.

Laut Merkel konnte Deutschland für das erste Quartal 2021 sieben Millionen Impfstoffdosen von Biontech und Moderna sichern. Pro Person werden zwei Impfdosen benötigt.

Update, 18.27 Uhr - 30 Corona-Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land berichtet von 30 weiteren bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis, wovon es sich bei sieben Personen jeweils um direkte Kontaktpersonen handelt, welche sich bereits in häuslicher Isolation befanden.In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 43 Covid-19-Patienten stationär behandelt, sieben davon auf der Intensivstation.

Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land, weshalb sie bei der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten Fälle aus dem Landkreis nicht berücksichtigt wurden.Die derzeit meisten aktiven Fälle gibt es in Freilassing (58), gefolgt von Bad Reichenhall (22), Ainring (21) und Piding (18).

Update, 17.20 Uhr - Positive Covid-19-Nachweise bei Fleischereibetrieb in Traunstein

Aufgrund vereinzelt positiver Covid-19-Nachweise wurde bei einem Fleischereibetrieb in Traunstein eine betriebsinterne Reihentestung bei allen Angestellten mittels Antigen-Schnelltest durchgeführt. 34 der rund 250 durchgeführten Schnelltests erbrachten ein positives Ergebnis.

Die betroffenen Mitarbeiter haben ihren Dienst daraufhin nicht angetreten und sich noch am gleichen Tag einem PCR-Test am Testzentrum des Landkreises unterzogen. Sämtliche Befunde des Schnelltests wurden daraufhin bestätigt.

Für alle positiv getesteten Mitarbeiter sowie die Kontaktpersonen 1 wurden Quarantänemaßnahmen angeordnet. Alle Betroffenen sind beschwerdefrei. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wird in der Kalenderwoche 50 (ab 7. Dezember) eine weitere Testung der gesamten Belegschaft mittels PDC-Diagnostik erfolgen.

Update, 16.09 Uhr - Neue Corona-Regeln in der Stadt Rosenheim

In einer aktualisierten Allgemeinverfügung gab die Stadt Rosenheim neue Beschränkungen und Maßnahmen bekannt, welche seit 1. Dezember gelten. Unter anderem wird die Maskenpflicht auch auf die Fußgängerunterführung zwischen Klepperstraße und Bahnhof ausgeweitet. Außerdem wird der Präsenzunterricht an der Volkshochschule, der Musikschule und den Fahrschulen untersagt. Die komplette Allgemeinverfügung mit allen Neuerungen und Regelungen lesen Sie auf rosenheim24.de!

Update, 15.04 Uhr - Ein weiterer Todesfall im InnKlinikum Altötting/Mühldorf

Derzeit befinden sich insgesamt an den vier Standorten des InnKlinikums 81 Patienten mit positivem Corona-Test in stationärer Behandlung. Die meisten Corona-Patienten werden dabei aktuell am Standort Mühldorf behandelt (32), gefolgt von Burghausen (27) und Altötting (21). Am Standort in Haag wird zur Zeit ein Covid-positiv getesteter Patient behandelt. (Stand 2. Dezember, 10.30 Uhr)

Von den 81 Patienten liegen aktuell insgesamt zehn auf Intensivstation, alle zehn müssen auch beatmet werden. Von den Intensivpatienten stammen vier aus dem Landkreis Mühldorf, drei aus dem Landkreis Altötting und drei aus anderen Landkreisen.

Am gestrigen Dienstag wurde außerdem ein weiterer Todesfall mit bestätigter Corona-Infektion am InnKlinikum Mühldorf gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 80-jährige Frau aus dem Landkreis Mühldorf.

Update, 14.07 Uhr - 35 neue bestätigte Fälle im Kreis Mühldorf - ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 01. Dezember gibt es 35 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 02. Dezember 2020, 8 Uhr). 

Darunter befindet sich ein Schüler an der Grundschule Mößling, die entsprechende Klasse und Mittagsbetreuungsgruppe befinden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 327 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, erhöht sich auf 37. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Angaben des Mühldorfer Landratsamtes zum Stichzeitpunkt bei 227,0.

Pressekonferenz von Kanzler Kurz im Live-Video

Update 13.15 Uhr - Österreich bremst Einreisen über Weihnachten mit Quarantänepflicht

„Die Pandemie ist nach wie vor da und nach wie vor gefährlich“, so eröffnet Österreichs Kanzler Kurz die Pressekonferenz am Mittwoch. In den letzten Wochen sei es gelungen, die Inzidenz deutlich zu reduzieren, darum sei eine leichte Lockerung der Maßnahmen möglich. Man müsse jedoch bis in den Sommer absolut vorsichtig vorgehen. Am Montag (7. Dezember) werden Pflichtschulen und Kindergärten den Regelbetrieb wieder aufnehmen. Ab dem Alter von 10 Jahren gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten nur noch von 20 bis 5 Uhr. Man darf nun auch wieder einen anderen Haushalt treffen. Es seien „nach wie vor starke Einschränkungen“, so Kurz. „Wir wollen aber ein würdiges Weichnachtsfest begehen.“ Kurz verkündet deswegen eine Ausnahmeregel für Weihnachten und Silvester - an diesen Tagen dürfen sich 10 Personen treffen. Gastronomie und Hotels bleiben weiterhin geschlossen, sie dürfen erst ab 7. Januar wieder öffnen.

Sportarten im Freien sind ab Weihnachten (24. Dezember) wieder erlaubt, darunter fallen auch Skifahren, Eislaufen oder Langlaufen. Abstandsregeln sind aber einzuhalten. In den Gondeln gelten Kapazitätsbeschränkungen sowie eine Maskenpflicht. Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen. Kurz appelliert abschließend noch einmal an die Bevölkerung, die Maßnahmen mitzutragen. Ansonsten drohe wieder ein „exponentielles Wachstum“.

Update, 12.43 Uhr - PK um 13 Uhr: Präsentiert Kanzler Kurz den großen „Aufsperrplan“ für Österreich?

Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich ist weiterhin hoch. So wurden in den vergangenen 24 Stunden 3972 neue Fälle eingemeldet, im Schnitt kamen in den vergangenen sieben Tagen täglich 4136 Neuinfektionen hinzu. Seit Dienstag wurden 121 Covid-19-Tote gemeldet, so die Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium.

Am Mittwochvormittag empfing Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler. Sie sprachen über die geplanten Lockerungsschritte nach dem Lockdown und die mittelfristige Strategie der Pandemiebekämpfung in Österreich.

Neben den bereits bekannt gewordenen vorsichtigen Öffnungsschritten, wie beispielsweise der Öffnung des Handels, bahnt sich ein echter Paukenschlag an. Die Regierung plant wohl Skiurlaub über Weihnachten zu verbieten. Laut einem Bericht von oe24.at sollen neben der Gastronomie wohl auch Hotels über Weihnachten geschlossen bleiben. Damit wäre das Skifahren nur noch als Tagestourismus, also ohne Übernachtungen in Hotels und Hüttenbesuch, möglich. Ob eine Öffnung der Skigebiete über Weihnachten überhaupt möglich sein wird, ist noch nicht final geklärt. In Europa ist eine heftige Debatte um dieses Thema ausgebrochen. Kurz hat sich bereits deutlich gegen eine europaweite Schließung der Skigebiete positioniert.

Nach dem Ministerrat findet zu den Öffnungsschritten nach dem Conrona-Lockdown gegen 13 Uhr eine Pressekonferenz statt. rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live.

Update, 12.11 Uhr - Weitere Corona-Fälle an Schulen im Kreis Altötting

An der Weiß-Ferdl-Schule Altötting wurde ein Schüler der 9. Jahrgangsstufe positiv auf das Corona-Virus getestet. 14 Schüler wurden als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt. Das teilt das Altöttinger Landratsamt in einer aktuellen Pressmitteilung bekannt.

Einen weiteren Corona-Fall gab es an der Herzog-Ludwig-Realschule Altötting, nachdem eine Lehrkraft ein positives Testergebnis erhielt. In diesem Fall wurden zwei Klassen als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt. Zudem wurde eine Lehrkraft der Grundschule Marktl positiv getestet. Hier wurden drei Klassen als Kontaktperson der Kategorie I ermittelt.

Update, 11.56 Uhr - Bundesweite Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht

Am Montag, 7. Dezember 2020, findet der erste bundesweite Aktionstag zur Einhaltung der Maskenpflicht statt. Insbesondere die Bayerische Polizei sowie die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel werden die Maskenpflicht bayernweit konsequent kontrollieren.
Auf Bayern bezogen wird das die dritte landesweite Schwerpunktkontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht sein. Bei den letzten bayernweiten Schwerpunktkontrollen am 23. Oktober 2020 wurden insgesamt 1820 Verstöße geahndet.

Update, 11.06 Uhr - Traunsteins Landrat Walch: „Mit 177 ist die Inzidenz noch extrem hoch, aber...“

Traunsteins Landrat Siegfried Walch hat am Dienstagabend erneut ein kurzes Video-Update zur Corona-Lage im Landkreis gegeben. „Mit 177 ist die Inzidenz noch extrem hoch, aber die Richtung stimmt. Die Maßnahmen bewähren sich. Und was sich vor allem bewährt, ist die hohe Anzahl an Tests, die wir durchführen. Das ermöglicht uns genau eins, nämlich den unter Quarantäne zu setzen, der Infiziert ist. Dann muss quasi nicht immer die Allgemeinheit heruntergefahren werden“, führt Walch aus. Dadurch sei es gelungen, die Inzidenz so deutlich zu senken.

Außerdem sei es in der letzten Woche geglückt, die Anzahl der aktiven Fälle zu senken. Zuvor habe man nur den Anstieg bremsen können. Darum könne Walch nun ein positives Signal senden: Besuche in Alten- und Pflegeheimen könnten zur Adventszeit stattfinden. Außerdem konnte so auch mit Wirkung 1. Dezember das Besuchsverbot aufgehoben werden.

Update, 10.03 Uhr - Mediziner: Nein zu Skibetrieb in Bayern vorerst richtige Entscheidung

Mediziner sehen die temporär beschlossene Schließung der Skilifte in Bayern und damit das vorläufige Aus für den Wintersport als richtigen Schritt. „Aus epidemiologischer Sicht sind das vernünftige Maßnahmen – so weh sie verständlicherweise vielen Menschen tun. Wir müssen jede Art von Massenveranstaltung vermeiden“, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing.

Es sei anzunehmen, „dass die Verbreitung des Virus über die Aerosole auch im Freien gut funktioniert, wenn man am Skilift oder insbesondere in Skigondeln eng zusammen steht beziehungsweise sitzt“, sagte Wendtner, der vor zehn Monaten die ersten Corona-Patienten Deutschlands behandelt hatte. Eine Verbreitung durch Après-Ski-Events wie im Frühjahr in Ischgl, obwohl eigentlich verboten, sei zudem bei Öffnung von Skigebieten nicht völlig auszuschließen. Auch auf Skitouren solle ausreichend Abstand zum Vordermann eingehalten werden, um nicht in der Aerosol-Fahne zu laufen. Wendtner riet, zu Tourengehern aus anderen Gruppen vorsorglich den bekannten Abstand mindestens zu verdreifachen, also rund fünf Meter einzuhalten.

Wendtner äußerte die Hoffnung, dass die Infektionszahlen bei Einhalten der Maßnahmen bis Weihnachten sinken. Allerdings sei bisher noch keine Trendwende zu sehen. „Wir müssen von dem hohen Level herunterkommen, weil wir keine unbegrenzten Krankenhauskapazitäten haben“, sagte Wendtner. „Nicht nur der Blick nach Berlin mit übervollen Intensivstationen durch Covid-19 zeigt inzwischen mahnende innerdeutsche Bilder – wir müssen jetzt alles tun, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Alle Kliniken sind jetzt gefordert.“

Update, 9.04 Uhr - Landkreis Altötting meldet 46 neue Corona-Fälle

Das Landratsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 46 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 1. Dezember, 17 Uhr). Unter den Neu-Infizierten befinden sich unter anderem auch drei Kinder im Alter von einem Jahr, vier und acht Jahren.
Die Gesamtzahl der Fälle seit Pandemie-Ausbruch stieg in Stadt und Landkreis Altötting damit auf 2143. Derzeit gibt es 439 aktive Fälle. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt laut Angaben des Landratsamtes bei 253,8.

Update, 8.12 Uhr - Biontech und Pfizer: Großbritannien lässt Corona-Impfstoff zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA.

Update, 8.06 Uhr - 15 weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 2. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. die 7-Tages-Inzidenzen haben sich in den Kreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag auf hohem Niveau eingependelt und dabei unterschiedlich entwickelt. Während die Landkreise Altötting (von 214,3 auf 221,5), Mühldorf (von 205,4 auf 216,6), Landkreis Rosenheim (von 192,5 auf 194,4) steigende Werte melden, sind die Inzidenzen in der Stadt Rosenheim (von 273,8 auf 270,6), im Kreis Berchtesgadener Land (von 142,5 auf 134,1) und im Kreis Traunstein (von 177,6 auf 177,1) gesunken.

Laut neuesten Daten des RKI (Stand: 12 Dezember) gibt es in der Region leider auch 15 Todesfälle zu verzeichnen. Im Landkreis Rosenheim verstarben fünf Personen, im Kreis Altötting sechs. Zudem starben im Kreis Traunstein drei Personen und im Kreis Mühldorf eine Person.

Update, 7.03 Uhr - Bayerns Appell: Skigebiete in Alpen auch über Silvester zu lassen

Im Streit um die Öffnung von Skigebieten in den Alpen appelliert Bayern weiterhin an die anderen Alpenländer, die Pisten auch über Weihnachten und Silvester nicht zu öffnen. Auch wenn sich „unsere Freunde“ in Österreich und der Schweiz jede Einmischung verbieten, könne er am Ende des Tages nur raten, es wie Deutschland zu tun, sagte Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Statt die Pisten, Hotels und Lifte zu öffnen, sollten die von der Schließung betroffenen Branchen lieber 75 Prozent der Umsätze vom Staat erstattet bekommen und die Skigebiete geschlossen bleiben.

Um das gemeinsame Ziel zu erreichen, die Pandemie zu bekämpfen, müssten Kontakte und Reisebewegungen reduziert werden. Daher müsse hinter dem normalen Ski- oder Winterurlaub ein großes Fragezeichen gemacht werden. Bayern sei in dieser Frage gegen Alleingänge und wünsche sich ein europäisch einheitliches Vorgehen.

Wer dennoch zum Skifahren oder Wandern über die Grenze etwa nach Österreich fahre, der müsse nach seiner Rückkehr in Quarantäne, sagte Herrmann. Zwar sei dies an den Grenzen nicht lückenlos „administrierbar“, Skifahrer und andere Wintersportler seien aber etwa in ihren Autos gut erkennbar.

Höchstwert: 487 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18.633 neue Fälle hinzukamen.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 17.123. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.084.743 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 02.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund
779.500 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,89 (Vortag: 0,91). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mz/dpa

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