News-Ticker zur Corona-Pandemie

155 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land - 107.250 Impfdosen am Freitag für Bayern

Coronavirus Symbolbild
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 7. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 122,7, Landkreis Rosenheim 105,6, Landkreis Traunstein 154,0 , Landkreis Berchtesgadener Land 256,8, Landkreis Mühldorf 110,5, Landkreis Altötting 89,7 (Quelle/Stand: RKI, 7. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2404, Landkreis Rosenheim 8899, Traunstein 5968, Berchtesgadener Land 3052, Mühldorf 3490, Altötting 3009 (Quelle/Stand: RKI, 7. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 36, Landkreis Rosenheim 345, Traunstein 155, Berchtesgadener Land 67, Mühldorf 82, Altötting 106 (Quelle/Stand: RKI, 7. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 37.607 Todesfälle in Deutschland (7424 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.15 Uhr - 87 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1888 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 154,0. Seit der letzten Pressemitteilung am 5. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 87 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 6023 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 3979 Personen (35 Personen mehr seit der Meldung vom 5. Januar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von 69 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 156 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 72 COVID-19-Patienten behandelt, davon 61 auf der Normalstation und 11 auf der Intensivstation.

In der Gemeinschaftsunterkunft Traunstein, Seuffertstr. Nr. 4-8, wurde eine Reihentestung durchgeführt. Es wurden zwei positive Fälle festgestellt. Somit muss die Quarantäne für die Bewohner bis einschl. 20.01.21 verlängert werden.

Update, 21.05 Uhr - Seit Dienstag 155 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land und ein weiterer Todesfall

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Dienstag 155 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3.052 (Meldestand RKI: 7. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 256,8 (Stand: 7. Januar, 0 Uhr).

Von den insgesamt 3.052 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land bestätigten Fälle sind 2.641 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Im Landkreis gibt es aktuell 343 aktive Fälle.

Die aktuell hohen Fallzahlen sind insbesondere durch Kontakte bei privaten Zusammenkünften und zum Teil auch bei der Arbeitsstätte bzw. im beruflichen Umfeld begründet. Ebenso gibt es in mehreren Betrieben und Einrichtungen eine Häufung von positiven COVID-19-Fällen. Sämtliche Infektionsherde und -cluster wurden im Gesundheitsamt identifiziert und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen und notwendigen Vorkehrungen getroffen. Zum Schutz der betreffenden Betriebe und Einrichtungen sowie deren Mitarbeiter und Bewohner wird auf eine öffentliche Bekanntgabe der Einrichtungen verzichtet. Alle betroffenen Personen und deren Angehörige wurden direkt durch das Gesundheitsamt oder durch die Einrichtung kontaktiert.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 79-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 68.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 243 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 59 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 4 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 20.08 Uhr - 24 weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Laut der aktuellen Meldung des Landratsamtes Altötting wurden seit der letzten Bekanntgabe am 6. Januar 24 neue Corona-Fälle im Landkreis bestätigt. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Fälle auf insgesamt 3046.
 
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell nach Angabe des Landratsamtes 89,7. Im Landkreis Altötting gibt es derzeit 180 aktive Fälle. Davon entfallen 19 auf das Stadtgebiet Altötting.

Update, 19.29 Uhr - 54 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 6. Januar 54 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 7. Januar 2021, 0 Uhr).

Aus einer Reihentestung im Schlachthof in Waldkraiburg ergaben sich 24 weitere positive Fälle unter den Mitarbeitern. Darüber hinaus wurden im Rahmen einer Reihentestung 7 positive Fälle in der Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in der Siemensstraße in Waldkraiburg ermittelt. Die Einrichtung wurde unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 274 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 7. Januar 2021, 00:00 Uhr) bei 144,12.

Hinweis: Der Landkreis Mühldorf a. Inn vermeldet künftig bis auf Weiteres den offiziellen Inzidenzwert des RKI (Robert-Koch-Institut), denn dieser Wert ist für weitergehende Maßnahmen im Falle einer Inzidenzwertüberschreitung ausschlaggebend.

Update, 18:57 Uhr - Bayern soll am Freitag 107.250 Impfdosen bekommen

Bayern soll am Freitag mehr als 100.000 weitere Impfdosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech erhalten. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll Biontech am Freitag 107.250 Impfdosen direkt an den Freistaat liefern. Demnach bleibt die Menge bei der von der Staatsregierung am Mittwoch angekündigten Zahl.

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bis Mittwoch rund 90.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden. Für die erforderliche zweite Impfung wird laut Gesundheitsministerium die Hälfte der knapp 210.000 gelieferten Impfdosen zurückgehalten.

Update, 17.32 Uhr - Zwei Fälle der neuen Coronavirus-Variante in Bayern nachgewiesen

In Bayern sind mittlerweile zwei Fälle der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Corona-Variante entdeckt worden. Die Mutation sei erneut bei einem Reiserückkehrer von der britischen Insel nachgewiesen worden, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit.

„Der betroffene Passagier wurde direkt nach der Einreise am Flughafen München positiv auf Sars-CoV-2 getestet“, berichtete die Behörde. Im Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin sei dann die neue Variante nachgewiesen worden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Mittwoch über den ersten im Freistaat belegten Fall informiert. Auch dabei habe es sich um eine Reiserückkehrerin aus Großbritannien gehandelt. „Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist“, sagte Söder. Laut LGL wird ein dritter Verdachtsfall, eine weitere Probe eines Reisenden aus Großbritannien, derzeit noch von dem Berliner Labor untersucht.

„Nach dem bisherigen wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe bei Infektionen mit dieser neuen Variante oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe“, betonte das Landesamt. Es gebe aber Hinweise, dass die neue Variante wesentlich ansteckender sei als die bisherigen Virusvarianten.

Update, 15.52 Uhr - „Driftiger“ Grund? Mehrere Autofahrer vom Festplatzgelände in Traunstein angezeigt

Einen „driftigen“ Grund hatten wohl einige Autofahrer aus ihrer Sicht am Nachmittag des Dreikönigstages für das Verlassen ihrer Wohnung, als sie sich für Fahrübungen am Traunsteiner Festplatzgelände trafen. Gegen 15.50 Uhr fielen einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Traunstein mehrere Fahrzeuge auf, die im Schnee drifteten.

Einen triftigen Grund für das Verlassen der Wohnungen konnte keine der sieben Personen nennen, weshalb sie nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erwartet. Oben drauf kommt noch ein Bußgeld von je 100 Euro wegen des Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung.

Update, 14.42 Uhr - 48 Mitarbeiter an Schlachthof in Waldkraiburg positiv getestet

Bei Mitarbeitern des Schlachthofes in Waldkraiburg gab es wie bereits berichtet zahlreiche Corona-Infektionen. Bislang sind insgesamt 48 Fälle aufgetreten. Das Gesundheitsamt ist vor Ort und in Abstimmung mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens am Schlachthof festgelegt.

Die Produktion wurde herunter gefahren, indem die Zahl der Schlachtungen reduziert wurde. Einzelne Teilbereiche der Produktion wurden vorübergehend stillgelegt. Die bestehenden Hygiene- und Schutzpläne des Unternehmens wurden durch das Gesundheitsamt in enger Abstimmung mit dem Qualitätsmanagement der Vion Gruppe nochmals eingehend detailliert geprüft und verschärft. Für heute und morgen sind die nächsten Reihentestungen geplant.

Update, 13.31 Uhr - Piazolo findet Mebis-Debatte „unnatürlich gehypt“

Den Streit um die Online-Lernplattform Mebis, die als sehr fehleranfällig gilt, bezeichnete Piazolo als „beinahe unnatürlich gehypte Debatte“. Das System sei seit März ständig verbessert worden und hätte „an den meisten Tagen auch funktioniert“, so der Minister. „Zeitweise Nicht-Erreichbarkeiten“ wollte der FW-Politiker jedoch nicht von der Hand weisen. Er stellte jedoch klar, dass „Mebis ist nie dafür gedacht gewesen sei, zeitgleich zu kommunzieren“.

Nichts desto trotz hätte sich das Kultusministerium über die Weihnachtsfeiertage mit Experten und anderen Ministerien zusammengesetzt, um das System weiter zu verbessern und vor allem zu stabilisieren. Grundsätzlich könne Mebis mit einer großen Anzahl an Nutzern umgehen (bis zu 200.000 am 18. Dezember), sagte Piazolo, allerdings hätte es Probleme mit den Speicherkapazitäten gegeben. Für die erste Woche nach den Schulferien sei jetzt noch einmal viel mehr Speicherkapazität reserviert worden.

Update, 13.24 Uhr - Digitaler Unterricht gestützt mit analogen Elementen

Der gesamte Schulbetrieb in Bayern wird mindestens für die nächsten drei Wochen vollständig auf Distanzunterricht umgestellt. Damit wolle man den Schulen eine gewisse Planungssicherheit gewährleisten, betonte der Minister. Das Rahmenkonzept für den Distanzunterricht soll unter anderem ein regelmäßiger Kontakt zwischen Schülern und Lehrern „auf klar festgelegten Kommunikationswegen“ sicherstellen, unter anderem auch per Telefon, E-Mail oder Videokonferenz-Tools.

Der Distanzunterricht soll laut Piazolo digital gestützt ablaufen, ergänzt mit analogen Elementen (Schulbuch, Arbeitsblatt etc.). Das soll vom Alter und Können der jeweiligen Schüler abhängig gemacht werden. Zudem war es Piazolo wichtig zu betonen: „Distanzunterricht ist nicht gleich Mebis!“

Update, 13.15 Uhr - Abschlussprüfungen aller Schularten werden verschoben

Die Abschlussprüfungen aller Schularten werden zeitlich verschoben!

Versäumter Stoff soll - wie bereits gemeldet - in der Woche nachgeholt werden, in der eigentlich die Faschingsferien hätten stattfinden sollen (15. bis 19. Februar). Ob dies dann im Präsenzunterricht passieren könne, sei derzeit völlig offen. Allerdings soll die Qualität des Distanzunterrichts verbessert werden.

Weitere Maßnahmen sind unter anderem:

  • Die Schulaufgaben an Gymnasien und Realschulen für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 sollen reduziert werden
  • Die Abschlussprüfungen an allen Schularten werden zeitlich verschoben
  • Der Termin für die Zwischenzeugnisse wird von 12. Februar auf 5. März verschoben
  • Die Anzahl der Proben für die Übertritte aufs Gymnasium sollen reduziert werden

Update, 13.12 Uhr - Piazolo: „Massiver Eingriff“ und „hohe Belastung“

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betonte zu Beginn der Pressekonferenz, dass die vergangenen Tage durch intensive Debatten geprägt gewesen seien. Dabei ging es in Sachen Schule vor allem immer darum, den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und die Wichtigkeit des Präsenzunterrichts gegeneinander abzuwägen.

In Bayern gibt es bis mindestens einschließlich 29. Januar keinen Präsenzunterricht. Stattdessen soll Distanzunterricht abgehalten werden. Piazolo betonte, dass ihm sehr bewusst sei, dass dies ein „massiver Eingriff in das Unterrichtsgeschehen“ sei und welche Belastungen dies bei Schülern, Lehrern und Eltern darstelle. Eine Not-Betreuung für alle Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für Förder- und Sonderschüler soll sichergestellt werden. „Wir wissen aber nicht, ob es dann ab Februar normal weitergeht und wir wieder hochfahren können“, stellte der Minister klar.

Update, 12.32 Uhr - Piazolo informiert über Schulen und Mebis

Nach der Sondersitzung des bayerischen Kabinetts informiert Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag, 13 Uhr, über den weiteren Umgang mit Schulen und Kitas. Trotz des Endes der Weihnachtsferien am kommenden Montag sollen Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen bleiben. In allen Jahrgangsstufen soll es stattdessen Angebote für Distanzunterricht geben.

Piazolo muss sich seit einigen Wochen mit Rücktrittsforderungen und auch Kritik aus der Regierung auseinandersetzen. Grund ist die instabile Online-Lernplattform „Mebis“, die vor den Weihnachtsferien wie schon im Frühjahr dem Ansturm von Schülern im Distanzunterricht nicht gewachsen war. Söder hatte ihm im Dezember indirekt eine Frist gesetzt, dass das System nach den Weihnachtsferien einwandfrei laufen müsse.

Update, 12.19 Uhr - Polizei beendet illegale Party und „Schlitten-Spaß“

Zwischen Dienstag, 5. Januar, 6 Uhr, und Donnerstag, 7. Januar, 6 Uhr, führte die Münchner Polizei insgesamt rund 2800 Corona-Kontrollen durch. Dabei wurden 151 Verstöße festgestellt, wobei es in 38 Fällen um die Ausgangssperre ging. Am Dienstagabend gegen 23.30 Uhr mussten die Beamten zunächst in den Stadtteil Bogenhausen ausrücken. Von dort war eine Ruhestörung gemeldet worden. Vor Ort trafen die Beamten in einer Wohnung auf acht Personen - und starken Marihuanageruch. Deswegen wurde auch ein Polizeihund hinzugezogen, der auch eine kleinere Menge Drogen aufspüren konnte. Eine Dame wurde deswegen anzeigt, alle acht erhielten zudem Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Die zweite illegale Party stieg in der Nacht auf Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus in der Maxvorstadt. Gegen 4.15 Uhr stellte eine Streife nach einem entsprechenden Hinweis zunächst nur zwei Personen in der betroffenen Wohnung fest. Weitere fünf Beteiligte waren über die Terrassentür in den Innenhof geflüchtet - konnten dort jedoch von der Polizei angetroffen werden. Auch hier gab es für alle Beteiligten entsprechende Anzeigen. Am Donnerstag gegen 0.30 Uhr wurden in einem Mehrfamilienhaus in Neuaubing außerdem sechs Personen bei einer privaten „Nach-Weihnachtsfeier“ angetroffen. Hier war vorher bei der Polizei eine Ruhestörung gemeldet worden. Die Folge waren auch hier entsprechende Anzeigen.

Darüber hinaus war es am Mittwoch im Laufe des Tages in Pasing und Obermenzing zu größeren Menschenansammlungen an den dortigen Schlittenbergen gekommen. Es hielten sich dort bis zu 150 Personen pro „Berg“ gleichzeitig auf, so dass die Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden konnten. Zudem wurde laut Polizei auch die damit einhergehende Maskenpflicht nicht beachtet. Die Personen wurden von der Polizei vor Ort angesprochen und erhielten Platzverweise.

Update, 11.31 Uhr - 75 Patienten in InnKlinikum in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit 75 Patienten stationär im Zusammenhang mit Corona behandelt - 19 in Mühldorf, 34 in Burghausen und 22 in Altötting. Insgesamt zehn Personen davon müssen auf einer Intensivstation versorgt werden. Zudem meldete die Klinik auch zwei weitere Todesfälle. Dabei handelt es sich um einen 72-jährigen Mann aus dem Landkreis Mühldorf und eine 88-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting.

Update, 10.39 Uhr - Bayerns neuer Minister will bei Impfungen „Gas geben“

Bayerns neuer Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) verspricht mehr Tempo bei Corona-Impfungen: „Wir werden bald schneller vorankommen. Es ist wichtig, dass wir Gas geben. Denn die Impfbereitschaft ist da. (...) Wir haben in Bayern ein gutes System mit 99 Impfzentren aufgebaut. Aktuell haben wir 86.000 Menschen geimpft. Natürlich könnten es mehr sein, wenn mehr Impfstoff da wäre.“

An diesem Freitag sollen nach Angaben Holetscheks 107.000 weitere Impfdosen in Bayern eintreffen, danach soll es wöchentlich weitergehen. Er wolle außerdem die Kommunikation mit der Bevölkerung verbessern: „Alle Über-80-Jährigen werden angeschrieben und informiert, wie die Terminvergabe vor Ort abläuft. (...) Wir müssen das System ständig weiterentwickeln und kreative Lösungen dafür finden, wie wir die Menschen zu dem Impfstoff und den Impfstoff zu den Menschen bringen. Vorstellbar wären zum Beispiel Impfbusse, die rausfahren zu den Menschen.“

Update, 9.26 Uhr - Corona-Zahlen schwierig zu validieren

Eine Interpretation der aktuellen Corona-Zahlen bleibt übrigens weiterhin schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dies teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen mit. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

„Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden“, hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

Update, 8.25 Uhr - Elf weitere Todesopfer in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 7. Januar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Städten und Landkreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Fallende Inzidenzen wurden aus der Stadt (von 138,5 auf 122,7) und dem Landkreis Rosenheim (von 152,3 auf 105,6) sowie den Kreisen Traunstein (von 188,4 auf 154,0) und Mühldorf (von 114,8 auf 110,5) gemeldet. Gestiegen sind die Werte dagegen in den Landkreisen Berchtesgadener Land (von 249,5 auf 256,8) und Altötting (von 83,6 auf 89,7).

Sorgen bereiten unterdessen die nach wie vor hohen Todeszahlen. In der Region wurden in den letzten 24 Stunden elf weitere Todesfälle bekannt - sieben aus dem Landkreis Rosenheim, drei aus dem Landkreis Mühldorf und einer aus der Stadt Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Betroffenen gab es nicht.

RKI meldet über 26.000 neue Fälle und 1070 weitere Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet (Stand: 7. Januar, 0 Uhr). Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten (News-Ticker Mittwoch, 6. Januar).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.835.038 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 37.607. In Bayern kamen 164 weitere Todesopfer hinzu (gesamt nun 7424). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.474.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht bei 0,83 (Stand: 6. Januar; Dienstag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

mw/aic/dpa

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