News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Demo in München: Polizei beendet „Gottesdienst“ an der Theresienwiese

Corona-Demo in München.
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Jürgen Fliege, Fernsehpfarrer und Moderator, spricht bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf der Theresienwiese hinter drei symbolischen Särgen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (1. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bundesweiter Corona-Lockdown ab 2. November: Die Regeln und Maßnahmen im Detail
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 242,3, Landkreis Rosenheim 217,0, Landkreis Traunstein 128,6, Landkreis Berchtesgadener Land 262,4, Landkreis Mühldorf 164,8, Landkreis Altötting 128,2 (Quelle/Stand: RKI, 1. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1086, Landkreis Rosenheim 3767, Traunstein 1970, Berchtesgadener Land 1237, Mühldorf 1145, Altötting 959 (Quelle/Stand: RKI, 1. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 206, Traunstein 89, Berchtesgadener Land 28, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 1. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.481 Todesfälle in Deutschland (2804 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.12 Uhr - Polizei München beendet „Gottesdienst“ an der Theresienwiese

Nachdem die Veranstalter der größten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München die Versammlung kurzfristig als „Gottesdienst“ deklarierten, wurde die Zusammenkunft letztendlich doch von der Münchner Polizei aufgelöst.

Die Begründung: Das Versammlungsgeschehen habe dann doch den Charakter eines Konzerts entwickelt. Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Sonntag, dem 1. November, kam es ab 12 Uhr zu insgesamt sechs Versammlungen, die sich thematisch gesehen sehr kritisch mit den aktuell geltenden Corona-Regelungen auseinandersetzen. Hier kam es bereits im Vorfeld zu rechtlichen Überprüfungen bei den Verwaltungsgerichten, was die Durchführung der Versammlungen betraf. Letztendlich wurden diese sechs Versammlungen mit einem rein stationären Ablauf und einer festen Teilnehmerzahl, wie bereits vom zuständigen Kreisverwaltungsreferat beschieden, gerichtlich bestätigt.

Eine weitere für den Königsplatz angemeldete Versammlung blieb untersagt. Fünf dieser Versammlungen fanden zwischen 12 Uhr und 15.15 Uhr statt und hatten zusammen genommen etwas über 500 Teilnehmer. Bei einer dieser Versammlungen waren noch 30 opponierende Teilnehmer vor Ort. Zu größeren Störungen kam es hierbei nicht.

Es wurden allerdings immer wieder Teilnehmer wegen Verstößen gegen die Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes von der Polizei aus angesprochen. Vereinzelt kam es auch zu Anzeigen deswegen.

Die größte Versammlung sollte schließlich um 16.30 Uhr auf der Theresienwiese in München stattfinden. Hierfür waren 1.000 Teilnehmer zugelassen. Noch bevor es zum Beginn der Versammlung kam, wurde vom Rechtsanwalt des Versammlungsleiters eine Erklärung abgegeben. Hierbei wurde dargelegt, dass es keine Versammlung auf der Theresienwiese aufgrund der seiner Meinung nach rechtlichen Beschränkungen geben wird. Vielmehr wurde nun die Durchführung eines Gottesdienstes angekündigt und auch begonnen.

Für diese Veranstaltung lag weder eine Genehmigung noch ein Hygienekonzept vor. Die rechtlichen Überprüfungen ergaben nach intensiver Beurteilung, dass man den Gedanken eines Gottesdienstes zunächst folgen kann, da Inhalte und der Charakter eines Gottesdienstes erkennbar waren. Dies wurde in den ersten Stunden größtenteils auch eingehalten, wenn gleich nicht nur geistliche Redebeiträge dargeboten wurden.

In der Spitze nahmen 1.900 Personen teil. Als sich die Veranstaltung immer stärker in die Zielrichtung eines Konzerts entwickelte, insbesondere was die Lautstärke und die Darbietungen anbelangte, welche auch mit Applaus bedacht wurden (Allerheiligen gilt als stiller Feiertag), wurde der Veranstalter von Seiten der Polizei entsprechend belehrt.

Hierbei zeigte sich der Veranstalter allerdings nicht einsichtig, so dass die Veranstaltung schließlich gegen 18.55 Uhr von polizeilicher Seite aus beendet wurde.

Eine entsprechende rechtliche Aufarbeitung für diese nicht angezeigte Veranstaltung wird in den nächsten Tagen von den zuständigen Stellen durchgeführt.

Zur Bewältigung der gesamten Versammlungslage an diesem Sonntag waren insgesamt ca. 1000 Polizeibeamte im Einsatz.

Pressemitteilung Polizei München

Update, 20.15 Uhr - 13 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am Abend des 31. Oktobers 13 neue Corona-Fälle im Landkreis. Insgesamt sind damit 972 Menschen seit Beginn der Pandemie im Landkreis Altötting mit Corona infiziert worden.

Update, 19.07 Uhr - Veranstalter machen aus Corona-Demo in München Gottesdienst

Zahlreiche Menschen trafen sich am Sonntag in München, um gegen die geplanten Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. Allerdings kamen weit mehr Menschen, als für die Demonstration zugelassen wurden. Auf der Theresienwiese versammelten sich gut 1.700 Menschen, erlaubt waren 1.000. Der Protest wurde von der Vereinigung „Querdenken 089“ organisiert.

Die Veranstalter der Münchner Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen haben aus ihrer Kundgebung deswegen kurzerhand einen Gottesdienst gemacht. „Hier geht es nicht um Versammlungsfreiheit, hier geht es um einen Gottesdienst“, sagte einer der Redner am Sonntag auf der Theresienwiese, bevor er die Teilnehmer aufrief, mit ihm zu beten. Bei Gottesdiensten im Freien gibt es in Bayern keine maximale Teilnehmerzahl.

Ein Sprecher der Münchner Polizei bestätigte dem BR, dass Juristen des Innenministeriums die Umwandlung von der Corona-Demo zu einem Gottesdienst akzeptiert hätten. Solange die Teilnehmer die formalen Auflagen erfüllen würden, könne man nicht dagegen vorgehen. Die Polizei habe die Situation aber weiter im Blick.

Auf der Bühne, auf der auch Fernseh-Pfarrer Jürgen Fliege als Redner erwartet wurde, waren Kreuze aufgestellt - und Särge mit Blumenkränzen und Deutschland-Flaggen.

Nach Polizeiangaben blieb zu Beginn der Protestaktion alles friedlich.

Menschen stehen bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf der Theresienwiese. Der Protest wurde von der Vereinigung «Querdenken 089» organisiert.

Update, 18.02 Uhr - Zahl der Covid-Patienten an Beatmungsgeräten hat sich vervierfacht

Die Zahl der Covid-Patienten, die auf Intensivstationen in Bayern beatmet werden, hat sich nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft innerhalb eines Monats mehr als vervierfacht.

„Derzeit werden 224 Covid-Patienten auf einer Intensivstation beatmet“, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Siegfried Hasenbein, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. „Am 1. Oktober waren es 51.“

Die bayerischen Krankenhäuser seien zwar „noch ein gutes Stück“ von einer Überlastung entfernt. „Aber das ist natürlich eine besorgniserregende Entwicklung.“ Insgesamt seien derzeit 1300 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Patienten in einem bayerischen Krankenhaus, 245 von ihnen auf der Intensivstation.

„Man muss mit allen Kräften versuchen, diese steigende Zahl der Infektionen abzuflachen und zu bremsen“, warnte Hasenbein. Die Krankenhäuser gehen davon aus, dass die Zahl der schwer erkrankten Covid-Patienten in den kommenden beiden Wochen weiter steigen wird. „Aus Krankenhaussicht kann ich nur sagen: Die Maßnahmen der Bundesregierung waren richtig“, sagte er. „Es war dringend notwendig, zu reagieren.“

Die bayerischen Kliniken seien zwar „im Rahmen des Möglichen“ gut gerüstet, sagte Hasenbein - „was natürlich nicht heißt, dass man Entwarnung geben kann. Die Anstiege der letzten zwei, drei Wochen dürfen keinesfalls so weitergehen.“

In Bayern und ganz Deutschland soll von Montag an das öffentliche Leben weitgehen zum Erliegen kommen. Freizeiteinrichtungen, Restaurants und Theater schließen für den kompletten November, außerdem greifen strenge Kontaktbeschränkungen.

Um einer Überlastung des Gesundheitssystems vorzubeugen, gelten in Bayern von Montag an Sonderregeln für digitale Arztbesuche. Medizinische Behandlungen können dann nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums auch per Videoschalte stattfinden, wenn „dies aus therapeutischer Sicht möglich ist“. Als Beispiel nannte das Ministerium Logopädie-Einheiten.

Update, 16.48 Uhr - Bundeswehr mit rund 4000 Soldaten im Corona-Einsatz

Die Bundeswehr ist inzwischen mit etwa 4000 Soldatinnen und Soldaten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Die Zahl hat sich binnen einer Woche in etwa verdoppelt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte am Sonntag in einem Interview mit den Fernsehsendern RTL und ntv: „Wir sind mittlerweile in jedem zweiten Gesundheitsamt aktiv.“

Schwerpunktmäßig helfen die Soldaten in den Gesundheitsämtern - zum Beispiel bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. Auch in Alten- und Pflegeheimen sind sie aktiv. Die Kräfte gehören zum Einsatzkontingent „Hilfeleistung gegen Corona“, das über insgesamt 15.000 Soldaten verfügt.

Man sehe, dass der Bedarf an Hilfe von Tag zu Tag wirklich sprunghaft ansteige, sagte die CDU-Chefin. „Das ist ein Zeichen dafür, wie massiv diese zweite Welle ist.“ Kramp-Karrenbauer bat die Bevölkerung, sich an die Regeln des am Montag beginnenden Teil-Lockdowns zu halten, „damit wir alle miteinander ein unbeschwerteres Weihnachten feiern können“.

Update, 15.56 Uhr - Virologe Drosten: „Ostern ist die Pandemie nicht beendet“

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité erwartet trotz des Teil-Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie keine schnelle Normalisierung.„Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Aber spätestens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern können – wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen.“ Für richtig hält er demnach die politische Entscheidung, Schulen in der Krise weiter geöffnet zu halten.

Helfen im Kampf gegen die Pandemie könne die weitere Verbreitung von Schnelltests, sagte Drosten. „Wenn sie in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, können wir gefährdete Gruppen sehr regelmäßig und niederschwellig testen“, sagte er der Zeitung.

„Außerdem lässt sich nicht nur feststellen, ob jemand infiziert ist, sondern auch, ob er infektiös ist. Das kann den Umgang mit Quarantäne oder Kontaktverboten erleichtern.“ Dann sei beispielsweise ein vorzeitiges Ende einer Isolierung denkbar. Einen verstärkten Einsatz der Tests erwarte er in wenigen Wochen.

Drosten riet im Alltag zu konsequenter Vorsicht: „Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen.“ Zugleich lasse sich der Spieß umdrehen, indem man so tue, als sei „der andere infiziert und wir wollten uns selbst schützen. Daraus ergibt sich unser Verhalten“.

dpa

Update, 14.46 Uhr - 100 Menschen feiern privat in Münchener Kneipe - Polizei greift durch

Am Freitag, 30. Oktober, gegen 16:30 Uhr, befanden sich ca. 100 Personen bei einer privaten Feier in einem Lokal in Obergiesing. Daraufhin ließ die Münchner Polizei das Lokal komplett räumen. Alle anwesenden Personen wurden über die bestehende Rechtslage aufgeklärt und kamen den Anweisungen der Polizeibeamten die Örtlichkeit zu verlassen problemlos nach.

Gegen den Betreiber des Lokals und den Veranstalter der Feierlichkeit wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen die Bayerische Infektionsschutzverordnung erstattet.

Am Samstag, 31 Oktober, in der Zeitspanne von 17 Uhr bis 21 Uhr, wurden bei Kontrollen zur Einhaltung der Bayerischen Infektionsschutzverordnung im Bereich er Innenstadt (Karlsplatz/Stachus, Herzog-Wilhelm-Park und in der Fußgängerzone Neuhauser- und Kaufingerstraße) mehr als 600 Personen durch Einsatzkräfte der Münchner Polizei kontrolliert.

In diesem Zusammenhang wurden 180 Platzverweise ausgesprochen, ca. 380 mündliche Verwarnungen nach den geltenden Kontaktbeschränkungen und der Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung erteilt. Insgesamt wurden 45 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Regelungen des Infektionsschutzes gefertigt.

Die Münchner Polizei weist im Zusammenhang mit der aktuell geltenden Bayerischen Infektionsschutzverordnung und der aktuell gestiegenen Infektionszahlen ausdrücklich und eindringlich darauf hin, sich an die Bestimmungen zu halten, die Abstände einhalten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und die Kontakte zu minimieren

Pressemitteilung Polizei München

Update, 13.53 Uhr - 40 Menschen bei unerlaubter Abholung von Braut

Etwa 40 Gäste haben sich in Amorbach (Landkreis Miltenberg) getroffen, um die Abholung einer Braut zu feiern. Wie die Polizei bestätigte, ist dies derzeit durch das Infektionsschutzgesetz nicht erlaubt. Die Hochzeitsfeier war aufgrund der derzeitigen Corona-Lage nicht möglich.

Daher versammelten sich die etwa 40 Gäste zur Brautabholung, einem türkischen Hochzeitsbrauch, auf der Straße. Die Gäste erwarten nun eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.

Update, 12.41 Uhr - Studie: Corona-Maßnahmen bremsen Atemwegserkrankungen

Nach einer Analyse der Barmer-Krankenkasse gibt es in diesem Spätsommer und Herbst deutlich weniger Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen als 2019. Die Kasse führt das auf weniger Ansteckungen zurück, weil viele Bundesbürger die Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln in der Pandemie beherzigten, heißt es in der Analyse.

Die deutlichen Abweichungen im Jahresvergleich könnten nicht allein durch unterschiedliche Witterungsbedingungen erklärt werden. „Die AHA-Regeln wirken nachweislich. Das ist kurz vor dem Beginn des zweiten Lockdowns eine wichtige Botschaft“, sagte Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Kasse. „Jeder Einzelne kann und muss etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen.“

Konkret sei im vergangenen Jahr im Freistaat die Zahl der wegen Atemwegsinfekten krankgeschriebenen Barmer-Versicherten von Mitte August bis Anfang Oktober von 2918 auf 8990 gestiegen. Das entspreche einem Plus von 208 Prozent, heißt es in der Analyse. In diesem Jahr liege der Zuwachs hingegen nur bei 142 Prozent (von 2406 auf 5817). Die Entwicklung im Jahresvergleich ist auch bundesweit so zu erkennen: Hier stiegen die entsprechenden Zahlen den Angaben nach 2019 um 138 Prozent und im laufenden Jahr lediglich um 101 Prozent.

Update, 11.53 Uhr - Bayerische Corona-Landkarte fast vollständig rot

Der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen im Landkreis Rottal-Inn ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder unter die Marke von 300 gesunken. Am Sonntag meldete das RKI 293 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Vortag waren es noch 304,5 gewesen.

Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch der Landkreis Amberg-Sulzbach befand sich am Sonntag nach RKI-Angaben mit einer Inzidenz von 36,9 nicht in einer der beiden höchsten Warnstufen. Die rote Warnstufe gilt ab einem Wert von 50, die dunkelrote ab einer Inzidenz von 100.

Update, 10.48 Uhr - Falsche Polizisten führen „Corona-Kontrolle“ in der Oberpfalz durch

Als falsche Zivilbeamte haben ein Mann und eine Frau im oberpfälzischen Floß (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) eine „Corona-Kontrolle“ durchgeführt. Nach Angaben der echten Polizei vom Freitag hielten die beiden eine Autofahrerin am Ortsausgang mit Blaulicht an. Die vorgeschobene Begründung: Sie habe einen Corona-Verstoß begangen.

Ein Polizeisprecher sagte, die beiden Betrüger hätten die Personalien der 30-Jährigen aufgenommen und ein Bußgeld in zweistelliger Höhe von ihr verlangt. Sich selbst hätten sie nicht ausweisen wollen. Die Frau habe aber kein Geld bei sich gehabt und anschließend die Polizei gerufen. Diese sucht nun nach Zeugen und möglichen weiteren Geschädigten. Die falschen Polizisten waren am Donnerstag in einem roten Wagen unterwegs.

Update, 10.19 Uhr - 253 aktive Fälle im Kreis Mühldorf 

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 31. Oktober 17 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 1. November 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 253 aktive Fälle, davon werden 11 Personen stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 165,7, berichtet das Mühldorfer Landratsamt in einer aktuellen Pressemeldung.

Update, 9.23 Uhr - Corona-Demo am Sonntag in München geplant

Gegner der Corona-Maßnahmen wollen am Sonntag wieder in München demonstrieren. Die Stadt hat eine Kundgebung des Bündnisses „Querdenken 089“ unter strikten Auflagen zugelassen. Maximal 1000 Menschen anstatt der angemeldeten 5000 dürfen von 16.30 Uhr bis längstens 21 Uhr an der Veranstaltung unter dem Motto „Querdenken 089“ an Allerheiligen auf der Theresienwiese teilnehmen, wie das Kreisverwaltungsreferat am Freitag mitteilte. Ein Eilantrag der Organisatoren gegen die Auflagen vor dem Verwaltungsgericht München scheiterte. Als Redner hat sich unter anderen Fernsehpfarrer Jürgen Fliege angekündigt.

Die Behörde hatte auch den angemeldeten Versammlungsleiter für die Theresienwiese abgelehnt. Wegen „seines bisherigen Verhaltens und verschiedener öffentlicher Redebeiträge“ bestehe der Verdacht, dass er einen friedlichen Verlauf der Versammlung nicht gewährleisten werde. Am 12. September hatten zuletzt 10.000 Menschen auf der Theresienwiese gegen Maskenpflicht und Abstandsregeln demonstriert.

Update, 8.01 Uhr - Aktuelle Zahlen aus der Region

Auch die Stadt- und Landkreiszahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegen bereits vor. Gestiegen ist die 7-Tage-Inzidenz, also Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen, sowohl im Landkreis Rosenheim, als auch im Berchtesgadener Land und dem Kreis Altötting. Im Landkreis Rosenheim stieg die Inzidenz auf 217,0 (Vortag 208), im Berchtesgadener Land auf 262,4 (Vortag 260) und im Kreis Altötting auf 128,2 (Vortag 103).

Entwicklung der Corona-Neuinfektionen (Stand 1. November).

Gesunken ist die 7-Tage-Inzidenz sowohl in der Stadt Rosenheim, als auch im Kreis Traunstein und dem Landkreis Mühldorf. In der Stadt Rosenheim liegt die Inzidenz nun bei 242 (Vortag 248), im Kreis Traunstein bei 128,6 (Vortag 149) und im Kreis Mühldorf bei 164,8 (Vortag 181).

Todesfälle waren in der Region nicht zu verzeichnen.

RKI meldet 14.177 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 14.177 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 532.930 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 1.11., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren 11.176 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.481. Rund 355 900 Menschen waren von ihrer Infektion genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,11 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,19 (Vortag: 1,21). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mh/bcs/dpa

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