News-Ticker zur Corona-Pandemie

Spahn warnt vor schnellen Lockerungen - Österreich wagt weitere Öffnungsschritte

Gesundheitsminister Jens Spahn
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Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, geht nach einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie mit Maske aus dem Saal. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 1. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 59,8, Landkreis Rosenheim 96,0, Landkreis Traunstein 61,5, Landkreis Berchtesgadener Land 106,7, Landkreis Mühldorf 115,6, Landkreis Altötting 130,9 (Quelle/Stand: RKI, 28. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2883, Landkreis Rosenheim 10.710, Traunstein 7512, Berchtesgadener Land 4380, Mühldorf 4640, Altötting 3984 (Quelle/Stand: RKI, 28. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 421, Traunstein 192, Berchtesgadener Land 95, Mühldorf 122, Altötting 162 (Quelle/Stand: RKI, 28. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 70.105 Todesfälle in Deutschland (12.388 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.27 Uhr - Altmaier: Noch im März weitere Öffnungen verantwortbar

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält es für verantwortbar, den Lockdown der Wirtschaft noch im März weiter zu lockern.

Das sagte der CDU-Politiker am Montagabend bei einer Veranstaltung des Mittelstands-Verbands BVMW. Wenn man die regionalen Umstände berücksichtige, könnten Öffnungen auch dort möglich sein, „wo die Inzidenzen vielleicht nicht ganz so stark gesunken sind, wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben“. Aspekte dafür könnten die Belastung der Gesundheitsämter, aber auch Schnell- und Selbsttests sein. Niemand wolle eine dritte Welle, betonte der Minister.

Altmaier deutete konkret Öffnungsmöglichkeiten für den Einzelhandel und die Außengastronomie an. „Jetzt kommt die Zeit, wo man draußen sitzen kann“, sagte er. Letztlich sei es besser, wenn die Bürger in der Außengastronomie mit Hygienekonzept säßen als mit dem selbst gekauften Getränk irgendwo im Park.

Zugleich müssten die Konzepte sicherstellen, dass soziale Kontakte nicht wieder von null auf hundert stiegen, etwa durch volle Innenstädte, Busse oder Bahnen.

Update, 20.33 Uhr - Spahn warnt vor schnellen Lockerungen

Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor raschen Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt.

„Wir würden es uns allen nicht verzeihen, aber Sie auch Ihrer Regierung nicht, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden“, sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung des Mittelstandsverbands BVMW.

Auch er habe das Bedürfnis, einen Plan für Schritte zu mehr Normalität zu haben. „Aber wir schaffen grad halt nur eine schwierige Balance“, räumte Spahn ein. Lockerungen könnten nur Schritt für Schritt passieren, allein die Öffnung von Schulen und Kitas führe zu Millionen Bewegungen jeden Tag.

Zugleich zeigte sich der Minister optimistisch. „Wir haben den Weg raus aus der Pandemie begonnen“, sagte er. Dies könne das letzte Frühjahr in der Corona-Pandemie sein, möglicherweise habe man im April das Schlimmste hinter sich.

Gerade beim Testen gebe es mit Schnell- und Selbsttests große Fortschritte, die auch konkrete Situationen im Alltag absichern könnten - Gastronomie- und Kinobesuche genauso wie Familientreffen. Auch das Impfen mache einen Unterschied, so gehe die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Über-80-Jährigen deutlich zurück.

Update, 19.43 Uhr - Gesundheitsminister: Besuchseinschränkungen in Altenheimen lockern

Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern.

Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Montag nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die an diesem Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will.

Derzeit gelten in Alten- und Pflegeheimen bundesweit Einschränkungen mit regionalen Unterschieden. In Bayern etwa darf jeder Bewohner pro Tag nur einen Besucher empfangen. Nun wollen die Gesundheitsminister die Besuchsmöglichkeiten zwei Wochen nach Zweitimpfung und bei einer hohen Durchimpfungsrate der Bewohnerinnen und Bewohner erweitern.

Sobald Corona-Infektionen gemeldet werden, soll es jedoch wie bisher bei Besuchsverboten bleiben. „Wichtig ist dabei, dass kein konkretes Ausbruchsgeschehen vorliegt und weiterhin Hygiene- und Testkonzepte konsequent umgesetzt werden“, sagte Holetschek.

Update, 19.06 Uhr - Österreich startet Öffnung der Gastronomie im Bundesland Vorarlberg

Österreich geht trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen seinen Weg der schrittweisen Öffnung des öffentlichen Lebens nun auf regionaler Ebene weiter.

Aufgrund der vergleichsweise geringen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen werde es ab 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu Lockerungen kommen, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Montag an. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie.

Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass zu Ostern zumindest Gastronomie im Freien möglich werden solle. „Wir beginnen outdoor, bevor wir uns an weitere Indoor-Öffnungsschritte heranwagen können“, sagte Kurz.

Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Jede Woche werde aktuell etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung getestet, hieß es. Die Hoffnung ruhe auch auf der deutlichen Steigerung der Impfzahlen im März und April.

„Wir wissen, dass es für die Bevölkerung schon ein verdammt langes Jahr ist“, sagte Kurz. Er verteidigte die Öffnung aller Geschäfte vor drei Wochen. Dies sei ein wichtiger und richtiger Schritt gewesen. Allein seitdem seien 120.000 Menschen, die vorher arbeitslos oder in Kurzarbeit gewesen seien, wieder in Beschäftigung gekommen.

Update, 18.21 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 473 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 61,5.

Seit der letzten Pressemitteilung am 26. Februar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 48 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 7512 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich dabei um einen Mann im Alter von 76 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 192 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein zwölf Covid-19-Patienten behandelt, davon sechs auf der Normalstation und sechs auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 8.504 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 4.591 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 17.54 Uhr - Corona-Fälle bei Jahn Regensburg: Pokalspiel gegen Bremen abgesagt

Nach weiteren Corona-Fällen beim SSV Jahn Regensburg wird das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen nicht wie geplant am Dienstagabend stattfinden.

Beim Fußball-Zweitligisten aus der Oberpfalz seien über Cheftrainer Mersad Selimbegovic hinaus weitere Infektionen aufgetreten, berichtete Jahn-Geschäftsführer Christian Keller bei der Pressekonferenz am Montag. Dies hätten Tests am Sonntag ergeben. Um wie viele Personen und wen genau es sich handelt, äußerte er sich nicht. Das gesamte SSV-Betreuerteam und die Mannschaft müssten nun voraussichtlich in Quarantäne.

Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, hat die Spielleitung die für Dienstag (18.30 Uhr) angesetzte Partie abgesetzt. „Hintergrund sind die behördlich angeordneten Quarantänemaßnahmen für den Verein Jahn Regensburg. Über die Neuansetzung der Partie wird der DFB in Abstimmung mit beiden Vereinen schnellstmöglich entscheiden.“

Die Regensburger rechnen auch damit, dass die nächsten beiden Ligapartien beim VfL Osnabrück am 7. März und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth am 13. März nicht wie ursprünglich terminiert stattfinden können.

Bereits am Freitag war Jahn-Trainer Selimbegovic positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasste daraufhin das Zweitligaspiel am selben Abend gegen Paderborn (1:0). Alle anderen Akteure in dieser Regeltestung seien damals negativ gewesen, das Spiel konnte gemäß Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga stattfinden.

Der 38-Jährige berichtete kurz danach, dass er keine Symptome habe. Er konnte sich demnach auch nicht erklären, wo er sich infiziert haben könnte. Selimbegovic musste den Sieg in häuslicher Quarantäne verfolgen und wurde von seinem Assistenten Sebastian Dreier an der Seitenlinie vertreten.

Update, 17.39 Uhr - Seit Samstag 42 neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 42 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt.

Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut bei 106,7 (Stand: 01.03.2021, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 148 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis, davon 14 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 113 neue Covid-19-Fälle. Davon wurde bei insgesamt 17 positiven Befunden eine Virusmutation festgestellt; dies entspricht einem Anteil von 19,21 Prozent. Dabei handelte es sich ausschließlich um die britische Variante (B.1.1.7), weitere Mutationen wurden nicht festgestellt.

Die steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage sind auf mehrere Cluster in verschiedenen Gemeinden zurückzuführen. Diese Cluster haben ihren Ursprung in privaten Zusammenkünften und im familiären Bereich.

Um das Infektionsgeschehen weiter einzugrenzen, wird es am Mittwoch im Gemeindegebiet von Teisendorf eine weitere Testaktion geben. Details hierzu gibt das Landratsamt zeitnah bekannt. Im schulischen Bereich war in der vergangenen Woche hingegen kein Infektionsgeschehen zu verzeichnen.

Dennoch ist der Landkreis aufgrund der Vorgaben des Freistaates Bayern bei einer Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 dazu verpflichtet, die Schulen ab Mittwoch, 3. März, wieder zu schließen.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 80 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 95.

Update, 16.45 Uhr - 38 Personen feiern Junggesellenabschied in München

In der Zeit zwischen Freitag, 26. Februar, und Montag, 1. März, jeweils 6 Uhr, führte die Münchner Polizei über 4000 Kontrollen durch, um in Stadt und Landkreis die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln zu überprüfen. Es gab dabei knapp 500 Anzeigen, wobei es hauptsächlich um Verstöße gegen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ging.

Am Freitagnachmittag mussten die Beamten unter anderem auch einen Junggesellenabschied im Stadtteil Neuperlach auflösen. Dort hatten sich 38 Personen, 36 Frauen und zwei Männer, in einer Wohnung versammelt. Alle erhielten entsprechende Anzeigen. Am frühen Sonntagmorgen wurden die Beamten dann in die Isarvorstadt gerufen. Letztendlich wurden dort in einem Anwesen zwölf Personen aus unterschiedlichen Haushalten angetroffen, die dort feierten und Alkohol konsumierten. Auch hier gab es entsprechende Anzeigen.

Am Sonntagnachmittag war dann noch ein Einsatz an einem Skaterpark im Stadtteil Waldperlach notwendig. Dort war eine Menschenansammlung von rund 150 Personen gemeldet worden. Die Versammlung wurde aufgelöst. Es gab Platzverweise und insgesamt 12 Anzeigen.

Update, 15.12 Uhr - Schulen im Berchtesgadener Land gehen ab Mittwoch in Distanzunterricht

Wie das Schulamt Berchtesgadener Land meldet, gehen die Schulen landkreisweit ab Mittwoch, 3. März, wieder in den Distanzunterricht. Ursache hierfür sind die weiter steigenden Werte der 7-Tage-Inzidenz.

Die Regelungen für die Abschlussklassen der Gymnasien und Fachoberschulen bleiben davon unberührt. Eine Notbetreuung wird aufrecht erhalten.

Update, 13.38 Uhr - Söder bekräftigt Forderung nach neuem Corona-Impfkonzept

Vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seine Forderung nach einer Änderung des Impfkonzepts bekräftigt. Spätestes im April, wenn mehr Impfstoff komme, müsse jede Dose verabreicht werden, „wo es nur geht“, sagte Söder am Montag bei einer Online-Pressekonferenz mit seinem sächsischen Kollegen Michael Kretschmer (CDU). Deshalb müsse man „das System verändern“: Der Astrazeneca-Impfstoff solle neben den Impfzentren auch von Hausärzten, Betriebsärzten und Schulärzten verabreicht werden. Es brauche deshalb eine schnelle Änderung der Impfverordnung des Bundes.

Söder regte etwa auch an, ältere Schüler vor den Abiturprüfungen zu impfen - das würde dort „ein hohes Maß an Sicherheit“ bringen. Und Kretschmer äußerte den Wunsch, der gesamten Bevölkerung über 18 Jahren in Hotspot-Regionen an der Grenze bald ein Impfangebot machen zu können. Neben den Kriterien der Ständigen Impfkommission müssten also weitere Kriterien dazukommen - auch darüber müsse man am Mittwoch reden.

Aus einer rechtlich fixierten Priorisierung könnte nach Worten Söders am Ende eine „Empfehlung“ werden, die dann angewandt werde. „Nur so können wir den dramatischen Rückstand, den Deutschland beim Impfen hat, aufholen“, sagte Söder. Hier müsse man besser werden.

Update, 13.13 Uhr - Inzidenz über 100: Schulen im Berchtesgadener Land Dienstag offen

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 42 weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich keine Personen als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4380 (Meldestand RKI: 28.02.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 106,7 (Stand: 28.02.2021, 0 Uhr).

Trotz der Inzidenz über 100 findet am Montag und auch am Dienstag Unterricht statt, dies teilt das Landratsamt Berchtesgadener Land auf seiner Homepage mit. Weitere Informationen sollen zeitnah folgen.

Update, 12.27 Uhr - Intensivmediziner fordern Lockdown-Verlängerung bis April

Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner haben eine Verlängerung des Lockdowns bis Anfang April gefordert. Drei Wochen mehr Disziplin seien entscheidend, um durch Impfungen eine schwer bis nicht mehr kontrollierbare dritte Welle zu vermeiden, sagte Gernot Marx, Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Nach einem neuen Prognosemodell der Divi könnte ein Öffnen am 7. März die Zahlen schwer kranker Corona-Patienten in Kliniken exorbitant in die Höhe treiben, hieß es.

Der bisherige Höchststand lag im Januar bei etwa 6000 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Im Moment seien es rund 2900, was in etwa dem Höhepunkt der ersten Welle im Frühjahr 2020 entspreche und beherrschbar sei, hieß es.

Update, 11.35 Uhr - Inzidenz über 100: Kreis Mühldorf schließt Schulen ab Dienstag

Die erhoffte Trendwende bei der Inzidenzzahl des Landkreises Mühldorf blieb leider aus: Die 7-Tage-Inzidenz ist übers Wochenende weiter angestiegen und liegt heute bei 115,6 (RKI Stand 01.03.2021, 3.10 Uhr). Da dieser Wert nun deutlich über 100 liegt, müssen laut der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Mühldorf a. Inn ab morgen Dienstag, 02. März, wieder geschlossen werden.

Mit Wirkung ab 02.03.2021 gilt deshalb im Landkreis Mühldorf a. Inn:

  • Die Schulen sind geschlossen. Für die sich im Wechselunterricht befindlichen Jahrgangsstufen, d.h. für Abiturientinnen und Abiturienten, für die im Jahr 2021 Abschlussprüfungen durchgeführt werden, sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen anstehen, gilt: es findet inzidenzwertunabhängig weiterhin Wechselunterricht statt, wobei eine Teilung der Klassen bzw. des Kurses nur erforderlich ist, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten wird.
  • Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen.
  • Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sind in Präsenzform grundsätzlich untersagt. Zulässig bleiben hingegen Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt ist.
  • Angebote der Erwachsenenbildung sind in Präsenzform grundsätzlich untersagt.

Update, 11.07 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 173 aktive Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 28. Februar
neun neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 01. März 2021, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 173 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 1. März 2021, 3.10 Uhr) bei 115,6.

Pressekonferenz im Live-Stream:

Update, 10.21 Uhr - Kretschmer: „Müssen die Zahlen in den Hotspots senken“

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer betonte, dass man sich eng mit den tschechischen Nachbarn abgestimmt habe, wie Bayern und Sachsen am besten helfen könnten. „Es war unvermeidlich, die Grenzen jetzt zu schließen“, verteidigte Kretschmer zugleich die von deutscher Seite getroffenen Maßnahmen. Schließlich seien Regionen wie das Vogtland oder die Landkreise Tirschenreuth und Hof nach wie vor besonders stark von hohen Inzidenzen betroffen.

„Wir müssen dort die Zahlen senken“, sagte Kretschmer. Die Impfstrategie in den Hotspots müsse deutlich ausgeweitet werden, um eine (erneute) Ausbreitung der Pandemie in andere Landesteile und eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Zudem müsse eine „Wellenbewegung“ bei den Maßnahmen unbedingt vermieden werden.

„Die britische Mutation ist immer mehr auf dem Vormarsch und diese ist um bis zu 50 Prozent ansteckender“, warnte Kretschmer und sagte deswegen im Hinblick auf den nächsten Bund-Länder-Gipfel: „Am Mittwoch kann es deswegen nur um kleine Schritte gehen.“ Größere Lockerungen seien aus seiner Sicht derzeit nicht verantwortbar. Zudem müssten alle Lockerungen streng an ein neues Schnelltest-Konzept gekoppelt werden.

Update, 10.14 Uhr - Das ist der Zehn-Punkte-Plan von Bayern und Sachsen

„Beide Länder stellen fest, dass die Hotspots eine große Herausforderung sind“, sagte Söder und erläuterte dann die geplanten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen. Der Zehn-Punkte-Plan sieht unter anderem vor:

  • Hotspots können nicht die gleiche Öffnungsstrategie wie Nicht-Hotspots haben
  • mehr Impfstoff (AstraZeneca) in besonders betroffene Landkreise geben
  • Krankenhausbetten sollen für tschechische Patienten zur Verfügung stehen
  • Impfstoff und Schnelltests sollen auch nach Tschechien geliefert werden, um Hochrisiko-Patienten und Pendler zu impfen
  • wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, muss das Impfkonzept noch einmal grundlegend überarbeitet werden (z.B. dann auch über Haus-, Schul- oder Betriebsärzte)

„Corona wird uns die nächsten Monate weiter beschäftigen. Wir müssen jetzt sehr klug abwägen, was wir tun“, sagte Söder. Es sei besonders wichtig, ein „exaktes Bild über die Mutationsgeschwindigkeit“ zu gewinnen. Zudem habe Deutschland nach wie vor einen „dramatischen Rückstand“ bei der Impfgeschwindigkeit.

Update, 10.07 Uhr - „Ausbalancierte Öffnung mit regionalen Differenzierungen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein sächsischer Kollege Michael Kretschmer (CDU) sind am Vormittag vor die Presse getreten, um ihren gemeinsamen „Zehn-Punkte-Plan“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorzustellen. Neben einheitlicher Test- und Quarantänekonzepte soll auch ein einheitliches Vorgehen an der Grenzregion zu Tschechien erreicht werden. Das Nachbarland ist einer der Corona-Hotspots in Europa.

„Tschechien ist das Land mit der höchsten Inzidenz in ganz Europa. (…) Corona bewegt uns sehr. (…) Es stehen wichtige Weichenstellungen für die kommenden Wochen an“, sagte Söder zu Beginn. Es gehe darum, „kluge Entscheidungen“ zu treffen und die richtige Balance zwischen Öffnungen und Vorsicht zu finden. „Es geht darum, nicht die Nerven zu verlieren“, so Söder. Es gehe darum entsprechende „Leitplanken“ und „Sicherheitspuffer“ zu entwickeln und ein „ausbalanciertes Öffnungssystem mit regionalen Differenzierungen“ zu finden.

Update, 9.45 Uhr - PK um 10 Uhr live: Bayern und Sachsen schmieden Anti-Corona-Allianz

Bayern und Sachsen wollen im Kampf gegen Corona noch enger zusammenarbeiten. Am Montag (10 Uhr) wollen die beiden Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) einen Zehn-Punkte-Plan für das gemeinsame Vorgehen gegen die Pandemie vorstellen. Söder hatte eine engere Kooperation zuletzt schon angekündigt, etwa was Test- und Quarantänekonzepte angeht - Ziel sei insgesamt ein möglichst einheitliches Vorgehen.

Bayern und Sachsen sind durch ihre Grenzen zu Tschechien derzeit besonders herausgefordert: Landkreise in Grenznähe zählen seit einiger Zeit zu den auffälligsten Corona-Hotspots in Deutschland. Deshalb laufen inzwischen auch verschärfte Kontrollen an den Grenzen zum Nachbarland Tschechien.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz um 10 Uhr.

Update, 9.07 Uhr - Landkreis Altötting meldet 21 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 21 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3984 Personen (Stand: 28. Februar, 14 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 197 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Altötting (48), Burgkirchen (32) und Burghausen (26). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 130,9.

Update, 8.23 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 1. März).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen sind in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag ausnahmslos gestiegen: Kreis Altötting (von 118,4 auf 130,9), Kreis Berchtesgadener Land (von 94,4 auf 106,7), Kreis Mühldorf (von 112,2 auf 115,6), Landkreis Rosenheim (von 93,4 auf 96,0), Stadt Rosenheim (von 56,6 auf 59,8) und Kreis Traunstein (von 59,2 auf 61,5).

In der Region wurde laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach ist eine Person im Kreis Traunstein verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.13 Uhr - RKI meldet 4732 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 - und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.447.068 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.03., 05.30 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.255.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.105.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Nach monatelanger Schließung: Friseure und Baumärkte öffnen heute

Zum Frühlingsstart dürfen Hobby-Gärtner wieder in Bau- und Gartenmärkten stöbern und Friseure Hand an Haar anlegen. Die ersten Corona-Lockerungen in Bayern starten trotz grassierender Mutationen.

Diese Corona-Regeln gelten in Bayern seit 1. März, 0 Uhr

Lang ersehnt: In Bayern geht es ab Montag mit den ersten Öffnungen von Geschäften einen kleinen Schritt in Richtung Normalität. „Friseure, Gärtner, Baumärkte, Fußpflege-Praxen, Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden werden ab dem 1. März landesweit unter den gleichen Bedingungen zugelassen, die für die bereits jetzt ausnahmsweise geöffneten Handels- und Dienstleistungsbetriebe gelten“, schreibt die Bayerische Staatsregierung. FFP2-Masken bleiben selbstverständlich Pflicht. Eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern für jede Person in einem Raum darf nicht unterschritten werden, zumindest für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte mit den Lockerungen für Kritik gesorgt - vor allem in den Nachbarländern. In Baden-Württemberg war man irritiert angesichts Söders Kehrtwende gewesen: „Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen“, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. „Ich weiß nicht, was das soll.“ Gerade im Grenzbereich sollten einheitliche Regeln gelten. „Das würde auch für mehr Akzeptanz sorgen“, sagte die Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm, Katrin Albsteiger (CSU).

mw/mh/aic/dpa

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